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Searching Lucy

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Wochen ist es her, dass Ambers Zwillingsschwester Lucy verschwunden ist. Einfach so. In einer Vollmondnacht. An Halloween. Genau einen Monat nach Ambers Vater.
Keine Verdächtigen, keine Lösegeldforderung, nicht eine einzige Spur. Amber weiß, die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden noch leben, sinkt mit jedem Tag. Jeder in ihrem Umfeld könnte der Täter sein. Und sie wird ihn finden – und wenn sie in jeden einzelnen Keller einsteigen muss, um nach ihnen zu suchen.

Christina Stein treibt das Geschehen sanft voran und den Leser gnadenlos auf das beklemmende Ende zu – grandios erzählt und ganz nah an der Zielgruppe.

288 pages, Paperback

First published March 24, 2021

3 people are currently reading
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About the author

Christina Stein

4 books6 followers

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Community Reviews

5 stars
37 (22%)
4 stars
54 (33%)
3 stars
43 (26%)
2 stars
25 (15%)
1 star
3 (1%)
Displaying 1 - 26 of 26 reviews
Profile Image for Kat.
178 reviews51 followers
April 27, 2022
Inhaltswarnung:

Ich bin etwas zwischen den Stühlen, was dieses Buch angeht. Die Idee hinter der Geschichte ist spannend, der Schreibstil ist atmosphärisch und eigen, hat mir gut gefallen, und vor allem den Umgang mit Trauer und Einsamkeit fand ich gut. Darüber hinaus hat das Buch jedoch leider dieselben Probleme wie viele (deutschsprachige) Genrekollegen. Was Themen wie psychische Probleme von Jugendlichen und dergleichen angeht, besteht hierzulande echt noch Bedarf nach Sensibilisierung. Der Roman versucht zwar, positiv mit diesen Themen umzugehen, präsentiert sie aber sehr reißerisch und bietet keine Lösungen an, was bei einem Jugendbuch meiner Meinung nach so nicht geht. Die Aussage ist im Endeffekt: "Ja, du hast Probleme, dir geht es schlecht, aber da kann man wohl nichts machen, tschüss."

Besonders im Fall von Jamie, der sich selbst verletzt, ist mir das stark aufgefallen, aber auch bei Amber, der Ich-Erzählerin selbst, die das Verschwinden ihres Vaters und ihrer Schwester Lucy nicht verkraften kann und sich deshalb ruppig und unnahbar gibt und Lucy um jeden Preis finden will. Dass die Erwachsenen um sie herum Amber in dieser Situation allein lassen ist zwar realistisch, aber leider wird auch das im Roman nicht als falsch erkannt. Man kann einer 17-jährigen, deren Mutter Alkoholikerin ist, doch nicht die Verantwortung auferlegen sich um den 5-jährigen Bruder zu kümmern und gefälligst das Haus wieder auf Vordermann zu bringen. Genau das tun aber verschiedene erwachsene Figuren in diesem Buch. Fand ich sehr befremdlich.

Dann wären da noch andere Dinge, die mir unschön aufgefallen sind. Zwei Tierheim-Rottweiler werden als aggressive Kampfhunde dargestellt Ich fand auch persönlich Ambers Ich-Perspektive zu "edgy". Ich muss nicht jedes eklige Detail wissen, was sie bei jemandem zuhause vorfindet, danke. Aber das ist wirklich 100%subjektiv. Weniger subjektiv ist das Klischee, dass Opfer von sexualisierter oder psychischer Gewalt selbst Täter*innen werden, das sich durch das Krimi-Genre zieht wie ein rotes Band. Der Roman hätte bei Amber enden sollen, bei ihrem Umgang mit der Situation nach dem großen Finale. Stattdessen endet er mit diesem Klischee, das nichts tut als Opfer, die solche Gewalt überlebt haben, zu stigmatisieren.

Am Ende ist "Searching Lucy" (was übrigens "Searching for Lucy" heißen müsste, weil Lucy sonst nicht gesucht, sondern durchsucht wird, wieso wird sowas im Verlag nicht überprüft?) zwar gut erzählt, atmosphärisch und hat eine interessante Prämisse, doch es steckt mir zu viel unüberlegt Problematisches im Text. Die Stigmatisierung psychischer Krankheiten und von Überlebenden von Missbrauch zum einen, aber auch die Tierquälerei, wie Ambers Vernachlässigung durch die Erwachsenen in ihrem Leben nicht aufs Tablett kommt, all das. Hier und da schimmerten gute Ansätze durch, sodass ich zwischenzeitlich sogar drei oder vier Sterne geben wollte, nachdem ich das Buch zu Ende gelesen hatte, blieb davon aber leider nicht viel übrig. Ich habe mich gefragt, ob ich das Buch so, wie es ist, guten Gewissens einem 13/14-jährigen Teenager empfehlen würde. Und die Antwort ist halt leider nein.
Profile Image for daisys_buch_reise.
77 reviews3 followers
April 8, 2021
Kennt ihr diese Bücher? Bei denen sich einem die Nackenhaare aufstellen, an die man noch denkt, selbst wenn man das Buch zusammen geklappt oder den eReader ausgeschalten hat? Diese Bücher die in einem das Gefühl hervorrufen, dass es definitiv noch schlimmer kommt? Diese Bücher, die man genau aus diesem Grund einfach nicht weg legen kann? Bei denen man regelrecht durch die Seiten fliegt um es endlich zu wissen, wie schlimm genau aus wird?

"Searching Lucy" ist genau eines dieser Bücher!!!

Ich lese in der Regel ja nicht viele Thriller. Immer mal wieder, eher so als Abwechslung zu dem ganzen Zuckerwatte-Kram, den ich sonst so mag. Aber wenn ich einen Thriller lese, dann bitte genau so einen wie diesen hier! Ich habe das Buch einfach mal an einem Nachmittag durch gelesen, weil ich es einfach nicht weg legen konnte!

(Ja ja ich weiß es sind viele Ausrufungszeichen - die sind aber berechtigt...)

Ich fand die Geschichte interessant, die Charaktere super spannend und das Ende?! Heilige Schei**! Ich hatte Gänsehaut und ich bekomme sie immer noch, wenn ich daran denke.

Der Schreibstil von Christina Stein hat mir wirklich gut gefallen und ich hoffe demnächst noch mehr von ihr lesen zu können.

Eine absolute Empfehlung von mir! Aber bitte: ich lese sonst eher weniger Thriller, seid ihr also eingefleischte Fitzek Fans, kann ich euch nicht sagen ob das Buch was für euch wäre. Lest ihr sonst auch eher Romance so wie ich, und braucht ein bisschen Abwechslung, dann ist es das perfekte Buch für euch!
Profile Image for CorniHolmes.
942 reviews44 followers
March 27, 2021
Als ich das erste Mal von „Searching Lucy“ hörte, wusste ich einfach sofort, dass ich das Buch lesen muss. Jugendthriller lese ich für mein Leben gerne und der Klappentext von „Searching Lucy“ klang einfach so gut! Und dann dieses Cover: Diese düstere Stimmung, die es verströmt, hat es mir auf den ersten Blick voll angetan. Also ich bekomme irgendwie immer eine richtige Gänsehaut, wenn ich das Cover betrachte.
Von Christina Stein hatte ich bisher noch kein Buch gelesen. Ihr neuer Thriller sollte also mein erstes Werk von ihr werden.

Vor einigen Wochen ist der Vater der 17-jährigen Amber spurlos verschwunden. Kurz danach auch ihre Zwillingsschwester Lucy. Was mit den beiden geschehen ist und ob ihre Verschwinden miteinander zusammenhängen, weiß niemand. Es gibt keine Verdächtigen, keine Anhaltspunkte, keine Lösegeldforderung. Die Polizei tappt im Dunkeln und scheint die Hoffnung auf eine heiße Spur inzwischen aufgegeben zu haben. Amber aber kann das nicht hinnehmen. Sie ist sich sicher, dass der Täter aus ihrem Umfeld stammt. Sie glaubt fest daran, dass ihr Vater und ihre Schwester noch am Leben sind. Amber beginnt damit, in die Häuser in ihrer Umgebung einzubrechen. Ob sie auf Hinweise stoßen wird? Wird sie den Täter, ihren Vater und ihre Schwester wiederfinden?

Hui, wow, was für ein Buch! Wie oben bereits erwähnt, war dies mein erstes Werk aus der Feder von Christina Stein und es wird ganz bestimmt nicht mein letztes gewesen sein.
Ich muss unbedingt noch schauen, was die Autorin sonst noch so aufs Papier gebracht hat. Mit „Searching Lucy“ konnte sie mich so richtig vom Hocker hauen. Ich finde dieses Buch einfach nur genial und kann es jedem, der gerne hochspannende Thriller liest, nur ans Herz legen – und zwar nicht nur Jugendlichen. „Searching Lucy“ mag ein Titel ab 13 Jahren sein, es ist aber definitiv auch für deutlich ältere Leser*innen vollkommen lesenswert.

Bei mir trat von Anfang an das ein, was ganz klar für ein richtig gutes Buch spricht: Einmal mit dem Lesen begonnen, konnte ich gar nicht mehr damit aufhören. Die fesselnde Handlung, der mitreißende Schreibstil, die schön kurzen Kapitel – all das hat bei mir für eine enorme Sogwirkung geführt, der ich mich kaum mehr entziehen konnte. Tja, so kam es schließlich, dass ich bis spät in die Nacht gelesen und das Buch in weniger als einem Tag verschlungen habe. Ich hätte nur vielleicht nicht den Fehler begehen sollen, es zu so später Stunde zu lesen. Als ich im Dunkeln noch einmal auf die Toilette gegangen bin, war mir irgendwie schon ein wenig mulmig zumute...

Die Story, die in „Searching Lucy“ schlummert, verdient es zweifellos Thriller genannt zu werden. Sie kann durchweg mit einer hohen Spannung und viel Gänsehautfeeling aufwarten und lässt uns Leser*innen bis zum Schluss im Dunkeln tappen. Ich zumindest habe die Handlung als ungemein nervenaufreibend und aufregend empfunden und hatte bis zum Ende keinen Plan, wie die Auflösung lauten könnte.

Als Leser*in wird man gleich zu Beginn mitten ins Geschehen geworfen. Gemeinsam mit unserer 17-jährigen Hauptprotagonistin Amber steigen wir in das Haus ihres Nachbarn ein und was dabei sofort deutlich wird: Sie tut das eindeutig nicht zum ersten Mal. Knallhart und sehr routiniert knackt sie das Schloss, checkt immer wieder auf ihrem Handy, welches mit einem GPS-Tracker verbunden ist, den Aufenthalt ihres Nachbarn und durchstreift ziemlich selbstsicher das Haus – auf der Suche nach Spuren. Ihrem Vater. Und ihrer Schwester.

Mit Amber, aus deren Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren, hat Christina Stein eine äußerst toughe und sarkastische Figur erschaffen, vor deren Stärke und Abgebrühtheit man nur den Hut ziehen kann. Ich fand es ungeheuer faszinierend zu sehen, was für coole Einbruchstricks Amber auf Lager hat und für ihre Willensstärke habe ich sie zutiefst bewundert. Ambers Leben ist gerade echt hart und kräftezehrend. Ihr Vater und ihre Schwester Lucy sind spurlos verschwunden, die Polizeiermittlungen gehen nicht voran, ihre Mutter ertränkt ihren Schmerz und ihre Probleme im Alkohol und ist zu nichts mehr in der Lage, ihr Zuhause verwandelt sich immer mehr in eine Müllhalde, sie muss sich um ihren kleinen fünfjährigen Bruder Tom kümmern, Schule geht gerade gar nicht und dann hat vor kurzem auch noch ihr Freund mit ihr Schluss gemacht. Uff.
Also ich bin ganz ehrlich: Ich glaube, ich hätte nicht das leisten können, was Amber vollbringt. Ich wäre an dieser schwierigen und hoffnungslosen Situation vermutlich sehr früh zerbrochen.
Amber hat aber natürlich auch sehr oft Momente, in denen sie zusammenbricht, weint und einfach nicht mehr kann und weiter weiß. Sie ist eine völlig authentische und glaubhafte Person, die in meinen Augen hervorragend ausgearbeitet wurde. Ich konnte mich jederzeit problemlos in Amber hineinversetzen und habe ihre Wut und ihre Verzweiflung nur zu gut nachfühlen und verstehen können.

Mit den weiteren Charakteren konnte mich die Autorin ebenfalls komplett überzeugen. In meinen Augen wurden sie allesamt ausgezeichnet skizziert und wirken sehr lebensnah. Das Verhalten von Ambers Mutter beispielsweise konnte ich gut nachvollziehen, wenn es mich zugleich aber auch ziemlich wütend gemacht hat. Ich habe richtig mit Amber mitgelitten, dass alles an ihr hängen bleibt, da sich ihre Mutter zu nichts mehr aufraffen kann, und den armen kleinen Tom, der so etwas mit seinen fünf Jahren wirklich nicht erleben sollte, hätte ich so gerne mal ganz fest in den Arm geworden.
Ein besonders interessanter und facettenreicher Charakter ist Jamie, ein Mitschüler von Amber. Bei ihm weiß man zunächst irgendwie nicht so recht, woran man bei ihm ist. Jamie hat ebenfalls sein Päckchen zu tragen, so viel sei schon mal verraten.

