Wir schreiben das Jahr 2034. Der Staat hat die völlige Kontrolle über Leben und Tod, der geheimnisvolle «Winston» wacht über alle. Die 16-jährige Florence arbeitet aus voller Überzeugung für den sogenannten Senior Service, dessen Aufgabe es ist, ältere Menschen zu enttarnen und zu töten, die sich weigern, freiwillig aus dem Leben zu scheiden, um Platz für die Jüngeren zu machen. Doch dann verliebt sich Florence in Eric. Und sie beginnt, das System in Frage zu stellen.
Bestsellerautor Philip Kerr liefert mit seiner Hommage an Orwells Klassiker einen höchst aktuellen Roman – und zeigt, dass die Kraft der Liebe stärker ist als jede Unterdrückung.
Philip Kerr was a British author. He was best known for his Bernie Gunther series of 13 historical thrillers and a children's series, Children of the Lamp, under the name P.B. Kerr.
Librarian’s note: There is more than one author in the Goodreads database with this name.
Der neutralste und unspektakulärste Schluss seit Langem. Ich dachte, ich sei gestern dabei eingeschlafen und habe ein jetzt 2x gehört um auch einen technischen Fehler auszuschließen.
Wahrscheinlich leben nun alle glücklich und zufrieden bis ans Ende ihres Lebens
Anfangs eine gute Geschichte, die viel Potenzial hätte bieten können, gern auch für weitere Teile, da das Ende so plötzlich kam. Ab der Hälfte wurde aber durch die Erzählungen gehetzt. Manchmal wenig glaubwürdig, und dann war plötzlich alles gesagt und doch offen. Quasi mitten im Satz ist das Buch aus.
3,5* An sich ein gutes Thema und auch durchaus größtenteils fesselnd geschrieben! Die Parallelen zu 1984 und auch Nazi Deutschland waren treffen und überzeugend ausgearbeitet. Die Welt und Gesellschaft und auch die Indoktrination haben mich gefesselt und fasziniert.
Leider war gerade die zweite Hälfte bedeutend schwächer. Eine Liebesgeschichte die sich abzeichnet war sehr übereilt und absolut nicht glaubwürdig, und wenn ich noch einmal "mein Schatz" hätte lesen müssen, wären nur wohl die Augen vor lauter Rollen aus dem Kopf gefallen.
Beim Ende habe ich nochmal rückwärts geblättert um sicher zu gehen dass ich nicht ausversehen ein Kapitel übersehen habe. Gefühlt hört das Buch mitten im Kapitel einfach auf. Ich Frage mich tatsächlich ob es komplett fertig geschrieben und lektoriert war bevor der Autor verstarb, da es ab der Mitte so eindeutig nach unten ging, und das Ende restlos überstürzt und abrupt wirkte.
Alles in allem ein schnell zu lesendes und zum Nachdenken anregendes Buch mit gutem Thema, von dem ich mir aber noch etwas mehr erwartet hätte....
Man merkt, dass der Autor verstarb, bevor er das Buch abgeschlossen hat, denn stellenweise wirkt das Worldbuilding etwas vage und die Charaktere sind flach. Auch die Romanze ist nichts für mich, da sie zu schnell ging.
Ich weiß noch nicht so recht. Die 4 Sterne gibt's erstmal für den Stil und den Inhalt. Für die Story gibt's nur 3 Sterne. Mal sehen, vielleicht ändere ich die Wertung noch mal.
3,5 Sterne Nachdem ich kurz vorher 1984 gelesen habe, bot es sich an, diesen Roman zu lesen, solange die Erinnerungen an das Original noch frisch sind. In der Literaturwelt scheint es mir ja eher eine große Ausnahme zu sein, was bei Filmen mittlerweile überhand genommen hat: Ein Re-Imagining/Quasi-Sequel
Kerr hat vieles der Grundhandlung von 1984 übernommen bzw. gibt es immer wieder versteckte Verweise für Kenner des Originals. Insgesamt hat er aber den Stoff auf einen modernen Stand gebracht und der Roman scheint mir auch sprachlich und inhaltlich deutlich zugänglicher für die heutige Generation. Die erste Hälfte ist spannend und stark, wogegen es mit der zweiten Hälfte und der sich entwickelnden Liebesgeschichte eher etwas bergab geht. Das Ende kommt recht abrupt und unerwartet. Nachdem der Roman nur posthum erschienen ist, kann man sich natürlich fragen, ob der Autor daran noch etwas hätte ändern wollen.
