Wenige Tage vor Weihnachten steckt Joachim mitten in der Sinnkrise. Seit Wochen geht er kaum noch vor die Tür. Wird sich das jemals wieder ändern? Doch dann bekommt Joachim völlig überraschend ein Schwein geschickt. Einfach so, per Post. Ohne Absender, dafür quicklebendig. Joachim kann sich keinen Reim darauf machen. Und so fasst er einen folgenschweren Gemeinsam mit seinem neuen Haustier, das er auf den Namen Mookie tauft, wagt er sich hinaus in die Winterkälte, um das Rätsel zu lösen. Ein unglaubliches Abenteuer nimmt seinen Lauf …
Joachim ist am Boden: seit Monaten hockt er zuhause, schlägt die Tage tot und versucht die wirren und ausweglosen Gedanken im Alkohol zu ertränken. Er vernachlässigt Freunde, Familie, die Arbeit und nicht zuletzt sich selbst. Doch am 24. Dezember steht plötzlich ein an ihn adressiertes Paket vor seiner Haustür und darin befindet sich nichts anderes als ein quicklebendiges Schwein. Doch wer würde ihm ein solch ungewöhnliches Haustier schenken? Er begibt sich zusammen mit seinem neuen tierischen Begleiter Mookie auf die Suche nach dem mysteriösen Absender.
Natürlich befindet er sich letztendlich nicht nur auf den Spuren des heimlichen Schenkers, sondern auch auf der Suche nach sich selbst und der Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Dabei erhält er einige Erkenntnisse über sich, seine Vergangenheit und die Menschen, die er aufsucht.
Auf den ersten Seiten zieht das Buch doch ein wenig runter. So beschreibt Joachim die jüngsten Ereignisse, die zu seinem Zustand führten, lässt sich über seinen trostlosen Alltag aus und tut allerlei verrückte und wenig durchdachte Dinge, die schon fast Verzweiflungstaten gleichen. Kurzum: man merkt wie schlecht es ihm geht. Dementsprechend werden Depressionen, Angststörungen und auch Panikattacken thematisiert. Obwohl der Protagonist einem nicht unbedingt immer sympathisch ist, kann man sich dennoch sehr gut in ihn hineinversetzen und fühlt seinen Leidensdruck. Daher kann man teilweise schon verstehen, warum er sich manchmal merkwürdig verhält.
Das Hausschwein Mookie spielt natürlich auch eine nicht unerhebliche Rolle. Auch wenn es gar nicht so viel macht, sondern manchmal einfach nur da ist und rumschnüffelt, versprüht es einen einzigartigen Charme und gibt dem Buch das gewisse Etwas.
Für mich ist "Mookie Weihnachten mit Schwein" kein typisches Weihnachtsbuch, das diese spezielle Stimmung und Atmosphäre verbreitet. Joachim an sich mag das Fest noch nicht mal besonders. Es ist eher die Botschaft, die Hoffnung macht. Depressionen müssen nicht das Ende sein, manchmal kann eine Kleinigkeit dafür sorgen, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Mir haben diese teils tiefgründigen und emotionalen Parts ebenso gut gefallen wie die amüsanten und süßen Situationen, die hauptsächlich durch Mookie ausgelöst werden. Lesenswert.
Joachim ist arbeitslos, seine Freundin hat ihn verlassen und er geht nur noch aus der Wohnung, um im Späte gegenüber Alkohol zu kaufen. Außerdem sieht er keinen Sinn mehr im Leben.. Das Buch beginnt recht trostlos, man fühlt die Einsamkeit, die Joachim umgibt. Doch am 23. Dezember steht plötzlich ein Paket mit einem kleinen Schweinchen vor seiner Türe. Mookie - so tauft er das Tier - muss ihm von jemandem geschickt worden sein, der ihm böses will. Und so macht er sich mit dem Schwein an der Leine auf die Suche nach dem Absender.
Spoiler!!
Dabei findet er aber im Gegensatz zu seinen Erwartungen neue Freunde, kommt seiner Familie wieder näher und wächst über seine Grenzen hinaus. Er beginnt, wieder Sinn im Leben zu sehen!
Spoiler Ende!
Und das alles nur, weil ihm jemand ein Schwein geschenkt hat.
