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Vati

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Monika Helfer schreibt fort, was sie mit ihrem Bestseller „Die Bagage“ begonnen hat: ihre eigene Familiengeschichte.

Ein Mann mit Beinprothese, ein Abwesender, ein Witwer, ein Pensionär, ein Literaturliebhaber. Monika Helfer umkreist das Leben ihres Vaters und erzählt von ihrer eigenen Kindheit und Jugend. Von dem vielen Platz und der Bibliothek im Kriegsopfer-Erholungsheim in den Bergen, von der Armut und den beengten Lebensverhältnissen. Von dem, was sie weiß über ihren Vater, was sie über ihn in Erfahrung bringen kann. Mit großer Wahrhaftigkeit entsteht ein Roman über das Aufwachsen in schwierigen Verhältnissen, eine Suche nach der eigenen Herkunft. Ein Erinnerungsbuch, das sanft von Existenziellem berichtet und schmerzhaft im Erinnern bleibt. „Ja, alles ist gut geworden. Auf eine bösartige Weise ist alles gut geworden.“

176 pages, Hardcover

First published January 25, 2021

24 people are currently reading
649 people want to read

About the author

Monika Helfer

43 books87 followers
Monika Helfer (1947), vormals Monika Helfer-Friedrich, ist eine österreichische Schriftstellerin.
Thema ihrer Bücher sind oft schwierige Familienbeziehungen, wobei sie einen besonderen Fokus auf die Kinderperspektive legt. „Die Figuren in Monika Helfers Büchern haben Mut, Überlebenswillen und den gesunden Trotz eines Kindes, nämlich den Trotz, sich von gesellschaftlichen Wertvorstellungen und Kategorisierungen nicht beirren zu lassen“, so Dorothea Zanon in ihrer Laudatio anlässlich der Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.

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435 (47%)
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2 stars
32 (3%)
1 star
4 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 83 reviews
Profile Image for Meike.
Author 1 book4,985 followers
September 21, 2021
Now Inexplicably Shortlisted for the German Book Prize 2021 (and that comes from someone who liked the novel)
Nominated for the Austrian Book Prize

Part two of Monika Helfer's autofictional project: After telling the story of her grandparents and her mother's youth (Die Bagage), the Austrian writer now tackles the tale of her father. While her grandfather Josef was a soldier in WW I, her father Josef fought in WW II and lost a leg - in the hospital, he met her mother, the nurse. In a way, this novel is a document to the silent generation of fathers who never talked about their past experiences and whose aspirations were shattered by the war (and often by what they did and the guilt that came with it). Frequently, these men became raging alcoholics and / or family tyrants (Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend is rather eye-opening), but Helfer's traumatized father built a modest life for himself - until he risked everything for some beautiful books.

On a second narrative level, we witness Helfer trying to remember and talking to the people who knew her father, aiming to make sense of the man and the times he lived though. Both Die Bagage and Vati have blurry covers, thus mirroring the nature of memory. Helfer tries to re-gain a sharp focus and find the right framing to do her family justice. The tone of her efforts is never sentimental, it remains warm and light, and she does not try to cover up the gaps she can't fill but adds some clearly speculative bits. Inadvertly, the book is also a testament of her own childhood, and on a more fundemental level, this text is a great starting point to discuss genre: Isn't this an autobiography, as every autobiography is partly fictional? Does it only become a novel because the author declares it to be one?

As a longlist entry, this is one of the titles that underlines the judges' focus on the connex of family and history as well as the question how identity constitutes itself or is constructed. This is a crowd-pleaser, as it is easily accessible, absorbing, and, it has to be said, way less challenging to decode than books like Mein Lieblingstier heißt Winter or Eurotrash. This novel about a man who fought for the Nazis is also somehow way less disturbing than Es ist immer so schön mit dir, a book about a toxic relationship - the reason is of course how the two entries are crafted, and the techniques they employ to bring their points across.

This is a worthwhile, beautiful read, but a winner it is not.
Profile Image for Semjon.
767 reviews506 followers
July 24, 2022
Diese Form von Autofiktion spricht mich nicht sonderlich an. Dabei liegt es weniger an der Mischung aus Biografie, Reflexionen, Beschreibungen und fiktionalen Dialogen, sondern vielmehr an der unchronologischen Aneinanderreihung von kleinen Anekdoten und anderen besonderen Erinnerungen ohne nennenswerten Höhepunkt.