Birkaç yerde bu kitaptan önce 1984’ün okunması gerektiği yazılmış. Ancak ben bunu kitabı okumaya başladıktan sonra fark ettiğim için çok geçti. Ben 1984’ü birkaç yıl önce yarısına kadar falan okuyup bırakmıştım, nedenini bilmiyorum. Bu nedenle kitapta az çok neyin ne olduğunu bilecek kadar bilgim vardı. Hal böyle olunca 1984.4’teki referansları da çoğunlukla yakalama şansım oldu. Bana kalırsa bu kitabı okumak için illa 1984’ü okumuş olmanız gerekmez. Zira her ne kadar ele aldıkları konu, dönem ve şartlar aynı olsa da karakterler ve yaşanan olaylar farklı olduğu için birbirlerinden bir noktada ayrılıyorlar. Zaten yazar da açık açık, kitabın ismini verirken de arka kapakta da, önsözde de belirtmiş 1984’ün başka bir versiyonu gibi olduğunu. Yani taklit demek saygısızlık bence.
Kısaca konusundan bahsetmek gerekirse tıpkı 1984’teki gibi dünyaya diktatörlük hakim. Devlete faydası olmayacağı belli olan kişileri ortadan kaldırmaya yönelik çalışmalar yapılıyor. 50 yaşına gelen insanları yaşlı kabul edip onlara “moruk” diye hitap ederek onları küçük düşürüp mutsuz ediyorlar. Daha da kötüsü EBB adını verdikleri “erken bunama belirtileri” gösterenleri sözde kendi rızalarıyla ölüme gönderiyorlar. Ölülerin cesetlerinden bile faydalanabilmek için organlarını alıp, geri kalanları yakarak veya buharlaştırarak yine çeşitli konularda fayda sağlayabilmek için uğraşıyorlar. Morukları öldürmek için özel bir grup bile mevcut. Baş karakterimiz Florence da bu gruba üye. Başta takım arkadaşları gibi sorgusuz sualsiz insanları öldürmeye alışkın olsa da bir süre sonra Eric adındaki gençle ve dolayısıyla aşkla tanışınca fikirleri değişiyor, adeta bir aydınlanma gibi bu değişim. Sonrasında Florence’ın tek amacı devrim haline geliyor.
Kitabı okurken inanılmaz keyif aldım. Yazarın okuduğum ilk kitabı buydu. Çünkü şimdilik tek kitap olarak kabul edilen sadece 1984.4 vardı, diğerleri seriydi. Ancak yazarın tarzını bu kadar çok beğendiğim için mutlaka diğer kitaplarına da bakacağım. Puanının düşük olmasına aldanmayın, çünkü düşük puanı asla hak etmeyen oldukça güzel bir kitap. İnanılmaz akıcı olduğunu da belirtmeden geçemeyeceğim, tempo da hiç düşmüyor.
Ich konnte mit dem Buch gar nichts anfangen. Die Romanze zwischen Florence und Eric wirkt etwas erzwungen (sie verlieben sich gleich beim ersten Treffen ineinander) und zwischen den Beiden fehlt auch die Chemie- zwar erwähnt Florence immer mal wieder, dass Eric ja ihr "Liebhaber" wäre, aber trotzdem fehlen mir die Momente, in denen die beiden wirklich als Paar überzeugen.
Insgesamt wird hier viel mehr erzählt als gezeigt. Immer wieder gibt es einige Absätze, in denen ausführlich über die Absichten und Meinungen von Florence gesprochen wird, aber nennenswert in die Handlung eingebaut werden sie nicht. Besonders anfangs gibt es auf diese Weise recht viel Infodump...
Auch das Worldbuilding wirkt etwas schwammig: Immer wieder wird erwähnt, dass die Nation ein neues Kalendersystem hat, in dem die Jahre Namen wie 1984.4 tragen und es die alten Monate so nicht mehr gibt, aber wirklich erklärt, was das .4 am Ende des Jahres bedeutet und wieso das System überhaupt verändert wurde, wurde es nie.
1984 von Orwell ist eine meiner Lieblingsdystopien. Daher musste ich praktisch zu diesem Buch greifen, war der Titel doch „verführerisch“ mit seiner Anspielung.
