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Das Leben ist ein wilder Garten: Roman

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„Man findet hier die feinen Beobachtungen wieder, die in 'Das Flirren am Horizont' so sehr berührt haben.“ (Livre Hebdo) – Roland Butis neuer Roman über das Leben in allen FacettenDas beschauliche Leben des Landschaftsgärtners Carlo gerät in Aufruhr. Seine Frau hat ihn verlassen, die Tochter studiert jetzt in London. Agon, sein Hilfsgärtner aus dem Kosovo, eine sensible Seele in einem massigen Körper, wird aus heiterem Himmel zusammengeschlagen. Und dann ist plötzlich Carlos demente Mutter verschwunden. Gemeinsam mit Agon macht er sich auf die Suche und entdeckt nicht nur die Natur und die Menschen um ihn herum neu, sondern kommt in einem Grandhotel am Berg der ungeahnt glamourösen Vergangenheit seiner Mutter während des Zweiten Weltkriegs auf die Spur … Wir sind Roland Butis Figuren ganz nah. Ihre Gesichter, ihre Bewegungen werden uns vertraut. Wir leben und fühlen mit ihnen. Das ist Butis große Kunst.

176 pages, Kindle Edition

Published August 17, 2020

46 people want to read

About the author

Roland Buti

8 books3 followers

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3 (3%)
Displaying 1 - 25 of 26 reviews
Profile Image for Ilse.
555 reviews4,500 followers
Read
June 24, 2024
"Perhaps our existence is nothing more than an open and then closed parenthesis with a bit of unfathomable space in between?"
Profile Image for Wilja Wiedenhöft.
157 reviews299 followers
August 14, 2020
Carlo Weiss sitzt in einem Café und denkt an seine Frau, an ihren Geruch, den sie auf ihrer Haut trug, wenn sie von Ihrer Arbeit kam und an ihre fülligen Haare. Er beobachtet die alten Menschen um ihn herum. Ihm fällt ihr merkwürdiges Verhalten auf, als ob sie bei einem Arzt im Wartezimmer wären. Als Agon auftaucht und sie zusammen zur Arbeit gehen entspannt er sich, denkt nicht mehr an seine Umwelt, ist ganz bei seiner Arbeit, die er so liebt. Er ist Ästeth und richtet sein Erschaffen ebenfalls auf ein harmonisches Erscheinungsbild aus. Es ist ein bisschen als ob Carlo über der Realität schwebt und die simpelsten Dinge dabei schön werden. Er beschneidet eine Hecke als er sich verletzt und Agon, wie immer, stets bereit und mit helfenden Händen und einem Herz aus Gold seine Hand zu verarzten. Sein Telefon klingelt und es fühlt sich für ihn immer noch wie ein zappelnde Fisch an, als die Vibration des Handys Alarm schlägt. Der Anruf kommt aus dem Heim, seine demente Mutter ist verschwunden.

Gerade am Anfang des Romans sind die Beobachtungen durch Butis Protagonisten messerscharf und bei der Art wie Agon dargestellt wird, kann man ihn nur ins Herz schließen. Er ist ein Riese, der sich sein kindliches Herz bewahrt hat und seine sensible Art lieber mit praktischen Handlungen überspielen möchte.
Schnell wird klar, das für Carlo die Orientierung in seinem Leben fehlt und genauso erging es mir mit dem Plot. Probleme werden schnell gelöst und der rote Faden verschwimmt in den Interaktionen der Charaktere und schon ab der Mitte wusste ich nicht mehr, wohin ich geführt werde. Es passiert also nicht viel und auch das Ende soll einen wahrscheinlich nachdenklich zurücklassen, aber ich war einfach nur unbefriedigt. Ein Buch mit großartigem Start, einer tollen Sprache aber wenig drive ab der Mitte, als ob der Benzintank auf ein mal ein Loch gehabt hätte.
Profile Image for Chrétien Breukers.
Author 30 books74 followers
September 13, 2023
Mooie roman. Over een moeder - uiteraard - en over een relatie die ten einde is - ook uiteraard - en over vriendschap - nu ja. Buti schrijft in een stijl die gemakkelijk lijkt en die een flinke lading melancholie en ontroering eronder houdt. Lucide en mooi. Dromerig en toegankelijk. Een ijzersterke roman. 4,5 sterren.
Profile Image for Syndala.
58 reviews3 followers
September 8, 2020
„Das Leben ist ein wilder Garten“ lässt sich für mich nach Abschluss der Lektüre nicht wirklich einordnen. Mir persönlich hat ein roter Faden gefehlt, der die verschiedenen Ereignisse in einen besseren Kontext setzt. Es ist im Buch durchaus nachvollziehbar, dass die Ereignisse chronologisch nacheinander ablaufen. Jedoch scheinen mir viele der Begebenheiten irgendwie wahllos ausgewählt zu sein und nicht wirklich einen tieferen Sinn zu verfolgen.

