»Ich erzähle euch eine Geschichte. Sie beginnt in einem finsteren Tal mit hohen, schneebedeckten Bäumen. Sie beginnt mit einem einsamen Wanderer in den fahlen Stunden des Zwielichts, in der bläulich glänzenden Dämmerung. Sie beginnt mit einer Frage. Fürchtet ihr euch?«
Die deutsche Fantasy-Autorin C.E. Bernard hat ein episches, bewegendes und beeindruckendes Meisterwerk geschaffen, das High-Fantasy-Leser feiern werden. »Das Lied der Nacht« ist die Geschichte des in sich gekehrten Wanderers Weyd und der mutigen Bardin Caer, die gemeinsam vor einer fast nicht zu bewältigenden Aufgabe stehen: Feuer in einer Welt entzünden, in der Schatten, Albträume und Furcht regieren. Und die einzige Hoffnung, die sie in diesem Kampf haben, ist ein Lied ...
C.E. Bernard is the pen name of Christine Lehnen, born 1990 in the Ruhr area in Germany and lived in Canada, USA, Australia and Paris since then. Her short stories got literature awards at the "Jungen Akademien Europas" and the "Ruhrfestspiele Recklinghausen". Since 2014 she's teaching at literary writing at the University of Bonn and studying English Literature and Politics. She is doing research in the field of Creative Writing and is producing theatre plays with the Bonn University Shakespeare Company.
Shit. Das zu bewerten wird mordsmäßig schwierig. Ich glaube, dieses Buch hat mich einfach nicht zur richtigen Zeit erreicht. Shit, shit, shit. __ Bearbeitet am 05.06.2021:
3 Sterne | Pluspunkte: Außergewöhnlicher Schreibstil | Schwammiger Plot, wenig Fokus auf Charaktere
Ehrlich gesagt glaube ich, dass mich „Das Lied der Nacht“ einfach nicht zum richtigen Zeitpunkt erreicht hat. Denn eigentlich hat es einiges, was für mich ein gutes Buch ausmacht. Der Schreibstil von C. E. Bernard ist faszinierend und poetisch. Schon dafür lohnt es sich, das Buch zu lesen. Ich habe mehrere Abschnitte doppelt gelesen, um die Kunst zu verinnerlichen, mit der die Autorin ihre Geschichte gewebt hat. Zwischendurch fühlte es sich mehr an wie ein Film als wie ein Buch – die verschiedenen Anlaufpunkte der Geschichte wurden ineinander verwoben, waren voneinander getrennt und gehörten doch zusammen. Es wurden Bilder in meinen Kopf gesetzt, als wäre es das Leichteste von der Welt. Nur hat mich „Das Lied der Nacht“ trotzdem nicht von sich überzeugen können. Und ihr wisst nicht, wie weh es mir selbst tut, das sagen zu müssen. Während mich der Schreibstil einerseits vollkommen für sich eingenommen hat, haben die Geschichte an sich und auch die Charaktere mich leider größtenteils kalt gelassen. Ich habe keinen Zugang finden können, blieb permanent distanzierte Beobachterin, nicht dazu in der Lage, mich in das Geschehen fallen zu lassen. Vielleicht lag das sogar mit am Schreibstil, vielleicht hat er für mich nicht genug Emotionen rüberbringen können und die verschiedenen Personen nicht klar gezeichnet, sondern eher als schemenhafte Schatten umrissen. Vielleicht lag es zum Teil auch an mir. Vielleicht war ich nicht in der Stimmung für ein weniger leichtgängiges Werk. So oder so habe ich bis zum Ende nicht wirklich Fußfassen können, warte insgeheim wohl jetzt noch darauf, dass etwas Klick macht und der Plot endlich richtig losgeht, die Charaktere endlich… nun ja, auch wahrlich Charakter bekommen. Ich verstehe wirklich, warum Menschen dieses Buch lieben – nur ich selbst konnte es leider nicht.
"Wortgewaltig und poetisch zugleich ..." steht im Klappentext noch als Zitat von Bernhard Hennen - und ja, da kann ich mich auf jeden Fall anschließen!
Diesen poetisch angehauchten Stil wird nicht jeder mögen, aber mich hat er von Anfang an fasziniert. Alles wirkt so ruhig, so beschaulich und trägt einen durch die Geschichte als lausche man einer Melodie, eingewoben in die Worte des Erzählers, mit dem man des nachts am Feuer sitzt. Eine Geschichte über den Wanderer Weyd, der die Sprachen aus ganz Erebu beherrscht, die kampferprobte Bardin Caer, deren Talente über reinen Gesang hinausgehen; den alten Jori, der mit den Tieren spricht und die barsche Seefahrerin Bahr, die mit dem Feuer flüstert.
Ihr idyllisches Leben in der Provinz Schur wird allerdings plötzlich von der Furcht heimgesucht, mit einem handfesten Grauen, das des Nachts in der Dunkelheit erwacht und keinen Menschen am Leben lässt. Eine vage Erinnerung aus alter Zeit lässt sie hoffen, doch der Hort der Zuflucht ist trügerisch. Zur Handlung will ich nicht mehr verraten, denn das würde euch um einige Überraschungen bringen. Der Schreibstil alleine hat mich schon so begeistert und während die Charaktere mir immer mehr ans Herz gewachsen sind, bin ich immer tiefer in das Ereignisse eingetaucht. Ich mochte diesen stimmungsvollen Ausdruck, der mit den Wörter gewoben wird und auch manche Szenen miteinander verbunden hat, auf ganz außergewöhnliche Weise. Ein perfekt gelungener Kniff, parallele Ereignisse gleichlaufen zu lassen und sie zu verbinden, das fand ich schon sehr besonders!
Es gibt allerdings auch einige brutale Momente, auf die ich nicht vorbereitet war. Die Grausamkeit inmitten der sanften Erzählweise wirkt auf besondere Weise dramatisch, ja fast schon verstörend, und hebt umso mehr die Schrecken hervor, die von Angst behaftete Begierden hervorrufen. Unter dem Mantel des Hüters und der Mauer des Schutzes verbirgt sich ein grotesker Charakter, dessen Erlebnisse ihn zu einem grausamen Herrscher geformt haben. Seine bizarren Denkmuster sind auf grausame Art tragisch, gerade wenn er zwischen scheinbarer Milde und gleichgültiger Härte handelt.
Ein wichtiges Thema sind hier auch die Vorurteile Fremden gegenüber, die sich nie ganz unterdrücken lassen und die ein Potenzial an Gewalt zeigt, das einen aufrüttelt. Ich hab in anderen Rezensionen gelesen, dass es zu brutal wäre - und dennoch ist es menschlich, leider, und zeigt hier nur deutlich, wie schnell der Hass, erst einmal losgelassen, nicht mehr zu bremsen ist.
Dennoch zeigt diese Geschichte auch den Mut, sich nicht unterkriegen zu lassen; sich zu erheben und an seinen Idealen festzuhalten, ganz gleich, was es kostet - und das auf eine sehr einfühlsame, zu Herzen gehende Weise!
Mir fehlen ein bisschen die Worte, um meine Gefühle beim Lesen zu beschreiben - ich war total gefangen in der Handlung, dem Mitfieber mit den Protagonisten - und auch die Nebenfiguren, die zur Gruppe finden, sehr stark und bedeutsam.
Das Ende ist der Anfang und die Reise wird weitergehen. Noch ist nichts gewonnen, aber auch nichts verloren und die dunklen Schatten ziehen weiter über das Land. Wenn man sich demnächst wieder ans Feuer setzt und weiterlauscht, wie die Geschichte ihren Lauf nimmt, bin ich gespannt, welche Geheimnisse noch aufgedeckt werden. Ich freue mich jedenfalls sehr auf die Fortsetzung und hätte am liebsten sofort weitergelesen.
