"Jeder Akt der Freiheit, des Ausgang aus dem Haus, das Verlassen der Gegenwart, die Trennung von Traditionen, die Lösung vom Selbst, das Ablegen einer Religion und das Aufbegehren gegen das Aufbegehren selbst, ist ein Abenteuer. Es ist immer beschwerlich und es kann dramatisch sein: Wer nach Freiheit strebt, riskiert sein Leben!"
Ausgehend von seinen persönlichen Erfahrungen in den Gefängnissen des Assad-Regimes in Syrien und den folgenden Jahren im Exil untersucht Yassin Al-Haj Saleh mit bestechender Klarheit alle Aspekte der Freiheit des Menschen. Er zeigt auf, mit welcher Gefahr und Mühsal der Freiheitsdrang verknüpft ist, nämlich mit der Veränderung des Denkens und den äußeren Gegebenheiten, und verweist auf die Freiheit als eine Bewegung, als den entscheidenden Schritt, weiter als sonst zu gehen und dabei neue, bisher unbekannte Räume zu entdecken. Denn gerade weil Freiheit entweder zum Krieg oder aber zur Kultur führt, liegt im Umgang mit ihr der Schlüssel zu einer menschenwürdigen Welt. Diese freie Meditation über die Freiheit ist eine mit abstrakten Begrifflichkeiten niedergeschriebene Erzählung. Es ist eine Geschichte von Abenteuern und allen Arten von Gefahren – geschrieben, um neu geschrieben zu werden.