Der Schreibstil war der Geschichte angemessen und ließ sich sehr gut lesen. Auch die Gefühle kamen gut bei mir als Leser an. Ich habe die Geschichte in einem Nachmittag gemütlich gelesen, das geht wirklich gut. Die Autorin hat der Geschichte auch einen gewisse Prise Humor verpasst, finde ich sehr gelungen. Teilweise werden auch Klischees aufgegriffen - und oft genug zum Glück widerlegt. Außerdem gibt die Geschichte einem das Gefühl, dass wirklich alles im Leben seinen Sinn hat und man dafür dankbar sein sollte, ohne übertrieben kitschig zu sein. Das Buch ist außerdem optisch wirklich hübsch gestaltet und hat eine angenehme Größe.
In Summe hat es mich diese hoffnungsvolle Suche nach der Herkunft von Mookie positiv überrascht und ich kann es als schöne, nicht zu kitschige Weihnachtsgeschichte nur empfehlen.
Es ist eine nette Geschichte gewesen und irgendwie war sie auch ganz anders als erwartet. Es ist definitiv keine typische Weihnachtsgeschichte, aber genau das fand ich interessant. Dennoch hatte ich etwas Probleme mit dem Anfang und das Ende lässt mich auch ein wenig unzufrieden zurück. Da hatte ich mir ein wenig mehr gewünscht. Der Schreibstil war für mich etwas anders als sonst, aber ich bin schnell in die Geschichte gekommen und konnte sie dann flüssig lesen. Die Entwicklung von Joachim hat mir gut gefallen, denn man hat viele Facetten von ihm kennen gelernt und er wurde trotz seiner anderen Art irgendwie liebenswert. Dennoch hätte ich mir da einfach am Ende noch etwas mehr gewünscht. Für mich war es ein nettes Buch für zwischendurch und wer gerne mal eine etwas andere Weihnachtsgeschichte lesen will, der ist hier auf jeden Fall an der richtigen Stelle :)
Die Geschichte ist definitiv nicht so, wie man sich eine typische Weihnachtsgeschichte vorstellt aber für mich eine schöne Story für zwischendurch. Joachim - der gerade in einer Sinnkriese steckt - bekommt kurz vor Weihnachten ein Paket mit einem Hausschwein zugeschickt. Da er keine Ahnung hat woher das Päckchen kommt macht er sich auf die Suche nach dem Absender und hofft dabei einen größeren Sinn zu finden. Joachim ist ein Mensch der Anfangs wirklich in allem einen Rückschlag sieht und eigentlich auch direkt aufgeben würde. Mit der Hilfe von Madelaine ändert sich dies aber im laufe des Buches und er wurde mir doch noch sehr sympathisch. Von Mookie muss ich ja glaub ich gar nicht erst anfangen. Wer könnte denn ein kleines Hausschwein nicht mögen? 😉 Alles in einem eine schöne Geschichte, auch wenn mir das Ende dann doch ein wenig zu schnell ging.
Joachim kann sein Leben kaum noch ertragen, seitdem seine Freundin ihn verlassen hat. Er hat ein ausgeprägtes Alkoholproblem, läuft vor seinen Problemen davon und hat mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Er ist sich sicher, dass er sowieso bald sterben wird, also warum sollte er überhaupt noch irgendetwas tun? Nach einem missglückten Date mit Madeleine, das er wieder einmal mit Alkohol zu vergessen versucht, erwartet ihn am nächsten Morgen eine Überraschung: vor seiner Tür steht ein Paket ohne Absender. Der Inhalt: Ein quicklebendiges Hausschwein! Was soll er denn mit einem Schwein? Und warum schenkt ihm jemand so etwas? Kurzerhand beschließt Joachim, der Sache auf den Grund zu gehen und macht sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Absender - zusammen mit Mookie, seinem neuen Hausschwein, und Madeleine, die sich von dem grausamen Date bisher noch nicht hat vergraulen lassen...