Im Tal von Schur herrscht der Baron mit seiner eisernen Armee und nach seinen Gesetzen darf man nachts kein Licht entzünden und kein Lied singen. Das Volk von Schur ist ziemlich engstirnig und mag die Entwurzelten nicht, die in ihr Land gekommen sind, eine andere Kultur haben und generell als Konkurrenz ansehen werden. Diese Fremdenfeindlichkeit und die Furcht vor mehr Fremden, die in ihr Land kommen könnten, spielt eine zentrale Rolle in dieser Geschichte, denn durch diese Furcht kann der böse Baron die Menschen manipulieren. Als das Land einer dunklen Bedrohung anheimfällt und deutlich wird, dass vielleicht Licht und ein besonderes Lied da helfen könnten, sorgen die Gesetze des bösen Barons und die Furcht der Leute für die ganzen Konflikte.
Die Charaktere sind ein bisschen anstrengend. Wanderer Weyd hat riesige Komplexe und ist heimlich verliebt in die ziemlich nervige Bardin Caer, die eine ziemlich große Klappe hat. Mich hat nichts so wenig interessiert wie ihre Liebesgeschichte, die oft so herzzerreißend klingen sollte, aber einfach überhaupt nicht überzeugen konnte. Um sich herum haben die beiden noch eine kleine Gruppe aus Entwurzelten, die auch besondere Fähigkeiten haben, und ich muss schon sagen, diese Gaben fand ich wirklich interessant und ich hätte auch gern mehr von der magischen Welt gesehen.
Der Schreibstil ist sehr poetisch, was ich manchmal ganz nett fand, aber manchmal ist es ein bisschen zu viel. Außerdem gibt man sich viel Mühe, damit alles magisch und wie ein dunkles, düsteres Märchen klingt, und es passt eigentlich auch ganz gut zur Geschichte, aber oft wird auch viel gesagt, ohne dass viele Informationen ankommen. Zum Beispiel als zum ersten Mal von der "Furcht" erzählt wurde, war es schwierig nachzuvollziehen, wovor man sich fürchtete, es ging nur darum, wie diese Furcht verbreitet wurde und was daraus folgte.
Der Sprecher bringt den Schreibstil noch mal sehr gut hervor, weil man sich bei seiner Stimme sehr gut vorstellen kann, mit ihm um ein Feuer zu sitzen und einer Geschichte zu lauschen. Gleichzeitig hat es aber auch die Aspekte betont, die mir nicht so gut gefallen haben. Dann hat man da schonmal eine Szene, die erzähltechnisch irgendwie nicht überzeugen kann und dann erst recht unangenehm wird. Um Spannung zu erzeugen wechseln die Perspektiven oft während einer Szene, mal von einem Schauplatz zum anderen, aber beim Hörbuch hatte ich keine Schwierigkeiten, da den Überblick zu behalten.
Fazit "Das Lied der Nacht" hat schon eine interessante magische Welt, von der ich gern mehr gesehen hätte, aber die Protagonisten und der zentrale Konflikt, der durch die überwältigende Furcht der Menschen - vor Fremden, nicht vor der wirklichen magischen Bedrohung - ausgelöst wurde, konnten mich nicht ganz überzeugen. Ich bin aber trotzdem gespannt, wie es weitergeht.
» 4.5 von 5 Sternen « Mit "Das Lied der Nacht" erzählt uns C.E. Bernard eine erschreckend düstere, gewalthaltige und brutale Geschichte; und das mit einem Stil, der einen beinah sprachlos macht. Obwohl die Handlung nur so vor Mord, Blut, Tod und Intrigen strotzt, wirkt die Erzählweise der Autorin regelrecht melodisch; fast poetisch und kann einen, wenn man gewillt ist, sich darauf einzulassen, komplett von den Füßen fegen. Ich gebe zu, es bedarf einiger Zeit, Geduld und Konzentration, aber die Intensität der Geschehnisse wird dadurch nur noch verstärkt. An der Seite von dem Wanderer Weyd und der Bardin Caer erleben wir eine Reise durch die tiefste Dunkelheit; den Tod immer dicht auf den Fersen. Ein wahren Feuerwerk an Überraschungen und so viel Spannung, wie ich sie lange nicht mehr erlebt habe. Lediglich vom großen Finale dieses ersten Bandes hatte ich mir eine Winzigkeit mehr versprochen. Zwar werden einige offene Fragen sehr unerwartet und überraschend beantwortet, aber das große Spektakel war es dennoch nicht. Trotzdem freue ich mich wie verrückt auf die Folgebände und kann euch dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen - zumindest wenn ihr ein einigermaßen dickes Fell habt. Auf meinem Blog hab ich euch nochmal genauer erzählt, was ich von diesem Werk halte. Falls ihr also noch unsicher seid und noch mehr wissen möchtet, schaut einfach mal » hier « vorbei. Viel Spaß ♥
Das Lied der Nacht fühlt sich beim Lesen genau danach an - nach einer langen, epischen Ballade, die jemand am Lagerfeuer vorträgt. Der poetische Schreibstil ist fast schon experimentell. Einige Sätze sind in Versform verfasst. Bestimmte Ausrufe stehen allein in einer Zeile oder komplette Seiten sind bis auf das Wort "Schweigen " leer. Dadurch kommt ein sehr ungewöhnliches Leseerlebnis zustande, eine Mischung aus Roman, Lied und Gedicht. Außerdem ist es sehr bildlich geschrieben. Ab Kapitel 1 hatte ich Kopfkino bis zum Schluss. Es fängt actiongeladen an und hört verheißungsvoll auf. Gerade die vielen Action- und Kampfszenen waren sehr dramatisch und auch unerwartet brutal. Generell würde ich das Buch eher Erwachsenen empfehlen, da einige Passagen sehr blutrünstig oder sexuell sind. Eine Triggerwarnung wäre am Anfang vielleicht angemessen gewesen, da mich manches dann doch schockiert hat. Die Geschichte ist interessant, temporeich und spannend. Man langweilt sich hier wirklich an keiner Stelle und gerade durch die ab und zu eingestreute Versform kommt man sehr schnell voran. Man muss sich allerdings auch darauf einlassen und sich daran gewöhnen. Zumal die Erzählsicht immer wieder wechselt und unterschiedliche Situationen im Fließtext parallel erzählt werden, ohne Absatz oder Kapitelsprung. Der allwissende Erzähler springt mal vom inneren des Charakters A zu Charakter B zu Charakter C in einer anderen Stadt. Das hat mich ab und zu etwas verwirrt oder gestört, weil ich gern an manchen Szenen länger oder intensiver geblieben wäre.
Was mich auch nicht völlig überzeugt hat, sind die Charaktere. Es werden sehr viele Leute vorgestellt, aber so richtig ans Herz gewachsen ist mir leider noch keiner davon. Außer vielleicht dem weißen Fuchs Bellitas - einfach weil er existiert. Ich konnte die Charaktere nie richtig greifen und daher auch nicht einschätzen, was sie als nächstes tun würden. Hoffentlich passiert da in den Folgebänden etwas mehr Entwicklung und emotionale Bindung.
Insgesamt ein spannender Reihenauftakt , der vor allem durch den poetischen Schreibstil heraussticht.
Puh dieses Buch ist eigentlich nur durch Zufall bei mir gelandet, aber nach dem beenden bin ich dann doch froh, dass es den Weg zu mir gefunden hat. Man wird gleich zu Beginn mitten in die Geschichte geworfen und diesen perspektivenwechsel mittendrin waren am Anfang echt gewöhnungsbedürftig, doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Allen voran an den wunderbaren und poetischen Schreibstil der Autorin. Ich habe zwar damals auch den ersten Band der palace Saga gelesen, aber die habe ich nicht mehr so gut in Erinnerung. Dieses Buch kann man echt schon als episch bezeichnen, aber auch als verwirrend. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände. Ich muss weiterlesen. 4,5 Sterne
Triggerwarnung Gewalt, Vergewaltigung, Mord...bitte beachten, das Buch ist nichts für zart besaitete Leser!
Dieses Buch zu bewerten, fällt mir sehr schwer...Teile davon (bspw. die Handlung) mochte ich sehr gerne, leider haben‘s mir der Schreibstil und in gewisser Weise auch die Charaktere recht schwer gemacht.
Eines der außergewöhnlichsten Büchern die ich bislang gelesen habe. Der Stil ist anders als alles was ich bislang gelesen habe. Das ist mutig und hat höchsten Respekt verdient. Auch dem Verlag gegenüber der so ein ungewöhnliches Buch veröffentlicht hat und scheinbar daran geglaubt hat. Denn eines ist absolut klar: Das gefällt nicht jeden. Ich dachte nach dem ersten Kapitel dass es ein Abbruch Buch wird. Ich versuche jedoch jedem Buch die ersten 100 Seiten eine Chance zu geben und lehne mich entspannt derweil zurück und gucke was mich erwartet. Zum Glück, schaffte es das Buch mich noch einzufangen und mitzunehmen. Denn ich glaube bei diesem Buch ist es wichtiger als noch bei allen anderen dass man nicht einfach liest - sondern liest. Was will ich damit sagen? Man kann dieses Buch nicht einfach lesen, einen Satz nach dem anderen in einem rutsch. Jeder Satz muss richtig gelesen werden. Schwer zu beschreiben. Ich bin unglaublich beeindruckt von diesem Buch, von dem Stil den die Autorin hier abliefert. Mutig. Gewagt. Intensiv. Einzigartig.
Zur Geschichte: Ich hatte schon ein wenig die Befürchtung es könnte zu Romantasy-haftig sein. Ja, es gibt den Wanderer und die Bardin die ein paar mal ihre 5 Minuten haben in denen sie sich insgeheim anschmachten - brauche ich nicht, aber es war noch zu verkraften. Ansonsten ist das Buch sehr, sehr düster. Stellenweise auch sehr brutal 😖 aber nur in einer Szene, etwas nach der Hälfte, war es wirklich grausam. Aber auch hier kommt der Stil der Autorin zum Tragen - denn dadurch wie sie erzählt, wird es noch intensiver. Es geht um eine Gruppe ausgestoßener, die Entwurzelten. Sie leben abgeschieden von den anderen Menschen weil sie Sprachen beherrschen. Einer kann die Sprache der Tiere. Eine andere die Sprache des Feuers. Usw. Die Nacht ist stets dunkel. Keine Sterne. Kein Mond. Und die Furcht, sie erwacht.
Eine Story die mich ebenso Stück für Stück in ihren Bann gezogen hat. Von mir gibt es 4.5 von 5 Sternen.
Die Geschichte entführt den Leser in eine Welt voller Dunkelheit, in der Schatten und Angst regieren. Wir begleiten den Wanderer Weyd und die Barden Caer, die sich dieser Gefahr stellen...
Klingt irgendwie düster, oder? Das war es auch und genau das hat mir auch so gut gefallen. Die Atmosphäre, die die Autorin geschaffen hat ist einfach genial. Das Setting ist dunkel, magisch und geheimnisvoll und fast schon ein wenig gruselig. Das Buch zu lesen war an manchen Stellen so, als würde man grade selbst durch einen dunklen Wald gehen und nicht wissen, was einen erwartet.
Und auch der Schreibstil passt genau zu diesem Bild. Ich muss zugeben, dass dieser erstmal ein wenig gewöhnungsbedürftig war. Teilweise abgehackt und teilweise auch sehr poetisch. Wenn man sich aber voll darauf einlässt, wird man förmlich in die Welt hineingezogen.
Die Geschichte hat mich von der Atmosphäre her auch ein wenig an High Fantasy a la Herr der Ringe erinnert. Die Story war, wenn man erstmal reingekommen ist, wirklich spannend, aber auch relativ brutal. Das muss man allerdings schon mögen. Ich hätte mir persönlich noch ein wenig mehr Handlung gewünscht und fand, dass es relativ lange gedauert hat, bis die Geschichte wirklich an Fahrt aufgenommen hat. Aber da lohnt es sich definitiv dran zu bleiben. Die Entwicklungen gegen Ende haben mich wirklich umgehauen und mich so unglaublich neugierig auf die Fortsetzung werden lassen.
Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen. Der Schreibstil und die düstere und brutale Geschichte ist zwar bestimmt nicht für jeden was, aber High Fantasy Fans kommen hier definitiv auf ihre Kosten.
Ich glaube, dass diese Reihe etwas ganz besonderes werden könnte. Ich bin mir sicher, da kommt Großes auf uns zu. Das wird episch!
dnf @ page 75 Die Atmosphäre war sehr schon düster, das kam gut rüber, ich persönlich kam mit der Schreibstil nicht zurecht. zu blumig, zu sprunghaft erzählt... Außerdem werden die Schatten zwar ab Seite 1 immer wieder erwähnt, auf Seite 74 wusste ich aber immer noch nicht, was sie darstellen sollen. Wer Interesse hat, probiere es aus, die Idee und die Welt fand ich toll, wer den Schreibstil mag, wird seine Freude an dem Buch haben, denke ich. PS: Wenn mich nicht alles täuscht, ist die Palace-Saga aus der selben Feder. Ist die auch ähnlich erzählt? Die habe ich schon länger auf der Wunschliste... Wenn jemand beides gelesen hat, gerne einen kurzen Kommentar da lassen oder eine Nachricht schreiben :)
C.E. Bernard konnte mich mit ihrem Story-Pitch bei Instagram auf "Das Lied der Nacht" neugierig machen und ich war sehr gespannt, ob meine hohen Erwartungen an die Story erfüllt werden können:
In der Geschichte geht es, um das Land Schur, in dem es verboten ist Nachts ein Feuer zu entzünden oder gar zu sprechen denn Nachts regieren die Schatten das Land. Doch egal was passiert niemals darf man singen denn sonst folgen die Schatten dem Lied und zerfetzen die Menschen. Als in einem Dorf monströse Schatten aus der Dunkelheit kommen und die Menschen abschlachten ist klar, dass die dunklen Nächte angebrochen sind. Nur Weyd der einsame Wanderer und die Bardin Caer stellen sich den Schatten entgegen und nur sie können das Schicksal der Menschen ändern denn ihre mächtigste Waffe ist das Lied der Nacht...
Die Autorin hat ein wunderbar düsteres Setting erschaffen, in dem die Nacht der größte Feind der Menschheit ist. Der Weltenaufbau hat mir sehr gut gefallen, vor allem das besondere Magiesystem fand ich sehr interessant, in dem sich alles um die Sprache dreht. Möchte man z. B. ein Element beherrschen muss man erst dessen Sprache erlernen und muss dieses Element darum bitten einen Befehl auszuführen, weshalb es sich immer lohnt nett zu sein.
Auch die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet vor allem unsere beiden Protagonisten Weyd und Caer. Weyd ist ein einsamer Wanderer, der sich meist von den Menschen fern hält und trotzdem immer auf deren wohlergehen bedacht ist. Die Bardin Caer ist dagegen geselliger und kann sich sehr gut in Menschen hineinversetzten. Zusammen bilden die beiden ein unschlagbares Team auch, wenn sie nicht immer einer Meinung sind. Wir begegnen außerdem einer Gruppe aus Nebencharakteren, die die Geschichte durch ihre Einzigartigkeit bereichern.
Das einzige Manko, mit dem ich zu kämpfen hatte, war der Schreibstil. Ich hab eine ganze Zeit gebraucht und damit warmzuwerden, da mir der Blick auf die Charaktere und die Geschichte zu distanziert war. Ich hab mich nach einiger Zeit daran gewöhnt und dann hat sich auch ein toller Lesefluss eingestellt, der mich bis zum Ende packen konnte. Die Geschichte an sich ist sehr spannend und vor allem düster gehalten und hält einige tolle Wendungen bereit.
Mit "Das Lied der Nacht" hat C.E. Bernard eine wirklich tolle High-Fantasy Geschichte geschrieben die ohne große Liebesgeschichte auskommt und sich komplett auf das düstere Setting und die spannende Geschichte konzentriert. Die interessanten Charaktere, die die Geschichte bevölkern, lassen die Story lebendig werden so das man total mitfiebert. Für alle Fantasy Fans eine absolute Leseempfehlung von mir und ich bin gespannt was Band 2 bereithält.
