Sommer genießen, Lieblingsort Die perfekte Urlaubslektüre unterm Sonnenschirm zum Wohlfühlen und Wegträumen, für Kinder ab 10
Irgendwo weit draußen, wie ein Klecks im Meer, liegt Solupp. Die 12-jährige Mari wäre jetzt viel lieber im Fußballcamp als auf dieser winzigen Insel und auch Kurt und der kleine Bela sind alles andere als begeistert. Aber dann erfahren die Geschwister von einem sagenumwobenen Schatz und schon stecken sie mittendrin im schönsten Abenteuer, das man sich vorstellen kann.
In besonderer Ausstattung, mit Halbleinen und Lesebändchen. Mehr Inselabenteuer aus Die Bände der Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden.
Annika Scheffel, 1983 in Hannover geboren, ist Prosa- und Drehbuchautorin. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar 2013 und dem Robert Gernhardt Preis 2015. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.
Das war ein richtig schönes Sommerabenteuerbuch! Drei Geschwister und ihre Eltern verbringen die Sommerferien auf einer kleinen Insel. Der Vater, der schwer krank war, soll sich hier erholen. Die Kinder sind von dieser Insel, die ziemlich klein und langweilig zu sein scheint, wenig begeistert, aber dann finden sie neue Freunde, begeben sich auf Schatzsuche und lösen ein Rätsel. Das hat richtig Spaß gemacht und war ein echtes Wohlfühlbuch! Es war schön zu lesen, wie die ganze Familie wieder zueinandergefunden hat und welche Abenteuer die drei Kinder dabei erlebt haben!
Ein nostalgisch-sommerlich wirkender Halbleinenband mit drei Kindern, Hund, Leuchtturm und Schwedenhäusern auf dem Cover verspricht eine traumhafte Feriengeschichte.
Durch die schwere Krankheit von Vater Tom hat Familie Fröhlich eine sehr traurige Phase hinter sich. Mari, das mittlere ihrer drei Kinder, ist noch immer wütend auf alles und jeden, der ältere Sohn Kurt hat sich wortlos in seinen Hoodie und seine Brüllmusik zurückgezogen, findet Mari. Als sie um das Leben ihres Vaters bangen mussten, waren die Kinder sich sehr nahe und hätten ohneeinander die schwere Zeit nicht überstanden. Als Mutter Paula verkündet, sie würden die gesamten Ferien gemeinsam auf der winzigen Insel Solupp verbringen, mag Mari kaum glauben, dass ihre pflichtbewusste Mutter ihre Arztpraxis so lange einer Vertretung überlassen wird. Noch niemals waren sie gemeinsam 6 Wochen verreist! Gerade Paula braucht offenbar Abstand von der Welt der drängelnden Telefone. Auf Solupp mit seiner Handvoll Einwohner muss sie sich wenigstens nicht um das schwache Immunsystem ihres schwerkranken Mannes sorgen.
Früher lebten Walfänger auf der Insel und noch heute muss man zum Telefonieren erst mit dem Fährboot aufs Festland. Der 14-jährige Joon, mit weißen Haaren im Vampir-Style und offenbar die gute Laune in Person, begrüßt die Fröhlichs am Fähranleger und transportiert ihr Gepäck mit der Ponykutsche zum „Heckenrosenhaus“. Jemand - oder das Haus - scheint seine Besucher bereits gut zu kennen. Auf Mari wartet das Kapitänszimmer mit Wandgemälde eines Meerjungen, aus dessen Fenstern man früher in vier Himmelsrichtungen Ausschau halten konnte nach den Männern auf See. Kurt bekommt - passend - das Grufti-Zimmer mit schwarzer Bettwäsche und Paul wird für die Familie kochen. Das Geheimnis des Meerjungen löst sich schon bald. Aber warum der Leuchtturm stillliegt und was das kratzig klingende Wort Keilkliff bedeutet, daran haben die Kinder und ihre Freunde von der Insel die gesamten Ferien hindurch zu knacken. Als die Tage kürzer werden und die verbleibende Ferienzeit immer schneller schrumpft, hat die Insel auf ihre Besucher wie der Zaubertrank einer guten Fee gewirkt. Bela überwindet seine Angst vor dem riesigen Hund Feinur, Paula lernt ihre Sorgen und ihr Pflichtgefühl loszulassen, Mari entdeckt ihr Talent zum Reiten, obwohl sie nie ein Pferdemädchen war, und Kurt wird seine Ängste zunächst entdecken und schließlich überwinden. Die Insel und ihre Geheimnisse haben die Kinder aus ihren Einzelkokons herausgeholt und sie als Geschwister neu zusammengeschweißt. Da am versöhnlichen Ende der Geschichte nicht alle Geheimnisse vollständig geklärt sind, bleibt Figuren und Lesern die Hoffnung, dass dies nicht der letzte Sommer der Fröhlichs auf Solupp war.