Schon relativ schnell stellte ich fest, dass 1984 und 1984.4 zwar beide eine Dystopie sind, sich auch gewisse Elemente ähneln, aber dann doch recht unterschiedlich sind. Der wohl größte Unterschied ist, dass es sich bei dem Buch von Philipp Kerr in meinen Augen eher um ein Jugendbuch handelt und ich den Schreibstil etwas fad fand. Die Ideen an sich sind gar nicht schlecht (wenn auch nicht neu), doch die Handlung konnte mich einfach nicht packen. Ich fand auch die Gespräche zwischen den Charakteren eher langweilig, teilweise wurde bewusst auf eine Jugendsprache gesetzt, um deren Tätigkeiten für die Jugendlichen in der fiktiven Welt attraktiv zu machen.
Das Thema an sich ist erschreckend: Ab einem gewissen Alter ist das Leben nichts mehr Wert und der Zeitpunkt lässt sich relativ genau bestimmen. Und wenn derjenige nicht „freiwillig“ gehen möchte, wird mehr oder weniger dezent nachgeholfen. Gleichzeitig wird aus Kostengründen eine mögliche Behandlung verweigert. Ich hoffe inständig, dass wir diese Situation bei uns nie erleben werden.
Als Jugendbuch kann ich das Buch empfehlen, für mich war es leider kein so großer Lesespaß.
Das letzte Buch Philip Kerrs erschien nach seinem Krebstod. Es ist ein Jugendbuch, dass sozusagen im Universum des Klassikers 1984 von George Orwell spielt. Hierin geht es um eine junge Frau, die sich den Senioren-Jägern angeschlossen hat, welche alte Menschen, die nicht freiwillig aus dem Leben scheiden, töten. Das Ganze ist zielgruppengerecht in gut lesbarer Sprache verfasst, die Geschichte wird spannend erzählt, eine Liebesgeschichte gibt es auch. Das Buch geht nicht allzusehr in die Tiefe. Eigentlich wird nur die Frage, ob altes Leben einen Wert hat, während der Geschichte mehrfach beleuchtet. Insofern stellt sich die Frage, ob Kerr sich bewusst aufgrund der Zielgruppe Jugendliche beschränkt hat. Da Orwells Buch deartig prägend gewirkt hat, ist mir persönlich Kerr letztes Buch zu schlicht. Er hat sich an ein sehr großes Vorbild gewagt, da hätte ich mehr erwartet.
Die Idee an sich ist großartig und auch die Begriffe, die in dieser Gesellschaft verwendet werden sind gut durchdacht und spiegeln die Werte wieder. Trotzdem muss ich aber sagen, dass der Schreibstil generell extrem oberflächlich und schnell gehalten ist. Außerdem ist ein dickes Minus die Beziehung zwischen Florence und Eric. Die ging VIEL zu schnell und war sehr unrealistisch (Erstmal seine Grundwerte wegen einem Typen den man seit 2 Treffen kennt über den Haufen werfen? Total realistisch). Das Ende war sehr neutral und nicht sehr spannend... Generell herrschte während des Lesens eine gewisse Grundspannung die man braucht um das Buch nicht sofort wegzulegen. Die hat sich aber beim Höhepunkt kaum bis gar nicht verändert muss ich sagen
Grausig, erschreckend aktuell, dramatisch ausführlich und explizit grausam. Doch die jünge Protagonistin eignet sich durch ihre Naivität und Ernsthaftigkeit perfekt um die aufkeinmmende Revolution zu bebildern. Schmerzlich genervt haben mich (wahrscheinlich weil Hörbuch) die Zeitsprünge im den ersten Kapiteln. Die deutsche Übersetzung glänzt durch vielfältige wortwitze und andeutungen. Leider wurde abseits der "not like other girls" Protagonistin, wenig in die emotionale Entwicklung und Ausgestaltung der anderen Charaktere investiert. Das Ende finde ich ausgesprochen gelungen, denn ganz egal wie ihre Revolution ausgehen wird, das wichtigste bleibt ihr Start.
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Unvollendet. Das ist mein Gedanke sobald ich das Buch fertig gelesen habe. Dass es posthum erschienen ist und der Autor es nicht mehr fertig überarbeitet hat, erklärt womöglich weshalb.
