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Der sixtinische Himmel

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Unusual book

Paperback

First published May 16, 2012

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Leon Morell

8 books1 follower
Pen-name.

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5 stars
72 (40%)
4 stars
61 (34%)
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38 (21%)
2 stars
3 (1%)
1 star
3 (1%)
Displaying 1 - 13 of 13 reviews
Profile Image for Heli.
31 reviews
May 5, 2025
Große Lese-Empfehlung wenn man eine Rom-Reise geplant hat!

Die Geschichte rund um Aurelio hat mich von Anfang an gepackt. Die Zeit bei Michelangelo und die vielen Intrigen in Rom bieten eine spannende Grundlage.

Man selbst sollte aber vermutlich schon an Kunst interessiert sein, da sehr genau beschrieben wird, wie eine Statue oder ein Fresko entsteht.

5 Sterne gibt es vielleicht auch, weil ich das Buch in Italien gelesen habe und selbst schon in Rom alle Kunstwerke und Statuen Michelangelos, die in dem Buch wunderschön beschrieben werden gesehen habe.
Profile Image for Czarny Pies.
2,836 reviews1 follower
November 23, 2024
On annonce sur le quart de couverture de mon édition du "Ciel de la chapelle Sixtine" (2012) que c'est "Le premier roman consacré à l'histoire du plus grand chef-d'œuvre de la Renaissance"; ce qui est faux. L'honneur va plutôt à "La Vie Ardente de Michel-Ange (The Agony and the Ecstasy)" d'Irving Stone. Morell décrit mieux les difficultés techniques que Michel-Ange a du surmonter mais son intrigue est moins efficace.
Le roman de Morell est centré sur les relations entre Michel-Ange et Aurelio un personnage fictif qui est le modèle d'Adam et bien ami de Michel-Ange. Chez Stone ce sont les relations houleuses entre Michel-Ange et son patron le pape Jules II qui dominent. La recette de Stone marche mieux. Comme personnage Jules II est trop important pour être relégué en arrière plan.
Chez Morell, le thème dominant est l'amour absolu qu'a Michel-Ange pour la beauté qui peut être féminine aussi bien que masculine. Le hic est que les grandes œuvres de Michel-Ange ont tous des hommes nus aux centres. La solution de Morell est d'inventer une statue fictive d'Aphrodite une maitresse fictive du Pape Jules. Michel-Ange va travailler sur cette statue pendant quatre ans. Aphrodite et la statue disparaitront à la fin du roman
Michel-Ange sera tenté mais il ne deviendra jamais l'amant ni d'Aphrodite ni d'Aurelio. Il vivrait seulement pour l'art.
L'idée qui domine le roman de Stone est que Michel-Ange et le Pape Julius faisait la même guerre pour la cause chrétienne. Michel-Ange luttait sur le front artistique tandis que Le Pape Julius le chef militaire des forces papales se battait sur des vrais champs de bataille. Pour Stone l'homosexualité de Michel-Ange était une évidence.
La force du roman de Morell est la manière dont il décrit le travail de Michel-Ange et les défis techniques qui vont avec la fresque. Morell nous offres des très belles pages sur le plâtre (notamment l'application de l'arriccio de l'intonaco). Sa description de l'échafaudage crée par Michel-Ange est superbe.
"Le Ciel de la chapelle Sixtine" n'est pas un chef-d'œuvre littéraire. Stone a peut-être mieux décrit l'homme qui a été Michel-Ange. Néanmoins, le roman de Morell met beaucoup plus de lumière sur la réalisation de la a grande fresque au plafond de la chapelle Sixtine.
Profile Image for Tini.
9 reviews2 followers
November 19, 2023
Nun wo soll ich starten..

