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Es geht nur gemeinsam! Wie wir endlich Geschlechtergerechtigkeit erreichen

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In dieser Streitschrift zeigt Jutta Allmendinger, was sich endlich ändern muss, damit wir echte Gleichberechtigung herstellen. Ihr Buch ist ein Fahrplan in die Zukunft, in der Geschlechtergerechtigkeit keine Forderung mehr ist, sondern ein Fakt.

Die Soziologin Jutta Allmendinger ist mit ihrer Geduld am Ende. Seit über drei Jahrzehnten untersucht sie, wie Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern erreicht werden kann, und ihr ernüchterndes Fazit Wir bewegen uns rückwärts in die Zukunft. Corona hat die wahren gesellschaftlichen Verhältnisse wie unter einem Brennglas hervortreten Männer arbeiten, Frauen arbeiten auch - und versorgen die Kinder. Männer verdienen, Frauen verdienen auch – aber bloß etwas dazu. Teilzeit und Elternzeit sind fast immer noch Frauensache, Führungspositionen und hohe Gehälter Männersache.


"Die Soziologin Jutta Allmendinger - keiner kennt uns so gut wie sie." Deutschlandfunk

137 pages, Hardcover

Published January 1, 2021

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About the author

Jutta Allmendinger

18 books5 followers
Jutta Allmendinger is a German sociologist who has been serving as professor of educational sociology and labor market research at Humboldt University since 2007. She was president of the WZB Berlin Social Science Center from 2007 to 2024.

She is also a senior fellow at the Center for European Studies at Harvard University.

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for A YOGAM.
2,016 reviews5 followers
October 20, 2025
Der Titel „Es geht nur gemeinsam!“ von Jutta Allmendingers Buch ist mehr als eine soziale Forderung – er formuliert eine philosophische Wahrheit über den menschlichen Fortschritt. Wahre gesellschaftliche Freiheit verwirklicht sich nicht in der isolierten Autonomie des Einzelnen, sondern in der gegenseitigen Anerkennung und im gemeinsamen Streben nach einer gerechteren Ordnung für alle. Die Fesseln der Ungerechtigkeit binden nicht nur die Unterdrückten, sondern auch die vermeintlich Privilegierten an ein unvollkommenes System. Befreiung kann daher nur ein gemeinsamer Akt der Neugestaltung unserer sozialen Architektur sein. Geschlechtergerechtigkeit ist kein Nullsummenspiel, sondern eine notwendige Synthese, die die Gesellschaft als Ganzes zu einer höheren Stufe von Humanität und Vernunft erhebt.
Wie brüchig dieses Fundament gemeinsamer Verantwortung noch ist, hat die Corona-Pandemie wie unter einem Brennglas offengelegt. Sozialforschende warnten früh vor einem „Rollback“ in den Geschlechterverhältnissen – und die Realität gab ihnen recht. Als Kitas und Schulen schlossen, fiel die Gesellschaft in alte Muster zurück. Die Last der unbezahlten Sorgearbeit wurde erneut überwiegend von Frauen getragen, und die Schere zwischen den Geschlechtern öffnete sich weiter. Das geschah, obwohl viele Väter – und ich zähle mich zu jenen, die stets bis auf das Stillen alles im Haushalt übernehmen – sich längst als gleichberechtigte Partner verstehen. Doch gute Absichten ändern wenig an den Strukturen, die diesen Rückfall begünstigen.
Verstärkt wurde dieses Versäumnis durch eine Politik, die die Chance zur Neugestaltung ungenutzt ließ. Dass das Konjunkturpaket der Bundesregierung Gleichstellungsaspekte weitgehend ignorierte, zeigt, wie tief die alten Strukturen verankert sind – und dass echte Partnerschaftlichkeit politisch gestaltet werden muss.
Gerade vor diesem Hintergrund wirken die jüngsten Äußerungen von Friedrich Merz, der eine Geschlechterparität im Kabinett für verzichtbar hält, wie ein Rückfall in ein Denken vergangener Jahrzehnte. Sie markieren nicht nur eine konservative Machtlogik, sondern auch ein Symptom gesellschaftlicher Müdigkeit gegenüber der Gleichberechtigung. Wenn selbst auf der höchsten politischen Ebene der Gedanke des „gemeinsamen Fortschritts“ wieder infrage gestellt wird, dann stehen uns – wie Allmendinger warnend zeigen würde – schwierige Zeiten bevor.
Allmendingers Leitgedanke der geteilten Verantwortung reicht über die Geschlechterfrage hinaus. Er lässt sich unmittelbar auf die drängendste Herausforderung unserer alternden Gesellschaft übertragen: Auch die Sorge für unsere Ältesten darf nicht länger die stille, ungesehene Last Einzelner bleiben. Sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir nur gemeinsam und solidarisch bewältigen können.
852 reviews11 followers
November 24, 2022
Die Argumentation von Jutta Allmendinger ist persönlich, aber trotzdem auf Statistik abgestützt und das macht vieles sehr nachvollziehbar. Was mir am Inhalt und auch in der Statistik sehr fehlt - und das mag in der persönlichen Geschichte von Jutta Allgmendiner begründet sein - ist die pflegerische Tätigkeit von Frauen für ihre Elternteile nachdem die betreuten Kinder aus dem Haus sind. Aus meiner Sicht ist auch hier eine strukturelle Neuorientierung nötig, um alle Personen gleich welchen Geschlechts für die Übernahme einer solchen massiven Betreuungsaufgabe entsprechend monetär zu würdigen.
32 reviews
October 10, 2022
Frau Allmendinger hat in vielen Punkten recht. Einerseits scheint mir ihre Position sehr radikal zu sein, andererseits sehe ich keine guten Gründe, die gegen diese Denkweise. Was ich ein wenig vermisse, ist die Wertschätzung der Frauen und Männer, die sich individuell und bewusst für eine reine Familienphase entscheiden.
Profile Image for Caro lin.
59 reviews
December 23, 2021
Ein gutes Buch, welches einen soliden Einblick bietet. Irgendwie war es mir aber an einigen Stellen nicht konkret genug.
Profile Image for Lena.
258 reviews11 followers
February 20, 2021
Sehr aktuell. Es ist sehr unaufgeregt geschrieben, was nicht heißt, dass meine Ungeduld sich davon zurückweisen ließe. Wir könnten bei dem Thema Geschlechtergerechtigkeit schon so viel weiter sein. In dem kurzen Buch wird umfangreich dargelegt, warum. Und es enthält Forderungen, insbesondere was die sozialen Anreize für Frauen und Männer, Mütter und Väter betrifft.
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