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Schwingenfall

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»Schatten fallen auf die Lichtlande.
Dunkelheit breitet ihre Schwingen aus.
Die Engel können ihr Reich nicht länger beschützen.
Wer wird überleben in der Welt, die kommt?«

Seit der Ankunft der Engel auf Erden scheint für die Menschheit ein goldenes Zeitalter angebrochen. Doch als der Grenzwächter Toryan mit ansehen muss, wie ein Engel ermordet wird, geraten er und die junge Gutsmagd Minn mitten in den Kampf der Lichtlande gegen die finsteren Mächte der Altnacht eine epische Auseinandersetzung voller Intrigen und Verrat.

Schnell wird klar, dass dabei nicht weniger als das Schicksal aller lebenden Geschöpfe auf dem Spiel steht. Denn die schrecklichste aller Gefahren lauert unerkannt mitten unter ihnen. Und der Schlüssel zu Triumph oder Auslöschung liegt in Minns Innersten verborgen

350 pages, Paperback

Published November 28, 2020

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2 stars
1 (3%)
1 star
1 (3%)
Displaying 1 - 14 of 14 reviews
Profile Image for Merinereads.
421 reviews4 followers
February 13, 2021
Oh Wow, ich kann jetzt schon ohne Zweifel sagen, dass dieses Buch zu meinen Jahreshighlights gehören wird!
Ich bin verliebt in den wunderbar bildhaften und metaphorischen Schreibstil, selten habe ich in einem Buch eine so malerische und schöne Sprache gefunden.
ACHTUNG SPOILER:
Auch die Handlung ist super umgesetzt: man wird in eine Welt geworfen, die aus "Gut" und "Böse" zu bestehen scheint und in der vorgegeben wird, was man glauben soll. Im Laufe der Geschichte lernen die Charaktere jedoch alle die gleiche Lektion: selbst denken, blinder Gehorsam führt nie zu etwas Gutem! Schon relativ früh merkt man, dass manche Dinge nicht ganz in das perfekte Bild passen wollen, das den menschlichen Hauptcharakteren vermittelt werden soll. Immer wieder merkt man, wie schwer es ist Charaktere beider Seiten in die klassischen Sparten "Gut" und "Böse" einzusortieren und erwischt sich dabei, für eine der "bösen" Figuren Symphatien zu empfinden. an An manchen Stellen denkt man sich"ok, irgendwas läuft da grade sehr sehr falsch", aber man kann lange Zeit einfach nicht den Finger darauf legen was genau dahinter steckt.
Bis zu dem großen Plottwist, der ALLES über den Haufen wirft und nicht nur eine der Hauptfiguren total aus der Bahn wirft.
Auch die Schlachtszenen (denn natürlich gibt es am Ende eine große Schlacht) sind überzeugend geschrieben. Es ist kein hirnloses und wahnsinniges Gemetzel; Schlachtpläne werden entworfen, man versucht den Gegner mit Finten hereinzulegen und in all dem Chaos halten immer wieder Charaktere inne und werden sich des Schreckens, in deren Mitte sie stehen, bewusst. Denn egal auf welcher Seite sie stehen, letztendlich bringen die Kämpfe beiden Seiten nur Verlust und Schmerz und werden die Beteiligten fürs Leben zeichnen. Ich fand es richtig gut, dass der Autor diese Seite des Krieges so eingebunden hat.
Was ich auch erwähnen sollte: die Charaktere, die sterben machen einen beim Lesen fertig. Längst nicht alle bekommen einen "bedeutsamen" Tod, manche sterben plötzlich und schnell im Getummel der Kämpfe und das tut beim Lesen richtig weh - so wie ein Charaktertod sein sollte (was nicht heißt, dass ich es gut fand von mir aus hätten die gerne überleben können ich mochte diese Charaktere!).
Mich hat das Buch einfach umgehauen mit der Tiefgründigkeit der Geschichte und der Art, wie sie geschrieben ist. Ich hoffe sehr, dass der Autor bald noch mehr Bücher schreibt, denn schreiben kann er einfach unfassbar gut!
Profile Image for Aleshanee.
1,729 reviews124 followers
March 15, 2021
Im Genre Fantasy entdeckt man ja echt selten Einzelbände, deshalb war ich hier besonders gespannt, wie der Autor hier eine "fremde" Welt, die betroffenen Charaktere und die bedrohliche Handlung in eine dafür relativ kurze Zeitspanne von 350 Seiten packt.

Was mir hier als erstes aufgefallen ist, ist der Schreibstil von Simon Denninger. Es liest sich sehr flüssig und ist gespickt mit zahlreichen Metaphern ungewöhnlichster Art, was beim Lesen viel Spaß gemacht hat und erfrischend anders wirkt. Auch kleine Details in den Gedanken der Protagonisten und im Dialog bergen einige witzige Momente, was die düsteren Situationen immer wieder etwas auflockert.

Es scheint ein wahrhaft dunkles Zeitalter anzubrechen, denn die Menschen, gewohnt von den Lichtbringern geführt und geschützt zu werden, stehen einem Krieg mit den Mächten der Alten Nacht gegenüber. Ebensolchen Engeln wie jene, die sie anbeten, doch den Schatten anheimgefallen und als Blutfürsten bekannt, die man auch mit Vampiren gleichsetzen könnte.
Toryan, einer der vielen Grenzwächter, wird unverhofft in die Konfrontation hineingezogen und erlebt in der Schlacht einige Überraschungen, die sein ganzes Denken infrage stellen.

Ich mochte Toryan sehr gerne. Er ist noch jung, hat ein vorlautes Mundwerk und das Herz am rechten Fleck. Auch andere Figuren haben interessante Eigenschaften, wie die freche, tatendurstige Minn oder Toryans Jugendfreund Holmar, der dem Klerus unterstellt ist. Aber auch viele andere spielen eine wichtige Rolle, leider blieben sie im Laufe der Handlung etwas blass, einfach weil es in dem rasanten Tempo nicht so viel Platz gab, um ihnen genug Raum zu lassen.
Manche Szenen wirkten auf mich auch zu schnell abgefertigt, da hätte ich mir gerne noch etwas mehr gewünscht. Vom Weltenaufbau her allerdings konnte ich mir alles gut vorstellen, auch wenn sie Handlung auf wenige Kulissen beschränkt hat.