Das Leben von Monika Helfer und ihrem Vater ist durchaus interessant. Vati eine ambivalente Figur zwischen Büchermanie und Kinderliebe. Die Kindheit der Autorin in Vorarlberger Bergregion entbehrungsreich, und der Blick auf den Vater nicht überschwänglich positiv, aber doch sehr wohlwollend im Ton. Die Sprache schlicht und einfach, oft durch kurze Sätze geprägt. Unterhaltsam, mehr nicht. Für mich ist das kein Kandidat für die sechs besten Romane des Jahres 2022.
Profile Image for Jin.
843 reviews146 followers
October 4, 2021
Die Protagonistin erzählt die Geschichte ihrer Familie, im Zentrum ihre Vater, genannt Vati. Es ist nicht nur eine Geschichte über ihre Familie, sondern auch eine über sich selbst. Das Buch hat mich stark an "Die Bagage" erinnert, das erste Buch, was ich von Monika Helfer gelesen hatte, aber es war besser. Die Ausdrucksweise war stärker und die Charaktere haben mich für sich gewonnen, jeder Familienteil wuchs zusammen zu einem großen ganzen Werk. Ich hatte eine stark zentrierte Geschichte hauptsächlich über Ihren Vater erwartet, aber es war mehr als nur das: Die Geschichte beschreibt mit viel Gefühl und Details den Prozess des Erinnerns und wie eine Familie zueinander findet. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich bin neugierig auf das nächste Buch von Monika Helfer! (Das Buchcover ist übrigens wunderschön und perfekt gewählt!)

** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt **
Profile Image for Elena.
1,035 reviews419 followers
September 12, 2021
"»Es geht also um deinen Vater«, sagte sie. »Hab ich Recht?«
»Ich möchte einen Roman über ihn schreiben.«
»Wahr oder erfunden?«
Ich sagte: »Beides, aber mehr wahr als erfunden.«"
- Monika Helfer, "Vati"

Monika Helfer wächst in ihrem Paradies auf: Im Kriegsopfer-Erholungsheim in den Bergen lebt sie mit ihrer Mutti, ihrem Vati - dem Verwalter des Heims - und den Geschwistern. Sie haben viel Platz und sogar eine Bibliothek. Letztere hütet der Vati wie einen seltenen Schatz. Er ist Literaturliebhaber und zugleich ein Versehrter vom Krieg mit Beinprothese, kann Gefühle nur schwer ausdrücken und verliert viel im Leben. Ein Verlust ändert alles, der Berg muss verlassen werden und die Verhältnisse werden enger und bedrängter.

In "Vati" knüpft Monika Helfer an ihren Roman "Die Bagage" an. Sie erzählt die Geschichte ihrer Familie weiter, thematisiert nun den Hintergrund ihres Vaters und ihre eigene Kindheit. Hierbei bleibt sie ihrem Stil in der Bagage treu, auch in "Vati" erzählt sie sprunghaft und distanziert, wie in Traumfetzen und mit leichter Sprache von ihrer Kindheit und Jugend und dem Leben ihrer Eltern.

Die Erzählungen in "Vati" sind häufig sehr traurig und haben mich ungemein berührt: Die Entbehrungen und Verluste, die Monika Helfer selbst erleiden musste, werden in diesem Buch stärker thematisiert - zum Beispiel der frühe Tod ihrer Tochter Paula.

"...die Tage sind so unheimlich, so unheimlich lang, wenn ein Mensch fehlt." - Monika Helfer, "Vati"

