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Generation Beziehungsunfähig. Die Lösungen

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Michael Nast, seit seinem Nr.-1-Bestseller das Sprachrohr für die Generation Beziehungsunfähig, hat neue Nachrichten für seine Den Traumpartner unserer Vorstellungen, der unseren mannigfaltigen Anforderungen entspricht, gibt es nicht! Die Gründe für das ständige Scheitern unserer Dates und Beziehungen sind unsere falschen Idealvorstellungen, gepaart mit dem eigenen Selbstoptimierungswahn und unserer Darstellungswut in den sozialen Medien. Dem Ganzen setzt die Oberflächlichkeit und Unverbindlichkeit der heutigen Dating-Apps Tinder und Co. dann noch die Krone auf. In seinem neuen Buch "Generation Beziehungsunfä Die Lösungen" zeigt der Berliner, wie wir unser Verhalten ändern können – denn wir selbst ziehen uns die "Nieten" an Land. Um das zu vermeiden, müssen wir an uns arbeiten – aber eben nicht im Sinne der selbstdarstellerischen Selbstoptimierung! Sondern, indem wir uns selbst besser kennenlernen und verstehen. Michael Nast zeigt seinen Lesern und Leserinnen, dass sie mit ihren Problemen einen Partner zu finden nicht allein sind – und was Lösungswege aus dem Dilemma sein können.

305 pages, Kindle Edition

Published February 5, 2021

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Michael Nast

12 books32 followers

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Displaying 1 - 13 of 13 reviews
Profile Image for travelartandbookblogger .
120 reviews5 followers
February 8, 2021
Bei Generation beziehungsunfähig - Die Lösungen von Michael Nast handelt es sich weniger um ein Sachbuch als vielmehr um ein persönliches Erfahrungsbuch des Autors, der seine Erlebnisse auf eine ganze Generation zu projizieren versucht. Er möchte gesellschaftliche Vorkommnisse mit Beispielen aus seinem eigenen Erfahrungshorizont unterlegen. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige das ein oder andere Erlebnis so oder so ähnlich ebenfalls durchlebt haben und sich in manchen Schilderungen wiederfinden können.

Vermutlich nutzt Nast die zahlreichen Pauschalisierungen und Klischees um ein Wir-Gefühl entstehen zu lassen. Zwar reflektiert er sich stellenweise schon selbst, jedoch ist mir das Verhältnis nicht ausgewogen genug, weswegen mir der Erzähler im Laufe des Buches leider immer unsympathischer geworden ist. Vor allem dieses repetitive „ja das war jetzt ein extremes Beispiel“ - Wahnsinn wie viele Extrembeispiele ein Mensch so kennen lernen kann. Das hinterlässt so einen faden Beigeschmack: ja ich rechne hier jetzt einmal mit all meinen Frauengeschichten ab. Auch die gewählten Bilder und Vergleiche hinken manchmal ganz schön - ein altes Telefon ist wie eine Geschlechtsumwandlung? Jemand der zum Therapeuten geht ist nicht dateable? Ein menstruierender Hund als Trennungsgrund?

Seinen Schreibstil hingegen finde ich sehr erfrischend und stellenweise schon echt lustig.

Leider hat Corona dem Buch in Sachen Aktualität einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht: sämtliche Kapitel über Kritik an der Kommunikation über die Distanz mittels Technologien greifen nicht mehr, weil es zur Zeit ja gar nicht anders geht. Also so gerne Michael Nast den Zeitgeist vielleicht getroffen hätte, ist er mit dem Buch ziemlich genau ein Jahr zu spät dran.
Profile Image for Anne.
Author 5 books14 followers
January 16, 2026
Oje, wo soll ich nur anfangen…
Zuallererst passt der Buchtitel nicht zum Buch. Dies wundert mich nicht, weil schon das Vorgängerbuch „Generation Beziehungsunfähig“ zwar ein Geniestreich des Marketingteams war, sich aber nicht wirklich mit einer Generation beschäftigte oder den allgemeinen Umständen, was diese Generation und ihr Beziehungsverhalten von anderen Generationen unterscheidet.

