Als Elektra erwacht, kann sie sich an nichts erinnern. Dann erkennt sie das Bett, ihr Zimmer, das Ferienhaus ihrer Familie. Erst beim Blick in den Spiegel zuckt sie zusammen. Wem gehören die langen Haare, die dünnen Beine, die Narbe über dem Bauch? Langsam dämmert ihr, dass sie sich in einem fremden Körper befindet. Doch damit nicht genug. Irgendjemand ist nachts in ihrem Zimmer … und hinterlässt eine rätselhafte Botschaft: "Bereust du es?"
Manchmal will man von Einzelbänden unbedingt eine Fortsetzung, weil man als Leser ein Potential erkennt und das Gefühl hat, dass die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist. Manchmal wird man erhört und dann wünscht man sich natürlich einen fulminanten Band 2. Manchmal klappt das, manchmal auch nicht. I am Elektra zählt leider für mich zur letzten Kategorie.
Das liegt zum einen an Elektra selbst, der wirklichen Elektra, nicht ihren Klonen, denn mit ihrer gezwungen gewollt jugendlichen Sprache kam ich null zurecht. What the fuck - um es mit ihren Worten zu sagen. Ja, es bessert sich zwar, aber dann wechselt sie ins dümmlich unwissende und das war in meinen Augen nicht besser.
Die Story selbst dreht sich um einen Punkt und dieser wird weder abwechslungsreich, noch sonderlich spannend geschildert. Die Protagonisten drehen sich im Kreis, versuchen das unmögliche möglich zu machen und zwischendurch kommt Elektra mit ihrer naiven Art und bringt mich auf die Palme. Und das Ende rundet meine Unzufriedenheit perfekt ab, denn in nur zwei Sätzen ist die Story vorbei. Der Körper ist da. Woher, warum? Keine Ahnung. Alles ist gut aber alles ist eben nicht gut.
Vielleicht hätte es doch ein Einzelband bleiben sollen. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass der Autor keine Ahnung hatte, was er überhaupt erzählen wollte. Mir tut es wirklich leid, denn ich wollte das hier wirklich.
Trotzdem gefiel mir der Schreibstil. Die Geschichte lässt sich flott lesen und man kommt schnell voran. Es ist und bleibt Geschmacksache und ich denke, dass viele mit Band 2 zufrieden sein werden.
„Organtransplantationen: Ja. Ein Körpertausch? Verrückt! Klingt wie etwas aus einem Science-Fiction-Roman.“ . Worum geht´s? . Elektra ist wieder da – und zwar im Körper von Isabels totgeglaubter Schwester Kelsey! Leider scheint die bisher noch nie durchgeführte Bewusstseinsübertragung von einem Körper in den anderen fehlgeschlagen zu sein. Denn Elektra hat Bilder im Kopf, die wohl Kelseys Erinnerungen zu sein scheinen. Und manchmal, wenn sie einschläft, passieren Dinge, die sie nicht bewusst selbst gesteuert hat. . Meine Meinung . Auch wenn der erste Teil ein Jahreshighlight war, konnte mich dieses Buch nicht gänzlich überzeugen. Ich fand es immer noch gut und wollte wissen, wie es endet. Aber es hat etwas gefehlt. Vielleicht lag es daran, dass wir zwischendurch die Geschichte aus Elektras Sicht erfahren? Denn die echte Elektra ist ein unsympathisches Biest, deren Vokabular praktisch nur aus Schimpfwörtern und Umgangssprache zu bestehen scheint. Klar gehört es zu ihrem Charakter, aber ich bin kein Fan von so einer Sprache, weshalb sie mich auf Dauer echt genervt hat. Aber auch das gehört zum Lesen dazu: einen richtigen Hass gewissen Charakteren gegenüber zu entwickeln! Und das hat Christian Handel bei mir bei Elektra vollends geschafft! So eine oberflächliche, aggressive und selbstbezogene Person ist mir in Büchern selten begegnet. Auch hier stehen wir, begleitet von Kelseys Erinnerungen, ethischen Fragen gegenüber. Sollte der Mensch Gott spielen und Klone erschaffen, diese aber trotz ihrer Gefühle und Schmerzen und Qualen nur als „Dinge“ ansehen? Was ist ein Mensch, wenn der Klon genau die gleiche DNA besitzt und sich genauso verhält, nur dass er eben gezüchtet wurde und nicht geboren? Wieso soll dieses Leben dann weniger wert sein? Das Buch behandelt auch das ewige Thema der Menschen: das Streben nach Unsterblichkeit! Zwischendurch zog es sich ein wenig in die Länge, es wurde viel drumherum erzählt, aber es passierte fast nichts. Was ich richtig toll fand, war die Entwicklung von Elektras Bruder Hektor! Er hat sich klar gegen die Machenschaften seines Vaters positioniert und gezeigt, dass er eben nicht das verwöhnte reiche Söhnchen seines Vaters ist! Alles in allem, war es interessant zu lesen, wie es weiter ging., auch wenn das Ende ein bisschen zu plötzlich kam und das Buch zwischendurch Längen hatte!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Ich fand es so schade, dass Becoming Elektra eigentlich ein Einzelband sein sollte. Aber zum Glück ist es dabei nicht geblieben, denn sonst hätten wir diese tolle Geschichte verpasst.
Band Zwei knüpft direkt an die Ereignisse aus Band Eins an. Was ich absolut genial fand, ist dass es eine Zusammenfassung von Band 1 gab, so etwas würde ich mir wirklich bei allen Fortsetzungen wünschen. Auch fand ich es total interessant nun endlich mehr über Elektras Sicht zu erfahren.
Ich möchte, da es sich um eine Fortsetzung handelt, natürlich nichts zur eigentlichen Handlung sagen um nicht zu spoilern. Daher nur so viel: Ich fand die Geschichte um die Klone wieder einfach genial, habe so sehr mitgefiebert, viel gerätselt, mich oft geärgert, weil ich komplett auf der falschen Fährte war, war komplett verwirrt und geschockt. Die Handlung ist sehr temporeich und irgendwie noch düsterer und mysteriöser als Band 1. Es kommen so einige Geheimnisse ans Licht, mit denen ich wirklich nicht gerechnet habe und es wurde wirklich zu keiner Zeit langweilig. Der Schreibstil passte einfach perfekt zu der Geschichte, war sehr flüssig und angenehm zu lesen. Ich flog durch die Seiten, war komplett gefesselt von der Geschichte und musste einfach immer weiter und weiter lesen.
