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Dein Leben gehört dir, nicht einer App! Tobias Elsäßer über Freiheit, Freundschaft, Liebe und Selbstbestimmung in Zeiten von Social MediaWas würdest du tun, wenn es eine App gäbe, die deine Zukunft vorausberechnen kann? Du fütterst sie mit deinen Daten, gewährst Zugang zu deinen Social-Media-Kanälen – und erfährst, wie dein Leben verlaufen wird. Jonas weigert sich, das Ergebnis zu akzeptieren. Er ist gerade mit der Schule fertig und kann es kaum erwarten, sein eigenes Leben zu beginnen. Als das Programm ihm vorhersagt, dass er dieselben Fehler wie sein verhasster Vater machen wird, beschließt er, das Schicksal zu Sei unberechenbar! Mit der wildfremden Sun trampt er nach Norden und sucht das Abenteuer. Von dem kämpferischen Mädchen lernt er, das Leben selber in die Hand zu nehmen. Aber Sun verfolgt einen eigenen Plan.

272 pages, Kindle Edition

Published September 21, 2020

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Tobias Elsäßer

18 books2 followers

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15 (21%)
1 star
5 (7%)
Displaying 1 - 9 of 9 reviews
Profile Image for Yvonne.
109 reviews16 followers
November 11, 2020
“Play” von Tobias Elsässer handelt von Jonas, einem frisch gebackenen Abiturienten, der sein Leben selbst in die Hand nehmen will, anstatt sich mit der Zukunftsprognose einer App abzufinden. Wir erleben mit, wie Jonas durch einen Road-Trip nicht nur seinen eigenen Weg, sondern auch den Weg zu sich selbst findet. [TW: Transphobie, Suizid, Drogenmissbrauch, Panikattacke, Tier wird getötet]

Nachdem “Die Maschine” Jonas seine Prognose mitgeteilt hat, setzt er alles daran, für diese unberechenbar zu sein, um nicht so zu enden wie sein Vater. Nachdem er eine Affäre mit seiner Lehrerin Anne angefangen hat, packt er seinen Rucksack und trampt Richtung Norden. Dabei trifft er auf Maja, Kim und Sun, die ihn als Transvestit in eine VIP-Party einschleusen. Nach der drogenreichen Party begibt er sich mit Sun auf ein Abenteuer, ohne zu wissen, dass Sun ihren eigenen Plan verfolgt.

Anfangs dachte ich, dass die App einen höheren Stellenwert in der Geschichte hat, aber die handelt eher von Jonas Selbstfindung. Ich hätte gerne mehr Hintergrundinfos zu der Maschine gewünscht, da ich das Konzept sehr spannend finde und mir vorstellen kann, dass so etwas tatsächlich entwickelt werden könnte und auch viele das benutzen würden. Allerdings weiß man anfangs nur, dass “Die Maschine” die Bekanntschaften mit einem Ampelsystem bewertet, wobei unklar ist, wofür die Farben stehen. Jonas hat für sich beschlossen, dass er Rot folgt.

Obwohl Jonas der Protagonist ist, fand ich ihn nie sympathisch. Auf mich wirkt er oberflächlich, irrational, trotzig und überheblich, was als Charakter nicht schlimm wäre, wäre er nicht der Protagonist. Wahrscheinlich soll er damit wie ein durchschnittlicher Jugendlicher wirken, aber mögen tue ich ihn trotzdem nicht. Sun hingegen mochte ich lieber, da sie rationaler und erwachsener dargestellt wird als er. Einiges, was sie sagt, regt auch zum Nachdenken an, was mir gefallen hat.

Ich mochte die längeren Szenen im Wald, weil sie für mich in einem schönen Gegensatz zu der wilden Party am Anfang des Buches stehen. Man lernt auch Jonas und Sun etwas besser kennen. Mich hat es aber immer wieder gewundert, dass Jonas sich zwar nicht von der App beeinflussen lassen will, sich aber auch nicht bewusst ist, dass er nicht aus freiem Willen handelt, sondern sich von der Maschine beeinflussen lässt. Schließlich macht er seine Entscheidungen von der Bewertung der Maschine abhängig.