Genauso wenig bietet dieses Buch die angeblichen Lösungen (mein Vorschlag eines Alternativtitels: „Geht ein Autor abends in einen geschlossenen Buchladen und beginnt eine Freundschaft mit einem Psychologen“, Untertitel: „…einem Paar-Psychologen“ ) – aber um ehrlich zu sein, habe ich diese auch nicht von Nast erwartet. Stattdessen darf ein potenzieller Leser sich die Lösungen wie folgt vorstellen:
Lädt ein Freund dich zum Frühjahrsputz ein und der Theorie zur Liebe nehmen wir die Einladung an. Wir kommen in die Wohnung und unser Freund zeigt uns die Gründe, warum er uns eingeladen hat: Der verstaubte Teppich, die dreckige Küche, die beschlagenen Fenster etc. etc. etc. Doch anstatt zum Besen oder Sauger zu greifen, zeigt uns unser Freund einen Rotweinfleck auf dem Teppich und erzählt uns von dem Abend, an dem der Fleck entstanden ist. Die Fenster sind verschmutzt, weil unser Freund in einer trockenen Gegend wohnt und Fensterputzen eigentlich keinen Sinn macht, da nach zwei Tagen die Fenster wieder wie am Vortag aussehen. Und nachdem wir jeden Schmutzfleck in der Wohnung erklärt bekommen und zwischendurch ein paar Geschichten hörten, die so gar nichts mit dem angekündigten Frühjahrsputz zu tun haben, ist der Tag vorbei, die Wohnung immer noch dreckig und wir gehen. Wir sehen uns beim nächsten Mal, dann heißt das Buch jedoch „Generation Beziehungsunfähig, nun wirklich die Lösungen“ .

Bevor ich konkreter auf die Dinge eingehe, die mich am Buch stören, sollte ich vorab erwähnen, dass ich eine Art Hass-Liebes-Beziehung zu Nasts Büchern pflege. Ich bin ein allgemein friedlicher Mensch und meine „Streits“ sind tatsächlich sehr ruhige Natur, in denen es eher darum geht, Kompromisse zu finden. Laut werde ich nur, wenn ich „Nein“ (als Form des Selbstschutzes) oder „Vorsicht“ (als Form des Fremdschutzes) rufen muss.
Aber Michael Nasts Bücher rufen in mir eine enorme Streitlust hervor. Ich schreibe in seinen Büchern meine Antworten (Zustimmungen, aber häufiger Abwertungen) und streite mich mental mit dem Autor.

„Generation Beziehungsunfähig. Die Lösungen“ lag zu lange in der Redaktion (so ist auch ein Virus-Witz verblieben, der Anfang 2021 nicht ohne anmerkende oder sarkastische Fußnote verbleiben sollte).
Die meisten Texte im Buch waren mir aus Lesungen oder Kolumnen aus Ende 2019 und Anfang 2020 bekannt. Viel Neues gab es nicht zu entdecken. Auch ähneln sich viele Artikel zu seinen vergangenen Beziehungsbüchern. Nast ist kein schlechter Autor, ganz im Gegenteil. Sein letztes Buch „Vom Sinn unseres Lebens: Und andere Missverständnisse zwischen Ost und West“, in dem es mal nicht um Beziehungen geht, hat mir sogar sehr gut gefallen, aber was Beziehungstexte angeht, ist Michael Nast einfach der Stoff ausgegangen.
Ihm fehlt eindeutig neuer Input. Immer geht es um das Gleiche. Entweder vereinfacht er komplexe Gegenstände auf ein Minimum – entweder weil er sie nicht verstehen will (z.B. Sprachnachrichten) oder weil er wirklich an seine Grenzen geraten ist, Dinge in seiner Ganzheit und nicht nur von einer Seite aus zu betrachten. Oder aber er verkompliziert die einfachsten Dinge (z.B. digitale Kommunikation via WhatsApp oder Telefonieren) auf ein unfassbares Maximum, sodass ich meinen Kopf gegen eine Wand schlagen möchte.
Nasts Texten nach zu urteilen, sind wir nämlich Sklaven der Apps. Wir haben angeblich keine Möglichkeit ihnen zu widerstehen. Er spricht z.B. von der Tragik der Push Nachrichten, vergisst aber, dass jeder von uns diese ganz einfach deaktivieren kann. Wie William Ernest Henley in seinem international bekannten Gedicht „Invictus“ es nicht hätte besser ausdrücken können:

„It matters not how strait the gate,
How charged with punishments the scroll,
I am the master of my fate:
I am the captain of my soul.”