Der Wanderer Weyd lebt mit seinen Gefährten in einer Welt, in der nachts Licht und Geräusche verboten sind, denn die Schatten haben Gestalt angenommen und metzeln alles nieder, was sich nach Sonnenuntergang bewegt. Die Frage ist wo sie herkommen und wie man sie bekämpfen kann, denn ansonsten droht der Untergang der Menschheit.
Es handelt sich hier um einen allwissenden Erzähler, eine Art Geschichtenerzähler, der über die Gefährten, deren Widersacher und die Gefahr, die von den Schatten ausgeht sowie das Schicksal der Menschen berichtet. Es ist ein ganz besonderer, metaphorischer und bildgewaltiger Schreibstil, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat und dafür gesorgt hat, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Teilweise kommt die Handlung auch sehr blutig und brutal daher und ist demnach nichts für schwache Nerven.
Wir treffen hier auf eine Vielzahl an Charakteren, die allesamt spannend ausgearbeitet wurden und über die man mal mehr, mal weniger erfährt. Auf der einen Seite der Wanderer Weyd, der viel gereist ist und überall auf der Welt bekannt ist. Er ist stets bemüht die zu schützen, die er liebt. Allen voran die Bardin Caer, in die er heimlich verliebt ist. Diese Zuneigung beruht auf Gegenseitigkeit, aber beide trauen sich nicht, sich ihre Gefühle zu gestehen. Ihnen zur Seite stehen eine ehemalige Seefahrerin, ein alter Mann, der mit Tieren sprechen kann, ein Fuchs, der nichts lieber tut als sich den Bauch vollzuschlagen und noch viele mehr. Es gibt hier sogar Menschen, welche die Sprache des Wassers oder des Feuers beherrschen, mit deren Hilfe die Elemente beeinflusst werden können. Es ist dementsprechend eine phantastische und magische Welt, die einige Überraschungen bereit hält. Die Atmosphäre ist ziemlich düster, bedrückend und bedrohlich.
Eine weitere Besonderheit sind die Zusatzinhalte auf die man über eine App zugreifen kann. Scannt man das Cover oder bestimmte Illustrationen gibt es noch einiges zu entdecken - coole Idee und Umsetzung!
C. E. Bernard hat mit "Das Lied der Nacht" einen grandiosen Auftakt geschaffen, der durch einen wahnsinnig tollen und einnehmenden Schreibstil, interessante und vielschichtige Charaktere sowie eine umfangreiche Handlung und ein komplexes Worldbuilding besticht. Spannung pur, die düstere Atmosphäre, die sehr detailreichen und teilweise nervenaufreibenden Beschreibungen haben mich begeistert!
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Ich liebe die kräftigen Farben und die geheimnisvolle Burg im Hintergrund. Ganz neu sind auch interaktive Inhalte, die mit dem Smartphone per Augmented Reality generiert werden können. Zwar hat es bei mir nicht ganz geklappt, da die Videos bei mir keinen Ton abgespielt haben, aber ich denke der Fehler wird bestimmt behoben werden. Insgesamt finde ich die Idee ein Buch mit AR zu verknüpfen absolut genial. Dies eröffnet eine ganz neue Welt des Lesens. Ein klares Daumenhoch für diese Innovation.
Der Einstieg fiel mir leider sehr schwer. Der Klappentext hat sich unglaublich interessant und spannend angehört. Eine Welt, bei der man in der Dunkelheit leise sein muss, sonst gerät man in die Fänge von gefährlichen Schatten. Nur Weyd, ein einsamer Wanderer und Caer, eine Bardin können die Schatten zurücktreiben, aber nur wenn sie das Lied der Nacht erlernen…klingt richtig aufregend und geheimnisvoll, weshalb ich mich sehr auf das Buch gefreut habe.
Der Schreibstil empfand ich allerdings als zäh und verwirrend. Mir gefällt, dass die Autorin versucht hat hier etwas neues zu schaffen und in poetischer Form geschrieben hat. Man merkt als Leser die aufwendige sprachliche Gestaltung. Mich persönlich hat es aber nicht überzeugt. Im Gegenteil durch den Schreibstil kam ich nur sehr mühsam durch das Buch und vor allem die ellenlangen Kapitel haben mir überhaupt nicht gefallen. Das Buch hat 385 Seiten und besteht nur aus 10 Kapiteln. Ihr könnt euch also vorstellen wie viele Seiten ein einzelnes Kapitel umfassen. Durch diese Streckung wirkte der Schreibstil leider sehr langatmig und ich war mehrmals geneigt das Buch abzubrechen, weil ich einfach nicht warm mit den Figuren und Handlung wurde. Auch hatte ich das Gefühl, dass mir Handlungselemente fehlten. Irgendwie wirkte vieles lückenhaft und verwirrend. Des Weiteren kamen auch noch sehr viele Menschen- und Tiernamen vor, welche meine Verwirrung noch mehr fütterten. Viele Namen stellen mich generell vor eine große Herausforderung, aber hier war es durch den eh schon zähen Schreibstil eine echte Qual. Ich bin so oft durcheinander gekommen, wer jetzt wer ist.
Die eigentliche Handlung war auf jeden Fall sehr interessant und das Duo aus Weyd, einem eher einsamen Wolf und der Bardin Caer war faszinierend. Ich glaube diese Figurenkonstellation gibt es nicht so oft in Fantasyromanen, meistens geht es dann doch um irgendwelche Prinzessinnen, Auserwählte und Schwertkämpfer. Die Abwechslung fand ich auf jeden Fall klasse. Auch gab es eher gefährliche und verstörende Szenen. Der Baron geht nämlich nicht gut mit Frauen um. Die Autorin beschreibt solche Szenen auch sehr bildlich. Man sollte also nicht zu zimperlich mit Blut und Gewalt sein. Die gefährliche Atmosphäre kommt im Buch gut rüber. Auch die Fähigkeiten von einzelnen Charakteren z.B. mit Tieren sprechen zu können, war cool. Und das ein einziges Lied die Rettung der Welt bedeutet, war auch interessant und ich war wirklich neugierig ob Weyd und Caer erfolgreich sein würden. Da es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, muss man noch die anderen Teile lesen bis man hierzu eine Antwort erhält. Der Cliffhanger macht auf jeden Fall neugierig auf den Fortgang der Handlung.
Fazit: „Das Lied der Nacht“ ist eine sehr interessanter Auftakt einer High Fantasy Saga, bei der sich die Autorin viel Mühe gegeben hat. Das Buch ist auf jeden Fall nicht mit anderen Fantasy Büchern vergleichbar. Mich persönlich konnte der Schreibstil leider nicht überzeugen, dennoch rechne ich es der Autorin hoch an, wie viel Aufwand sie in das Buch gesteckt hat. Wer eine Fantasy Geschichte als eine Art „alte Erzählung“ in poetischer Schreibweise lesen möchte, der wird bestimmt viel Freude mit dem Buch haben. Die Idee sowie die interaktiven Zusätze haben mich auf jeden Fall überzeugt. Leider konnte ich mich mit der poetischen sprachliche Gestaltung, den vielen Namen und langen Kapiteln nicht anfreunden. Dennoch hat C.E. Bernard eine sehr bildliche High Fantasy Geschichte kreiert mit einer dunklen und gefährlichen Atmosphäre. Aus diesem Grund vergebe ich 3 Sterne, weil die Saga einzigartig ist, auch wenn es nicht mein „Cup of Tea“ war.
So leid es mir tut, aber ich breche es ab. Ich hatte so Hoffnungen für dieses Buch, es hat sich so unglaublich cool auf dem Klappentext angehört, der Schreibstil ist meeega und das Cover ist ein Traum, aber ich habe gemerkt, dass mir das Buch irgendwie nicht gut tut. Die Handlung ist so unglaublich...hoffnungslos und düster. Es deprimiert mich einfach komplett, dazu kommt, dass ich zu den Figuren irgendwie gar keine Bindung aufbauen konnte, also dass da ganze Zeit so eine Distanz zwischen war. Schade. Zudem habe ich das Gefühl, dass die Autorin ihren Hang detailliert Massaker und zerstückelte Leichen zu beschreiben hier komplett ausgelebt hat - und das auf ca. jeder 2. Seite. Das war mir irgendwann zu viel. Vielleicht gebe ich der Reihe dadurch gar nicht erst eine Chance. Vielleicht wird sie ja im episch im Laufe der 3 Bücher...aber ich kann das gerade nicht so recht ab. In Fantasy mag ich so unglaublich düstere Szenarien durchaus, aber es sollte immer diesen Funken Hoffnung in der Handlung geben. Und wenn der nach 40% des Buchs immer noch nicht aufkommt, dann ist es das für mich persönlich nicht wirklich.
