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Das achte Kind

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„Ein ganz besonderer deutscher Bildungsroman.“ (Maxim Biller) – Alem Grabovac erzählt in seinem Roman eine aufrüttelnde Geschichte über Herkunft und Zugehörigkeit

Smilja schuftet als Gastarbeiterin in der Schokoladenfabrik, ihr Mann Emir, ein feierfreudiger Kleinganove, landet später im berüchtigten Gefängnis Goli Otok in Jugoslawien. Nach der Geburt ihres Sohnes Alem trifft Smilja eine folgenschwere Entscheidung: Ihr Baby wächst bei einer strengen deutschen Pflegefamilie mit sieben eigenen Kindern auf. Jedes zweite Wochenende aber verbringt der Junge mit seiner Mutter und ihrem neuen gewalttätigen Freund im Frankfurter Bahnhofsmilieu. Erst als Erwachsener macht sich Alem auf die Suche nach seinem leiblichen Vater.
Alem Grabovac erzählt die erschütternde Geschichte eines extremen Aufwachsens, ungeschönt und ohne Wertung.

256 pages, ebook

Published January 25, 2021

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About the author

Alem Grabovac

4 books3 followers

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Community Reviews

5 stars
46 (31%)
4 stars
61 (41%)
3 stars
37 (25%)
2 stars
4 (2%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 23 of 23 reviews
Profile Image for Anneke.
215 reviews
February 9, 2021
*Vorablese-Exemplar*

"Das achte Kind" berichtet nicht nur von dem Leben von Alem selbst, sondern auch von der Geschichte seiner Mutter, seiner Pflegefamilie und seinem Stiefvater. Das Buch ist kurz, streift aber durch sehr viele Jahre. Das war einer der Punkte, der mir wirklich gut gefallen hat. Der Autor fokussiert sich auf die wesentlichen Wendepunkte in seiner Geschichte. Dadurch bleibt das Buch durchweg interessant. Spannend ist wie sich hier die Konflikte durch die besondere Familiensituation bilden. Außerdem sind die Konflikte der jeweiligen geschichtlichen Abschnitt, sowie die kulturellen Konflikte sehr gut eingefangen. Insgesamt eine besondere Lebenssituation, die per se so viel Spannung aufbaut, dass es einfach interessant war das Buch zu lesen.
Profile Image for Mika.
125 reviews6 followers
June 30, 2025
Hat mir sehr gut gefallen. War durchgehend interessant und ließ sich sehr gut weglesen. War mal eine Perspektive, von der ich noch nie gelesen habe, vermutlich durch die ungewöhnliche Familienkonstellation. Für 5 Sterne reicht es nicht ganz, weil ich es zwar gerne gelesen habe aber nicht weiß wie lange es mir wirklich im Kopf bleiben wird.
Profile Image for Pow Wow.
259 reviews8 followers
April 28, 2021
Ultra cliched migrant narrative with preposterously obvious writing. Good literature it‘s not, no clue why this has been receiving rave reviews in Germany. It’s mercifully short and undemandingly entertaining, so not all bad but otherwise borderline one star for me.
Profile Image for Frl.Fernsucht.
200 reviews
February 15, 2021
Ein Buch über die eigene Herkunft, Zugehörigkeit und das Aufwachsen in zwei völlig unterschiedlichen Welten, die räumlich doch gar nicht so weit voneinander entfernt liegen.

Mir hat "Das achte Kind" unheimlich gut gefallen, auch wenn es sich hier absolut nicht um einen Wohlfühl-Roman handelt. Ich habe sehr viel gelernt, habe manche Figuren geliebt, nur um sie nach ein paar Seiten wieder zu verfluchen, habe mit Alem, dem Protagonisten mitgelitten und unbeschwerte Zeiten in Italien verlebt.

