Sachsen im Jahr 1190. Walter von Westereck, jüngster Spross eines Rittergeschlechtes, bestreitet unfreiwillig sein erstes Turnier beim Erzfeind seiner Familie, Graf Konrad von Lauenau.Dessen verwirrte Tochter Jolande fleht ihn an, sie aus den Händen ihres sadistischen Bruders Wilfried zu befreien. Er schenkt ihr keinen Glauben und zieht weiter, während ihr Bruder voller Hass Burg Westereck niederbrennt und seinen Vater kaltblütig hinrichtet.Walter schwört Rache, verfolgt Wilfried und Jolande, die überraschend wegen Blutschande und Sippenmord verurteilt, eine Bußfahrt ins Heilige Land antreten müssen.Er schließt sich einem Heer bewaffneter Pilger an, bis er die Stadt Akkon in Palästina erreicht, wo sich Christen und Muslime seit Jahren einen gnadenlosen Kampf liefern.Dort stößt er auf seinen Todfeind, doch der steht unter dem Schutz des großmächtigen Königs Richard Löwenherz …
"Der Krieger des Herrn" ist das zweite Mittelalterbuch welches ich von dem Autor gelesen habe. Beide Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden, die Geschichten haben nichts miteinander zu tun.
Als ich gehört habe es gibt ein neues Buch wusste ich, ich muss es einfach lesen und ich wurde absolut nicht enttäuscht. Ich habe das Buch zwar nicht in einem Rutsch geschafft, hatte allerdings wirklich Schwierigkeiten es aus der Hand zu legen.
Ich habe schon einige Bücher gelesen die im Mittelalter spielen und Tom Malley gehört mit seinen zu den Besten. Filme oder Serien die in dieser Zeit spielen sind eigentlich so gar nicht meins, aber Bücher liebe ich. So wie hier ein Turnier beschrieben wird oder die Reise ins Heilige Land, es ist so realitätsnah beschrieben wurden. Genau so stelle ich es mir vor wie es damals gelaufen ist. Ich bin kein Historiker, oder so etwas, aber ich finde dieses Buch wahnsinnig gut recherchiert. Man merkt wieviel Herzblut in diesem Buch steckt.
Als ich das Buch beendet hatte, dachte ich mir so, das kann doch nicht das Ende sein. So viele Fragen sind offen geblieben. Das ist doch nicht sein Ernst. Doch dann habe ich die schönste Nachricht überhaupt in der Danksagung gelesen. Es heißt noch nicht Abschied nehmen, es wird ein Wiedersehen mit mir liebgewonnenen Protagonisten geben. Darauf freue ich mich jetzt schon so wahnsinnig. Ich hoffe, der Autor lässt mich nicht allzu lange warten. Ich warte jetzt schon sehnsüchtig darauf Walter und Hartung wieder zu treffen. Gerade diese Beiden sind mir so sehr ans Herz gewachsen. Dankeschön das ich es lesen durfte.
Der Schreibstil des Autors ist so Bild- und Wortgewaltig, trotzdem flüssig geschrieben und spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Wer das Mittelalter liebt, sollte sich dieses Buch auf keinen Fall entgehen lassen. Ihr würdet wirklich etwas verpassen.
Walter von Westeck bestreitet unfreiwillig sein erstes Rittertunier. Ausgerechnet bei seinem Erzfeind Wilfried von Lauenau. Dort lernt er Jolande die Halbschwester von Wilfried kennen und verliebt sich in sie. Voller Hass brennt Wilfried Burg Westeck nieder und tötet seinen Vater kaltblütig. Walter schwört Rache und verfolgt ihn bis ins Heilige Land.
Ich habe schon mit großer Begeisterung das erste Buch von Tom Melley "Die Gebote des Templers" gelesen und daher war die Vorfreude auf dieses Buch sehr hoch. Chronologisch spielt "Der Krieger des Herrn" vor dem ersten Buch "Die Gebote des Templers". Man kann die Bücher aber auch unabhängig voneinander lesen.
Hier in diesem Buch geht es hauptsächlich um die Ritter Walter von Westereck und Hartung von Scharfenberg, die wichtige Nebenrollen in "Die Gebote des Templers" gespielt haben. Walter ist der Zweitgeborene aus dem Haus Westereck. Er wurde erst im Kloster und dann von einem Ritter als Knappe ausgebildet. Im Verlauf der Handlung erfahren wir viel über die Prinzipien des Adels und des Rittertums, begleiten die Protagonisten zu Turnieren und auf der beschwerlichen Reise ins Heilige Land. Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, die aber nicht im Zentrum der Handlung steht.
Tom Melley hat die fiktive Romanhandlung mit historischen Persönlichkeiten wie König Richard (Löwenherz) aus England, König Philipp II aus Frankreich, den Herzog Leopold V. aus Österreich und den Sarazenenführer Saladin verwoben. Dadurch wurde die Erzählung greifbarer und ich konnte mir vorstellen, dass es wirklich so gewesen sein könnte.
Der Autor hat einen sehr angenehm zu lesenden Schreibstil, mit dem er Szenen/Situationen gut beschreiben kann, ohne sich in Details zu verlieren.
Da das Ende recht offen bleibt, denke ich, dass wir uns auf eine Fortsetzung der Reihe freuen dürfen.