Nasts Betrachtungen bleiben eintönig und langweilig. Dabei widerspricht er sich immer wieder selbst. In seinem Buch bezeichnet er z.B. „Fernbeziehungen“ als ein praktisches Single-Dasein, dabei hat Nast selbst in seinem Podcast 2020 preisgegeben, dass er sich seit 2020 in einer Fernbeziehung befindet.
Ohne mit der Wimper zu zucken, urteilt Nast über das Sein und Leben anderer. Es fehlt ihm entweder der Wille oder das Können sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Nicht jeder Mensch muss uns verständlich sein. Aber besonders als Autor, der viel Zeit damit verbringt über sich und sein Verhalten nachzudenken, sollte man in der Lage sein in Betracht zu ziehen, dass auf eine Aktion eine Reaktion folgt. Sein Weltbild bleibt an vielen Stellen leider schwarz-weiß.

Nast ist dabei nicht ohne Talent – nicht ohne Grund habe ich all seine Bücher gelesen. Aber wenn ich eine Grundschullehrerin und Michael Nast mein Schüler wäre, würde ich ihn auf den Kopf tätscheln und sagen: „Micha, das war schon ein sehr guter Anfang. Ich sehe, du hast dir viel Mühe gegeben. Aber hast du schon einmal daran gedacht, dass Gedicht aus der folgenden Perspektive aus zu betrachten?“
Zum Beispiel ignoriert er weiterhin gekonnt (ob gewollt oder unbewusst), dass es durchaus Menschen gibt, die gerne Single sind oder die unheimlich gute und glückliche Singles sind. Für Nast scheint der Sinn des Lebens zu sein einen perfekten Beziehungspartner zu finden. Dabei scheint er es komplett zu ignorieren, dass man vielleicht erst einmal mit sich selbst ins Reine kommen muss, bevor man in der Lage ist, sich wirklich auf einen anderen Menschen einzulassen. Bell Hooks Buch „All About Love: New Visions“ wäre zum Beispiel guter Input, den Michael Nast dringend vor seinem nächsten Beziehungsbuch benötigt.

Ich glaube, Michael Nast hat sich über die Jahre so sehr daran gewöhnt über sein gescheitertes Liebesleben zu berichten, dass er beinahe schon einen automatischen Sabotage-Schalter eingebaut hat. Denn wenn er irgendwann über viele Jahre erfolgreich (ich schreibe bewusst nicht glücklich) in einer Beziehung ist, worüber soll er dann noch schreiben?
Profile Image for Emilia.Charlize.
6 reviews
March 11, 2025
ich bin ehrlich ich kenn jetzt viel zu viele takes
vom einem boomer / millenial mann und seinem dating leben. der erste teile hat mir besser gefallen aber nochmal machen wurde ich’s jetzt nicht. trozdem wurden manchmal sinnvolle sachen gesagt
251 reviews2 followers
May 16, 2021
Michael Nast rechnet mit den gefühlt 100 Frauen ab, die er gedatet hat. Eigentlich erinnert mich das ganze Buch an einen Tagebucheintrag, der sich einfach nur auf persönliche Erfahrungen überträgt, die aber niemand anderem etwas bringen. Lösungen gibt's eigentlich keine (auch nicht für den Autoren selbst) und nach Lesen des Buchs frage ich mich, wieso jemand ein Buch über Lösungen für Beziehungsunfähigkeit schreibt, wenn man nach Schilderungen der Dating-Geschichten eher selbst Hilfe benötigt. Ich hatte eine humorvolle Analyse der aktuellen Generation erwartet und eine Sammlung ein wenig selbstbemitleidender Tagebucheinträge bekommen. Würde das Buch nicht weiterempfehlen.
Profile Image for Chris.
403 reviews1 follower
November 11, 2021
Holy cow war das unterhaltsam. Klar ist vieles bekannt, doch selbst eine Auffrischung ist dank Nasts Geschichten jede Silbe wert.
Profile Image for JiixBooks.
541 reviews
December 20, 2021
Das Buch beginnt mit sehr viel Lob an den Autor selbst, durch den Erfolg des ersten Buches, welches ich ebenfalls reviewed habe (Link: https://www.goodreads.com/review/show...) Es ist kein Geheimnis, dass ich das erste Buch bereits schrecklich fand. Von der Menge ans Sexismus (geht hier stolz weiter) bis zu der Aussage, dass Männer, wenn sie ihre Partner betrügen es geheim halten sollten, ging das Wirre Zeug zu Unmengen an Seiten weiter.
Warum ich also Band 2 lese? Masochismus? Ich werden ehrlich sein, tatsächlich hatte ich mit Selbstreflexion gerechnet. Vielleicht lassen sich Änderungen zu Haltungen auffinden, immerhin verspricht der Titel ganz großspurig LÖSUNGEN, ja Lösungen zu finden…. Zu viel erwaretet.

