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Wie alles begann und wer dabei umkam

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Wo endet ein inselbegabter Jurastudent, der an den starren Regelwerken des Gesetzes verzweifelt und beschließt, das Recht selbst in der Hand zu nehmen? In einer Gefängniszelle! Was aber zwischendurch geschieht, ist so unglaublich und derart gnadenlos und witzig erzählt, dass einem die Luft wegbleibt. Bereits als Kind findet der Held dieses Romans zur Juristerei: Er bereitet ein Verfahren gegen seine Großmutter vor, den Drachen der Familie – und verurteilt sie im Wohnzimmer in Abwesenheit zum Tode. Berufung: nicht möglich. Dass ein Jurastudium im beschaulichen Freiburg einem solchen Charakter nicht gut bekommt, ahnt man schnell. Auch hier kann er die Finger nicht von den Gesetzen lassen, und nimmt das Recht in die eigene Hand. Simon Urban gehört zu den großen, mutigen Erzähltalenten seiner Generation. In seinem neuen Roman entfesselt er eine furiose Geschichte um einen Außenseiter, der zum dunklen Rächer wird. Und der zuvor auszieht, um sich auf einer weltweiten Recherchereise am Unrecht und Recht der Welt zu schulen …

544 pages, Hardcover

First published February 11, 2021

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Simon Urban

5 books3 followers

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4 (3%)
Displaying 1 - 10 of 11 reviews
Profile Image for Alexandra .
936 reviews372 followers
July 18, 2022
Sehr selten wünsche ich mir, dass ich ein Buch nur bis zur Hälfte gelesen hätte, wie in diesem Fall, denn meistens sind Romane entweder in ihrer Gesamtheit immer wieder streckenweise gähnend langweilig und mühsam, oder der Plot kommt nicht in die Puschen und wird erst zum Ende interessant. So gut wie nie bin ich bisher auf eine derartige Story gestoßen, die im ersten Teil fast perfekt ist, sensationell durchdacht, witzig und rasant und im zweiten Teil so wirkt, als hätte ein völlig anderer Autor diesen Part geschrieben. Warum zum Teufel muss man in einem Roman mehr als fünfhundert Seiten schreiben, wenn man den Spannungsbogen nicht zu halten vermag und der Hälfte der Geschichte dann plötzlich die Füße einschlafen? Warum hat das Lektorat dort nicht den Rotstift angesetzt?

Die Geschichte beginnt mit dem Finale, der Protagonist sitzt irgendwo im Knast und ist zum Tode verurteilt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat interveniert, aber das Todesurteil wurde bestätigt. In Rückblenden wird gemäß des Titels aufgerollt, wie alles begann, wohin das führte und wer auf dem Weg dahin umkam.

Grandios werden dabei die Kindheit und Jugend des Protagonisten und das familiäre Geflecht fast schon in Form einer Familienaufstellung geschildert. Die verwitwete Omi ist eine bösartige, nörgelnde Psychopathin, die ihre Schwiegertochter sekündlich terrorisiert und abwertet. Ihr Sohn, der Vater des Protagonisten, steht teilnahmslos am Wegesrand seines eigenen Lebens und lässt alles mit seiner Familie geschehen. Es ist auch ein bisschen schwierig, denn Omi hat die Hand auf dem Haus und dem Vermögen, ihre Familie muss im Keller hausen, sie residiert oben, was auch gleich die Machtverhältnisse punktgenau abbildet. Die Mutter der Hauptfigur wird permanent schikaniert, beschimpft und ausgebeutet, sie wehrt sich auch bedauerlicherweise niemals gegen die Anwürfe der bösen alten Frau, sondern nimmt lächelnd und duldend alle Beleidigungen und Bösartigkeiten an, die teilweise so atemberaubend grausam und widerwärtig sind, dass einem wirklich die Spucke wegbleibt. Der kindliche Protagonist kann nicht verstehen, warum seine Eltern als Erwachsene das alles mitmachen und inszeniert in seinem sehr ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und dem schon sehr früh ausgeprägten Faible für die Juristerei, eine Gerichtsverhandlung gegen die Großmutter, in der er Ankläger, Zeuge und Richter in einem ist. Omi wird in letzter Konsequenz zum Abschluss der Verhandlung vom kleinen Buben im Wohnzimmer in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Was anfänglich als noch eine sehr vergnügliche, konstruktive Bewältigungsstrategie eines sehr intelligenten Kindes von familiären toxischen Beziehungsmustern in Form eines Gedankenspiels anmutet, hat sich aber im Protagonisten festgebissen, und die Wut sitzt tief, dass Täter oft davonkommen und sehr vieles nie geahndet wird. Herrlich witzig mit viel schwarzem Humor wird diese Kindheit und Jugend vom Autor dargelegt und damit das Fundament „Wie alles begann ...“ geschaffen.

