Ella ist unzufrieden. Seit dem Umzug aufs Land ist ihr Leben total öde. Doch als ein paar Gänse sie die alte Rutsche im Garten hinunterjagen, ändert sich alles. Offenbar ist Ella eine halbe Stunde in der Zeit zurückgesprungen! Das ist ja fantastisch, denkt sie sich, und rutscht, was das Zeug hält. Bis sie bemerkt, wie sich immer mehr Dinge verändern. Als aus einem Hund ein Pferd wird und dann sogar Tiere verschwinden, beschließt Ella, dass sie dem Geheimnis der Rutsche auf den Grund gehen muss.
Meine Güte ist dieses Mädchen nervig Ella muss mit ihrem Vater, ihrer Stiefmutter und deren Tochter alias ihrer besten Freundin von München nach Norddeutschland ziehen. Kleinkotzing um genau zu sein und genauso findet sie das Ganze auch. Sie hasst einfach ALLES und jeden dort. Sie will sofort zurück nach München und das am besten schon vorgestern! 75% des Buches bestehen daraus, dass Ella nur am Jammern, Meckern und Rumheulen ist, weil sie zurück nach München und zu diesem Toni will. Das ist echt anstrengend. Da mag ich den krähenden Hahn doch deutlich lieber. Als sie die „magische“ Rutsche entdeckt, entwickelt sie einen Plan, der einfach nicht funktionieren kann, aber sie versucht es trotzdem. Die Schlaueste unter den Kindern dort ist sie nun leider auch nicht, als bleibt am Ende doch alles an Dodo hängen. Manchmal hat Ella tatsächlich zwar einen guten Einfall, aber die überwiegende Zeit ist sie nur anstrengend. An sich hat mir die Story ganz gut gefallen, aber Ella ging halt dreiviertel des Buches gar nicht und das ist schon wirklich nett ausgedrückt. Hoffen wir mal, dass es in Band zwei angenehmer wird.
"Ellas verrückt-verrutschtes Leben" hat mich sehr neugierig gemacht, da ich Zeitreisegeschichten sehr gerne mag und außerdem schon einige Bücher der Autorin gelesen habe.
Ella zieht mit ihrem Vater, ihrer Stiefmutter und ihrer Stiefschwester/besten Freundin aufs Land und ist davon überhaupt nicht begeistert. Als sie auf dem Hof eine Rutsche entdeckt und hinunterrutscht merkt sie, dass sie plötzlich eine halbe Stunde in die Vergangenheit gereist ist.
Ich fand die Geschichte rund um die Rutsche und Zeitreise sehr interessant und witzig. Man kann auch Ella gut verstehen, dass sie davon nicht genug bekommen kann und manche Dinge gerne rückgängig machen möchte. Doch bei jedem Zeitsprung verschwinden Dinge oder sind anders.
Die Idee war wie gesagt sehr interessant, aber teilweise hätte für meinen Geschmack ein bisschen mehr passieren und besonders zu Beginn wiederholt sich einiges immer wieder. Dennoch ist es eine unterhaltsame Geschichte für Kinder, in der auch Freundschaft, Zusammenhalt und Toleranz eine große Rolle spielen.
Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, eine Zeitmaschine zu haben, um damit in die Vergangenheit zu reisen und das ein oder andere im Leben vielleicht rückgängig zu machen? Ella hat dazu unverhofft die Möglichkeit bekommen, als sie eher durch einen unglücklichen Zufall die alte Rutsche in ihrem Garten hinunterrutscht. Die Zeitreise bietet Ella zwar neue Möglichkeiten, zeigt ihr aber gleichzeitig auch, dass es vielleicht nicht immer unbedingt besser gewesen wäre, wenn Situationen anders verlaufen wären. Denn mit jedem Rutsch, den Ella macht, verändern sich die Gegebenheiten. Tiere verschwinden, das Wetter ändert sich und selbst die Menschen in ihrem Umfeld reagieren plötzlich ganz anders vorher. Diesen Aspekt der Geschichte fand ich besonders spannend und auch pädagogisch sehr wertvoll, da es Kindern schön zeigt, dass es nicht immer alles einfach besser machen würde, wenn man vielleicht doofe Situationen, wie eine verhauene Klassenarbeit oder einen Streit, einfach zurückdrehen kann. Es zeigt den Lesenden viel mehr, dass auch negative Erfahrungen und Momente zu Leben dazugehören und enorm wichtig sind, um aus ihnen zu lernen und in der Zukunft anders zu agieren. Hier können die Kinder sich denke ich eine wichtige Botschaft mitnehmen.