Eine coole Idee war, dass technische Errungenschaften durch die Licht-Engel bei den Menschen Einzug gehalten haben, was ein bisschen an Steampunk erinnert. Es gibt Sänften auf Schienen, dampfbetriebene Waggons und Luftschiffe, wie auch Maschinenwächter aus Metall. Doch jeder Fortschritt hat auch seinen Preis...

"Dann würde ich dir sagen, dass du trotz aller Errungenschaften der Technologie deinen Verstand nicht ausschalten solltest", sagte Nobu. "Ganz gleich, wie bequem es sein mag. Wer Neues begrüßt, sollte sich fragen, was dadurch an Altem verloren geht."
Zitat Pos. 2036


Es gibt auch noch einige weitere schöne Botschaften, die zwischendurch eingestreut werden und die über die Gesellschaft und den Glauben an sich an höhere "Führer" nachdenken lassen.

Insgesamt wirkte es auf mich ein bisschen überladen an Figuren und Mitstreitern: die dunkle Brut der Alten Nacht, die Lichtbringer, der Klerus, die Ketzerrepublik Freiholt, die eher abseits steht ... das war anfangs etwas viel, um den Überblick zu behalten. Im Laufe der Handlung wird es aber überschaubarer, vor allem, je mehr man die Hintergründe erkennt. Dennoch blieb es eher bei einem Querschnitt der vielen originellen Ideen, von denen ich gerne mehr Details und tiefere Einblicke gehabt hätte.

Zum Schluss steuert alles auf ein dramatisches Finale zu, bei dem ich gefühlsmäßig nicht ganz so mitgehen konnte, wie erhofft. Es kratzt vieles zu sehr an der Oberfläche, um tiefer eintauchen zu können, ist aber dennoch ein unterhaltsames Abenteuer, das mir Spaß gemacht hat :)

3.5 Sterne von mir
Profile Image for GI LA.
445 reviews5 followers
February 15, 2021
Schwingenfall von Simon Denninger
Drachenmondverlag

Hight-Fantasy auf einem sprachlich hohen Niveau

Toryan und Minn sind seit kurzem ein Paar, doch Toryan ist Grenzwächter in Dimmgrund und Minn Magd auf Gut Eulenstein. Deshalb freut er sich schon auf seinen Heimaturlaub und darauf Minn zu überraschen.
Doch dann wird, während seines Patrouillendienstes, vor seinen Augen ein Engel getötet.
Der Purifikant Damian hat keinen Zweifel daran, dass die letzte große Schlacht zwischen Gut und Böse unmittelbar bevorsteht.
Als Toryan den Purifikanten zum Konklave nach Gut Eulenstein begleiten soll, kann er sein Glück kaum fassen, denn er wird Minn wiedersehen.
Dabei ahnt Toryan noch nicht, das sie beide mitten in den Kampf zwischen Altnacht und Lichtland hineingezogen werden und das Schicksal aller auf dem Spiel steht.

Meine Meinung
Als erstes hat mich dieses fantastische Cover in den Bann gezogen! Die blutigen Schwingen passen zum Plot und spiegeln die Handlung perfekt wieder.

Der Schreibstil ist wahrscheinlich nicht Jedermanns Sache und deshalb empfehle ich auf jeden Fall, sich vorher die Leseprobe anzusehen. Wenn ihr euch für dieses Buch entscheidet, nehmt euch auch auf den Fall genügend Zeit, denn bis ich in die Geschichte hineingefunden habe, hat es etwas gedauert.
Es gibt viele Propagonisten mit teilweise recht ungewöhnlichen Namen, etliche Schauplätze, sowie unterschiedliche Perspektiven und Handlungsstränge. Sie sorgten dafür, dass ich den Überblick teilweise etwas verlor und es mir zu Beginn schwer fiel der Storyline zu folgen.
Eine Karte des Worldbildings hätte das Verständnis etwas vereinfacht, denn ich hatte Probleme, mir die Schauplätze richtig vorzustellen.
Am Ende des Buches gibt es zwar ein Glossar, aber da ich versäumt habe mir das Inhaltsverzeichnis auf dem Reader etwas genauer anzusehen, habe ich das erst recht spät bemerkt.
Es mag jetzt vielleicht so klingen, als ob mir die Story nicht gefallen hätte, aber das ist nicht korrekt.
Die Ausdrucksweise des Autors ist sprachlich auf einem hohen Niveau und hat mich von Anfang an begeistert.

Zitat: "Respekt ist ein komischer Vogel. Je lauter man nach ihm schreit, desto seltener kommt er angeflogen."

Simon Denninger führt den Leser sehr flüssig und sehr ausdrucksstark durch die Seiten.
Nach und nach lernt man die Propagonisten besser kennen. Minn ist aufmüpfig, keck und kann sich gegenüber den Männern auf Gut Eulenstein gut durchsetzen. Aber sie ist auch etwas naiv und reagiert teilweise unüberlegt.
Toryan ist ein relativ ruhiger Propagonist, der jedoch ab und zu seine Klappe nicht halten kann. Er macht im Laufe der Geschichte eine beeindruckende Entwicklung durch. Auch Gyblegog der Gnom sorgte bei mir mit seinem spritzigen Dialogen immer wieder für Heiterkeit.
Gut gefallen hat mir auch der leichte Streampunkt Einfluss. Zum Beispiel das Luftschiff, die Schienensänfte oder der Golbot.
Die unterschiedlichen Handlungsstränge fügten sich im Laufe des Plots zusammen und sorgten für ein fantastisches Ende, dass mich völlig überrascht hat.

Alles in allem ist es ein Plot, mit einer düsteren Atmosphäre und spannenden, aber auch blutigen und dramatischen Abschnitten. Machtkämpfe und Intrigen sorgen vor allem am Ende für überraschende Wendungen.

