»Ich habe den schönsten Beruf der Welt. Pinguine sind so faszinierend, dass mir keinen Tag langweilig ist.«
Seit Jahrzenten erforscht Klemens Pütz das Leben der Pinguine. Dafür reist er jedes Jahr für mehrere Monate dorthin, wo die Tiere leben – in die Antarktis, die Subantarktis und andere Regionen auf der Südhalbkugel. Nun gewährt er erstmals umfassend Einblick in den spannenden Alltag der Vögel und erklärt, was wir tun müssen, um sie zu schützen.
Klemens Pütz ist Pinguinforscher und setzt sich aktiv für den Schutz und Erhalt der Tiere ein - durch seine eigene NGO oder aber auch durch Beratung von Industriefirmen oder Staaten. In seinem Buch gibt er zum einen einen Überblick über das Leben verschiedener Pinguinarten, um anschließend auf die Gefahren ihrer Existenz einzugehen und anschließend noch ihre Zukunft zu beleuchten. Im Vorwort erzählt er noch groß und breit, dass er mit allen Pinguinmythen aufräumen möchte, die quasi jeder von diesen flauschigen Tieren hat. Die Passagen zu seiner eigenen Forschung als auch seine Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung der Bestände fand ich sehr interessant - der Rest war für mich recht oberflächlich, Alles wird nur kurz angerissen. Ich habe eigentlich nicht viel neues gelernt, dabei habe ich mich nie intensiv mit Pinguinen beschäftigt. Wie man die Pinguine retten kann - das entspricht letztlich auch dem Mantra der Rettung des Lebens im Meer: Plastik vermeiden, die Handhabung von Schweröl revidieren, Fischerei stärker regulieren, Schutzzonen schaffen. Der Autor schreibt recht angenehm. Da das Buch aber meines Erachtens eher die Basics behandelt, dabei eine Rundumsicht vom Leben der Pinguine, Gefährdungen und ihrer Zukunft gibt, ist es wohl eher für Pinguinanfänger geeignet - und die werden auf jeden Fall Ihre Freude mit dem Buch haben.
Einfach total gut geschrieben. Auch ein paar Lacher waren dabei. Zudem wird das ganze angemessen „entromantisiert“. Auch das Thema Klimawandel wird angesprochen.
Pinguine sind süß und niedlich, sie tragen einen eleganten Frack und watscheln an Land so lustig und unbeholfen daher. Und, ach ja, da gibt es doch diesen berühmten Magellanpinguin Dimdim, der auf der brasilianischen Ilha Grande von einem Fischer gerettet und gepflegt wurde und der ihn seitdem jedes Jahr auf seiner Wanderung nach Norden besucht.
Ungefähr so viel weiß der durchschnittliche Mensch über Pinguine. Da sollte man doch ernsthaft in Erwägung ziehen, etwas gegen den Wissensmangel zu tun. Wie gerufen kommt uns da das äußerst umfangreiche und liebevoll geschriebene Sachbuch „Unverfrorene Freunde“ von Klemens Pütz – eines Menschen, der sein Leben der Erforschung, dem Erhalt und Schutz dieser Tiere gewidmet hat.
Was zunächst als Lückenfüllung für den in letzter Minute abgesprungenen Pinguinforscher bei der vom Alfred-Wegener-Institut geplanten Expedition in die Antarktis begann, wurde bald zum Lebenstraum. Die große Liebe zur Antarktis, in der Klemens Pütz entbrannte, trug viel dazu bei, dass er sich entschloss sein Dasein freiberuflich als Pinguinforscher zu fristen, der wissenschaftlich arbeitet und veröffentlicht. Mitte der neunziger Jahre gründet er mit nur drei weiteren Mitgliedern den „Antarctic Research Trust“, der mittlerweile eine derartig weite Resonanz und Unterstützung erfahren hat, dass er mehrere Inseln auf den Falklands erwerben konnte, um neuen unberührten Lebensraum für Pinguine zu erschaffen. Jeder von uns kann diese gemeinnützige Organisation unterstützen, z.B. indem man Pate eines Pinguins wird.
