Februar in der Provence – es wird langsam Frühling, die Mandelbäume blühen. Und Capitaine Roger Blanc wird nach Les Baux gerufen. In einem düsteren Tal unterhalb der berühmten Burgruine liegen die Carrières de Lumières, ein aufgegebener Steinbruch, in dem nun Kunstausstellungen gezeigt werden. Während eines Besuchs wurde ein Mann ausgeraubt und brutal ermordet. Wie sich zeigt, war das Opfer, Patrick Ripert, Privatdetektiv. Der wohlhabende Besitzer eines Mandelhofs in der Nähe hatte ihn erst wenige Tage zuvor engagiert, weil ein Bild aus seiner umfangreichen Sammlung gestohlen worden war. Wie hängt all das zusammen? Blanc findet heraus, dass Ripert heimlich noch ganz andere Nachforschungen angestellt hat, und stößt auf ein grausames Verbrechen: Vor sieben Jahren wurde eine ganze Familie ausgelöscht, es war eines der blutigsten Dramen der französischen Kriminalgeschichte. Der Mörder ist damals in der Provence untergetaucht – und nie wieder hat jemand eine Spur von ihm gefunden. Bis jetzt. Als ein weiterer Mord geschieht, ist klar, dass Blanc dem Täter sehr nahe gekommen sein muss …
1965 in Flensburg geboren, studierte in Köln und Washington Anglo-Amerikanische Geschichte, Alte Geschichte und Philosophie und lebt heute mit seiner Familie in der Provence.
Seit einigen Jahren Redakteur bei GEO sowie Geschäftsführender Redakteur des Geschichtsmagazins GEO EPOCHE. Außerdem schreibt R. historische Romane und Sachbücher.
Der Februar 2020 ziert sich noch im Süden Frankreichs, als während einer Beamershow an die Felsen des Carrières de Lumières von Les Baux ein Toter gefunden wird. Im ehemaligen Steinbruch war ihm - unbemerkt von den Zuschauern - mit erheblicher Kraft die Kehle durchgeschnitten worden. Patrick Ripert, ein prominenter Kunstfahnder, recherchierte in der Region offiziell nach dem verschwundenen Bild einer einheimischen Künstlerin. Roger Blanc und seinen Kollegen Tonon und Souillard fällt sofort das Missverhältnis auf zwischen Riperts üppiger Spesenrechnung auf Kosten eines lokalen Mandelbauern und dem unauffälligen Gemälde. Hat das Bild einer Frau mit Mandelzweig evtl. eher symbolische Bedeutung – oder dient es dem Privatermittler am Ende als Tarnung für einen völlig anderen Auftrag?
Während der Tourismus in der Provence bereits das Ausbleiben der Besucher aufgrund der Corona-Pandemie zu spüren bekommt, befragen Blanc und seine Kollegen Riperts Auftraggeber Charles Féraud. Der Mann hat, wie viele andere Franzosen auch, in den letzten Ausläufern der Wirtschaftskrise einen geschäftlichen Neuanfang gewagt und sein Vermögen in einen Mandelhof investiert. Die Ermittler wundern sich allerdings, dass innerhalb eines Jahres außer Féraud auch der Museumsdirektor (u. a. für den Steinbruch zuständig) und der Arzt Dr. Bazin in die Provence gezogen sind. Direktor Pavy und der Fahnder stammen aus dem kleinen Ort, der zurzeit ihres Neuanfangs durch ein spektakuläres Verbrechen und die Flucht des Täters die Schlagzeilen füllte. Für Blanc sind das ein paar Zufälle zu viel. Er wird die Neubürger und die Familienbande der Férauds genauer unter die Lupe nehmen – sei es nun legal oder halblegal. Dass Blancs Vermutungen offenbar ins Schwarze getroffen haben, provoziert den Täter zu einem weiteren Mord.