Obwohl weder "Die Bagage", noch "Vati" für mich sowohl auf sprachlicher, als auch auf erzählerischer Ebene wirkliche Highlights waren, habe ich die Romane sehr gerne gelesen. Vielleicht "Die Bagage" noch etwas lieber als "Vati", da mir Monika Helfers Großmutter mütterlicherseits so ans Herz gewachsen ist. Ich kann euch empfehlen, die Romane am besten in Kombination zu lesen - da sie beide so kurz sind, eignen sie sich dafür perfekt. So ergibt sich am Ende ein schönes und besonderes Gesamtbild einer autofiktionalen Familiengeschichte, die mir trotz der gewahrten Ferne zu den Charakteten wohl doch noch länger im Kopf bleiben wird.
Profile Image for Hulyacln.
987 reviews574 followers
February 5, 2024
Hayatıma değen, bir şekilde yollarımızın kesiştiği pek çok insan hakkında bir şeyler söyleyebilirim. ‘Onu severdi, boyu uzundu, esmerdi, gülerken gözlerini kısardı’ gibi ufak detaylar da verebilirim. Ama söz konusu annem ve babam olunca uzun bir süre düşünürüm, kolay değildir çünkü anne-babayı anlatmak. Neyi anlatsanız başka bir şey çengel atar aklınıza, ‘şu da vardı, yok onu yanlış hatırladın’ cümleleri çınlar kulaklarınızda. Ama Monika Helfer bu konuda çok başarılı, Yük’te bize emanet ettiği karakterleri anlatmaya devam ediyor, en çok da kendisine Vati diye seslenilmesini istediği babasını.
Öyle bir anlatıyor ki, sanki dışardan bir çift göz izliyor babayı, babanın hayallerini de yakalıyor iç çekişlerini de..
Monika Helfer, Yük’te beni çok etkilemişti. Baba’da da o duru anlatımını korumuş, bir aileyi parçalarına ayırıp; üzerinde güzellemeler yapmaksızın olduğu haliyle göstermiş. Yük ile peşi sıra okuyunca kuşak hikayesi okuyormuş hissi de oluştu. Severek okuduğum bir kuşak hikayesi hem de~
.
Arzu Akay çevirisiyle~
Profile Image for Uralte  Morla.
368 reviews122 followers
March 20, 2021
Meine Güte dieses Buch. Monika Helfers "Die Bagage" hatte mir ja schon so gut gefallen und das hier ist wieder genauso toll. Wie der Titel schon sagt, erzählt Helfer hier von ihrem Vater. Wie er im Krieg sein Bein verlor und im Lazarett seine Frau, Helfers Mutter, kennen lernte. Wie er Bücher über alles liebte und wie die Familie in einem Invalidenerholungsheim wohnte. Von Armut erzählt sie, von Verlust, von Trauer, Wut und Freude, von der ganzen großen Familie.
Mit ganz zarten Sätzen macht Monika Helfer das, mit knappen sanften Worten, die so eindringlich sind, dass ich auch dieses Buch gar nicht gehen lassen wollte. Weil es mich umarmt und mir gleichzeitig das Herz gebrochen hat. Weil ich viele Sätze für immer im Kopf behalten möchte und gerne noch länger bei dieser Familie geblieben wäre. Und gleichzeitig habe ich es hungrig verschlungen, viel zu schnell fast, aber dennoch mit Genuss.
Eine große, dringende Leseempfehlung!
Profile Image for Marta Demianiuk.
891 reviews625 followers
November 9, 2025
“Hałastra” wciągnęła mnie bardziej, ale nie śmiem oceniać czyjegoś życia pod kątem „ciekawsze/nudniejsze”. Pióro autorki równie świetne i satysfakcjonujące w lekturze.
Profile Image for Mina.
190 reviews22 followers
May 4, 2023
Nach “Die Bagage”, in der Monika Helfer ihren Großeltern nachspürt, begibt sie sich in “Vati” eine Generation weiter in das Kriegsopfer-Erholungsheim, das ihr Vater - selbst Kriegsversehrter mit einer Beinprothese - lange Zeit leitete. Insbesondere diese Kinderjahre weiß die Autorin aus guter Erinnerung heraus detailreich und lebensfreudig zu beschreiben. Aber auch die Zeit, in der das Glück nicht anhält, bekommt ihren Platz. Die Familie bleibt als Netz erhalten und Monika kommt mit ihren beiden Schwestern bei ihrer Tante unter - es mangelt an Platz, an Geld, manchmal sogar an Essen. Der Vater wird zum Schatten, zum Mysterium, war er doch zuvor so vertraut mit insbesondere unserer Erzählerin. Die Liebe zu den Büchern verbindet sie und schwört sie gegen die anderen ein, ansonsten bleibt er den Kindern eher fremd.