Das Buch gliedert sich in drei Abschnitte, die als Bücher bezeichnet werden, was ich sehr passend finde, da gerade der erste und zweite Abschnitt auch für sich allein eine fast abgeschlossene Geschichte bilden.
Im ersten Abschnitt "Das Buch Smilja" begleiten wir die Mutter von Alem. Wir wachsen mit ihr in Maovice, einem kleinen Gebirgsdorf im kroatischen Hinterland auf. Ohne fließend Wasser, ohne Toilette, begleiten sie, wie sie als junge Frau als Gatsarbeiterin nach Deutschland kommt und in einer Schokoladenfabrik arbeitet. Das harte, einfache, aber selbstbestimmte Leben. Mir ist Smilja in diesem Abschnitt sehr ans Herz gewachsen, im weiteren Verlauf habe ich diese junge, starke Frau dann leider nicht mehr finden können.
Im zweiten Abschnitt "Das Buch Alem" begleiten wir nun das Aufwachsen von Alem, Smiljas Sohn, den die junge Gastarbeterin schon wenige Wochen nach der Geburt in eine Pflegefamilie abgeben musste, da sie selbst wieder in die Fabrik zum arbeiten musste.
Alem wächst in zwei Welten auf, unter der Woche die urdeutsche Großfamilie mit sieben Kindern, geregeltes Leben auf dem Land, an den Wochenenden bei seiner Mutter in der Großstadt, einfache Verhältnisse, Alkohol, Zigaretten und einen cholerischen neuen Partner.

Der Roman schenkt dem Leser sehr authentische Eindrücke in das Leben einer Gastarbeiterfamilie, die nach Deutschland kommt, in der Hoffnung es hier besser zu haben, als in dem Land, welches man hinter sich gelassen hat. Die Zusammengehörigkeiten in den Siedlungen und Fabriken, die Ängste und Sorgen, die Erinnerungen an die Zustände Zuhause, Hoffnungen, ...
Auch habe ich viel über das Leben im ehemaligen Jugoslawien gelernt, fast nebenbei flossen immer mehr Themen in die Geschichte ein, der Krieg zwischen Serben und Kroaten, aber auch die Erinnerungen an den 2. Weltkrieg, an die DDR.
Besonders berührend fand ich aber auch die ganz normalen Schilderungen aus dem Alltag von Alem, die Erwähnungen von Bands, Fernsehsendungen, Autos, Urlaube auf dem Campingplatz in Italien, ... Eine sehr wertvolle Geschichte.
32 reviews
February 19, 2021
Die Erzählung beginnt mit den Erlebnissen der jungen Kroatin Smilja, die als Gastarbeiterin in einer Würzburger Schokoladenfabrik arbeitet. Dort lernt sie ihren zukünftigen Mann Emil und Vater ihres erstgeborenen Sohnes Alem kennen. Zum Unglück der jungen Familie rutscht Emil immer weiter in die Kleinkriminalität und Alkoholabhängigkeit ab, sodass Smilja letztendlich den Entschluss fasst, Alem vorerst übergangsweise in eine deutsche Pflegefamilie zu geben. Daher stammt wohl auch der Name des Romans, denn Alem ist in seiner Pflegefamilie Kind Nummer acht.
Im Laufe der Handlung verfolgen wir das Erwachsenwerden vom ihm - er wird somit im Übrigen nach dem ersten Drittel selbst zum erzählenden Protagonisten.

"Das achte Kind" ist definitiv kein Roman, der den Anspruch hat, seinen Lesern im eigentlichen Sinne "zu gefallen". Vielmehr erzählt er die schicksalshafte Lebensgeschichte des Autors Alem Grabovac sowie die Jugendzeit seiner Mutter.
Ich fühlte mich als Leserin teilweise schon fast erdrückt durch die Menge an traurigen Schickungen, die Alem schon als junges Kind durchleben musste. Man gewann das Gefühl, dass ihm eine eigentliche Kindheit nie vergönnt war. Auch geschichtliche Themen wie die Nachkriegszeit, das Leben junger Gastarbeiter in Deutschland sowie der bis heute existierende Fortbestand der NS-Ideologie und dem damit verbundene Alltagsrassismus sind wie nahtlos in die Erzählung eingebunden.