In Cay Rademachers 8. Provence-Krimi mit Roger Blanc und Kollegen herrscht von Beginn an eine melancholische Stimmung, verstärkt durch das heutige Wissen, dass die Corona-Pandemie vor Frankreichs Süden nicht haltgemacht hat. Während die Ermittler sich beruflich mit Personen befassen, die durch einen Neuanfang Vergangenes abzuschütteln versuchen, sinnt Blanc darüber nach, wie endlich sein Leben ist und ob er wirklich in der Provence angekommen ist. Dass er im Beruf von Singles umgeben zu sein scheint, war mir vor Blancs besinnlichen Momenten gar nicht aufgefallen. Mit einer etwas zu stark aus dem Zylinder gezauberten Lösung wieder ein stimmungsvoller Regionalkrimi, der mein Fernweh nach Frankreich weckt …
Es ist die Zeit der Mandelblüte in der Provence. Allerdings hält das die Mörder nicht von ihren Taten ab. Capitaine Roger Blanc und sein Team werden zu einer Kunstausstellung in einem Steinbruch gerufen. Dort wurde ein Besucher tot aufgefunden. Sofort ist erkennbar, dass es sich nicht um einen natürlichen Tod handelt. Schnell finden sie heraus, dass der Mann von einem ortsansässigen Mandelbauern engagiert worden ist. Diesem wurde ein Bild gestohlen und es sollte wiederbeschafft werden. Allerdings finden die Polizisten auch heraus, dass der Tote, ein Privatdetektiv, auch noch in einer anderen Sache ermittelt hat. War die Annahme des Auftrags nur vorgeschoben?
In seinem achten Fall erlebt Capitaine Roger Blanc die Mandelblüte in Les Baux. Lange Zeit wurden in Europa kaum noch Mandelbäume gepflanzt. Doch nach und nach kommen die Landwirte wieder dazu, sich für die Bäume und ihre Früchte zu interessieren. Gleichzeitig wurde die Tat an einen außergewöhnlichen Ort durchgeführt. In einem stillgelegten Steinbruch werden Bilder bekannter Künstler an die Wände projiziert. Warum ist ausgerechnet hier ein Mord geschehen? Zunächst wird der Leiter des Kunstprojekts befragt und dann der Auftraggeber des Toten. Dieser hatte einen bestimmten Personenkreis in Verdacht und auch seine Gründe, nicht zur Polizei zu gehen.
Der Autor ist nicht nur ein Kenner der Provence, er hat auch seine Zelte dort aufgeschlagen. Man merkt seinen Romanen an, dass er über einen Lieblingsort schreibt. Das weckt das Interesse an einem Urlaub. Da viel Liebe auf die Schilderungen der Umgebung verwendet wird, fängt die Ermittlung eher gemächlich an. Wie eigentlich nicht ungewöhnlich tappen die Beamten zunächst im Dunklen. Erst als sich noch etwas ganz anderes abzeichnet, wird es langsam spannend. Im Privaten hat sich die Situation für Roger Blanc beruhigt. Für ihn heißt ruhig aber irgendwie auch langweilig. Vielleicht ist die Bekanntschaft mit seiner Nachbarin Paulette ein guter Ansatz. Dieser achte Band der Reihe verläuft eher ruhig, was zum Glück dennoch in einen fesselnden Fall mündet, der einem klarmacht, dass auch in einer angesehenen Familie nicht immer alles so ist, wie es den Anschein hat.
Hochspannung in idyllischer Landschaft Bei einer Kunstaustellung in den Carrières de Lumières wird ein Mann ermordet. Das Opfer entpuppt sich als der Privatdetektiv Patrick Riper. Dieser wurde von Charles Féraud, dem Besitzer eines Mandelhofs engagiert um ein Bild, dass aus seiner Sammlung gestohlen wurde wiederzufinden. Bei den Ermittlungen stößt Captain Roger Blanc auf viele Ungereimtheiten und auf ein sieben Jahre zurückliegendes Verbrechen. Damals hat ein Mann seine ganze Familie ausgelöscht und ist in die Provence geflüchtet. Seither wurde er nie wieder gesehen. Noch ahnt Captain Roger Blanc nicht wie nah er dem Mörder ist. „Schweigendes Les Baux“ ist der 8. Fall der Krimireihe um Capitaine Roger Blanc von Cay Rademacher. Das Buch hat mich, wie auch seine Vorgänger bereits von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Ich mag den kauzigen und unkonventionellen Capitaine der, wenn es darum geht einen Fall zu lösen, sich nicht darum schert was seine Vorgesetzten von ihm verlangen. Das hat ihm schon seine Versetzung von Paris in die Provinz eingebracht. Auch