Eine wirklich gelungene und überraschende Geschichte, die Band 1 meiner Meinung nach in nichts nachsteht. Auch wenn ich es jetzt schon wieder schade finde, dass die Reihe nun vorbei ist, war es wirklich ein toller Abschluss und ich kann die Bücher nur wärmstens empfehlen.
Mit großen Erwartungen aber auch Ängsten hab ich der Veröffentlichung von "I am Elektra" entgegengefiebert. Eigentlich wollte ich keine Fortsetzung zu "Becoming Elektra" doch der Klappentext zur Fortsetzung hat mich dann doch neugierig gemacht:
Elektra erwacht in dem Ferienhaus ihrer Eltern und weiß nicht wie sie dort hingekommen und was mit ihr passiert ist. Als sie einen Blick in den Spiegel wirft ist sie total erschrocken, sie erkennt sich nicht wieder das stumpfe Haar, der abgemagerte Körper und woher kommt bitte die Narbe am Bauch? So langsam dämmert es Elektra: Sie befindet sich in einem fremden Körper. Doch wie ist das möglich? Doch damit nicht genug Elektra fühlt sich beobachtet und jemand hinterlässt ihr Nachts eine seltsame Botschaft: Bereust du es? Elektra muss ganz schnell herausfinden was hier vor sich geht, doch ist sie bereit für die schreckliche Wahrheit?
Um es direkt vorweg zu nehmen: meine Ängste waren unbegründet! Christian Handel hat hier eine wirklich tolle Richtung eingeschlagen die absolut fantastisch funktioniert. Wer sein Wissen zu Band 1 nochmal auffrischen möchte, der kann dies tun denn hinten im Buch gibt es nochmal eine Zusammenfassung der Ereignisse aus Band 1. Mit I am Elektra erweitert der Autor seine entworfene Welt um Klone und ihre Inhaber auf eine unglaublich interessante Weise. Viel mehr werde ich nicht sagen um nicht zu Spoilern denn jeder sollte die Geschichte ganz unvoreingenommen erleben, ohne zu viel zu wissen.
Diesmal erleben wir die Geschichte aus der Sicht der echten Elektra und lernen sie dadurch natürlich auch gleich mal besser kennen. Gewisse Grundzüge der Elektra die wir in Band 1 kennengelernt haben sind vorhanden. Sie ist verwöhnt und alles muss nach ihrem Kopf gehen. Doch die Geschichte zeigt das noch viel mehr in Elektra Hamilton steckt als der erste Blick vermuten lässt. Wir erleben mit wie El sich verändert und auch ihre ganze Einstellung zum Leben sich ändert, ohne dabei sich selbst untreu zu sein. Das hat mir wirklich gut gefallen.
Auch diesmal konnte mich der Schreibstil von Christian Handel wieder absolut mitreisen. Er schafft es einen immer direkt in die Geschichte zu katapultieren und den Leser dadurch an die Seiten zu fesseln. Spannend und mit viel Raffinesse bringt er uns Elektras Geschichte näher, dabei schafft er durch geschickt platzierte Plottwist das die Geschichte unvorhersehbar bleibt und die Spannungskurve mit jeder Seite weiter ansteigt. Durch die Bildhaftigkeit seiner Worte hat man das Gefühl einen Kinofilm vor seinem inneren Auge zu sehen.
Mit I am Elektra konnte Christian Handel das hohe Niveau des Vorgängers halten und sie Welt wundervoll ergänzen. Die Geschichte schlägt eine komplett andere und unvorhersehbare Richtung ein und durch den packenden Schreibstil und den tollen Charakteren bekommt man hier eine Sci-Fi Abenteuer der Sonderklasse. Ich wäre jetzt auch bereit für Band 3!!! Eine absolute Leseempfehlung von mir und absolut fantastische 6 von 5 Sternen.
Hat mich wieder super unterhalten können. Der Schreibstil des Autors ist einfach toll und dass er eine ganz andere Sache mit diesem Buch beleuchtet fand ich super. Es regt wie Band 1 noch länger zum Nachdenken an, und das ist etwas, was für mich ein tolles Buch einfach ausmacht. 🙃
Ich mochte "Seelen" v. Stephenie Meyer sehr gern, und wem das auch so geht, der macht mit diesem 2. Band überhaupt nichts falsch. 🥰
Zugegeben, schwächer als der erste Teil was die Weltenbeschreibung betrifft, aber nichts desto trotz eine wahnsinnig gute Fortsetzung mit Spannung. Für mich spitze, es hat sehr viel Spaß gemacht, wieder Gast in Christian Handels Welt zu sein. 4 Sterne sind zu wenig... 4,5 kann ich nicht vergeben, also 5 :-D
Ganz okay, aber ich werde mit Christian Handels Enden einfach nicht warm. Zu plötzlich, zu wenig Auflösung. Erst spannend, detailreich und dann fühle ich mich abgespeist wie ein kleines Kind. Weiß nicht, was da los ist.
Das Bewusstsein der totgeglaubten Elektra wurde in den Körper ihres Klons verpflanzt. Während Isabel weiter ihr Leben lebt, muss sie sich mit dem neuen Körper arrangieren. Da beginnt sie, Erinnerungslücken zu haben und jemand hinterlässt Nachrichten in ihrem Zimmer.
Ebenso wie der erste Band ist auch „I am Elektra“ wieder extrem spannend und hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Ich habe das komplette Buch tatsächlich innerhalb eines Tages gelesen, was hauptsächlich daran lag, dass ich immer wissen wollte, wie es weitergeht.
Viele der mittlerweile lieb gewonnenen Charaktere trifft man hier wieder. Allen voran natürlich Isabel und Phillip. Wobei die Geschichte diesmal nicht aus Isabels Sicht, sondern aus der von Elektra erzählt wird. Auch in diesem Buch werden die Charaktere ohne Rücksicht auf Sympathien beschrieben und gerade Elektra ist jemand, den ich nicht besonders mochte. Im Gegensatz zu Isabel, mit der ich Anfangs ja auch charakterliche Differenzen hatte, fiel es mir sehr viel schwerer Elektra zu verstehen. Was mir leider noch viel schwerer fiel war es, Elektras Wandlung nachzuvollziehen. Ihre Einstellung zu einigen relevanten Themen ändert sich über das Buch hinweg massiv und ehrlich gesagt hatte ich das Gefühl, dass dies etwas zu plötzlich geschah. Viele ihrer Denkprozesse liefen zudem in sich wiederholenden Monologen ab, was mich leider zwischenzeitlich etwas genervt hat.