Aus Sicht des Protagonisten Carlo Weiss wird die Handlung, wie auch seine Gedanken und Emotionen zum Geschehen geschildert. Dabei scheint er jedoch dauerhaft eine Distanz zu seiner Umwelt und den darin befindlichen Menschen zu halten. Auch fehlt es ihm – meiner Meinung nach – in vielen Situationen an Empathie (z.B. im Umgang mit seiner Mutter).

Alles in allem habe ich was das Buch angeht sehr gemischte Gefühle. Es war nicht wirklich schlecht, als besonders gut oder interessant hat es sich für mich jedoch auch nicht hervorgetan.
Profile Image for Loralai.
91 reviews7 followers
August 5, 2020
Ich finde das Buch weder besonders gut noch besonders schlecht. Es hat mich berührt und gleichzeitig wirkte die Art und Weise des Erzählens distanziert und mehr aus dem Beobachtungsposten.

Was mir sehr gut gefallen hat, war das Setting. Es wird eine sehr schöne Natur beschrieben (wir sind in der Schweiz) und da der Erzähler Landschaftsgärtner ist, gibt es viele philosophische Vergleiche zwischen menschlichen Gesellschaftskonstruktionen und der Natur und allgemein sind viele Gedankengänge sehr nachdenklich. Dabei wird dann auch gerne die Umgebung beschrieben, die einen oder mehrere Gedanken und Gefühle ausgelöst hat.

Zudem fand ich persönlich großen Gefallen daran, wie unser Hauptprotagonist beschreibt, wie und woran er Menschen erkennt. Dass man so viele kleine Gesten in der Körpersprache entdeckt und weiß was sie zu bedeuten haben. Jemanden so gut zu kennen, dass man winzige Regungen mitbekommen und zuordnen kann, ist wundervoll und erschreckend zugleich. Diese Parts haben bei mir sehr viel ausgelöst, da ich das bei mir ebenso bemerke.

Was mir nicht so gut gefallen hat, war die Tatsache, dass man nicht wirklich mit dem Protagonisten etwas herausgefunden hat. Jedenfalls nicht, was das Leben seiner Mutter anging, auf dessen Spuren er ist. Man bekommt ein paar Infos, aber erst zum Ende hin, wenn der Protagonist es jemand anderem berichtet, erfährt der Leser ein paar Details mehr. Ob der Herr Sohn diese Details erzählt bekommen hat oder ob er sich diese dann selber im Kopf mit dem wenigen was der Leser erfuhr, dann zurechtlegte, lässt sich nicht sagen.

Es ist eine sehr ruhige Geschichte, die im Grunde mitten im Leben des Protagonisten geschieht und weder eine große Revelation enthält, noch einen tatsächlichen Abschluss - das Leben geht schließlich weiter.
Das heißt nicht, dass gar nichts abgeschlossen wird.

Ich denke nicht, dass ich das Buch noch einmal lesen werde, aber wer eine ruhige nette Geschichte über Familie und die Schweiz lesen möchte, dem sei zu diesem Buch geraten.
Profile Image for Vicky.
288 reviews32 followers
August 9, 2020
Die Geschichte vom Schweizer Landschaftsgärtner Carlo Weiss, dessen Mutter hochbetagt ihr Seniorenheim verlässt, um sich in einem Grandhotel, das sie aus ihrer Jugend kennt, einzumieten, klang interessant. Die Erzählweise hat mich auch sofort überzeugt: sie ist leise, sehr beobachtend, melancholisch, aber auch humorvoll und augenzwinkernd.

Die Handlung ist ebenfalls sehr unaufgeregt, wartet aber mit skurrilen, äußerst emotionalen und überraschenden Momenten auf. Also wie das Leben selbst, das hier als “wilder Garten” bezeichnet wird. Das Motiv des Gartens ist neben dem Titel schon deshalb ein Leitmotiv des kurzen Romans (170 Seiten), da Carlo ja als Gärtner arbeitet und es im Text immer wieder um Gärten und die Tätigkeit des Gärtnerns an sich geht, über die die Figuren philosophieren. Gartenarbeit ist schließlich der Versuch des Menschen, die Natur zu zähmen, zu kultivieren. Andererseits geht es in der Geschichte von Carlos Mutter auch darum, wie die Natur sich den Lebensraum der Menschen zurückerobert. Ein Ornithologe, ein Schweizer Hotel während des Zweiten Weltkriegs...Aber ich will nicht zuviel vorweg nehmen. Wie der Mensch die Natur so muss der Leser sich diesen Roman, diesen wilden literarischen Garten, selbst erschließen. Auch Bücher werden ja sprichwörtlich als Gärten bezeichnet, die man in der Tasche trägt.