Als ich gesehen habe das ein neues Buch bzw. sogar eine ganz neue Reihe von der Autorin C. E. Bernard rauskommt, war ich direkt Feuer und Flamme. Weil mir ihre Palace of Glass Reihe schon so mega gut gefallen hat.
Cover
Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen ich war direkt verliebt. Dieser Blauton sieht so geheimnisvoll und düster aus und der Titel passt so unglaublich gut zu dieser Geschichte.
Geschichte
Die Geschichte hat mich sofort gepackt und ich wollte mehr davon. Es beginnt schon total dramatisch und man ist sofort mittendrin im Geschehen. Den Bewohnern wurde eingetrichert in der Nacht niemals ein Licht brennen zu lassen und niemals zu singen, sonst würde das Böse sich nähern. Aber wenn genau das Gegenteil der Fall sein würde?! Was wenn das das einzige wäre um sich zu retten?!
Protagonisten
Hier waren recht viele Protagonisten präsent, ich hatte aber bis zum Ende nicht wirklich das Gefühl jemanden dadurch besser kennengelernt zu haben. Auch kam ich teilweise mit den vielen Namen etwas durcheinander und musste immer nochmal überlegen ob sie jetzt gut oder böse sind und in welchem Zusammenhang sie zu wem standen.
Schreibstil
Durch den gewöhnungsbedürftigen und poetischen Schreibstil kam ich anfangs wirklich schwer in die Geschichte rein. Und genau das ziehte sich durch das gesamte Buch, dadurch fiel es mir teilweise sehr schwer der Geschichte aufmerksam zu folgen. Die Palace of Glass Reihe mochte ich von der Autorin mega gerne, aber hier war der Schreibstil komplett anders, das ich das Gefühl hatte, das hätten 2 unterschiedliche Menschen geschrieben.
Fazit
Die Idee der Geschichte fand ich sehr interessant und wurde auch super authentisch dargestellt. Man ist einfach so mit den Protagonisten am mitfiebern. Da ich mich mit dem Schreibstil aber bis zum Ende nicht so wirklich anfreunden konnte, hat sich das lesen dadurch erschwert und ich war am Ende etwas froh das Buch beendet zu haben. Da das Ende aber nochmal mega neugierig gemacht hat, wie die Geschichte denn weitergeht, bin ich am überlegen ob ich diese Reihe weiterverfolge.
Die bekannte Fantasy- Autorin C.E. Bernard ist mir ihrer Palace- Sage bekannt geworden. Nun hat sie mit „Das Lied der Nacht“ den Reihenauftakt zu ihrer Wayfarer- Saga veröffentlicht. Man kann dieses daher ohne Vorkenntnisse lesen.
Klappentext: Nur ein vergessenes Lied vermag es, die Dunkelheit der Nacht zu durchbrechen. Wäre es doch nur erlaubt zu singen – oder sich zu erinnern ... „Ich erzähle euch eine Geschichte. Sie beginnt in einem finsteren Tal mit hohen, schneebedeckten Bäumen. Sie beginnt mit einem einsamen Wanderer in den fahlen Stunden des Zwielichts, in der bläulich glänzenden Dämmerung. Sie beginnt mit einer Frage. Fürchtet ihr euch?“ „Das Lied der Nacht“ ist die Geschichte des in sich gekehrten Wanderers Weyd und der mutigen Bardin Caer, die gemeinsam vor einer fast nicht zu bewältigenden Aufgabe stehen: Feuer in einer Welt entzünden, in der Schatten, Albträume und Furcht regieren. Und die einzige Hoffnung, die sie in diesem Kampf haben, ist ein Lied...
Für mich war es das erste Werk aus der Feder von dieser Autorin. Über ihre andere Reihe habe ich bisher viel positives Feedback gehört, daher war ich sehr auf „Das Lied der Nacht“ gespannt. Der Klappentext war vielversprechend. Ein vergessenes Lied, welches die Dunkelheit bezwingen soll. Dabei spielen ein nachdenklicher Wanderer und eine mutige Bardin eine wesentliche Rolle. Dies klang für mich richtig gut, daher war ich auf die Umsetzung gespannt. Der Schreibstil von Bernard ist recht detailliert, dabei schafft sie es gekonnt, eine Atmosphäre aufzubauen. In diesem Fantasy- Buch ist diese eher bedrückend und melancholisch – eine starke Bedrohung steht vor der Tür und man weiß leider nicht, wie man diese übernatürliche Übermacht bezwingen soll. Hierbei geht Bernard gerne auch mal bei den blutigen Szenen ins Detail, es gibt einige kämpferische Auseinandersetzungen mit den Schatten und dabei wird nicht mit Einzelheiten gespart. Man kann sich als Leser die Gewalt und auch die Verzweiflung der Menschen sehr gut vorstellen. Dennoch empfand ich den Schreibstil als recht gewöhnungsbedürftig. Immer mal wieder werden bruchstückhafte Perspektivenwechsel eingebaut. Zwei zeitgleiche Geschehnisse werden parallel erzählt. Also die eine Person macht gerade dies, während zeitgleich der anderen jenes geschieht. Dies empfand ich teilweise etwas anstrengend und hat mich zum Teil auch aus dem Lesefluss gebracht. Für mich war es eher eine unerwünschte Unterbrechung des aktuellen Geschehens. Was ich persönlich aber leider noch gewöhnungsbedürftiger fand, waren die Wiederholungen von einzelnen Wortgruppen gleich hintereinander. Zur Betonung werden einzelne Bausteine mitten im Satz mehrmals wiederholt. Dieses stilistische Mittel hat mich persönlich aber leider nur gestört. Der Einstieg in das Buch ist auf der einen Seite ziemlich rasant. Man erlebt gleich einen Angriff der Schatten mit, welche Zerstörung und Leid sie hinterlassen. Aber auf der anderen Seite tritt die Handlung ein bisschen auf der Stelle, es passiert weiter nichts Spannendes. Daher war ich schon zu Beginn ein wenig zwiegespalten. Gelungen hingegen fand ich die ansprechende Grundidee. Ein vergessenes Lied, welches die Schatten vertreiben soll. Auch die Idee hinter den Schatten, ihre Bedeutung fand ich gelungen. Auch die alten Fähigkeiten, gewisse Sprachen zu sprechen, konnten mich begeistern. Es gibt Menschen, die diese alten Sprachen beherrschen. Damit können sie unter anderem die Elemente betören. Zum Beispiel können sie die Sprache des Feuers sprechend und damit eine Flamme überzeugen, länger oder heller zu brennen. Oder auch die Sprache der Tiere, damit kann man sich mit einzelnen Gattungen verständigen. Die Umsetzung dieser Sprachen hat mir gefallen, jede hat so ihre eigenen Eigenheiten und auch die Elemente haben quasi ihren eigenen Willen. Das Protagonisten- Team ist sehr vielseitig und interessant. Es besteht aus sehr gegensätzlichen Charakteren, welche sich aber gut ergänzen. Im Vordergrund stehen hier auf jeden Fall der nachdenkliche und eher in sich gekehrte Wanderer Weyd und die mutige und starke Bardin Caer. Auch ihre Freundschaft und ihre gegenseitigen Gefühle spielen in diesem Buch eine wichtige Rolle. Hinter Weyd steckt natürlich mehr, als man zunächst vermuten könnte und im Verlauf der Handlung erfährt man mehr über seine Vergangenheit und seine Rolle innerhalb der Story. Die Charaktere werden gut beschrieben, jeder scheint ein eigenes Leben zu haben. Dennoch fehlte mir persönlich der Bezug zu den einzelnen Figuren. Ich habe nicht direkt mit ihnen mitgefiebert, habe nicht um sie gebangt. Ich habe zwar mit Spannung ihre Abenteuer verfolgt, habe zusammen mit ihnen Hürden gemeistert. Dennoch konnte ich keine tiefe Verbindung zu ihnen aufbauen. Die Welt scheint interessant und durchdacht. Man erfährt einiges über die Vergangenheit dieser Welt. Diese hat auf jeden Fall Potential und zu gerne würde ich mehr über diese Welt erfahren und zusammen mit dem Wanderer diese erkunden.
