Actionreich und tiefgründig
Eine Welt, in der es kaum möglich ist zu leben. Eine Hitze, die die Welt verglühen lässt. Veränderungen, die mehr als Nervenkitzel sind.
Warum? Vor 16 Jahren ging ein Experiment schief und die Erdrotation blieb stehen. Eine sengende Sonne hängt über der Erde, die alles zerstört und nur noch Ödland und extreme Anomalien übrig lässt.
In dieser Welt lebt Raven, ein Tech-Jäger, der die begrabenen Schätze in den Trümmern der Welt sucht, die für die restliche Menschheit unerlässlich sind. Immer wieder begibt er sich mit seinen Freunden in große Gefahren. Bis er auf meine alte Legende stößt, die schon fast vergessen war.
Meine Meinung:
Ich muss sagen, dass „Anomalie – Helios fällt-„ bisher mein Liebling unter den Büchern ist, die ich bisher von Dominik A. Meier gelesen habe. Schon auf den ersten Seiten hat der Autor mich mit einer atemberaubenden Atmosphäre gepackt. Dieses Gefühl, wenn man beginnt zu lesen und ganz schnell spürt, das wird großartig. So ging es mir bei diesem Buch.
Ich bin begeistert mit welcher Macht mich die grandiose Stimmung der Story gepackt hat. Bildgewaltig und energiegeladen zog mich die Story immer tiefer in den Bann.
Anomalie ist eine großartige Mischung aus actiongeladenen Szenen, Spannung, Tiefgründigkeit und einer beängstigenden Zukunftsvision.
Der Autor merkt geschickt auf, dass die Menschheit dazu in der Lage ist sich selbst zu zerstören. Eine Kritik, die leider all zu realistisch ist, denn den Klimawandel kann niemand abstreiten. Verpackt in einer spannenden Geschichte, die einem zwischendurch immer wieder den Atem raubt.
Immer tiefer taucht man in das Geschehen sein und fragt sich gemeinsam mit den Protagonisten, was noch alles kommen mag. Geschehnisse, die niemand erwartet. Die Spannung zieht sich kontinuierlich durch das gesamte Buch und hält den Leser gepackt.
Gewalt und Tod sind gegenwärtig, aber genauso eine tiefe Verbundenheit der Figuren und eine Hoffnung, an der man versucht sich zu klammern.
Der Schreibstil gefällt mir immer wieder sehr gut. Mit Geschick und Wortgewandtheit entführt uns Dominik A. Meier in eine düstere Zukunft. Er fesselt den Leser an die Seiten und lässt sie tief in die Story eintauchen. Alles wirkt so echt und real. Man ist mitten drin im Geschehen und kann mit den Charakteren mitzittern.
Nur was das Fluchen angeht, könnte nach meinem Geschmack etwas mehr Abwechslung sein, denn das Wort „verdammt“ kam doch sehr häufig vor.
Besonders fasziniert hat mich der Protagonist Raven, der mir definitiv ans Herz gewachsen ist. Er bringt eine Tiefgründigkeit in die Geschichte, die unter die Haut geht. Mit seinen Gedanken lässt er uns in seine Seele schauen und umso mehr er von sich preisgibt, desto mehr fühlt man mit ihm mit. Er ist ein sehr starker und authentischer Charakter. Raven ist für mich wie ein kleiner Krieger, aber gleichzeitig auch so emotional, auch wenn er das nach außen nur ungern zugeben mag. Man spürt einfach was in ihm vorgeht.
Auch die anderen Figuren finde ich absolut überzeugend. Jeder einzelne hat seinen eigenen Charakter und sie sie sind individuell. Sie haben einen Widererkennungswert. Ich mag es, dass sie auch Ecken und Kanten haben, das macht sie umso interessanter.
Fazit:
Von Seite eins an zieht die Atmosphäre den Leser in den Bann und lässt einen bis zum Schluss nicht mehr los. Ein dystopischer Roman, der Tempo hat, aber ebenso tiefgründig ist, was gerade dem Protagonisten Raven zu verdanken ist.
Bildgewaltig reißt der Autor seine Leser in eine Story, die düster und beängstigend ist, lässt aber auch die Hoffnung nicht untergehen. Ein grandioser Auftakt einer spannenden Trilogie und von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung.