Diese Biografie hat meinen Respekt für Vivienne Westwood wachsen lassen, denn eins steht nach diesem Buch fest: Wer hart arbeitet und niemals aufgibt, der kann es schaffen.
Diese Buch besteht aus Interviews und Erinnerungen, die sehr schön lebendig in das Leben der Modeschöpferin entführen. Der Autor bringt einem Vivienne Westwood sehr nah und es ist nach der Lektüre so, als hätte man Selbst eine Zeit mit ihr verbracht und sich von ihr ihre Lebensgeschichte erzählen lassen. Der Autor hat es wunderbar geschafft durch die Gesprächsatmosphäre den Eindruck zu erwecken, dass man mit ihr zusammensitzt und ihr zuhört, wie sie mit leiser und ruhiger Stimme plaudert und reflektiert, wo sich dann immer mal ihr Ehmann, Freunde oder die Kinder einmischen.
Und so lässt sie uns teilhaben an der Nachkriegszeit in der sie heranwuchs. Eine Zeit in der DIY noch nicht chic, sondern notwendig war. Sie nimmt uns mit zu den Geburtsorten des Punk und schildert ihre arbeitsreiche Zeit mit ihrem Partner Malcolm McLaren.
Wir erfahren, dass sie immer nur am arbeiten war, zwei Kinder versorgend und einen Mann unterstützend, der versuchte seine Träume zu leben und der ein purer Egoist war. (jedoch ein unglaublich inspirierender Egoist) Bishin zu ihrem Einsatz für den Planet und eine bessere Zukunft nicht nur für ihre Nachkommen, sondern für alle Generationen, die noch kommen werden.
Vivienne Westwood hat im Leben nichts geschenkt bekommen. Für sie war ihr Leben meistens ein Kampf - Egal ob gegen Konventionen, Malcom oder die Geschichtsvollzieher. Es ist wirklich ein wahres Wunder, dass sie nie aufgegeben hat. Doch wer beharrlich geht, kommt auch ans Ziel.
Warum man zu diesem Buch greifen sollte?
1. Wenn man sich für die Entstehungsgeschichte des Punk interessiert, für Mode und Vivienne Westwood.
2. Wenn man Geschichten über starke Frauen mag, die niemals aufgeben und für die harte Arbeit kein Fremdwort ist. Natürlich will man sie manchmal schütteln, wenn Malcolm wieder einmal die Familie auf Problemen sitzen lässt und sie ihm trotzdem noch den Rücken stärkt, aber letztlich ist sie eine starke Frau, auch wenn ihre Freunde meinten sie sei zeitweise eine echte Schande für den Feminismus gewesen.
3. Man unkonventionelle Leben mag. Denn Vivienne ging und geht immer andere Wege als die meisten Menschen. Sei es in Sachen Kindererziehung, Beruf, Beziehungen... Es ist kein Leben an dem ich mich orientieren würde, aber extrem spannend darüber zu lesen.