seine Mitstreiter Marius Tonon und Fabienne Souillard sind mir von Anfang an sympathisch. Der Fall und die dazugehörigen Ermittlungen sind auch in diesem Band wieder sehr spannend erzählt. Es macht Spaß mit zu ermitteln, abzuwägen und zu rätseln wer der Täter ist. Bei diesem Fall war es recht schwierig, ich war genauso ratlos wie Capitaine Blanc und seine Mannschaft. Der Autor weiß einfach, wie er seine Leser in die Irre führen und wie er Spannung erzeugen kann. Der Schreibstil von Cay Rademacher gefällt mir sehr gut. Er versteht es seinen Protagonisten Leben einzuhauchen, beschreibt die Landschaft so, dass man sie vor seinem inneren Auge sehen kann. In jedem Band der Krimireihe gibt es neue Orte und Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Auch hat Cay Rademacher die Zeit der Handlung (Februar 2020) sehr gut eingefangen und auch vor der herannahenden Bedrohung durch das Coronavirus keinen Halt gemacht. Hier jemand mit Maske, dort fehlende Touristen. Man spürt das was am Anrollen ist, kann es aber nicht greifen. Die Hauptsequenz des Inhalts liegt bei den Ermittlungen aber auch das Private liest sich gut. Es bringt einen den Kommissar etwas näher und ist ein Bindeglied zwischen den einzelnen Bänden der Krimireihe. Die Fälle sind in sich abgeschlossen. So kann auch „Schweigendes Les Baux“ unabhängig von den vorherigen Bänden gelesen werden. Aber ich denke spätestens nach einem Band wird auch dich die Sucht erfassen.
Roger Blanc und sein Teamwerden nach Les Baux gerufen. In einer Kunstaustellung, die in einem Steinbruch gezeigt wird, wird die Leiche eines Mannes gefunden. Er ist Privatdetektiv und wurde erst vor kurzem vom Besitzer eines Mandelhofs eingestellt, um den Diebstahl eines wertvollen Gemäldes zu untersuchen. Es stellt sich schnell heraus, dass der Diebstahl nur eines der Geheimnisse ist, die es in der Familie gibt.
Dieses Mal muss das Team nicht nur einen Fall lösen. Indizien, die auf dem Mandelhof gefunden werden, deuten auf einen alten Fall von vor sieben Jahren hin. Damals hat ein Mann seine Familie getötet und ist dann untergetaucht. Der Fall wurde nie aufgeklärt.
Die Familie auf dem Mandelhof verhält sich mehr als seltsam. Es macht den Eindruck, als ob die Mitglieder nichts miteinander gemeinsam haben und nur nebeneinander her leben. Genauso ging es mir mit den Freunden und Bekannten der Familie: man ging miteinander um, hatte aber nicht viel gemeinsam. Je mehr ich über sie erfahren habe, desto weniger wusste ich. Dieser Fall wurde mit jeder neuen Spur nur verwirrender.
"Schweigendes Les Baux" spielt im Frühjahr 2020, ganz zu Beginn der Pandemie also. Wie die Menschen in der Provence und das Team im Besonderen damit umgegangen sind, fand ich interessant zu lesen. Deshalb bin ich gespannt, wie es mit dem Team weitergeht, denn es gibt einige Andeutungen, was passieren kann.
Aufgrund der Dynamik in der Familie und den eher verwirrenden als hilfreichen Spuren hat mir dieser Teil nicht so gut gefallen die anderen aus der Reihe.
Plus: I liked this a lot because there were loads of plot twists and I really wasn‘t sure who the murderer was right until the end. Minus: It‘s weird to read about Corona in books. I have no idea why they wanted to mention that. Even now it already kind of sounded outdated?
storyline: **** main characters: ***** side characters: **** world building: **** editing: ***** 4.5 Gelungene Fortsetzung der Reihe. Ein spannender Fall und auch privat geht es für M. Blanc langsam wieder bergauf.
Es war super bis zur Auflösung. Ich hasse die transgender werden um sein Verbrechen zu verbergen trope. Muss man Leute, die eh schon gefährdet sind in einem solchen Licht darstellen?
This entire review has been hidden because of spoilers.
4.5 Sterne. Wunderbar. Perfekte Urlaubslektuere. Ein toller Krimi gepaart mit einer schönen Liebesgeschichte. Seit einigen Bänden hoffe ich, dass Robert Blanc und Paulette ein Paar werden ….!!
This entire review has been hidden because of spoilers.