Insgesamt ist die Geschichte zwar relativ nüchtern und ohne große Emotionen erzählt, konnte mich aber trotzdem von sich überzeugen. Daher habe ich "Das achte Kind" innerhalb von nur wenigen Tagen gelesen und finde es durchaus weiterempfehlenswert.
Profile Image for Uwe Pfaffmann.
233 reviews8 followers
February 24, 2021
Innerhalb von nur 3 Tagen gehört. Das sagt ja schon fast alles. Es ist nicht mein Genre. Normalerweise höre ich überwiegend Krimis. Aufmerksam wurde ich durch die Hörbuchvorstellung auf dem Youtube Kanal von Hoerbuch-Thriller. Hört mal rein, ich kann das Buch jedem nur empfehlen.

Zum Inhalt: Es ist die Geschichte von Alem Grabovac, der 1974 in Würzburg geboren wurde. Die Mutter Smilja eine Gastarbeiterin, der Vater Emir ein Kleinkrimineller. Schnell wird Smilja klar, dass sie das Kind nicht alleine aufziehen kann und so gibt sie Alem im Alter von nur 6 Wochen zu einer Pflegefamilie. An den Wochenenden und in den Ferien, ist er bei seiner Mutter. Wir erfahren wie behütet er auf der einen Seite und wie extrem es auch auf der anderen Seite sein kann.

Wir begleiten Alem auch auf den Urlaubsreisen nach Italien mit seiner Pflegefamilie und nach Kroatien zu seinen Großeltern, die ärmlich in einem kleinen Dorf leben.
Das Buch erinnert mich stark an 'Die Asche meiner Mutter' von Frank McCourt und 'Der Apfelbaum' von Christian Berkel. Jedoch ist es ganz anders und sprachlich auf einem hohen Niveau.

Hörbuchsprecher Fabian Busch, liest betont und man hat das Gefühl als erzähle er über sich selbst und hätte es selbst erlebt.

Fazit: Das achte Kind, die Kindheit von Alem bietet ein breites Kaleidoskop von Gefühlen und Emotionen. Es ist spannend und sehr bewegend. Am Ende hatte ich sogar ein paar Tränen in den Augen. Das Hörbuch erhält von mir 5 Sterne und ich kann es wirklich jedem weiterempfehlen.

Das Hörbuch wurde uns von Hörbuch Hamburg als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dafür vielen Dank.
Profile Image for Maria.
630 reviews14 followers
March 2, 2021
Alem Grabovac hat mit "Das achte Kind" ein spannendes Buch geschaffen, dass irgendwo zwischen Autobiographie und Fiktion anzusiedeln ist. Welche Teile der Geschichte biographisch und welche fiktiv sind, lässt sich nicht bestimmen. Was man grundsätzlich auch nicht muss, mir ist diese Frage jedoch häufig beim Lesen durch den Kopf gegangen.
Der Schreibstil des Autors ist sehr klar und kommt ohne viel Emotion aus, wodurch die Story zuweilen beinahe kühl und bedrückend wirkt. Die Thematik des Buches ist für mich sehr spannend zu lesen gewesen, ich habe sie auch als sehr aktuel und zeitnah erlebt. Die Geschichte von Alem ist sicherlich auch representativ für viele andere ähnliche Geschichten, ih fand es daher sehr gut diese Schicksale nochmals in Erinnerung gerufen zu bekommen.
Der Zwiespalt zwischen dem Leben in Deutschland, in einer schon zu deutschen Familie und der Armut und Not seiner Herkunftsfamilie ist klar herausgearbeitet worden. Diese zwei Kontraste geben dem beschriebenen Leben eine gewisse Dramatik, auch wenn die Beschreibungen sehr nüchtern und distanziert wirken.
Insgesamt habe ich dieses Buch gern gelesen, ich fand es informativ und hat mein Bewusstsein für Migrationsbiographien gestärkt. Eine emotionale Bindung zum Inhalt habe ich jedoch nicht aufbauen können.
Profile Image for Anna.
16 reviews2 followers
October 10, 2025
Das Buch "das achte Kind" von Alem Grabovac ist inhaltlich höchst interessant, besonders da es sich um die wahre Familiengeschichte des Autors handelt.

