Bamberg 1887: Das Süßholzimperium Imhoff ist in Schwierigkeiten. Nur eine Vernunftehe mit einem Bankier könnte das Familienunternehmen noch retten. Doch die freiheitsliebende jüngere Tochter Elise flieht mit ihrem Geliebten nach Paris. Um jeden Preis will sie ihren Traum von einer eigenen Confiserie verwirklichen – auch wenn sie damit das Verhältnis zu ihrer Schwester Amalie schwer belastet.
Die pflichtbewusste Amalie muss sich fortan in der heißen Ödnis Kalabriens um den Anbau von Süßholz kümmern, aus dem Lakritz gefertigt wird – das schwarze Gold. Bis auch sie sich in den falschen Mann verliebt und diese Liebe ihr ganzes bisheriges Leben infrage stellt …
Tara Haigh has many years of experience writing hit television shows, as well as women’s fiction with plenty of heart and humour under the name Tessa Hennig. All of her books have been bestsellers, and some of them have already been adapted for TV. Her carefully researched historical novels tell thrilling love stories in exotic locales and address aspects of world history that are comparatively little known or only rarely depicted in literature.
Eine sehr schöne Familiengeschichte, angesiedelt in Bamberg. Im Mittelpunkt stehen die Schwestern Amalie und Elise, welche beide sehr unterschiedliche Ansichten haben. Während Elise, die jüngere Schwester, mit ihrer frisch abgeschlossenen Ausbildung ihre Träume verfolgen will, ist Amalie sich sicher, dass eine Vernunftehe die bessere Lebensentscheidung ist. Eine Vernunftehe kommt für Elise jedoch nicht in Frage und als der Vater sie mit einem Banker verkuppeln/verheiraten will, brennt sie mit ihrem Liebsten durch.
Zu Beginn des Buches war mir Elise insgesamt sehr viel sympathischer als ihre Schwester Amalie. Letztere macht jedoch eine ziemlich große Veränderung durch, da sie im Laufe der Geschichte einiges in Frage stellt. Beide Frauen entwickeln sich weiter und das auf eine angenehme und realistische Art und Weise. Das Buch ist aus der Sicht beider Schwestern geschrieben und es wechselt recht oft in den Sichtweisen hin und her. Mich persönlich stört das nicht, da ich auf diese Weise die Geschehnisse zeitlich besser einordnen kann. Während Amalie dies erlebt, passiert im gleichen Zeitraum bei Elise jenes. Mein Lesefluss wird dadurch nicht gestoppt, viel eher wurden auf diese Weise kleine Cliffhanger eingebaut.
Zum Ende hin wird die Geschichte etwas 'rasanter'. Es gibt im Verlauf des Buches ein paar Ungereimtheiten, welche am Ende aufgeklärt werden. Kleinigkeiten, die den Leser hier und da stutzen lassen und man hat das Gefühl, dass irgendetwas passieren wird und muss, was es schlussendlich auch tut.
Insgesamt eine sehr schöne Geschichte, mit netten Charakteren und einem sehr angenehmen und bildhaften Schreibstil.
Wisst ihr was das Schwarze Gold ist bzw. damals war? Nein, keine Kohle....Süßholz! Und dieses spielt im neuen Roman von Tara Haigh eine große Rolle.
Wir begleiten die ungleichen Schwestern Amalie und Elise, Töchter des Bamberger Süßholzimperium Imhoff, die Lakritze herstellen. Während sich Amalie, die ältere Tochter, den Wünschen ihres Vater fügt und den Mann heiratet, der ihr ausgesucht wurde, rebelliert ihre jüngere Schwester Elise. Diese soll, nach der durch Parasitenbefall vernichtenden Ernte, den Bankier Furtenbach heiraten, um die Schulden des Unternehmens zu tilgen. Elise liebt allerdings Ferdinand, der bei der Konkurrenz arbeitet und für ihren Vater als Schwiegersohn nicht in Frage kommt. Sie hat die Lehrerinnenausbildung abgeschlossen und liebt die Herstellung von Pralinen, mit Lakritze. Ihr Wunsch ist es, eines Tages ein eigenes kleines Pralinengeschäft zu besitzen. Sie schlägt ihren Vater innovative Geschäftsideen für Lakritze vor, die er jedoch ablehnt. Er verkauft sein Süßholz großeils an Apotheken für die Medizinherstellung. Als sich die Situation bei den Imhoffs durch einen Unglücksfall zuspitzt, flieht Elise mit Ferdinand nach Paris. Dieser möchte beim Turmbau mitwirken und bewirbt sich bei Monsieur Eifel. Beide wollen ihre Träume in der Stadt der Liebe wahr werden lassen...
