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Magdalena the Sinner

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Written with pace, humor and startling literary allusion, Lilian Faschinger's novel is the story of the sensual Magdalena, who, disguised in a nun's habit, kidnaps a priest at gunpoint and drives him in the sidecar of her Puch motorbike to a remote forest clearing where she ties him to a tree. What she is about to confess to him is profoundly All Magdalena wanted was to find true love. What she found instead was a string of lovers who each made the fatal mistake of disappointing her. From a Latin dance instructor who uses a metronome to help him keep his rhythm in bed to a Ukrainian who plays mental chess games at the gravesite of former grandmaster Alexander Alekhine, Magdalena's men all lost their lives when they no longer satisfied her; perishing by her hand through poison, drowning and incineration. A head-on collision between Church and sex, Magdalena the Sinner interweaves highly charged erotica with modern views on Catholicism, feminism and the tensions between men and women.

320 pages, Hardcover

First published January 1, 1995

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About the author

Lilian Faschinger

13 books5 followers
Lilian Faschinger (born April 29, 1950 in Tschöran, Carinthia) is an Austrian novelist, short story writer, poet, and literary translator.

Faschinger studied literature, history, and English at the University of Graz, earning a doctorate in English literature. Her first novel Die neue Scheherazade (The New Scheherazade) attracted considerable critical recognition when it appeared in 1986. Her second novel, Lustspiel appeared in 1989, followed by two collec­tions of short stories (Frau mit drei Flugzeugen (Woman with Three Airplanes) in 1993 and Sprünge in 1994. Her most recent novels are Magdalena Sünderin (Magdalena the Sinner, 1995) and Wiener Passion (Viennese Passion, 1999). She won international recognition with her novel, Magdalena Sünderin, (1995), which was translated into 17 languages. Her fiction includes critique of Austrian society and customs from a woman’s perspective.

In addition to fiction, Faschinger has also written and published poetry. Her translations of Gertrude Stein, Paul Bowles, and others have also earned critical acclaim.[1]

Faschinger lives in Vienna.

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14 (9%)
1 star
5 (3%)
Displaying 1 - 15 of 15 reviews
Profile Image for Alexandra .
936 reviews382 followers
August 8, 2011
Eine siebenfache Männermörderin entführt einen katholischen Priester direkt aus seiner Messe, um dem gefesselten und geknebelten Gottesmann ihre Lebensbeichte abzulegen. Eine herrlich subversive, boshafte, gewaltätige Abrechnung mit der österreichischen Kultur, der Familie, jedem einzelnen der Opfer im speziellen und der Männergesellschaft im allgemeinen. Kurios inzeniert wie ein Road Movie quer durch Europa - erinnert mich ein bisserl an Kill Bill, aber von einer Frau erzählt, denn die Morde sind nicht von Rache getragen, sondern durch persönliche Abgrenzung motiviert. Magdalena kann nicht nein sagen und stolpert, sobald es ihr zuviel wird, fast zwangsläufig von einem Tötungsdelikt zum anderen.

Grandios!!!! Könnt aber sein, dass dieser Roman Frauen besser gefällt.

Nachtrag: Ich nehme den letzten Satz zurück - mein Mann war total begeistert
Author 6 books260 followers
October 17, 2022
"Are you, like the rest of the world, hung up on the good, the true, and the beautiful?"

I was a little unsure about this one at first, but then when I realized that Faschinger, who is Austrian, was making a bold and welcome attempt at channeling Thomas Bernhard and his bizarre, run-on style, I immediately warmed to the thing.
At least, that's my guess. The entire narrative is a young woman's confession to the Catholic priest she kidnapped at gunpoint, detailing the seven murders of her seven lovers. There is a nice kind of raw, savage sensuality to the book that Bernhard always lacked, and Faschinger imbues her two characters with singular, unwavering trajectories, though I wouldn't go so far to say it is predictable at all. In fact, in Bernhardian style, one is never quite sure what is going when, especially when the vampires show up!
Profile Image for Gavin Armour.
659 reviews134 followers
July 13, 2016
Die Wiener Autorin Lilian Faschinger widmet sich in ihren Romanen fast immer extremen Frauenschicksalen; Frauen, die aus der engen Umklammerung eines konservativen katholisch-patriarchalen Umfeldes zu entkommen trachten; Frauen, die sich dem Zugriff von Männern zu erwehren suchen, welche meinen, Anrechte auf, Verfügungsgewalt über sie zu haben. Mal geschieht dies mit mehr, mal mit weniger Humor, eine gewisse Wiener Morbidität allerdings schimmert immer durch ihr Schreiben hindurch. So sind ihre Romane meist unterhaltsam und zügig zu lesen, auch wenn sie sich keineswegs einer einfachen Sprache befleißigen. Atemlos folgt man diesen sich in immer radikalere Bereiche hineinwindenden Berichten aus den beschädigten Leben. Und immer spürt man bei aller Unterhaltung, die einem geboten wird, sehr wohl die Dringlichkeit, die dies besitzt.