Das Buch ist in drei Teile gegliedert, wobei es durch 66 ansprechende Farbfotos und mehrere eingeschobene Informationskästen und -skizzen, die einem die eventuelle Internetrecherche erübrigen, aufgelockert und ergänzt wird. Im ersten Teil „Pinguine an Land“ erzählt uns der Autor, was die Vögel, die siebzig Prozent ihrer Zeit im Wasser verbringen, aufs Land treibt: die Paarung, Brut und Aufzucht der Küken ist es. Humorvoll, detailliert und liebevoll schildert und erklärt uns Klemens Pütz die Vorgänge.
Der zweite Teil „Pinguine im Wasser“ ist ein Versuch das Tun und Treiben der Pinguine im Meer zu erklären. Lange Zeit über lag dieser Bereich aus dem Pinguinleben für den Menschen im Dunkeln. Dank verschiedener Geräte kann man Pinguine nun zu Datenträgern machen. So kann man beispielsweise Fahrtenschreiber einsetzen, die die Lichtintensität messen, und auf diese Weise Rückschlüsse auf die Position des Pinguins geschlossen werden können. Oder Satellitensender, die Informationen über Wassertemperatur, Beschleunigung und exakte Ortsangaben dank GPS liefern. Sehr spannend ist dieser Teil des Buches zu lesen.
Leider ist nicht alles nett und niedlich, was mit den Pinguinen zusammenhängt. So informiert uns der Autor im dritten Teil „Welt im Wandel – Pinguine in Gefahr“ über die Dinge, die das Leben und den Bestand der Pinguine gefährden. Die Ursachen sind breitgefächert, sind aber zum größten Teil – mittelbar und unmittelbar – auf den Menschen zurückzuführen. Gefahr droht von Schiffen und Öltankern, die Mineralöl ins Wasser ablassen: Es verklebt das Gefieder der Pinguine, das dadurch seine Thermofunktion einbüßt und zum Tod durch Erfrieren führt respektive zum Vergiftungstod, wenn die Vögel sich zu säubern versuchen. Die Fischerei bedroht ihr Leben ebenfalls in zweierlei Hinsicht: Erstens, weil der Mensch den Pinguinen ihre Nahrung wegfischt, und zweitens, weil sich die Vögel wie viele weitere unerwünschte Meereslebewesen im Netz verfangen. Der Klimawandel bringt eine breitgefächerte Palette an Bedrohungen mit sich. Der erhöhte CO₂-Gehalt im Wasser, der zur Versauerung des Meerwassers führt, wäre da zu nennen oder die Veränderungen von Strömungsmustern, die zum Teil ganze Ökosysteme binnen kürzester Zeit kollabieren lassen. Und nicht zuletzt das allgegenwärtige Plastik, das tonnenweise im Meer schwimmt, und den Pinguinen und vielen anderen Meeresbewohnern zum Verhängnis wird.
Doch Klemens Pütz klärt uns über die hochkomplexen Mechanismen im Meer und auf Land auf, nicht um uns Angst zu machen, sondern um uns für die Umwelt zu sensibilisieren. Wie er selbst sagt, ist er Gegner düsterer Zukunftsvisionen – „Wenn jeder das tut, was er dort, wo er ist, tun kann, dann kommt eine Menge zusammen.“ Forschung, Aufklärung, Veränderung und Zusammenarbeit – das ist es, was Klemens Pütz und der „Antarctic Research Trust“ fordern. „Hinschauen, nachdenken, Einsatz zeigen – das lohnt sich. Die Meere sind in einer dramatischen Situation. Aus Pinguinsicht ist aber auch schon vieles richtig gut gelaufen. Es wurden Probleme erkannt und Lösungen gefunden.“
Ein mitreißendes, informatives und bewegendes Buch. Eine klare Leseempfehlung, nicht nur für Pinguinfreunde, sondern für alle, denen die Pflanzen- und Tierwelt am Herzen liegt.
Der promovierte Meeresbiologe und Pinguinforscher Klemens Pütz schreibt in Zusammenarbeit mit der Journalistin und Autorin Dunja Batarilo ein ebenso fundiertes wie unterhaltsames Buch über die spannenden Seevögel aus der Antarktis. Schon der Wortwitz des Titels: "Unverfrorene Freunde" verweist auf die freche, dreiste Art der Hauptdarsteller und macht Hoffnung auf eine erfrischende Unterhaltung. Beides wird nicht enttäuscht.