Die jugendliche Zielgruppe wird vom Fokus auf die circa 12-jährige Mari und von den Geheimnissen der ehemaligen Walfänger-Insel sofort eingefangen. Natürlich müssen auch in diesem Jugendbuch die Helden ausreichend Zeit ohne Erwachsene verbringen, um aus eigener Kraft Schätze zu finden und Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Erwachsenen Lesern/Vorlesern bietet Annika Scheffels berührendes Inselabenteuer eine weitere Ebene, um über Trauer und Verluste nachzusinnen und darüber, was ein Schatz ist – Gold und Edelsteine waren hier sicher nicht damit gemeint.
Ein zauberhaftes Buch, das gefüllt ist mit Fantasie, Wärme und Abenteuern.
Für die Ferien bucht Maris Mutter ein Ferienhaus auf der Insel Solupp, die so klein ist, dass sie auf keiner Landkarte zu finden ist. Mari findet die Idee, dort 6 Wochen zu verbringen, gar nicht gut. Auch ihr älterer Bruder Kurt, der sich nur noch hinter lauter Musik und Büchern versteckt, und ihr jüngerer Bruder sind nicht begeistert. Hinter der Familie liegt ein schweres Jahr, der Vater erholt sich von einer Krebserkrankung und ist nicht mehr derselbe. Die Zeit auf der Insel wird ihnen allen helfen, wieder zueinander zu finden. Ein Sommer voll Abenteuer, einer Schatzsuche und neuen Freundschaften liegt vor Mari und ihrer Familie. „Sommer auf Solupp“ ist ein Wohlfühlbuch, dabei nie langweilig, einfühlsam und durchgängig spannend. Die Sprache im Buch ist wunderschön, es gibt wundertolle Wortkreationen. Dazu gibt es die perfekte Insel, Ponys, einen Leuchtturm, Eis und Waffeln, Freiheit, die Dunkelstunden, ein trauriges Wort, einen Meerjungen (der gar keiner ist), das Heckenrosenhaus, und und und.
Sieht das Cover nicht wunderhübsch aus? Also um mich war es sofort geschehen, als ich es das erste Mal sah. Ich liebe diese sommerliche Stimmung, die es verströmt! Und irgendwie hat es mich sofort an die Werke Astrid Lindgrens denken lassen. Findet ihr nicht auch, dass die Gestaltung ein tolles Schweden-Feeling ausstrahlt? Da ich ein riesengroßer Astrid Lindgren-Fan bin und ich „Sommer auf Solupp“ förmlich „Lies mich!“ nach mir rufen hörte, zögerte ich keine Sekunde lang und ließ das Buch nur zu gerne bei mir einziehen.
Eigentlich wollte die 12-jährige Mari in den Sommerferien ins Fußballcamp, ihr kleiner Bruder Bela in den Ferienpark und ihr großer Teenagerbruder Kurt wollte einfach nur seine Ruhe haben und sich in seinem Zimmer verkriechen. Es soll dann aber ganz anders kommen. Die Familie Fröhlich wird Urlaub auf der kleinen Insel Solupp machen, wo es keine Autos gibt, kein Handyempfang, wo es friedlich und idyllisch ist und wilde Ponys und kauzige Inselbewohner ihr Unwesen treiben. Maris Begeisterung, sechs lange Wochen Zeit auf dieser abgelegen Insel verbringen zu müssen, hat sich zunächst sehr in Grenzen gehalten. Dies wird sich jedoch sehr schnell ändern. Ihr Aufenthalt auf Solupp wird Mari und ihrer Familie eine unvergessliche und wunderschöne Zeit bescheren. Eine Zeit voller Abenteuer, Geheimnisse, Veränderungen und neuer Freundschaften.
Hach, war das schön. Gerade eben habe ich das neue Kinderbuch von der Annika Scheffel beendet und gedanklich befinde ich immer noch auf dieser himmlichen Sehnsuchtsinsel, die sich Solupp nennt. Ich glaube, ich werde mich vor allem in den nächsten Tagen noch öfters zurück an dieses idyllische Fleckchen Erde träumen, wo alles so schön ruhig und friedlich ist, man immerzu dem Rauschen der Wellen und Kreischen der Möwen lauschen kann und man neben der salzigen Meeresluft auch öfters den Geruch von frischgebackenen, leckeren Zimtbrötchen in der Nase hat. In meinen Augen ist Annika Scheffel mit „Sommer auf Solupp“ ein wundervoller Kinderroman geglückt, mit welchem sie mich von Anfang bis Ende vollkommen verzaubern konnte. Mir hat das Buch genau das beschert, was ich mir erhofft habe: Eine spannende und sehr warmherzige Ferien-Familiengeschichte voller Sommerglück, Abenteuer, Rätsel und Wunder.
Ich wusste schon nach wenigen Seiten, dass ich „Sommer auf Solupp“ lieben werde. Von der feinfühligen Erzählweise war ich sofort ganz angetan und die 12-jährige Mari, aus deren Sicht wir alles in der dritten Person erfahren, war mir auf Anhieb sympathisch. Mit ihr hat die Autorin eine großartige Hauptprotagonistin ausgearbeitet. Mari ist liebenswert, mutig und aufgeweckt und wirkt stets absolut authentisch.
Auch ihre Familie, bestehend aus Mama Paula, Papa Tom und ihren beiden Brüdern Kurt und Bela, mochte ich vom ersten Moment an unglaublich gerne. Mit den Fröhlichs hat sich die Annika Scheffel eine bezaubernde Familie ausgedacht, die man als Leser*innen einfach sofort lieben muss. Mein heimlicher Star der Familie Fröhlich ist Kurt, der älteste Sprössling. Kurt wird im Verlauf der Geschichte eine bewundernswerte Entwicklung durchmachen, die mir richtig das Herz erwärmt hat. Bela, das Nesthäkchen, hat mir aber auch ständig ein breites Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Der Kleine ist einfach nur zuckersüß und versteht mit seinen jungen sechs Jahren viel mehr als man denken mag.
Mit den Bewohnern der Insel Solupp hat Annika Scheffel ebenfalls sehr lebensnahe und teils herrlich verschrobene Figuren erschaffen, die man augenblicklich ins Herz schließen muss. Sie besitzen einfach allesamt so hinreißende Eigenarten und strömen so etwas Fröhliches und Herzliches aus. Der liebenswürdige Joon, die einmalige Jolka (die so umwerfend gut backen kann, schmatz), die pfiffige Ema...Es ist einfach nur die reinste Freude, Zeit mit ihnen allen zu verbringen.
Genauso schaut es mit dem Setting aus. Mit der winzigen Insel Solupp schenkt uns die Autorin einen Ort, von dem man am liebsten gar nicht mehr weg möchte, auch wir als Leser*innen nicht. Die Landschaft, die Natur, der Leuchtturm, das außergewöhnliche Heckenrosenhaus...Dank der bildhaften und stimmungsvollen Beschreibungen ihrer Traumkulisse lässt Annika Scheffel ein wahres Kopfkino in uns Leser*innen entstehen und schafft zudem eine wunderbare, sommerliche Wohlfühlatmosphäre. Man meint das Branden der Wellen beim Lesen geradezu hören, das sonnenwarme Gras buchstäblich unter den Füßen spüren und das Salz der Seeluft regelrecht auf den Lippen schmecken zu können.