Noch etwas zu den Charakteren. Ich hätte sowohl die Geschichte der Hauptfigur Carlo, als auch die seiner Frau Ana sowie seines Angestellten Agon noch gerne ein bisschen länger und ausführlicher verfolgt. Leider war das Buch so kurz, die Figuren hätten in jedem Fall Potenzial für einen weitaus umfangreicheren Roman gehabt. Alleine Agon ist eine sehr tragikomische Figur, die der Leser schnell ins Herz zu schließen vermag, aber gleichzeitig auch etwas distanziert und irritiert betrachtet. Der Exil-Kosovare ist ein liebenswürdiger und auch etwas merkwürdiger Riese, der aber alles andere ist als ein tumber Tor. Obwohl er in der französischen Schweiz als Hilfsgärtner arbeitet, ist er eigentlich ein Intellektueller. Seine in die Schweiz geretteten Bücher - Epitome der Kultur - in denen Pflanzen Einzug halten, sind auch wieder eine Metapher für die Natur, die in die kulturelle Welt des Menschen vordringt - und mit ihr eine sonderbare Symbiose eingeht. Es liegt außerdem immer eine gewisse Tragik in Figuren begründet, die ihren erlernten, oft akademischen Beruf in dem Land, in das sie vor Krieg und Unruhen geflohen sind, nicht mehr ausüben können. Sie erleben eine gesellschaftlichen Abstieg, nur weil sie geflohen sind. So wie Agon - vom Französischlehrer zum Gärtnergehilfen.

Wenn ich abschließend ein Adjektiv finden sollte, das dieses Buch beschreibt, so würde ich wahrscheinlich "speziell" wählen. So speziell und einzigartig wie die Schweiz, die ja ein Vielvölkerstaat ist und als Ausbund an Neutralität und Eigenständigkeit gilt. Von daher ist dieser Kurzroman sehr schweizerisch, denn er geht einen eigenen Weg, ohne dezidiert gefallen zu wollen. Wenn ich im Nachhinein an das Buch denke, denke ich an die flirrende, aufgeladene Atmosphäre, die Roland Buti mit seinen Worten erschaffen hat - und an die Gärten der Erinnerung, in denen wir alle zuweilen wohnen, so wie Carlos Mutter im “Grand National”.
Profile Image for Helena.
159 reviews11 followers
August 13, 2020
„Vielleicht ist unser Dasein ja nichts weiter als eine geöffnete und dann wieder geschlossene Klammer mit einem bisschen unergründlichem Raum dazwischen?“

Carlo Weiss ist Landschaftsgärtner. Mit seinem Hilfsgärtner Agon, der aus dem Kosovo geflohen ist, bebaut und pflegt er die Gärten der betuchten Schweizer Gesellschaft. Seine Frau hat sich von ihm getrennt und seine Tochter lebt ihr eigenes Leben in London. Plötzlich verschwindet auch seine Mutter aus dem Seniorenheim, in dem sie untergebracht war. Und es ist nicht etwa er selbst, sondern Agon, der auf die Idee kommt, dass sie dahin gegangen ist, wo sie einst glücklich war.

In dem Roman „Das Leben ist ein wilder Garten“ begleiten wir die Figur Carlo Weiss ein Stück – es ist nur ein Bruchstück – auf seinem Lebensweg. Ganz lernen wir ihn nicht kennen, nur einen Teil von ihm, so wie auch im wahren Leben, wenn wir jemanden kennenlernen, dessen Vergangenheit und Zukunft wir nicht kennen. Wir begleiten ihn in einer kurzen Lebensphase von einigen Monaten. In einer Zeit, in der er sich intensiver mit dem Leben seiner Mutter auseinandersetzt und so einiges über ihr Leben in Erfahrung bringt, das sie vor seiner Geburt geführt hat – über eine erfüllende und für ihren weiteren Werdegang prägende Lebensphase. Und doch muss er am Ende feststellen: „Ich habe mir nie die Frage gestellt, ob Mama eigentlich ein glückliches Leben geführt hat.“

