Simon wacht in einer Klinik auf und kann sich an nichts erinnern nicht einmal an seinen Namen. Die Ärzte sagen, dass er durch einen schweren Sturz das Gedächtnis verloren hat. Da tauchen verschlüsselte Hinweise auf, die ihn auf die Spur seiner Geschichte bringen. Was hat es mit der rätselhaften Klinik auf sich? Und wem kann Simon trauen? Zu spät merkt er, dass er sich falsch entschieden hat.
Hinweise für den Leser zur Lösung des Rätsels können überall im Buch versteckt sein, kreative Lösungen sind gefragt, ausschneiden, zeichnen, knicken – alles ist erlaubt.
Lesespaß und echtes Live-Escape-Feeling im Einsteiger-Level.
Die Freude war groß, denn es ging in mein 2. Exit-Buch. Ich wollte den Büchern noch einmal eine Chance geben, denn mein erster Ausflug ließ mich etwas ratlos zurück. Somit entschied ich mich auch für ein Buch mit dem Level „Einsteiger“. Ich hatte so die Hoffnung, besser in die Reihe zu finden. Also ab in die Klinik der Schatten!
Gleich vorab muss ich sagen, dass dieses Buch wirklich viel Text hatte. Um so trauriger, denn so fanden gerade einmal nur 10 Rätsel ins Buch. Dies fand ich bei 140 Seiten wirklich etwas wenig. Hier wäre die doppelte Anzahl locker drin gewesen. Doch auch dann hätten die Rätsel funktionieren müssen, was sie leider nicht taten. Oftmals wusste ich genau was von mir verlangte, aber die Einbindung war so miserabel, dass ich oftmals einfach verzweifelte. Wer sich dann übrigens an die Hinweise oder gar den Lösungen zuwenden muss, der hat gleich den nächsten Spaß in Form der Rubbelfelder. Und mit Spaß meine ich nicht, dass sie unterhaltsam wären oder manchmal gar wirklich helfen könnten, sondern das ihr euren Staubsauger gleich neben euch stellen könnt. Die Rubbelreste sind nämlich nicht nur verdammt hartnäckig, sondern lösen sich immer mal wieder gerne aus dem Codex-Heft. Hier sollte man wirklich nach einer Alternative suchen.
Die Geschichte des Buches dürfte Geschmackssache sein, aber man sollte nicht allzu viel erwarten. Die Story war eher flach und hatte nur wenig Tiefe, aber immerhin ab und an interessante Wendungen. Wirklich meckern möchte ich hier nicht, denn mit über 30 bin ich nicht unbedingt die Zielgruppe für das Buch.
Wer übrigens Probleme damit hat, etwas aus Büchern zu schneiden, dürfte hier auch ein kleines Problem haben, da dies unweigerlich nötig ist. Außer man scannt, wie ich, die nötigen Abschnitte ein und druckt sie sich aus. Natürlich nur für den Eigengebrauch. Bis auf ein Rätsel, konnte ich das Buch so erhalten. Denn ganz ehrlich? Wer stellt sich ein nicht mehr benutzbares Rätsel-Buch ins Regal? So habe ich die Möglichkeit mit Kindern aus dem Freundeskreis das ein oder andere Rätsel zu lösen. Was ich wirklich schöner finde, zumal das Buch mit 16 € einen ganz schönen Preis hat. So interessant und spannend das Buch auch klang, am Ende war ich doch irgendwie arg enttäuscht. Neben der etwas mauen und nicht wirklich fesselnden Story, gab es Rätsel, welche man zwar verstand, aber die manchmal einfach nicht gut umgesetzt und so schnell zum eigentlichen Hindernis wurden. Wirklich schade, zumal der Preis für das eigentlich nur einmal nutzbare Buch, wirklich immens war.
Wieder ein gelungenes Exit-Buch mit den inzwischen berühmten Rätseln der Brands, das auch mir als Erwachsene viel Spaß gemacht hat. Das Prinzip ist einfach: Zehn Rätsel sind in eine Geschichte verpackt und beim Lesen wird man quer durch das Buch gelotst, anstatt von Seite 1 an aufwärts zu lesen; die Codes der Rätsel ergeben dann die Seiten, auf denen man weiterlesen soll. Die Rätsel sind hierbei gut lösbar, aber wenn man wie ich manchmal auf dem Schlauch steht, stehen Hilfen bereit, die man SACHTE (!!!) freirubbeln kann. (Achtung, die Rubbelspäne sind hartnäckige kleine Biester ;) ) Ich fand die Geschichte ganz nett, nichts Weltbewegendes, eben ein Jugendroman, der einen durch eine Rätselreihe führt. Es macht auf jeden Fall sehr großen Spaß. Wer diese Art Bücher noch gar nicht kennt, könnte aber vielleicht erst einmal mit einem der drei Vorgänger einsteigen. Hier geht es aber immer ums Tüfteln und kreatives Denken in kurzweiligen Storys, nicht um literarischen Tiefgang. :D
Die 4 Sterne beziehen sich auf die liebevoll gestaltete Story, die in wirklich kurzer Zeit mit netten Figuren und einem spannenden Setting schraffiert wurde. Auch vom Flavor her waren die Rätsel schön in die Story eingebettet. Die Rätsel selbst waren für mich allerdings durchwachsen. Ich habe oft die Lösungsanleitung gebraucht, weil es weniger an der Schwierigkeit des Rätsels selbst, sondern an der technischen Umsetzung haperte. Außerdem sind die Flocken, die sich beim Freirubbeln der Hinweise lösen, widerstandsfähiger als Glitter und haften überall an! Das demotiviert zwar vom freizügigen Freirubbeln, aber umgekehrt schaut man dann einen Hinweis erst nach, wenn man bereits sehr frustriert ist.
Insgesamt aber tolles Konzept und ein kurzweiliges Rätselbuch. Ich werde mir bestimmt noch mehr von solchen Büchern zu Gemüte führen.