Von mir gibt es vier Sterne ⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung für ein High-Fantasy Buch, das abseits des Mainstreams und sprachlich auf einem hohen Niveau ist.

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Profile Image for Solara300.
1,494 reviews43 followers
January 5, 2021
Wer wird den Lauf der Welt entscheiden …

Wird die Dunkelheit über das Licht siegen, oder wird es ganz anders kommen.
Genau diese Fragen stellt sich der Grenzwächter Toryan, der bei seiner Wache auf ein erschreckendes Erlebniss trifft, das er am liebsten erst gar nicht entdeckt hätte.
Ein ermordeter Engel, von keinem anderen getötet als vom gefallenen Blutfürst Lurmenor selbst.
Eine Reise zwischen Freud und Leid beginnt, in der Toryan lernt das nicht alles schwarz und weiß ist und das Minn, die er nach längerer Zeit wieder sieht, mehr für ihn ist als er jemals geahnt hätte.

Meine Meinung

Hier hat mich das Cover als erstes in den Bann gezogen mit dem fantastischen Farbverlauf und dem Titel der hier wunderbar bildhaft zum Inhalt passt.

Der Autor Simon Denninger hat hier eine fantastische Welt erschaffen die mich in eine Welt des Kriegs mitgenommen hat, hinter der mächtige Gegner lauern und noch mehr Intrigen.

Hier lernt man zwei faszinierende Hauptprotas kennen, mit abwechselnden Perspektivwechseln.
Toryan ist ein ruhiger Mann der mit seinen zwanzig Jahren als Grenzwächter noch nicht mit solch gefährlichen Aufträgen, wie die des Blutfürsten, in Berührung kam.
Eine Nachricht zu überbringen das der Blutfürst die Dämmergeborene haben möchte bevor er alles sonst dem Erdboden gleich macht ist ja kein Vorschlag, sondern eine ernste Bedrohung.

Wie erwartet bahnt sich hier ein Krieg an und inmitten dieser Wirren trifft Toryan auf Minn.

Minn ist taff, weiß sich zu helfen und gefällt mir mit ihrer Art.
Beide wissen noch nichts von ihrer Bestimmung und ihrer Rolle in diesem Krieg bei dem es um sehr viel mehr geht …

Ich liebe gute Fantasy und hier wurde eine Welt sehr komplex und überzeugend erschaffen, die mich in ihren Bann ziehen konnte.
128 reviews9 followers
March 30, 2022
"Dann würde ich dir sagen, dass du trotz aller Errungenschaften der Technologie deinen Verstand nicht ausschalten solltest. Ganz gleich, wie bequem es sein mag, wer Neues begrüßt, sollte sich fragen, was dadurch an Altem verloren geht."

Einen High-Fantasy Roman gepaart mit Steampunkelementen und einer Portion Van Helsing hat Simon Denninger mit seinem Buch "Schwingenfall" geschaffen.

Darum geht es: Über die Lichtlande fällt die Dunkelheit, als der junge Grenzwächter Toryan mit ansehen muss, wie der Blutfürst Lurmenor den Engel Mawjah, Wächterin der Nordgrenze zur Altnacht, brutal tötet. Und schneller als er Lichtlande sagen kann, steckt Toryan und seine Freundin Minn mitten im Kampf der Lichtlande gegen die Altnacht. Und hierbei steht das Schicksal aller Geschöpfe auf dem Spiel.

Bisher habe ich die Erfahrung gemacht, dass Fantasy-Einzelbände unter 700 Seiten mich höchst selten befriedigen - irgendwas bleibt immer auf der Strecke, sei es die Welt oder die Charaktere. Und so fehlte mir auch hier die Tiefe der Charaktere, jedoch ist es Denninger trotzdem gelungen auf knapp 380 Seiten eine komplexe Geschichte zu erzählen, die mich durchaus zu fesseln verstand.

Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven, hauptsächlich aus Toryans und Minns Sicht - aber auch von anderen Protagonisten - erzählt. Sie ist sehr atmosphärisch geschrieben, zeitweise sehr actionreich, düster und überaus blutig. Stellenweise wird die düstere Atmosphäre durch gekonnt eingesetzte humorige Aussagen etwas aufgelockert.
Am Ende erwartet uns ein nervenaufreibender Showdown.

In "Schwingenfall" tummeln sich allerhand seltsame Wesen, manche muten zum Teil wirklich grausig an. Neben den Menschen treffen wir auf Blutfürsten, Engel, Paladine, Gnome, riesige Hunde und jede Menge, zum Teil grausig anmutende, seltsame Wesen. Toryan ist ein sehr liebenswerter Charakter, der sein Herz am rechten Fleck hat. Trotzdem hat er seine Ecken und Kanten. Die gute Minn ist eine junge Frau mit starkem Willen, die sehr eigenständig ist und sich zu helfen weiß. Sie ist sehr impulsiv und leicht aus der Fassung zu bringen.

Die Seiten sind sehr schön gestaltet und im Anhang findet man auch ein Glossar zu den Personen, einigen Begrifflichkeiten und den wichtigsten Orten. Das einzige Manko für mich: Es gibt leider keine Karte der Welt, was mich bei Fantasy-Welten oft leicht orientierungslos zurücklässt.

Letzten Endes gibt uns Denninger auch eine Botschaft mit auf den Weg: Gut ist nicht immer nur Gut, genauso wenig wie Böse immer nur Böse ist. Jede Medaille hat zwei Seiten und wir müssen, jeder für sich selbst seine eigene Wahrheit dahinter finden und eine eigene Meinung bilden, indem wir uns mit Themen auseinandersetzen und versuchen beiden Seiten unvoreingenommen zuzuhören, anstatt blind jenen zu folgen, die am lautesten schreien. Denn nur weil sie am lautesten Schreien, haben sie nicht unbedingt recht.
162 reviews3 followers
January 6, 2021
Für mich ist dieses Buch ein echt toller Start in das neue Jahr gewesen. Wir haben hier auf 350 Seiten eine tolle High-Fantasy- Geschichte, die im Drachenmond Verlag erschienen ist. Wir begleiten die Magd Minn und den Grenzwächter Toryan auf ihrer Reise. Ihre Wege kreuzen sich nur kurzzeitig, doch wartet man irgendwie darauf, dass sich die beiden doch wieder treffen.