„Searching Lucy“ ist zweifelsohne kein leichtes Buch. Es erzählt eine sehr eindringliche, schonungslose, emotionale und bisweilen auch schmerzliche Geschichte, die einen einfach nicht mehr loslässt. Aber keine Sorge, zu heftig wird sie nicht. Es handelt sich bei dem Titel schließlich um ein Jugendbuch. Eine zarte Liebesgeschichte ist übrigens auch mit von der Partie, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zum Schreibstil und zum Setting. Erzählt wird die Geschichte auf eine unglaublich tolle Weise. Die Sprache ist sehr jugendlich gehalten und enthält viele umgangssprachliche Ausdrücke, zugleich ist sie aber auch sehr ausdrucksstark und bildhaft. Also mir hat diese Mischung total gut gefallen.

Bezüglich des Settings kann ich mich ebenfalls nur positiv äußern. Dank der anschaulichen Beschreibungen der Schauplätze hatte ich beim Lesen das reinste Kopfkino und die bedrückende und teils recht unheimliche Stimmung hat mir des öfteren einen Schauer über den Rücken laufen lassen.

Fazit: Ein wahrer Pageturner, den man einfach nicht mehr aus der Hand legen kann!
Christina Stein hat mit „Searching Lucy“ einen rundum gelungenen Jugendthriller aufs Papier gebracht, der voller Spannung, Geheimnisse, Atmosphäre und Emotionen steckt und wahnsinnig fesselnd erzählt wird. Mir hat Christina Stein mit „Searching Lucy“ ein echtes Lesehighlight beschert, welches ich so richtig weggatmet habe. Mich hat die Story durchweg mitgerissen und in Atem gehalten, sie hat mich bewegt, aufgewühlt und einfach nicht mehr losgelassen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!
Profile Image for Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee.
325 reviews15 followers
March 31, 2021
Inhalt:

Mittlerweile geht es Amber ganz einfach von der Hand. Sie hat das richtige Werkzeug und beherrscht die Griffe, die es möglich machen, eine Balkontür zu öffnen. Mittels Tracker und Spionage ermittelt sie, wann die Nachbarn und Bekannten unterwegs sind. Innerhalb weniger Minuten ist sie in das Haus eines Fremden eingebrochen. Sie schaut sich an, wie der Besitzer lebt. Mutmaßt, was ihn so herumtreibt, versucht, ihn näher kennenzulernen. Der Gang durchs Haus endet immer im Keller. Denn dort könnte sich Lucy befinden. Ambers Schwester, die kurz nach dem Verschwinden des Vaters ebenfalls spurlos vom Erdboden verschwunden war.



Meinung:

Amber ist sich sicher, dass ihre Schwester nicht tot ist. Sie muss einfach noch leben! Es geschah kurz nach Taylors Party: Eine verbale Auseinandersetzung, beide Schwestern sind im Disput auseinandergegangen und dann war Lucy weg und wurde nie wieder gesehen. Gewaltverbrechen werden oft von Menschen aus dem näheren Umfeld begangen. Das weiß Amber. Sie ist sich sicher, dass irgendwer das Mädchen entführt haben muss. Vielleicht wurde sie geschändet. Vielleicht wird sie gequält. Die Zeit rennt.

Die oberste Priorität des Polizeiapparates ist nicht die Suche nach der Schwester. Vielmehr scheint man zu erwarten, dass die Missetäter vor den Füßen der Polizei abgeladen werden.

Amber beginnt daher eine eigene Suche und bricht hierfür in die Wohnungen der Nachbarn und Bekannten ein.

Neben dem Schicksal von Lucy verstehen es vor allem Ambers Besuche in fremden Häusern für Spannung zu sorgen. Jederzeit könnte etwas schief gehen. Ein kleiner Fehler, eine verfrühte Heimkehr des Hausbesitzers. Was dann?

Jeder könnte der Täter sein. Als Leser versucht man gemeinsam mit Amber zu ermitteln. Wer erscheint verdächtig? Taylor, der stets von sich überzeugt war, und seine Freundinnen nicht gerade vorbildlich behandelt hat? Oder der Neue, Jamie, der immer so schweigsam ist und der irgendetwas zu verbergen scheint? Oder doch vielleicht einer aus der Lehrerschaft? Es gibt so viele Verdächtige.

Amber zeigt oft das psychoanalytische Profil einer paranoiden Persönlichkeit. Oft kommt sie in Konflikt mit moralischen Grundwerten. All dies ist aber in ihrer Biografie überzeugend begründet.

Die Geschichte wird höchst dramatisch, ja beklemmend spannend bis zu ihrem Ende vorangetrieben.



Fazit:

Searching Lucy ist eine gelungene Mischung aus Krimi, Thriller und Sozialdrama. Diesen Zutaten verdankt das Werk seine Dichte, die den Leser tatsächlich bis zum Ende um das Schicksal seiner Figuren bangen lässt. Das Buch entwickelt eine zum Ende hin schier unerträgliche Spannung, die den Leser komplett vereinnahmt. Während sich vieles im Fortschreiten der Geschichte peu à peu erhellt, verdichten sich andere Mysterien und das mitunter paranoid. Realismus war allerdings nicht das oberste Ziel der Autorin.

Wer einen fesselnden und gruseligen Thriller sucht, ist mit diesem Buch gut bedient.
Profile Image for Evelyn Uebach.
Author 7 books3 followers
April 1, 2021
Was mich neugierig gemacht hat:
Mir war die Autorin von einer Lesung auf der Mainzer Büchermesse bekannt und die Idee von „Searching Lucy" hat mich gleich angesprochen. Ich hatte Lust auf einen atmosphärischen Thriller zum Miträtseln und habe schönerweise die Gelegenheit bekommen, bei einer Leserunde zum Buch dabei zu sein.

Wie es mir gefallen hat:
Hier handelt es sich definitiv um eines dieser Sog-Bücher, die einen an die Seiten fesseln und die Zeit vergessen lassen. Das liegt zum einen daran, dass man natürlich der Auflösung um das Verschwinden von Ambers Schwester und Vater entgegenfiebert, zum anderen daran, wie gut das Emotionale transportiert wird.

Amber ist eine vielleicht nicht immer ganz nahbare, aber sehr gut ausgearbeitete Protagonistin mit Ecken und Kanten. Auf der einen Seite wirkt sie verzweifelt-planlos und fischt im Trüben, gleichzeitig bleibt sie immer in Bewegung und folgt jeder noch so kleinen Spur. Für mich war faszinierend, wie man so sehr in ihre Gedankenwelt eintaucht, dass man teilweise Zweifel bekommt, ob sie nur Geister sieht oder vielleicht doch eine eigentlich abwegige Erklärung die Lösung sein könnte.
Christina Stein lässt sehr plastisch werden, was das Verschwinden geliebter Menschen, vor allem in Kombination mit Ungewissheit, bei ihren Angehörigen auslösen kann. Zudem geht es in mehreren Bezügen um Prägungen und inwieweit sie einen bestimmen, was der Geschichte eine tiefgründige Note verleiht.

