**Ich war die Klinge Luzifers.** Einst erfolgreiche Kopfgeldjägerin im Auftrag des Teufels, wird Toni nun von dessen dämonischen Handlangern verfolgt. Allen voran Luzifers Krieger Tai, der in seiner persönlichen Vendetta Tonis ganze Welt brennen sehen will. Als wäre das nicht genug, kriselt es zunehmend zwischen ihr und Alek. Für den dickköpfigen Engel hat sie alles hinter sich gelassen, was sie kannte, und sich in den Krieg zwischen Himmel und Hölle verstrickt. Aber das Vertrauen zwischen ihr und ihren neuen Verbündeten ist brüchig und das Weltengefüge verändert bereits seine Gestalt. Das Gleichgewicht von Gut und Böse droht endgültig zu kippen …
Im gewohnt humorvollen Schreibstil verpackt die Autorin den weiteren Verlauf von Tonis Geschichte. Nachdem sie nun das neue Oberhaupt der Friedenswächter ist, steht die Welt Kopf. Ehemalige Feinde werden zu Freunden, ehemalige Freunde zu Feinden. Es ist nicht mehr wichtig auf welcher Seite man steht, sondern hinter was man steht. Und Toni steht auf der Seite der Menschen und der Erde. Doch der Teufel möchte die Erde, die Menschen, die Zwischengrenze zwischen Unten und Oben auslöschen. Er rekrutiert massenweise Dämonen unter den Menschen, um das Gleichgewicht zu kippen. Dabei hilft ihm insbesondere die Heuschrecke, ein neuer Bösewicht vor dem sogar die Bösen zittern. Toni und ihr Team müssen sich also zusammenraufen, die Heuschrecke ausfindig machen und die Pläne des unteren Reiches durchkreuzen. Ein Klacks sozusagen.
Meinung:
Wieder einmal entführt uns die Autorin ins düstere Flannmach mit ihrem genialen Schreibstil. Ihr Schreibstil ermöglicht einen durchweg flüssigen Leseverlauf, bietet spannend gesetzte Perspektivenwechsel und wie vorher auch schon – viel Sarkasmus. Duelliert wird im unteren Reich oft mit Worten, wodurch man viel Geplänkel, gut verpackte Beleidigungen und zwischen den Zeilen liest.
Der Verlauf in der Fortsetzung gefiel mir sehr gut. Im ersten Band lag der Fokus noch sehr stark auf der Liebesgeschichte der Hauptcharaktere, dem Weltenentwurf und der Wesensvorstellung. In diesem Band werden Machenschaften gesponnen, Kriegsvorbereitungen getroffen und Ermittlungsarbeiten geleistet. Es war spannend mit zuraten, wer hinter dem Namen „Heuschrecke“ steckt, was das untere Reich geplant hat… und das Obere. Währenddessen erhalten alte Charaktere in diesem Band mehr Tiefe und Neue werden vorgestellt.
Insbesondere Toni wurde in „Des Teufels Klinge“ vertieft. Ihre Vergangenheit wurde näher beleuchtet, ihr Misstrauen in Menschen und warum sie zum Einzelkämpfer wurde. Dabei zeigt sie sich von einer philosophischen, liebenswerten und selbstverständlich weiterhin humorvollen Seite. Sie habe ich noch ein Stückchen mehr ins Herz geschlossen. Auch Engel Alek erhält mehr Facetten. Seinen Charakter habe ich lange am kritischsten betrachtet. Doch nach und nach zeigt er loyale, kluge, strategische Züge und den Krieger in ihm. Dabei fehlen aber immer noch ein wenig Ecken und Kanten.
Trotz allem bin ich also immer noch stark Team Tai. Er hat bereits so viel für Toni getan, sie auf ähnlicher Ebene verstanden und für sie beide gekämpft. In Band 2 werden einige Schattenseiten von ihm beleuchtet, aber er steht auch stark unter dem Einfluss der Dämonen. Zusammen mit der Heuschrecke, stellt er eine starke Gegnerfront dar. Sie sind tückisch, mächtig, effizient und sorgen für mehr Brutalität. Eine absolute Stärke dieser Reihe ist es jedoch auch, dass es kein schwarz und kein weiß gibt.