„Diese ständigen Wiederholungen von allem sind, glaube ich, das Traurigste am Älterwerden." - "Das stimmt. In unserem Alter erlebt man viel zu selten erste Male." S. 109
Wenn man das Buch in der Hand hält, fällt einem sofort die hochwertige Verarbeitung auf: Der mattrote Bucheinband zeigt ein unglaublich niedliches, rosa Schweinchen und wird durch die Goldprägungen in Form des Titels, Sterne und einer Weihnachtskugel zusätzlich extrem aufgewertet. Das Cover wirkt nicht nur stimmig, sondern auch wunderschön und man weiß sofort, um was es geht. Auch der Titel passt hervorragend. Selbst das Vorsatzpapier ist wunderschön gestaltet mit lauter kleinen süßen Mookies :) Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht und flüssig zu lesen. Gerade am Anfang des Buches, als das Hausschwein Mookie noch keine Rolle spielt, ist die Story noch etwas schwermütig, wird aber durch liebevollen Humor aufgelockert. Eines sollte aber von Vornherein klar sein: Es handelt sich hier nicht um eine typische Weihnachtsgeschichte, genauer gesagt spielt Weihnachten eigentlich nur eine nebensächliche Rolle. Mir persönlich war das egal, weil ich sowieso nicht auf die klassischen weihnachtlichen Stories stehe, daher kam mir das gerade recht. Mit Mookie findet man eine herzerwärmende Geschichte über die Suche nach dem Sinn des Lebens, das Scheitern im Leben und im Alltag, Selbstzweifel, Alkoholismus, Depressionen Suizidgedanken und die Suche nach dem Glück.
„Am Ende des Tages ist jeder selber für sein Schicksal verantwortlich, das ist mir klar, aber was, wenn man verlernt hat, wie so was geht? Wenn man verlernt hat, wie leben geht? Dann muss man darauf hoffen, dass das Leben einem etwas von außen zuspielt, das einen rauszieht aus diesem Dunkel." S. 127
Die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen. Joachim ist gerade am Anfang eine sehr trostlose und bemitleidenswerte Person, die mit dem Leben und mit sich selbst nicht klarkommt. Er scheint einen Burnout zu haben, sich mit Depressionen zu plagen, ist aber nicht in der Lage, sich Hilfe zu suchen, weil er so tief im Sumpf steckt. Hilfe kommt hier von sehr unerwarteter Seite: nämlich in Form eines kleinen Schweinchens. Madeleine ist völlig anders als er, scheint mehr im Leben angekommen zu sein und fühlt sich trotzdem zu Joachim hingezogen, auch wenn das anfangs weder der Leser noch Joachim selbst verstehen. Aber wer weiß, vielleicht hatte ja auch da das Glücksschwein Mookie seine Finger - Verzeihung, seine Pfoten - im Spiel. Der absolute Star des Buches ist natürlich das Hausschwein Mookie, das seinen neuen Besitzer auf Schritt und Tritt begleitet. Ich hätte mir manchmal gerne etwas mehr Interaktion zwischen Protagonist*innen und Mookie gewünscht, denn das Schwein ist zwar immer da, aber irgendwie eher als Nebensache, eben als eine Art Glücksschwein das alles ins Rollen bringt, aber eben auch nicht mehr. Eigentlich schnüffelt es nur umher, schläft immer mal wieder ein - und nimmt trotzdem jeden für sich ein mit seinem einzigartigen Charme. Davon hätte es unendlich viel mehr geben können ;)
Eine humorvolle, unsentimentale, frische und auch etwas durchgeknallte Geschichte über das menschliche Scheitern, über die Sinnsuche im Leben, über Liebe, Familie, Freundschaft, das Suchen von sich selbst und über das Finden von Glück.
Fazit
Wer eine klassische Weihnachtsgeschichte sucht, wird mit Mookie enttäuscht werden, denn die Feiertage spielen hier nur eine äußerst nebensächliche Rolle. Vielmehr bekommt man eine herzerwärmende, humorvolle und schöne Geschichte über einen Mann, der glaubt, jeden Sinn im Leben verloren zu haben und ein Schwein, das es sich zur Aufgabe gemacht zu haben scheint, diesen Sinn zurückzubringen.