Die Ausgangslage ist insofern etwas Besonderes, dass es nicht um einen einfachen, sondern gleich einen doppelten Vermisstenfall geht. Gibt es ein verbindendes Element oder nicht? Man spinnt viele Theorien und sucht nach verräterischen Details. (Ein bisschen schade finde ich nur, dass man letztendlich eigentlich nicht selbst durch gezielte Hinweise auf die Hintergrundgeschichte hätte kommen können und sie sich im Prinzip durch einen Zufallstreffer lüftet.)
Super gefallen hat mir übrigens das deutsche Eltville-Setting!

Die Liebesgeschichte fand ich auf jeden Fall interessant, aber auch ein wenig schwierig. Ich hatte das starke Gefühl, dass Amber und ihr Love Interest vor allem durch eine ähnliche Verzweiflung verbunden sind und einander als Ablenkung von dem Unhaltausbaren benutzen (wenn auch nicht böswillig). Vor diesem Hintergrund habe ich die Entwicklung zwischen ihnen nicht so richtig mitfühlen können und bin skeptisch geblieben, ob da wirklich eine gute Basis gegeben war.

Nach dem Spannungshöhepunkt wird einiges nicht mehr auserzählt, worauf ich noch neugierig gewesen wäre, rein vom Aufbau her wäre das aber vielleicht auch einfach zu viel bzw. ein unnötiges „Runterkommen" gewesen.

(Für wen) Lohnt es sich?
Das Buch eignet sich perfekt für Jugendliche und Jugendbuchliebhaber, die es gern undurchschaubar und stimmungsvoll mögen. Der Schwerpunkt liegt mehr auf der Figurenentwicklung und einem gewissen Gruselfaktor als auf Action.

In einem Satz:
„Searching Lucy" ist ein atmosphärisch dichter Spannungsroman, der rau und düster daherkommt und einem dadurch ein schaurig-gutes Leseerlebnis beschert.
Profile Image for bauernhof_bibliothek.
53 reviews5 followers
October 10, 2021
Ich hab ja dieses Jahr zugegebenermaßen schon einige Bücher begonnen und abgebrochen. Bei diesem war ich auch kurz davor, bin jedoch froh, es durchgezogen zu haben 😅

Die erste Hälfte hat mich leider überhaupt nicht überzeugen können, die Handlung wurde dann aber besser, spannender und interessanter. Ich wollte dann auch wissen, wie es sich nun auflöst 🤭

Der Schreibstil, wenn er auch passend zur Geschichte und den Protagonisten war, hat mir gar nicht gefallen, aber das nur meine Meinung und wird einfach an meinem Alter liegen 😅 Mit 30 kommt man mit der aktuellen Jugendsprache halt mich mehr so mit 😂

Die Geschichte plätschert erst ne Weile vor sich hin und wird dann auf den letzten Seiten relativ schnell aufgelöst. Die Zusammenhänge waren eigentlich ganz gut gemacht. Ein Teil des Endes war mir aber wieder abgedreht 😅

Cool fand ich wieder den Epilog, vorallem das Ende. Das würde jetzt aber wahrscheinlich spoilern 🤭
Profile Image for buchweh.
8 reviews1 follower
April 5, 2021
Cover: Das Cover, das meiner Meinung nach wirklich gut zur Geschichte passt, hat mich letztendlich dazu bewegt, mir das Buch näher anzusehen. Die Gestaltung mit den wenigen Farbelementen ist gut gelungen.

Innengestaltung: Das Buch ist gestalterisch sehr schlicht gehalten. Es hebt sich lediglich die Nummerierung der Kapitel ein wenig vom Fließtext ab. Allerdings befindet sich vorne eine Playlist, was mir immer recht gut gefällt. Die Playlist habe ich teilweise beim Lesen gehört, sie hat mir gut gefallen und hat super zu der düsteren Atmosphäre gepasst.

Inhalt: In nahezu dem gesamten Buch lesen wir die Geschichte aus Sicht von Amber, in der Ich-Form.

Bereits der erste Satz hat es in sich und gibt einem sofort das Gefühl unbedingt mehr wissen zu wollen, dringend weiterzulesen.

Bereits zu Beginn lernt man viel über die Protagonistin kennen. Sowohl Dinge aus ihrem näheren Umfeld, wie Freunde und Familie, als auch Gefühle, was genau sie bewegt, was sie berührt, wie sie sich während bestimmten Handlungen und Taten fühlt. Man bekommt einfach so viel mit, dass es mir wirklich mehrmals im Buch nahe ging und ich sehr emotionale Stellen mit der Protagonistin geteilt habe, mich so in sie hineinversetzen konnte, dass ich alles um mich herum vergessen habe. Und das hatte ich auf diese Weise wirklich noch nicht so oft erlebt.

Der flüssige Schreibstil der Autorin trägt noch dazu bei, dass man schnell in der Geschichte voranschreitet. Es gibt ruhige Momente, die man gemütlich liest und schockierende Momente, die dazu verleiten, nahezu hektisch weiter zu lesen.

Weiterhin ist die Sprache sehr modern, was die ganze Geschichte noch näher an den Leser bringt. Es werden beispielsweise Floskeln benutzt und teilweise englische Wörter eingeworfen, wie das eben junge Menschen heutzutage machen und das macht die Geschichte wirklich authentisch.

Fazit: Searching Lucy ist ein Buch mit eher düsterer, oft melancholischer Stimmung. Die Protagonistin hat hart mit den Verlusten in der Familie zu kämpfen, ist jedoch nicht bereit aufzugeben. Die Gefühle und Emotionen werden von der Autorin so unfassbar gut rübergebracht, dass es immer wieder Momente gab, bei denen ich selbst ein paar Tränen in den Augen hatte. Die ganze Story baut sich nach und nach auf, ist zu keinem Zeitpunkt langweilig und hat mich dazu verleitet, das gesamte Buch an einem Stück zu lesen.

Wirklich eine atemberaubend gute Geschichte.
Profile Image for Sandra.
541 reviews10 followers
May 18, 2022
Rating: 3,5 Sterne

Ambers Vater und Ihre Schwester sind verschwunden. Da die Polizei nicht so richtig weiterkommt entschliesst Amber auf eigene Faust zu ermitteln und bricht in die Haeuser aus Ihrem Umfeld ein um dort vielleicht Ihre Schwester zu finden.

Ich habe erstmal eine Weile gebraucht um mich an die Sprache zu gewoehnen und haette nach 75 Seiten fast abgebrochen, dieses staendige "Alter" und diese Jugendsprache ging mir schon ganz schoen auf den Nerv, redet wirklich jeder so heutzutage? Das mag ich ehrlich gesagt nicht so ganz glauben.

