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Josephine Baker: Weltstar – Freiheitskämpferin – Ikone

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Als Freda McDonald 1906 in einem Armenviertel in Saint Louis zur Welt kommt, deutet nichts darauf hin, dass sie als Josephine Baker als erster afroamerikanischer Superstar die Welt erobern wird. Die Chancen stehen denkbar schlecht, für die uneheliche Tochter einer Wäscherin, die Gesetze der Rassentrennung ins Gegenteil zu verkehren, doch Josephine Baker hält sich an keine Regeln, sie macht ihre eigenen. Für sie gibt es immer noch eine weitere Rolle, in der sie sich neu verwirklichen kann und Erfolge feiert. Ob auf der Bühne, als Truppenunterhalterin und Kriegsheldin – oder im Leben, Josephine kennt nur den Superlativ. Der Weg der Josephine Baker von der Tänzerin im Bananenröckchen zur politischen Figur war lange – und wirkt lange Wenn Stars wie Madonna, Angelina Jolie und Beyoncé heute ganz selbstverständlich ihre Herkunft hinter sich lassen, in schlossähnlichen Häusern residieren, sich politisch engagieren und Kinder verschiedener Nationen adoptieren, dann treten sie – bewusst oder unbewusst – das Erbe der Josephine Baker an.

258 pages, Kindle Edition

Published October 1, 2020

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Mona Horncastle

17 books1 follower

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Arcimboldis World.
142 reviews7 followers
June 22, 2021
Wer kennt sie nicht? – Josephine Baker. Tänzerin, Diva, Gesamtkunstwerk, Muse, Ikone, Superstar. Im österreichischen Molden-Verlag erschien im Herbst 2020 eine schön gestaltete und sehr lesenswerte Biographie dieser aussergewöhnlichen Künstlerin…
Der sehr gut recherchierte Band der Publizistin Mona Horncastle bietet interessante Einblicke in die frühen Hardcore-Tingeltangel-Jahre von Josephine Baker, ihren fulminanten Aufstieg zum schillernden Star und zur Muse zeitgenössischer Künstler und ihren Kampf für Freiheit, Emanzipation und Anerkennung sowie ihr privates Leben und ihr politisches Engagement. Man erfährt interessante Details, etwa zu ihrer „Regenbogen-Familie“, zu ihren vielen Affären mit Männern und Frauen, aber auch zu ihrem Engagement in der französischen Résistance während des zweiten Weltkriegs. Eine schillernde Figur, eine Vorreitern für Frauenrechte und die Anti-Rassismus-Debatte – dankenswerterweise niedergeschrieben ohne grossen Pathos. Hardcastle betrachtet eher analytisch und fachlich dieses turbulente Leben. Das ist wohltuend.
Der Weg der Josephine Baker von der Tänzerin im Bananenröckchen zur politischen Figur war lang – doch ihre zahlreichen Anti-Rassismus-Projekte waren mutig, richtig und konsequent an einer wesentlichen Einsicht orientiert: „Letzten Endes gibt es nur eine Rasse: die menschliche Rasse“ (Josephine Baker). Nicht nur für ihre künstlerischen Leistungen, auch und vor allem für ihr politisches Engagement erhielt die grosse Künstlern, die 1975 mit nur 68 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls starb, in Frankreich ein Staatsbegräbnis. Rund 20000 Menschen standen an den Strassen, als ihr Sarg durch Paris gefahren wurde. Horncastles Biographie zeigt nicht nur das Leben von Josephine Baker, sie ist ein wichtiges Zeitdokument und ein absolutes Muss, wenn man sich für Themen wie LGBTQI+, Gleichstellung, Entertainment, Tanz oder auch einfach nur Showbiz und Glamour interessiert und/oder begeistern kann.
Profile Image for Lilli.
114 reviews
August 2, 2025
Bin sonst kein sehr großer Fan von Biografien, aber Josephine Baker hatte wirklich ein sehr spannendes und inspirierendes Leben. Ihr Weg aus den USA nach Europa als Tänzerin, Entertainerin und Sängerin ist unfassbar spannend. Besonders im Hinblick als erste schwarze Frau, die auf den großen Bühnen spielen durfte und sich gegen die Rassentrennung eingesetzt hat.
Profile Image for schneefink.
338 reviews
February 12, 2021
3.5 Ich lese kaum Biographien, bin also nicht wirklich das Zielpublikum, aber das Buch war trotzdem interessant. Teilweise las es sich mehr wie eine Zusammenfassung von Biographien und das notwendigerweise bei der Menge an Material. Am besten gefielen mir jeweils die Sittenbilder der damaligen Zeit.
52 reviews
February 6, 2021
"Viele Kräfte sind nötig, um eine Gesellschaft zu verändern, aber der Kampf jedes Einzelnen ist der stete Tropfen - und Josephine tut ihr Möglichstes, um diesen Stein zu höhlen."

Dieses Zitat aus dem Buch spiegelt aus meiner Sicht am besten wider, wie die Person Josephine Baker in dieser Biografie dargestellt wird. Sie war eine Kämpferin, die rücksichtslos, und zuweilen auch sehr naiv, ihr Ideal von Gleichberechtigung verfolgte. Teilweise war sie ihrer Zeit weit voraus.

Die Autorin hat meinem Empfinden nach sehr gut recherchiert und zeichnet auch ein Bild der Gesellschaft, in der Josphine um Anerkennung ringt.
Manchmal wird dabei eher mehr Wert auf die historische Einbettung gelegt, als auf das was Josephine eigentlich antreibt und wie sie sich dabei gefühlt hat. Trotzdem wird sehr deutlich, welch ein extrem idealistischer, energiegeladener und teilweise wirklichkeitsferner Mensch sie war. In dieser Biografie werden viele Persönlichkeitsmerkmale aufgezeigt, die diese Frau insgesamt erst zu diesem Menschen hatten werden lassen.

Der Schreibstil der Autorin ist eher komplex und wissenschaftlich gehalten, manchmal auch etwas zäh. Obwohl die Person Josephine Baker facettenreich dargestellt wird, schafft dieser Stil zusammen mit der Informationswiedergabe auch eine gewisse Distanz. Mir fehlte es etwas an dem grefibaren, den menschelnden, was Josehpine im Überfluss gehabt haben muss. Die ausgewählten Bilder haben mir sehr gut gefallen.

Diese Biografie hat mich dazu insperiert mir alte Filmaufnahmen von Josephine Baker anzuschauen. Ob man ihren Tanzstil samt der Grimassen heute mag oder nicht, diese Frau hat sich nie verbiegen lassen und außergewöhnliches geleistet.
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