Der Schreibstil der Autorin hat mir, insbesondere auch für die junge Zielgruppe, sehr gut gefallen. Die Geschichte ließ sich sehr einfach und flüssig lesen, und man hatte genügend Details und Beschreibungen, um sich alles sehr gut vorstellen zu können. Besonders den Hof, auf den Ella mit ihrer Familie gezogen ist, war für mich ein ganz toller Ort, an dem ich mich wohlgefühlt habe und der der Geschichte viele Handlungsmöglichkeiten eröffnet hat.
Mit Ella als Protagonistin musste ich mich persönlich erst ein wenig anfreunden, da sie mir über einen zu langen Zeitraum einfach zu griesgrämig und mies gelaunt war, sodass ich mir zeitweise gedacht habe, dass es doch jetzt auch mal gut sein muss. Das sehe ich vielleicht aber auch einfach nur mit meinen Erwachsenen-Augen so. Ich denke dass gerade Kinder, die bereits ähnliches erlebt haben wie Ella, sich sehr gut in sie hineinversetzen könnten. Die anderen Figuren, wie die Dorfbewohner und Ellas neue Familienmitglieder, haben mir hingegen auf Anhieb gut gefallen. Gerade auch, dass sich ihre Charakterzüge im Laufe der einzelnen Zeitverschiebungen verändert haben, fand ich sehr spannend. Die Handlung der Geschichte an sich fand ich ganz süß, vor allem weil es immer wieder einzelne kleine witzige Szenen gab, in denen unvorhersehbare Dinge passiert sind. Insgesamt hätte für mich da aber noch mehr passieren dürfen. Gerade zum Anfang wiederholten sich Situationen in ähnlicher Weise sodass es eine Weile gedauert hat, bis die Geschichte ins Rollen kam. Das Tempo war dann insgesamt eher gemächlich und es gab nicht sonderlich viele Spannungsmomente. Das fand ich schade, denn ich denke hier wäre auf jeden Fall Raum für ein turbulentes Abenteuer gewesen. Auch das Ende, sprich die Auflösung der Funktionsweise der Zeitreiserutsche, hat mich ehrlicherweise ein wenig enttäuscht, da die Erklärungen doch sehr schlicht und unspektakulär waren.
Mein Fazit: Wenn ihr eine niedliche, lustige und leicht zu lesende Zeitreise Geschichte sucht, dann seit ihr bei Ella und ihrer Zeitreiserutsch an der richtigen Adresse. Gerade jungen Lesenden wird diese Geschichte viel Spaß bereiten.
Ella zieht mit ihrer Familie durchs halbe Land auf einen Bauernhof. Als Großstadtkind hat sie Heimweh und möchte um jeden Preis zurück – nicht nur der alten Heimat wegen, sondern wegen Toni – ihre heimliche Liebe. Doch es gibt kein zurück. Oder doch? Eines Tages wird Ella und ihre beste Freundin Dodo, die gleichzeitig auch ihre Stiefschwester ist, von Gänsen zu einer Rutsche getrieben. Als die beiden rutschen, sind sie vor einmal 30 Minuten in die Vergangenheit gereist. Doch die Zeitreise hat ihren Preis. So verändert sich bei jedem Rutschen etwas – Menschen ändern sich, Tiere verschwinden oder ändern sich. Doch wie genau funktioniert die zeitreisende Rutsche? Ella und Dodo lüften das Geheimnis und begeben sich auf eine Reise durch die Zeit.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Man sieht Ella in einer Sanduhr. Auch die Federn, die eine große Rolle spielen, sind im Cover eingefangen. Ich mag Cover, die einen Bezug zur Geschichte haben und auch das Thema der Geschichte zeigen. Der Schreibstil ist einfach und kindgerecht. Das Buch lässt sich flüssig lesen und hält eine gute Portion Humor bereit. Die Schrift ist gerade auch für Erstleser schön groß. Auch die Zeichnungen zum Kapitelanfang sind ein wahrer Eyecatcher.
Ella und Dodo sind nicht nur die besten Freundinnen, sondern auch Stiefgeschwister, die durch dick und dünn gehen. Die Beiden mag ich sehr gerne. Vor allem auch, weil Ella und Dodo sehr unterschiedlich sind und die Beiden auch immer wieder diskutieren, weil sie unterschiedlicher Meinung sind. So wird es nie langweilig.