„Das Leben ist ein wilder Garten“ ist ein Roman über die fragilen Formen menschlicher Beziehungen. Roland Buti beleuchtet die Beschaffenheit dieser Beziehungen, was einzelne Individuen füreinander bedeuten und wie sie es stets versäumen, die wesentlichen Fragen zu stellen. Roland Buti webt zudem gekonnt die Erinnerungsstücke eines politischen Flüchtlings in der Person Agons in die Geschichte mit ein und thematisiert somit auch die Zwiespältigkeit der Schweizer Gesellschaft: Da sind auf der einen Seite die Schweizer Bürger, die stets wohlbehütet und abgeschirmt von jeglichem Kriegsgeschehen gelebt haben, und auf der anderen Seite diejenigen, die ihr Heimatland verlassen mussten und sich eine neue Existenz in der Schweiz aufzubauen versuchen. Klare Linien gibt es nicht, die muss jeder Leser für sich selbst ziehen. Der Autor schreibt in einem leisen, unaufgeregten Stil, in dem aber auch viel leiser Humor mitschwingt. Ein Roman, den man nicht in einem Rutsch runterliest, sondern den man stückweise auf sich wirken lässt. Ein Roman zum Verweilen und Sinnieren.
Profile Image for miss.mesmerized mesmerized.
1,405 reviews42 followers
August 8, 2020
Landschaftsgärtner Carlo Weiss wird aus seinem gewohnten Trapp gerissen. Seine Tochter ist zum Studium aus der Schweiz nach London gezogen, seine Frau Ana hat ihn kürzlich verlassen und dann wird auch noch sein Angestellter Agon von wilden Kerlen brutal zusammengeschlagen und muss ins Krankenhaus. Derweil flüchtet Carlos Mutter aus ihrem Seniorenheim und ist seit Tagen nicht mehr gesehen worden. Bei dem Versuch, alles wieder ins Lot zu bringen, kommt er seinem Mitarbeiter näher, erkennt das Talent seiner Tochter, merkt er, dass er immer noch innige Liebe für seine Frau empfindet und erfährt eine schier ungeheuerliche Geschichte über das Leben seiner Mutter, die er bislang nur in dieser Funktion wahrgenommen hat und nie darüber nachdachte, dass auch sie mal ein junges Mädchen mit großen Träumen gewesen sein könnte.

Roland Buti ist Geschichtslehrer und bevor er mit dem literarischen Schreiben begann, hatte er bereits mit seiner Promotionsarbeit für viel Aufsehen gesorgt. Sein Buch „Le Milieu de l’horizon“ (Das Flirren am Horizont) wurde 2014 mit dem Schweizer Literaturpreis geehrt. Der aktuelle Roman überzeugt vor allem durch eine ausdrucksstarke Sprache, die die Verbindung zwischen der Natur, die einerseits im Garten gezähmt wird, andererseits sich aber immer wieder auch Orte erobert, und auch den Menschen in Carlos Leben herstellt, die ebenfalls alle ganz eigentümliche Gewächse sind.

Es gibt keinen großen, umfassenden Handlungsbogen in dem kurzen Roman, er wirkt mehr wie ein Netz, in dessen Zentrum Carlo steht, der Verbindungen nach mehreren Seiten hat. Zum einen die eigene Familie mit Tochter und (noch) Frau, die sich eher unerwartet entwickelt. Der zweite Strang bezieht sich auf seine Arbeit und damit verbunden seinen Mitarbeitern und ist metaphorisch der stärkste. Interessanter wiederum ist die demente Mutter, die kurz vor dem Tod steht und sich in ein Luxushotel geflüchtet hat, wo sich eine bislang gut gehütete Seite ihrer Persönlichkeit offenbart, was womöglich auch an den Wunderbonbons aus Agons Garten liegen könnte.