Warum ich das Buch ausgewählt habe:

Ich selbst habe mich von dem Klappentext verleiten lassen, dass Buch auf jeden Fall lesen zu wollen. Der Aspekt, dass ich Kunstgeschichte studiere und generell mich gerne mit tragischen Künstlergeschichten auseinandersetze schoben mich zusätzlich zum Lesen hin. Zwar kennt so gut wie jeder die Werke Michelangelos, aber irgendwie wollte ich auch einmal seine 'menschliche' Seite kennenlernen. Auch wenn es sich hierbei nun um einen halbfikitven Roman handelt (richtige Biographie folgt danach bestimmt irgendwann bei mir..).
Die Würze brachte es mit in eine Rolle einzutauchen, wo man dem Meister schlecht hin über die Schultern schauen kann. Welche Intrigen sich bilden und welche Zwiespälte sich entwickeln. Zugegebenermaßen war es auch gerade das Thema Sexualität was so den gewissen Spice mit brachte (sry aber das Thema Verbotene Liebe/ unerwiderte Liebe sowie Homosexualität lässt sich einfach wie Butter lesen und mein kleines, inneres Gossip-Herz höher schlagen)

Wie war das Buch?:

- Ich muss zugeben, dass zuallererst etwas enttäuscht war. Ich mochte zwar den Protagonisten und man konnte sich sehr gut in ihn hinein versetzen aber irgendwie fehlte mir in den ersten 200 Seiten die gewisse Spannung, die mich hindern das Buch beiseite zu legen. Ich hätte zunächst auch getrost mehrere Wochen nicht mehr ins Buch schauen müssen und es hätte mir nichts ausgemacht. Und das fand ich etwas schade. Gleichzeitig (ich weiß das hört sich jetzt mit vorhergenannten Paradox an) fühlte ich mich zu schnell in dem schlimmen Schicksalsschlag des Protagonisten hineingezogen, bevor ich erst einmal seine Umgebung, Familie, Zeit der Erzählung usw. aufnehmen konnte. Ich wollte eigentlich erstmal Boden fassen. Aber vielleicht lag das auch an meinem eigenen Geschmack der Erzählung.

- Die Charaktere wiederum (zumindest nach meinem Empfinden) sind wirklich mit viel Liebe ausgebaut worden. Natürlich sind viele Charaktere nicht einfach so aus der Fantasie entsprungen wie Michelangelo, Papst Julius II., Paris de Grassi, Bramante, Raffael, etc. etc. ABER trotz dessen, um den Leser in die Welt einzuführen bedarf es die fiktiven Charas wie Aurelio, Aurelios Mutter und Vater, Mageritha, Matteo, Aphrodite usw. usw. Und genau die finde ich sehr gut beschrieben und ausgebaut worden. Ich konnte mir die sehr gut vorstellen und hatte direkt ein Bild vor Augen gehabt. Die Charas, die es an sich in echt gegeben haben müsste (siehe oben): da merkt man die ca. 2 1/2 Jahre Recherche, die da stattgefunden haben musste. Ich hab zwar zugegebenermaßen nicht das Wissen um gewisse Angaben zu bestätigen oder zu verneinen, aber diese Figuren kamen mir menschlicher wie sonst vor. Und für konkrete historische Belege, würde ich mir auch kein historischen Roman lesen sondern anderweitige wissenschaftliche Schriften. Was ich sagen wollte, es war für meinen eigenen Geschmack eine sehr gute Mischung zwischen background history und Fiktion.

- so sehr ich von dem Start der Geschichte ein wenig enttäuscht war, so sehr ließ mich dann witzigerweise das Ende dafür nicht mehr los. Ab ca. Mitte des Buches war ich dann komplett drin in dem Game. Ich habe mitgefiebert und mich gefragt, wie sehr sich nun der Gehilfe Aurelio wohl in die Scheisse ziehen oder wie kaputt wird sich am Ende Michelangelo doch noch abarbeiten wird sowie wie viel Schmerz er noch verkraften müsste. Es war ein auf und ab. Und das habe ich wirklich genossen. Ich konnte diesen inneren Zwiespalt richtig gehend spüren. (Oh boi wie ich gerne innere Zwiespälte lese und nach empfinde)

- Ich war auch verblüfft von den versteckten kleinen Methaphern und spielerischen Vergleiche, die der Autor raffiniert hier und da einbrachte. Es machte richtig gehend Spaß sie zu finden und wie sie sich mit dem Weltbild des Christentums und der damaligen Bildsprache der Renaissance so sehr ähnelten (ich wünschte ich hätte diese Begeisterung auch damals im Schulunterricht gehabt...). Das machte es sehr einfach sich in die Welt Anfang 16. Jahrhundert hineinzuversetzen