Ehen wurden damals arrangiert, um Unternehmen am Laufen zu halten. Amalie fügt sich dem Wunsch ihres Vaters und heiratet den blassen Hermann. Schon bald müssen die Imhoffs Süßholz zukaufen. Hermann, Amalie und ihr Vater reisen nach Venedig und danach nach Kalabrien, wo die beiden Männer Amalie zurücklassen. Sie soll sich im Süden Italiens um die neu gekauftem jedoch heruntergekommen Farm und die Süßholzherstellung kümmern...
Die Geschichte wird in wechselnden Perspektiven von Amalie und Elise erzählt. So lernt man die beiden sehr unterschiedlichen Figuren besser kennen. Amalie tat mit zwar leid, war mir aber nicht wirklich sympathisch. Sie schwelgt zuviel in Selbstmitleid und neidet ihrer Schwester, dass diese die Liebe gefunden und ihren Traum verwirklicht hat. Selbst tut sie allerdings kaum etwas dazu, ihr Leben zu ändern. Ich mochte sie nicht wirklich. Viel lieber las ich die Kapitel über die impulsive Elise, deren Traum von einer Confiserie sich für mich zu leicht und schnell erfüllte. Da täuschte ich mich aber gewaltig, denn die Autorin hat Elise und Friedrich noch jede Menge Steine in den Weg gelegt. Die einegbauten Wendungen waren spannend und brachten Spannung ind die Handlung. Gefallen hat mir auch der Einblick in den Bau des Eifelturmes. Gerne hätte das Thema noch etwas ausgebaut werden können. Ich habe allerdings schon einen Roman im Auge, der sich näher mit dem Turmbau beschäftigt.
Lakritze mag ich eigentlich nicht und ist auch in Österreich nicht wirklich beliebt. Ich weiß aber durch finnische Freundinnen, dass es im hohen Norden sehr gerne genascht wird. Umso interessanter fand ich die Erzählung über die Herstellung von Lakritze und über die Verwertung von Süßholz. Nicht bekannt war mir auch, dass dieses auch in Deutschland angebaut wurde. Während im Süden von Europa Süßholz wild wächst und die Pflanze ohne Zutun viel stärker und größer wurde, hatten die deutschen Farmer doch einige Nachteile durch das kältere Klima.
Schreibstil: Tara Heigh erzählt die Geschichte der beiden Schwestern sehr anschaulich und aus wechselnden Perspektiven. Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen. Das Hintergrundwissen über das Pflanzen und Verarbeiten von Süßholz wurde sehr anschaulich beschrieben. Die Autorin hat dazu hervorragend recherchiert. Die Dialoge waren mir allerdings diesmal etwas zu sehr sperrig und die Nebencharakter blieben mir zu blass.
"Der Zwilling von Siam", der letzte Roman der Autorin hat mir sehr gut gefallen, während ich "Das schwarze Gold des Südens" wieder schwächer fand. Einiges war doch sehr vorhersehbar. Amalie mochte ich nicht wirklich und für mich war es wieder zuviel Liebesgeschichte....ein Punkt, den ich schon bei "Der Feind, den ich liebte" kritisiert habe. Aber das ist natürlich Geschmackssache.
Fazit: Süßholz und dessen Verarbeitung ist ein sehr interessantes Thema, das die Autorin perfekt recherchiert hat. Mir stand diesmal wieder die Liebesgeschichte zu sehr im Fokus, die mir auch etwas zu vorhersehbar war. Den Strang um Amalie mochte ich weniger. Mit Elise und Friedrich kam ich besser zurecht und das Thema Pralinenherstellung und der Bau des Eifelturmes kam mir mehr entgegen. Ich habe den Roman gerne gelesen, aber die letzten beiden Romane der Autorin haben mir besser gefallen.
,, Das schwarze Gold des Südens " von Tara Haigh erschien 2020 als Buch und nun auch als Hörbuch. Der Sprecher Matthias Ernst Holzmamn hat eine angenehm sympathische Stimme. Sehr gut gefallen hat mir, daß er jedem Charakter eine andere Stimme verliehen hat.