Ganz verstehe ich die Idee hinter 1984.4 nicht. Einzelne Dinge von 1984 kommen hier vor, aber sonst ist es eine komplett andere Geschichte. Diese wirkt unausgereift. Manche, sehr wichtige Ereignisse passieren viel zu schnell und ohne viel Erklärung. Hier wurde viel Potential nicht ausgeschöpft.
An sich eine gute Idee, aber meiner Meinung nach schlecht umgesetzt. Die Handlungen der Charaktere sind nicht logisch. Schade, denn das Buch hätte Potential gehabt.
Ich bin eher zufällig beim Stöbern durch das aktuelle Rowohlt Programm auf das Buch "1894.4" von Philip Kerr aufmerksam geworden. Da ich gerade erst "1984" von George Orwell gelesen hatte (& mir direkt eine zweite Ausgabe gekauft hatte), war ich nach dem Lesen der Kurzinfo zu dem Buch von Philip Kerr wirklich äußerst gespannt. Da mir das Konzept von "1984" so gut gefallen hat, versprach ich mir wirklich viel von einer modernisierten Version mit dem Zukunftsblick aus unserer Zeit. Wir schreiben hier nämlich das Jahr 2034 und die WH1 (West-Halbinsel 1 bestehend aus Wales & England) wird mittlerweile vom mysteriösen "Winston" überwacht. Die Protagonistin der Geschichte, Florence, ist mir ihren 16 Jahren bereit ihr Leben nun dem Senior Service zu widmen und begibt dich auf die Burg um ihre Ausbildung anzutreten. Sie soll darin geschult werden ältere Menschen zu enttarnen, denn diese müssen laut Gesetzt eigentlich freiwillig davon scheiden, um die Überpopulation weiter einzudämmen.
Wohl angemerkt, dass das Buch von Georg Orwell mittlerweile zu einem meiner absoluten Lieblingsbüchern gehört, ist natürlich davon auszugehen, das ich mit einer gewissen Erwartungshaltung an das Buch herangetreten bin. Besonders sprachlich hat mich das Originalwerk total begeistern können und bei mir sehr starke Emotionen hervor gerufen.
Um es kurz zu sagen: Der Einstieg in das Buch "1984.4" fiel mir sehr schwer, da es mich nicht wirklich fesseln konnte. Ich hatte die Hoffnung, das es mit der Zeit irgendwie noch spannender wird, aber es konnte mich auch im Laufe des Plots emotional nicht wirklich abholen und wurde ab der zweite Hälfte sogar für mich persönlich noch etwas schwächer hinsichtlich des Plots. Die Parallelen zu "1984" sind definitiv vorhanden und auch mit der Teil, den ich am meisten zu schätzen weiß. Auch wenn sie meiner Meinung nach viel stärker hätten herausgearbeitet werden können, da ich hier wirklich viel verschwendetes Potenzial sehe. Das Buch hätte viele Nuancen noch mit einbringen können, die "1984" so außergewöhnlich machen. Leider ist für mich mit das größere Problem, das ich es sprachlich irgendwie flach fand. Mir fehlte die gewaltige Bildsprache und die ausgelösten Emotionen dadurch. Es fühlte sich teilweise eher wie ein Manuskript an, das grob erst einmal die Handlungsstränge umreist, bevor man dem ganzen noch mehr Tiefe verleiht.
FAZIT: Alles in allem bin ich trotzdem sehr froh, den Roman von Philip Kerr gelesen zu haben. Das allgemeine Gedankenspiel den bekannten Roman von Orwell zu modernisieren empfand ich als sehr interessant und durchaus lesenswert, wenn man ein Fan der Werke von Orwell ist. Leider konnte mich das Buch letztendlich nicht so wirklich abholen und dementsprechend wird es mir wahrscheinlich nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben.
*Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Rowohlt Verlag zur Verfügung gestellt bekommen.
Empfehlenswert! Wer 1984 zu harte Kost fand oder "zu alt", der ist hier richtig. Dieses Buch macht die Grundidee moderner und fassbarer. Welcher Lehrer also seinen Schülern 2021 kein Orwell geben mag, der kann dieses hier getrost benutzen. Es ist leicht und flüssig geschrieben, nicht zu sehr Sci fi und ein bisschen "1984 meets Harry Potter" . Allerdings - aber das macht es für die Jugend besser - ist diese Geschichte nicht so bedrückend und hart. Das schwächt die Botschaft ein wenig ab. Dennoch: eine gelungene Parabel auf 1984.