Was uns Solupp auch noch beschert: Abenteuer-Feeling pur! Man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da man so gebannt und gefesselt von den spannenden Ereignissen ist, die Mari und Co. auf Solupp erleben werden. Ich muss sagen, dass mich die Geschichte stellenweise sogar ein kleines bisschen an die Fünf Fünf-Serie von Enid Blyton erinnert hat: Eine Truppe an abenteuerlustigen Kindern, die auf lauter rätselhafte Dinge stoßen und sich schließlich sogar noch auf eine aufregende Schatzsuche begeben – also, so wirklich mit den Fünf Freunden kann man „Sommer auf Solupp“ natürlich nicht vergleichen, da die Handlungen schon sehr verschieden sind. Aber irgendwie haben die Erlebnisse von Mari und Co. mein fünffreundeverzücktes Herz dennoch ab und an ein wenig höher schlagen lassen.
„Sommer auf Solupp“ ist allerdings nicht nur ein Sommerferienschmöker voller Spaß und Spannung – das Buch enthält auch eine tiefsinnige und sehr einfühlsam erzählte Familiengeschichte. Durch die schwere Erkrankung des Vaters haben die Fröhlichs viel durchmachen müssen und obwohl es Papa Tom inzwischen wieder deutlich besser geht, läuft in der Familie nach wie vor nicht alles rund. Die Mutter arbeitet zu viel, Kurt hat sich von allen zurückgezogen und lebt in seiner eigenen Welt und Mari kommt nur schwer damit klar, dass sich ihr großer Bruder so sehr verändert hat. All das beschreibt die Autorin mit ganz viel Feingefühl und Leichtigkeit, sodass die Handlung niemals zu schwer wird und jederzeit altersgerecht bleibt. Also ich finde, dass Annika Scheffel diese Balance aus unbeschwerten, heiteren Wohlfühlmomenten und berührenden und zum Nachdenken anregenden Themen hervorragend gelungen ist.
Vom Verlag wird das Buch ab 10 Jahren empfohlen und dem schließe ich mich an. Dank des flüssigen Schreibstils, den kurzen Kapitel und der angenehm großen Schrift sollten 10-jährige Kinder keine Probleme mit dem Selberlesen haben. Zum Vorlesen ist „Sommer auf Solupp“ meiner Ansicht nach sogar schon für etwas jüngere Kids geeignet. Mädchen und Jungen ab etwa 8 Jahren sollten der Handlung sehr gut folgen können.
Ich hoffe nun sehr, dass es noch ein Wiedersehen mit den Fröhlichs und den Bewohnern von Solupp geben wird. Die Geschichte endet zwar sehr abgeschlossen, Potenzial für einen Folgeband ist aber zweifellos vorhanden. Herbst oder Weihnachten auf Solupp – darüber würde ich mich riesig freuen! Vor allem Solupp im Winter stelle ich mir traumhaft vor. Na, lassen wir uns überraschen, ob uns die Annika Scheffel noch ein weiteres Mal auf diese besondere kleine Insel mitnehmen wird.
Fazit: Ein wunderschönes Wohlfühlbuch, das einfach nur glücklich macht. Annika Scheffel hat mit „Sommer auf Solupp“ einen zauberhaften Kinderroman ab 10 Jahren geschrieben, welchen ich jedem, egal ob Jung oder Alt, nur ans Herz legen kann! Die Geschichte enthält eine rundum gelungene Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang und ist die perfekte Lektüre für den Sommer. Sie lädt durchweg zum Träumen und Mitfiebern ein und steckt voller Abenteuer, Geheimnisse, Überraschungen und guter Ferienlaune. Ich habe mich sofort pudelwohl zwischen den Buchdeckeln gefühlt und eine unvergessliche Zeit auf Solupp verbracht. Über eine Rückkehr auf diese einzigartige Insel würde ich mich unheimlich freuen! Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen!
Was für ein wunderbar abenteuerliches Buch! Aus vermeintlich langweiligen Sommerferien auf einer fernen Insel wird für die ganze Familie Fröhlich die schönste Zeit seit langem. Sommer auf Solupp erzählt eine fabelhafte Geschichte, wie sie nur der Fantasie von Kindern entspringen kann und kommt dabei doch ganz ohne Zauberei aus.
