Mir gefiel, dass das Buch bereits damit begann Geschichte als Flickenteppich darzustellen. Die Annahme, wir befänden uns in einem vorwärtsschreitenden Prozess (eine Theorie nahe der des Evolutionismus) wird gleich beiseite gelegt, und durch eine authentischere Ansicht ersetzt. Nicht nur zeigt sich damit, dass wir als Gesellschaft (besonders die westliche) vergessen, sondern wir auch in unserem (ebenfalls eurozentrischen) eigenen Standpunkt versinken - nicht über den eigenen Gartenzaun schauen. Darüber hinaus zeigt sich in diesem Buch, dass Gesellschaften entstehen und vergehen, dass Verbindungen bestanden, wo heute keine (oder kaum noch) welche sind, dass Europa nicht das Zentrum dieses Planeten ist, und sich eingestehen muss, dass es nur durch die Ausbeutung anderer Gesellschaften/Kulturen zu seiner jetzigen Macht gekommen ist. Das Buch ist ein Versuch, auch ein Anfang Geschichte nicht mehr europäisch zu denken, sondern global. Zusammenhänge zu sehen, die bis heute Rückstände nachweisen und darauf aufbauend zeitgenössische Annahmen zu revidieren und neu zu formulieren.