Die Geschichte selbst hat mir gut gefallen und ich wurde oft genug überrascht von den Wendungen, die eingeschlagen wurden. Besonders im Mittelteil gefiel mir der Spannungsbogen.
Das Ende war dann für meinen Geschmack etwas abrupt. Ich denke, hier hätten noch zwei oder drei Kapitel mehr gut getan, um etwa die Beziehung zwischen Kelsey und Elektra, die für einen der Epiloge sehr wichtig ist, besser auszubauen und auch zu zeigen, wie es dann zum letzten Epilog kommen konnte.
Fazit: „I am Elektra“ ist ein spannungsgeladener Jugendthriller, den ich kaum aus der Hand legen konnte und den ich gerne weiterempfehle. Trotz kleinerer Kritikpunkte hat mich das Buch doch insgesamt überzeugen können.
Leider muss ich mich sehr zurückhalten, denn sonst würde ich einfach zu viel aus dem ersten Buch spoilern. Im Buch findet ihr eine kleine Zusammenfassung á la „Was bisher geschah“. Im Hörbuch wird darauf verzichtet (wie gut, dass ich beides habe). Denn Band 1 muss man wirklich kennen.
Erzählt wird die Geschichte aus zwei Perspektiven, die ich nicht nennen werde. Auch hier wird wieder die Moral und Ethik des Klonthemas in den Vordergrund gerückt, nur geht es noch tiefer, denn die Technik hat sich noch weiter „verbessert“ und Dinge möglich gemacht, an die niemand jemals zu glauben gewagt hätte.
Stephanie Meyer hat in mir mit ihrem Buch „Seelen“ damals ein großes Trauma hinterlassen, weil ich das mit den Seelen in einem Körper nicht gerafft hab. Christian hat dieses Problem mit Bravour gelöst und nun weiß ich, dass ich nicht zu blöd war es zu verstehen, denn es geht anscheinend auch anders und besser.
Die Charakterentwicklung ist enorm und ich liebe es zu beobachten, wie sich die Charaktere annähern und über sich hinauswachsen. Ich kann die Dilogie nur empfehlen. Sie vereint Diversität, Sci-Fi, Dystopie und Lovestory in einem.
Die Fortsetzung hat mich total enttäuscht. Man merkt dem Buch leider an, dass die Geschichte ursprünglich auf nur einen Band ausgelegt war. Der 2. Teil ist meiner Meinung nach an vielen Stellen unlogisch, Handlungen werden scheinbar wahllos aneinander gereiht und es wird künstlich Spannung erzeugt. Die Geschichte hatte so viel Potenzial, es gab so viele tolle Handlungsstränge, die jetzt aber entweder nicht aufgelöst wurden, oder nur auf sehr unbefriedigende "hauptsache happy end"-Weise. Schade!
Im Fokus steht diesmal die Figur „Elektra“. Wer gut aufgepasst hat am Ende des ersten Buches, hatte vermutlich schon eine winzige Idee, wie es weitergehen könnte. Elektra is back! Sie ist doch nicht tot. Aber wo ist sie? Sie findet sich wieder im Körper von Kelsey, Isabel’s Zwillingsschwester. Somit: ist auch Kelsey nicht tot? Oder? Die geplante Bewusstseinsübertragung von Elektra in den Körper ihres Klons scheint aber nicht vollständig geklappt zu haben. Denn immer wieder hat Elektra Erinnerungsfetzen im Gedächtnis, von Dingen, an die sich eigentlich nicht erinnern kann.. Doch die Zeit tickt … wie lange kann Elektra’s Gehirn dies aushalten?
Meine Meinung: Der Schreibstil war sehr angenehm, flüssig. Das Buchcover ist wunderschön. Die Sichtweise von Elektra bzw. war spannend. Genervt hat mich an einigen Stellen das dauerhafte, saloppe „What the f…“ und „Fu..“ von Elektra, aber dies gehört halt zum Setting der Figur. Der Plot ist phasenweise sehr düster und auch unheimlich. Die Stimmung in der Geschichte ist sehr passend und zieht sich konsequent durch das Buch. An einigen Stellen hat es sich sehr gezogen und ich fand es langatmig, weil nichts passierte. Ich vermute, dass es schwierig ist, in einem Band 2, der nicht geplant war, die Spannung nochmals so dauerhaft durchzuziehen. Auch die ethische Frage ist hier wieder im Vordergrund. Sollten Klone als Dinge gesehen werden, nur weil sie gezüchtet wurden? Sie haben doch auch Gefühle und Gedanken, Ängste und Sorgen. Diese Einstellung der Antagonisten wird auch im Buch stringend dargestellt. Sehr gefallen hat mir die Entwicklung von Hektor, der mehr Einblick in die gesamte Sache seines Vaters bekommt und für den sich auch die ethische Frage stellt. Ist Blut immer dicker als Wasser? Das Ende kam für mich etwas zu abrupt. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Alles in allem aber ein gelungener Band 2. Für die Längen, bei denen nichts passierte und nur herumgeredet wurde bzw. für das plötzliche Ende, ziehe ich einen Stern ab.
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Also zuerst einmal habe ich sehr auf dieses Buch hin gefiebert. Am Ende von Band 1 konnte ich es einfach nicht fassen, das Becoming Elektra ein Einzelband sein sollte. Viele andere Leser offenbar auch nicht - so viele, das sich der Autor erweichen ließ. Und dann hat es doch fast ein Jahr gedauert, bis ich mich getraut habe I am Elektra zu lesen. Das Ende des Vorgängers lässt ja schon Dinge erahnen... Ich hatte echt Angst um die liebgewonnenen Charaktere. --- Story --- Die Story knüpft kurz nach dem Ende von Band 1 an. Es gibt am Ende noch eine kurze Zusammenfassung von Becoming Elektra, die man allerdings nicht unbedingt benötigt (ok, ich hab sie einfach erst entdeckt, als ich schon halb durchs Buch durch war. Sie war aber vorne angekündigt. Für meine Blindheit kann der Autor jetzt auch wieder nichts.) Das Erzähltempo war für mich perfekt. Man wechselt immer wieder zwischen verschiedenen Perspektiven, daher hatte ich immer wieder Zeit, die Geschehnisse zu verdauen (und mich ängstlich zu fragen, wo das alles noch hinführt). Es gibt in dem Band einen sehr zentralen Konflikt, den ich unglaublich gut gemacht fand. Natürlich hatte ich eine Seite, die mir deutlich sympathischer war. Aber so ganz im Unrecht war eben niemand und je weiter ich gelesen habe, umso mehr mochte ich beide. Das Ende war einfach nur der Wahnsinn! Es hat perfekt gepasst und mehr sage ich jetzt auch nicht.