„Verrückt, denkt Mari, dass man, um sich nicht mehr einsam zu fühlen, anscheinend zum abgelegensten Ort der Welt reisen muss.“
Eigentlich hat Mari sich sehr darauf gefreut, im Sommer auf ein Fußballcamp zu fahren. Nach Papas schwerer, überstandener Krankheit will sie einfach nur Spaß haben. Doch dann bucht Mama für die ganzen Ferien Urlaub auf der abgelegensten Insel der Welt, Solupp. Verständlicherweise ist Mari erst einmal wütend und hat gar keine Lust auf diese langweilige Insel. Doch dann ist alles ganz anders. Solupp ist voller Geheimnisse und Wunder und ehe sie sie sich versieht, steckt Mari mittendrin, im aufregendsten Sommer ihres Lebens mit Ponys, Meer, neuen Freunden und ganz viel Abenteuer, sogar einem Schatz.
Annika Scheffel schildert das Geschehen aus Maris Sicht in Maris ganz eigener Sprache mit Gefühl, Tiefsinn und Humor. Sie schreibt definitiv „schön“ und besonders, wobei manche ihrer Sätze eine Herausforderung darstellen. Sie enthalten viele Aufzählungen, sind so verschachtelt und lang, dass es für mich nicht immer einfach war, den Überblick zu behalten und sie flüssig vorzulesen. Vielleicht ist Mari aber manchmal auch innerlich so aufgewühlt, dass alles gleichzeitig aus ihr herausplatzt und sie dabei selbst den roten Faden verliert. Stimmig ist der Schreibstil auf alle Fälle. Die Autorin formuliert oft wunderbare, beeindruckend treffende und durchaus witzige Sätze wie „Wenn Joon die Glühbirne gerade erfunden hat, dann sieht Kurt aus wie der Oberkerzenhersteller, der kurz vor dem Bankrott steht.“ Ein wenig kommt mir das Buch aufgrund der Sprache wie eine Schatzkiste vor, mit vielen wertvollen Perlen, die unter den Schachtelsätzen verborgen sind. Ich empfehle es Lesern ab zehn Jahren.
Das idyllische Cover weckt bei den Lesern Erwartungen, die zunächst nicht erfüllt werden. Und auch die Fröhlichs machen ihrem Familiennamen anfangs keine Ehre. Sie scheinen bedrückt und oft traurig, denn hinter ihnen liegt eine schreckliche Zeit, in der Papa todkrank war und sich alles nur um seine Krankheit gedreht hat. Mari ist ein sensibles Mädchen, sie hatte große Angst, ihren Vater zu verlieren, ist aber auch insgeheim manchmal wütend auf ihn, dass er so schwach, verletzlich und träge ist. Sie vermisst ihren starken Vater von früher. Mari und ihre Empfindungen werden für mich sehr plausibel und nachvollziehbar dargestellt. Ebenso finde ich auch den Charakter Kurt, Maris älteren Bruder, sehr authentisch. Kurt ist während Papas Krankheit über sich hinausgewachsen, war für seine Geschwister stets der Fels in der Brandung, trägt jetzt aber nur noch schwarze Kleidung, sitzt immer in seinem Zimmer und wirkt dabei so verloren. Und dann ist da noch Bela, der jüngste der Geschwister, der mit seiner übersprudelnden Lebensfreude, seiner Phantasie, seiner Tatkraft, seinem Witz und seiner Unbeschwertheit das genaue Gegenteil von Kurt ist. Etwas von Belas Fröhlichkeit könnte auch Mama vertragen mit ihrem mechanischen „Wir-schaffen-das-Grinsen“, deren Lächeln seit der Krankheit nicht mehr die Augen erreicht und Papa sowieso, der körperlich immer noch schwach ist und keinen Elan mehr hat . Auf der Insel lernen den Fröhlichs die kontaktfreudigen, sympathischen Kinder Ema und Joon, die stets nette und gastfreundliche Jolka und weitere Figuren kennen, die ihnen die Wunder der Insel näherbringen und sie so schrittweise zurück ins Leben führen. Eigentlicher Star des Buches ist aber die Insel Solupp, die „große, inselförmige Krimskramsschublade voller Geheimnisse, Spuren vorheriger Besucher und Geschichten.“ „Die Luft hier riecht nach Sommer. Aber nicht wie der in der Stadt, nicht nach heißem Asphalt und nach brackigem Flusswasser und braunfleckigen Bananen, die Luft auf Solupp riecht nach Heckenrosen und Salzwasser und Sommersprossen und Karamelleis mit Sahne.“ Solupp gibt jedem Mitglied der Familie Fröhlich genau das, was es gerade braucht. Die Insel hat für die Fröhlichs definitiv Heilkräfte.
