Lehrer müssen das perfekte Vorbild sein, adrett gekleidet, angepasst, höflich, umfassend allgemeingebildet und natürlich kinderlieb? Nicht unbedingt! Die Studienrätin Caro Blofeld hat sich seit frühester Jugend dem Heavy Metal verschrieben, liebt triviale Literatur, Filme, Serien und Computerspiele. Großflächig tätowiert und generell in schwarz gekleidet, fällt sie mit ihrer unverblümten, nicht immer pädagogisch korrekten Art aus dem üblichen Rahmen. Von ihren Schülern wird sie geschätzt – und erreicht bei ihnen oft mehr als andere. In ihrem Buch zeigt sie, wie man in unserem eingefahrenen Schulsystem auf unkonventionelle Art und Weise Schüler begeistern und Dinge verändern kann. Mal lustig, mal explizit kritisch und provokant, immer ehrlich und mit einem ordentlichen Schuss Selbstironie erzählt sie von ihrem ständig überraschenden, manchmal bizarren, auf jeden Fall niemals langweiligen Berufsalltag. Selbstredend, dass dabei auch Kritik an eingefahrenen Lehrmethoden, überehrgeizigen Eltern, dem deutschen Schulsystem oder dem Berufsbeamtentum nicht zu kurz kommen.
Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, besonders der sehr lockere Schreibstil. Sie schreibt, wie sie wahrscheinlich auch spricht, einfach locker flockig von der Seele.
Die Geschichten über ihren Lehrerberuf, Schüler und Kollegen sind sehr amüsant und machen Spaß beim Lesen.
So eine Art Lehrerin hätte ich auch gern gehabt. Sie ist engagiert und sieht die Schüler als Individuen und nicht als notwendige Übel.
Wer mal etwas leichtes für zwischendurch möchte ist mit dem Buch wirklich gut beraten.