Klemens Pütz erforscht die Pinguine in der Antarktis seit fast 30 Jahren, insbesondere acht der 18 Pinguinarten. Er stellt sich dabei als Pragmatiker dar, der nach Wegen der Mitgestaltung sucht, um den Bestand der Pinguine zu erhalten. So schildert er im Buch auch seine Arbeit im Rahmen der Antarctic Research Trust, einer gemeinnützigen Stiftung, die Daten über die Pinguine sammelt, um deren Überlebenschancen zu verbessern.
„Nicht alles, was mit Pinguinen zu tun hat, ist also niedlich - vor allem, wenn wir Menschen involviert sind. [...] Diese Tiere sind so faszinierend, dass die Realität ohnehin spannender ist als jedes Klischee.“
Inhalt Auf überraschend vergnügliche wie höchst informative Art erfährt der Leser über die Evolution der Pinguine, die verschiedenen Pinguinarten, die Unterschiede in ihrer Lebensweise, ihren Lebensraum, Flora und Fauna. Fotos aus dem Archiv des Forschers verdeutlichen das Erzählte. Wir schlittern förmlich zusammen mit den Pinguinen an Land, erleben daunennah ihr Leben in der Brutkolonie, wo es auch mal heftig und derb zugehen kann. Dort geht es weiter mit der Beobachtung beim Balzen, Paarung und Brüten, bis sich der Nachwuchs aus dem Ei pellt. Man verliebt sich sofort in das hilflose, "rührend hässliche" Küken und bangt bei der mühsamen Pflege und Aufzucht des Nachwuchses mit.
„Kaiserpinguine haben einen weiten Weg zu den Nahrungsgründen, deshalb nimmt ein Kaiservater zwei Monate Pflichtelternzeit. Gehört, deutsche Wirtschaft? Erst dann kehrt die Mutter zurück, wohlgenährt und mit ordentlich Proviant für das Küken im Bauch.“
Pütz führt so spannend und lebendig sowohl in seinen Forschungsalltag, wie auch in die Methoden der Forschungsarbeit ein, dass fast schon der Geruchssinn beim Lesen angesprochen wird. Der technische Fortschritt lässt mittlerweile auch Einblicke in das faszinierende Leben der Pinguine im Wasser zu. Wovon ernähren sich die einzelnen Arten, wie weit müssen sie dafür schwimmen? Im dritten Teil des Buches muss ein ernsterer Ton angeschlagen werden. Denn Pinguine zeigen auch auf, wo es im ökologischen System klemmt. Fast überall werden Pinguine weniger, bei zehn Arten ist der Bestand stark gefährdet. Die Gründe dafür liegen meist bei uns Menschen: von der Verschmutzung der Meere durch Öl und Plastik, über die Folgen des Klimawandels, des Tourismus und der Überfischung der Meere Das Buch legt sie umfangreich offen und bietet auch Lösungswege an.
„Denn nur was man liebt, das schützt man auch. In diesem Sinne schreibe ich auch dieses Buch: Wer die Zusammenhänge versteht, der kann auch dementsprechend handeln. Denn Pinguine brauchen Freunde - nicht nur auf YouTube.“
Fazit Selten habe ich so ein zugleich spannendes, unterhaltsames und witziges Sachbuch gelesen, das auf leicht verständliche Art zugleich soviel wissenschaftlich fundierte Sachinformationen bietet. Die Pinguine sind mir sogleich ans Herz gewachsen, da ich nun so viel über ihre Lebensweise erfahren habe. Mit wieviel Leidenschaft und Herzblut das Buch geschrieben wurde, teilt sich unmittelbar mit.
