Die Frage nach dem "Warum" hatte schon immer die Macht, ganze Nationen zugrunde zu richten – oder denjenigen, der sie stellt.
Unsere Zukunft erstrahlt in makellosem Glanz. Die Menschheit arbeitet darauf hin, einen Evolutionssprung zu machen. Wissenschaft, Industrie und Kunst verschmelzen zu einem Gesellschaftssystem, das alle Schwächen überwunden hat. Nicht zuletzt durch das Cybernet – die digitale Vernetzung der Emotionen. Kaja hat keine Kontrolle über sich. Sie leidet schon ihr ganzes Leben lang an massiven Gefühlsausbrüchen. Der Sturm dieser Emotionen löscht ihre kostbarsten Erinnerungen aus – ihr Selbst droht vernichtet zu werden. Als sie dadurch ihre Mitmenschen in Lebensgefahr bringt, beginnt sie in ihrer verblassten Vergangenheit zu graben, doch sie stößt auf eine eiserne Mauer des Schweigens. Einen Ausweg bergen womöglich die Tiefen des Cybernets. Um dort einzudringen, benötigt Kaja jedoch die Hilfe von Menschen, die sich gegen die Prinzipien der Gesellschaft auflehnen. Aber kann sie so jemandem überhaupt vertrauen? Auf ihrer Jagd nach Antworten offenbart sich schnell, dass manche Schleier vielleicht lieber ungelüftet bleiben sollten. Kann Kaja Erlösung finden oder wird sie an der Wahrheit endgültig zerbrechen?
Ein Roman, der erneut das Tor zur Welt von "Cyberempathy" aufstößt. Dieses SpinOff kann unabhängig vom Hauptroman gelesen werden.
Ein durchaus gutes Buch, das mir gefallen hat. Besonders das Ende hatte es in sich. Es war mehr oder weniger gut vorbereitet, aber die Botschaft! Hui! Viel passiert in diesen letzten 30 Seiten, aber gleichzeitig fühlt es sich nicht so an, als hätte es mehr Platz benötigt. Daumen hoch dafür, auch mit wenigen Seiten alles gut abzuschließen!
Einige Teile waren dafür auch nicht so gut. Es hat sich fast durchgehend so angefühlt, als würden Informationen künstlich zurückgehalten werden, um Spannung zu erzeugen, wo es nicht nötig wäre. Es wurde immer wieder von allen gesagt, dass das alles sehr gefährlich ist, aber... Warum genau? Was kommt auf die Charaktere zu, wenn es schief läuft? Was genau sind diese Direktoren? Letzteres erfahren wir dann noch, aber die Information hätte sehr viel früher eingebaut werden können. So wirkt es, als würden die Leute um Kaja sie blind in Situationen reinrennen lassen. Ihre Helfer wissen um Gefahren, die sie ihr nicht mitteilen, weil Baum. Okay, sie hätte auch mal genauer nachfragen können. Trotzdem, ich als Leser kann das nicht, und ich war verwirrt und mir der Risiken nicht bewusst. So war es schwierig für mich, in vielen Situationen mit den Charakteren zu bangen. Möglich wäre natürlich, dass diese Dinge im Hauptroman erklärt werden, den ich (noch) nicht gelesen habe. Aber es heißt, dieses Buch kann eigenständig gelesen werden. Also erwarte ich, dass solche Details dann auch ausreichend erklärt werden. Naja, es hat mich zwar etwas aus dem Lesefluss herausgerissen, im Großen und Ganzen hat es aber nicht allzu sehr gestört.
Auch gab es viele sehr interessante Denkansätze, die meiner Meinung nach jedoch manchmal etwas ungeschickt behandelt wurden. Mir war nicht immer ganz klar, worauf der Autor genau hinaus wollte, sodass ich manchmal etwas... überfordert war? Verwirrt? Aber ich liebe solche, in Ermangelung eines besseren Wortes, philosophischen Diskussionen. Da kann ich gerne mehr davon haben!
Mit „Cyberempathy“ traf E.F. v. Hainwald bei mir einen Nerv. Für mich war die Geschichte um Leon, den Erinnerungskonstrukteur, und sein Fall aus den höchsten Ebenen in die Unterstadt von Skyscrape ein Highlight. Die Welt, die der Autor in diesem Roman erschaffen hat, wollte mich nicht so recht loslassen – doch „Cyberempathy“ ist als Einzelband konzipiert und somit standen meine Hoffnungen auf eine Weiterführung der Geschichte gegen null. Von Hainwald zeigt nun doch Erbarmen mit seinen Lesern und hat mit „Emotiondancer“ ein Spin-off zu der ursprünglichen Story veröffentlich. Unumgänglich für mich, nicht sofort wieder nach Skyscrape aufzubrechen, um die Stadt und ihre Geschichten weiter zu entdecken.
