Das Weihnachtsmärchen des Ben Polar? Genau genommen sogar zwei, die exakt 365 Tage auseinander liegen ...
Aber wer ist Ben Polar? Nicht gerade ein Typ aus der Kategorie "Superheld". Der liebenswürdige Chaot und klassische Loser steht ausgerechnet an Heiligabend vor dem Nichts. Freundin weg, Wohnung weg und auch sein Sohn Felix möchte nichts mehr mit ihm zu tun haben. Doch dann lernt er Lara und ihre Mutter Nele kennen und vollbringt für die beiden ein kleines Weihnachtswunder. Und wie das Schicksal nun einmal so spielt, trifft er genau diese beiden nächstes Jahr an Weihnachten erneut - und sie finden sich plötzlich auf dem Glatteis der Gefühle wieder. Inklusive Pinguin. Ob Ben Polar diesmal sein verdientes Happyend bekommen wird?
Adriana Popescu, 1980 in München geboren, arbeitete als Drehbuchautorin fürs Fernsehen schrieb für verschiedene Zeitschriften und studierte Literaturwissenschaften, bevor sie sich ausschließlich dem Schreiben von Romanen widmete. Mittlerweile harrt eine große Fangemeinde ihren nächsten Veröffentlichungen entgegen, die in mehreren großen Publikumsverlagen erscheinen.
Wer Ben Polar noch nicht kennt, sollte unbedingt diese knapp 100-Seiten-Geschichte lesen, die perfekt ist, für einen gemütlichen Sonntag Nachmittag. Zum Inhalt:
Es ist Heilig Abend, als Bens Freundin mit ihm Schluss macht und vor die Tür setzt. Wie ein begossener Pudel, voller Unverständnis und ohne Selbstreflektion steht er nun da und ist sauer auf Gott und die Welt. Vor allem aber auf seine Ex- Freundin, weil die so herzlos ist. "An Weihnachten,...Come on?!" In seinem Weihnachtsmannkostüm trifft er wenige Stunden später auf die kleine Lara und deren Mutter Nele. Zwei Menschen, die Hilfe brauchen. Und wie es sich für einen echten^^ Weihnachtsmann gehört, hilft er. Ohne zu wissen, dass er sich selbst dabei am meisten helfen wird.
Eigene Meinung: Eine weihnachtliche und wärmende Kurzgeschichte. Auch, wenn die Story perfekt zum Einstimmen auf die Weihnachtszeit passt, habe ich sie erst zwischen Weihnachten und Neujahr gelesen. Ein Zeitraum voller Stress und wieder zur Ruhe kommen, aber auch voller Vorfreude und Sorge, was uns das neue Jahr beschert. Diese Geschichte lässt, zumindest für den Augenblick, Ängste und Sorgen vergessen und passt auch wunderbar in die restliche Jahreszeit. Sie ist zuckersüß und vermittelt, dass es nicht auf materielle Dinge im Leben ankommt, sondern auf Werte, Liebe und Fürsorge. Sie ist lustig und traurig zugleich. Eine Mischung, die bei mir immer den Nerv trifft. Dazu Charaktere, bei denen man einfach möchte, dass alles gut wird. Ich habe Ben sofort in mein Herz geschlossen. Drollig, chaotisch, wenig empathisch (zuerst), aber auch liebenswert, um nur ein paar Charakterzüge von ihm zu benennen. Man muss ihn einfach gern haben. Fazit: Eine süße, kurzweilige und wärmende Weihnachtsgeschichte, mit einem liebenswerten Chaoten, von dem ich zu gerne mehr lesen möchte.
Adriana Popescu hat mit dieser Kurzgeschichte meiner Meinung nach mal wieder bewiesen, was sie wirklich kann. Gerade diese leisen und vor allem emotionalen Geschichten liebe ich von ihr und auch hier hat sie mich wieder zu Tränen gerührt und es sogar geschafft, mich dieses Jahr doch noch in Weihnachtsstimmung zu bringen.
Ben ist auf Grund seiner Fehler einfach unglaublich menschlich und es fällt einem so leicht, sich mit ihm zu identifizieren und auch für mich ist er ein kleiner Held geworden.
Aber diese Geschichte ist nicht nur eine tolle Kurzgeschichte, nein, sie regt auch zum Nachdenken an und das finde ich immer besonders wichtig.
so ein schönes, warmes Buch. Eine kurze Geschichte, aber die hat sich einfach so gut angefühlt. Ich freue mich sehr, sollte Ben Polar dieses Jahr in die zweite (genau gesehen dritte) Runde gehen.