Also zusammengefasst:
Man liest es heraus; der Autor hat nicht ohne Grund so lange an seinem Werk gearbeitet. Ich fand es auch sehr witzig, dass es ihm selbst auffiel, dass er fast genauso lange für das Buch brauchte, wie Michelangelo für sein Decken-Fresko in der Sixtina. Für jeden der sich für historische Romane begeistern kann, dem Leben um Michelangelo und seinem Lebenswerk nachempfinden möchte und, wie es Aurelio tat, in die Welt der italienischen Renaissance der Kunststadt Rom einsteigen möchte, kann ich dieses Buch empfehlen. Aber auch denjenigen oder diejenigen, die den tea spillen möchte und auf sexuelle Intrige und Verbotene Liebe steht 💁‍♀️.
Dennoch gebe ich einen Stern Abzug, weil für mich das Buch erst nach ca. 200 Seiten so richtig Fahrt aufnahm, was ich recht schade fand und mich beinahe das Buch als 'nichtssagend' abstempeln ließ. Was zum Glück ja am Ende nicht der Fall war.
Profile Image for Papercuts1.
311 reviews97 followers
May 13, 2021
In einem Museum war ich das letzte Mal im Januar 2020, glaube ich. In einer Rembrandt-Ausstellung in Köln. Seitdem sind die Museen wegen Corona entweder geschlossen, oder aber sie waren nur mit mulmigem Gefühl und mit Maske zu betreten – ein Risiko, dass ich nicht eingehe.

Aber ich vermisse Kunst. Ich vermisse die ehrfurchtsvolle Zehenspitzen-Stille von Museen und das magische Starren auf Bilder, bis man die Farbe geradezu riechen kann und sich mit aller Gewalt davon abhalten muss, über die Textur der aufgebrachten Schichten zu streicheln. (Mache ich natürlich nicht; ich bin ja kein Unhold) Ich vermisse es, eine eindrucksvolle Skulptur zu umrunden (auch hier der Streicheldrang), bis ich die Kälte und Härte des Marmors aus einem halben Meter Entfernung spüre. Ich vermisse es, in einer Kathedrale den Kopf in den Nacken zu legen und von den Fresken und kunstvollen Bögen im Gewölbe die Jahrhunderte auf mich hinabblicken zu sehen.

Hach, ich vermisse das.

Und weil das Vermissen so groß ist, habe ich angefangen, Kunst stattdessen eben zu hören: Künstlerromane, historische Romane rund um berühmte Gemälde oder Bauwerke, als Hörbuch. Und den Anfang gemacht habe ich mit Leon Morells „Der Sixtinische Himmel“.

Erzählt wird der auf vielen Tatsachen beruhende und mit Fiktion ausgeschmückte Roman aus der Sicht von Aurelio, einem Bauerssohn, der sich aufmacht nach Rom, um seinem Traum zu folgen: Schüler des berühmten Bildhauers Michelangelo Buonarotti zu werden. Tatsächlich wird der außergewöhnlich hübsche Jüngling von Michelangelo unter seine Fittiche genommen und arbeitet fortan mit an einer ungeliebten Auftragsarbeit des Meisters: Für den Papst soll Michelangelo die Sixtinische Kapelle mit einem biblischen Decken-Fresko versehen. Widerwillig stimmt er, der er doch viel lieber Skulpturen anfertigt, der Aufgabe zu.

Soweit die Ausgangssituation. Es spielt sich noch einiges anderes ab, wobei eine Kurtisane, eine weitere Skulptur, Michelangelos Familie und natürlich der Papst und die katholische Kirche bedeutende Rollen spielen. Und zwischen dem Künstler und Aurelio entwickelt sich eine besondere Bindung. Morell malt ein lebendiges Bild des Vatikans anfangs des 16. Jahrhunderts, obwohl sich die Handlung größtenteils in einem Mikrokosmos abspielt. Denn im Zentrum steht die Erschaffung des Freskos.

Mit Aurelio sind wir dabei, wie Ätzkalk angerüht, Pigmente gemischt und Putz kopfüber angebracht werden, um die giornata, das sogenannte „Tagewerk“ zu schaffen. Wir erleben den Kampf gegen Kälte und Hitze, gegen Schimmel und Stillstand, gegen die Zeit und sogar gegen den Tod. Immer klarer wird, wie riskant Michelangelos Vorhaben ist, denn das Kunstwerk ist sowohl in den Motiven als auch in der Ausführung revolutionär.