Insgesamt hat C.E. Bernard mit „Das Lied der Nacht“ einen interessanten Reihenauftakt mit ansprechenden Aspekten und einer attraktiven Grundidee geschaffen. Aber es gibt auch ein paar Kleinigkeiten, welche mich nicht so überzeugen konnten. Daher möchte ich 3,5 Sterne vergeben.
„Des Nachts erwachen die Geschichten. Schnell fliegen sie dahin in den fahlen Stunden des Zwielichts, dem bläulichen Dunkel der Dämmerung. Denn Geschichten, müsst ihr wissen, Geschichten reisen unaufhaltsam wie das Licht, über breite Straßen und verschlungene Pfade, durch Wälder und über Berge, selbst über das weite Meer. Ein geflüstertes Wort, mehr braucht es dazu nicht. Eine leise Melodie. Ein Stückchen Garn, ein Tropfen Tinte, eine tapfere Seele. Fürchtet ihr euch?“ (Auszug Seite 9 aus „Das Lied der Nacht“)
Im Tal von Schur erwachen des Nachts Schatten, die alles was ihnen in die Quere kommt abschlachten. Der Wanderer Weyd und die Bardin Caer stellen sich zusammen mit ihren Gefährten dieser Gefahr. Sie entdecken, dass ein altes Lied die Rettung sein könnte. Aber der Eiserne Baron verfolgt ganz andere und grausame Absichten und es wird ein Kampf ums nackte Überleben mit Hoffnungen, Intrigen, Liebe und Grausamkeiten.
Die ganze Geschichte ist eine einzige Komposition. Eine märchenhafte und brutale Ballade, vorgetragen am Lagerfeuer sitzend, mit Gänsehautfaktor.
C. E. Bernard schafft es wie keine Andere, den Leser in die Geschichte reinzuziehen. Der Leser wird regelrecht aufgefordert, sich alles genau anzuschauen, zu riechen, zu schmecken und zu fühlen, sei es etwas Schönes oder auch etwas noch so Schreckliches.
Bernards Schreibstil ist sehr besonders und außergewöhnlich; sehr poetisch, wortgewandt und mit einem eigenwilligen Zeichensatz. Die Erzählperspektive springt zwischen den Protagonisten hin und her, die Handlung wird unterbrochen, die Schauplätze gewechselt. Dies fand ich zunächst recht gewöhnungsbedürftig und es erforderte auch ein gewisses Maß an Konzentration. Ab der Hälfte des Buches habe ich mich dann aber eingelesen und konnte das Buch dann auch kaum mehr aus der Hand legen. Diese Art von Schreibstil ist mir bisher noch nicht begegnet, finde ihn aber sehr kunstvoll. Zeitweise kam er mir auch recht cineastisch vor. Er mag nicht für Jeden etwas sein, ich hatte anfangs ja auch leichte „Probleme“, man liest sich aber ein und kann ihn dann in vollen Zügen genießen!
Der Zusammenhalt der Protagonisten ist sehr besonders; sie kennen sich in und auswendig, lassen einander niemals im Stich und kämpfen füreinander. Sie stellen das Wohl des Andern über das Eigene.
Bei anderen Rezensenten habe ich schon gelesen, dass sie eine Triggerwarnung aussprechen und ich möchte mich ihnen anschließen; das Buch beinhaltet wirklich viele grausame und brutale Szenen und wer bei köperlicher Gewalt gegen Frauen empfindlich ist, sollte den Hinweis bekommen, dass es hier richtig heftige Szenen gibt. An einer expliziten Stelle fiel es mir sogar schwer weiterzulesen, dies sollte nicht unerwähnt bleiben.. grade auch durch Bernards eindringlichen und bildhaften Schreibstil, kommen einem die Schilderungen einfach sehr nah.
Fazit: Aufgrund des außergewöhnlichen Schreibstils brauchte ich meine Zeit um ins Buch zu finden. Ab ca.der Hälfte war ich aber komplett gefangengenommen von der Geschichte und der Art des Erzählens. Die brutalen Schilderungen haben mich teilweise sehr mitgenommen. Insgesamt konnte mich Christine E. Bernard aber total fesseln! Die Grundidee ist sehr spannend und die musikalische Komponente trifft bei mir als Musikern natürlich vollends auf Anklang! 4,5 Sterne 🌟
Ich habe gerade ‚Das Lied der Nacht‘ von C.E. Bernard beendet und habe kurz nach meinem zweiten Jahreshighlight schon das nächste gefunden. Was ist das bitte für eine unglaublich epische Geschichte, voller dunkler Schatten, hell leuchtender Hoffnung, klar ertönender Lieder, so brutal, düster und blutig. Epik in jedem Satz und jedem Wort, in jeder Strophe und jeder Zeile. Ich bin so beeindruckt und werde noch lange an diesen Trilogieauftakt zurückdenken.
Neben dieser unglaublichen Geschichte sind der Schreib- und vor allem der Erzählstil für mich immer noch nicht in Worte zu fassen. So eindringlich, so intensiv, poetisch und bildgewaltig. Ich durfte eine ganz neue Art des Erzählens kennenlernen. Parallel ablaufende Handlungen werden in sich abwechselnden Sätzen erzählt, so als ob das Bild zweigeteilt wäre. Wie in einem Film, der zwei verschiedene Orte gleichzeitig auf dem Bildschirm zeigt. Die Kürze der Sätze in wichtigen Situationen, die Wiederholung einzelner Satzabschnitte, um die Eindringlichkeit zu betonen. Ein Wort pro Zeile, um das Tempo aus der Erzählung zu nehmen, um sich darauf zu besinnen, was gerade passiert. Ich habe so etwas Ähnliches in Jay Kristoffs ‚Nevernight‘-Reihe gelesen, wenn Protagonistin Mia in die Schatten tritt. Doch C.E. Bernard hebt diese Art des Erzählens auf ein neues Level. Und schafft damit eine Bildhaftigkeit sondersgleichen. Teilweise erinnert der Schreibstil selbst an ein Lied, in Versen geschrieben, poetisch und einnehmend. Ich bin immer noch so begeistert und würde am liebsten Beispiele nennen, um das, was ich hier auszudrücken versuche, besser verständlich zu machen. Doch einzelne Sätze würden nicht die Wirkung entfalten, die sie im Verbund mit den anderen Worten schaffen. Der Schreibstil dürfte jedoch nicht jedem Leser bzw. jeder Leserin liegen, ich empfehle, vorab eine Leseprobe zu lesen, um sich mit der Außergewöhnlichkeit dieses Buches vertraut zu machen.
Die Geschichte selbst ist nichts weniger als episch. Düster und blutig, rau und tödlich. Sie zeigt das Schlechteste im Menschen und das Beste, zeigt, wie Furcht sich auf das Handeln auswirkt, genauso wie es die Hoffnung tut. Sie zeigt Wunder und Heilung, Grausamkeit und Liebe. Sie zeigt Licht und Schatten, die Macht von Worten, dort, wo das Schwert keine Wirkung zeigt. Sie entwickelt einen Sog, der mich nicht mehr losgelassen hat, hat mich eingewoben mit ihrer Melodie und ziemlich glücklich zurückgelassen. Glücklich darüber, dass ich so eine besondere Geschichte lesen durfte. Und mit dem Wissen, dass sie weitergehen wird. 5 Sterne.