Kein lauter, umwerfender Roman, sondern ein ruhiger, geradezu zarter Ausflug in die Literatur und Natur, der in der richtigen Stimmung genossen zu einem wundervollen Leseerlebnis wird.
46 reviews
August 20, 2020
Viel Inhalt auf wenig Seiten
Carlos Weiß führt ein eher ruhiges Leben. Seine Frau hat ihn vor einiger Zeit verlassen, die Tochter ist erwachsen geworden und lebt nun in London ihr eigenes Leben. Seine Leidenschaft ist die Arbeit als Landschaftsgärtner – nur an der frischen Luft fühlt er sich wirklich wohl, in geschlossenen Räumen bekommt er schnell ein klaustrophobisches Gefühl. Auch Freunde hat er nur wenige: Einzig die intensive Freundschaft zu seinem Mitarbeiter Agon holt ihn hin und wieder aus seiner Lethargie. Doch dann passieren einige Dinge, unter anderem, dass seine Mutter aus dem Seniorenheim verschwindet.
„Das Leben ist ein wilder Garten“ ist ein unaufgeregt erzählter Roman. Die Zeitspanne, die wir Carlos begleiten ist sehr kurz und auch ist er ein eher passiver Protagonist, der mehr beobachtet, anstatt dass er handelt. Auch nach der Lektüre wurde ich aus ihm nicht so richtig schlau. Bis auf seine verflossene Ehefrau, die er sehr liebt, und seinen Mitarbeiter Agon scheint er für die meisten Menschen keine Gefühle oder Emotionen zu haben und steht ihnen eher distanziert gegenüber. Zwar macht er sich Sorgen, als seine Mutter verschwindet, jedoch unternimmt er auch nichts auf eigene Faust, um sie zu finden. Vielleicht liegt es an der Kürze des Romans, dass man als Leser kaum Einblick in Carlos Inneres bekommt.
Inhaltlich fährt der Roman mit einer Vielzahl an großen Themen unserer Zeit auf: So spielt die Einstellungen der Gesellschaft zu Flüchtlingen – Agon ist aufgrund politischer Gründe aus dem Balkan geflüchtet – eine Rolle, aber auch der Umgang mit dementen Angehörigen, die Kriegsvergangenheit der älteren Generation sowie der Raub an der Natur zu Gunsten von Großprojekten werden thematisiert. Auch wenn es dem Autor in den meisten Fällen ganz gut gelingt, diese Themen miteinander zu verknüpfen, fand ich es doch etwas zu viel hinsichtlich der Länge des Romans mit nur 170 Seiten. Das Potenzial für einen längeren, intensiven Familienroman wurde dadurch leider ungenutzt – schade.
Insgesamt hat mit der Roman jedoch ganz gut gefallen. Vor allem sprachlich konnte er mich sehr überzeugen und die Szenen mit der Mutter im Grand National waren wirklich toll. Ein ruhiger Roman, der mir allerdings nicht ewig im Gedächtnis bleiben wird.
Profile Image for SalMar.
327 reviews1 follower
August 20, 2020
Ein wenig Aufregung in einem wenig bewegten Leben
Carlo, ein Landschaftsgärtner in der Schweiz, führt ein wenig bewegtes Leben. Aufregung scheint ihm fremd – bis eines Tages seine Mutter verschwindet und er sich auf die Suche nach ihr macht.
Ich bin sehr gerne Carlos Gedankengängen gefolgt und fand seine Sichtweise auf seine Umgebung und die Menschen in seiner Nähe oft sehr erfrischend und auch nie langweilig. Die Rückblicke auf die Beziehung zu seiner Frau stimmten meist traurig und auch insgesamt vermitteln seine Gedanken doch eher eine melancholische Stimmung. Obwohl er eigentlich fest im Leben steht, hatte ich manchmal den Eindruck, dass er sich etwas verloren durch die Welt bewegt.
Die Geschichte um seine Mutter – ihre ihm bisher unbekannte Vergangenheit – fand ich von der Grundidee spannend, aber mir fehlte da doch etwas mehr Substanz. Ich hätte gerne mehr darüber erfahren und fand es etwas schade, dass seine Mutter und ihre Geschichte nicht etwas mehr Platz eingenommen haben. Interessanter war dann eigentlich doch seine – ungläubige – Reaktion darauf.
Gefühlt mehr Platz hat dann die Geschichte um seinen Mitarbeiter, Agon, eingenommen. Da dieser ein sehr besonderer Charakter und außerdem auch sehr präsent ist, war das auch passend. Als die Sprache auf dessen Vergangenheit kommt, wird diese jedoch auch sehr kurz abgehandelt, was ich wiederum schade fand.
Möglicherweise ist das „Nicht-tiefer-Gehen“ ja gewollt, aber mir hat doch etwas gefehlt. Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, aber die Geschichte um Carlo hatte leider für mich nicht das Potenzial, mir länger im Gedächtnis zu bleiben.
1,428 reviews7 followers
August 5, 2020
Die Geschichte konnte mich nicht überzeugen
Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Landschaftsgärtner Carlo.
Er macht auf mich einen etwas melancholischen Eindruck.
Die Frau hat ihn verlassen, die Tochter ist erwachsen und studiert in England.
Alleine, wenn er mit seinem Angestellten Agon zusammen ist blüht er etwas auf.
Agon gefällt mir als Person recht gut, irgendwie geht etwas geheimnisvolles von ihm aus.
Als Carlos Mutter aus dem Altenheim verschwindet macht er sich auf die Suche nach ihr und erfährt Dinge aus ihrer Vergangenheit die ihm bisher unbekannt waren.
„Das Leben ist ein wilder Garten“ ist ein kurzer Roman von Roland Buti.
Die Geschichte hat es nicht geschafft mich voll zu überzeugen. Es passiert nicht mehr als im Eingang beschrieben.
Die Kapitel springen in der Zeit und ich konnte nicht nachvollziehen waren es Tage, Wochen oder Monate.
Der Schreibstil von Roland Buto hat mir dafür gut gefallen. Er ist sehr poetisch, ja manchmal ähneln die Sätze schon einem Gedicht. Dafür bekommt das Buch dann doch 3 Sterne von mir.
Mit seinen 172 Seiten ist das Buch gut für zwischendurch zu lesen, man darf nur nicht zu viel Handlung erwarten.
30 reviews
August 9, 2020
"es schien, als sei sie in das natürliche Dekor ihres Lebens zurückgekehrt" Seite 69

In lyrischen Worten beschriebt der Protagonist Weiss von der Suche nach seiner Mutter, die aus dem Seniorenheim verschwunden ist.