Am Ende löst sich zwar einiges auf, dennoch blieb ich verwirrt zurück, weil es für mich zu chaotisch war und die Ereignisse sich regelrecht überschlagen. Was mich allerdings am meisten stört, ist die Verwendung des Wortes “Transe”. Jonas wird als “Transe 1” zu der Party angemeldet und ich bin der Meinung, dass man das hätte ruhig weglassen können oder durch “Drag King” (wie bereits einmal verwendet) oder “Transvestit” ersetzen können. Was mir ebenfalls aufgefallen ist: Anne und Sun haben beide blasse Haut und die einzigen PoC, die auftauchen, sind einmal der “indisch aussehende Mann” vor der Toilette und die “asiatisch aussehende” Drogen-Dealerin… Zum einen, wieso spezifisch “indisch aussehender Mann”? Zum anderen, wieso ausgerechnet diese beiden Charaktere als PoC?


Der Kommentar des Autors zu meiner Kritik bzg.l dem Begriff “Transe” (und andere m.E. problematischen Sätzen): “Als Autor folge ich der Stimme und den biografischen Erfahrungen der Figuren. Es geht nicht darum, gesellschaftlich akzeptierte und tolerierte Handlungsoptionen auszuloten und sich für die dem Alter der Leserschaft gefälligste zu entscheiden, sondern in den Figuren zu bleiben und Sprache oder Jargon und Handlung und Gedanken danach auszurichten, das sie zum Milieu der Erzählung passen. Die Annahme, dass ein Jugendbuch einen Bildungsauftrag hat oder der Ich-Erzähler (aber auch die Lehrerin) übermäßig politisch korrekt handeln und denken müssen, weil die Rezipienten Jugendliche sind, bzw. sein könnten, ist falsch. Die Freiheit des Erzählens besteht darin, einen homogenen Mikrokosmos abzubilden, in dem die Geschichte sich abspielt. Jugendliteratur als widerspruchsbefreites Genre zu sehen, das selbst in Dialogen immer politisch korrekt daherkommt, würde einem zeitgemäßen Text jegliche Form der Glaubwürdigkeit nehmen. Menschen sind fehlbar. Gedanken nicht steuerbar. Menschen handeln und denken nicht rational. Deshalb dürfen die Lastwagenfahrer auch ausgehungert sein und Jonas darf sich Gedanken über Schamhaare machen. Weil Literatur nicht die Aufgabe hat, eine cleane Welt zu zeichnen, die es so nicht gibt und nie geben wird.”

Dem stimme ich nicht zu, weil es ist schlichtweg nicht in Ordnung ist. Denn durch die Verwendung von solchen Wörtern in der Literatur werden diese normalisiert.
169 reviews1 follower
February 22, 2021
Ich habe dieses Buch mit vollkommen falschen Erwartungen angefangen. Ich hatte mich darauf eingestellt, eine dystopische Teenie-Geschichte zu lesen, stattdessen wurde ich von einem coming-off-age, selbstfinderischen Roadtrip mit gesellschaftskritischen Elementen positiv überrascht.

Die Geschichte folgt Jonas, der gerade sein Abitur gemacht hat. Er ladet sich eine App herunter, die "Maschine", die einen selbst, seine Kontaktpersonen und mögliche Zukunftsszenarien analysiert. Jonas will diese Prognosen nicht in Kauf nehmen und macht sich auf eine Reise, die vor allem von einem Ziel diktiert wird: Unberechenbar sein. Die Prognose ändern.

Anfangs konnte ich Jonas überhaupt nicht ausstehen. Obwohl er genau wie alle anderen Teenager ist, war er arrogant, herablassend gegenüber den "angepassten" Mitschülern - als ob er etwas besseres wäre, obwohl seine einzige nicht angepasste Aktion wohl seine Affäre mit seiner Ex-Lehrerin war - etwas worauf man vielleicht nicht so stolz sein sollte.

Ich hatte mich schon darauf eingestellt, diesem unsympatischen Menschen, der sich einer Privilegien absolut nicht bewusst war, auf seiner kleinen Rebellion gegen den bösen, angepassten Gesellschaftsapparat folgen zu müssen, doch dann kam Sun. Sie und ihre beiden Freundinnen treffen zufällig auf Jonas und nehmen ihn mit auf eine wilde Party. Und während dieser Party schaffte Sun es perfekt, meine Abneigung gegen Jonas in Worte zu fassen. Sie brachte genau das richtige Maß an Einsicht und Kritik, die man aus der Ich-Perspektive eines Protagonisten oft nicht bekommt, und war für mich der entscheidende Punkt, diesem Buch drei, anstatt von zwei Sternen zu geben.