Der erste Satz: – Ein warm-feuchtes Gefühl zwischen den Fingern ließ Kajas geschlossene Lider zucken. –
Draußen im Schorf, in einer kleinen Siedlung, bestreitet Kaja ihr Leben. Sie mag ihren Job und auch mit der Abgeschiedenheit hat sie sich arrangiert, wobei diese nicht ganz freiwillig gewählt ist. Kaja leidet unter extremen Anfällen, bei denen die freigesetzten negativen Gefühle so stark sind, dass sie durch die Übertragung des Cybernets eine Gefahr für ihre Mitmenschen darstellen. Für sie allerdings noch gravierender, ist der damit verbundene Verlust von Erinnerungen. Immer wieder stellt sie sich die Frage, wer sie einmal war und vor allem, ob sie sich selbst irgendwann vergessen wird. In Skyscrape hofft Kaja Antworten zu finden. Die geeinte Kraft aus Wissenschaft, Politik und Industrie steht schließlich für die atemberaubende Entwicklung der Menschheit. Ein Bild, das nach und nach zu bröckeln beginnt.
– »Sicherheit, Gleichheit, Einigkeit. Eine Gefangenschaft, ohne es zu bemerken, weil die Wände so weit entfernt sind, dass man sie nicht sehen kann. Und was man nicht sehen kann, ist für den einfachen Menschen nicht existent«, endete Zale mit nachdenklich gesenktem Blick. – (S. 166)
Obwohl die Thematik in „Emotiondancer“ eine andere ist, und sich Skyscrape seit der Geschichte in „Cyberempathy“ weiterentwickelt hat, war es für mich wie ein nach Hause kommen. Die Welten, die E.F. v. Hainwald mir als Leserin in seinen Büchern eröffnet, laden jedes Mal aufs Neue ein vollkommen darin abzutauchen. Es gilt viele kleine Details zu entdecken und sich über die Vorkommnisse seine eigenen Gedanken zu machen, sie kritisch zu reflektieren. So ist auch in „Emotiondancer“ nicht alles Gold was glänzt.
– »Manche Entscheidungen trifft man jeden Tag aufs Neue«, flüsterte … . »Ob man sein Leben von anderen bestimmen lässt, oder seinen Weg selbst wählt.« – (S. 186)
Gab es in „Cyberempathy“ noch dystopische Züge zu entdecken, setzt E.F. v. Hainwald hier in „Emotiondancer“ auf eine utopische Gesellschaftsform. Durch das Cybernet sind alle! Menschen über ihre Gefühle vernetzt. Es gibt keine Kriege, kein Leid, noch nicht einmal Gewalt, alle Institutionen ziehen an einem Strang für ein perfektes Miteinander. Ich selbst würde nicht so leben wollen, denn was sich so erstrebenswert liest hat einen bitteren Beigeschmack, der sich erst nach und nach erschließt. Die emotionale Vernetzung bietet ungeahnte Möglichkeiten für Regierungen und Konzerne das Leben der Menschen zu steuern, weswegen ich bei Kaja relativ schnell den Eindruck hatte, dass ihr Schicksal nicht dem Zufall geschuldet ist. Wie abhängig ihre Existenz allerdings vom Cybernet ist, hat mich richtiggehend schockiert. Gott sei Dank wurde ihr vom Autor mit Zale jemand zur Seite gestellt, der gegenüber dem vorherrschenden Perfektionismus in der Stadt eine kritische Haltung einnimmt. Er steht Kaja zur Seite, akzeptiert ihre Entscheidungen und wie bzw. was sie ist. E.F. v. Hainwald hat den beiden ein zaghaftes Annähern geschenkt, was sich meiner Meinung perfekt in die eigentliche Story einfügt.
Sehr überraschend war für mich ein Wiedersehen mit einigen alten Bekannten, da ich davon ausgegangen bin keine Schnittpunkte zu „Cyberempathy“ vorzufinden. Umso größer war natürlich meine Freude darüber. Ich fand es toll zu erfahren, was seit den Ereignissen von damals passiert ist und wieviel sich dadurch auch in der ganzen Stadt verändert hat. Für alle, die diese Geschichte bereits kennen hat der Autor ein paar Eastereggs gestreut, die es zu entdecken gilt. „Emotiondancer“ lässt sich jedoch auch komplett ohne Vorkenntnisse lesen.
Nach „Cyberempathy“ war Kajas Geschichte für mich eine rundum gelungene Rückkehr nach Skyscrape. Spannend, unvorhersehbar, manchmal schockierend und mit einem Hauch Romantik erzählt „Emotiondancer“ über ein System, dem scheinbar keiner entkommen kann. E.F. v. Hainwald hat mir damit wieder ein Highlight geschenkt, weshalb „Emotiondancer“ für mich ein absolutes Must-Read darstellt.