Die Darstellung ihrer Gefährdung und der Gründe dazu finde ich sehr umfangreich, kompetent und bewegend . Es motiviert zugleich, sich für die Vermeidung von Plastik im Alltag und den Schutz der Meeresbewohner einzusetzen. Die Informationen hallen noch lange nach. Die Graphik über die Verteilung der verschiedenen Pinguinarten auf der Südhalbkugel hätte ich mir gern mindestens zwei Nummern größer gewünscht, vielleicht auch eine Bilderreihe aller Pinguinarten nebeneinander. Dafür bietet das Buch im Einband informative Karten über die Antarktis. Wie man sieht, ist mein Wissensdurst durch das Buch noch angestachelt worden. Wie praktisch, dass sich am Ende noch Listen weiterführender Literatur und Websites zu den Themen Pinguine, Antarktis, Fischerei, Meer und Plastik anschließen.
Die Pinguine sind nun auch meine unverfrorenen Freunde geworden.
Klemens Pütz erforscht seit Jahrzehnten Pinguine, und die Faszination für sein Spezialthema - und für die Feldforschung - ist ihm auch nach all den Jahren deutlich anzumerken. Eine Pinguinkolonie mag dreimal so schlimm riechen wie ein "Fischmarkt am Abend", aber trotzdem geht der Biologe noch immer gerne auf Augenhöhe, buchstäblich, und kommt in der Bauchlage seinen Forschungsobjekten ganz nahe.
Für den Leser von "unverfrorene Freunde" ist dabei ein großer Vorteil, dass Pütz regelmäßig auf Kreuzfahrtschiffen über seine einst als Brikettersatz verfeuerten Freunde Vorträge hält, denn er schreibt so, dass auch ohne ornithologisches Fachwissen der "Normalleser" den Anschluss nicht verliert. Locker-flockig beschreibt er das Leben der Frackträger, ihre Gewohnheiten, Speiseplan und Familiendasein. Die Faszination an seinen gefiederten Freunden im ewigen Eis und in den subpolaren Küstengebieten versucht er gar nicht erst zu verbergen.
Die Freude, die ihm die Pinguinforschung macht und die Sorge um den schwindenden Lebensraum der durch Klimawandel, Umweltverschmutzung und menschliche Eingriffe bedrohten Vögel ist Pütz anzumerken, die Freude an der Feldforschung ebenso.
Gut möglich, dass andere Wissenschaftler ein wenig die Nase rümpfen über den, sagen wir mal extrem laienfreundlichen Schreibstil des Forscherkollegen. Denn Pütz ist ein "freier Wissenschaftler", dessen Arbeiten über eine Stiftung finanziert werden. Eine sehr glückliche Lage, wie jeder Wissenschaftler weiß, der sich zwischen Drittmitteleinwerbung, Forschungsanträgen und Pflichtveröffentlichungen notgedrungen mehr am Schreibtisch als auf einer Forschungsstation herumtreibt.
Der Nicht-Ornithologe erfährt jedenfalls so einiges aus dem Arbeitsalltag, über Magensonden und Frischhaltefunktion in Pinguinmägen, über den Gestank von Pinguinkotze, gegen die selbst Guano noch dezent duftet und über die bedauerliche Tatsache, dass Schokoriegel in der Antarktis ebenso unangebracht sind wie feuchtes Toilettenpapier: Beide sind im Nu untauglich, da bretthart gefroren.
Doch auch, wenn die Lektüre von "Unverfrorene Freunde" überwiegend heiter ist, der Ernst nicht nur des Pinguinlebens bleibt nicht ausgeklammert, Klimawandel, Verschmutzung und Überfischung der Meere sowie Plastikpartikel machen vor den Heimatregionen der Pinguine nicht Halt. Menschliche Eingriffe und Essgewohnheiten lassen die Zukunft der Pinguine düsterer aussehen. Weltschmerz und Resignation will Pütz dabei nicht zulassen, er zeigt Projekte etwa auf den Falkland-Inseln auf, von denen letztlich auch die Pinguine profitieren dürften. Doch es bleibt viel zu tun.
Ein unterhaltsam geschriebenes Sachbuch für Natur- und Tierliebhaber, mit Fotos, die gewissermaßen als Charmeoffensive der "unverfrorenen Freunde" angesehen werden können.