Wir lernen Michelangelo kennen als einen Getriebenen, geradezu Besessenen. Einen Mann, der vergisst zu essen oder sich zu waschen in seinem Schöpfungsrausch. Einen Mann, der sich als hässlich empfindet und seinen Skulpturen die ihm verwehrte makellose Schönheit verleiht. Einen Liebenden, der unter den Augen der katholischen Kirche seine Begehren nicht ausleben kann und sie in seine Kunst kanalisiert.

„WENN ICH DICH ANSEHE, AURELIO […] DANN GLAUBE ICH JEDES MAL, DEN ERSTEN MENSCHEN VOR MIR ZU HABEN, UNVERSTELLT UND REIN UND FREI VON JEDER SCHULD. ICH SEHE ADAM VOR MIR, IN DEM MOMENT DA GOTT IHM DIE SEELE EINHAUCHTE, BEVOR DIE SÜNDE GEBOREN WURDE UND DAS ELEND ÜBER DIE WELT KAM.“

Morells Schreibstil ist mir am Anfang nicht fein und nicht poetisch genug. Das ist alles doch recht bodenständig und auf unterhaltendem Niveau erzählt. Im Laufe des Romans finde ich aber immer mehr Passagen, bei denen ich in Verzückung gerate. Und am Ende bin ich fasziniert und sehr, sehr berührt sowohl von der Dramatik der Geschichte als auch vor Ehrfurcht, was das Fresko angeht. Ich habe das früher immer etwas abgetan. Ein übertriebenes, biblisches Wimmelbild war das für mich. Halt an die Decke gemalt. Bisschen kitschig vielleicht sogar. Wie kompliziert das technisch, chemisch und physikalisch ist, war mir nicht bewusst. Und auch nicht, wie sehr Michelangelo mit seinem Fresko alles bisherige auf den Kopf stellte. Oder welchen Gefühlen er damit Ausdruck verlieht. Ich bin jetzt mächtig beeindruckt.

Ich hätte eigentlich zum gedruckten Buch greifen sollen, denn das Hörbuch ist offenbar deutlich gekürzt – beim Hören habe ich das aber nicht bemerkt. Keine Verständnislücken, nichts Zerhacktes oder Gedrungenes. Fühlt sich nicht gekürzt an (obwohl ich mir sicher bin, dass das Buch mit noch viel mehr technischen Details zur Fresken-Malerei aufwartet; vielleicht hole ich es mir doch noch). Zum Hörbuch habe ich gegriffen, weil mir mal wieder die Zeit zum Hinsetzen und Lesen fehlte. Beim Hören konnte ich multitasken. Jedenfalls ist der Sprecher, Wolfgang Condrus, passend: Seine Stimme gibt den murrigen, bei weitem nicht mehr jugendlichen Michelangelo gut wieder – auch wenn ja eigentlich der junge Aurelio erzählt. Passt trotzdem. Ein bisschen zuckt man, wenn Condrus „Mickelangelo“ sagt anstatt das schön weich und italienisch auszusprechen, aber ansonsten macht er das gar nicht übel. Condrus‘ Timbre und Lesart sind ein bisschen retro, ein bisschen wie die Erzähler der Kassettenkinder-Generation, und für einen historischen Roman ist das gut ausgesucht.

Fazit:

Es ist genau das passiert, was ich beabsichtigt hatte: Ich kann mir die Sixtinische Kapelle im Moment zwar nicht angucken, aber Morells historischer Roman hat mit Atmosphäre, technischem Detail, Emotion und einer packenden Geschichte das Fresko und den Künstler als Kopfkino vor mein inneres Auge gezaubert. Ich konnte den Putz riechen und das ätzende Brodeln des Kalks, konnte Ocker und Lapislazuli sehen. Ich konnte die Passion und die Verzweiflung des getriebenen und innerlich zerrissenen Michelangelo spüren. Am Ende war ich so begeistert, dass ich tagelang Videos über Fresken-Malerei anschaute und Artikel über Michelangelos Leben im Netz las. Klar ist das nicht dasselbe wie tatsächlich in der Sixtinischen Kapelle zu stehen und hochzuschauen. Aber wenn ich das dann irgendwann machen kann, hat mir der Roman das Rüstzeug gegeben, um die ganze Geschichte hinter dem Kunstwerk zu erfassen. Ich weiß jetzt schon, dass ich Gänsehaut bekommen werde.