Nicht nur die Gegnerseite wird näher beleuchtet, Nebencharaktere im Allgemeinen erhalten mehr Raum. Mein Highlight dabei war die Perspektive von Finn, Tonis Bruder. Einzig Lestat erhält traurigerweise weniger Seiten. Als Friedenswächterin des oberen Reichs versucht Toni ihren Vampirfreund aus den Angelegenheiten herauszuhalten. Dabei vermisst er seine beste Freundin und ich als Leserin vermisse Lestat.
Fazit:
Weiterhin eine genial geschriebene Geschichte mit einem interessanten Jäger-Konzept des Teufels. Wie ich es mir gewünscht habe, bekommen die Nebencharaktere mehr Platz in der Geschichte und das Pairing der Geschichte mehr Facetten. Auch weiterhin stehe ich zu Team Tai und bin nicht ganz überzeugt vom Engel bzw. der Kombi aus ihm und Toni. Die Handlung empfand ich nochmal als deutlich spannender, strategisch gut ausgearbeitet und die Bösen als schwer zu durchschauen. In meinen Augen hat Sandra Binder hier eindeutig nochmal oben draufgelegt.
„Der Teufels Klinge“ ist der zweite Band der Teufel Trilogie von Sandra Binder. Antonia, die ehemalige Kopfgeldjägerin des Teufels, hat einen neuen und eher unfreiwilligen Job als Anführerin der sogenannten Friedenswächter. Doch die ihr unterstellten Nephilim vertrauen ihr nicht und auch Toni ist lieber als Einzelkämpferin unterwegs. Liebe am Arbeitsplatz hatte sich Toni mit ihrem Engel Alek sicher auch anders vorgestellt und zu allem Überfluss ist ihr Ex Tai als neuer Krieger der Hölle auf einem persönlichen Rachefeldzug unterwegs, an dessen Ende er Toni komplett vernichten will. Das Gefüge zwischen Himmel und Hölle kippt unübersehbar und Toni droht alles zu verlieren.
Man sollte natürlich den ersten Teil unbedingt gelesen haben, denn Vorkenntnisse sind zwingend erforderlich. Die Handlung geht fast nahtlos weiter, auch wenn Toni die Seiten gewechselt hat. Wie zu erwarten war, ist der neue Job alles andere als einfach und glamourös. Toni kämpft nun zwar an Aleks Seite, aber in Sachen Mitarbeitermotivation hat sie deutlich Luft nach oben. Die Nephilim, allen voran Finn, sind nicht unbedingt Mitglieder in ihrem Fanclub und die sich weiter zuspitzenden Ereignisse treiben neue Keile in die fragile Beziehung zu den Friedenswächtern. Sowohl Himmel als auch Hölle verfolgen im Hintergrund einen geheimnisvollen Plan, bei dem Toni und ihre Freunde zwischen die Fronten geraten. Mir hat schon der erste Band sehr gut gefallen und der mittlere Teil erzählt die Geschichte spannend und komplex weiter. Ich mag Toni und ihre sarkastische und abgeklärte Art. Aber auch sie muss einsehen, dass die Methode mit dem Kopf durch die Wand meist nur Schmerzen verursacht. Die übrigen Charaktere bekommen von der Autorin ebenfalls genug Raum, um ihre verschiedenen Facetten zu zeigen. Die Perspektiven wechseln häufiger und so bekommt man einen noch besseren Einblick in das Gefühlsleben der Figuren. Dabei bleiben einige interessante Fragen offen, die hoffentlich im dritten Band beantwortet werden.
Mein Fazit: Der zweite Teil der Trilogie hält die Spannung und macht neugierig auf das Finale. Von mir gibt es dafür sehr gern eine Leseempfehlung!
Wie schon im ersten Teil gefällt mir bei dieser Geschichte ganz besonders, dass die Grenzen zwischen Gut und Böse immer wieder zu verschwimmen drohen. Es ist nie ganz klar, wer nun für welche Seite kämpft und das macht es unglaublich spannend.
Der Schreibstil hat mir sogar noch besser gefallen wie im ersten Teil, da nicht so oft zwischen den Sichtweisen gesprungen wurde. So kam man super mit und hatte trotzdem immer den vollen Überblick.