Im Jahr 1887 führt die Familie Imhoff in Bamberg ein Süßholzimperium, stellt Lakritzpastillen her und vermarktet sie unter anderem an hiesige Apotheker. Während die pflichtbewusste ältere Tochter Amalie im Familienunternehmen ihren Platz sieht und daher auch den langjährigen Mitarbeiter Hermann heiratet, träumt Elise davon , eine eigene Confiserie zu haben, um Pralinen , Gebäck und andere Köstlichkeiten mit Lakritz anzubieten. Das Verhältnis der Schwestern zueinander ist nicht besonders eng. Nach dem unerwarteten Tod ihrer Mutter , packt sie über Nacht ihre Sachen und nimmt mit ihrem Freund Ferdinand Reißaus, um in Paris ein gemeinsames neues Leben zu beginnen. Das Glück scheint auf ihrer Seite zu sein. Ferdinand findet schnell Arbeit bei Gustav Eiffel und Elise kann ihre Confiserie eröffnen. Schnell spricht sich herum , wie fantastisch ihre Kreationen sind.
Amalie reist mit ihrem Vater und Hermann nach Kalabrien, um nach Missernten und Verlust vieler Pflanzen nach neuen Quellen für Süßholz zu suchen. Hatte sie zunächst gar kein großes Interesse nach Italien zu reisen, ändert sich dieses als sie dort Marcello Sorace und seine Familie kennenlernt. Plötzlich steht ihr ganzes Leben kopf.
Tara Haigh lässt den Hörer tief in die Geschichte des Süßholzes und der Herstellung von Lakritz eintauchen, verbunden mit der Geschichte der zwei sehr unterschiedlichen Schwestern. Die Charaktere sind so liebevoll und bis ins kleinste Detail ausgearbeitet, daß man das Gefühl hat, sie persönlich zu kennen. Ich habe sie jedenfalls schnell ins Herz geschlossen und mich mit ihnen gefreut, gelitten , geweint ihre Ängste gespürt und mit ihnen geliebt.
Die Geschichte wird spannungsreich aus den Perspektiven von Amalie und Elise erzählt. Es gibt einige unerwartete Wendungen, so daß ich so sehr gefesselt war, daß ich die Geschichte am liebsten in einem Rutsch gehört hätte. Die Hörstunden vergingen wie im Flug.
Tara Haigh hat auf beeindruckende Weise die historische Geschichte des Süßholz-Anbaus in Bamberg mit der Familiengeschichte der Schwestern, sowie einer Liebesgeschichte verknüpft. Dank der äußerst bildhaften und authentischen Beschreibung der Protagonisten konnte ich mich sehr gut in die jeweiligen Situationen, Gedanken und Gefühle hineinversetzen.
Die Reise mit Amalie und Elise ins beschauliche Bamberg, ins sonnige Kalabrien und ins aufstrebende , moderne und quirlige Paris, wo gerade der Eiffelturm gebaut wird, hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Auch die Betrachtung und Entwicklung des Verhältnisses der unterschiedlichen Schwestern fand ich spannend.
Sehr interessant ist auch die Beschreibung vom Anbau und Verarbeitung von Süßholz, zu Lakritz, Pulver, Saft , Pastillen bis hin zu köstlichsten Pralinen und Gebäck. . Am liebsten hätte ich alles davon probiert.
Sehr gerne empfehle ich diese toll recherchierte, ,, köstliche " und spannende Geschichte um die Träume der beiden Schwestern weiter. Für mich war es ein richtiger Hörgenuss.
