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„Entweder die Tapete verschwindet oder ich!“. Kuriose und mysteriöse Todesfälle berühmter Dichter – von Albert Camus bis Stefan Zweig

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Schriftsteller leben gefährlich: Einige erliegen ihrer Alkoholsucht (Joseph Roth) oder richten sich mit Drogen zugrunde (Klaus Mann), andere ereilt ein Unglück in Form eines herabstürzenden Astes (Ödön von Horváth). Viele versterben an unheilbaren Krankheiten wie Krebs (Heiner Müller) oder Aids (Hervé Guibert) oder werden Opfer von Gewaltverbrechen (Federico García Lorca). Nicht wenige scheiden freiwillig aus dem Leben; geben sich die Kugel (Ernest Hemingway) oder drehen den Gashahn auf (Sylvia Plath). Doch am Ende bleiben Fragen offen: Wo sind Schillers Gebeine? Hat der KGB das Auto, in dem Camus saß, manipuliert? Und wurde Tucholsky womöglich von einer Nazifeme vergiftet?Martin Schnick spürt den seltsamen Todesumständen nach und rekonstruiert die letzten Lebensstunden berühmter Literaten.

240 pages, Hardcover

Published October 12, 2020

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November 15, 2020
Martin Schnick ist Theaterregisseur, Werbetexter, Übersetzer. "Außergewöhnlich, tief-schwarz-humorig" heißt es, seien seine Inszenierungen und diese Attribute bestimmen auch sein pünktlich zum Totenmonat November erschienenes Buch, eine Art Exitus-Sammlung berühmter Schriftsteller mit dem nicht ganz glücklich gewählten Titel "Entweder die Tapete verschwindet oder ich" (übrigens Oscar Wilde als famous last words zugeschrieben).

Möglich, dass Regiearbeiten und die damit einhergehende Beschäftigung mit Werk und Dichter ihn dazu veranlasst haben, einen tieferen Blick zu werfen in Lebens- und vor allem Todesumstände diverser Literaten. Im Vorwort schreibt er: "Schriftsteller, so scheint es, leben gefährlich. Nicht wenige von ihnen scheiden früh aus dem Leben. So originell die Werke, so außergewöhnlich der Lebenslauf, so sonderbar sind in vielen Fällen ihre Todesumstände."

Ich glaube zwar nicht, dass Schriftsteller im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt gefährlicher leben oder früher sterben --- originell aber, das kann ich bestätigen, ist Martin Schnicks Totensammlung ganz unbedingt. Und sie bringt Licht in dunkle Zeiten, denn Schnick hat sorgfältig ausgewählt, er schreibt flott und gut - das liest sich wunderbar und gibt zudem Anregung, sich mit dem einen oder anderen Protagonisten in morte genauer zu beschäftigen.
Unbedingte Leseempfehlung für alle Literaturinteressierten!
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