Die Beschäftigung mit Recht und Gesetz lässt unseren jungen Helden auch in der beginnenden Adoleszenz nicht los und so studiert er in Freiburg Jura. Endlich ist er diesem furchtbaren familiären Umfeld entronnen und er muss sich nicht mehr mit der bösen Großmutter abgeben, denn die Distanz von mehr als 150 Kilometern ist für die Übergriffigkeit der widerlichen Psychopathin zu weit, das liegt außerhalb ihres Operationsradius.

Stilistisch besonders auffallend und für mich sehr erfreulich ist der bitterböse, satirische bis trocken-zynische Stil des Autors, den ich in einem Beispiel darlegen möchte, als unser Jurist das Leben vieler Erwachsener, insbesondere seiner Eltern gar trefflich seziert.

"Zahllose Menschen erdulden ihren Arbeitsalltag bekanntlich nur dank der liebevoll gehegten Illusion, dass danach das wahre Leben beginnt; die ökonomische und intellektuelle Freiheit, dieses Konzept zu hinterfragen, fehlt ihnen nahezu immer. 30 Jahre später stellen sie dann fest, dass die goldene Rente, die sie sich lebenslang als Möhre vor die eigene Nase gehängt haben, niemals Realität werden wird. Stattdessen bekommen sie einen überraschend bitter schmeckenden Cocktail aus leeren Tagen, sterbenden Freunden, Antriebslosigkeit und Darmkrebs serviert, der ihnen umgehend klarmacht, dass sie aufs falsche Pferd gesetzt haben und diese Entscheidung nie mehr revidieren können."

Während des Jurastudiums wird dem Protagonisten immer klarer, dass Recht haben und Gerechtigkeit bekommen in einem staatlichen System nicht immer beziehungsweise öfter nicht gewährleistet sind. Im Sinne der Resozialisierung der Täter wird sehr oft auf die Opfer, auf den Opferschutz und auf eine Lösung der verursachten Traumata verzichtet. Sehr witzig und auch klug gemacht werden hier, en passant, einige der Eckpfeiler unseres Rechtssystems diskutiert, denn der Protagonist und die Geschichte kritisieren auch vom juristischen Standpunkt aus auf Basis von juristischen Grundlagen unsere Täterjustiz.

Solche Gesetzeslücken merkt man vor allem auch in der Realität stark bei Delikten der Gewalt gegen Frauen, die erst dann wohlwollend und mit viel Verständnis für die Täter geahndet werden, wenn sie final im ultimativen Femizid enden. Vorher will man offensichtlich bei durchaus justiziablen geringeren Taten einfach nichts tun. Österreich ist übrigens europäischer Spitzenreiter bei Femiziden und das einzige Land in Europa, in dem es mehr Morde an Frauen als an Männern gibt. Erst letzte Woche wurde wieder eine Frau umgebracht, bei der sich der Täter schon seit Jahren gerichtsanhängig und medial öffentlich abzeichnete und sich sukzessive in seinem Verhalten steigerte. Ein bisheriges Opfer, die Grüne Abgeordnete Sigrid Maurer, wurden in einer grandiosen Täter-Opfer-Umkehr vor Gericht in erster Instanz zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie den Täter einer verbalen Vergewaltigungsdrohung und einer realen Belästigung auf der Straße vor ihrer Wohnung auf Facebook beim Namen nannte und nicht eindeutig beweisen konnte, dass wirklich der von ihr benannte Täter auf seinem Facebook-Account postete. Er nannte mehrere Freunde und Supporter, die angeblich auch auf seinen Computer Zugriff hatten und das Gericht glaubte ihm. All die Klatscher am Rande und die Richter, die auf Grund der Gesetzesgrundlage auch anders entscheiden hätten können, was in 2. Instanz in einem Berufungsverfahren dann auch passierte, haben nun die Ex-Lebensgefährtin des Täters auf dem Gewissen, da er sich ja in jeder Gewalttat – und da gab es noch einige mehr – immer mehr bestätigt fühlte, da ihm nie jemand wirklich auf die Finger klopfte und die Rechten Recken auf Social Media ihn auch noch in seinem Frauenhass bestärkten, indem sie ihn anfeuerten. Eine detaillierte Analyse des aktuellen Falls findet ihr hier. (Trauriger Nachtrag: Die brutale Wirklichkeit hat meine Analyse erneut eingeholt. Gestern gabs schon wieder 2 Femizide in Österreich.)