Eine aufregende Familiengeschichte In „Das schwarze Gold des Südens“ erzählt Tara Haigh die Geschichte der Familie Imhoff in Bamberg die schon lange Jahre mit Süßholz/Lakritz handelt. Es ist aber auch die Geschichte von sehr unterschiedlichen Schwestern. Amalie, die ältere kommt nach ihrem Vater. Ihr ist nichts wichtiger als die Firma. Sie arbeitet für ihren Vater, erledigt die Buchhaltung und die schriftlichen Arbeiten. Sie heiratet sogar die rechte Hand ihres Vaters zum Wohle der Firma. Auf ihre jüngere Schwester Elise ist sie ein bisschen Eifersüchtig. Elise hat eine bessere Schulbildung genossen. Elise hat das Lehrerbildungsseminar besucht und erfolgreich abgeschlossen. Amalie hat so eine Bildung nicht genossen, allerdings hatte sie auch nie die Noten dazu. Elise hat durch ihr Studium über den Tellerrand des heimischen Lebens hinausgeschaut und erwartet deshalb auch mehr vom Leben als heiraten und Kinder kriegen. Sie kann sich zwar vorstellen sich auch in die Firma des Vaters einzubringen. Sie möchte gerne Pralinen und Plätzchen mit Süßholz herstellen aber der Vater ist dagegen. Die Lakritztaler die sie schon immer anbieten sind doch beliebt. Als Elise dann auch noch einen Banker heiraten soll beschließt sie mit ihrem geliebten nach Paris zu gehen. Ihr Traum ist es in Paris eine eigene Confiserie zu eröffnen. Tara Haigh erzählt die Geschichte der 2 Schwestern sehr anschaulich, sie beschreibt die Umgebung sehr schön und der Leser kann sich schnell ein Bild vom ganzen geschehen machen. Die Abschnitte wechseln sich regelmäßig zwischen Elise und Amalie ab. Ich konnte mich nur schwer entscheiden auf welcher Seite ich stehe und meine Sympathie wechselte auch ständig zwischen den Schwestern hin und her. Am Anfang war es Elise, die mutigere der beiden Schwestern. Sie wollte einfach mehr vom Leben. Doch auch Amelie hatte, trotz ihrer Eifersucht auf Elise ihre guten Seiten. War es nicht mutig von ihr einen Mann zu heiraten um das Wohl der Firma aufrecht zu erhalten? Ist es nicht mutig in Italien einen neuen Anfang zu wagen und sich um den Anbau von Lakritz zu kümmern? Doch als Amalie den Italiener Marcello trifft stellt sie ihr bisheriges Leben in Frage. Auch über Süßholz habe ich eine Menge erfahren. Ich esse gerne Lakritz, kenne aber nur Lakritzschnecken oder Pastillen. Auch in Tee ist oft Süßholz enthalten: Was Elise allerdings anbieten war mir gänzlich unbekannt. Gebäck und Pralinen mit Süßholz veredelt und aromatisiert. Es hörte sich köstlich an, zu gerne hätte ich davon probiert. Das Buch ist genau richtig um es sich mit einer heißen Tasse Tee gemütlich zu machen und in eine andere Welt einzutauchen.
Zum Buch: Bamberg im Jahr 1887. Amalie und Elise Imhiff, zwei Schwestern die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine, Amalie, hat nur die elterliche Firma im Kopf. Elise hingegen hat studiert und träumt davon die Lakritze der Firma zu Keksen und Pralinen zu verarbeiten. Als es der Firma nicht gut geht, drängt ihr Vater Elise dazu, einen Bäcker zu heiraten. Elise aber ist in einen anderen Mann verliebt und flieht nach einem Streit mit ihm nach Paris. Um die Firma zu retten begibt sich Amalie ins gerne Kalabrien um dort Süßholz anzubauen und verliebt sich in einen andeen Mann als den ihr Angetrauten ...
Meine Meinung: Normalerweise mag ich historische Romane sehr gerne Und ich mag es auch gerne wenn verschiedene Erzählperspektiven eine Rolle spielen. Aber mit dieser Geschichte tat ich mich sehr schwer. Es war unglaublich langatmig, die erste Hälfte ging mehr oder weniger mit, meiner Meinung nach, unerheblichen Dingen flöten. Das was wichtig für die Geschichte war, hätte in der Hälfte der Zeit erzählt werden können. Dann tat ich mich mit dem Stil sehr schwer. Amalie und Elise erlebten beide sehr berührende und auch spannende Dinge, die beide in einem mehr oder weniger separaten Erzählstrang erzählt wurden und erst am Ende wieder zusammen fanden. Soweit so gut. Aber die beider erzählten quasi durcheinander. In ein und demselben Kapitel wechselte öfters die Erzählperspektive von Amalie zu Elise und wieder zurück. Allerdings war dies nur durch einen "normalen" Absatz getrennt und wenn man nicht aufpassen, wundert man sich, wie es auf einmal weitergeht. Das fand ich sehr anstrengend und es hat mir auch ein wenig sie Lust und den Spaß an der Geschichte genommen. Brauchte ich doch manchmal ein paar Sätze, bis ich merkte, hoppla, die andere Schwester ist dran. Natürlich fügte es sich am Ende, aber der Weg dahin war für mich sehr beschwerlich, da ich selten längere Zeit am Stück lesen kann. Im Großen und Ganzen war es eine bewegende Geschichte mit einer unerwarteten Wendung. Ich fand nur den Weg dahin ein wenig schwer und anstrengend.