MAGDALENA SÜNDERIN steht exemplarisch für die Kunst der Autorin. Ihr vielleicht erfolgreichster Roman, in mehrere Sprachen übersetzt, berichtet uns in einer literarischen Volte mit zwei Ich-Erzählern von Magdalena, die mitten aus dem Ostergottesdienst heraus einen Priester entführt, verschleppt, auf einer abgelegenen Lichtung an einen Baum fesselt und so zwingt, ihrer Beichte zu lauschen. Berichtet wird uns dieser Handlungsrahmen von dem gefesselten und geknebelten Priester, der sich zunächst ausgeliefert fühlt, im Laufe von zweieinhalb Tagen jedoch nicht nur zusehends Empathie für diese Frau empfindet, sondern von derer schieren Lebensfreude, welche stark erotisch gefärbt ist, derart angesteckt wird, daß er auf höchst unkeusche Gedanken kommt. Den Großteil der Erzählung jedoch bestreitet Magdalena, die davon berichtet, wie sie aus dem Elternhaus flieht, wo ihr die Eltern wie die älteren Schwestern bereits einen Lebensentwurf als Karmeliterin zurecht gebastelt haben. Mit einem alten Seitenwagen-Motorrad macht sie sich auf gen Süden. Von dort beginnt schließlich eine Odyssee durch Europa, die sie nach Paris, nach England, nach Deutschland und schließlich wieder zurück nach Österreich führen wird. Motivation sind immer Männer. Und all diese Männer müssen leider ihr Leben lassen, weil sie Magdalena zu nah kommen oder sich zu weit entfernen, wenn sie sie braucht, weil die sie schlecht behandeln, Forderungen an sie stellen und alle, alle, alle nicht in der Lage sind, zu halten, was sie versprochen haben, bzw. was die Berührung ihrer Hände, was ihre Küsse, was ihre physische Nähe versprochen haben.

Der Klappentext will etwas wissen von einer modernen Scheherazade, eine Anspielung auf eine anderen Roman der Autorin, doch sollte man vorsichtig sein mit den Vergleichen. Wenn, dann ähnelt dies eher einer modernen, weiblichen Form des Blaubart-Motivs. Diese Frau fürchtet sich nicht, sie scheut sich nicht, zu sagen, was ist. Und es ist IHRE Lust, um die es geht, es ist IHR Leben, aus dem sie berichtet und auf das immer Männer oder aber die patriarchale Struktur der Kirche und der Familie Einfluß nehmen wollen. Es sind auch diese Institutionen, denen die Sünderin zu entkommen versucht. Dabei ist sie nicht männerfeindlich, alles andere als das. Im Gegenteil sind es Männer, die sie immer wieder vergöttert, vergöttern will und die sie allein wegen dieser Vergötterung natürlich nur enttäuschen können. Die Zwangsläufigkeit, mit der Faschinger diesen Reigen darstellt, ist dabei ebenso einleuchtend wie erschreckend. Und zutiefst amüsant. Fast jedem ihrer Gespielen erzählt Magdalena davon, wie es dessen Vorgängern ergangen ist und ein jeder ist sich sicher, daß ihn dies Schicksal nicht ereilen wird. Und fast alle irren. Faschinger stellt männliche Hybris nicht einfach aus, sie zerrt sie gnadenlos in eine Art Rampenlicht, beschienen vom Scheinwerfer der Liebe Magdalenas. Dem Leser werden eine ganze Reihe männlicher Eigenarten und Eigenheiten vorgeführt und DER Leser fühlt sich dabei ein ums andere Mal ertappt.