Ich liebe Geschichten rund um das Thema Zeitreise. Wenn ich selbst in der Zeit reisen könnte…ach wäre das schön. Aber leider habe ich keine Superkräfte. Die Geschichte mit der Rutsche und den Feder finde ich ziemlich clever und gelungen. Die Geschichte im Allgemeinen ist sehr unterhaltsam und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht.
Ich habe einen Kritikpunkt an der Geschichte. Mir hat eine kurze Erklärung gefehlt wie die Rutsche mit den Federn tatsächlich funktioniert und wie die unerwünschten Nebenwirkungen weggerutscht werden konnten. Das ging mir dann doch etwas zu schnell. Die beiden Mädchen hatten so viele Fragen zur Rutsche und die meisten Fragen sind schlichtweg unbeantwortet geblieben. Mich hätte auch interessiert, was der Vorbesitzer und seine Schwester damit zu tun hatten.
Ich finde die Message des Buches richtig toll. Jedes Ende kann auch ein Anfang sein. Ella gibt dem Ganzen doch eine Chance und erkennt, dass es gar nicht so schlecht auf dem Land ist.
Eine schöne Geschichte über den Neuanfang von Kindern nach dem Umzug.
Ella ist so richtig genervt, denn seit ihrem Spontanumzug aufs Land ist alles nur noch doof. Dabei sollte es doch so schön werden, immerhin hat ihr Vater die Mutter ihrer besten Freundin Dodo geheiratet und die beiden sind jetzt Stiefschwestern. Der Umzug aus der Großstadt nach Kleinkotzingen (japp) ist allerdings definitiv nicht das, was Ella sich unter ihrem neuen Leben vorgestellt hat. Das Dorfleben ist öde, der Hahn weckt sie viel zu früh und außerdem verpasst sie die angesagte Party ihres Schwarms. Und wäre das alles nicht schon schlimm genug, bekommen Ella und ihre Familie plötzlich Gänse geliefert, die nichts besseres zu tun haben, als Ella eine alte Rutsche im Garten hinunter zu jagen. Dieses Ereignis ändert alles, denn Ella rutscht 30 Minuten zurück in die Vergangenheit und schmiedet ab da den Plan ihren Umzug rutschend wieder rückgängig zu machen. Doch so einfach ist das nicht, denn jedes Mal, wenn Ella rutscht, verändert sich etwas. Erst werden aus den Gänsen Truthähne, dann aus einer Erbsensuppe Quiche und plötzlich fangen die Tiere an ganz zu verschwinden.
Klingt nach einem interessanten Buch für 10-12 jährige Leseeulen, oder? Finde ich auch. Der Schreibstil passt ebenfalls perfekt auf die Alterszielgruppe und ist locker, leicht und flüssig. Die Sätze und Kapitel haben eine angenehme Länge. Ich kann mir gut vorstellen, dass “Ellas verrückt-verrutschtes Leben” viele junge begeisterte Leser:innen haben wird.
Ich gehöre mit meinen 36 Jahren nicht mehr zur Zielgruppe und meine Tochter ist mit ihren viereinhalb Jahren noch etwas zu jung für das Buch, obwohl ich ihr stellenweise daraus vorlesen sollte. Normalerweise macht mir das bei Büchern nichts aus, denn ich lese gerne mal Kinder- und/oder Jugendbücher für die ich eigentlich zu alt bin und habe auch viel Spaß daran. Doch bei diesem Buch muss ich ehrlich zugeben, dass ich so genervt von Ella war, dass ich fast nicht mehr weitergelesen hätte. Die Hälfte des Buches ist Ella nur am motzen und mäkeln und total ichbezogen. Selbst Dodo geht sie mit ihrem Verhalten auf die Nerven. Denn im Gegensatz zu Ella kommt Dodo ganz wunderbar mit dem Umzug klar und ist auch viel reflektierter als ihre Stiefschwester. So ein “heftiger” Umzug ist in dem Alter natürlich nicht ganz so leicht wegzustecken, das verstehe ich durchaus, doch mein erwachsenes Ich hatte echt arge Schwierigkeiten mit Ellas Verhalten. Hier nehme ich an, dass Leser:innen der Zielgruppe weniger Schwierigkeiten haben und Ellas Probleme weitaus besser nachfühlen können, als ich es konnte.