„Sommer auf Solupp“ ist völlig anders erwartet und gleichzeitig genauso wie erhofft. Anfangs macht es doch sehr traurig zu lesen, wie sehr die Fröhlichs unter der Krankheit des Vaters leiden. Maris Gefühle werden so eindrücklich beschrieben, dass ich sie beinahe selbst empfand. Ich hätte die Geschwister so gerne in den Arm genommen, um ihnen zu sagen, dass alles gut wird. Doch genau das hat dann Solupp erledigt. Solupp, bei dem es einem „immer mehr so vorkommt, als sei irgendwer sehr, sehr Großes einmal quer durch die Welt gestapft, hätte in jedem Land das, was ihm am besten gefällt, eingesammelt, mitgenommen und auf dieser kleinen Insel querbeet wieder ausgestreut.“ Annika Scheffel hat an den Anfang ihres Buchs ein Zitat aus Ronja Räubertochter gesetzt: „Hier stehe ich und spüre, wie der Winter aus mir herausrinnt.“ Selten hat ein Zitat so gut gepasst. Aus den Fröhlichs rinnt im Sommer auf Solupp der Winter heraus und die Leser haben das Glück, das das hautnah miterleben zu können. Solupp ist die Idylle, die sich sicher viele wünschen, die einfach da ist und so wirkt und die manche Geheimnisse auch für sich behält. Wer wollte da nicht Urlaub machen? Ich bin sicher, es gibt für jeden Menschen ein persönliches Solupp und jeder, der es noch nicht gefunden hat, sollte dieses Buch lesen.
Ganz besondere Ferien erleben Mari und ihre Familie auf Solupp, wo das Leben so leicht und selbstverständlich ist – und vielleicht auch ein bisschen magisch. Ist Solupp eine verzauberte Insel? Jedenfalls ist das Leben auf ihr so wild und frei und anders, dass auch Familie Fröhlich langsam wieder fröhlich wird und das Trauma von Papas Krankheit zu überwinden beginnt. Keiner von ihnen wollte da hin, nur Mama, die sich in den Kopf gesetzt hat, dass diese Ferien anders werden müssten. Nix Italien, nix Fußballcamp und Familienpark. Sondern eine fast schon geheime Insel, zu klein für die Landkarte, von der es nur ein einziges Foto im Internet gibt. Corni Holmes schrieb auf goodreads, das Cover erinnerte sie an Astrid Lindgren. Das tut es wohl, und ganz zu Recht. Und ebenso, wie Astrid Lindgrens Welt nicht frei ist von Kummer und Armut, ist es auch Solupp nicht. Das Trauma von Papas Krankheit begleitet uns durch die ganze Geschichte. Aber es wird eingehüllt und gelindert von Freundschaft und dem intensiven (vermutlich schwedischen) Inselsommer und all der solupper Herzlichkeit.
Ein absolut wunderbares Kinderbuch über Familie, Freundschaft und Abenteuer. Aber auch über Krankheit, Ängste, Wut und Einsamkeit. Der Vater von Mari, Kurt und Bela hat Krebs, ein ganz schlimmes Jahr liegt hinter der Familie. Kurz vor den Sommerferien bucht die Mutter der Kinder für die kompletten 6 Wochen ein Ferienhaus auf einer winzig kleinen Insel. Sie ist so klein, dass sie auf der Landkarte nicht zu sehen ist. Aber die Zeit dort wird ihnen allen helfen, wieder zu sich und zueinander zu finden, neue Freunde zu finden und auf Schatzsuche zu gehen. Es ist so schön und einfühlsam und trotzdem abenteuerlich und spannend geschrieben, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte.