Doch sollte man diesen Roman – erschienen im Jahr 1995 – nicht einfach der feministischen Literatur zuordnen und dann meinen, ihm gerecht geworden zu sein. Das sollte man mit feministischer Literatur sowieso niemals tun, doch hat man es hier durchaus noch mit einer ganz anderen Variante zu tun, denn Faschinger läßt ihre Geschlechtsgenossinnen nicht so leicht davonkommen. Denn mit jeder Seite, die man lesend umblättert, fragt man sich schon, wieso diese Frau, Magdalena, sich bei all ihren Erlebnissen, den teils durchaus wenig lustigen Erfahrungen, die auch Gewalt einschließen, immer wieder geradezu auf Männer einlassen muß, als seien die ihr Elixier, ihr eigentlicher Lebensinhalt. Weder erscheint uns hier je ein Anflug homosexueller Leidenschaft, noch scheint diese Frau ein wesentliches Bedürfnis nach Freundschaft zu haben. Und so zeigt die Autorin den Geschlechterkampf als ein Ringen, bei dem sich die KontrahentInnen geradezu ineinander verkeilen. Vampirartig saugen sich die Geschlechter gegenseitig aus und es bedarf schon großer Anstrengung, schmerzhafter Reflexion und – vielleicht – echter, tief empfundener Liebe, um sich aus einem Kreislauf zu befreien, der schlußendlich nur Verlierer kennen kann.

Und während wir dem allen folgen, diesen teils immer unglaublicheren Geschichten folgen, desto mehr begreifen wir, daß hier möglicherweise jemand auch nur erzählt, um des Erzählens Willen. Aber ob nun Wahrheit oder Erfindung - eine gute Geschichte, eine gut erzählte Geschichte ist manchmal mehr wert als jedwede Authentizität. Faschingers Magdalena rächt sich also erzählend an den Männern allgemein, an der Familie als männlich geprägter Institution im Besonderen und an einem Kirchenmann ganz besonders, indem sie diesen subversiv verführt, mit Gesten, mit Sprache und den Bildern, die ihre Sprache zwangsläufig evoziert. Am Anfang war das Wort…

Wie bereits angemerkt, wurde der Text bereits Mitte der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts geschrieben und dementsprechend mag einiges des Beschriebenen im Jahr2015 selbst in Österreich nicht mehr ganz so im Argen liegen, dennoch hat der Roman an Bedeutung und auch Relevanz nicht wirklich eingebüßt. Faschinger schreibt elegant, manchmal erinnert ihre Sprache an die Schimpfereien eines Thomas Bernhard, manchmal an die Abgründe einer Elfriede Jelinek. Doch anders als die Genannten, liegt Faschinger nicht so viel daran, den Leser verstört oder beleidigt zurück zu lassen. Sie unterhält ihn und agitiert dabei ausgesprochen suggestiv. Dabei scheut sie sich auch nicht, in entscheidenden Momenten die Ebene des Realen zu verlassen oder aber vollends ins Apologetische zu wechseln. Man fühlt sich wohl in diesem Text und merkt erst sehr, sehr spät, wie gefährlich er ist. Große Literatur.
Profile Image for Fiona McLaughlin.
94 reviews4 followers
October 2, 2024
Loved it. I found this hidden gem at a used book store right after I had given up my search and this beauty revealed itself. An Austrian murderess riding her motorcycle through Europe, recounting her failed love affairs and confessing her sins to the priest she publicly and theatrically kidnapped. Delicious.
Profile Image for Eva.
1,233 reviews30 followers
January 28, 2023
A strawberry blonde beauty in a leather suit kidnaps a priest, takes him away in her sidecar motorcycle, ties him to a tree on a secluded meadow and over the course of a few days proceeds to tell him her life story which includes the confession of the seven murders of her seven ex-lovers. Oh, and she's called Magdalena. While the murders teeter from justified to revenge-fueled, we - and the priest - learn to love Magdalena. She's escaping suffocation - by family, provinciality, Austria - and rides her motorcycle all across Europe on the search for adventure and connection. While her relationships start out fulfilling, they all quickly take a turn, with her lovers exhibiting different shortcomings that are variations of men's expectation for women to be domestic and demure.

Not as pulp as that description might make it appear, but rather a covertly mischievous tale, occasionally wordy yet never boring, with very entertaining biting takedowns of Catholicism and the patriarchy.