Schon zu Beginn geht es mit dem „Frauen sind Schuld“ Spiel weiter. „Die Frauen mit denen ich mich treffe werden gefühlt immer instabiler“

Das eine Beziehung bedeutet, dass man sich tatsächlich auf einen Menschen einlassen muss, wird zunächst tatsächlich genannt und sogar reflektiert. Sogar Therapie wird angesprochen! Ich war überrascht. Sogar das Wort Narzisst fiel. Aber wieder zu früh gefreut.

Schminkangewohnheiten werden als „Hügel im Gesicht“ bezeichnet. Es wird lautstark darüber gelästert – denn ja es ist einfach reines lästern mehr nicht, ob denn die Frauen von ihren Handys erkennt werden würden ohne sich zu Schminken. Ha. Ha. Ha. Comedian.
Es heißt zunächst, dass die Frauen dadurch viel schöner seien und gut zum Ansehen – was sollen sie auch sonst sein, ABER oh nein. Es ist eine Schönheit, die den Autor nicht berührt, ☹ ach wie schade… „Weil es mir schwer fällt sie auseinander zu halten. Die Schönen werden sich immer ähnliche rund damit immer austauschbarer.“ Nicht nur sind alle Frauen scheinbar nun austauschbar, sie seien wie ein schlechter Serienmarathon auf Netflix mit eindimensionalem Charakter. ☹((

Das Ganze spitzt sich zu, als das Thema Influencer zur Sprache kommt. Das viele Frauen sich hiermit nicht nur als selbstständige und intelligente Entrepreneure aufstellen und ihre eignen Businesse aufbauen wird komplett ausgeklammert. Ich rede das ganze nicht perfekt, aber das diese Frauen auf ihr Aussehen reduziert werden ist inzwischen nur anstrengend und damit auf die Schönheit, die dem Autor einfach nicht das Herz berühren kann… traurig, traurig ☹. „Ihre Persönlichkeiten glichen ihrem Make Up, eine Maske hitner der sie etwas verbergen wollten“ Beängstigend sei das ganze gar. Die Triade des Boomertalks geht weiter und weiter bis tatsächlich folgende Worte fallen: „Vielleicht sind sie so schwer zu unterscheiden, weil ihrer Schönheit Charakter fehlt. Sie sind glänzende Hüllen mehr ist da nicht.“ Okay, Joe Goldberg we get it. LOL

Es ist vor allem lustig, dass der Autor immer wieder betont man würde ihm sein Alter von 45 Jahren nicht anmerken. Hmmmm..
Ein weiteres Argument für die Dissonanz in den Generationen ist das hier betont wird, dass online Freunde niemals echte Freunde sein können und wie wenig Freunde der gute Mann doch hat. Flex I guess. Es ist nicht mal eine Übertreibung, Unmengen an Seiten werden dafür geopfert uns ganz klar zu beschreiben wie wenig Freunde er doch hat.

Außerdem wird ein transphober Vergleich zwischen Geschlechtsumwandlung und Displays gemacht…. Weil das schon so schön war, folgt gleich dieser Satz: „Obwohl sie Zeit miteinander verbrachten zogen sie es vor allein zu sein. Sie waren gewissermaßen zu Autisten geworden“ Weil das ja auch Autismus ist. Einfach unnötig.