Die beiden haben sich kennengelernt und empfinden etwas füreinander, doch sind sie so weit auseinander, dass sie sich schon fast ein Jahr nicht gesehen haben. Auch soll es zu Beginn des Buches wohl nicht wirklich sein, dass sie sich treffen. Was nun ein wenig anmutet, als würde es eine Liebesgeschichte werden, ist definitiv keine. Denn hier geht es um einen bitteren Krieg und darum, ob die Welt für immer in eine düstere Zeit fallen wird oder sie weiterhin den Menschen und Wesen ein Zuhause sein kann.

Die Geschichte um Minn und Toryan spielt nur am Rande eine Rolle, aber irgendwie habe ich die beiden Charaktere so sehr ins Herz geschlossen, dass ich Ihnen nach den ganzen Strapazen, die sie ertragen müssen, nichts weiter gewünscht habe, als das sie glücklich zusammen werden können. Doch wie soll das gehen zwischen Engeln und Blutfürsten?
Wie schon angedeutet, fand ich die Charaktere sehr toll, nicht nur die beiden Hauptprotagonisten. Am Anfang der Geschichte lernt man viele Leute kennen, da war ich hin und wieder etwas verloren, da ich es nicht so mit Namen habe, aber je weiter man in die Geschichte eindringt und die Welten versteht, desto besser kommt man damit klar.

Auch fand ich die eingebauten Ideen neu und nicht so Mainstream wie vieles, was man aktuell so vorgesetzt bekommt.

Für mich lass sich die Geschichte flüssig weg und ich würde gern mehr von dem Autor lesen. Ich bin gespannt, was man von ihm noch zu lesen bekommt!
Profile Image for Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee.
326 reviews15 followers
February 24, 2021
Inhalt:

Es geschah an einem regnerischen und stürmischen Tag. Toryan wunderte sich noch ob des schwarzen Nebels, als es auch schon Blut vom Himmel regnete. Kurz darauf wurde der junge Grenzgänger Zeuge eines Engelsmordes. Kein geringerer als Lurmenor, der Erzfürst der Altnacht, war es, der kurz darauf neben der frischen Leiche auftauchte und verkündete, dass den Menschen ein Krieg bevorstehe, wenn ihm nicht alsbald die Dämmergeborene ausgeliefert werden würde.

Erst später erfährt Toryan, was es mit der Dämmergeborenen auf sich hat. Sie sei eine Nachfahrin des Blutfürsten und einer Sterblichen. Und nicht nur der Erzfürst der Altnacht ist hinter ihr her. Auch die Engel, die mit dem gefallenen Engel Lurmenor im Disput stehen, und über die Lichtlande herrschen,wollen ihrer habhaft werden. Denn mit der Hilfe der Dämmergeborenen könne Asgreal endlich an Kraft gewinnen, stoffliche Gestalt annehmen und alle Schatten endgültig vertreiben.

Kurze Zeit später reist Toryan zum Konklave nach Gut Eulenstein. Dort soll der Rat zusammenkommen und die heikle Angelegenheit besprochen werden.
Der junge Grenzgänger freut sich, bei der Gelegenheit seine Geliebte Minn, die als Gutsmarkt auf Gut Eulenstein arbeitet, endlich wiederzusehen. Kein Wunder, dass er sich sofort auf den Weg macht.

Was Toryan zu diesem Moment jedoch noch nicht ahnt, ist, dass er wie ein Schlafwandler in den Krieg taumelt. Denn mit dem Mord an einem Engel wurde eine Grenze überschritten …



Meinung:

„Schwingenfall“ wird aus der Sicht von Toryan, einem jungen Grenzgänger erzählt, der eines Nachts Zeuge eines Engelmordes wird. Kurz nach diesem Vorfall befindet sich Toryan auf dem Weg in Richtung Gut Eulenstein und somit auf direktem Wege zu seiner Freundin Minn. Doch die gemeinsame Zeit ist nur von kurzer Dauer, denn bald schon werden beide auseinandergerissen. Während Toryan sich mitten in das Herrschaftsgebiet des Erzfürsten der Altnacht begibt, verbleibt Minn auf Gut Eulenstein.

Der Leser folgt dem jungen Grenzgänger durch eine Welt, in der es vor fantastischen Figuren und Gefahren nur so wimmelt.Weitere Kapitel sind aus der Perspektive der Gutsmagd Minn erzählt. Das junge Mädchen ist tough. Sie kann es selbst mit erfahrenen Wachen aufnehmen. Aber bald schon zeichnet sich für Minn am Horizont schemenhaft eine lebensgefährliche Herausforderung ab.

Im Wesentlichen lernt der Leser in Schwingenfall drei Gebiete kennen. Es handelt sich um die Altnacht, einen Ort, an dem der Erzfürst Lurmenor herrscht. Hier leben die verschiedensten Kreaturen: Blutfürsten (Vampire), Gnome, Orks und vieles mehr. Dann gibt es die Lichtlande, über die das Oberhaupt der Klerus, Damian Fallaniedens herrscht. Die Engel übermitteln ihm und Damian - somit dem Volk - den Willen Asgreals. Und letztlich gibt es noch die Ketzerrepublik Freiholt, die sich keiner der beiden Seiten zugehörig fühlt und an die neutrale Schweiz erinnert.

Als in Freiholt eines Tages ein Nachtkrabbler auftaucht, ein Getier, das die Größe eines Ochsen besitzt, grünbraune Stacheln an der Schnauze trägt und als Reittier für Altnachtler dient und dann noch ein roter Stern am Himmel erscheint, ist klar, dass etwas grundlegend falsch läuft. Und dann ist da noch dieser Vorfall mit dem getöteten Engel. Ein Krieg steht an und es ist an der Zeit sich zu entscheiden, auf welcher Seite man stehen möchte.

Angesichts seiner komplexen Handlung, den facettenreichen Charakteren und den kreativ gestalteten Locations macht es das Buch dem Leser nicht immer einfach, den Überblick über die Geschehnisse zu behalten.

Der Verlag wirbt mit einem Highfantasy-Epos mit Steampunkelementen. Steampunk gibt es in diesem Buch, jedoch eher am Rande. Was die Fantasyelemente angeht, so zeigt Simon Denninger hier großen Einfallsreichtum. So begegnet der Leser z.B. Gnomen, die wie graue Früchte mit haarigem Flaum an den Bäumen hängen, um einen Winterschlaf zu halten. Nach dem Aufwachen denken sie an nichts anderes als ans Essen. Sie wollen schnell wachsen, stark und „hübsch“ werden. Es gibt Äste, in deren Enden weiße Lichter glimmen, in deren Zentren sich wiederum obszöne Rüssel befinden, die gefährlich anmuten. Erst schmiegen sich sich an ihr Opfer, dann beißen sie zu und saugen dessen Blut. Es gibt Schwarzperltrolle und vieles mehr.

Gerade nach dem ersten Viertel des Buches, als Toryan die Altnacht betritt, kam ich als Leser kaum aus dem Staunen heraus. Es gab so viel zu entdecken.
Doch der Realismus, den Simon Denninger mit der Beschreibung des Schlachtgetümmels erreicht, ist nicht meins. Seiten, auf denen sich Krieg, Terror und Gewalt hemmungslos ausdehnen, sind Geschmackssache.

Erfrischenderweise handelt es sich bei diesem Buch einmal nicht um einen Reihenauftakt, sondern um einen Einzelband. Ein umfangreiches Glossar am Ende des Buches kann dem geneigten Leser helfen, den Überblick zu behalten.



Fazit:

Simon Denninger schreibt mit „Schwingenfall“ eine Fantasygeschichte, die sich durch erzählerische Originalität, Tempo und eine innovative Figurenzeichnung auszeichnet.

Es ist aber auch das Bemühen, ein überkomplexes Geschehen abzubilden. Über viele Sätze muss sich der Leser oft beugen, um sie zu verstehen.

Die Leichtigkeit der Gewalt in den oft wiederkehrenden Schlachtbeschreibungen ist Geschmackssache, das liegt vielleicht sogar in Simon Denningers Absicht.

Ich empfehle dieses Buch Lesern, die einen düsteren, blutigen Highfantasyroman suchen, der mal nicht als Reihe, sondern als Einzelband daherkommt.
915 reviews10 followers
December 27, 2020
Ich lese gerne zwischen rein auch mal High-Fantasy-Romane. Etwas anspruchsvoller geschrieben, ausgereifte Welten und außergewöhnliche Charaktere. Diese Bücher nehmen Zeit in Anspruch, aber versprechen immer wieder einen genialen Lesegenuss.

Genau dies habe ich bei diesem Buch erwartet. Es klang spannend und ganz so, als ob es nicht ganz so einfach abzuhandeln ist.

Die Geschichte selber wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man einen recht guten Rundumblick erhält. Der Haupterzähler ist und bleibt jedoch Toryan, welcher über sich hinauswächst, sich entwickelt und uns eine interessante Lebensgeschichte erzählt.

Die Grundidee der Geschichte ist interessant und durchaus teilweise auch so umgesetzt, wie ich es bisher so noch nicht gelesen hatte. Es hat teilweise altbekannte, aber auch einige neue Facetten was es durchaus interessant macht zu lesen. Dennoch fehlte mir beim Lesen teilweise ein bisschen der rote Faden. Wir springen in verschiedene Bereiche und ich persönlich konnte manchmal die Geschichte einfach nicht mehr greifen. Mir hatte der Hintergrund gefehlt um gewisse Situationen zu verstehen.
Im Nachhinein, wenn einige Dinge klarer sind, kann man es besser verstehen und nachvollziehen. In der Leseminute selber fiel es mir jedoch sehr schwer, sodass ich Schwierigkeiten hatte es zu verbinden.

Die Charaktere bleiben teilweise relativ blass, was ich in manchen Bereichen etwas schade fand. Sie haben es mir schwer gemacht, sie richtig zu greifen und sie in einen Bereich einzuordnen. An sich finde ich es gar nicht so schlecht, wenn es verschiedene Erzählstränge gibt und man so einiges besser versteht und verschiedene Sichtwiesen erhält. Hier bin ich jedoch immer wieder hängen geblieben und konnte es nicht richtig zuordnen. Das hat mir das Lesen etwas erschwert.

Insgesamt wurde auch eine anspruchsvollere Schreibweise gewählt, was keinesfalls schlecht ist. Ich liebe es, wenn die Autoren sich etwas trauen und etwas „erwachsener“ Schreiben. Hier hatte ich jedoch leider ab und an meine Probleme. Ich bin über manche Sätze und Redewendungen irgendwie gestolpert. Ich hatte keinen richtigen Lesefluss, zumindest nicht durchgehen. Das hat mich immer mal wieder aus dem Tritt gebracht, was ich wirklich schade fand.

Etwas schade fand ich auch den Weltenaufbau, denn dieser war meines Erachtens fast nicht vorhanden. Man hat nur sehr wenig bildhaft aufgezeigt bekommen. Ich habe zwar durchaus einige Städte und Gebiete kennengelernt, aber vorwiegend ihre Namen und weniger ihre Erscheinung. Gerade in High-Fantasy Romanen liebe ich es in die Welten einzutauchen. Sie zu fühlen, sie mir vorzustellen und mit vor Ort zu sein. Das hat mir hier leider gefehlt, wobei ich mir sehr gut vorstellen könnte das es unglaublich interessante gewesen wäre.

Was ich etwas schade fand, dass unsere zweite Hauptprotagonisten Minn, welche eigentlich schon irgendwie ein wichtiger Teil der Geschichte ist ab Mitte des Buches mehr oder weniger in den Hintergrund gerät. Sie wird nur noch zu einer Marionette der Geschichte und zeigt nicht wirklich etwas von sich.

