Hamburg 1835. Mit dem Export von Eis sind Katya und die anderen Eisbarone zu Vermögen gelangt. Das Geschäft floriert, doch in Katyas Ehe kriselt es, und ihr Kinderwunsch ist unerfüllt geblieben. Im Hamburger Gängeviertel trifft sie eines Tages auf die kleine Betje, die sie sofort in ihren Bann zieht – nicht nur wegen ihres brandroten Haars. Das Mädchen ist erstaunlich geschäftstüchtig und stellt sich beim Betteln und Feilschen deutlich geschickter an als die anderen Kinder. Katya beschließt, Betje bei sich aufzunehmen und ihr vielleicht sogar eines Tages das Geschäft zu überlassen. Doch Habgier und Eifersucht drohen alles zu zerstören … Eine Hamburger Handelsdynastie in stürmischen Zeiten – die fesselnde Fortsetzung der »Eisbaronin«
Am Rand des Schwarzwalds geboren und aufgewachsen, finanzierte sich Nicole C. Vosseler ihr Studium der Literaturwissenschaften und der Psychologie mit einer Reihe von Nebenjobs. Bereits früh für ihre Kurzprosa, für Essays und Lyrik ausgezeichnet, wandte sie sich später dem Schreiben von Romanen zu. Ihr Debüt "Südwinde" wurde hochgelobt; 2007 wurde ihr der Förderpreis der Stadt Konstanz für junge Künstler in der Sparte Literatur verliehen. "Der Himmel über Darjeeling" und "Unter dem Safranmond" standen jeweils mehrere Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Ihre Bücher wurden bisher in neun Sprachen übersetzt.
Nicole C. Vosseler lebt in Konstanz, in einem Stadtteil, der ganz offiziell "Paradies" heißt. Wenn sie nicht in ihrem Schreibstudio am Seerhein an einem ihrer Romane arbeitet, reist sie mit der Kamera um die Welt, wo sie sich als selbsternannte Food-Ethnologin betätigt, trotz ihrer Höhenangst auch mal einen Vulkan besteigt und auch sonst das Abenteuer sucht.
Nachdem ich im letzten Jahr den Auftakt zur Eisbaronin-Saga sehr gerne gelesen habe, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Ich habe trotz des Jahres zwischen dem Lesen der beiden Bücher wieder gut in die Geschichte reingefunden und mich in die Geschehnisse hinein versetzen können.
Der Kontor der Eisbarone läuft gut und die Verschiffung des Eises ist erfolgreich, aber dennoch beschäftigt die Geschäftsleute das eine oder andere Problem. Insgesamt fehlte mir hier jedoch manchmal ein wenig das Tempo und ich hätte ein wenig mehr Spannung und Dramtik gebrauchen können, was jedoch erst zum Ende des Buches so richtig der Fall ist.
Es tauchen neue Charaktere im Buch auf, so dass man zunächst das kleine Mädchen Betje begleitet, die von zu Hause abgehauen ist und unterwegs auf Hannes trifft, mit dem sie dann nach Hamburg kommt und dort dann auf Katya trifft. Ich mochte die Geschichte rund um Betje und wie sich Katya ihrer annimmt und um sie kümmert.
In Katyas Ehe kriselt es und auch bei den anderen Eigentümern des Kontors läuft im Privaten nicht alles rund. Hier war es mir manchmal ein wenig zu viel mit den verschiedenen Betrügereien und gefühlt hatte jeder mit jedem was.
Insgesamt konnte mich der zweite Teil der Saga gut unterhalten und ich bin gespannt wie es mit dem Kontor, aber auch mit Betje, weitergeht.
Auch der zweite Teil dieser Reihe hat mich restlos überzeugt und mich wieder entführt in Welten, die nicht verschiedener sein können. Auf der Suche nach dem Eis reisen wir nicht nur in die kalten Gefilde um neues Eis zu finden und abzubauen, sondern diesmal auch durch den Verkauf in südliche, exotische Länder. Durch ihre wundervolle Begabung der bildlichen Beschreibung spürte ich nicht nur die Kälte und sah die unendlichen Eiswüsten, nein ich schwitze auch mit Betje und Katya in Indien, sog die exotischen Düfte aus und sah das Land vor Augen, von dem ich weiß, dass die Autorin es sehr liebt. Und das spürt man auch.
Aber auch Hamburg kommt nicht zu kurz. Auch hier werden die schönen Seiten beschrieben, aber wir erleben auch die furchtbare Brandkatastrophe 1842. Sehr ergreifend geschrieben.
Neben den uns wohlbekannten Charakteren, kommen hier neue hinzu. Betje und Hanno, Pawel und Zacharias. Wir erleben, wie Betje und Hanno vom Kind zum Erwachsen heranreifen, erleben ihre Entwicklung. Aber wir erleben auch, wie es mit Katya, Grischa, Christian und Thilo, also den Eisbaronen, weitergeht.
Faszinierend auch die Perspektivenwechsel von Charakter zu Charakter. Die Intensität mit der wir dadurch mit jedem einzelnen lieben, leben, leiden oder hassen, macht dieses Buch aus.
Mir hat dieser zweite Band von „Die Eisbaronin“ sehr gut gefallen. Mit viel Leidenschaft erzählt die Autorin die Geschichte fesselnd weiter: locker leicht, dramatisch, traurig, mit viel Herz. Alte und neue Protagonisten greifen ineinander, berühren, lassen mich weinen, freuen, lachen, nachdenken. Niemals geben sie auf und so bin ich gespannt auf den dritten Teil.
Für mich eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne.
Hamburg 1835. Katya, Grischa, Thilo und Christian haben ihr Geschäft mit dem Eis etabliert und Katya und Thilo haben geheiratet. Alles könnte also hervorragend laufen und doch gibt es immer wieder Rückschläge. Sowohl geschäftlich als auch privat.
Bei Katya und Thilo wollen sich keine Kinder einstellen, was Katya sehr betrübt. Als sie dann Bentje trifft, ein Hamburger Straßenkind, das sich geschäftstüchtig über Wasser hält, beschließt sie, Bentje unter ihre Fittiche zu nehmen. Doch auch das erweist sich als schwieriger als erwartet und weitere Schicksalsschläge warten auf die Familien Petersen und Voronin.
Nicole Vosseler gelingt es wieder hier eine ganz eigene Welt zu schaffen. Man kennt ja gerade Hamburg schon aus vielen anderen Büchern und doch wirkt es hier anders, durchlässiger. Vielleicht, weil weder die Petersens noch die Voronins aus der ursprünglichen Hamburger Kaufmannschaft kommen und sich ihren Wohlstand selbst erarbeitet haben.
Mit Bentje und Hanno kommt eine neue Generation zu den Familien, beides Kinder, die früh auf sich gestellt waren und die sich ihr Leben hart erarbeitet haben. So passen sie gut in die Familie, die das Geschäft der Eisbarone ja auch ist, hinein.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, auch wenn ich zwischendrin Momente hatte, in denen mir zu viel Dramatik in der Geschichte war. Was ich wieder schön fand war, dass durch die Perspektivwechsel jeder Beteiligte mal von innen und mal von außen beleuchtet wurde. So bekommt man als Leser einen umfassenderen Einblick in die Charaktere.
Ich bin schon gespannt, wie diese Trilogie enden wird. Das Buch endet glücklicherweise nicht mit einem offenen Ende, aber trotzdem freut man sich am Ende darauf die Familie noch ein weiteres Mal begleiten zu dürfen.
Von daher kann ich nur eine Leseempfehlung aussprechen!