Immer mehr Männer können keine Kinder zeugen, doch kaum einer spricht darüber. Der Journalist Benedikt Schwan ist 41, als er feststellt, dass er unfruchtbar ist. Mit ungewöhnlich großer Offenheit schildert er, was der unerfüllte Kinderwunsch für ihn, seine Männlichkeit und seine Beziehung bedeutet. Die Auseinandersetzung mit der Diagnose Unfruchtbarkeit bringt Schwan an seine emotionalen Grenzen. Doch er Sie betrifft nicht ihn allein. Dass immer mehr Menschen sich ein Kind wünschen, aber keines bekommen können, ist auch ein gesellschaftliches Problem. Schwan begibt sich auf eine lange, abenteuerliche Reise, um herauszufinden, ob er vielleicht doch noch Vater werden kann. Er trifft unter anderem einen israelischen Wissenschaftler, der die Gründe der Unfruchtbarkeitsepidemie untersucht, den kinderreichsten Vater Nordamerikas und einen jungen Mann in Japan, der seine traditionelle männliche Rolle ganz aufgegeben hat. Schwans Bericht ist berührend und tröstend – und zugleich ein Aufruf, das Thema männliche Unfruchtbarkeit endlich aus der Tabuzone zu holen.»Ein beeindruckend mutiges und aufschlussreiches Dokument, das persönlich Anteil nehmen lässt und thematisch aufklärt. Benedikt Schwan schreibt gegen ein Stigma an und findet Worte, wo die meisten schweigen.« Psychologin und Bestsellerautorin Stefanie Stahl
Eine angenehm geschriebene Tour durch die Welt von Vaterschaft aus der Perspektive eines Mannes, der zumindest nur sehr schwer Vater werden kann. Es gibt einem keinen Leitfaden, was man machen kann, sondern beleuchtet die Idee „Vater“ von vielen Seiten: gesellschaftlich, persönlich, medizinisch. Es geht darum, wer die Fruchtbarkeitsprobleme beim Mann untersucht, was diese Menschen sich dabei denken und wie sie selbst ticken. Es geht darum, was ein Mann mit fast 100 Kindern über Vaterschaft denkt , darum wie andere Gesellschaften lockerer mit dem Kinderkriegen umgehen oder wie Gesellschaften mit extrem niedriger Fruchtbarkeit aussehen. Wirklich ein spannendes und angenehmes Buch. Den 5. Stern gibt es nur nicht, da mir manchmal die Tiefe fehlte.
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