Der Autor und Protagonist erlebte eine aufrührende Kindheit, pendelnd zwischen seiner Familie und seiner Pflegefamilie sowie zwischen zwei Kulturen. Vater Emir ist ein unzuverlässiger Kleinganove und Trinker. Auch der Stiefvater trinkt und ist gewalttätig, der Pflegevater ist ein überzeugter Nationalsozialist, der selber Wehrmachtssoldat war. Die Mutter Smilja schafft es nicht, ihren Sohn zu schützen. Nebenbei werden ihre Schwierigkeiten, als Gastarbeiterin in Deutschland zu überleben, den Lesern nahegebracht.

Die Personen werden differenziert dargestellt, auch wenn sie eine unschöne Rolle im Leben von Alem Grabovac gespielt haben. Auch die politische Dimension von Nationalismus und Rassismus finde ich gelungen dargestellt.

Ausserdem ist der Schreibstil wirklich sehr angenehm zu lesen. Leichtfüssig und flüssig. Auch die Aufteilung des Buches in verschiedene Bücher ("Buch Smilja", "Buch Alem" und "Buch Emir" hat mir sehr gefallen.
91 reviews
February 27, 2021
In dem Buch "Das Achte Kind" erzählt Alem seine Kindheitsgeschichte. Das Buch ist biographisch und daher kann ich den Inhalt an sich nicht bewerten. Weil was sollte man bei seiner eigenen Kindergeschichte schon aufhübschen. In dem Buch geht es um Alem der bei einem gewalttätigen Vater aufwuchs und daher als Kind letztlich als achtes Kind in eine Pflegefamilie kam. Der Vater von dort war Neonazi. Man merkt also schnell das an sich alle Leute in seinem Leben irgendwie verkorkst waren. Er schildert wie ihn das Leben bei diesen Leuten geprägt hat. Ich musste mehrmals schlucken und hatte Tränen in den Augen weil dieses Buch wirklich bedrückend war und mich unglaublich traurig gemacht hat. Es hat mir auch wieder vor Augen geführt das ich unglaublich froh über meine eigene Kindheit sein kann und diese eben nicht selbstverständlich ist. Das Buch war sehr hart und es ist sicherlich nicht für jeden etwas. Trotzdem erzählt es eindringlich eine wirklich interessante Geschichte.
30 reviews
January 22, 2022
Alem Grabovac schreibt hier über sich selbst und seine Familie - wobei er nicht nur seine leibliche Familie meint, sondern auch die Familie, in der aufwuchs. Dabei erzählt er von einem Schicksal, das auch andere Kinder von Gastarbeiterfamilien teilten, auch wenn sie meist doch nicht so lange in anderen Familien lebten wie Grabovac. Er schreibt sehr eindringlich über seine Kindheit und Jugend, den Konflikt zwischen diesen unterschiedlichen Welten und wie es ist darin aufzuwachsen. Für mich erzählt diese Geschichte einen sehr interessanten Aspekt der deutschen Geschichte und Gegenwart, da diese Lebensgeschichten und Schicksale in der Regel kaum betrachtet werden.
Dazu schreibt Grabovac sehr unterhaltsam und kurzweilig, dabei jedoch sehr detailliert über das ehemalige Jugoslawien, die heutigen Länder und Städte, so dass ich wirklich Lust bekommen habe mal wieder nach Belgrad zu reisen oder neue Ecken in Kroatien kennen zu lernen.
74 reviews
February 7, 2021
Ein beeindruckendes Buch

Alem Grabovac (Jahrgang 1974) hat mit diesem Buch eine bewegende Autobiographie geschrieben. Ich bin selber Anfang der 70er geboren und konnte mich zumindest bei den „geschichtlichen“ Erinnerungen wieder finden. Doch die persönlichen Erinnerungen des Autors weichen so völlig von meiner eigenen Lebensgeschichte ab. Zwei Kindheiten im selben Land und doch so gänzlich unterschiedlich.

Ich fand das Buch spannend, berührend, musste oft den Kopf schütteln und habe mich immer wieder gefragt, ob ich selber so einen gefestigten Lebensweg beschritten hätte, wenn ich die gleichen (zum Teil recht schlechten) Voraussetzungen gehabt hätte. Schon als Kind eigenständig richtig und falsch zu begreifen, auch wenn es anders vorgelebt wird, ist beeindruckend und nicht selbstverständlich.

Ich hoffe, dass Alem Grabovac noch weitere Bücher veröffentlichen wird.
Profile Image for Inga M..
23 reviews3 followers
February 24, 2021
Alem Grabovac hat mich mit seinem Roman über sein Aufwachsen tief bewegt.

In dem 255 Seiten umfassenden Werk erzählt Alem Grabovac vom Aufwachsen in seiner Herkunftsfamilie sowie seiner Pflegefamilie. Vom
prägenden Einfluss seines schlagenden Stiefvaters sowie seines Pflegevaters, der dem Nazi-Regime nach wie vor positive Aspekte abgewinnen kann und hieraus keinen Hehl macht. Es geht um den abwesenden leiblichen bosnischen Vater, um seine kroatische Mutter, die zunächst alleinerziehend versucht in Deutschland Fuß zu fassen und schweren Herzens Alem einer Pflegefamilie anvertraut. Er erlebt Armut und Strenge und in der Pflegefamilie Wertschätzung und Anerkennung und Struktur. Ferien an der Adria und in einem kleinen Dorf ohne fließendes Wasser und eigene Toilette. Es sind die Gegensätze, die ihn vielfältige Erfahrungen machen lassen, an denen er die Leser*innen ungeschönt teilhaben lässt und die mich tief berührt und gleichzeitig aufgewühlt zurücklässt.

Ein Bildungsroman, der ohne Wertung daherkommt und uns Einblicke in ein Aufwachsen zwischen mehreren Kulturen gib
41 reviews1 follower
February 25, 2021
Schweren Herzens nur drei Sterne. Eine interessante und andere deutsche Lebensgeschichte, die erzählt werden muss. Das Buch liest sich gut und schnell. Dennoch hat mir v.a. in der ersten Hälfte der Schreibstil nicht gefallen, die Dialoge erschienen mir hölzern, erinnerten mich an Schulaufsätze. Genervt war ich vom Namedropping (Zauberwürfel, Hitparade, Dallas, Pacman); das kam mir so gewollt vor, um die Atmosphäre der 70er herbeizuzwingen. Unnötig, v.a. weil der Autor gerade in der zweiten Hälfte beweist, dass er die Atmosphäre auch mit seinen Umgebungsbeschreibungen einfangen kann. Die zweite Hälfte war dann auch mehr meins.

Fazit: Lesenswertes Buch - mit kleinen Schwächen.
Profile Image for Esther.
Author 3 books50 followers
September 5, 2023
Sehr interessante Geschichte und wohl in grossen Teilen autobiografisch.
Ich habe nicht gewusst bzw auch nie darüber nachgedacht, wie die Kinder von GastarbeiterInnen (wie der Mutter des Erzählers/Autors) in Deutschland gross geworden sind.
Es war eine lehrreiche, teils schockierende, hauptsächlich aber einfach interessante Geschichte des Lebens dieses Kindes, die aber auch Einblicke in das Schicksal seiner Mutter und ihrer Familie sowie über Jugoslawien unter Tito und zu Anfang des Krieges erlaubt.