Sie, die zu ihren Wurzeln zurückkehrt, zu den Tagen, in denen ihr Leben noch selbstbestimmt war, sucht das, was sie jetzt im Alter verloren hat. Dies zu lesen - und durch die Augen des Sohnes mitzuerleben - macht demütig. Es ist zugleich tragisch wie hoffnunggebend.

In diesem Roman stecken phantastische Charakterzeichnungen voller Würde und Tiefe, voller Wärme und auch hintergründigem Witz.

Trotzdem blieb er hinter meinen Erwartungen zurück. Denn es fehlte die Struktur - ich hatte mitunter den Eindruck, der Autor hätte den sprichwörtlichen "roten Faden" verloren und das, was er erzählen wollte, mäanderte in einer unbestimmten Weise dahin.

Das hat leider für mich nicht ausgereicht, um das Buch positiv zu bewerten. Ich habe mich- auch auf den wenigen 173 Seiten - streckenweise trotz der wirklich sprachlich überzeugenden Darbietung gelangweilt.
Profile Image for Maria Wolters.
198 reviews8 followers
September 22, 2020
Der Landschaftsgärtner Carlo Weiss hat es wirklich nicht leicht, seine Frau hat ihn verlassen, seine Tochter studiert im Ausland. Jetzt verschwindet seine Mutter aus ihrem Seniorenheim. Die beginnende Demenz der Mutter war eine Ursache dafür. Carlo Weiss droht den Boden unter seinen Füssen zu verlieren, oder um im Bild zu bleiben, sein Lebensgarten verwildert. Auf einem Jugendbild der alten Dame erkennt Weiss das Grand Hotel ihres Heimatortes. Könnte sie dort wohl sein? Ein Telefongespräch bringt Klarheit. Zusammen mit seinem Assistenten Agon macht er sich auf den Weg. Es ist eine Reise ins Grandhotel, aber auch zurück in die früheren Jahre.
Sein Assistent Agon ist in dieser Zeit sehr wichtig. Er betreut den verwilderten Garten auf allen Ebenen.
Rhetorisch bewegt sich der Roman auf hohem Niveau. Die Sprache ist sehr bildhaft und poetisch. Leider zerfaserte sich die Spur der Protagonisten im wilden Garten ein wenig. Es fiel mir schwer, die einzelnen Schicksale auseinanderzuhalten. Es wurde alles zu einer, den Garten überwuchernden Pflanze.
297 reviews
August 17, 2020
Meinung:
Die Leseprobe dieses Buches hat mich sehr angesprochen, umso gespannter war ich nun, wie mir das Buch gefällt. Die Sprache der Autorin und deren Beobachtungsgabe für die kleinen Situationen ist wirklich großartig und manchmal auch etwas ausschweifend gewählt, dennoch hätte ich dieser Art zu Schreiben noch über hunderte Seiten lauschen können.
Auch die Handlung ist sehr feinfühlig und genau erzählt, bietet Emotionalität und hat das gewisse Etwas, das einen an den Seiten kleben lässt. Dennoch sind auch hier einige Unklarheiten enthalten, sodass die Geschichte für mich nicht immer rund oder logisch erschien. Einziger kleiner Kritikpunkt sind in meinen Augen die Charaktere diese bleiben für mich sehr blass und eindimensional, wodurch ich keine richtige Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Da dies für mich allerdings sehr wichtig ist, damit ein gutes Buch zu einem Highlight wird, kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.
186 reviews
August 29, 2020
wundervolle Poesie - aber was will sie mitteilen?

Das Leben des Gärtner Carlos gerät in Aufruhr: Die Frau hat ihn verlassen, die Tochter studiert auswärts. Agon, sein Hilfsgärtner aus dem Kosovo, eine sensible Seele in einem massigen Körper, wird aus heiterem Himmel zusammengeschlagen. Und dann ist plötzlich Carlos demente Mutter verschwunden. Von seiner Frau verlassen und auch die Tochter ist auswärts, unterstützt ihn nur sein Mitarbeiter Agon bei der Suche. Dabei kommt er in einem Grandhotel am Berg der Vergangenheit seiner Mutter während des Zweiten Weltkriegs auf die Spur.

Fazit:
Die Geschichte von Gärtner Carlos wird in ausgesprochen poetischen Worten gelesen - da schlägt mein Literaturherz gleich höher. Sehr schön und flüssig zu lesen.
Inhaltlich konnte mich die Geschichte nicht ganz überzeugen.
Es wird sehr viel erzählt - man hat das Gefühl, der rote Faden geht verloren, und das was der Autor eigentlich erzählen möchte, kommt beim Leser nicht an.
Profile Image for yellowdog.
858 reviews
August 12, 2020
sensibel erzählt

Der Erzähler des Buches ist Carlo Weiss, ein Landschaftsgärtner.
Der Roman arbeitet mit einem leicht rätselhaften Plot. Wo ist die resolute, aber leicht demente Mutter des Protagonisten hin? Warum wird sein Kollege Agon von zwei Männern überfallen? Warum ist Carlo von seiner 18jährigen Tochter Mina entfremdet?
Eine Menge Fragen, die den Leser fest an den Roman bindet.

