RABAUKEN, das Prosadebüt von Jan Koslowski, ist ein vermessenes Buch, so wie wir es mögen. Es ist nicht engagiert, es ist nicht auf den ersten Blick politisch, es ist nicht: form follows function. Es ist: eine Liebeserklärung und ein literarischer Tagtraum. Ein Tagtraum, in dem nur das erlaubt ist, was schön ist. Das heißt: Aperitifs trinken, in Betten herumliegen, mit Sportwagen fahren, Isabel Marant-Schals stibitzen, Einkaufslisten schreiben. Essen, Trinken, Schlafen, schöne Männer, schöne Frauen – Jan Koslowski entwirft in seinem ersten Prosabuch ein Leben im Stillstand, mit einem Protagonisten, der nicht still stehen kann. Sein dekadenter Held heißt Yusuf und Yusuf lebt, als wäre er gefangen im Frankreich des Fin de Siècle, oder vielleicht auch einfach nur in der Gegenwart des nahenden Postkapitalismus.
Nervig. Schwer der Geschichte zu folgen, weil sich die Sätze so schnöselig verheddern, Protagonist*innen sind so entitledte Stadt Arschlöcher, die immer mal wieder aufs Land flüchten um da dann Kette zu rauchen
Koslowski hat das so gut geschrieben! Das hat richtig Fleisch dran, und ist malerisch. Normalerweise mag ich das gar nicht, wenn es viele Leerstellen und Geheimnisse gibt, aber durch die gute Beschreibung, und weil das irgendwie auch zum mood des Buches dazu gehört, macht das nichts, und verbessert die Erfahrung auch.
Konnte es nicht zuende lesen. Eindimensionale selbstdarstellerische Charaktere und unnötig lange und verschachtelte Beschreibungen einer Atmosphäre, die alles andere als authentisch wirkt..