Ansonsten ist die Geschichte wirklich interessant und gut aufgebaut. Eine neue Idee, die ich so noch nirgends entdeckt habe. Ich hätte gerne ein wenig mehr über die Hintergründe der Rutsche erfahren, doch dafür muss ich mich wahrscheinlich bis Band 2 der Dilogie gedulden. Ich hoffe, das in dem Band die offen gebliebenen Fragen beantwortet werden.
Fazit
Eine interessante und gut geschriebene Geschichte, die sicherlich viele begeisterte Leser:innen in der Alterszielgruppe finden wird. Dieses Mal war ich mit meinen 36 Jahren tatsächlich mal zu alt und daher leider vermehrt genervt von der Protagonistin, was mir ein wenig den Spaß am Lesen genommen hat. Die Idee des Buches ist (mir) neu und bietet viel Potenzial für spannende Lesestunden. Leser:innen ab 10 Jahren empfehle ich das Buch daher gerne.
Eine Zeitrutsche, ein Hahn und ganz viele Federn :D "Hinter dir die Zukunft, ungesehen und fremd, vor dir die Vergangenheit fest im Blick, drum Dreh dich um und schau nach vorn."
Ella sollte glücklich sein. Ihr Vater erfüllt sich zusammen mit seiner neuen Freundin Susi ihre Träume auf einem Bauernhof. Ihre beste Freundin Dodo ist gleichzeitig jetzt auch ihre Schwester geworden. Doch Ella trauert ihrem Leben in München, ihrem Schwarm Toni und seiner Party hinterher. Denn nach dem Umzug nach Kleinkotzing liegt ihr "altes" Leben über 700km entfernt. Doch auf dem Hof entdeckt sie eine Rutsche, mit der man durch die Zeit rutschen kann, zwar nur 30min aber so kann man immerhin Dinge in der Vergangenheit anders machen bzw. Peinlichkeiten vorbeugen. Die 30min reichen Ella jedoch nicht, sie will unbedingt soweit zurück rutschen bis sie wieder in ihrem Leben in München ist. Denn schließlich wartet da ja doch die Party von Toni, auf die sie sich so sehr gefreut hat. Das Rutschen in die Vergangenheit bringt jedoch Veränderungen mit sich, was sie und Dodo schnell erfahren/herausfinden. Es verschwinden Tiere oder sie werden durch andere ersetzt, die Stimmungen und Verhaltensweisen der Leute verändern sich. Also machen sich Ella und Dodo daran, das Rätsel im die Rutsche gemeinsam zu lösen und fangen in der Scheune vom alten Kamitziki an. In der Scheune finden sie ganz viele Traumfänger und jede Menge Federn. Wie das wohl alles mit der Rutsche zusammenhängt? Das müsst ihr selber herausfinden. Ich fand die Geschichte und die Handlung sehr gut und auch die Wendung von Ellas Verhalten hat mir gut gefallen und hat einen schönen Abschluss mit sich gebracht. Das Buch hat mich voll begeistert vor allem das Rätsel um die Rutsche. Deswegen kann ich es sehr empfehlen, es ist für jung und alt geschrieben. Der Schreibstil ist richtig klasse, sehr flüssig und auch mit sehr viel Humor, dass hat mir super gefallen. Ich freue mich schon auf Band 2.
Zum Buch: Ella könnte so glücklich sein, ihr Vater heiratet die Mutter ihrer besten Freundin. Nun ist Dodo nicht nur ihre Freundin sondern ihre Schwester. Wäre nur nicht der Umzug von München auf einen Bauernhof mitten in der Pampa. Am ersten Morgen kommt eine Lieferung mit Gänsen, vor denen flüchten Ella und Dodo auf eine Rutsche im Garten. Als sie runterrutschen ist die Zeit zurückgedreht. Ella ist begeistert und fasst den Plansplange zu rutschen, bis sie wieder in München sind ...
Meine Meinung: Ich mag magische Geschichten und vor allem Zeitreisegeschichten. Daher wollte ich es auch unbedingt lesen. Und es hat mich nicht enttäuscht. Eine spannende Geschichte, ein toller Schreibstil, sehr gut zu lesen. Mit Ella hat ich zwar zwischendurch manchmal ein kleines Problem, da sie sehr zickig war, aber zur Geschichte passt es. Eine Geschichte über Freundschaft und Familie, über Zusammenhalt und auch Vertrauen. Einfach großartig erzählt. Nicht nur für junge LeserInnen eine sehr schöne Unterhaltung. Absolut empfehlenswert.