Die Autorin (selbst Wirtschaftswissenschaftlerin) untersucht die Rolle von Frauen in der Weltwirtschaft auf Grundlage von Erfahrungen, die sie bei Forschungsprojekten gemacht hat und untermauert diese mit passenden und ergänzenden Studien. Es ergibt sich ein erschreckendes Bild, in unterschiedlichen Staaten unterschiedlich ausgeprägt, aber immer den gleichen patriarchalen Mustern folgend. Die Autorin entwirft eine feministische Ökonomie, die sogenannte XX-Ökonomie und fordert dazu auf, das weibliche Kapital endlich zu beachten. Sie belegt, dass Staaten, die Frauen auf dem (Arbeits-)Markt integrieren ein höheres BIP, bessere Bildungschancen für Kinder und gesündere Bevölkerung aufweisen. Für Deutschlands Fachkräftemangel lässt sich aus diesem Buch ziehen, dass dringend mehr dafür getan werden muss, dass Mütter einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen können (Betreuungsplätze für Kinder z.B.).