Das Bild des Vaters wird durch Erinnerungen der Autorin, die in Gesprächen mit der Schwester bestätigt oder diskutiert werden, gefüttert und mit feinen Nuancen und kleinen Anekdoten angereichert. Grundsätzlich chronologisch vorgehend, greift sie doch oftmals in einem Satz vor oder schiebt passende Gedanken dazwischen, die einen bestimmten Aspekt unterstreichen oder ergänzen.

Auf mich wirkt dieser Stil, insbesondere im Hörbuch, als würde mir die Autorin ihre Geschichte direkt gerade so aus dem Kopf heraus erzählen. Tatsächlich hätte ich nicht gedacht, dass mich diese so bewegt und anrührt, dass sie mich überhaupt interessiert. Aber mitzuverfolgen, was dieser Familie widerfährt, wie sie auf große Ereignisse reagiert, aber auch im Kleinen und Alltäglichen funktioniert, hat mich in den Bann gezogen und geöffnet für weitere autofiktionale Werke.
Profile Image for iva°.
741 reviews110 followers
October 13, 2024
monika helfer: tata
prijevod s njemačkoga: igor crnković
leykam international, 2024., 183 str.

fino pismo, kroz kojeg se cijelim putem provlači nježnost prema obitelji. i nije to savršena obitelj, daleko od toga, ali kakva je-takva je, njena je.
monika helfer s ljubavlju se prisjeća svog odrastanja na tschengli, austrijskom platou na kojem provodi djetinjstvo, u domu za rehabilitaciju ratnih žrtava kojeg je njen otac upravitelj. i nema tu nekih velikih zapleta ni misterija, nema grandioznih preokreta, to je tek jedna obiteljska priča koja zadivljuje svojom toplinom, iskrenošću i jednostavnošću. uz to, vrlo vješto napisana.
Profile Image for Leselissi.
413 reviews59 followers
March 8, 2021
Monika Helfer schreibt über ihren Vater.
Doch es ist nicht nur bloßes Erinnern. Es ist auch der Versuch den Vater als Menschen zu verstehen, mit eigener Geschichte und eigenen Beweggründen, als einen Mann, der mehr war als ihr Vati.
Es ist ein wunderbares, liebevolles und ehrliches Buch daraus geworden.
Profile Image for Julie J..
609 reviews36 followers
October 11, 2021
„Vati“ lässt sich auch sehr gut ohne den Art Vorgänger „Die Bagage“ lesen, es gibt jedoch Anekdoten aus den Leben der Figuren, die hier angeschnitten werden, welche in der Bagage ausführlich erzählt wurden. Fast alle Figuren aus der Bagage sind naheliegender Weise auch Teil von „Vati“. Ich empfehle dennoch mit der Bagage zu beginnen, da man einen guten Einblick in die Familie erhält und die einzelnen Leute auch besser versteht, da man sie in der Bagage von Kindesbeinen an kennenlernt, während sie hier bereits als Erwachsene auftreten.
Die Familiengeschichte des Vaters selbst wird in wenigen Seiten erzählt, es gibt schlicht nicht viel zum Erzählen aus den Jahren, bevor er Monika Helfers Mutter kennenlernt und heiratet. Jegliche Familienmitglieder, die vorkommen, stammen von der mütterlichen Seiten, sprich die Geschwister von Grete, Monika Helfers Mutter, die bereits in „Die Bagage“ Raum einnimmt. Manche der Geschwister kommen mehr vor (Irma lebt und arbeitet etwa lange bei den Eltern von Monika Helfer; später leben die drei Mädchen (Monika und ihre beiden Schwestern) bei Tante Kathe), andere weniger. Gerade auch die beiden Schwestern von Monika Helfer kommen verstärkt vor im Vergleich zu ihrem Bruder, wobei gerade Dialoge und Episoden mit der älteren Schwester erzählt werden, die beiden anderen sind doch einige Jahre jünger und der Bruder lebte einige Jahre, nach dem Tod der Mutter, bei Tante Irma und nicht mit den drei Schwestern. Grundsätzlich bildet den roten Faden aber natürlich die namensgebende Figur, der Vater. Wie jedoch auch schon in „die Bagage“ werden die Lebensgeschichten fast aller Familienmitglieder aufgegriffen oder zumindest am Rande erwähnt, wobei diesmal auch Monika Helfers eigene Biografie und Momente aus ihrem Leben erzählt werden. Das gesamte Buch beruht auf Erinnerungen; von Monika Helfer, aber auch ihren Schwestern und ihrer Stiefmutter, sowie ein wenig aus alten Erzählungen ihrer Tanten und Onkels. Aus ihren eigenen Erinnerungen sowie den Erzählungen der anderen.
Tatsächlich hat mir „Vati“ besser gefallen als „die Bagage“, ich kann nicht einmal genau festmachen warum. Ich kannte den Schreibstil und die Erzählweise schon. Zudem hat mich das erste Buch teilweise extrem wütend gemacht, auf Grund dessen, wie der Ort mit der Großmutter, die Hauptfigur des ersten Buches, umgegangen ist, ein Gefühl von Ohnmacht, Wut und Machtlosigkeit. Dieses Buch hat mich schlicht weniger aufgeregt, wobei das Aufregen ja nichts Schlechtes ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich das Gefühl hatte, die Figuren schon zu kennen und nun zu ihnen zurückzukehren, manche sogar bis zu ihrem Tod zu begleiten, ähnlich den vielen Fantasy-Trilogien.
Nach diesem Buch hoffe ich, dass Monika Helfer in den Gesprächen mit ihrer Verwandtschaft und beim Kramen in ihren Erinnerungen genug Stoff für weitere Bücher gesammelt hat.
Profile Image for Steffi Kohl.
148 reviews1 follower
January 18, 2021
Ein nun klareres Vaterbild
Ein verschwommenes Foto ziert das Cover und machte mich sofort neugierig.
Dann erinnerte ich mich , den Namen der Autorin schon gehört zu haben – richtig ; Monika Helfer schrieb unlängst den Roman „ Die Bagage“ , der sehr gute Kritiken bekam und umso gespannter war ich auf ihr neues Werk mit dem Titel "Vati".