Das Buch ist eigentlich mehr Drama wie Thriller. Ich fand diese Verzweiflung von Amber aber auch von Ihrer Mutter und Ihrem kleinen Bruder sehr gut beschrieben. Man konnte das richtig gut nachvollziehen. Einige Stellen im Buch fand ich auch sehr schoen erzaehlt und schon fast etwas poetisch. Das Buch wurde auch immer spannender. Die zarte Liebesgeschichte, die sich am Rande entwickelt fand ich auch sehr schoen. Das Ende ganz am Schluss mit dem Satz haette es meiner Ansicht nach nicht gebraucht. Aber alles in allem war ich doch ganz froh, dass ich an dem Buch drangeblieben bin.
322 reviews
April 22, 2021
Gelungene Mischung aus Jugendthriller und Sozialdrama.
Von Anfang an wird Spannung aufgebaut, so dass ich das Buch am Ende nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Dabei ist der Kriminalfall, auch gerade wegen seiner Auflösung, nichts Besonderes. Was ihn aber von anderen Jugendthrillern abhebt, ist die Tatsache, dass Lucys Schwester versucht, sie und ihren Vater zu finden, indem sie bei Leuten, mit denen sie auch nur eine oberflächliche Verbindung hatten, einbricht. Das ist nicht nur spannend, sondern gewährt vielfältige Einblicke in Ambers Psyche. Gleichzeitig muss sie mit ansehen, wie ihre Familie immer mehr zerfällt. Die Auswirkungen auf ihre Mutter und ihren kleinen Bruder werden sehr glaubhaft dargestellt und nicht nur in diesem Zusammenhang werden menschliche Abgründe deutlich, sondern noch an einigen anderen Stellen in dem vermeintlich idyllischen Ort.
169 reviews1 follower
April 1, 2021
3.5 Sterne

"Searching Lucy" dreht sich um die 17-jährige Amber, deren Vater und Schwester in einem Abstand von einem Monat beide spurlos verschwunden sind. In einem verzweifelten Versuch, sie zu finden, beginnt Amber, in Häuser einzubrechen, wobei sie Sachen herausfindet, von denen sie nie eine Ahnung hatte.

Das erste, was mir an dem Buch aufgefallen ist, war der Schreibstil. Ich lese selten ein Buch, dem der Versuch, Jugendsprache einzubauen, nicht missglückt. Hier aber findet sich eine wunderbare Mischung von sehr realistischem Slang mit dem sonst einfachen, aber deskriptiven und präzisen Stil des Buches. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass die Geschichte von einer 17-jährigen aus 2020 erzählt wurde!

Zu der 17-jährigen: Amber war eine hervorragende Protagonistin. Intelligent, einfühlsam, aber auch sehr stark und selbstbewusst. Auch die Chemie mit den Nebencharakteren hat immer gestimmt, allen voran mit dem eher sensiblen und in sich gekehrten Jamie.

Während die eigentliche Handlung des Buches natürlich Ambers verzweifelte Suche nach ihrer Zwillingsschwester ist, ist das prinzipielle Thema des Buches ganz klar Trauer, Schmerz, Trauma und wie verschiedene Menschen damit umgehen. Hierbei wird auch nicht davor weggescheut, die sehr dunklen Momente zu zeigen, zu denen Schmerz führen kann. Aus diesem Grund finde ich auch die Altersfreigabe ab 13 nicht ganz passend, ich würde dieses Buch frühestens ab 15 freigeben, da Themen wie Kindesmissbrauch, Selbstverletzung und Drogenabhängigkeit stark behandlet werden.

Die Einbrüche selber waren ein großer - und für mich der beste - Teil des Buches. Nicht nur war es evident, dass die Autorin sich sehr gut informiert hatte, weswegen Ambers Routine sehr authentisch und spannend rüberkommt, sondern war auch der Inhalt dieser Szenen immer gut. Man bekommt einen sehr intimen, echten Einblick in die Leben verschiedenster Menschen.

Das Ende ist dafür leider nicht so gut gelungen. Während der Rest des Buches eher eine triste, bedrückende, aber sehr einfühlsame und berührtende Athmosphäre hat, änder sich der Ton in den letzten zwei Kapiteln drastisch. Es schien mir fast so, als hätte man all die Action-Szenen, die so ein Thriller enthaltent sollte, einfach in das Ende gesteckt, was sehr plötzlich kommt. Auch war die Auflösung im Vergleich zu dem spannenden Aufbau etwas enttäuschend und ohne großen Überraschungseffekt. Trotzdem war es ein tolles Buch, das sich mit wichtigen Themen auf eine sehr zugängliche Weise beschäfigt.
Profile Image for Kristina Pfuertner.
4 reviews
April 12, 2021
Searching Lucy ist ein ausgesprochen atmosphaerischer Jugend-Thriller, der von Beginn bis Ende spannend unterhaelt.

Die Protagonistin, Amber, erinnert zuweilen an Larsson's Lisbeth Salander, weil sie auf ihrer Suche nach Vater und Schwester alleine ihr (nicht immer legales) Ding durchzieht und auf Menschen, die sich ihr naehern wollen, misstrauisch und abwehrend reagiert. Das tut weder dem Charakter noch dem Spannungbogen einen Abbruch - ganz im Gegenteil. Christina Stein hat es geschafft, eine Momentaufnahme junger Menschen in Extremsituationen zwischen Kindheit und Erwachsensein festzuhalten, deren Emotionen noch lange nach der letzten gelesenen Seite nachhallen.
Profile Image for Lavendel KnowsBest.
392 reviews4 followers
March 23, 2021
Amber bricht in Häuser ein. Die in ihrer Nachbarschaft. Denn Amber sucht ihre Zwillingsschwester Lucy. Diese verschwand spurlos, genauso wie ihr Vater kurz zuvor. Amber gibt im Gegensatz zur Polizei die Suche nicht auf und entdeckt vor allem die dunklen Geheimnisse ihrer Nachbarn.

Ich hatte mal wieder so richtig Lust auf einen Thriller. Und diese lese ich bekanntlich ja, wenn mich Cover und Klappentext faszinieren und das war hier sofort der Fall.

Wir lernen Amber bei einem Einbruch kennen, bei dem nicht alles gut geht und sie beinahe erwischt wird. Doch das hält die 17-Jährige nicht auf. Sie ist mutig, aber manchmal zu übermütig, denn teilweise stürzt sie sich kopflos in ihre Aktionen und gerät dabei in Schwierigkeiten. Amber hat es echt nicht leicht, ihre Familie ist nach dem Verschwinden ihres Vaters und der Schwester total zerrüttet. Ambers Mutter hat sich komplett dem Alkohol verschrieben und so muss sie allein für ihren kleinen Bruder da sein und den Haushalt schmeißen.

Ich fand es total spannend und faszinierend, dass Amber in fremde Häuser einsteigt und somit das Leben der Besitzer erkundet. Dabei entdeckt sie auch ihre Geheimnisse und menschliche Abgründe. Ob sie dabei auch eine Spur zu ihrem Vater und Lucy findet?

Die Auflösung darum hat mich allerdings nicht komplett abgeholt. Irgendwie war es auch nur die einzige Möglichkeit, so oft wie es angeteasert wurde. Da hat mir die nötige Spannung und der Überraschungsmoment für einen Thriller gefehlt.