Ich habe dem Sprecher sehr gerne zugehört.
Profile Image for Uta Braun.
81 reviews4 followers
February 3, 2021
Eine wilde Mischung aus Bürgerkrieg in Jugoslawien - Holocaust - Coming of age - Missbrauch in der Ehe - Kindesmisshandlung, gewürzt mit einer kräftigen denen Sprache - das war die noch ein bisschen zu viel von allem und dann wieder nichts richtig - lässt sich schnell lesen - hat, zumindest bei mir nicht so viel berührt und hallt auch nicht nach.... gutgemeinte 2 Punkte....🤷🏻‍♀️
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Sanita Povilaitė.
8 reviews1 follower
February 24, 2021
Ein Einblick nicht nur in einen zufälligen menschlichen Leben, sondern auch in Jugoslawische Gesichte und anderen Schicksalen. Das Buch ließt sich einfach und macht nachdenklich v.a wie einfache Entscheidungen und Begegnungen ganzen Leben bestimmen können.
Profile Image for Irina Kuttner.
58 reviews
April 2, 2022
Mir ist diese Geschichte sehr zu Herzen gegangen. Bin nach einem Interview mit dem Autor drauf gekommen und es hat sich gelohnt. Kurzweilig und ohne große Umschweife geschrieben. Interessant auch der Hintergrund. Die jüngere Geschichte Jugoslawiens. Ich kann es nur empfehlen.
Profile Image for Urs.
136 reviews1 follower
June 8, 2023
Etwas vom Besten, das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Eine grosse Lebensgeschichte in schnörkelloser Sprache aufgeschrieben.
Profile Image for CC Sanders.
265 reviews38 followers
March 17, 2021
Ich bin hin und weg von diese Lebensgeschichte. Nach den ersten Kapiteln wird schnell deutlich, dass es sich um ein autobiografisches Stück Literatur handeln muss, denn das Kind, dem wir beim Aufwachsen folgen, trägt den gleichen Namen wie der Autor. Umso kam jeder Wendepunkt, jeder Konflikt - welche direkt und ohne Ausschweifungen erzählt werden - glaubhaft rüber.
Lediglich einige der Dialoge waren schwach formuliert. Man hatte hin und wieder den Eindruck dass die Dialoge sehr konstruiert wirken - "so spricht kein Mensch". Darüber konnte ich im großen und ganzen aber recht gut hinweg sehen.

Alles in allem ist "Das achte Kind" eine herzzerreisende Geschichte über eine Gastarbeiterin, die in Deutschland ihr Glück sucht, schwierige Männer findet und einen Sohn mit Hilfe einer Pflegefamilie gross zieht. Das Buch bewegt und war so flüssig zu lesen dass ich von der ersten bis zur letzten Seite absolut abgetaucht bin und nicht aufhören wollte.
Das Buch ist kurz, kurzweilig, thematisiert viele Themen mit denen ich mich bislang noch nicht so intensiv befasst habe

(Ich habe es tatsächlich von Anfang bis Ende während einem Live-Lese Stream gelesen den ihr hier finden könnt: https://youtu.be/Yzl_N38Xq9w)
See my thoughts in my February Reading Wrap Up #2 : https://youtu.be/xBCKruVTzHU
Profile Image for Barbara.
210 reviews6 followers
September 10, 2021
Schon als Kind erfährt Alem, was es heißt, nirgendwo richtig zuhause zu sein. Geboren in Würzburg als Sohn einer kroatischen Fabrikarbeiterin, die einst in der Hoffnung auf ein besseres Leben ihre Heimat verließ, und eines Bosniers, der ein Krimineller war, wächst er bei einer deutschen Pflegefamilie auf. Hier fehlt es dem Jungen an nichts und sein Leben könnte perfekt sein. Doch sein Pflegevater Robert ist ein Nazi und der neue Mann im Leben seiner Mutter ist ein Alkoholiker, der Frau und Kind verprügelt. In der Schule wird Alem für seine jugoslawische Herkunft beschimpft, bei Besuchen in Jugoslawien wird er als Deutscher schräg angesehen. Doch Alem zerbricht nicht an seinem schweren Leben sondern geht seinen Weg und zeigt, dass man immer eine Chance hat.

Mich hat dieser Roman beeindruckt und sehr berührt. Beeindruckt hat mich der ruhige und sachliche Ton, mit dem Alem Grabovac seine eigene schwere Kindheit und Jugend beschreibt und trotzdem beim Leser starke Emotionen hervorruft. Und ganz nebenbei erfährt man auch einiges über das schwere Leben im ehemaligen Jugoslawien unter Tito und den beginnenden Kriegen in dem ehemaligen Vielvölkerstaat.

Mein Fazit: ein aufwühlender autobiographischer Roman, der lange im Gedächtnis bleibt. Harte Kost!
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