Mit dem Eintritt in diese Buchseiten gelangt man unmittelbar und leicht in einen herrlich maritimen Sommerurlaubsgenuss mit ein wenig 5-Freunde-Feeling nach Enyd-Blyton-Tradition und doch einem sehr eigenem wohligen literarischen Stil. Eintauchen, entspannen und ein sehr liebenswertes winziges Solupp entdecken, das seine eigenen Rätsel endlich aufgedeckt wissen will. Eine Familiengeschichte, die auch darüber erzählt, wie nach einer gemeinsamen schweren Zeit die Leichtigkeit wiedergefunden werden darf. Dies ist gewiss keine originelle Geschichte, dafür aber atmosphärisch, heimelig zum Wohlfühlen.
Solupp ist ein Ort der alles möglich macht. Einer, an dem unmögliche Dinge passieren, die man nicht hinterfragt, weil man nicht muss und weil man nicht will. Das Buch ist wie eine Zuflucht ist eine Welt der Fantasie, die irgendwie unperfekt perfekt ist. Die Geschichte behält Geheimnisse für sich. Und das ist auch gut so.
Eine richtig Grossartige Geschichte und zwar nicht nur für den Sommer. Abenteuer, Familie, Geheimnisse und jene Magie, die man an warmen Sommerabenden spürt, dieses Buch hat sie alle, sowie einen schönen Portion Freundschaft. Sehr empfehlenswert!!!!
Rezension „Sommer auf Solupp: | Ein Kinderbuch voller Sonne, Spaß und spannender Abenteuer“ von Annika Scheffel
Meinung
Die kalte Jahreszeit weicht, der Winter macht Platz für die ersten zarten Anzeichen des Frühlings. Warme Sonnenstrahlen erhellen die Tage und geben den Pflanzen alles, um sich zu entfalten. Auch die Herzen der Menschen werden heller. Die perfekte Zeit, um auch in einem Buch in den Sommer zu starten. „Sommer auf Solupp“ versprach mit seinem traumhaft schönen Cover Abenteuer und Spaß.
Ich würde sagen, Annika Scheffel ist es gelungen, das Feeling, die Atmosphäre und den Flair dieser Jahreszeit in die heimischen vier Wände zu holen. Eine wundervolle, leichte Wohlfühl Lektüre, zum entspannen und Kopf ausschalten. Aber das ist längst nicht alles. Denn Annika Scheffel bescherte mir ein Buch, was meine Erwartungen bei weitem übertraf. Damit hatte ich nicht gerechnet. Gerade deshalb liebe und feiere ich „Sommer auf Solupp“!
Annika Scheffel gelang mit einer mühelosen Leichtigkeit, einnehmende Worten und bildhaften Erlebnissen, dass ich mich sofort in die Figuren verliebte. Egal ob Mari und ihre Brüder, oder die Bewohner von Solupp. Tiefe Zuneigung und Emotionen erfüllten mein Herz und brachten es zum strahlen. Jede Wette, dass es noch heller war als die Sonne. Die Vielfalt und besonders die Eigenarten hier, brachte mich zum Lächeln. Es erinnerte mich an ein eingeschworenes Dorf, wo jeder anders tickt, gerade deshalb aber alle harmonieren.
Und selbst wenn man jemanden findet, der einem komisch erscheint, muss man ihn einfach mögen. Genau diese Atmosphäre schuf Annika Scheffel und ich träumte vor mich hin, während Seite um Seite dahinschwand. Der Seele freien Lauf lassen. Nicht nachdenken. Ruhe und Geborgenheit fühlen. Die kleine Mari hat mich von allen am meisten in den Bann gezogen. Mit Mut und Cleverness, war sie einfach unfassbar liebenswürdig.
Aber auch bei den Brüder sorgen Entwicklungen für Überraschungen und vor allem staunen meinerseits. Hatte ich mit diesem Wandel doch überhaupt nicht gerechnet. Nicht nur kleine Leser können hier ihr Herz verlieren. Auch große, denen Phantasie und Magie im Herzen erhalten blieben kommen auf ihre Kosten. Ganz besonders mit dem Setting. Solupp ist einfach gesagt ein himmlischer Traum. Annika Scheffel erschuf Fernweh in meinem Herzen, denn ich wollte mit allen Mitteln selbst dort sein.