Dafür besaß die Geschichte genügend menschliche Abgründe. Die Charaktere erscheinen aufgrund ihrer Schicksale sehr düster und man braucht definitiv ein dickes Fell um es mit all dem aufzunehmen.

Der Jugendthriller "Searching Lucy" von Christina Stein deckt mit einer interessanten Thematik viele menschliche Abgründe auf, die schwer auf der Geschichte wiegen. Dabei kam der Spannungsaufbau ein wenig zu kurz. Ich hätte mir einen unerwarteten Plottwist gewünscht, dann wäre die Suche nach Lucy ein richtiges Highlight geworden.
Profile Image for Podcast bücherreich.
882 reviews10 followers
March 27, 2021
Ich fand das Buch ziemlich wortgewaltig: hier wird die aktuelle Jugendsprache gut aufgegriffen und viele aktuelle Problemsituationen wie Missbrauch von Kindern, Ritzen, Alkoholismus oder Drogenabhängigkeit aufgegriffen.
Gepaart mit Ambers spannender Suche nach ihrer Schwester und der Kürze des Buchs entsteht eine totale Sogwirkung, die einen in wenigen Tagen durch das Buch fliegen lässt.
186 reviews
May 25, 2025
—Definitely not a thriller, and there wasn’t a trace of suspense either!—

Amber’s twin sister and father have vanished without a trace, and she breaks into houses to search for them. The distant and mysterious Jamie, who harbors a secret of his own, suddenly offers to help—neither of them is willing to accept that the two could have simply disappeared.

The cover is well done for a thriller: everything is in black and white except for the red coat worn by the girl standing in the center. It creates just the right eerie atmosphere, and together with the blurb, it definitely makes you want to pick up the book. But in the end, I was disappointed almost across the board. One of the few things I liked was the writing style—it was typical of a young adult novel. We get Amber’s thoughts and emotions, and those were conveyed quite intensely. However, the overuse of slang and frequent curse words really dragged everything down. Even without all that, the emotional turmoil and the occasional surprises were clear, but I got the sense that the authors believe all teenagers talk this way—which might be true to some extent—but in a thriller, it should be kept in check.

The protagonist’s emotions were placed very much at the center, and that’s actually the only aspect I genuinely appreciated. I could understand her grief and anger—after all, it’s one of the most devastating things when family members disappear without a trace, especially a twin sister, with whom you’re supposed to share an especially deep connection. Though to be honest, I got the impression that they weren’t that close and didn’t do much together, which made Amber’s overwhelming despair seem a bit less convincing. Still, Amber doesn’t give up, and I admire her hope and inner strength—even though she cries quite often, which is entirely understandable. What affected me most was the broken family dynamic: her mother is constantly drunk and doesn’t care about anything. Of course, she’s also hurting from the loss, but completely checking out and abandoning her youngest child is simply unacceptable. That’s another reason I felt sorry for Amber—she has to manage the whole house and take care of her little brother, all while battling her own issues.

That’s why I could, to some extent, understand the break-ins: part of her craves the adrenaline, and part of her is simply desperate to find Lucy. But in many cases, breaking in makes no sense—even though it doesn’t necessarily make the story boring. My biggest problem, however, is that after so many successful and carefully planned break-ins, she suddenly starts getting caught or having to hide just in time. It feels scripted and unrealistic. Every time she’s in a house now, someone conveniently walks in—and over time, this repetitive pattern drains all the tension from the story.

The initially intriguing and mysterious Jamie reintroduces some suspense and curiosity midway through the book. He’s a kind guy carrying his own emotional baggage, but the way he opens up about a deeply painful topic almost immediately is once again unrealistic. Then, out of the blue, he wants to help Amber break into houses and find Lucy. The two damaged characters fit together well, and I do wish them the best—but in a thriller, that dynamic doesn’t really belong. As the story progresses, the same thing keeps happening: break-in, hide, close escape, repeat. They don’t even uncover anything new—they just break into any house that seems vaguely suspicious, with no real plan or solid leads. So, while the premise has potential, the execution—without exaggeration—is abysmal. There’s no suspense, nothing scary happens, and the entire novel is built on emotion, but nothing more. Only at the very end does the tension briefly pick up. Unfortunately, I was hoping for a compelling conclusion—but again, it didn’t deliver. The ending was like so many others: the protagonists escape at the last second from someone they never suspected. It couldn’t have been more boring or clichéd. And to make matters worse, the reason for the disappearance was neither logical nor satisfying. It felt like the author just picked a random character and gave them a half-baked motive so they could wrap things up.

All in all, this book doesn’t belong in the thriller genre. None of the typical thriller elements were present. It’s a mediocre in-between read—one you shouldn’t expect too much from, or perhaps skip altogether. Maybe others enjoyed it more.
Profile Image for Anja.
425 reviews3 followers
April 25, 2021
Ambers Welt ist auseinandergebrochen. Nicht nur dass ihr Vater vor ein paar Monaten spurlos verschwunden ist, nun ist auch ihre Zwillingsschwester Lucy vom Erdboden verschwunden. Vollkommen orientierungslos verharrt die kleine Familie nun und leidet leise vor sich hin. Ambers Mutter flüchtet sich in den Alkohol und ihr kleiner Bruder Tom versucht mit einem Lächeln alles zu vergessen. Doch Amber kann nichts vergessen. Sie will ihre Schwester wiederfinden. Dafür ist sie bereit zu kämpfen. Jede Nacht bricht sie in die Häuser und Wohnungen der Nachbarschaft ein und kundet diese aus. Sie ist sich sicher, dass Lucy noch lebt und irgendwo gefangen gehalten wird. Dabei begibt sich Amber unweigerlich in Gefahr, doch findet sie dabei auch eine neue Liebe. Alles nicht so einfach, aber kann es für Amber ein glückliches Ende nehmen?

Schriftstellerin Christina Stein hat bereits vor einigen Jahren mit dem Werk „Wonderland“ viel Aufmerksamkeit erregt. Schon damals hat sie einen aufregenden und mitreißenden Jugendthriller kreiert, der einfach zum Weiterlesen animiert hat. Ist ihr das mit dem Werk „Searching Lucy“ auch gelungen?

Die Geschichte wird aus Ambers Perspektive erzählt und lässt so den Leser wunderbar in die Gefühle und Gedanken der 17-jährigen Schülerin eintauchen.

Amber ist eine mutige Person, die allerdings nach dem Verschwinden ihres Vaters einige Zeit gebraucht hat, um wieder festen Boden unter den Füßen zu gelangen. Eine ganze Zeit lang hat sie sich mit den falschen Personen abgegeben, was heute stark an ihren Gefühlen nagt. Sie spürt einfach, dass Lucy noch lebt und Hilfe braucht. Vielleicht ist genau das der Motivator, der sie antreibt und sie stark macht. In jedem Fall ist sie eine junge Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und stets einen trockenen Spruch auf den Lippen hat.