--- Charaktere --- Die meisten Charaktere kennt man aus dem ersten Band. Die Charakterentwicklungen aus dem Vorgänger werden schön aufgegriffen.
--- Fazit --- Ein wahnsinnig tolles Finale, das sich ganz so anfühlt, als wäre es von vorneherein so geplant gewesen.
Es ist ein Schock: Elektra ist doch nicht tot. Doch als sie erwacht, steckt sie nicht in ihrem eigenen Körper. Aber sie ist am Leben und sie will ihr altes Leben zurück. Doch sie leidet unter starken Kopfschmerzen und irgendwie ist nichts mehr, so wie sie es kennt. Und was hat es mit ihren neuerlichen Erinnerungslücken auf sich…?
Gestartet hab ich erstmal mit der Zusammenfassung des ersten Teils, die sich hinten im Buch des zweiten Teils versteckt. Das war sehr hilfreich, ich hatte doch einiges vergessen. Als letztes Mal die Geschichte noch aus Isabels Sicht erzählt wurde, steht dieses Mal die Perspektive von Elektra im Vordergrund. Das fand ich einerseits sehr spannend, andererseits hätte ich doch auch gerne nochmal erlebt und gewusst, was in Isabel vorgeht. Ich konnte sie im ersten Buch sehr gut leiden.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven im Wechseln erzählt. Ich verrate lieber nicht, um welche zweite Perspektive es sich handelt, um die Überraschung nicht kaputt zu machen. Man konnte aber quasi beobachten, wie die ganze Geschichte auf ein heilloses Durcheinander zurast und man einfach nichts tun kann, außer weiterlesen und das Beste hoffen.
Es hat mir gut gefallen, wie sich die Perspektiven miteinander ergänzen und sich nach und nach alle Puzzleteile zusammensetzen und ein rundes Gesamtbild ergaben. Die Story wurde echt abgefahren und hatte einige Plottwists auf Lager. Wenn die Spannungskurve auch eher flach war, blieb die Geschichte immer interessant und unterhaltsam.
Die Thematik des Klonens und ihre Rechtmäßigkeit, die Moral und Ethik dahinter nimmt wieder sehr viel Platz in dieser Geschichte ein. Das hat mir gut gefallen. Darf man Klone herstellen, um sie als Ersatzteillager zu benutzen. Die Frage ist natürlich sehr leicht zu beantworten, nicht aber für Elektra, die zum ersten Mal feststellen muss, dass es sich hierbei um fühlende Menschen handelt. Ihren Zwiespalt und ihre Entwicklung zu beobachten, fand ich spannend.
Bis zum Schluss bin ich allerdings nicht mit Elektra warm geworden. Ich mochte sie einfach nicht. Auch wenn ihre Ansichten und ihr Handeln nachvollziehbar waren, konnte sie bei mit keine Sympathiepunkte sammeln. Auch zu den anderen Charakteren konnte ich keine Beziehung aufbauen, auch wenn ich sie – allen voran Hektor – sehr gut leiden konnte. Sie blieben leider etwas blass. Die Entwicklung einiger Beziehungen und Charaktere kam mir in diesem Teil ein bisschen zu kurz. Dafür war Elektras Entwicklung umso beeindruckender.
Mit Figuren, die nur kurz auftauchen, einen Erzählstrang öffnen, aber dann nicht weiter relevant sind und der Strang auch nicht weiter verfolgt wird, kann ich nichts anfangen. Dann lieber keine neuen Figuren einführen und lieber auf die zurückgreifen, die schon da sind. Das war hier nur bei einer kurzen Szene der Fall, aber irgendwie hat mich das gestört.
Es wurde zum Ende hin nochmal rasant und ich war gespannt, wie das Chaos gelöst werden kann. Ich muss sagen, dass mich der zweite Teil noch mehr begeistern konnte als der erste. Hier war von Anfang an eine gewisse Grundspannung da und die gesamte Situation wirkte von Beginn so ausweglos. Alles war schon mit dem Einstieg ein einfaches Chaos und im Verlauf der Geschichte nahm das immer weiter zu. Unentwirrbar, aber trotzdem hat am Ende alles zusammengepasst. Die Auflösung hat mir gut gefallen. Ich habe das Buch mit einem zufriedenen Gefühl zugeklappt :)
2019 war "Becoming Elektra" von Christian Handel ein Jahreshighlight für mich. Ich habe dieses Buch abgöttisch geliebt und war wirklich traurig, dass es nur ein Einzelband sein sollte, da die Story in meinen Augen viel Potential brachte. Als es dann hieß, es kommt doch ein zweiter Band, konnte ich glücklicher kaum sein, hatte aber durch den Reihenauftakt auch sehr hohe Erwartungen an die Fortsetzung. Ob diese erfüllt wurden?
Während Band 1 von Isabel, Elektras Klon, handelte und wie diese auf ihrem Weg begleitet haben, dreht sich Band 2 um Elektra selbst, die plötzlich erwacht und sich an nichts erinnern kann, was mit ihrem Unfall zu tun hat. Sie erkennt, dass sie sich im Ferienhaus ihrer Familie befindet, merkt aber schnell, dass etwas nicht stimmt. Wo kommt plötzlich diese Narbe an ihrem Bauch her? Warum sieht sie so ausgemergelt aus? Und wer ist Nachts in ihrem Zimmer und hinterlässt diese merkwürdigen Botschaften? Plötzlich beginnt ein Kampf gegen die Zeit und Elektra weiß nicht, wem sie vertrauen kann.
