Eigentlich hätte ich 4 Sterne vergeben, wenn das Ende nicht so mega blöde gemacht worden wäre...
Generell fällt das Buch, trotz des sehr trashigen Covers, für mich nicht mehr unter Trash-Horror, da es überraschend gut geschrieben ist. Es hatte eine Mischung as Indiana Jones und B-Movie-Horrorfilm intus.
Amelia ist nicht wie andere Frauen (wenn ich das schön höre ...) und will sich nicht in die Klassengepflogenheit Englands kurz nach dem 2ten Weltkrieg einbringen - und glücklicherweise tut sie das wirklich nicht. Die Frau kann schießen und sich verteidigen, flucht wie ein Rohrspatz und lässt sich von Kerlen nicht den Mund verbieten - und das bleibt auch bis zum Ende des Buches so. So big yay for her.
Amelia macht sich jedenfalls zur Aufgabe die verlorene Stadt Z mit ihrem (ebenso weltoffenen) Onkel zu suchen, der nichts für Rassen-Klassendenken übrig hat. Sie lernen Rivers, einen schwarzen Ex-Soldaten, der Amerika verlassen hat, kennen, und seinen Freund Carlos, der den Indios im urwald helfen will.
Und es darf natürlich auch Hawkes und sein Sergeant fehlen - die sind von der alten Garde und sehen Nicht-Weiße als minderwertig und Frauen als schwaches Geschlecht an. Das alles hält sich aber gu tin Grenzen (und passt gut in die Zeit), und es wird auch nicht so exorbitant gepredigt, wie schlimm die Einstellung ist - die Themen kommen natürlich vor. Aber es ist okay und ist nicht der Großteil des Buches.
Achja, und dann gibt es noch Ex-Nazis, die die Gruppe verfolgt... den Sinn von denen hab ich nicht so ganz verstanden, außer das Nazis halt böse sind und .. ???? ich weiß auch nicht, die waren ziemlich sinnlos.
Generell bleibt das Buch durchweg actionlastig und spannend - zum Ende hin kommen auch die Monster vor. Es ist nicht supergorig geschrieben, aber liest sich flott. Nur das Ende war eine reine enttäuschung, da es wieder so ein "Ich reiß alle aus der Actionszene raus, um die Hintergründe zu erklären" war. Sowas hasse ich. Aber sonst. Eigentlich ziemlich gut.