Insgesamt ist das Buch aber dennoch ganz gut, gerade wenn man am Ende alle Fäden zusammen spinnen kann. Dennoch ist es teilweise ein Kampf durch das Buch für mich gewesen, was ich unglaublich schade fand.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Schwingenfall“ hat Simon Denniger durchaus eine interessante Grundstory geschaffen, welche den Leser in eine gefährliche und durchaus brutale Welt entzieht. Leider fehlte mir so ein bisschen der intensivere Weltenentwurf, der rote Faden der mich durch die Geschichte leitet und die flüssige wie mitreisende Schreibweise. Hier sollte man wirklich selber reinlesen, ob man mit der Schreibweise harmoniert. :)
Profile Image for feder_magie.
824 reviews13 followers
March 21, 2022
Das Buch ist in der dritten Person geschrieben, was auch typisch und sinnvoll für das Genre ist. Schwingenfall vermischt High Fantasy mit Steampunk und auch ein wenig Historik. Neben Gnomen, Elfen und Menschen treffen wir auch auf Freischärler, Kleriker, Blutfürsten und Paladine. Eine große Rolle spielen dann natürlich auch noch die Engel, die der Titel und das Cover anteasern. Ein bunter Mix aus Skyrim, Van Helsing und dem guten alten Geschichte Schulbuch.

Protagonist Toryan war ab der ersten Seite ein Charakter, der mich magisch angezogen hat. Unheimlich sympathisch, kein bonziger Held, er hat einfach was. Eine treue Seele mit Ecken und Kanten. Minn verkörpert den starken Frauencharakter, was mir natürlich richtig gut gefallen hat. Sie ist eigenständig und weiß sich selbst zu helfen und Mimimi kommt in ihrem Wortschatz nicht vor. Die Erzählweise gibt dem Autor die Möglichkeit, die Geschichte aus auch anderen Perspektiven zu schildern, was Simon auch an den richtigen Stellen genutzt hat und damit noch mehr Spannung erzeugen konnte.

In vielen Rezensionen spricht man von gehobener Sprache und Ausdrucksweise. Ich würde das eigentlich gar nicht so betiteln. Simon schreibt sehr atmosphärisch, seinem Setting zu jeder Zeit angepasst und mit wunderschönen Metaphern und Phrasen. So eine Handschrift erwarte ich in einem überzeugenden High Fantasy Roman, der mich in eine andere Welt entführen soll. Nur so wirkt das Worldbuilding echt und greifbar.

Mein Lieblingscharakter war Glyblegog, der mit seiner individuellen Art und gnomigen Sprache einfach Zucker war. Auch hier war die Idee zum Charakteraufbau sehr kreativ. Nach einem netten Gespräch mit Simon erklärte Simon mir das, was ich beim Lesen bereits merkte: Hier passiert nichts, was nicht genauestens geplant war. An keiner Stelle bricht etwas aus der Erzählkonstruktion heraus, jede Szene ist wohl überlegt und wichtig für die Fortführung der Idee und der Charakteridentität. Nur so schafft man es, einen High Fantasy Einzelband in knappe 400 Seiten zu pressen

So führt es den Lesenden nach einem emotionalen und nervenzerreißenden Showdown dann auch zum eher unkonventionellen Ende, das aber definitiv im Kopf bleibt und zur Geschichte passt. Wer den Überblick über Personen und Örtlichkeiten verliert, findet am Ende ein Glossar zum Nachschlagen.

Eine klare Leseempfehlung von mir und ich hoffe sehr, dass Simon und mit noch mehr Geschichten begeistern wird. Super Debüt, Hut ab.
Profile Image for Jessi.
1,254 reviews41 followers
January 12, 2021
Inhalt:

»Schatten fallen auf die Lichtlande.
Dunkelheit breitet ihre Schwingen aus.
Die Engel können ihr Reich nicht länger beschützen.
Wer wird überleben in der Welt, die kommt?«

Seit der Ankunft der Engel auf Erden scheint für die Menschheit ein goldenes Zeitalter angebrochen. Doch als der Grenzwächter Toryan mit ansehen muss, wie ein Engel ermordet wird, geraten er und die junge Gutsmagd Minn mitten in den Kampf der Lichtlande gegen die finsteren Mächte der Altnacht – eine epische Auseinandersetzung voller Intrigen und Verrat.

Schnell wird klar, dass dabei nicht weniger als das Schicksal aller lebenden Geschöpfe auf dem Spiel steht. Denn die schrecklichste aller Gefahren lauert unerkannt mitten unter ihnen. Und der Schlüssel zu Triumph oder Auslöschung liegt in Minns Innersten verborgen …
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Wolken regneten Blut.

Das Cover passt super zu Geschichte. Es ist düster und doch sieht man Licht und Dunkel, die beiden Seiten, die sich in diesem Buch gegenüber stehen.

Der Schreibstil des Autors ist recht anspruchsvoll. Ich würde empfehlen zuvor die Leseprobe zu lesen, da dieser Stil sicher nicht für jeden gemacht ist. Zuerst habe ich mir auch schwer getan, mit der Zeit wurd es dann aber besser und ich habe mich daran gewöhnt. Geschrieben ist das Buch in der dritten Person.

Zu Beginn lernt mna Toryan kennen, der bei seiner Wache an der Grenze etwas beobachtet und meldet. Dadurch wird er in einen alten Krieg verstrickt.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr schwer gefallen, da es so viele Namen und Begriffe gibt, die ich einfach nicht kannte. Zwar gibt es ein Glossar, aber bei einem eBook ist es sehr mühsam immer hin und her zu blättern. Es hat lange gedauert, bis ich die Orte, Namen und Gut und Böse auseinander halten konnte. Manche Dinge habe ich mir bis zum Schluss nicht gemerkt, das ist mir dem echten Buch, wo man leicht zum Glossar blättern kann, wahrscheinlich einfacher.