Dieser Roman ist ein schmales Bändchen; ein ganz leises , aber inhaltsschweres Buch. Umso angenehmer ist Monika Helfers leichter , fast poetischer Schreibstil . Für Alle, die Sprache lieben - ein Genuss. Man hält man beim Lesen inne , um den einen oder anderen Satz nochmals zu lesen. Toll der Satz: »Man kann nicht auf einem Foto sehen, was einer denkt!«
Dabei an manchen Stellen Distanziertheit – Helfer benutzt Zweiwortsätze um deren Aussagekraft noch zu steigern. Ich persönlich finde das sehr passend , die Autorin bewertet nicht , sondern überlässt das uns als Leser.
Die Autorin lässt uns an der Geschichte ihrer Familie teilhaben, mit einem besonderen Blick auf ihren Vater. Er wollte „Vati“ genannt werden, weil das moderner und zeitgemäßer klinge. Er war ein Mann mit Beinprothese, ein Abwesender, ein Witwer, ein Pensionär, ein Literaturliebhaber. Monika Helfer umkreist das Leben ihres Vaters und erzählt von ihrer eigenen Kindheit und Jugend und versucht vorsichtig , sich ihrem Vater anzunähern und seine vielen Facetten zu ergründen. Allein schon die Art und Weise , in der ihr das gelingt, macht den Roman lesenswert.
Monika Helfer fühlt sich ihrem Vater trotz seiner Ecken und Kanten auch deshalb so nah , weil er es war , der schon früh in ihr die Liebe zur Literatur und zum Lesen entfacht hat.

Nach der Lektüre weiß ich , dass das verschwommene Cover des Buches wunderbar zum Inhalt passt . Verschwommen präsentiert sich das Bild vom Vater ; die Erinnerungen an ihn werden langsam klarer. Aber dennoch bleiben blinde Flecke. So ist das eben bei Menschen , auch bei solchen , die wir zu kennen glauben.
Aber:
„ Wir alle haben uns sehr bemüht.“ heißt es am Ende des Romans.
Profile Image for Marika_reads.
638 reviews478 followers
May 14, 2025
Długo musiałyśmy czekać na drugi tom autobiograficznego tryptyku rodzinnego Moniki Helfer. Po absolutnie genialnej i „Hałastrze”, w której autorka przybliżyła głównie historię swojej babci i matki, przyszedł czas na jej ojca, tytułowego „Tatusia”. Postać absolutnie wyjątkową, choć z perspektywy bycia jego córką na pewno nie łatwą we współżyciu i w odkrywaniu kolejnych kart jego historii.