Wie bereits erwähnt, waren meine Erwartungen an diese Fortsetzung hoch. Das Buch fing auch unglaublich gut an und ich habe mich, trotzdem Band 1 bei mir schon eine Weile zurückliegt, schnell wieder zurechtgefunden. Gleich die ersten Kapitel bauten eine tolle Spannung auf und ich wartete nur darauf, dass es genau so auch weitergehen würde. Nur leider hatte ich mehr und mehr das Gefühl, dass die Geschichte anfing, sich zu ziehen. Viele Gedanken wurden oft wiederholt und so wirklich passiert ist in der Zwischenzeit nicht. Sobald die Handlung spannender wurde und ich hoffte, dass nun so langsam meine Gefühle wie im ersten Band wieder hervorkommen können, waren diese Momente schnell wieder vorbei. Dieses Buch besteht aus sehr vielen Gedanken und Gesprächen, aber für mich leider aus zu wenig Handlung - dabei wollte ich es so sehr genauso lieben wie den ersten Band. Aber leider wurde das Potential der Geschichte hier nicht so ausgeschöpft, wie es hätte sein können, denn das, worauf dieses ganze Buch hinauslief - das, wofür wir alle eine Lösung bekommen wollten - genau das war einfach zu schnell abgehandelt. Auch blieben für mich einige Dinge offen, die nicht wirklich geklärt sind und lassen mich damit etwas enttäuscht zurück.
Ansonsten ist das Buch wieder in Christians angenehm lockerem Schreibstil geschrieben, dass man nur so durch die Seiten fliegt, auch wenn ich nicht so gefesselt war, wie ich es sonst von seinen Büchern gewohnt bin. Aber er hat eine tolle Art, seine Bücher aufzubauen und man verliert auch nicht die Lust am Lesen, sondern möchte einfach immer mehr aus seiner Feder entstehen sehen.
Auch die Charaktere sind gut ausgearbeitet, sodass sogar Elektra - die immer als sehr kalt und egoistisch hingestellt wird (was sie teilweise auch ist) - mir nach und nach immer sympathischer wurde und ich ihre Gefühle oft nachvollziehen konnte. Sie entwickelte sich zu einem tollen Charakter, der mehr und mehr über die Situation nachdachte und sich somit der Suche nach der Lösung auch im Interesse der anderen angeschlossen hat.
Isabel wirkte sehr unnahbar und war mir nicht so sympathisch, wie ich sie im ersten Band empfunden hatte. Ob damit nur die Unterschiede zwischen den einzelnen Charakteren gezeigt werden wollte oder ob sie sich einfach durch ihr neues Leben so verändert hat, das weiß ich nicht, aber sie war nicht mehr die, die wir aus dem vorigen Band kannten.
Mein Lieblingscharakter ist aber nach wie vor Hektor, denn auch wenn er unter allen Umständen seine Schwester retten möchte, hat er angefangen an vielem zu zweifeln und sich auch für die Interessen der Klone einzusetzen. Er macht sich stark für diejenigen, die es selbst nicht können und dafür bewundere ich ihn sehr.
Auch wenn mich dieser Band nicht so überzeugen konnte wie sein Vorgänger, kann ich die Reihe dennoch sehr empfehlen, denn es ist eine toll ausgearbeitete Welt und ich würde mich dennoch über weitere Bücher aus dieser freuen.
I am Elektra – Christian Handel Verlag: Ueberreuter Gebundene Ausgabe: 17,95 € eBook: 14,99 € ISBN: 978-3-7641-7112-4 Erscheinungsdatum: 15. März 2021 Genre: Sci – Fi Seiten: 384 Alter: ab 14 Jahren Inhalt: Was bleibt von dir, wenn dein Herzschlag nur gestohlen und dein Leben dir entrissen wurde? Die atemberaubende Fortsetzung des gefeierten Near-Future-Thrillers „Becoming Elektra“ – noch düsterer, spannender und ergreifender als zuvor! Als Elektra erwacht, kann sie sich an nichts erinnern. Dann erkennt sie das Bett, ihr Zimmer, das Ferienhaus ihrer Familie. Erst beim Blick in den Spiegel zuckt sie zusammen. Wem gehören die langen Haare, die dünnen Beine, die Narbe über dem Bauch? Langsam dämmert ihr, dass sie sich in einem fremden Körper befindet. Doch damit nicht genug. Irgendjemand ist nachts in ihrem Zimmer … und hinterlässt eine rätselhafte Botschaft: "Bereust du es?" Erlebe Kino im Kopf mit der langersehnten Fortsetzung von „Becoming Elektra“! Doch bist du bereit für die Wahrheit hinter dem Spiegelbild? Mein Fazit: Zum Cover: Das Cover passt gut, eine junge Frau wird in diesem Cover gespiegelt. Ist es Elektra, möglicherweise. Das Cover von Band 1 hate rote Elemente, dieses hier ist eher in blau gehalten. Zum Buch: Also ich nahm ja lange an, Becoming Elektra bleibt ein Einzelband, doch Christian Handel hatte Erbarmen mit uns, die einen zweiten Band wollten, nun haben wir I am Elektra. Band 2 geht eigentlich dort weiter, wo Band 1 endete, und das war ein wirkliches fieses Ende. Elektra erwacht in ihrem Ferienhaus und kann sich an nichts erinnern, sie hat nur immer wieder sehr merkwürdige Flashbacks. Ihre Eltern verhalten sich komisch, vor allem ihre Mutter, sie ist plötzlich so fürsorglich. Die Thematik an sich finde ich schon sehr gut, Klone. Klone sind immer wieder ein Thema, auch wenn man es gar nicht so mitbekommt, doch darf Klone züchten um sie als Ersatzteillager zu nutzen? Das Buch greift genau wieder dieses Thema auf. Für Elektra sind Klone keine Menschen, doch ist dem wirklich so? Hector hingegen zweifelt an den Machenschaften seines Vaters. Die Charaktere sind gut erzählt und auch weiter ausgebaut. Ich persönlich finde, Hector hat sich sehr gemausert und war mir sehr sympathisch. Elektra gefiel mir gut, doch manchmal wollte ich sie eigentlich schütteln. Ihre Meinung zu den Klonen war mir mitunter zu heftig. Dann wäre da noch Isabel, was ich von ihr halten so, kann ich so nicht sagen. Sie ist Elektra sehr ähnlich und doch so völlig anders. Auch treffen wir hier wieder auf Phillip und auf Kelsey. Mich hat die Geschichte mitgerissen, vor allem gefielen mir die zwei Perspektiven, in denen die Geschichte erzählt wird. Ich mag sowas immer sehr gern. Ich konnte mich gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen und bin mit ihnen ihren Weg gegangen, bis zum Ende. Eine Geschichte in der es um Geld und Macht geht, aber auch um Familie und Vertrauen. Ich gebe hier 5 von 5 Sternen und empfehle die Geschichte gern weiter.