Die Wandlung der Charaktere hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ich habe Toni und ihre taffe, furchtlose und vorlaute Art richtig vermisst und sie direkt wieder in mein Herz geschlossen. Trotzdem macht sie im Laufe der Handlung viele Höhen und Tiefen durch, sodass man als Leser*in auch andere Seiten von ihr zu Gesicht bekommt.
Auch Aleks Wandlung ist wahnsinnig interessant. Im Gegensatz zum ersten Teil finde ich ihn mittlerweile richtig synaptisch und nicht mehr so oberflächlich gestrickt.
Tai hat sich dagegen in das pure böse gewandelt, was ich absolut nachvollziehen kann und trotzdem so traurig finde. An manchen Stellen war er mir fast etwas zu böse :D Leider fand ich seine Handlungen im Verlauf der Geschichte etwas zu vorhersehbar.
An Spannung hat es dieser Fortsetzung jedoch auf keinen Fall gefehlt. Man ist nur so durch die Seiten geflogen und wollte die ganze Zeit wissen, wie es weiter geht. Gegen Ende ging alles dann ein bisschen schnell. Trotzdem möchte man nach diesem Ende unbedingt gleich den nächsten Teil verschlingen.
Viele der Plots waren für mich als Leserin nicht direkt vorhersehbar, weshalb ich an der ein oder anderen Stelle echt gestaunt habe.
Fazit: Definitiv eine gelungene Fortsetzung. Wer den ersten Teil gemocht hat, wird diesen Teil lieben! Besonders die Charaktere bleiben einem noch lange im Gedächtnis.
Alles hat sich verändert in Tonis Leben, die mit richtigem Namen Antonia Stark heißt. Sie, einst eine Kopfgeldjägerin Luzifers, ist mittlerweile die Anführerin der Friedenswächter und eine Nephilim. Sie, die einst die Engel und ihr Credo verabscheut hat, und jetzt zwischen den Stühlen steht, auf Seiten der Engel und der Hölle. Beide Seiten misstrauen ihr. Die Handlager Luzifers jagen sie sogar und Toni muss in einem normalen Job noch nebenher um ihren Lebensunterhalt kämpfen. Vorbei die Zeiten in denen sie sich etwas leisten konnte.
Dabei will Toni Unklarheiten aus dem Weg räumen und gibt sich Mühe gut zu sein in ihrem Job. Was sie nicht ahnt ist allerdings, dass neue Gefahren auf sie zukommen die alles verändern können.
Meine Meinung
Ich liebe diese Story. Hier war ich schon Mega gespannt wie es mit Toni weitergehen wird und vor allem ihrem neuen Job und bin über die bildhaft gelungene Umsetzung begeistert. Man ist gleich wieder mitten drin in der Geschichte, obwohl es jetzt schon einige Zeit her ist wo ich Band eins gelesen habe.
Hier ist Toni, eine starke junge Frau, die seit ein paar Wochen zu den Nephilim gehört und versucht ihr Leben als Friedenswächter zu leben. Dabei trifft das nicht auf Zusprache aller. Denn Toni arbeitete vorher als Kopfgeldjägerin für Luzifer und war sehr gut in ihrem Job. Mit Engeln hatte sie vorher nichts zu tun bis …
Ja, bis Alek in ihr Leben trat und es veränderte.
Interessant fand ich wie die Beziehung von Alek und Toni weitergeht und vor allem wie die verbliebenen des Kampfes aus Band eins mit der Situation zurechtkommen. Dazu gibt es hier wieder neue Intrigen und Einblicke die mir sehr gut gefallen und neugierig auf Band drei machen.
Der Schreibstil ist auch in diesem Teil sehr bildlich, humorvoll und leicht zu lesen. Ich war am Anfang etwas kritisch, da es sich für mich etwas gezogen hat zudem war Toni nach wie vor sarkastisch, was ich liebe, aber ein paar ihrer Sprüche haben mir am Anfang nicht so gut gefallen. Ab der Hälfte nimmt die Spannung aber deutlich zu und ich konnte mich nicht von dem Buch losreißen. Ich hatte auch das Gefühl, dass ihre Art ein wenig auf Alek abgefärbt hat, was ich sehr amüsant fand. Die anderen Charaktere, die in diesem Teil neu waren bzw. die man von einer anderen Seite kennengelernt hat waren mir sehr sympathisch. Ich fand den Teil etwas schwächer als den ersten Teil, trotzdem hat er mich zum Schmunzeln gebracht und ich freue mich schon auf den letzten Teil dieser tollen Reihe! [4,5/5❤]
Nach dem der zweite Band mir schon gefallen hat, stand fest auch diesen zu lesen. Schließlich will man ja wissen wie sich Toni als Friedenswächter schlägt, was aus Tai wurde und natürlich was Alek als Engel macht.