...suchen 1887 in diesem Buch ihr Glück. Beide sind sehr unterschiedlich vom Charakter, die ältere Schwester Amalie ist sehr pflichtbewusst und opfert sich sehr für den elterlichen Betrieb und die Wünsche ihres Vaters auf. So geht sie auch eine Vernuftsehe mit dem Verwaler des elterlichen Süssholzimperiums ein. Ihre Schwester Elise dagegen ist freiheitsliebend und wild, statt eine Ehe mit einem Bankier einzugehen entflieht sie mit ihrem Geliebten nach Paris um dort eine Lakritz-Confiserie zu eröffnen. So liegt es an Amelie ihren Vater und Ehemann nach Kalabrien zu einer Geschäftsreise zu begleiten...
Die Charaktere haben mich stellenweise an "Verstand und Gefühl " erinnert, durch ihren ganz unterschiedlichen Charakter. Die ganze Geschichte ist gut aufgebaut und wird aus der Perspektive von beiden Schwestern erzählt. Erst hab ich beide Stränge sehr gern gelesen, als Amalie aber in Kalabrien ankommt wurde mir dieser Strang etwas vorhersehbar und hatte ein paar Längen zwischendurch. Dafür fand ich es sehr interessant nicht nur Bamberg im 19. Jahrhundert kennen zu lernen, sondern auch Venedig, Kalabrien und Paris.
Den Strang um Elise in Paris fand ich sehr viel interessanter, es wird nicht nur von Lakritzgebäck und dem Bau des Eiffelturms erzählt, sondern auch von den ärmeren Gesellschaftsschichten und Menschen, die damals verpönt waren. Elise und ihr Freund sind sehr sympatisch und ich konnte hier deutlich besser mitfiebern als mit Amalie. Auch das Paris im 19. Jahrhundert und das Leben im Viertel in dem die beiden Leben, wird anschaulich erzählt. Insgesamt hätte man diesen Strang meiner Meinung nach noch besser ausbauen können, da ich sehr gern über Paris gelesen habe, manches darin aber etwas oberflächlich blieb.
Fazit: Ein schöner historischer Roman, den ich gern gelesen habe aber mit kleineren Schwächen, vorallem im Erzählstrang von Amalie. Für einen entspannten Sonntag aber durchaus empfehlenswert.
Das Buch dreht sich um zwei Schwestern, wie sie ungleicher kaum sein könnten. Amalie ist sehr pflichtbewusst und loyal, Elise dafür ihrer Zeit weit voraus und eine kreative Querdenkerin. Elise konnte ich ab der ersten Seite in mein Herz schließen, bei Amalie hat es etwas gedauert, aber der Weg dorthin war für mich absolut spannend. Die erschaffenen Charaktere sind in ihrem Denken und Handeln stets nachvollziehbar. Man merkt, dass sich die Autorin wirklich sehr viele Gedanken gemacht hat und nichts einfach nur so geschrieben oder beschrieben hat. Aber dies ist nur einer der Punkte, welcher die Geschichte für mich zu etwas ganz besonderem gemacht hat.
Begeistert hat mich auch der wundervolle Schreibstil. Das Buch lies sich so gut lesen und ich hatte das Gefühl, dass ich beim Lesen direkt vor Ort wäre, weil ihr Schreibstil sehr bildlich ist.
Der Leser bekommt hier so vieles geboten: Spannung, Überraschungen, viele Emotionen, starke Protagonistinnen, eine umwerfende Story und obendrein noch einiges an Wissen zur Lakritzherstellung und vielen anderen (für mich) sehr interessanten Dingen. Dazu darf auch erwähnt werden, dass die Recherche für dieses Buch sehr umfangreich war und Tara auch vor Ort einiges für das Buch angeschaut hat, was man der Geschichte definitiv anmerkt.
Gegen Ende hat das Buch so an Tempo zugenommen (was ich von historischen Romanen gar nicht kenne), dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Für mich ein absolutes must read!
Der erste Roman, den ich von Tara Haigh gelesen habe und dann gleich ein Volltreffer! Das Buch hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen und ich empfehle es von ganzem Herzen weiter!
Eine Geschichte über Lakritz und zwei Schwestern, die versuchen ihr Glück zu finden. Da ich gerne Lakritz esse, hat mich das Hörbuch sehr interessiert. Den Sprecher fand ich nicht störend, eine Sprecherin wäre für die Geschichte aber passender gewesen. Die Hauptcharaktere konnte man durch die wechselnde Perspektive gut verstehen und kennenlernen. Die Geschichte ist, bis auf einige Stellen, sehr ruhig und gemütlich, das hat mir gut gefallen. Für mich war es aber ein wenig zu viel Drama, gerade gegen Ende, und zwischendurch hat sich die Geschichte doch etwas gezogen, weil man schon wusste worauf es hinausläuft, aber insgesamt fand ich sie nicht schlecht.