Wie können wir unsere Ressourcen nutzen, um eine gerechtere Welt mit weniger Hunger, Tierleid und Umweltproblemen zu schaffen? Diese Frage war noch nie so dringend wie heute. Wer sich mit ihr ernsthaft auseinandersetzen will, wird das Thema Veganismus nicht umgehen können. Doch obwohl Frauen einen Anteil von etwa 70 bis 80 % der veganen Bewegung ausmachen, sind es deutlich häufiger Männer, die als Leitfiguren inszeniert und als Experten befragt werden. Damit einher geht - bewusst oder unbewusst - die Aufrechterhaltung sexistischer und rassistischer Strukturen, die den Kampf für eine nachhaltige Gesellschaft zu einer Farce werden lassen. Was ist ein Veganismus wert, der mit patriarchalen Wertvorstellungen einhergeht und sie grün wäscht? Anna-Lena Klapp erklärt in diesem Buch einerseits die Dringlichkeit, das Thema nachhaltige, pflanzenbasierte Ernährung auf die gesellschaftliche und politische Agenda zu setzen und andererseits, warum wir dabei feministische Forderungen und Kämpfe berücksichtigen müssen. Dazu gehört nicht nur der erhobene Zeigefinger nach außen, sondern auch eine schonungslose Selbstkritik eigener Ansichten und Verhaltensweisen. Ergänzend dazu lässt Klapp zahlreiche Frauen aus der veganen Bewegung zu Wort kommen und bereichert ihr Manifest damit um deren individuelle Expertise. Ernährung ist und war schon immer politisch. Es ist an der Zeit für eine Food Revolte.
Wow! was für ein unglaublich großartiges Buch! Ich möchte am liebsten, dass es sofort alle Menschen in meinem Umfeld lesen 😂 Umso mehr ärgert es mich, dass ich es nicht schon früher gelesen habe...
Das Buch trifft genau die Themen rund um Intersektionalität und Gerechtigkeit, über die ich so gern spreche und zu denen ich ständig dazulernen möchte. Ich habe unglaublich viel daraus mitgenommen und finde die Inhalte nicht nur extrem gut recherchiert, sondern auch sehr zugänglich und verständlich aufbereitet
Es geht dabei bei Weitem nicht nur um Feminismus und Veganismus, sondern um eine Vielzahl weiterer Gerechtigkeitsthemen, die klug miteinander verknüpft werden. Besonders spannend fand ich die eingestreuten Interviews mit Menschen, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit Veganismus beschäftigen. Sie geben den Themen Gesichter, und so auch Tiefe und konkrete Handlungsperspektiven. Das ist ja eh immer ein Hoffnungstreiber
Man merkt diesem Buch an, wie viel Arbeit, Sorgfalt und Herzblut darin stecken. Klapps wissenschaftlicher Hintergrund zeigt sich deutlich in der fundierten Recherche und den Belegen, ohne dass das Lesen jemals schwerfällig wird. Im Gegenteil: Es liest sich überraschend leicht.
Einfach ein richtig tolles und super wichtiges Buch! Ich empfehle es sehr weiter ☺️
Das Buch hat viel mehr geboten, als ich beim Kauf erwartet habe.
Es gibt 6 Kapitel nach der Einleitung: - Meat und Maker (Situation Nutztierhaltung) - Was uns verbindet (Zusammenhang Feminismus und Veganismus) - Warum ist das Grüne so weiß? (Repräsentation des Veganismus durch weiße Menschen) - Gesundheit hat viele (Körper-) Formen (es gibt auch dicke Veganer:innen) - Zerstör da Patriachat, nicht den Planeten (Männliche "Vorbilder" in der veganen Bewegung, Diskriminierung innerhalb der veganen Community) - Revolutionäres Potential (Zusammenfassung und Handlungsempfehlungen) (Diese kurze Zusammenfassung bildet nicht alle angesprochenen Themen ab)
Jedes Thema wird von mehreren Seiten beleuchtet. Für alle Aussagen hat Anna-Lena Quellen angegeben. Es werden auch die Querverbindungen dargestellt. Jedes Kapitel endet mit Tipps, wie man selbst dazu beitragen kann, die Situation zu verbessern. Dem inhaltlichen Teil der Kapitel folgen Interviews mit Frauen aus der veganen Szene. Ich habe dadurch viele tolle Frauen kennengelernt, die sich für den Veganismus und andere Themen engagieren und die gerne bekannter in der Öffentlichkeit werden können.
Nicht alle Bücher sind vegan (wahrscheinlich sogar die wenigsten). Das Buch ist im GrünerSinn Verlag entschieden und damit vegan.
Ich bin begeistert von diesem Buch! Es beschreibt eindrücklich, weshalb Veganismus die logische Weiterführung feministischer Ideale ist. Weiter werden verschiedenste, grossartige Projekte darin vorgestellt und unglaublich tolle Menschen interviewt. Das Buch ist intersektional gedacht, was mir auch immer am Herzen liegt.
Ein unfassbar gutes Buch, das sich nicht nur mit der Verbindung von Veganismus und Feminismus, sondern auch mit vielen Formen der Unterdrückung kritisch auseinandersetzt. Must-read!