Das Buch „Unverfrorene Freunde. Mein Leben unter Pinguinen“ wurde von DEM Pinguinforscher geschrieben, von Klemens Pütz, der das Leben dieser Tiere seit bereits über drei Jahrzehnten erforscht. Da Pinguine meine absoluten Lieblingstiere sind, seit ich als Kind einen Stoffpinguin geschenkt bekommen habe, war ich auf dieses Buch ganz besonders gespannt. Erschienen ist es als Hardcover im Ullstein Verlag im September 2018. Eine E-Bookversion ist ebenfalls zum gleichen Preis erhältlich, jedoch würde ich aufgrund der tollen Fotos, die immer wieder im Buch zu finden sind, die gedruckte Version empfehlen.
Worum geht es? Der Pinguinforscher berichtet über seine Arbeit mit Pinguinen, ganz besonders wird Stellung zum Zusammenleben, ganz besonders Partnerwahl, Brut- und Aufzuchtsverhalten genommen. Von den Arten, die im Buch näher beschrieben werden, handelt es sich hauptsächlich um Pinguine, die in der Antarktis heimisch sind, jedoch wird auch kurz auf kleinere Arten in wärmeren Gewässern eingegangen. Themen wie „Pinguintourismus“ und „Klimawandel“ werden abgehandelt, informativ, mit Argumenten dafür und dagegen und stets ohne kritischem Zeigefinger, was das Lesen des Buches für mich sehr angenehm gemacht hat, da ich nie das Gefühl hatte, dass der Autor mir seine Meinung aufzwingen möchte, sondern dem Leser Anregungen und Informationen bietet, auf Basis derer die Bildung einer eigenen Meinung ermöglicht wird.
Meine Meinung zum Buch: Da Pinguine meine Lieblingstiere sind, hatte ich bereits viel an Vorwissen, was den Lesegenuss dieses Buches überhaupt nicht geschmälert hat. Neben fachlichen Aspekten wird hier auch das Leben als Forscher beschrieben, wodurch dieses Buch meiner Meinung nach in keiner gut sortierten Schulbibliothek fehlen sollte. Die Erlebnisse sind persönlich, ungefiltert und zeigen auch die Schattenseiten der Forschungstätigkeit auf. Die Liebe des Autors zu seinem Beruf kommt beim Lesen ganz klar hervor, denn ich selbst könnte es mir nicht vorstellen, im „ewigen Eis“ mehrere Wochen oder Monate zu verbringen. Die Beschreibungen sind kurzweilig, die Erzählung wird immer wieder durch mehrseitige Bilder von besuchten und beforschten Pinguinen beschrieben. Ganz besonders interessant fand ich die Gedanken zum Tierschutz und verschiedenen gesetzlichen Vorgaben, die den Forschern das Leben schwer machen. Ich glaube, dass jede Methode, um an Mageninhalt zu kommen, besser ist, als den Pinguin dafür töten zu müssen, auch in diesem Bereich konnte ich viel Neues lernen.
Fazit: Ein toll geschriebenes Buch für alle, die sich für das Thema Pinguine oder Tierforschung im Feld interessieren.
Rezension: Unverfrorene Freunde: Mein Leben unter Pinguinen - Klemens Pütz Die wichtigstes beiden Eigenschaften eines Sachbuchs sind die Wahl des Themas und die Frage, ober der Autor etwas von dem Thema versteht und es vermitteln kann. Zum Thema: Pinguine. Was will man dazu noch sagen, diese Tiere sind einfach toll, witzig und auch noch aus wissenschaftlicher Betrachtungsweise unglaublich beeindruckend.
Zum Autor: Klemens Pütz: Es gibt deutschlandweit (vermutlich auch weltweit) kaum jemanden, der länger und intensiver wissenschaftlich mit Pinguinen gearbeitet hat, fehlendes Grundlagenwissen kann man Ihm also keinesfalls vorwerfen. Dabei treibt den Autor die tiefe Bewunderung für diese Tiere an, die nicht nur gespielt scheint. Es wird sehr schnell klar, wie unglaublich wichtig Pinguine in seinem Leben sind. Spätestes wenn man erfährt, dass er mit seiner Frau um die halbe Welt geflogen ist, um in mitten einer Pinguinkolonie zu heiraten, wird auch dem letzten Leser klar, dass es dem Autor ernst um diese Vögel ist.