Während mich die lebhaften Bilder unentwegt seufzen ließen, konnte ich mich nicht sattsehen und wollte nur noch mehr. Urlaub, mein Herz schrie gewaltig danach. Solupp verzauberte mich mit jedem Bild, jeder Facette und jeder bunten Farbe. Mit meiner ruhigen Seele passe ich genau auf diese Abgeschiedenheit dieser Insel, die nach ihren eigenen Regeln spielt. Wer einmal von Solupp gekostet hat, will nie wieder woanders hin. Genau dies ist die Besonderheit und ich hoffe ein jeder wird es erkennen.
Annika Scheffel hat ein unvergleichliches Abenteuer Erlebnis geschaffen, dass mir nicht nur jede Menge Spaß bot, sondern mich auch vollkommen in den Bann zog. Manches klärte sich für mich zwar nicht, doch genau dieses Geheimnisvolle, führte bei mir zu grenzenloser Begeisterung. Mari und ihre Brüder erleben etwas, dass ich voller Glück und Freude betrachtete. Solche Geschichten sind es, die noch lange unsere Gedanken begleiten. Solupp wurde für mich zu einem wundervollen Erlebnis.
Raus aus dem Alltag. Hinein in eine Reise, bei der ich ohne zu zögern, mit an Board gekommen wäre. Ich will zurück. Mein Herz sehnt sich mit aller Macht nach der Insel, ihren Bewohnern, Bildern und alldem, was ich erleben durfte.
Fazit
Sommer, Sonne, Spaß und Spannung. Willkommen auf der Insel Solupp. Mit seinen herzerweichenden Bewohnern, verschrobenen Eigenheiten, Ruhe, Mari und ihren Brüdern, der intensiven Atmosphäre, dem Flair und Charme, bietet es ein echtes Abenteuer, welches mich vollkommen überraschte. Dieses Buch ist zweifellos ein Highlight in bester Blockbuster Manier. Ich sehne mich nach den Stunden, in denen ich träumte und wandelte, mich verliebte und glücklich war. Ich sehne mich nach Solupp.
Auf dieses wunderschöne Buch freuten wir uns schon sehr. Ich habe auch dieses Schätzchen gemeinsam mit meinen Sohn Tom gelesen und es hat uns wirklich sehr viel Spaß gemacht. Allein schon die Aufmachung des Buches gefiel uns sehr gut. Das Cover ist wunderschön lädt zum träumen ein und auch der Klappentext machte uns direkt neugierig.
Der Einstieg ins Buch fiel uns beiden sehr leicht. Der Schreibstil von Annika Scheffel liest sich sehr angenehm, sie schreibt locker und flüssig außerdem ist ihr Stil leicht verständlich. Deshalb eignet sich diese Geschichte sehr gut zum selbst lesen, aber auch zum vorlesen und aber zum gemeinsamen lesen eignet es sich besonders gut.
Dieses Buch erzählt eine besondere Geschichte einer Familie die schon viel durchlebt hat. Ihr gemeinsamer Urlaub bringt sie einander wieder näher, sie erleben Abenteuer und verbringen eine unvergessliche Zeit. Das ganze schildert und erzählt Annika Scheffel einfach nur wunderschön. Wir haben dieses Buch innerhalb eines Tages ausgelesen. Sowohl ich als auch Tom konnten und wollten diese besondere Geschichte nicht mehr aus den Händen legen.
Die Charaktere wurden hier greifbar und authentisch gezeichnet. Wir konnten uns jeden einzelnen Charakter bildhaft vorstellen. Auch Themen wie Zusammenhalt und Freundschaft wurden geschickte mit der Story verknüpft. Aber natürlich erleben die Protagonisten auch einige Abenteuer und dadurch ist diese Geschichte auch sehr spannend. Ein wundervolles Buch welches jung und alt gleichermaßen begeistert. Selbst nach dem lesen klingt dieses Buch noch lange nach. Man vergisst es nicht so leicht.
Klare Lese und Kaufempfehlung.
Fazit: Mit "Sommer auf Solupp" gelingt Annika Scheffel ein einfühlsames, spannendes und bewegendes Kinderbuch welches uns völlig begeistert hat. Eine wundervolle Geschichte die wir so schnell nicht mehr vergessen werden.