Christina Stein baut die Handlung der logisch und nachvollziehbar auf. Der Einstieg in die Geschichte verläuft ganz einfach und bereits nach wenigen Seiten kann sich der Leser ideal auf die Erlebnisse einstellen. Dazu verwendet die Autorin eine sehr moderne und lebendige Sprache, die den Jugendlichen aus der heutigen Zeit entspricht. Dadurch wirkt das Gesamtwerk glaubwürdig und authentisch. Zusätzlich wird durch spannende Elemente der Suchtfaktor hochgehalten, denn bis zum Schluss muss der Leser um Lucy mitbangen und weiß nicht, wo sich das Mädchen aufhält. Ist sie bereits tot oder tatsächlich gefangen? Oder ist sie vielleicht einfach geflüchtet? Der Leser kann sich hier perfekt eigene Gedanken über Lucys Aufenthaltsort machen und gemeinsam mit Amber rätseln.



Spannend, aufregend und wunderbar mitreißend!

Mein persönliches Fazit:

Das ist mal wieder so ein Werk, wo ich eigentlich nur kurz reinlesen wollte und es dann doch wieder in einem Schwung verschlungen habe. Herrlich, denn die Geschichte ist so aufregend und ergreifend, dass ich sofort zu Amber einen Draht entwickelt habe. Sie ist so stark und mutig, insbesondere wenn ich die häuslichen Umstände betrachte, dass ich mit ihr mitgelitten und gefiebert habe.

Aufgepeppt wird die Handlung durch eine zarte Liebesgeschichte, die absolut passend und harmonisch in die Hauptgeschichte integriert ist. Alles wirkt stimmig und authentisch. Hier ist Christina Stein mal wieder ein Buch gelungen, dass noch viele Leser begeistern wird.

Also insgesamt kann ich den Thriller nur empfehlen. Wer sich auf die Geschichte einlässt, wird mit einer starken Protagonistin, einer dramatischen und gefühlvollen Handlung und einem interessanten und gut durchdachten Setting belohnt. Alles in allem Top – ein Werk, das ich bestimmt noch einmal lesen werde. TOP!

Profile Image for Vi ~ Inkvotary.
675 reviews32 followers
May 23, 2021
Amber is desperate to find her twin sister Lucy. Only weeks after her father disappeared her sister didn´t come home either and Amber knows that she is out there somewhere, waiting to be found. But the police are doing nothing, at least that´s what Amber believes. So why not go and watch her next-door neighbors and walk around their houses? Her sister must be somewhere.

This thriller is written in a fast youthful language and shows in often very dark scenes the pain and grief of a mother and her two children who deal in very different ways with the disappearance of their father/ husband and sister/ daughter. I was intrigued by how Amber, Lucy´s twin sister, dealt with the loss of her father and what she did to listen to her instinct. Her instincts were one of the best things in the book.

What I didn´t like was the way this book ended. After about three quarters of the story, the author suddenly not only changed her way of telling things, but also gave the thriller a completely different dynamic. All the wonderful build-up of tension that the author had been using up until then was gone. Not only did the author spend more than half of her book showing the reader how a teenager looks for answers when life changes from wonderful to sheer darkness in a matter of seconds. She also ruined it all within a few sentences. A previously highly exciting search was solved on just a few pages in a banal, almost ridiculous way and the reader was presented with a resolution of the events that could not have been more boring and unpretentious. I don´t even want to talk about the logic error at the very end. It´s a shame, but what was a straight five-star rating for me until then was only a four from then on. And that´s only thanks to the great main character.

The sudden whoop shouldn´t have been. The author gambled away a lot there. Completely unnecessarily playful. It´s a shame, just a shame.

Amber is a typical teenager if you ignore the fact that she walks around strange houses in search of her missing sister. For Amber, life has taken a bad turn, and nothing is as it used to be. With her mother becoming more and more addicted to alcohol, and a scared little brother, she is forced to take on the role of a mother and take care of everything. Not easy, when you are grieving yourself and not familiar with the pain and fears that come along when a family breaks apart due to a sudden tragedy.

I was very intrigued by how Amber was coping with her new situation. How she tried to keep the rest of what´s left together.

This is a solid thriller with no surprises or twists whatsoever. If you are looking for a fast read, with some thriller elements and a great teenage protagonist, this is your book.
Profile Image for feder_magie.
818 reviews13 followers
May 18, 2021
Wie weit würdet ihr gehen, um eure vermisste Zwillingsschwester zu finden?

Es handelt sich bei „Searching Lucy“ um einen Jugendthriller und ich entspreche nicht unbedingt der Zielgruppe.

Die Sprache ist auch sehr jugendlich gehalten und trifft für mich genau den Ausdruck, den man bei unseren Jugendlich aktuell hört. Oft auch vulgärer Art, aber durchaus realistisch. Ich meine, wir waren alle mal in der Pubertät und ich glaube wir alle sind mit Jugendsprache konfrontiert worden, ob wir sie selbst genutzt haben oder nicht.

Die Charaktere haben eine sehr große Tiefe. Besonders Amber und ihre Mutter zeigen, was Verlust in einer Familie bedeuten kann.
Amber muss innerhalb kürzester Zeit erwachsen werden und die Dinge tun, die eigentlich ihre Eltern machen würden.
Ich fand sie sehr bewundernswert.

Die Haupthandlung an sich, also die Suche nach Lucy, schreitet gemächlich voran. Es kommen immer mehr Hinweise ans Licht, aber das Ende kommt dann doch recht unerwartet.

Die Geschichte spielt in Deutschland, man sollte sich von den englischen Namen da nicht irritieren lassen. Ich persönlich finde es immer etwas komisch, aber englische Namen sind in meiner Generation einfach in Deutschland damals nicht angesagt gewesen. Heutzutage umso mehr.

Die Geschichte wird nicht künstlich aufgebauscht und ist nicht sehr detailreich geschildert. Das wichtigste wird auf den Punkt gebracht, aber es gibt sprachlich für mich ein paar tolle Highlights und Vergleiche, die mir wirklich gut gefallen haben.