„Gdy zna się kogoś całe życie i dopiero późno dowiaduje, kim ten ktoś właściwie jest, może być trudno”.

Mężczyzna chorobliwie wręcz zafiksowany na literaturze, z misją ratowania i chronienia książek, wynoszący je ponad wszystko, nawet ponad swoją rodzinę. Człowiek doświadczony przez życie, przede wszystkim przez wojnę, jednocześnie potrafiący w małych rzeczach i gestach dać wyraz swojej miłości i czułości.

Jak zdążyła nas już przyzwyczaić Helfer jest minimalistycznie w słowach, przy jednoczesnym ogromnym ładunku emocjonalnym. Potrafi jednym prostym zdaniem bez ozdobników czy tanich sentymentalizmów wbić w fotel. Jednym akapitem powiedzieć więcej niż niejeden autor w całej powieści. Z niecierpliwością czekam na kolejny tom i jestem ogromnie ciekawa kogo tym razem weźmie na warsztat.

„Że nałóg książkowy naszego ojca potrafił być bezwzględny, to oczywiście wiedziałam. (…) cisnęliśmy się na kupie w ciasnym mieszkaniu w Bregencji, a on pracował w urzędzie skarbowym i w wolnym czasie, na czarno, ulepszał zeznania podatkowe, wydawał te dodatkowe pieniądze w całości na książki. (…) A kiedy macocha wszczynała z nim kłótnię, słuszną, bo dzieci potrzebowały nowych butów na zimę, wołał mnie i pytał, czy moje stare buty są dobre, a ja mówiłam, że tak, są. Bo chciałam mu pomóc. Choć buty miały dziury i chodziłam z mokrymi stopami (…).”
Profile Image for MaggyGray.
673 reviews31 followers
February 13, 2023
Dieses Buch habe ich gerne gelsen, auch wenn ich mit den Zeitsprüngen ab und an ins Stolpern gekommen bin. Aber dafür hat mich die Sprache, der Schreibstil sehr mitgerissen und ich habe das Buch in nur wenigen S-Bahn-Fahrten ausgelsen.
Muss mich mal nach der "Bagage" von Monika Helfer umschauen.
130 reviews1 follower
April 4, 2021
Hat mir fast so gut gefallen wie die Bagage. Monika Helfer ist eine gute Geschichtenerzählerin, die in einfacher Sprache tiefgründige Dinge formuliert. Man fühlt mit.