Das Cover ist ein absoluter Hingucker und passt hervorragend zur Geschichte. Es ist sehr stilvoll und ich bin sehr angetan von den dunklen Tönen. Der Schreibstil der Autorin ist poetisch und muss unbedingt genossen werden. Denn in meinen Augen ist jede Zeile ein Gedicht und muss nachwirken. Die Erzählweise ist für mich etwas ganz neues und lässt die Geschichte noch lyrischer und mystischer wirken. Der Einstieg war direkt spannend und nach einer kleinen Eingewöhnungszeit war ich sofort von den Worten gefangen. Es gibt keinen typischen Sichtwechsel, dieser erfolgt hier mitten im Absatz. Das hat mich aber in keinster Weise verwirrt, sondern hat die Geschichte noch bedeutender und spannender gemacht. Auch wenn man nur nach und nach etwas von den Charakteren erfährt, haben mir die Protagonisten sofort zugesagt. Jeder hat eine Geschichte, eine Vergangenheit und es kommen immer ein paar neue Seiten ans Licht. Besonders im zweiten Teil der Geschichte merkt man die tiefe Verbundenheit der Charaktere zueinander und ihre Loyalität. Jeder würde für den anderen durchs Feuer gehen und dieser Bund wurde von Seite zu Seite stärker. Auch die Brutalität nahm ab der zweiten Hälfte zu, was vielleicht nicht für jeden etwas ist. Aber durch diesen wunderschönen Schreibstil konnte man auch solche Szenen gut lesen, obwohl ich teilweise echt schlucken musste. Die Geschichte rund um Weyd und seine Gefährten war spannend, extrem fesseln und ich wollte am liebsten gar nicht mehr aufhören mit lesen. Für mich ist dieses Buch etwas ganz Großes und Besonderes, besonders weil man so gar keine Ahnung hat wie es weitergeht. Es bleibt mystisch, spannend und atemberaubend.
Fazit
Durch den poetischen Schreibstil hebt sich das Lied der Nacht von der Masse ab. Durch diese Mischung aus unglaublich starken und vielseitigen Charakteren und einer Welt, die immer wieder neue Geheimnisse offenbart wird man als Leser komplett gefesselt. Für mich ist dieses Buch ein Highlight und ich kann es kaum abwarten, bis diese wunderbare Reise weitergeht.
Darum geht es: »Ich erzähle euch eine Geschichte. Sie beginnt in einem finsteren Tal mit hohen, schneebedeckten Bäumen. Sie beginnt mit einem einsamen Wanderer in den fahlen Stunden des Zwielichts, in der bläulich glänzenden Dämmerung. Sie beginnt mit einer Frage. Fürchtet ihr euch?« Das Tal von Schur wird eines Nachts von Schatten heimgesucht. Schatten, die alles Leben vernichten, was ihnen in entgegenkommt. Der Wanderer Weyd, die Bardin Caer und ihre Freunde versuchen die Schatten aufzuhalten. Eine kaum zu bewältigender Aufgabe, denn sie müssen alte Feuer an längst vergessenen Orten entzünden; mit nur einem Lied als Hoffnung. Doch selbst ein Lied stellt in dieser Zeit eine Gefahr dar – denn Lieder und Gesang zu später Stunde sind verboten. Ein erbitterter Kampf ums Überleben beginnt. Das Buch ist wie ein Sog: Der Leser wird durch die Geschichte und mit den Gefährten getrieben – im Kampf gegen die Schatten und gegen die Dunkelheit. Der Schreibstil hat es mir besonders angetan: Die Geschichte ist wie eine einzige Ballade gestaltet – geeignet für ein Lagerfeuer. Es ist sehr poetisch, wortgewandt, aber auch sehr eigenwillig – gerader der Zeichensatz ist so ganz anders. Bisher ist mir ein solcher Stil noch nicht begegnet! Ich habe jetzt schon bei einigen den Ruf nach einer Triggerwarnung gelesen und kann dem nur zustimmen. Einige Teile des Buches sind sehr brutal und grausam – hier ist der bildhafte Stil eher ein Fluch… Mir hat das Buch sehr gut gefallen und bekommt von mir: 4 von 5 Sterne
Vielen Dank für das #rezensionsexemplar an das @bloggerportal und @penhaligonverlag. *Reklame* wegen Markenerkennung und Verlinkung | Cover- und Klappentextrechte liegen beim Verlag
Als Hörbuch: Die Autorin hat hier ein wahrlich poetisches Meisterwerk geschaffen. Der Schreib- bzw. Lesestil ist unvergleichlich und die gesamte Geschichte hebt sich dadurch vom Mainstream deutlich ab.
Das Hörbuch wurde von Oliver Siebeck gesprochen und es ist ein Genuss dieser Vertonung zu lauschen.
Diese Furcht wenn die Schatten sich langsam und gemächlich über das Dorf legen, sich heranpirschen und dich in trügerischer Sicherheit wiegen bevor …
Bevor im verschneiten Königreich Schur, dicht am Pass etwas unvorhergesehenes passiert. Dann, wenn das Lied der Nacht die Hoffnung aus dem Tal der Alpträume ist und wenn die Flamme des Feuers die Nacht erhellt. Dann, wenn die Türme erstrahlen und der Weg euch führt in die grausame Schlacht die bevor steht. Dann, wenn Freundschaft und die Liebe dich führt wo andere Versagen. Dann, sind wir beim Wanderer und der Bardin, die hier wachen, ruhen und warten. Warten bis es soweit ist zu helfen, zu retten und nicht zu verzagen.
Meine Meinung
WOW … ich bin begeistert von dem Auftakt der Wayfarer-Saga die mich komplett in ihren Bann ziehen konnte. Hier habe ich ja das Print und beim Print hat man exklusives digitales Bonusmaterial (Augmented Reality, AR) zum Entdecken. Finde ich Mega genial und kann ich jedem nur empfehlen. Nicht nur, dass mir das Cover des High-Fantasy Auftaktes gefällt, die Idee hier ist sehr gut umgesetzt.
Nun zum Inhalt. Ich liebe den bildaften Schreibstil, der mit dieser spannenden Story verknüpft ist und einen in Atem hält, Gänsehaut verursacht und einen mitnimmt ins verschneite Königreich Schur. Wie ihr euch schon denken könnt gibt es einen Trupp von Freunden, die sich der Gefahr entgegenstellen, da sie den Menschen helfen wollen. Aber es gibt auch andere, die Machtgierig sind, Korrupt und zu allem Fähig.
Hier gefällt mir der Wanderer Weyd sehr gut, der immer hilfsbereit anderen zur Seite stehen möchte und ansonsten einen auf einsamer Wolf macht. Nun, da hat er nicht mit der Bardin Caer gerechnet, die mit ihrem Oud, so etwas wie eine Laute, genauso gut umgehen kann wie mit der Streitaxt und sich grundsätzlich nichts gefallen lässt und hilfsbereit ist. Dazu kommt, dass sie mit ihren Freunden eine Poststation hergerichtet haben um ein ruhiges Leben zu führen. Wenn … das Wörtchen Wenn nicht wäre.
Denn nicht weit entfernt wird ein komplettes Dorf einfach niedergemetzelt. So klasse beschrieben, wie die Schatten auftauchen. Die Furcht ist da groß, auch wenn man weiß, dass Dunkelheit nicht gerade der Beruhigung zuträglich ist und dann noch mit solch einer grausamen Gefahr verborgen.
Dann der Baron von Schur. Ein Mann, dem man nicht wirklich begegnen will, weder einmal noch mehrmals. Hier ist soviel im Argen und gleichzeitig soviel Spannung erzeugt von der Gefahr, der Nichthilfe des Gesetzes, bis hin zur Hoffnung auf Glück, dass man die Seiten von dem Einstieg nur dahinsuchten kann. Und was mir sehr gut gefällt ist, wenn man denkt es geht bergauf kommt ein Richtungswechsel daher, der einen neugierig macht auf mehr.
Ich liebe den Auftakt und freue mich sehr auf Band zwei.