Das Buch hat er zusammen mit der Journalistin Dunja Batarilo geschrieben und gemeinsam gelingt es den beiden, dem Leser das Thema wirklich greifbar zu machen. Es ist voll mit Wissen, der Autor schweift aber nicht in komplexe und sehr theoretische wissenschaftliche Theorien ab, die schwer zu verstehen sind. Der Stil ist verständlich, verlangt wenig bis keine Vorkenntnisse und es gibt auch humoristische Passagen. Da wurde alles richtig gemacht.
Zum Inhalt: Das Buch gliedert sich in drei Teile, die angenehm und schlüssig hintereinander gelesen werden können. Vor allem der letzte Teil sticht dabei durch seine Message heraus. Es geht um die Bedrohung der Pinguine durch den Menschen und der Autor öffnet dem Leser die Augen, ohne dabei vorwurfsvoll oder beleidigend zu werden. Außerdem wird nicht nur Kritik an unserem Umgang mit diesen tollen Tieren geübt, sondern es werden auch Lösungsansätze und beispielhafte Schutzprojekte vorgestellt, ein Aspekt, der bei Kritik am System oft vergessen wird. Der Autor ist kein blinder Idealist, der nur Vorwürfe macht, sondern arbeitet aktiv für den Schutz der Pinguine. Er versucht zu Kommunizieren, zieht Politik und Fischer mit in die Verantwortung und arbeitet so an realistischen, umsetzbaren Lösungen. Dieser Teil des Buches hat mich persönlich sehr angesprochen und Ich bin beeindruckt von der Einstellung und dem Arbeitsethos des Autors.
Zweifelsohne das beste Sachbuch, dass Ich bis jetzt in diesem Jahr gelesen habe, eine ehrliche Leseempfehlung für jeden der auch nur einmal bei einem Pinguinvideo auf Facebook lachen musste.
Pinguine sind niedlich. An Land watscheln sie scheinbar tollpatschig umher, im Wasser sind sie wahre Meister der Schwimm- und Tauchkunst. Klemens Pütz (mal ehrlich, mit so einem Namen kann man eigentlich nur Pirat oder Pinguinforscher werden) beschäftigt sich schon den Großteil seines Lebens mit diesen drolligen, flugunfähigen Vögeln und er erzählt auf locker-lässige Weise davon. Auf witzige Weise erhält man in diesem Buch Einblick in die Lebensweise verschiedener Pinguinarten, die nicht nur in den eisigsten Gebieten der Antarktis leben - was übrigens der Grund ist, warum sich Pinguine und Eisbären nie in die Quere kommen, die großen weißen Raubtiere wohnen in der Arktis - sondern auch in Südafrika, Südgeorgien, Neuseeland und Südamerika.
Dabei legen die Tiere unglaubliche Strecken zurück, bis zu 25.000 km, und je nach Gebiet und Art des Pinguins haben sie völlig unterschiedliche Methoden, an die Aufzucht ihrer Jungen heranzugehen oder ihr Futter zu fangen. Pütz legt hier kein trockenes Sachbuch vor, ganz oft merkt man, wie sehr er die Frackträger mag, dass er liebevoll von ihren Macken berichtet und wie sehr im diese Vögel am Herzen liegt. Gleichzeitig ist das Buch auch ein Appell an Umwelt- und Tierschutz, worin er sich ebenfalls engagiert. Bilder der Burschen im perfekt von der Natur entwickelten Tauchanzug runden das Ganze ab und machen diese Lektüre nicht nur zu einer informativen, sondern wirklich spannenden und und interessanten.
Klemens Pütz, der sich selbst als freier Pinguinforscher bezeichnet, hat mit "Unverfrorene Freunde" einen Volltreffer gelandet. Eigentlich dachte ich, dass ich etwas brauche bis ich das Buch beende, da ich bei Sachbüchern oft nicht so viel am Stück lesen mag, aber das Buch konnte ich kaum aus der Hand legen.
Pütz, der sich bereits viele Jahre um die Erforschung von Pinguinen kümmert, hat wohl einen der härtesten und schönsten Jobs. Nach nur wenigen Seiten spürt man einfach schon die Hingabe, die er für diese Tiere hat.