Punkteabzug gibt es nur für die Autorin als Leserin des Hörbuchs. Ich fand ihre monotone Vortragsweise nahezu unerträglich. Meine Erfahrung mit Autoren und Autorinnen als Leser ist gemischt. Das haut selten hin. Schade.
112 reviews
March 21, 2023
Annoin neljä tähteä, vaikka olisin voinut antaa kolmekin, mutta kirja on kuitenkin kirjoitettu niin, että se pitää kiinnostuksen yllä.
Kyllä ihmisten elämä, ja etenkin lasten, on ollut tuona aikana moninaista ja monenlaisten ihmisten ympäröimää. Niistä on mielenkiintoista lukea, vaikka ne eivät aina niin mukavia olekaan.
Profile Image for Myriam.
496 reviews68 followers
March 7, 2022
‘Ik ben moe. Ik klap mijn laptop dicht, zak onderuit, het is nog maar vroeg in de middag. Niet het schrijven maakt me moe, ook niet het herinneren. Ik wil moe zijn. Ik zet de vermoeidheid professioneel in. Ik moet dichter bij mijn dromen komen, nog niet slapen, maar ook niet meer wakker zijn, dan lukt het herinneren beter, is mijn ervaring, dat verschijnsel wil ik benutten. Ik beeld me in. Wat een mooie uitdrukking! ‘
Profile Image for Flonja.
6 reviews9 followers
Read
August 22, 2025
“Ich mochte Tante Kathe. Ich fürchtete mich ein bisschen vor ihr, aber meine Brust wurde mir nicht eng, wenn es sich ergab, dass ich allein mit ihr war. (…)
“Wenn man etwas denkt, ist es da. (…) Wenn du eine Zündholzschachtel auf den Tisch legst, ist sie da, das meine ich. Genauso ist ein Gedanke da, wenn du ihn denkst, nur sehen kannst du ihn nicht, aber da ist er trotzdem. / Also dürfte ich auf gar keinen Fall denken, unser Vater sei tot, genauso tot wie unsere Mutter. Dann wäre der Gedanke da, und er kann unseren Vater holen. Aber wie soll man sich anstellen, damit man etwas nicht denkt. Gerade dann denkt man es ja! Ich hätte gern mit Gretel darüber gesprochen, (…) aber wie sollte ich mit ihr über einen Gedanken sprechen, den ich nicht denken darf?
Profile Image for Anna Stern.
13 reviews
October 23, 2024
Wieder ein sehr schönes Porträt von Helfers Vater. Die Geschichte hat mich in den Bann gezogen, habe sie in 2 Tagen durchgelesen. Vor allem dadurch dass ich schon das Buch über ihre Familie mütterlicherseits kannte und das über ihren Bruder, vernetzt sich alles immer mehr und man kann auch mehr behalten. Der Vater ist auch ein wenig schwieriger aber sehr interessanter und zugleich sehr naher Fall. Ich fühle mich der Autorin auch ehrlich gesagt mit jedem buch ein stück näher… tolle Emotionen, schöne Familiengeschichte und alles in allem Große Empfehlung!!
Profile Image for Karolina.
92 reviews
March 25, 2025
Überraschend, herzenszerreissend, ein bisschen absurd und verspielt. C'est la vie! Eine Hommage an den "Vati" (welcher im Buch mal an-, mal abwesend, aber immer deutlich spürbar ist), und an die ganzen Generation der Nachkriegszeit. Sehr gerne gelesen.
Profile Image for Michael Madel.
541 reviews11 followers
October 14, 2021
Sensibel erzählte Familiengeschichte, nach der Bagage und Vati darf ein Roman erwartet werden, in dem Monika Helfers Mutter im Mittelpunkt steht.
Profile Image for Suzy Q.
12 reviews1 follower
May 12, 2022
Waardige opvolger van De Bagage. Helfer schrijft prachtig over een vader die ze nooit echt goed begreep. Door te schrijven komt ze uiteindelijk toch heel dichtbij.
Profile Image for Lela Hughes.
27 reviews1 follower
April 5, 2025
enjoyed generally but probably missed a lot of subtlety. didn't entirely understand the point but maybe veronika will read it and then she can tell me
11 reviews
November 6, 2025
Sehr interessante und gut geschrieben Autobiografie mit anderen Aspekten als in den meisten und -surprise- man mag sogar den Vater!
Profile Image for magdalena.
332 reviews55 followers
December 14, 2025
chyba mam z nią problem. ma swoje momenty, ale w ogólnym rozrachunku czytałam ją długo (jak na 180 stron) i zmęczyła mnie
Profile Image for Cindy Vanarwegen.
78 reviews
February 10, 2023
Het eerste boek dat ik in 2023 las, is een autobiografisch boek van de Oostenrijkse Monika Helfer in de stijl van haar vorige: De bagage. Ze vertelt het verhaal van haar vader Josef die invalide is geworden tijdens de oorlog. Hij trouwt met verpleegster Grete, een telg van de familie die "de bagage" wordt genoemd. Ik vond het fijn om het vorige boek van Helfer al gelezen te hebben. Zo kon ik toch alles net iets beter kaderen. Gezien de grote gezinnen en dus vele personages vond ik het handig om een stamboom te tekenen. Kwestie van door de bomen het bos nog te zien.