Simon Urban vermittelt in seiner Geschichte mit dem juristischen Blick sehr viel Wissen und verpackt das normalerweise sperrige Thema auch noch teilweise witzig bis bösartig-satirisch, gewieft und rasant in einer Story um den Protagonisten. Als an der Uni eine neue Professorin auftaucht, die der Resozialisierung vor allem anderen den Vorrang gibt und nicht einmal mehr die Gesellschaft vor brandgefährlichen Tätern schützen will, beginnt unser Held diametral entgegengesetzt zur Lehrmeinung an seiner Alma Mater mit der Idee und der Konstruktion eines alternativen Gesetzesgebäudes, das vor allem die Opfer, die Leiden der von den Taten Betroffenen, Gerechtigkeit und ein bisschen auch Vergeltung in die Gesetze einfließen lässt.

Mit seiner besten Freundin Sandra arbeitet er auch zudem nie geahndete Verbrechen von Sandras Nazi-Onkel auf, wobei es zur ersten Grenzüberschreitung kommt, denn Sandra erstickt den alten, bösartigen, verkommenen und davongekommenen Nationalsozialisten, der seine rechte Gesinnung sein Leben lang permanent vor sich hergetragen hat und auch noch mit seinen Taten prahlt, mit einem Kopfpolster in seinem Zimmer im Altenheim. Da unser Held so etwas gar nicht erwartet hat, er ist sehr überrascht als er live dabei als Zaungast miterlebt, dass Sandra den alten Nazi exekutiert. So wird auch hier in seinem Kopf ein neues Puzzlesteinchen gesetzt, was tatsächlich im Rahmen von Rache und Vergeltung völlig ungeahndet, sofern alle Zeugen dichthalten, möglich ist.

Durch seine Leistungen an der Uni und seine außergewöhnliche Intelligenz bekommt der Protagonist ein gut dotiertes Exzellenzstipendium und er intensiviert seine Bemühungen um eine alternative Rechtsprechung. Mit einem Knall, der sensationell inszeniert wird, trägt er dem Professorenkollegium in einer fiktiven, aber real möglichen Fallstudie sein Anliegen und seinen zukünftigen Forschungsschwerpunkt vor, bevor er für immer von der Uni verschwindet und im Ausland andere Rechtsnormen, Ungerechtigkeiten und Sühneregeln studiert. Diese Szene ist ganz großes Kino.

Bis hierher war die Geschichte, wie schon in der Einleitung gesagt, grandios, dann verliert sie völlig den Spannungsbogen und ihre Mitte. Das habe ich auch gleich daran gemerkt, dass ich sehr viele Ereignisse des zweiten Teils im Gegensatz zum ersten total vergessen habe, obwohl die Lektüre des Buchs erst eineinhalb Wochen zurückliegt.

Auf einem Thunfischfangschiff irgendwo im Nirgendwo studiert er Ungerechtigkeit und archaische Rechts- und Normsysteme, die sich aus der Macht des Kapitäns ergeben. In Singapur versucht er seinen Kriterienkatalog, wie das Leid der Opfer zuerst zu bewerten ist, damit es anschließend in das Urteil einfließen kann, zu vervollständigen. Sukzessive kippt er aber gedanklich immer mehr in das Konzept der Selbstjustiz, die die Täter nicht nur zu langer Gefängnisstrafe, sondern zum Tode verurteilt. Als er die traumatisierte Hazel trifft, die von einem Typen bewusst mit HIV angesteckt wurde, wie übrigens auch noch 46 weitere Frauen, kann sich der Täter in einer öffentlich geführten Verhandlung rauswinden (was für eine Analogie auch zu meinem Femizidbeispiel der letzten Woche), indem ihm niemand beweisen kann, dass er von der Ansteckung gewusst hat. Nachträglich verhöhnt der Täter die Opfer, indem er sich in seinem Bestseller auch noch brüstet, von der Infektion gewusst zu haben. Als die neuen Beweise in Form des Geständnisses in Buchform inklusive eines uralten ärztlichen positiven HIV-Attests auftauchen, ist die Gerichtsverhandlung aber schon vorbei, der Widerling ist freigesprochen und die Tat kann durch juristische Lücken nicht mehr geahndet werden. Unser Held führt für Hazel und ihe Familie einen realitstischen Schauprozess ähnlich wie in alten Zeiten bei seiner Großmutter im Wohnzimmer, aber natürlich nun total professionell und juristisch korrekt durch, um ihre Traumata aufzulösen. Am Ende der Verhandlung, die mit einem Todesurteil endet, wird der Protagonist gebeten, auch noch den Henker dieses Widerlings zu spielen … .