Abgesehen von den Begriffen hätte ich mir einen besseren Weltenbau gewunschen. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie das Land aussieht, da immer nur Namen von Städten oder Dörfern genannt wurden, aber sonst nichts. Ich hatte keiner Bilder von diesen im Kopf und sie hatten keine Merkmale, an denen ich sie auseinander halten hätte können. Weiters wurde immer wieder erwähnt, dass es schon moderne Erfindungen gibt, die mit Magie oder sonst was von den Engeln betrieben werden, an sich ist es aber eine eher mittelalterliche Welt. Für was werden diese Dinge erwähnt, wenn sie eigentlich keine Rolle spielen? Es gab zu viele unnötige Details, ohne die ich ebenso gut das Buch lesen kann und zu wenige Beschreibungen von den wichtigen Dingen. Es stellte sich während des gesamten Buches nie das Kopfkino ein, was hier sicher ziemlich cool gewesen wäre.

Was aus dem Klappentext nicht hervorgeht, und was ich für ziemlich wichtig halte, ist, dass es hier um Vampire geht. Das ist nicht für jeden was und wer sich eine Geschichte mit vielen Engeln erwartet ist hier falsch. Ich habe es zuerst nicht genau gewusst, da im Buch die Vampire oft Blutfürsten genannt werden und man erst recht spät merkt, dass es sich hier um Vampire handelt und diese erst recht spät so betitelt werden. An sich finde ich Vampirgeschichten super und die Vampire hier haben mir auch sehr gut gefallen, allerdings hat mich das Buch trotzdem nicht komplett überzeugt.

Ich konnte lange keinen roten Faden erkennen, die Kapitel wirkten auf mich zusammenhanglos und sprangen von einer Person zur nächsten. Zuerst wusste ich nicht, worauf das hinaus läuft und was das alles miteinander zu tun hat. Es war für mich mehr eine Aneinanderreihung von Kapiteln, die kein Ziel verfolgt haben. Erst am Ende hat sich alles gefügt und doch konnte mich auch das nicht catchen.

Toyrian selbst mochte ich sehr gerne. Sein Charakter hat mir gefallen, da er sich im Laufe des Buches von einem einfachen Grenzwächter zu einem Krieger entwickelt hat. Er hat sich auch nicht täuschen lassen und am Ende die richtige Seite gewählt. Minn, die zweite wichtige Person war mir zu kindlich. Sie hatte naive Ansichten und zuerst war sie mir sehr unsympathisch, da sie eine richtige Träumerin ist. Auch hat sie immer wieder dumme Entscheidungen getroffen, bei denen ich nur dne Kopf schütteln konnte. Also mit ihr wurde ich beim besten Willen nicht warm.

Die zwei Seiten die sich in dem Krieg gegenüberstehen sind die Vampire und die Engel. Man erfährt langsam etwas über beide Seiten und auch über die Vergangenheit. Besonders die Rückblenden und Geschichten fand ich spannend, da alles anders ist, als es zuerst scheint. Die Enthüllungen am Ende waren genlungen und haben den Leser noch einmal richtig gefesselt.

Fazit:

Durch den anstrengen Schreibstil konnte ich nicht viel auf einmal lesen und der Weltenbau ist noch ausbaufähig, dennoch hatte das Buch was. Ich konnte lange keinen roten Faden erkennen und verlor beim Lesen schnell das Interesse, trotzdem wollte ich wissen wie es ausgeht. Das Ende hat mir wirklich gefallen, das Buch ist brutal und ungeschönt geschrieben, was ich ebenso positiv finde. Insgesamt vergebe ich 3 Sterne.
Profile Image for Eule und Buch.
353 reviews7 followers
April 17, 2021
3,5*
Seitdem die Engel begonnen haben, der Menschheit zu helfen ist für diese eine Zeit des technischen Aufschwungs angebrochen. Alles scheint gut zu sein, doch da wird der Grenzwächter Toryan Zeuge, wie ein mächtiger Blutfürst einen Engel ermordet. Er und seine Freundin Minn geraten in die Auseinandersetzung zwischen Licht und Dunkel und schnell wird klar, dass hinter dieser mehr steckt, als es zunächst den Anschein hat.
Von Anfang an fällt bei diesem Buch der außergewöhnliche Schreibstil auf. Dieser ist voller Metaphern und Vergleichen, wirkt dabei aber nie überladen. Mir hat dies schnell sehr gut gefallen, auch wenn ich ein paar Seiten gebraucht habe, um mich daran zu gewöhnen. Wenn man sich darauf einlässt, ist es wirklich ein Erlebnis, dieser Geschichte zu folgen.
Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir das Worldbuilding. Der Autor hat eine interessante und glaubhafte Welt erschaffen, in der verschiedene Faktionen mit unterschiedlichen Zielen aufeinander prallen. Besonders gut haben mir die subtilen Steampunk-Elemente gefallen, welche eingebaut sind. Diese sorgen dafür, dass das technische Level der Fantasywelt weiter ist, als man es sonst erwarten würde. An einigen Stellen hätte ich mir zwar eine etwas bessere Beschreibung der Umgebung gewünscht, aber die interessanten Bereiche konnte ich mir definitiv gut vorstellen.
Leider hatte ich dennoch einige Kritikpunkte und der mit Abstand größte sind leider die Charaktere. Besonders die beiden Protagonisten Toryan und Minn haben sich einfach oft sehr jung und kindisch verhalten, wodurch ich einfach keinerlei Bezugspunkte zu ihnen finden konnte. Beide sind sehr dickköpfig und kommentieren wirklich alles. Dafür konnte ich mich einfach nicht erwärmen, wobei dies zum Teil natürlich auch persönliche Präferenzen sind.
Abgesehen von den beiden Protagonisten gibt es eine sehr große Anzahl an Charakteren. Anfangs hatte ich die Sorge, dass ich mir diese gar nicht merken können würde, aber dies war meiner Meinung nach gut gelöst und tatsächlich gab es nur eine einzige Situation, in der ich auf das Glossar am Ende des Buches zurückgreifen musste.
Leider bleiben die meisten Nebencharaktere eher blass und auch hier fiel es mir schwer, eine Bindung aufzubauen. Theoretisch gibt es hier zwar vieles was ich mag, aber meist ist einfach nicht genug Zeit, um sich wirklich darauf einzulassen. So gibt es etwa mehrere moralisch graue Charaktere und mehrfach konnte man Situationen erahnen, in denen die persönlichen Ziele und Vorstellungen eines Charakters mit der „richtigen“ Handlung nicht übereinstimmen. Leider werden diese Konflikte immer viel zu schnell gelöst, wodurch viele Nebencharaktere einfach nicht glaubhaft rüberkommen.
Die Geschichte selbst litt unter einem ähnlichen Problem. Theoretisch gefiel mir diese sehr gut und ich war an mehreren Stellen von den Wendungen begeistert. Es gab aber einfach viel zu wenig Platz für die vielen guten Ideen, die der Autor in diesen Text gesteckt hat. Ich denke man hätte eine ganze Trilogie daraus machen können. Auf weniger als 400 Seiten konnte sich leider vieles nicht so entwickeln, dass es glaubhaft gewesen wäre. Mir persönlich ging das meiste dafür einfach viel zu schnell.
Fazit:
Insgesamt hat dieses Debüt einige starke Aspekte, die es von anderen Büchern abhebt. So ist etwa der Schreibstil besonders gut und auch das Worldbuilding hat mir sehr gefallen. Leider konnte ich mit den Charakteren nicht wirklich warm werden und die Geschichte hätte definitiv deutlich mehr Platz benötigt.
Profile Image for Susanne Krajan.
1,245 reviews9 followers
December 27, 2020
Ich war hier ziemlich angetan vom Cover, wobei auch der Klappentext absolut dazu gemacht ist, darauf anspringen zu wollen.