Mookie ist schon ein witziger Name für ein Hausschwein. Kurz vor Weihnachten steht plötzlich ein Paket vor Joachims Haustür. Ein Paket mit Luftlöchern und es zappelt ein wenig. Als er das Paket in seine Wohnung schleppt und öffnet, taucht daraus ein kleines Hausschwein auf. Es stöckelt mit seinen „Stricknadel-Beinchen“ durch Joachims Wohnung, die sich in einem furchtbaren Zustand befindet. Denn Joachim steckt in einer Sinnkrise, in einer Depression, die ihn zwingt zu Hause zu bleiben. Einzig der Weg über die Straße zum Späti lässt sich mit seiner Krise vereinbaren. Er trinkt zu viel, kifft und bestellt Essen, welches am Ende in den herumliegenden Kartons vergammelt. Den einzigen ernsthaften Ausflug hatte er am Nachmittag vor dem Schwein unternommen. Ein Flirt über die Plattform Spinder bringt Joachim dazu, sich mit Madeleine auf einem Weihnachtsmarkt zu treffen. Joachim will herausfinden, wer ihm dieses Schwein vor die Tür gestellt hat. Er bastelt sich auch verschiedenen Materialien eine Leine für das Hausschwein und macht sich, das zweite mal seit Wochen, auf den Weg an die frische Winterluft. Als er an einer Litfaßsäule vorbei kommt, entdeckt er unter einem abgerissenen Plakat die sechs Buchstaben MOOKIE und beschließt, das Schweinchen so zu nennen. Auf seiner Suche nach dem edlen Spender, trifft Joachim auf sein Date vom Vortag. Die Frau, die er in seinem Suff in der Nacht noch über Handynachrichten beschimpft hatte. Doch die ist wie ein Schlüssel zu seiner Seele. In dem Klappentext von Mookie Weihnachten mit Schwein, dass Joachim in einer Sinnkrise steckt und dass er ein unglaubliches Abenteuer erleben würde. Ich habe einen seelisch angeschlagenen Mann heraus gelesen. Einen Mann, der sich mit üblen Sarkasmus und negativen Sprüchen gegen seine Umwelt abschirmt. Das Schwein und die junge Frau finden einen Weg in sein Leben und werden zu einem besonderen Erlebnis. Laura Wohnlich hat einen netten, unterhaltsamen Roman geschrieben. Die 238 Seiten lesen sich schnell. Die Geschichte hat für mich nicht viel mit Weihnachten zu tun. Mookie selber wird sehr lustig beschrieben und ich könnte mir vorstellen, ein solches Hausschweinchen bei uns einziehen zu lassen. Am Ende löst sich die Suche auch auf. Joachim findet sein Leben wieder und noch so einiges mehr.
Definitiv kein Christmas-Groschenroman, kurzweilig und nett, manche Aspekte wirken leider nur angerissen und nicht ganz rund. Aber wer kann schon was gegen ein Mini-Hausschwein haben? 🥰
5 Sterne 🌟 Plus gibt es von mir. Was für eine runde wunderschöne Geschichte - deren Ende so perfekt passt. Alle anderes Details würden nur Spoilern. Kaufempfehlung 🙌🏻
"Man sollte nicht immer zu weit suchen. Meistens versteckt sich die Lösung da, wo wir nicht hinschauen."
Als ich das Cover, Titel und Klappentext sah und gelesen hatte, dachte ich an eine ganz andere Geschichte und das Mookie eine viel größere und andere Rolle spielt als es im Nachhinein war. Denn im Endeffekt war Mookie nur eine Nebenrolle, ein Zufall welches Joachim darauf hinwies sich endlich mal Gedanken über sein Leben zu machen und etwas zu ändern. Also begleiten wir Joachim auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und als Vorwand ist einzig die Tatsache herauszufinden wer Joachim Mookie zu Weihnachten geschenkt hat. Mookie wird zum treuen Begleiter. Viel mit Weihnachten per se hat diese Geschichte nichts zutun aber dies macht gar nichts. Ich konnte mich dennoch sehr gut in die Protagonisten und die Jahreszeit hineinversetzen.
Der Schreibstil ist flüssig und regt erst nach den ersten paar Seiten zum weiterlesen an, da ich selbst schon auch wissen wollte wer nun Mookie zu Joachim geschickt hat. Das es am Ende genau er ist, hätte ich nicht erwartet da ich ihn gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Umso größer war natürlich die Überraschung am Ende.
Ich hatte anfängliche Schwierigkeiten um überhaupt in die Geschichte hineinzukommen, da es in den ersten Seiten nur darum ging wie deprimierend und unglücklich Joachim ist. Ich bin dennoch froh es weiter gelesen zu haben, weil Mookie und Joachim einfach super zusammen sind und es doch recht spannend war zu lesen wie sich Joachim im Laufe des Buches entwickelt.
Nicht täuschen lassen durch Titel und Cover, dieses Buch kann auch abhängig von der Weihnachtszeit gelesen werden. In das Cover, besonders das kleine Schweinchen habe ich mich verguckt. So süß... :)