Ich habe „Becoming Elektra“ im März diesen Jahres gelesen, als schon bekannt war, dass es einen Folgeband gibt. Das war auch gut so, denn ohne diese Info wäre ich wohl nach dem Ende von Band 1 verzweifelt. Ich kann mir vorstellen, dass es für einen Autor gar nicht so leicht ist, einen Folgeband zu einer Story zu schreiben, die eigentlich als Einzelband geplant war. Christian Handel ist zwar in eine ganz andere Richtung gegangen, als ich es erwartet habe, dennoch war Band 2 sehr stimmig. Der Schreibstil des Autors gefällt mir wirklich unglaublich gut. Man fliegt nur so durch die Seiten und Christian Handel schafft es den Leser total abzuholen. Ich bin richtiger Fan von der Art wie Christian seine Bücher gestaltet und schreibt. Ich werde auf jeden Fall als nächstes Rowan & Ash von ihm lesen und freue mich sehr auf weitere Bücher von ihm. Band 1 ist wirklich vollgepackt mit Spannung, Band 2 hingegen beschäftigt sich eher mit den unterschiedlichen Charakteren. Man lernt Elektra, Kelsey und Isabel auf eine ganz andere Art und Weise kennen. Vor allem Elektra, die man in Band 1 nur durch Erzählungen kennenlernt, überzeugt in ganzer Linie. Elektra erfüllt zwar teilweise die Vorurteile, die man ihr gegenüber nach Band 1 hat, aber vor allem schafft sie es den Leser für sich zu gewinnen. Man merkt wie viel Liebe in der Gestaltung des Charakters liegt, was mir wirklich gut gefällt. Sie gibt nach und nach viel von ihrer Vergangenheit preis und man versteht, wieso sie in manchen Situationen anders agiert. Besonders herausstechend ist aber ihre Entwicklung im Bezug auf die Klone. Elektra hat sich zu meinem Liebling entwickelt. Mit Kelsey konnte ich hingegen leider nicht so warm werden. Immer wenn ihre Szenen drankamen, habe ich mir gewünscht wieder zu Elektra zu wechseln, weil sie als Charakter einfach mehr überzeugen konnte. Mir hat in diesem Band ein bisschen die Spannung gefehlt. Das kann daran liegen, dass ich Band 1 wirklich kurz vor dem Lesen von Band 2 beendet hatte und komplett spannungsgeladen und mit hohen Erwartungen an Band 2 rangegangen bin. Wie aber schon erwähnt legt Band 2 den Fokus auf die Charaktere und die Spannung steck dadurch ein wenig zurück. Nichtsdestotrotz lohnt es sich Band 2 zu lesen, um mehr über die Charaktere zu erfahren. Auch über weitere Bücher aus der dystopischen Welt, die Christian Handel hier erschaffen hat, würde ich mich sehr freuen. Als Fan der Reihe und des Autors kann ich euch die Becoming Elektra- Reihe auf jeden Fall sehr ans Herz legen.
Das Buch hat ein paar offene Fragen aus dem ersten Teil geklärt - und mich mit mindestens genauso viel neuen Fragen zurück gelassen.
Ausführlicher:
„I am Elektra“ war für mich eine sehr willkommene Neuerscheinung in diesem Jahr. 2019 war „Becoming Elektra“ ein unerwartetes Highlight zum Jahresabschluss.
Aber auch ein Buch, dass als Einzelband ausgelegt, mit vielen offenen Fragen geendet hat. Umso begeisterter war ich dann natürlich von Teil zwei, der die Geschichte von Elektra, Isabel und Kelsey fortgesetzt wird. Dieses Mal aus Sicht von Elektra. Oder vielleicht doch nicht Elektra?
Erster Plottwist: Elektra muss sich einen Körper mit dem Geist ihres Klons teilen. Das wird schon sehr schnell im Buch deutlich und stellt das größte Problem dar. Die beiden kommen nicht miteinander aus und auch der Körper leidet deutlich unter der Überlastung. So gilt es gleich zwei Missionen zu bestreiten - eine Lösung für Elektra und Kelsey muss her und was wird aus dem Klonprogramm?
Die verschiedenen Seiten kämpfen für verschiedene Dinge, müssen sich aber schließlich zusammen tun. Vor allem der Konflikt zwischen Elektra und Kelsey ist sehr interessant und spanned zu lesen. Allerdings verliert das Buch etwas seinen Fokus, da zu viel auf einmal passiert. Wieder darauf ausgelegt keine Fortsetzung zu haben wird auf den letzten Metern im Buch so viel „gelöst“, dass es einfach zu schnell geht.
Am Ende stehe ich mit mindestens genauso vielen neuen Fragen da, wie schon am Ende von Band eins. Und auch der Behauptung, man müsse Band eins nicht lesen, um Band zwei zu verstehen, muss ich widersprechen. Ohne Teil eins ist die Geschichte hochgradig verwirrend und ohne den Recap von Teil der ins, den man am Ende des Buches lesen kann, schwer nachvollziehbar.
Ich bin also sehr zwiegespalten in meinem Urteil über dieses Buch, denn der Schreibstil von Christian war toll und mitreißend wie immer. Die Geschichte ist spannend, vielschichtig und wirft viele ethisch moralisch interessante Fragen auf. Allerdings ist es einfach zu viel für ein Buch und man hätte der Geschichte mehr Möglichkeiten bieten können, wenn man ihr mehr Raum gegeben hätte. (Das sehe ich aber bei allen Büchern, die ich bisher von ihm gelesen habe. Es ist einfach sein Stil?)