Sun und Jonas fahren dann gemeinsam weiter zu einer einsamen Hütte. Dieser Teil war für mich das Highlight dieses Buches. Er war sehr charakter-fokusiert und schaffte es, eine Freundschaft zwischen den Beiden zu etablieren. Wäre das ganze Buch so wie dieser Teil angelegt gewesen, hätte ich ihm wahrscheinlich sogar vier Sterne gegeben.

Doch dann kam leider das Ende. Es war, als würde das Buch auf einmal in ein anderes Genre überwechseln, ohne jegliche Vorwarnung oder Überleitung. Die Inhalte wurden um so viel ernster und mit hohen Einsätzen - und dann brach der Spannungsbogen einfach ab und das Buch war zu Ende.

Auch die Verwendung der Maschine war in meinen Augen etwas seltsam und fehl am Platz. Es wurden keine Antworten auf die aufgeworfenen Fragen gegeben und dann plötzlich, in einem Nebensatz, kam ein Exposition-Dump von Sun, wo sie die Motive der App-Betreiber erklärte. Und dann wurde nicht mehr darüber gesprochen.

Mir scheint, der Autor wollte mehrere Themen ansprechen, angefangen mit Datenschutz und dem gläsernen Menschen, bis hin zu Suizid, Kapitalismus und den Schwierigkeiten seltständiger Künstler - alles verpackt in einem Selbstfindungsroman eines Jugendlichen. Dieser Gedanke war interessant und sehr ambitioniert, aber leider nicht ganz so befriedigend ausgeführt wie ich es mir gewünscht hätte, so dass ich mir nach dem Beenden des Buches nicht mehr sicher war, was die Botschaft denn eigentlich hätte sein sollen. Da ich das Buch aber trotzdem gerne gelesen habe, die beiden Hauptcharaktere und ihre Dynamik sehr gemocht habe und das Konzept selber interessant gefunden habe, würde ich dem Buch 2.75 Sterne geben, also aufgerundet 3.
Profile Image for Franziska.
116 reviews14 followers
November 10, 2020
Dieses Buch wurde mir von lovelybooks.de gegen eine Rezension zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

„Play“ von Tobias Elsäßer handelt von Jonas, einem Abiturienten, der sich eine App („die MASCHINE“) herunterlädt, sich mit dieser seine Zukunft vorhersagen lässt und dann versucht, diese Vorhersage durch seine Taten zu beeinflussen bzw. der MASCHINE zu beweisen, dass sie unrecht hat. Vor allem möchte Jonas nicht so sein wie sein Vater, zu dem er seit Jahren keinen Kontakt mehr hat.



Generell hätte ich mir deutlich mehr Einblick in die MASCHINE gewünscht. Nicht unbedingt technische Details, aber dennoch ein mehr Interaktion zwischen der MASCHINE und Jonas. Was einen allerdings auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt hat ist, dass die MASCHINE von sämtlichen Internetseiten und „digitalen Fußabdrücken“ die Informationen sammelt und so extrem viel auswerten kann. Das lässt einen durchaus mit dem Gedanken spielen, sich kurzerhand von sämtlichen sozialen Medien abzumelden. Das Buch würde ich allerdings eher als Jonas’ Reise zu sich selbst als „von einer App gelenkten Reise“ beschreiben.

Insgesamt vergebe ich „solide“ drei Sterne – die Idee des Buchs gefällt mir immer noch, aber gerade das Ende erscheint für mich in einigen Punkten relativ unlogisch. Dennoch war es sehr schön geschrieben, es war unterhaltsam und ich möchte es, dass es durchaus zum Nachdenken angeregt hat.
135 reviews
October 30, 2020
In „Play“ von Tobias Elsässer dreht sich alles um Jonas. Jonas findet durch Zufall eine App Namens MASCHINE, die die Zukunft voraussagen kann. Dabei sammelt und analysiert MASCHINE alle im Netz befindlichen Daten, Social-Media-Kanäle sowie Kontakte und gibt eine Prognose ab. Jonas ist geschockt von seiner – sehr sehr durchschnittlichen – Zukunft und versucht MASCHINE ein Schnippchen zu schlagen. Nach seinem Abi macht er sich auf die Reise, unvorhersehbares zu tun.