Monika's vader wordt beheerder van een herstellingsoord voor oorlogsslachtoffers. Het gezin is gelukkig in de bergen. Josef haalt zijn door de oorlog onderbroken opleiding in en vindt een passie in boeken. In het herstellingsoord richt hij een eigen bibliotheek in. Wanneer het gebouw heringericht wordt, doet hij er alles aan om zoveel mogelijk boeken te redden zoals alleen een echte boekenliefhebber dat kan. Nadat Josef zijn vrouw Grete verliest, gaat de familie moeilijke tijden tegemoet.

"Waar vader was" is een interessante, niet chronologisch vertelde familiekroniek. Boeken nemen een belangrijke rol in in het verhaal. Ik houd van de vertelstijl van deze auteur. Hoewel ze een dun boekje schreef, heb je na het lezen het gevoel een uitgebreid familie-epos gelezen te hebben. Bovendien lees ik graag eens een boek van een auteur uit een land waarvan ik weinig schrijvers ken.

Minpuntje zijn enkele slordigheden in zinsbouw. Voor een boek waarin de liefde voor literatuur zo gekoesterd wordt, is dat extra jammer. Hoewel de Volkskrant een pluim geeft voor de vertaling van dit boek, voelde de tekst voor mij regelmatig aan als een "vertaling". Beheers je voldoende Duits, zou ik ervoor kiezen dit boek in de oorspronkelijke taal te lezen. Is dat niet het geval, dan blijft de Nederlandstalige versie een aanrader.
Profile Image for Sophia .
110 reviews2 followers
October 14, 2023
Man konnte das Buch sehr gut lesen, es war auch definitiv interessant über die Vergangenheit zu lesen. Aber mich hat es leider nicht richtig gefesselt, bzw. es gab keine Inhaltspunkte, die mir im Kopf geblieben sind.
13 reviews
January 27, 2021
Zunächst vorweg: Ich habe lange nicht mehr so ein tolles Cover gesehen, das erst auf den zweiten und dritten Blick Aufschlüsse gibt. Nach der Lektüre lässt sich auch das Cover gut einordnen, da der Roman die Beziehung zwischen der Ich-Erzählerin Monika und ihrem Vater behandelt.
Dies verrät bereits der Klappentext, ebenso wie das Vorhandensein autobiografischer Bezüge. Explizit ist dieser Roman auch der „Bagage“ gewidmet. Im gleichnamigen Roman hat die Autorin die Geschichte ihrer Familie mütterlicherseits aufgearbeitet.
Dies soll im Roman „Vati“ nun auch für den Vater vollzogen werden, der Vati genannt werden wollte, weil es moderner klinge. Zuweilen gelingt auch diese Aufarbeitung. Gerade in den Dialogen wird einerseits die Beziehung, andererseits das Aufwachsen Monikas durchaus sanft geschildert. Die Autorin vermag es dabei, schon fast poetisch zu schreiben, wahrhaftig zu schreiben. An einer Stelle im Roman spricht sie von der „Sprachzerlegsucht“ ihres Vaters, auch der Autorin ist diese anzumerken, wenn sie über Erlebnisse mit ihrem Vater schreibt, bei denen die Nähe zwischen beiden deutlich spürbar wird.
Und dann gibt es viele Passagen, in denen diese Nähe verloren gegangen ist. Helfer legt an einer Stelle der Figur Renate folgende Worte in den Mund: „In Wirklichkeit wissen wir gar nichts über ihn“, Monika stimmt zu. Und genau das merkt man dem Roman vielfach an, den an vielen Stellen wirkt nicht nur die Beziehung zum Vater distanziert. Auch die anderen Figuren schaffen es nicht, mich an ihrem Leben teilhaben zu lassen, sie bleiben mir fremd. Dazu kommt, dass der Roman achronologisch erzählt wird, auch die Rückblenden sind nicht chronologisch, was die Distanz zu den Figuren und zur Handlung deutlich vergrößert. Es bleibt episodenhaft. Mir fehlt auch, dass Monika ihre eigenen Gefühle stärker darstellt, auch sie erscheint mir abwesend und nur bedingt greifbar. Manchmal wirkt sie auf mich fast schon undankbar und nahezu über allem stehend.
Eine richtige Leselust konnte ich nur in den Dialogen entwickeln, sonst blieb sie leider aus.
Displaying 1 - 30 of 83 reviews

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