So gut sich der Klappentext für mich auch angehört hat und so viele wunderbare, positive Stimmen ich zu diesem Buch gehört habe... Ich konnte damit einfach nicht warm werden. Den poetisch blumigen Prolog las ich noch voller Verzauberung - bis ich feststellte, dass das ganze Buch in diesem schnörkelig komplizierten Stil geschrieben ist. Bestimmt wird genau das viele anziehen und mitreißen,bei mir bewirkte es aber das genaue Gegenteil. Alles war so... Kompliziert. Die ausschweifenden Umschreibungen machten es für mich unmöglich, einen Draht zur Welt zu entwickeln, Caer und Weyd kennenzulernen, oder überhaupt irgendwie im Geschehen involviert zu scheinen. Von Anfang an habe ich mich gefühlt,als wäre ich ausgeschlossen aus der Erzählung. Für mich war es so auch sehr schwer, Spannung aufzubauen, aber fürs Erste hätte es mir sogar gereicht, überhaupt zu verstehen, was mir das Buch sagen möchte. Ich habe nicht verstanden, wie die Welt funktioniert, was genau ein Wanderer ist, warum man Nachts keine Musik machen darf... Ich hab so viele Fragen. Aber nicht auf eine interessierte, sondern eher eine verwirrte Weise... 😅 Von mir gibt's leider keine Empfehlung und auch nur 2🌟.
•Das Lied der Nacht von C. E. Bernard• Ich finde kaum die richtigen Worte, um dieses außergewöhnliche, poetische und faszinierende Werk zu beschreiben. Weyds und Caers Geschichte war ein komplett anderes Erlebnis und hat sich von jedem Fantasybuch abgehoben, das ich je gelesen habe. Es war anders schön und zugleich hat es mir aber auch ein paar kleine Schwierigkeiten bereitet!💙
Also wenn dieses Cover kein Meisterwerk ist, dann weiß ich auch nicht weiter! Ich liebe die Gestaltung und Farbgebung und kann mich gar nicht daran sattsehen. Der Schreibstil der Autorin war anders, aber dennoch ein kleines Meisterwerk. Ich hatte zwar große Schwierigkeiten am Anfang, mich daran zu gewöhnen, dass man wirklich einen Einblick in alle Köpfe bekommt und es eben mehr so ist, dass man einen Erzähler hat. Aber dennoch war es einfach nur unglaublich poetisch, wortgewandt, gewaltig und schön!
Es gab eine ziemlich große Vielfalt an Charakteren, von denen ich eigentlich fast alle total gerne mochte. Ganz besonders Weyd und Caer sind mir sehr ans Herz gewachsen, weil die beiden so unglaublich mutig, stark und kämpferisch waren. Vielleicht war Weyd manchmal etwas zu selbstlos und draufgängerisch, aber es war stark, wie er all das nur für seine Freunde tun wollte. Und Caer war eine so fröhliche, lebensfrohe und auch humorvolle Seele. Doch auch Jori, Bahr, Bellitas, Andrin, Ealdre, Jelscha, Reys, Cassian und viele andere Charaktere haben es in mein Herz geschafft. Noch dazu hat so ziemlich jeder von ihnen einen außergewöhnlichen Namen, genauso wie ihr Charakter selbst es ist.
Als ich in die Geschichte gestartet bin, wusste ich nicht, was mich erwartet, umso überraschter war ich über den Verlauf der Geschichte, seine Charaktere und vor allem den Schreibstil. Ich habe anfangs lange gebraucht, um richtig in die Geschichte einzusteigen und mich daran zu gewöhnen, dass hier viele Gedanken und Gefühle von verschiedenen Charaktere aufeinanderprallen. Doch mit den Charakteren konnte ich mich schnell anfreunden und sie lieben lernen. Weyd, Caer, Jori, Bahr und die vielen anderen Charaktere auf ihrer Reise, ihrem Kampf gegen die Schatten zu begleiten war ein riesengroßes Abendteuer. Die Geschichte hat nur so vor Spannung gesprüht und immer wieder hat diese außergewöhnliche Welt mich vollkommen überwältigt. Solch eine High Fantasy Geschichte habe ich noch nie gelesen. Es war anders, und zugleich besser. Es war poetisch, fantastisch und voller Leben. Immer wieder haben die Charaktere neue Herausforderungen gemeistert und mein Herz zum Stillstand gebracht. Lurin, der Baron, und seine Genossen haben mich oft rasend gemacht und dann kamen Weyd und Caer und haben die Welt wieder besser gemacht. Es war ein rasanter Handlungsverlauf, in den sich leider auch einige Längen geschlichen haben, die mir das Lesen etwas anstrengend gemacht haben. Zudem konnte ich nicht sonderlich viele Seiten am Stück lesen, weil es teils anstrengend war. Doch das hat dem Buch nicht seine Besonderheit genommen. Es war faszinierend und das Ende hat mich geschockt und mit vielen Fragen zurückgelassen. Band 2 wird benötigt!
Fazit: abschließend gebe ich dem ersten Band der Geschichte von Weyd und Caer 4 von 5 Sternen. Es war ein absolut außergewöhnliches Fantasyerlebnis, das mir noch immer in den Knochen steckt. Es wird kein Highlight und ich hatte so meine Schwierigkeiten, aber es war dennoch schön und unterhaltsam sowie spannend.
Dieses Buch hat mich fasziniert wie schon lange keines mehr. Der Schreibstil ist einzigartig, so etwas habe ich noch nie gelesen. Alleine deswegen schon 5 Sterne, eher 10, wenn das möglich wäre. Die Autorin schreibt nicht, sie erzählt. Niemand verdient die Bezeichnung Erzählerin mehr, als C. E. Bernard. Sie nutzt nicht nur Worte, sie malt und webt mit Worten. Bilder aus Tinte, Mondlicht und Nacht. Sie verwendet Worte und Sätze auf ihre ganz eigene Art und Weise, macht etwas komplett neues daraus, dass an die alten großen Erzähler wie Tolkien erinnert. Geschickt verwebt sie verschiedene Szenen an verschiedenen Orten miteinander, so intelligent und gewitzt, dass das Buch wie ein Film vor dem inneren Auge abläuft. Grausam und düster, blutig und poetisch zugleich erzählt sie die Geschichte des Wanderers Weyd und der Furcht. Ich habe es geliebt.
Warnung: Das Buch ist nichts für Menschen mit leichtem Magen, es kommt zu sehr expliziten Darstellungen von Gewalt, sowohl sexueller, als auch psychischer und blutiger Natur.
Warnung 2: Sogwirkung. Passt auf, sonst verpasst ihr wichtige Termine beim lesen!
Nachdem ich die Palace-Saga der Autorin verschlungen habe, wagte ich mich auch wieder an ihr neuestes Werk heran. Ich hatte schon viel Positives gehört, jedoch konnte mich die Geschichte nicht so ganz in ihren Sog ziehen wie ihre vorherigen Bücher.
Das Lied der Nacht ist düster und es geht heftig zur Sache. Die Geschichte hätte sicherlich großes Potential gehabt, wenn es nicht einige Mankos für mich gegeben hätte.
Zuerst ist da der Schreibstil, zu dem ich nicht so recht einen Zugang finden konnte. Er ist sehr poetisch und bildgewaltig, jedoch musste man sich deswegen sehr beim Lesen konzentrieren, weil zudem auch noch mitten in den langen Kapiteln die Perspektiven gewechselt wurde. Zudem hat mich die Idee hinter der Geschichte sehr an „Das Lied der Dunkelheit“ erinnert, da es dort Parallelen zu den Schattenwesen gibt und ich finde es auch etwas komisch, dass die beiden Bücher fast denselben Namen tragen.
Nach einiger Zeit konnte ich die Geschichte zwar mit einiger Spannung verfolgen, jedoch blieben die Charaktere für mich insgesamt sehr blass, was sich wahrscheinlich auf den Schreibstil zurückführen lässt. Es kamen bei mir nicht so recht Emotionen auf.
Wenn man einen ungewöhnlichen Schreibstil mag und noch nicht viel im Fantasybereich gelesen hat, kann man einen Blick auf das Buch werfen. Ansonsten würde ich eher empfehlen, „Das Lied der Dunkelheit“ zu lesen.