Der Schweizer Schriftsteller Roland Buti versteht mit Sprache umzugehen, wobei anzumerken ist, dass er in französisch schreibt. Die Sprache hat Momente, in denen sie zu schweben scheint.
Die Stimmungen seiner Hauptfigur prägen den Roman.
Es gibt viele Passagen, in der Carlo über seine Mutter nachdenkt.
Es gibt aber auch einen hintergründigen Humor.

Ein sensibel geschriebenes Buch, das sich lohnt!
2,303 reviews13 followers
August 3, 2020
Zum Inhalt:
Als seine Mutter aus dem Altersheim abhaut, gerät die Welt von Carlo noch mehr aus dem Gleichgewicht als vorher schon war. Die Mutter findet sich schließlich im Grandhotel wieder, zu dem sie als junges Mädchen Brot geliefert hat. Dort erfährt er von ihrer Vergangenheit, die anders ist, als er gedacht hätte
Meine Meinung:
Irgendwie ist das ein Buch mit einer etwas sonderbaren Geschichte, die sich aber nach und nach ins Herz schleicht. Die Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet und gewinnen im Verlauf des Buches auch immer mehr an Ausdrucksstärke. Gerade auch Agon war mir sehr sympathisch. Aber auch die Mutter von Carlo war eine starke Persönlichkeit. Insgesamt ein tolles Buch, dass aber leider sehr kurz war.
Fazit:
Sonderbar, aber irgendwie gut
Profile Image for Ritja.
620 reviews
October 7, 2020
Ein schönes Buch, ein ruhiges und nachdenkliches Buch. Der Autor hat einen so schönen Schreibstil, dass man nur wenige Zeilen braucht, um abzutauchen und wie ein Schatten folgt man dann Carlo bei der Suche nach seiner Mutter. Die Charaktere werden sehr detailliert beschrieben und strahlen Ruhe und Sanftheit aus. Doch es gibt auch die unbekannten Seiten und die Vergangenheit, die bisher nicht angesprochen wurde. Diese Türen öffnen sich nun und Carlos muss feststellen, dass er nicht alles über seine engsten Vertrauten und seiner Mutter weiß.

Nur langsam wird offengelegt, was in der Vergangenheit war. Manches wird nur angerissen und verschwindet wieder. Das Ende des Handlungsstranges muss sich der Leser selber schaffen. Ich fand es gut, dass nicht immer alles bis zum Schluss aufgeklärt wurde. Offene Enden mögen viele nicht, doch lassen sie Raum für die eigene Interpretation, was mir gut gefallen hat.

Ein Buch, welches sich lohnt, besonders weil der Schreibstil so gut war.
Profile Image for Vincenzo Iennaco.
111 reviews
January 4, 2022
"Forse l'esistenza non è fatta d'altro che di parentesi aperte e richiuse, separate da uno spazio piccolo e inspiegabile?"
Trovo che questo interrogarsi del protagonista racchiuda in estrema sintesi tutto il libro. Le diverse vicende che coinvolgono i personaggi sono infatti, ognuna nella propria peculiarità, punti di svolta nelle loro vite. C'è spazio anche per certi "fantasmi" del passato ma, vuoi forse l'indole elvetica, vige un certo pragmatismo (come nella scrittura) da non lasciar adito a nostalgici sentimentalismi (ma ciò non preclude la strada a un rarefatto lirismo).
Profile Image for elipisto.
282 reviews20 followers
November 8, 2020
Libro preso in libreria per la copertina.

Il Grand National del titolo è l'albergo di stile ottocentesco in cui la madre del protagonista scappa dall'ospizio in cui sta passando gli ultimi anni della sua vita.
Il romanzo è una storia di assenze, di vuoti, di cose nascoste. L'assenza della ex moglie, della figlia ormai grande, della madre.
Il libro si legge rapidamente grazie ad una scrittura pulita, in alcuni tratti poetica ma non credo che me lo ricorderò a lungo. (3 stelle e mezzo)
Profile Image for Lea.
189 reviews1 follower
March 25, 2021
Ein schönes Buch. Mit viel Liebe und Wärme für die Charaktere geschrieben. Ein Genuss zum Lesen.
11 reviews
February 19, 2021
Der Landschaftsgärtner Carlo und seine Ehefrau trennen sich, nachdem ihre erwachsene Tochter ihr eigenes Leben beginnt. Er liebt sie noch, aber beruht dies auf Gegenseitigkeit? Der Protagonist und seine rechte Hand, der aus Albanien stammende Agon, unterstützen einander in allen Lebenslagen. Auch als Carlos Mutter aus dem Altenheim verschwindet, seht der Freund seinem Chef zur Seite.