Für Kunstbegeisterte und Leser*innen von historischen Romanen gleichsam zu empfehlen!
Profile Image for Minnie.
1,211 reviews42 followers
November 5, 2021
Einer der verdammt traurigen Fälle, in denen das Cover für mich beinahe mehr hergegeben hat als das Buch an sich. Das Cover ist extrem schön gemacht: wenn man es vom Buch entfernt, befindet sich darunter Die Erschaffung Adams von Michelangelo, das Teil des Sixtinischen Deckenfreskos ist. Doch man kann das Cover zu einem Poster aufklappen und - tadaa - darunter ist die gesamte Abbildung des Freskos. Fabelhaft. Der Scherz Verlag hat sich wirklich vorausgabt mit der Gestaltung des Buches.

Ich als Kunstgeschichts-Liebhaberin habe mir ohne groß nachzudenken dieses Buch besorgt (man bekommt es nicht mehr im Buchhandel, sondern nur gebraucht, das hat etwas gedauert). Jetzt zum Roman an sich.

Hier werden Spoiler auftauchen, seid gewarnt!


Ihr seht, ich hatte meine Schwierigkeiten. Und manchmal sprechen tolle Cover doch nicht für das ganze Buch. Jedoch bin ich froh es endlich von meinem Sub weggelesen zu haben, denn es lag hier bereits seit einiger Zeit.
Profile Image for Maria Woltersdorf.
282 reviews1 follower
December 8, 2021
Jeder der dieses Buch liest, weiß eigentlich genau, worauf er sich einlässt. Auf ca. 550 Seiten wird hauptsächlich beschrieben, wie Michelangelo an den Deckenfresken der sixtinische Kapelle arbeitet. Kombiniert mit fantasievollen Nebenhandlungen ergibt dies einen gut recherchierten und mit Geschick für künstlerisches Denken und malerischer Interpretation ausgestatteten historischen Roman.
Profile Image for Luisa نور.
53 reviews27 followers
July 24, 2020
Personnages très convaincants et belle écriture, voilà une des meilleures versions possibles du roman historique. Entre Michel Ange et ce pape fou, il y a matière à une série télé mémorable ...
Profile Image for Moni2506.
395 reviews
January 1, 2016
Der sixtinische Himmel von Leon Morell ist im März 2013 im Fischer-Verlag erschienen und handelt vom Künsler Michelangelo und die Erschaffung der Fresken in der sixtinischen Kapelle.

Inhalt: Nach einem dramtischen Überfall auf das Gut seiner Familie hält Aurelio nichts mehr in seiner Heimat. Er beschließt nach Rom aufzubrechen und seinen Traum zu verwirklichen. Er möchte Bildhauer werden und das beim besten Künstler des 16. Jahrhunderts: Michelangelo.
Michelangelo ist Künstler durch und durch. Mal geht er in seiner Kunst auf, mal raubt sie ihm fast die Lebenskräfte. Als Aurelio bei ihm auftaucht, wird er gerade mit den Deckenfresken der sixtinischen Kapelle beauftragt, die für ihn anfangs eher eine Bürde sind, da er sich als reiner Bildhauer sieht. In Bramante und Raffael sieht er seine künstlerischen Feinde.
Aurelio ist ein Bauersjunge mit begabten Händen. Dies und sein Aussehen erhalten ihm die Stellung als Gehilfen von Michelangelo.
In Rom angekommen muss er schnell erkennen, dass er nicht zum Bildhauer bestimmt ist. Hier werden ihm auf schmerzliche Weise seine einfache Herkunft und alle Sünden, die es auf der Welt gibt, vorgeführt.
Besonders in Form von Margherita, die er auf dem Weg nach Rom kennenlernt und die es sich zum Ziel gesetzt hat, die berühmteste Kurtisane Roms zu werden.
Papst Julius (Caesar) II ist ein ehrgeiziger und machthungriger Papst. Noch zu Lebzeiten möchte er sich verherrlichen lassen und betraut Michelangelo zunächst mit seinem Grabmal, beschließ dann aber durch den Einfluss von Bramante, Michelangelo die Decke der sixtinischen Kapelle bemalen zu lassen. Auch der Sünde erliegt der Papst in Form einer Kurtisane: Sie gilt als die schönste Frau Roms, obwohl niemand sie je zu Gesicht bekommen hat. Jeder, der ihren Namen (Aphrodite) ausspricht oder sie gesehen hat, wird geblendet oder ihm wird die Zunge entfernt.