„I am Elektra“ von Christian Handel ist die von mir langersehnte Fortsetzung von „Becoming Elektra“. Im Fokus steht dieses Mal wirklich Elektra, die sich in einem anderen Körper wiederfindet. Was würdest du tun, wenn jemand anderes dein Leben lebt? Die Inhalte des zweiten Teils haben mich doch überrascht. Elektra ist doch nicht tot, sondern befindet sich in einem anderen Körper? Als ich dann angefangen habe zu lesen, was aber alle Bedenken zerstreut und ich habe Christian Handel dafür gefeiert und Lesern solch einen tiefen Einblick in Elektras Leben und Gefühle zu gewähren. Aus Band 1 „Becoming Elektra“ kennt man ausschließlich Isabels Perspektive, da Elektra ja tot gewähnt wird. Zudem kommt Elektras Persönlichkeit nicht allzu gut weg. Band 2 hat mich eines Besseren belehrt. Zu Beginn haben sich meine Vorurteile bestätigt und ich habe Elektra für eine verzogene Göre gehalten. Desto tiefer die Einblicke in ihr Leben werden, desto mehr entwickelt man ein Verständnis für sich. Und nicht nur das! Auch Elektra entwickelt sich im Laufe des Buches weiter und wächst über sich hinaus. Insbesondere lernt sie, dass nicht alles was ihr beigebracht wurde der Wahrheit entspricht. Diese charakterliche Entwicklung hat Christian Handel wunderbar aufgearbeitet und damit auch einen wichtigen Impuls für dieses Jugendbuch gesetzt. Es soll den Leser zum nachdenken und Hinterfragen anregen. Und das tut es meiner Meinung nach. Neben der Perspektive von Elektra, kommt der Leser auch noch eine weitere neue Perspektive zu lesen. Welche verrate ich an dieser Stelle nicht. Ich sage nur eins: Das Buch kann manchmal ganz schön aufreibend sein und es dauert nicht lange bis man sich selbst mental zwischen zwei Stühlen befindet. Vom Schreibstil her ist dieser Teil ebenso gut wie Band 1. Christian hält den Spannungsbogen konstant hoch und schafft es den Leser ohne viel chi chi in seinen Bann zu ziehen. Für mich ist „I am Elektra“ eine tolle Fortsetzung, die ich allen Fand von „Becoming Elektra“ ans Herz legen kann.
„I am Elektra – Dein Leben ist mein“, von Christian Handel, ist das Prequel (oder Sequel?) zu Becoming Elektra und ein muss für alle Fans von diesen. Ich muss gestehen, als ich davon hörte, dass es einen weiteren Teil geben würde, da war ich skeptisch ob er die Erwartungen des vorhergehenden Bandes übertreffen würde. Und Leute, das Buch ist über diese hinausgeschossen. Wir starten rein in die Geschichte, in Szenen, wo wir nicht einmal wirklich wissen, wo uns der Kopf steht und was alles geschehen ist. Dann passiert der erste Plotwist, der nicht nur brilliant war, sondern dem Buch ein Spannungsfaktor verlieh, dass es mich inhalieren ließ und vom Rest der Geschichte, die unerwartet sich drehte und wendete, solltet ihr selbst lesen. So gut war es. In Kombination zu Christians märchenhaften, ausdrucksstarken Schreibstil, wurde das Durchlesen sogar nochmal beschleunigt. Auch das, was drum herum passierte, fügte sich immer mehr und mehr in die Story ein und schenkte dem ein nüchternes Setting. Die Charaktere waren verständlich in ihrer Position, Handlung, in dem, was sie zu denjenigen machten die sie waren, zu denen sie wurden. Wow. Leider fehlte mir irgendwo das letzte i-Tüpfelchen für ein 5-Sternebuch.
Fazit, das Buch enthält eine Geschichte, die man sich nicht entgehen lassen soll. Nope.
Ich habe mich extrem auf dieses Buch gefreut, als ich erfuhr, dass es eine Fortsetzung von Becoming Elektra geben soll. Aber dann habe ich nicht mal 50 Seiten lesen können. Elektras Sprachstil ist zu Beginn etwas… viel. Aber es ist wichtig, um sie von anderen Figuren unterscheiden zu können.
Als ich es vor kurzem wieder erneut aufgenommen habe, wusste ich, dass ich einfach mich hinsetzen und lesen musste. Das erste Drittel dieses Buches hat sich echt gezogen. Aber da Christian Habdels Schreibstil schnell zu lesen ist, hatte ich es in einem Nachmittag hinter mir. Und dann konnte ich das Buch kaum mehr weglegen.
Wie auch der erste Band fasziniert I am Elektra mit einer Zukunftsvision, die wohl nicht allzu weit hergeholt ist. Ich konnte nicht umhin, mir auszurechnen, wie alt ich zu dem Zeitpunkt, an dem die Geschichte spielt wäre. Und es ist immer wieder schockierend, wenn man realisiert, dass der Vater der Hauptfigur nach einem selbst geboren wurde (theoretisch).
Ich liebe es, wie Christian Handel die Figuren die Welt erklären lässt. Es ist nicht offensichtlich, dass es für ein Publikum geschrieben wurde, dass die ganzen Technologien nicht kennt. Er erklärt sie so, als wäre es zwar normal für die Charaktere, aber dass sie trotzdem kurz erwähnen, was es ist. Einfach gut gemacht.
I am Elektra von Christian Handel aus dem Ueberreuter Verlag GmbH ist die Fortsetzung von dem Buch Becoming Elektra.
Allerdings erleben wir due Geschichte dieses Mal nicht aus dem Blickwinkel von Isabel sondern begleiten Kelsey und Elektras Gedanken und Erlebnisse.
Ein Umstand mit dem ich tatsächlich so nicht gerechnet hätte und mit dem der Autor mich absolut überrascht und im Verlauf wahrlich begeistert hat.
Themen wie Unsterblichkeit, Klone als Leihkörper, Moral, Ethik aber auch Machthunger werden hier Thematisiert.
Wahnsinn bekommt ein Gesicht und auch die Ausmaße werden in I am Elektra verdeutlicht.
Alles unter der Leitfrage ab wann man als wertvolles Individuum gilt.
Stilistisch spannend und emotional können Leser Kelseys und Elektras Gedanken und Wandel fast schon hautnah miterleben. Ich fühlte mich während des Lesens oft als würde ich selbst Teil dieser Geschichte sein.
Fazit: Mutig und fesselnd regt I am Elektra definitiv zum Nachdenken an und ist gleichzeitig sehr unterhaltsam.
Garantiertes Highlight Potential für dieses fantastische Werk!
Wie sich auch an dem Durchschnittsrating zeigt, kommt I am Elektra leider nicht an seinen Vorgänger heran. Wer sich mit den Charakteren aus dem ersten Band angefreundet hat und aufgrund des Epilogs neugierig geworden ist, wie es weitergeht, dem würde ich das Buch trotzdem empfehlen. Wer aber nur Interesse aus dem Plot des ersten Buches hatte, wird mit I am Elektra nicht glücklich werden.