Tanz der Emotionen Zuerst einmal ein kleines Wörtchen zum Cover des Buches und ja ich denke, eines reicht da vollkommen aus, bevor ich zum Inhalt übergehe. „WOW“ *** Der Titel des Buches umschreibt das Lesegefühl dieses Werkes für mich perfekt. Der Leser schwankt zwischen den Fragestellungen „Was stimmt mit der Protagonistin nicht“, „Was bedeutet Menschlichkeit“ und wird immer tiefer in die Sphären der Stadt Skyscrape und seiner Bewohner hineingezogen. Fühlt sich das Buch am Anfang noch befremdlich an und zeigt futuristisch anmutende Dinge, stellt der Leser bei näherer Betrachtung fest, alle beschriebenen Details gibt es bereits in der ein oder anderen Form in der heutigen Zeit, nicht so ausgereift, aber doch zumindest in den Anfängen. Der Autor nutzt in der Beschreibung des Settings und noch viel stärker in der Beschreibung der Protagonisten inklusive ihrer Gefühlswelt eine so bildgewaltige Sprache, dass es dem Leser den Atem verschlägt und unmöglich macht, das Buch wegzulegen, ohne zu wissen, was vor sich geht. Emotion Dancer, als Sequel zu Cyberempathy lasst sich hervorragend allein lesen. Das Lesevergnügen steigert sich jedoch, wenn man den Roman Cyberempathy vorher gelesen hat. Hier sei ein klitzekleiner Hinweis auf das Wieder„lesen“ mit alten Bekannten gestattet. Hainwald legt besonderen Wert auf die inneren Konflikte der Protagonisten, auf Empathie und Sympathie und erschafft ebenso Charaktere, die eine gewisse Antipathie hervorrufen. Einem Schaudern gleich ziehen Bilder beim Lesen dieses Werkes durch den Kopf des Lesenden und lassen unweigerlich die Fragen aufkommen: Kann man sich solch eine Stadt in der Zukunft vorstellen? Und ist der Mensch, unter den gegebenen sehr tiefsinnig beschriebenen Umständen noch fähig, selbstständig zu handeln oder zu denken? Und ist dies überhaupt gewünscht und gewollt? Was ist mit der Hauptprotagonistin „nicht richtig“ oder sind ihre Gedanken und Ausbrüche in der Welt der Cyberempathy vorauszusehen? Ist es nicht sinnvoll oder doch eher unsinnig, gerade im Hinblick auf die Vorgänge in der heutigen Zeit, manche dort beschrieben Errungenschaften einzusetzen? Würde es das Leben erleichtern oder würde der Mensch zu einem „Mutanten oder besser willenlosen Verehrer“ der Obrigkeiten werden? Dieser Roman hat mich sehr gefesselt und gerade im Hinblick auf die Situation in der Welt der heutigen Zeit wirft er Gedanken in den Raum, die jeder Leser nur für sich allein beantworten kann. Es ist kein „Sonntagnachmittag- Roman zum Träumen“, das sei hier direkt gesagt. Es ist ein Roman zum Philosophieren und Diskutieren, zum Durchdenken der Zukunft und nicht in die leichte Lektüre einzuordnen, und genau aus diesem Grund ist er für mich so wertvoll. Ich werde ihn, um einfach alle Facetten der Gedankenwelt des Autors zu ergründen, noch einmal lesen. Ein weiterer Fingerzeig sei, ohne zu viel zu verraten, auf das Ende des Buches gestattet. Dazu fällt mir nur ein „Hut ab und vollster Respekt Herr Autor“, denn niemals hätte ich damit gerechnet. Dieses Ende macht die Geschichte absolut rund und regt dennoch wieder zum Nachdenken an. Grandios gelöst. Alles in allem ein tiefgründiges, bildgewaltiges Werk voller Gedanken und Überlegungen, die angestellt werden müssen und sollen und den Lesegenuss absolut steigern. Ich bin begeistert und vergebe 5 verdiente Sterne.
Meine Meinung: Ich habe mich tierisch auf dieses Buch gefreut, weil “Cyberempathy” damals zu meinen Highlights gehörte. Das Cover finde ich ganz cool, bis auf die Nase ^^ Die farbliche Gestaltung und der Schriftzug gefallen mir aber richtig gut.
Der Schreibstil von E. F. v. Hainwald hat mir hier auch wieder richtig gut gefallen. Er ist flüssig, bildgewaltig und modern. Die Seiten sind sehr schnell verflogen und immer wieder haben sich Bilder in meinem Kopf gebildet.