Hard not to visualize Magdalena as Marianne Faithfull in The Girl on a Motorcycle.
Profile Image for Julia.
57 reviews
October 20, 2025
Der schwülstige, hochgestochene, wichtigtuerische, langatmige, hypotaktische Stil hat mich sehr an "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann erinnert, auch inhaltlich sind sich die beiden Werke wenigstens im Bezug auf das Reisen und das ständige in neue Rollen schlüpfen und Verkleiden ähnlich. Hier ein Beispiel aus Felix Krull: "Meine Hände, auf die ich frühe achthatte, waren, ohne überschmal zu sein, angenehm im Charakter, niemals schweißig, sondern mäßig warm, trokken, mit geschmackvoll geformten Fingernägeln versehen und sich selbst ein Wohlgefallen; und meine Stimme hatte, schon bevor ich sie wechselte, etwas Schmeichelhaftes für das Ohr, so daß ich sie, wenn ich allein war, gern in glücklichen, gebärdenreichen, übrigens sinnlos kauderwelschen und nur täuschend
angedeuteten Plaudereien mit meinem unsichtbaren Gouverneur erklingen ließ." Dem gegenüber steht diese Passage aus Magdalena Sünderin: "Ich drücke auf PLAY und atme jedesmal auf, wenn ich höre, wie ich mit angenehm klingender Stimme Klares und Zusammenhängendes, gelegentlich sogar Scharfsinniges und Geistreiches von mir gebe."
Profile Image for Roberto.
384 reviews43 followers
August 25, 2017
Lilian o Liala-topo-di-biblioteca?

Non è che tecnicamente non sappia scrivere. Ma 'scrivere' forse non vuol dire riempirci di dettagli enciclopedici su tutto (ma proprio tutto) e fuori contesto, non vuol dire superficialità sulla conoscenza del mondo e dell'animo umano e provincialismo dalle montagne austriache, non può voler dire presentare come plausibili episodi al limite del ridicolo (tipo una pagina e mezza di complesse argomentazioni strillate da un finestrino di una macchina all'inseguimento di un sidecar su una strada di montagna) e far finta che sia divertente.

'Scrivere' è un'altra cosa, e anche scegliere cosa pubblicare e cosa no dovrebbe esserlo.
Profile Image for Liz Polding.
354 reviews12 followers
October 18, 2015
Hmmm. I think this one has been rather overstated. To be fair, I read a proof copy from a small print run, so it may have had the editing that it badly needed (repetition, repetition, repetition!) in the 'real' edition. I really hope so. Magdalena has, to her name, one motorbike and sidecar, one piece of underwear, which spends most of its time in a priest's mouth as a gag, a nun's habit and a leather jumpsuit. She moves through Europe, bumping off her boyfriends for various reasons when they betray her. She's confessing, at length, to a rather misogynistic priest with a thing about his sister. No absolution. Why? Because she isn't sorry. Everything is justified. The style may come off better in German, but the lengthy, breathless passages about what would have happened would be annoying in any language. Interesting, and I'm glad I read it, but the hyperbole is not justified. Often the case.
Profile Image for Joelle Burnette.
Author 4 books1 follower
September 5, 2013
Combine a black-widow dater, the kidnapping of a priest and Lilian Faschinger, and you've got a fabulous read.

I read this book years ago after seeing a staff member's recommendation at a bookstore. Once I started reading and following along the protagonist's journey, I couldn't put the book down. And when I did finish, I ran back to the bookstore asking for more. At the time, there were no others. That sad news left me disappointed and craving for the time when Faschinger would write more books.

Unfortunately, while I would like to read her other works, they are written in German. Huge bummer. Other than some Yiddish, the closest thing I have to speaking German is one phrase a friend taught me. Magdalena happened to have been translated.

So, if you can find a copy, I highly recommend this book.
Profile Image for Eva Stadler.
12 reviews2 followers
July 31, 2011
Es dauert etwa 50 Seiten lang, sich an den Schreibstil Lilian Faschingers zu gewöhnen, der etwas zu "bemüht" wirkt. Der Roman ist aber durchaus spannend und weiterzuempfehlen.
Profile Image for Lucinda.
4 reviews
June 22, 2015
A slow start while I got accustomed to the style. Then appreciated a crazy read of 'high' tales reflecting on 'a Woman's Lot' through the medium of a young woman who leads a hapless & aimless life.
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