Zum einen war der Plot irgendwie ein bisschen seltsam. Der Geist der echten Elektra wurde in den Körper von Kelsey, der Zwillingsschwester von Isabell, übertragen. Diese Geistübertragung funktioniert noch nicht perfekt, weswegen es noch Anteile von sowohl Elektra als auch Kelsey gibt und beide um den Körper kämpfen. Diese Grundidee war interessant und es war genauso interessant zu sehen, was für verschiedene Vorstellungen die beiden von der Welt haben. Die Handlung schafft es erneut, an einigen Stellen nach wie vor spannend und engaging zu sein. Nur das Ende war überhaupt nicht zufriedenstellend, weil der Hauptkonflikt in zwei Sätzen aufgelöst wurde ohne eine genauere Erklärung, wie es nun funktioniert hat.
Jedoch wäre das Buch mit ein paar Seiten weniger ausgekommen, da es zu viele störende Dopplungen in der Erzählung gab. Erstens wird viel Zeit dafür verwendet, um die Ereignisse des vorherigen Buches Elektra zu erzählen, damit sie schockiert oder fassungslos reagieren kann. Zweitens spielen die Sichten von Kelsey und Elektra nicht immer chronologisch, da sich die eine nicht an das Geschehene erinnern kann, wenn die andere den Körper übernimmt und so werden einige Dinge doppelt erzählt. Drittens ist es auffällig, dass sich bestimmte Gedankengänge der Figuren einige Male wiederholen.
Dass das Teil nicht so gut wie sein Vorgänger war, liegt meiner Meinung vor allem an Elektra selbst und an der Art, wie sie geschrieben ist. Ihre Sicht ist sehr möchtegern-edgy und -jugendlich; in jedem zweiten Satz muss sie „fuck“ sagen. Noch schlimmer fand ich es, dass an den Schluss von gesagten Sätzen öfter „!!!“ gesetzt wurde. Da Elektra so abweisend und distanziert sein will, konnte ich mich nicht gut in sie hineinversetzen kann. Kelsey mochte ich lieber, aber auch sie hat mich nach einiger Zeit genervt.
I am Elektra hat mir am Ende nur gefallen, weil ich die Charaktere zum Teil sehr gerne mag. Hektor ist mein Liebling und es war schön, dass wir mehr über ihn erfahren haben. Auch wollte ich gerne die Auflösung vom ganzen Priamos-Plot sehen. So gut wie Becoming Elektra war es dann leider nicht.
Elektra ➳ Becoming Elektra: ★★★★.5 ➳ I Am Elektra: ★★★ Bewertung der gesamten Reihe: 3,8 Sterne
Genau so gut, wie ich es erwartet & gehofft habe. Nachdem ich den ersten Teil schon sehr geliebt habe, lag dieser hier ne ganze Weile ungelesen/ungehört hier rum, keine Ahnung warum.
Die Geschichte von Isabel bzw. Elektra geht unfassbar spannend weiter und knüpft gar nicht so lange nach dem Ende von Becoming Elekra an. Ein tolles Erzähltempo mit spannenden Wendungen haben einfach Spaß gemacht beim zuhören.
Vor allem Beeindruckt haben mich aber auch die unterschiedlichen Erzählstimmen, die zum Einsatz kommen und die unterschiedlichen Charaktere der beiden Protagonistinnen hier sehr deutlich machen. Da geht auch ein großes Lob an Luca Lehnert, die hier als Sprecherin einen tollen Job gemacht hat.
Am Ende war es vielleicht ein bisschen viel Epilog. Oder Christian Handel hier vorsorgen wollte, damit nicht wieder so viele Aufforderungen für eine Fortsetzung kommen? :D
Fazit? Wieder große Liebe, wieder eine tolle Geschichte von Christian Handel - lest es!
Zum Inhalt mag ich gar nicht viel sagen, schließlich ist es ein Band 2. Was ich aber sagen kann, ist, dass I am Elektra ganz anders ist als Becoming Elektra. Anders aufgebaut, anders angelegt. I am Elektra ist deutlich ruhiger und in sich gekehrter, hat aber trotzdem einige Action-Szenen. Es wird nicht langweilig, aber die ein oder andere Länge findet sich schon in dem Buch.
Während ich mit Isabel aus Becoming Elektra sehr mitgelitten habe, sind mir die Protagonisten in diesem zweiten Band nicht ganz so sympathisch. Auch wenn ich mich mit der Zeit etwas mehr für sie erwärmen konnte. Der Schreibstil ist gewohnt angenehm, schnell und flüssig zu lesen.
Für mich ein gutes Buch, etwas schwächer als der erste Band. Zudem hätte das Ende für mich noch etwas „mehr“ sein können, das kam mir etwas zu abgehackt vor. Die Dilogie kann ich auf jeden Fall empfehlen.
Lang habe ich die Fortsetzung von Becoming Elektra ersehnt. Umso größer war die Freude, als ich es endlich in der Hand hatte. Nur leider konnte mich am Ende das Buch nicht überzeugen. Eventuelle mag es daran liegen, dass ich den „klassischen Jugendbüchern“ entwachsen bin? Ich weiß es nicht. Die Idee ist des Buches ist jedenfalls sehr gut. Ich will auch gar nicht ins Detail gehen, da es potenziell Spoiler enthalten würde. Man kann das Buch ohne Vorkenntnisse lesen, bin aber froh, den ersten Band gelesen zu haben, da doch sonst einiges an Infos gefehlt hätten. Drei Sterne deshalb, ein Teil der Protagonisten haben mich einfach irgendwann genervt. Ständig fallen Wörter wie „fuck“ und andere Flüche, was einfach an der Menge gesehen, zu viel war. Zudem hat mich das generelle Verhalten mancher Personen nur die Augen verdrehen lassen. Die Handlung war mir an manchen Stellen zu sprunghaft und hatte einen „husch husch“ Effekt. Dennoch hatte das Buch auch seine positiven Aspekte. Spannung war da, cliffhanger wurden eingebaut, die zum weiterlesen anregten. An den ersten Band kommt es nicht ran. Aber wer auf klassische Jugendliteratur steht, hat hier ein Highlight.
Anmerkung: meine liebste Stelle, als Brandenburgerin, war tatsächlich, als der Berliner-Autor das Wort „Stulle“ verwendet hat. 😅
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3,5 Sterne. Irgendwie nicht ganz so stark wie der erste Band. Das Ende ist zwar nicht unbedingt offen, aber für mich trotzdem noch etwas ungeklärt. Eine Lösung fehlt mir erklärt (nur so kann ich spoilerfrei erklären)
3.75* Spannung Spannung Spannung! Flüssigerer Schreibstil als im 1. Band. Vieles anders als was ich sonst lese (Schreibstil, Genre, Stil, Thema), aber war gut :)