In der recht lockeren Schreibweise bekommt man viele nützliche Informationen, die leicht verständlich sind. Man erfährt über die Realität der beeindruckenden Tiere und es werden Vorurteile ausgeräumt. Außerdem bekommt man Informationen über die Lebensräume und Lebensbedingungen der verschiedenen Pinguinarten.
Aber auch über die traurige Seite werden wir informiert. Über die Gefahren von Klimawandel, Ölteppiche, Plastikmüll, was die Tiere bedroht. Das regt doch nochmal zusätzlich an uns um unsere Umwelt mehr Gedanken zu machen.
Gespikt ist das Buch zusätzlich mit wunderschönen Fotografien.
Fazit: Ein tolles und lehrreiches Buch, was gelesen werden sollte. Von mir 5 Sterne.
Ein wirklich sehr schön geschriebenes Buch, welches durch die lockere Schreibweise des Autors einen tollen Lesefluss ermöglicht. Neben witzigen Sprüchen und eindrucksvollen Geschichten, schafft es Klemens Pütz wissenschaftliche Themen leicht verständlich rüberzubringen. Über vieles musste ich eine Weile nachdenken, weil es mich nachhaltig beeindruckt hat. Es hat meine Sicht auf die Welt verändert und mal wieder gezeigt, wie komplex unsere Natur ist und was passiert, wenn wir nicht richtig auf sie achten. Wenn wie unseren Müll nicht richtig entsorgen oder wenn die Menschen Fischen, wo sie nicht fischen dürften, mit Netzen die mehr Opfer fordern als das, was bei uns im Laden landet.
Das Buch schafft es einen wachzurütteln, ist aber in keinster Weise belehren. Es nennt einem einfach nur die Fakten und die kann man nunmal nicht schön reden oder weglassen oder ähnliches. Auf der anderen Seite werden aber auch viele positive Beispiele genannt, die Mut machen und zeigen, wenn es Menschen gibt, die Verantwortung übernehmen und sich für etwas einsetzen, dann kann man viel erreichen.
Ich habe meine eigene Lebensweise auch überdenken können und bin dankbar, dass ich dieses Buch lesen konnte.
Zum Inhalt: Klemens Pütz reist seit fast dreißig Jahren jedes Jahr für mehrere Monate in die Antarktis und in andere Regionen um das Leben der Pinguine zu erforschen. Hier gewährt er umfassend Einblick in den Alltag dieser faszinierenden Vögel und erklärt, was wir tun müssen, um sie zu schützen. Meine Meinung: Wer mag sie nicht, die an Land ein wenig ungelenken, im Wasser aber sagenhaft beweglichen Tiere, die nebenbei auch noch total niedlich aussehen? Aber so richtig viel Wissen haben die meisten über diese Tiere nicht. Hier wird in einer netten Art viel wissenswertes erzählt und teilweise auch mit Humor untermalt. Es wird mit dem ein oder anderen Gerücht aufgeräumt, nebenher viel Wissen über die Pinguine und ihre Lebensräume. Besonders gefallen haben mir auf die vielen Fotos, die auf meinem kindle leider nur in schwarzweiß sind. Fazit: Schon lesenswert.