Ich hab mich ehrlich gesagt etwas länger am Buch aufgehalten, weil ich gefühlt einfach nicht voran kam. Was wahrscheinlich daran laden, dass der Schreibstil nicht ganz so locker und leicht ist, wie jene, mit denen ich es sonst zu tun habe. Man gewöhnt sich aber irgendwann dran. Ein Griff zur Leseprobe ist aber wahrscheinlich nicht verkehrt, um festzustellen, ob dieses Buch etwas für einen ist. Erzählt wird die Story in zwei Handlungssträngen, die aus Toryan und Minn bestehen und einem dritten, den wir aus der Sicht von Holmar, einem Adepten, erleben.

Auch fehlte es mir, dass ich Bilder in meinem Kopf entstehen lassen konnte. Dadurch bleibt das Ganze leider etwas plastisch für mich.

Der Einstieg beginnt mit Toryan, welcher in der Armee ist und bei seiner Wache an der Grenze etwas beobachtet, was sein Leben verändert. Denn plötzlich findet er sich in einem Krieg wieder, der schon lange schwelt. Er soll den Klerus zu einem Treffen begleiten, an dessen Anschluss in den Krieg gegen die Blutfürsten gezogen wird. Toryan überlebt und findet sich plötzlich in den Reihen seiner Feinde wieder.

Minn arbeitet als Bedienstete und erfährt am Abend des Treffens etwas, was wohl ihre Welt aus den Angeln hebt. Sie ist anders und sie ist der Schlüssel dazu, wie sich Die Welt verändern wird. Doch wie wird sich diese verändern. Es sind drei Pfade vorgegeben, aber nur einer davon kann es werden.

Toryan empfand ich als ganz angenehmen Charakter. Er entwickelt sich vom einfachen Wächter weiter zum Krieger. Er hält an seinen Entscheidungen fest, trifft diese selbstständig und lässt sich nur schwer hinters Licht führen.

Minn ist ein eher aufmüpfiger Charakter, welcher mir stellenweise etwas zu anstrengend war. Große Klappe schön gut, aber sie war stellenweise eine echte Nervensäge sorry. Mir ihr wurdebich leider so gar nicht warm.

Fazit

Gute gegen Böse. Wer auch immer hier welche Rolle einnimmt. Definitiv eine interessante Idee, aber für mich hängt es leider an der Umsetzung. Durch den Schreibstil war es für mich schwer ,mich auf das Buch einzulassen und die fehlenden Bilder im Kopf, hätten für mehr Klarheit bei mir gesorgt. Im Großen und Ganzen ganz solide, aber leider nix, was mich für sich so richtig begeistern konnte. Obwohl das Ende noch einmal das Ruder etwas herumreißen konnte. Daher traurigerweise nur 3,5 Sterne von mir.
3 reviews
December 14, 2020
I read this in german and have to say that it was an awesome experience. Carefully crafted characters, a story far from clichee or black/white, a very unique world unlike all the medieval settings you come across all too often in high-fantasy. The conflict between angels, vampires and men evolves into something you really wouldn't expect in the beginning, and catches you with a really nice twist.

This book paints pictures in your head, some truly beautiful, some almost dream-like (especially those chapter in the lands called "Altnacht" / old night) and - be warned - some quite bloody. I enjoyed this unique journey and was absolutely stunned by the ending and the melancholic, yet dark, yet beautiful setting. Not for Fantasy-beginners, as there are quite a lot of characters and places, but a must-read for experienced High Fantasy-fans.

If you are looking for a special story full of surprises and have a weakness for beautiful prose, go and get Schwingenfall!
1 review
February 17, 2021
Beeindruckende Mischung aus Düsternis, Licht und einer Story mit Tiefgang

Dieses Buch hat mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen. Ich habe gestaunt angesichts all der absolut ungewöhnlichen Schauplätze und vielschichtigen Figuren. Ich habe den Atem angehalten angesichts der Kämpfe um Leben und Tod und der Schlachten bei denen sooo viel auf dem Spiel stand. Ich habe beinahe geweint angesichts des Tots von einigen Characteren die mir ans Herz gewachsen sind. Ich habe gelacht wenn die Hauptfiguren ihre Klappe nicht halten konnten oder wenn der Gnom sein Essen gejagt hat.

Kurz: Ich habe alles erlebt was ich mir von einem Fantasy Buch wünsche. Und das in einer Sprache und Welt die absolut ungewöhnlich ist. Unvergesslich und besonders. Lesen!
5/5
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