Fazit: So schade! Ein halbes Buch, das grandios furios, informativ und witzig ist, mit einer zweiten, ganz schlechten Hälfte. Also von mir keine Leseempfehlung für den ganzen Roman, der in der Endbeurteilung halt dann nur mittelmäßig und mühsam ist. Für den ersten Teil würde ich aber durchaus eine Empfehlung aussprechen, sofern in der Mitte abgebrochen wird.
Profile Image for Mira123.
670 reviews10 followers
February 10, 2021
Als ich irgendwann bei Seite 300 angelangt war, musste ich akzeptieren, dass dieses Buch wohl leider nicht so wird, wie ich es mir erwartet habe. Ich habe es trotzdem fertig gelesen, da ich viele Stellen unterhaltsam fand. Die Rezi hier wird dann aber trotzdem leider kritischer, als ich es mir zu Beginn erhofft habe. Eine Information für alle, die dieses Buch noch nicht gelesen habe: Hier geht es hauptsächlich um den Inhalt des Buches und es wird wohl auch Spoiler geben. Lest also besser nicht weiter, wenn ihr nicht wissen wollt, was hier alles passiert.

Dieses Buch beginnt absolut großartig: Der namenlose Held (zumindest kann ich mich nicht erinnern, seinen Namen irgendwann gelesen zu haben) beschreibt, dass er wegen all seiner Verbrechen im Gefängnis sitzt und auf seine Hinrichtung wartet. Er ist berühmt-berüchtigt und ihm ist bewusst, dass das Erscheinen seiner Biografie einen totalen Skandal lostreten wird. Trotzdem will er darauf nicht verzichten. Da kommt doch gleich ordentlich Spannung auf! Was dieser Kerl wohl angestellt hat? Das muss ja der totale Psycho sein, wenn der schon als Kind seine Oma zum Tode verurteilen will und denkt, dass er über dem Gesetz steht. Das war zumindest meine Vermutung. Tja, anscheinend habe ich mich total getäuscht. So viel stellt der Erzähler nämlich gar nicht an. Ja, er studiert Jus und erstellt da ein eigenes Strafgesetzbuch, weil er die Strafen, die in Deutschland vergeben werden, für nicht hart genug hält. Dann reist er nach Asien und möchte dort die Ungerechtigkeiten der Welt mit eigenen Augen sehen. Sowohl während dem Studium als auch während seiner Reise lernt er viele schöne Frauen kennen und führt unglaublich lange Gespräche, deren Monologe sich teilweise über mehrere Seiten erstrecken. Außerdem schweift er immer wieder ab. Manche dieser Ausflüchte waren ganz interessant und ließen mich hoffen, dass jetzt endlich mal mehr Spannung aufkommt, viele andere störten meiner Meinung nach aber hauptsächlich den Erzählfluss.

Meiner Meinung nach war der Anfang der stärkste Teil des Buches. Danach war dann leider scheinbar das Pulver schon verschossen und langsam aber sicher verlor ich das Interesse, weil das einfach alles so anders war, als ich es durch den Beginn des Buches erwartet hätte. Die ersten hundert Seiten lang war ich mir sicher, dass da gleich was passiert. Nach zweihundert Seiten begann ich das Buch langatmig zu finden und wurde gelangweilt. Nach dreihundert Seiten war ich richtig frustriert, weil ich jetzt endlich wissen wollte, was der Erzähler ausgefressen hat, das so schlimm sein soll, dass er sein restliches Leben im Gefängnis verbringen muss. Und als dann endlich die Tat begangen wurde, die dafür gesorgt haben soll, war ich ehrlich enttäuscht.