Die Autorin hat auch weiterhin einen sehr schönen Schreibstiel. Einzig die vielen Perspektiven machen mir anfangs immer zu schaffen. Toni, Tai, Alek, Clarissa, Lestat und viele mehr. Es ist ein wenig wie in einer Fernseher Soap zu vergleichen, man erhält überall schöne Einblicke und zu einem gewissen Teil, gefällt mir das Ganze. Trotzdem ist es anfangs kurz schwer sich hineinzufinden da auch nicht genauestens dran steht, wo man oder mit wem man sich gerade auf die Reise begibt. Das ganze findet allerdings immer per Kapitel oder Absatz statt.
Toni muss sich gleich in ihrer unliebsamen Position mit einem riesen Problem herum schlagen. Luzifer scheint immer mehr Unterweltler unter Vertrag zu nehmen und dahinter scheint ein größerer perfider Plan zu stehen. Dazu scheinen die anderen Nepheline ihr nicht zu trauen, da sie eben einfach ihr Ding durchzieht. Dabei bringt sie Alek immer ins Kreuzfeuer und vielleicht setzt sie auch ihre Beziehung aufs Spiel.
Der Verlauf hat mir richtig gut gefallen und diesmal fand ich alles auch stimmig. Die anfängliche plötzliche Romanze zwischen Alek und Toni ist hier besser nachzuvollziehen. Beide haben definitiv mehr Momente für sich, auch wenn sie nur gestohlen sind und kurz. Trotz dass die Romanze nur nebenher läuft, gefällt sie mehr sehr und auch die Positionen die beide einnehmen macht das Ganze ein wenig spannender.
Der rote Faden ist aber immer noch Toni und ihre Jagd auf böse Buben. Ich mag einfach ihre taffe Art immer kleine Gemeinheiten auf der Zunge zu tragen und wenn sie die schon nicht ausspricht, so denkt sie diese. Dabei manövriert sie sich immer in Schwierigkeiten die meist zu einem actionreichen Kampf führen. Diese Kämpfe sind schön geschildert. Spannend aber nicht zu brutal, auch wenn etwas Blut fließt.
Auch mag ich es sehr, dass die Geschichte so schön ausgeklügelt ist. Alles hängt zusammen, eben auch die vielen Perspektiven die anfangs vielleicht noch ohne "größeren Zweck" dastehen, kommen am Ende zusammen und sind ein Puzzlestück des Ganzen.
Besonders an dem ganzen Buch, sind aber einfach die Charaktere. Sie sind alle Facettenreich und unterscheiden sich von Grund auf. Toni und ihre Art sind mir einfach sympathisch. Ich find sie immer lustig, tapfer und besonders mutig. Auch zeigt sie in diesem Band ein wenig mehr Gefühl. Alek mit seiner trockenen Art lässt diesmal auch ein wenig mehr in sich schauen. Im Allgemeinen lernt man alle Charaktere einfach besser kennen und kann Ihre Handlungs- oder Beweggründe einfach gut nachvollziehen.
Das Ende ist wie beim ersten Band mit dem dicken roten Faden beendet. Wären da nicht noch die vielen kleinen die sich darum gewickelt hatten und jetzt antworten auf den dritten Band warten. Ich kann es kaum abwarten.
Fazit
Der zweite Band hat mir besser gefallen als der erste. Besonders da die Romanze diesmal glaubwürdig rüber kommt. Die Probleme im Ganzen spannender sind und man die Charaktere besser kennen lernt. Einzig alleine die vielen Perspektiven haben mir es anfangs etwas schwer gemacht, doch nach einer Zeit findet man rein. Daher gibt es 5 Sterne von mir.