Der rote Faden des Romans war für mich der stete Kampf zwischen Natur und Kultur, zwischen Verstand und Vernunft. Obwohl der Autor wirklich detailliert und liebevoll Carlos Gefühle beschreibt, ist es mir persönlich nicht gelungen, mich in diese hineinzuversetzen, deshalb auch nur zwei Sterne. Viel lieber hätte ich noch mehr über Agons Schicksal erfahren. Dies tut jedoch Butis schriftstellerischem Können keinen Abbruch.

Eine detailliertere Rezension ist wie immer in meinem Blog unter https://uebersetzenswert.wordpress.co...
erhältlich.
343 reviews5 followers
October 29, 2020
Ein Leben gerät aus den Fugen. Das fein austarierte Leben des Landschaftsgärtners Carlo gerät in Roland Burtis "Das Leben ist ein wilder Garten" plötzlich aus den Fugen. Seine Frau Ana verlässt ihn, seine Tochter geht zum Studium nach London und sein Hilfsgärtner Agon aus dem Kosovo, eine sensible Seele in einem massigen Körper, wird aus heiterem Himmel überfallen und zusammengeschlagen. Und dann flüchtet noch seine demente Mutter aus dem Altersheim. Zu Carlos Überraschung hat sich die alte Dame in einem Grandhotel einquartiert, das seine besten Zeiten schon lange hinter sich hat. Dort trifft seine Mutter eine Jugendbekanntschaft wieder - und überhaupt scheint sie mit dem Hotel geheimnisvolle Erinnerungen zu verbinden an ihre frühere Zeit als das begehrteste Mädchen weit und breit. Gemeinsam mit Agon macht er sich auf die Suche und entdeckt nicht nur die Natur und die Menschen um ihn herum neu, sondern kommt in diesem Grandhotel am Berg der ungeahnt glamourösen Vergangenheit seiner Mutter während des Zweiten Weltkriegs auf die Spur …Es geht um Akzeptanz, Heimat, Verlust, die Dinge oder Menschen an denen das Herz hängt, das Altern. Der Autor hat einen Roman von intimer Schönheit geschrieben. Darin geht es um die Fragilität menschlicher Beziehungen, um Rückzugsgebiete für Wünsche und Träume, um das Recht auf Geheimnis und nicht zuletzt um unsere Vergänglichkeit. Es gelingen ihm sensible Porträts wie das des ebenso bärenhaften wie feinfühligen Hilfsgärtners, der die alte Frau mit beruhigenden Haschischbonbons versorgt.
Die Geschichte wird in einem ganz sanften Ton erzählt, der ohne jedes Augenzwinkern und Buhlen um Lesergunst auskommt. Eine Geschichte wie eine Blumenwiese mit flatternden Schmetterlingen. Vielleicht dezent betreut von Gärtnerhand, aber auf die Schönheit der Natur vertrauend. Nach dem Lesen kommt man zu dem Schluß, das ist ein vielschichtiger, feinsinniger Roman, der nachklingt und den man sicher nochmal lesen wird, weil man auch dann neue Aspekte entdecken wird. Es gibt da einen warmherzigen Gärtner, die Mutter, die sich an den Ort flüchtet, an dem sie einst glücklich war, der Sohn, selbst an einem Wendepunkt seines Lebens, kommt durch die Umstände seiner Mutter näher und ja, interessiert sich offensichtlich zum ersten Mal für deren Leben. Abschied, Erinnern, Erkennen und einen Garten neu anlegen...eine wunderbare Geschichte. Ein ruhiges Buch zum Genießen.
Profile Image for Miri.
195 reviews1 follower
June 15, 2020
Ein sehr ausgefallener Roman. Mit ganz unterschiedlichen, aber doch sehr realen Charakteren. Auch die Geschichte hat einen ganz besonderen Charme und ist zugleich sehr alltäglich.
Mir hat die Sprache auch sehr gut gefallen. Sehr scharfsinnig, aber in einem warmen Tonfall.

Mit viel Liebe zum Detail und einer ganz besonderen Wortwahl, erzählt Buti hier die Geschichte eines Sohnes, der ganz viel Neues über die Vergangenheit seiner Mutter entdeckt, während sich aber auch in seinem Leben so einiges tut.
Profile Image for Corne.
30 reviews1 follower
February 14, 2024
Misschien is ons bestaan slechts haakje openen,
daarna haakjes weer sluiten, en daartussenin een kleine,
onbegrijpelijke ruimte?
Displaying 1 - 25 of 26 reviews

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