Bewertung: in diesem Roman versteht es der Autor auf wunderbare Weise den Künstler Michelangelo und das Rom des beginnenden 16. Jahrhunderts zum Leben zu erwecken. Man kann sich dank des bildhaften Schreibtstils alles sehr gut vorstellen und ist quasi live bei der Entstehung der Deckenfresken in der sixtinischen Kapelle dabei.
Der Künstler Michelangelo wird mit all seinen Ecken und Kanten beschrieben und ist ein sehr komplexer Charakter.
Bei Aurelio, dem Bauersjungen, habe ich gerne mitgefiebert und seinen Weg zum Erwachsenen begleitet.
Der flüssige Schreibtstil hat es einem leicht gemacht, das Buch zügig durchzulesen.
Das einzige Manko, weswegen ich einen Stern Abzug gebe, es konnte mich nicht komplett mitreißen und manchmal war es mir auch zu sehr Künstlerbiografie als Roman. Für diejenigen, die gerne Künslerbiografien lesen, kann ich dieses Buch daher wärmstens empfehlen. EDIT: Im Nachwort fehlte mir auch die Trennung von Fiktion und Wahrheit. Über die Kurtisane des Papstes gab es nur Gerüchte und keine konkreten Nachweise. Dies habe ich erst durch ein Interview mit dem Autor im Internet erfahren
Profile Image for Konrad.
84 reviews
April 19, 2024
Was mir gefallen hat:
Das Buch ist insgesamt gut geschrieben, das Ausmalen der sixtinischen Kapelle macht tatsächlich eine interessante und gute Haupthandlung. Technische Probleme, innere Konflikte, Einmischung verschiedener Charaktere von Außen... das gibt einen guten Plot.

Was mir nicht gefallen hat:
Gegen Anfang der Geschichte gibt es eine Szene, wo der Hof des Hauptcharakters von Söldnern überfallen und seine Familie brutal vergewaltigt und ermordet wird. Das spielt für die spätere Handlung überhaupt keine Rolle und es ist mir nicht wirklich klar, was dieses Kapitel im Buch zu suchen hat. Es ist erlaubt, einen historischen Roman ohne so eine Szene zu schreiben! Wirklich.
Die Frauen sind in dem Buch insgesamt ein bisschen komisch dargestellt, es gibt eine wirklich extrem hypersexualisierte Kurtisane namens Aphrodite, die sich heimlich porträtieren lässt. Dieser Subplot verläuft aber auch irgendwie im Sand.
So etwa im letzten Drittel des Buches werden auf einmal ein Haufen historischer Ereignisse aufgezählt. Die haben aber auf den Plot keinen wirklichen Einfluss. Kann man überspringen.

Dann gibt es da noch die unerwiederten Gefühle des Künstlers Michelangelo für seinen Lehrling, die Hauptfigur Aurelio. Das Buch ist sich irgendwie nicht so ganz sicher, ob es diese als ominös oder als positiv darstellen will. Aber zumindest hat dieser Handlungsstrang eine schlüssige Auflösung.

Fazit: Ein gut geschriebenes Buch über ein interessantes historisches Kunstwerk mit zwei gut dargestellten Hauptcharakteren, aber auch mit einem Haufen seltsamer und unnötiger Elemente.
26 reviews2 followers
August 30, 2013
Habe das Buch sehr genossen. Die Kombination von Geschichte, Kunst, Rom, war kunstvoll eingebunden. Und mit sehr vielen Fakten hinterlegt. Die Entstehung der Sixtinischen Kapelle aus der Sicht des Kuenstlers.

Fuer jeden, der Michelangelo mag, dieses Buch sollte ein muss sein. Die Geschichte fliesst und ist wunderbar erzaehlt. Ich werde es mit Sicherheit noch mehrmals lesen. Hoffentlich wird dieses Buch ins Englische uebersetzt.
15 reviews
November 1, 2012
In diesem Buch habe ich viel erfahren über Freskenmalerei, Leben in Rom zur Zeit Michel Angelos und Geschichten und Gerüchte rund um die damaligen Päpste. Der Roman wird allerdings zeitweise etwas langatmig.
Displaying 1 - 13 of 13 reviews

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