“Cyberempathy” hatte ja ein offenes Ende, weshalb ich total neugierig auf dieses SpinOff war. In diesem Buch dreht sich alles um Kaja. Kaja war mir von der ersten Seite an sympathisch. Sie kann sich an vieles aus ihrer Vergangenheit nicht mehr erinnern und setzt im Laufe der Geschichte alles daran, um mehr darüber zu erfahren. Ich habe sie als starke Persönlichkeit empfunden, die sich ihrer eigenen Schwächen aber auch sehr bewusst ist. In meinen Augen kann man sie einfach nur mögen. Der Leser trifft in diesem Buch auf viele neue, aber auch bekannte Gesichter. Der Mix war sehr erfrischend.
Ganz besonders habe ich mich auf dieses Buch gefreut, weil mich das Setting von “Cyberempathy” total begeistert hatte. Hier muss ich leider sagen, kam mir das Setting etwas zu kurz. Der Fokus liegt ganz klar auf der Geschichte von Kaja, Emotionen und dem Cybernet. Wie geht man damit um, wenn alle um dich herum stehenden und lebenden Personen deine Emotionen direkt mit fühlen, abbekommen und auf sie überschwappen? Die Thematik, die der Autor hier mit eingebaut hat, ist schon sehr nachdenklich stimmend und tiefgreifend. Es gibt einige interessante und spannende Momente, in denen ich regelrecht ans Buch gefesselt war. Aber dennoch fehlte mir die Begeisterung, die ich eben beim vorherigen Buch empfunden habe. Zwischendurch war es mir zu eintönig, was es dann auch wieder etwas schleppend wirken ließ.
Trotz allem gibt es für das Buch von mir eine Leseempfehlung.
Fazit: Von mir bekommt “Emotiondancer” von E.F. v. Hainwald eine klare Leseempfehlung. Das Spin-Off ist flüssig, bildgewaltig und modern geschrieben. Es greift nachdenklich stimmende und tiefgründige Themen auf und in der Story liegt der Fokus ganz klar auf der Geschichte von Kaja. Mir persönlich kam das Setting etwas zu kurz, was mich im vorherigen Band einfach komplett geflashed hatte.
Genau in solch einer Welt lebt Kaja, die selbst unter unerklärlichen Gefühlsausbrüchen und Erinnerungsverlust leidet. Diese immer wiederkehrenden Emotionsausbrüche machen Kaja Angst und werfen die Frage auf, was mit ihr nicht stimmt und vor allem gibt es ein Heilmittel? Bei einem Wartungsauftrag passiert solch ein Gefühlsausbruch und Kaja wird nach Skyscrape geschickt wo sie sich unter ärztliche Aufsicht begeben soll. Nur hält eine große Stadt die Vertikal in den Himmel gebaut wurde die Antworten auf Kajas Fragen bereit?
Meine Meinung
Ein neues Werk aus der Feder von E.F. v. Hainwald. Wer mich kennt weiß, dass man mich da nicht lange bitten muss das Werk zu inhalieren. Nachdem ich auch noch wusste, dass es in der Welt rund um Skyscrape spielt war ich Megaaaa … neugierig.
Übrigens, dieses Werk ist ein Spin-Off kann aber unabhängig für sich von Cyberempathy gelesen werden. Tipp von mir, einfach beide inhalieren, da sie so Megaaaa sind und es kommen meine Lieblinge von Cyberempathy vor.
Also nun aber erst einmal zu Kaja, die man hier kennenlernt und die einen mitnimmt in ihr sehr interessantes Leben. Nicht nur ihren Hausfuchs Sioux fand ich zu knuddelig, sondern sie selbst hat mich sehr neugierig werden lassen. Zum einen, stellt man sich die Frage was hinter Kajas starken Gefühlsausbrüchen steckt und zum anderen, weshalb sie Erinnerungslücken hat.
Ich war sehr gespannt darauf wie Kaja vorgehen würde diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen und da werden wir mitgenommen in die vertikale Stadt Skyscrape.
Skyscrape, eine Stadt, die im Bereich Kybernetik und Genetik auf dem neusten Stand ist und in der jede Menge Geheimnisse lauern. Was also tun wenn man auf der Suche ist und der normale Alltagsweg keine Informationen hergibt.
Genau, dann muss man tiefer graben und wenn man Glück hat, bekommt man Hilfe.
Ich liebe die Art und Weise wie Kaja auf die Suche geht, wer ihr alles dabei hilft und vor allem die bildhaft stilsicheren Erzählungen des Autors über eine fiktive Welt, die mich in ihren Bann ziehen konnte. Hier in den Tiefen des Cybernets ist alles möglich und doch unergründlich. Mega coole Story die mich mit ihren sehr gut ausgearbeiteten Protagonisten, ihrer ausgefeilten Charakteristika und dem Setting wieder einmal komplett begeistern konnte.