Jubiläum: Der zehnte Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder – ein neuer Band der Kult-Thriller-Serie von Bestsellerautor Stephan Ludwig
Endlich! Hauptkommissar Claudius Zorn und seine Freundin, Oberstaatsanwältin Frieda Borck, sind zusammengezogen. Trautes Heim, Glück allein. Doch ein heikler Fall verlangt Frieda vor Gericht alles ab. Und auch Zorn und Schröder werden ins Landgericht gerufen, zur Leiche einer Frau, die seit drei Tagen in einer Toilettenkabine lag. Wie konnte ihr Tod so lange unbemerkt bleiben? In einem öffentlichen Gebäude? Noch dazu, da die Frau eine wichtige Zeugin in Friedas Prozess war?
Als sich die Anzeichen häufen, dass es sich entgegen der ersten Annahme nicht um eine natürliche Todesursache handelt, werden Zorn und Schröder hellhörig. Doch noch bevor sie die offizielle Ermittlung aufnehmen können, gerät Schröder in höchste Alarmbereitschaft: Zorn erleidet im Büro einen Krampfanfall und kommt unter Lebensgefahr ins Krankenhaus ...
Bereits die neun ersten Bände konnten mich begeistern, somit ist es keine Überraschung, dass mich auch dieser zehnte Band überzeugen konnte! Ich habe mich total gefreut, Zorn und Schröder "wiederzusehen". Hauptkommissar Zorn mit seiner brummigen Art, der aber einen weichen Kern hat. Und Schröder mit seinem trockenen Humor. Wie die beiden miteinander umgehen, kann mich alleine schon amüsieren, dann kommt natürlich noch der spannende Kriminalfall dazu. Beste Unterhaltung einfach!
Bei diesem Fall ist uns der Täter schon fast gleich zu Anfang bekannt, dafür sind sich weder das Ermittler-Duo noch wir selbst sicher, was das Motiv sein könnte. Mehrere Handlungsstränge, nicht nur eine Tote und eine schwere Blutvergiftung später kommen wir dem Motiv näher, aber erst fast zum Schluss bei einer völlig unerwarteten Wendung bleibt uns dann die Luft weg...
Nicht ganz Glaubwürdiges ist auch vorhanden, Humor und ein Schröder, der aus der Haut fährt und mit dem Ping-Pong-Dialog-Spiel mit Zorn ein bisschen dick aufträgt Hier wäre etwas weniger mehr gewesen.. Auch ein paar Längen sind vorhanden. Aber mir hat das etwas andere Hörbuch der Reihe wieder gefallen, und David Nathan hat erneut sein Können unter Beweis gestellt. Ich gebe 09/10 Punkte und freue mich auf den inzwischen erschienenen 11. Band.
Im Landgericht wird eine tote Zeugin entdeckt, die seit Tagen unbemerkt in einer Toilettenkabine lag. Die Frau sollte in einem Verfahren aussagen, das von Zorns Lebensgefährtin, Oberstaatsanwältin Frieda Borck, geführt wird. Für Zorn und Schröder beginnt damit der bereits zehnte gemeinsame Fall – Dienstjubiläum sozusagen.
"Zahltag" ist dabei weniger brutal und erschütternd als der teils heftige Vorgänger und wählt einen etwas anderen Ansatz. Hier wird der/die Mörder/in nämlich relativ früh enttarnt, was auf gewisse Weise leider etwas Spannung aus dem klassischen Miträtseln herausnimmt – die Frage nach dem „Warum“ hält den Plot jedoch bis zum Schluss interessant. Etwas unglaubwürdig wirkt allerdings, dass die Geschehnisse erneut eng mit dem persönlichen Umfeld der Hauptfiguren verknüpft sind – ein erzählerisches Muster der Reihe, das inzwischen etwas überstrapaziert wird.
Abgesehen davon gibt es die gewohnten Neckereien zwischen Zorn und Schröder, die zwar manchmal etwas albern wirken, aber dennoch amüsieren und natürlich auch den Charme der Serie ausmachen. Besonders gelungen ist wieder das Hörbuch, das erneut lebhaft von David Nathan gelesen wird, welcher die Figuren gekonnt zum Leben erweckt. Insgesamt ist der Jubiläumsband vielleicht nicht der intensivste, aber dennoch ein spannender und unterhaltsamer Zorn-Krimi, der auch im zehnten Band noch sehr gut funktioniert.
Wie bereits erwartet. Wieder gut zu lesen und schön den vertrauten Hauptfiguren zu begegnen. Auch unerwartete Wendungen haben mich gefesselt. Schon freue ich mich auf den nächsten Band.