Das Cover spricht mich sehr an. Ich mag den grünen Hintergrund und das abstrakte Menschengesicht. Das passt m.E. gut zu Big Data. Das Buch ist nicht sehr dick (300 S.) und die Schrift ist recht groß, da es sich um ein Jugendbuch handelt. Das Buch kann man also auch gut und gerne in einem Rutsch lesen.
Der Schreibstil hat mich durchaus angesprochen. Tobias Elsässer schreibt kurzweilig und kommt auf den Punkt. Für Jugendbücher genau richtig. Ich bin sehr gut in die Geschichte reingekommen.
Inhaltlich hat mich das Buch nicht so recht überzeugt. Ich hatte mir eine spannende Geschichte rund um MASCHINE und der Big Data Thematik vorgestellt. Vielleicht eine Verschwörung? Oder dass Protagonist Jonas hinweisen zur MASCHINE nachgeht. In diese Richtung hat sich das Buch aber leider nicht entwickelt. MASCHINE spielte m.E. eher einer untergeordnete Rolle und es ging primär um Jonas Weg sich (und den Sinn seiner Reise) zu hinterfragen. Das hat mich nicht so sehr abgeholt, weil ich mich anfangs schon gefragt habe, warum er sich so sehr auf MASCHINE verlässt… und wo MASCHINE eigentlich herkommt.

Gefallen hat mir, dass der Autor neben Jonas noch Sun viel Raum in der Geschichte gegeben hat. Sie fand ich als Protagonistin echt super und ich mochte ihre patzige Art. Das hat m.E. die Geschichte etwas aufgepeppt. Zudem wurden viele offene Fragen zu Suns Vergangenheit am Ende aufgeklärt und haben so ein rundes Bild ergeben.

Alles in allem bin ich mit Play zufrieden gewesen und habe mich gut unterhalten gefühlt. Begeistert hat mich das Buch allerdings inhaltlich nicht so sehr wie ich es mir erhofft habe. Empfehlen kann ich es aber allen, die gerne einen jungen sympathischen Kerl bei einer kleinen Reise zu sich selbst begleiten möchten.

237 reviews
November 17, 2020
Jonas füttert eine App, die sich "Die Maschine" nennt, mit seinen Daten und gewährt ihr Zugang zu seinen sozialen Netzwerken. Anhand dieser Daten, soll die App seine Zukunft vorausberechnen. Als das Ergebnis besagt, dass er die gleichen Fehler wie sein Vater machen wird, ist er nicht bereit dies zu akzeptieren. Er möchte das Schicksal durchkreuzen und beschließt unberechenbar zu sein...

Mir hat die Grundidee mit dieser App echt gut gefallen und das war auch der Grund warum ich dieses Buch lesen wollte. So eine App, die anhand der Daten, die man auf dem Handy hat und auf den Social-Media-Kanälen teilt, berechnen kann wie die eigene Zukunft aussieht, ist schon sehr erschreckend. Daher fand ich Jonas Plan, die App zu überlisten sehr spannend.

Da er gerade mit der Schule fertig geworden ist, beschließt er eine Reise zu machen und zu trampen. Dabei trifft er auf Sun und die beiden erleben ein Abenteuer. Sun fand ich von Anfang an sehr vielschichtig und spannend. Und im Laufe der Geschichte lernt man sowohl Jonas und Sun und ihre Vergangenheit besser kennen, dass fand ich besonders schön.

Auch wenn die App in den ersten Kapiteln noch sehr viel Raum einnimmt, ist sie im Laufe der Geschichte nicht mehr das zentrale Thema. Das fand etwas enttäuscht, da ich wohl einfach anhand des Klappentextes eine andere Vorstellung der Geschichte hatte.

Dennoch fand ich das Buch keinesfalls schlecht. Es wurde toll und der Zielgruppe gerecht erzählt und gerade das Zwischenmenschliche wurde hier gut rüber gebracht. Wer also gern Jugendbücher mit interessanten Charakteren liest, dem kann ich diese gut erzählte Geschichte, wirklich empfehlen.
Profile Image for Mandy R..
262 reviews2 followers
January 2, 2021
Es ist auf jeden Fall komplett anders, als ich erwartet habe.  Die App war für mich eher so eine Nebensache, Jonas Gefühlswelt stand eher im Mittelpunkt. Er will etwas ändern, aber verliert sich darin irgendwie und es wird zum Roadtrip zu seinem "ICH". 
Das Ende mit Sun war mir jetzt etwas zuviel und auch irgendwie zu kurz angeschnitten. 
Ich muss aber sagen, es war sehr spannend. Ich wollte immer weiterlesen. 
Profile Image for Judit.
42 reviews
April 28, 2023
ich fand’s langweilig, also die Idee ist an sich gut, aber das Ende wirkt total an den Haaren herbeigezogen und iwie passt das alles nicht richtig zusammen
Displaying 1 - 9 of 9 reviews

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