Ich glaube es ist ein interessanter Jugendthriller für die entsprechende Zielgruppe.
335 reviews2 followers
May 19, 2021
Das Buch ist aus der Sicht von Amber geschrieben. Kurz nachdem ihr Vater verschwunden ist, verschwindet ihre Schwester und sie macht sich auf die Suche. Obwohl ich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre fand ich das Buch richtig gut. Es war spannend und man hat mit Amber mitgefiebert. Besonders beeindruckt hat mich die Schilderung ihrer Gefühlswelt, denn die Situation in der verbliebenen Familie kann man sich sicher vorstellen. Sie kämpft sich durch und gibt nicht auf, versucht dass das Leben irgendwie funktioniert. Die Polizei ist dabei nicht besonders hilfreich und so lässt sie sich auch auf gefährliche Situationen ein. Das Hintergrundwissen, das eingestreut wird fand ich sehr spannend und interessant. Amber als Hauptfigur mit ihren Nöten und Sorgen fand ich sehr sympathisch und gut ausgearbeitet, auch wenn ich nicht mit allen ihren Aktionen einverstanden war, konnte ich sie dennoch nachvollziehen. Eine klitzekleine Länge hatte das Buch zwischendrin, aber gerade als ich dachte jetzt muss was geschehen, nahm das Buch eine Wendung und wurde zum Ende hin richtig fesselnd und ich konnte es kaum noch weglegen. Ein sehr guter Jugendthriller, der sowohl vom Sprachstil, Thematik und Spannungslevel sehr gut funktioniert und das auch für mich als Erwachsene.
Profile Image for Lisa_V.
738 reviews3 followers
May 31, 2021
Was geschah mit Lucy?

„Searching Lucy“ ist ein wirklich fesselndes Jugendbuch der Autorin Christina Stein. Eins möchte ich gleich vorweg sagen, für einen richtigen Thriller fehlte in meinen Augen ein wenig die Spannung bzw. ein erkennbarer Spannungsbogen. Dafür punktet das Buch richtig mit seiner psychologisch durchdachten Handlung und authentischen Charakteren. Auch der Schreibstil liest sich super gut und ich flog nur so durch die Seiten. Die sprachlichen Besonderheiten bzw. die verwendeten jugendsprachlichen Abkürzungen und Begriffe, passen gut in den Text und zur jungen Protagonistin, irritierten mich aber gelegentlich. So hebt sich das Buch doch deutlich von Erwachsenenliteratur und anderen Thrillern ab. Besonders gut gefiel mir die Hauptprotagonistin Amber, welche ganz unkonventionell die Suche nach ihrer verschwunden Schwester Lucy, selbst in die Hand nimmt und dabei auch vor Einbrüchen nicht zurück schreckt. Ihre Verzweiflung und auch die Reaktionen und Verhaltensweisen der Familie wirkten sehr real, der Schmerz war richtig greifbar. Mein Fazit: Gerne vergebe ich gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle Leser*innen von spannenden Kriminalgeschichten.
580 reviews4 followers
June 20, 2021
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es passt auch ausgezeichnet zum Genre und spiegelt die kalte, traurige, verzweifelte Stimmung im Buch wider.
Der Schreibstil war für mich sehr locker und flüssig zu lesen, aber auch durchaus sehr spannend. Das Buch konnte mich sehr gut fesseln und ein Beiseitelegen war nur schwer möglich.
Unsere Hauptprotagonistin Amber sucht ihre Zwillingsschwester Lucy und ihren Vater, beide sind einfach spurlos verschwunden. Sie nimmt ihr Umfeld unter die Lupe und bricht auf der Suche nach ihrer Schwester auch in etliche Häuser ein.
Amber war mir von Beginn an sehr sympathisch und ich konnte die Geschichte super mit ihr miterleben. Man konnte ihre Verzweiflung und Hilflosigkeit sehr gut fühlen, sowie auch dann die Schmetterlinge in ihrem Bauch. Oft musste ich beim Lesen sprichwörtlich die Luft anhalten, da die Szenen so spannend waren. Die Autorin konnte diese Spannung auch bis zum Schluss aufrechterhalten.
Ich kann das Buch wirklich empfehlen und vergebe für diesen Jugendthriller gerne 5 von 5 Sterne.
277 reviews
July 20, 2023
Amber sucht erst nach ihrem Vater und dann nach ihrer Schwester. Beide verschwinden im Abstand von wenigen Wochen spurlos. Die Polizei tappt völlig im Dunkeln. Daher begibt sich Amber auf die Suche nach ihrer Zwillingsschwester. Denn sie spürt, dass sie noch lebt und irgendwo da draußen ist. Zuhause droht ebenfalls alles zu entgleiten. Ihre Mutter ist nicht mehr sie selbst und Amber muss sich alleine um ihren Bruder kümmern. 

Eine düstere Geschichte mit wenigen positiven Lichtblicken. Selbst ihre neue Liebe kann diese tiefen Schatten nicht aufhellen. Ambers Suche scheint aussichtslos. Am Ende hat man die Thrillerelemente mit der das Buch auf dem Cover prahlt. Es tun sich noch tiefere Abgründe auf. 

Amber musste mit 17 Jahren schnell erwachsen werden und viel Verantwortung übernehmen. Dabei sehnt sie sich vor allem nach einer starken Schulter zum Anlehnen und nach Liebe. 

Die Geschichte liest sich schnell. Trotzdem zieht sich das Handeln von Amber und ihre Aussichtslosigkeit etwas. Vor allem, da die Stimmung sehr düster ist.
6 reviews
September 25, 2022
,,Searching Lucy" von Christina Stein ist ein Thriller und erzählt von zwei vermissten Personen, die von der jungen Amber gesucht werden. Dabei handelt es sich um ihren Vater und ihre Zwillingsschwester Lucy.

Neben berührenden Passagen, die einem zum Nachdenken bringen. Gibt es auch Stellen, an denen man sehr viel lachen kann. Christina Stein hat zudem sehr gut, an den richtigen Stellen, die Jugendsprache zum Vorschein gebracht. In die Gefühle von Amber konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Auch den familiären Zustand konnte ich sehr gut verstehen und mir alles genau vorstellen. Wobei ich mir erhofft habe, etwas mehr über Jamie herauszufinden und seine Geschichte zu entdecken.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass Christina Stein mit ,,Searching Lucy" einen sehr guten Thriller für Jugendliche geschrieben hat. Weshalb ich dieses Buch auch sehr weiterempfehlen kann!
Profile Image for Petra.
36 reviews
March 21, 2025
Der Schreibstil von Christina Stein hat mir wunderbar gefallen und ich freue mich auf weitere Bücher von ihr.
Profile Image for Read.And.Create.
329 reviews
May 11, 2022
"Niemand kann einfach so verschwinden."

Dieses Buch ist kein klassischer Thriller, es gibt kaum Blut oder ähnliches - dafür aber viel Jugendsprache. Und das ist total ok und authentisch für diese Geschichte. Die Hauptprotagonistin ist ein unglaublich starkes Mädchen, die schlagartig erwachsen werden musste, verzweifelt versucht ihre Mutter und den kleinen Bruder aufzufangen und nebenher ihren Vater und ihre Schwester sucht.

Es ist schnell und einfach gelesen. An die Jugendsprache hatte ich mich nach den ersten Kapiteln gewöhnt. Die Autorin hat es geschafft den Schmerz, die Angst und die Sehnsucht gut zu beschreiben und in diese traurige Geschichte einen tollen Anker für Amber zu integrieren. Ein Pageturner war es für mich zwar nicht, aber eine gute Geschichte die Nachhallt.
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