Mein Fazit? Der Start ins Buch war super stark und spannend, gegen Ende war ich dann nur noch frustriert und gelangweilt. Schade, da wäre mehr möglich gewesen!
Profile Image for Martina.
3 reviews
March 17, 2021
Fängt stark an - lässt stark nach.
Am Anfang dachte ich "Wow, das wird mein neues Lieblingsbuch", starker Einstieg, spannender Plot, sympathischer Anti-Held und viele Textstellen, die ich mir am liebsten angestrichen hätte. Der Hauptcharakter ist herrlich verschroben, hat einen dementsprechenden Blick auf die Welt und zieht dadurch ganz eigene Erkenntnisse, die mir sehr gefallen haben.
Leider wurde er mir im Laufe des Buches zunehmend unsympathisch und seine Handlungen für mich nicht mehr nachvollziehbar. Auch seine inneren Monologe wurden zunehmend abgedreht und es wurde schwer ihm da zu folgen.
Je weiter ich las, desto weniger hat es mir gefallen und der Schluss hat mich leider gar nicht mehr abgeholt.
Das hat mir den Spaß an dem ganzen Buch sogar so sehr verdorben, dass ich es nicht mal ins Regal stellen möchte.
Schade!
Profile Image for Cathrin.
406 reviews14 followers
July 4, 2021
Toller Einstieg, dann jedoch entwickelt sich die Erzählung ganz anders als erwartet und wird zunehmend langatmig. Nach einem krassen Ortswechsel etwa auf der Hälfte des Buches dümpelt die Story über einen längeren Abschnitt eher nur so dahin. Die komplette "Tunfischfänger-Episode" trägt nach meinem Empfinden nichts zur Geschichte bei. Erst im letzten Abschnitt kommen wir dann endlich zum "und wer dabei umkam"-Part des Buches. Nach einer sehr langatmigen Hinführung ist das Buch dann aber ziemlich abrupt zu Ende. Da hatte ich mehr erwartet.
2,5*
271 reviews3 followers
November 8, 2023
Dieses Buch hat richtig gut angefangen. Der Schreibstil ist zwar anspruchsvoll, aber ich hatte mich dennoch recht schnell eingelesen. Der manchmal bitterböse Humor und die damit geäußerte Gesellschaftskritik fand ich innovativ.

Direkt zu Anfang erfährt man, dass der Protagonist, der namenlos bleibt, im Gefängnis sitzt und auf die Vollstreckung seines Urteils wartet. Und ich war sehr gespannt darauf zu erfahren, wie es dazu gekommen ist. Immerhin hat der Protagonist Jura studiert und sollte über geltendes Recht Bescheid wissen - auch wenn ihm das geltende Recht nicht immer gefällt und er kurzerhand ein eigenes Gesetzbuch entwirft.

Aber... dieses Buch ist über 500 Seiten lang. Und spätestens ab den ersten 200 Seiten habe ich mich nur noch durchgequält. Der Humor wurde too much, es war nicht mehr witzig, sondern nur noch nervig. Der Spannungsaufbau sackte stark ab und es zog sich teilweise extrem in die Länge. Ich habe es zu Ende gelesen, weil ich die ganze Zeit gehofft habe, es kriegt nochmal die Kurve, aber leider war dem nicht so.
Profile Image for Nouvel Diamant.
543 reviews14 followers
Read
July 26, 2021
Ich fand das Buch nicht so doll - viel zu lange und die Handlung hüpft von Kapitelgruppe zu Kapitelgruppe.

Auf den Seiten 293 & 294 fanden sich noch recht interessante Gedanken, u.a.:
"Ich glaube bis heute, dass man, wenn es um den sogenannten Sinn des Lebens geht, zwei Optionen hat: Man kann, solange man existiert, darüber nachdenken, ohne zu einem Ergebnis zu kommen - oder man kann überhaupt nicht darüber nachdenken, wobei man ebenfalls zu keinem Ergebnis kommt." Aber dies hat eigentlich inhaltlich nichts mit dem Buch zu tun...
30 reviews
July 17, 2022
Für mich ein Buch mit Höhen und Tiefen. Insgesamt habe ich es ganz gerne gelesen, die philosophischen Überlegungen zur Gerechtigkeit fand ich wirklich nachdenkenswert. In der zweiten Hälfte gab es einige Längen und das Ende hat mich verwirrt.
Profile Image for Simon Schlaud.
31 reviews
April 11, 2023
starke 4 aber, kann kritik auf goodreads zu teilen nachvollziehen, zweiter teil zieht sich etwas aber trotzdem sehr unterhaltsam und hab mich selten so sehr über ein ende gefreut
Displaying 1 - 10 of 11 reviews

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