INHALT: Von "Unverfrorene Freunde" habe ich zuerst einmal etwas ganz anderes erwartet, als ich dann letztendlich gelesen habe. Ich habe wahrscheinlich gedacht, dass es hauptsächlich um den Pinguin an sich gehen wird. Dabei hätte mir bei dem Untertitel "Mein Leben unter Pinguinen" völlig klar sein müssen, dass hier ein Forscher von seinem Berufsleben und seiner Passion berichtet. Das tut dem Buch aber keinen Abbruch. Pütz behandelt neben Themen wie "Pinguine an Land", "Pinguine im Wasser" und der Evolution von Pinguinen auch erstaunlich viel alle gesellschaftlichen Theme, die mit diesen Tieren in Verbindung stehen. Er erläutert die Arbeit seiner Stiftung, den Einfluss des Menschen auf Pinguinpopulationen und politische Verträge und Beschlüsse zum Schutz von Pinguinen und dem Lebensraum Antarktis. Besonders interessiert haben mich nicht nur die Beschreibungen der Lebensweise der Pinguine, sondern auch die Widerlegung so ziemlich aller Pinguin-Klischees. Laut Pütz sind sie nämlich "weder nett noch niedlich" und ich muss ihm nach der Lektüre wohl oder übel zumindest teilweise recht geben. Auch die Erläuterungen zur Antarkis und dem Kontinent Antarktika selbst haben mich in ihren Bann gezogen. So sehr, dass ich mir direkt ein Buch über die Antarktis bestellt habe, auf welches Pütz verweist. Natürlich sind die Beschreibungen der wissenschaftlichen Forschung mit Fahrtenschreibern und ähnlichem Equipment für mich teilweise etwas langatmig gewesen, allerdings nicht weniger interessant, welche Ergebnisse sie zutage fördern. Pütz stellt ganz eindrucksvoll dar (und das in mehrerlei Hinsicht), dass man als einzelner Mensch auch im kleinen Stil etwas für Umwelt und auch Arten tun kann, die tausende Kilometer entfernt ums Überleben kämpfen. Zu sagen bleibt, dass ein Großteil des Buches die Forschung, also die Arbeit von Klemens Pütz im Vordergrund steht. Wer aber schon immer gern einen Einblick haben wollte, wie ein (oder vielmehr DER) Pinguinforscher arbeitet, was Pinguinarten unterscheidet, wie es um deren Lebensräume steht und dazu noch eine sehr umfangreiche Schilderung von Rahmenbedingungen lesen möchte - der ist hier genau richtig. Für mich war es zwar anders als erwartet, allerdings hat mich das Buch unheimlich fasziniert und ich bin begeistert, was für die Pinguine dieser Erde bereits alles getan wird. Entschuldigt mich jetzt - ich muss nochmal einen Pinguin bei SANCCOB adoptieren! :D
SCHREIBSTIL: Pütz hat eine erfrischenden Schreibstil mit viel Humor, ja man möchte schon fast sagen, dass er Umgangssprache mit Fachtermini mixt. Die Schilderungen sind auch für Laien verständlich und es macht Freude, wenn der Autor die Pinguine in ihrem Verhalten beschreibt. Denn hier spürt man beim Lesen förmlich die Liebe und Verbundenheit, die er zu diesen Vögeln hegt. Von diesen Erläuterungen des Pinguin-Verhaltens hätte es nach meinem Geschmack noch viel mehr geben können. Allerdings zurecht betont Pütz immer wieder, dass das den Rahmen eines Buches sprengen würde. Eventuell wäre das ja eine Idee für ein weiteres Buch? ;)
FAZIT: Klemens Pütz hat es geschafft, ein Sachbuch zu schreiben, welches sich gar nicht wie ein Sachbuch liest. Die geringe Seitenanzahl sollte hier nicht über den hochwertigen Inhalt hinwegtäuschen. Immerhin erhält man hier Informationen rund um Pinguine aus erster Hand. Besonders hat mich begeistert, dass Pütz die Pinguine eben nicht in gängiger Manier vermenschlicht hat, sondern ehrlich über diese wunderbaren Tiere und die aktuellen Zustände berichtet hat. Außerdem bietet er Einblicke in Umweltthemen und die Politik, die eng mit diesen Tieren und deren Habitaten zusammenhängen. Einziges Manko war für mich, dass sich an einigen Stellen Wiederholungen einschlichen und einige fachmännische Schilderungen etwas langatmig daherkamen. Man darf an dieser Stelle aber nicht vergessen, dass es nunmal ein Sachbuch ist. Ich bin auf jeden Fall begeistert!
Ein Buch, welches nicht nur interessant ist und sich mit Pinguinen und aktuellen Umweltthemen beschäftigt, sondern auch mit allen Pinguin-Klischees dieser Welt aufräumt. Ehrlich, teilweise schockierend und mit erfrischend viel Humor geschrieben. Für jeden Pinguinliebhaber und Sachbuchinteressierten UNBEDINGT zu empfehlen.