Danach folgt gleich auch das nächste Kapitel voller Boomer Energie: Wir telefonieren alle nicht genug und schreiben viel zu viele Nachrichten GASP. Wisst ihr was noch schlimmer ist?! Wir schicken GASP Sprachnachrichten THE HORROR. Unser guter Autor natürlich nicht, niemals!

Das Buch war nicht nur reinste sexistische Zeitverschwendung, außerdem hat der Autor mit jedem neuen Wort immer mehr bewiesen, wie wenig er doch dieser Zeit versteht, die er hier angeblich ach so gut analysieren könnte. Im Endeffekt handelt es sich hier nur um einen wütenden Mann, der schriftliche seine Frustration rauslassen will und aus irgendeinem Grund dabei auch noch eine so große Plattform bekommt. Was er natürlich auch darf, nur wäre gerade deswegen mehr Selbstreflexion vonnöten. Ich meine jedem das seine. Er spricht ein bestimmtes Publikum an, welches warum auch immer seine Werke aufkauft. Ich hoffe nur wir können uns einigen, dass hier mehr kritisches Denken an den Tag gelegt werden sollte, das hier einfach fehlt.
Profile Image for xbooksaremypassion.
276 reviews
June 18, 2021
Michael Nast geht in diesem Buch auf die Entwicklung der Gesellschaft zu einer Konsumgesellschaft ein, in der zwischen Dating und Onlineshopping kaum noch ein Unterschied besteht. Sehr interessant fand ich persönlich die Darstellung der  verschiedenen Beziehungstypen und deren Eigenschaften sowie deren Beuteschema (also deren bevorzugter Beziehungstyp), da ich mich schon wiederfinden konnte. Auch einige andere Thesen trafen schon auf mein Leben zu, daher hat er mit seinen Ausführungen nicht ganz unrecht. Im weiteren Verlauf geht der Autor auch auf die Kommunikation in einer Beziehung ein, die sich immer mehr in den Online-Bereich verlagert. Dies war mir zwar bekannt, doch der Umfang dieser Verlagerung und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft in diesem Ausmaß waren mir nicht bewusst.


Kritik:
Die Beispiele die Michael Nast nutzt, um seine Thesen zu untermauern, sind immer sehr extrem gewählt. Trotzdem handelt es sich dabei stets um Erfahrungen, die er persönlich gemacht hat, was mich zu der Frage brachte, mit wie vielen extremen Leuten man denn eine Beziehung bzw. ein Date haben kann. Unglücklicherweide wurden im Buch auch sehr viele Klischees verarbeitet, welche die dargestellten Thesen und deren Begründungen zeitweise unglaubwürdig scheinen ließen. Mein größter Kritikpunkt aber ist der Titel und die damit verbundenen Erwartungen an das Buch, welche meiner Meinung nach nicht erfüllt wurden. Ich hatte mir eine Art Ratgeber erwartet, welcher sich mit der Gesellschaft und deren Beziehungsunfähigkeit beschäftigt und Lösungen oder zumindest Ratschläge aufzeigt, die speziell auf dieses Thems zugeschnitten sind. Leider waren die Ratschläge, die Michael Nast hier nennt, allgemeine Tipps, wie man das eigene Verhalten weniger egoistisch gestaltet und über den Tellerrand blickt. Daher würde ich es eher als eine Sammlung von Erfahrungsberichten mit Ratgebercharakter bezeichnen, die mit viel Humor zu sehen sind.

Fazit:
Insgesamt war es durch die Untermalungen von Michael Nast ein unterhaltsames Buch, welches die Veränderungen des Beziehungsverhaltens in der Gesellschaft behandelt. Dennoch hat dieser Roman meiner Meinung nach kaum Gemeinsamkeiten mit einem Ratgeber und schürt daher Erwartungen, die nicht befriedigt werden können. Da es aber doch ein paar interessante Themen behandelt, vergebe ich 2,5/5🌟
Profile Image for Lucy Cassatt.
37 reviews1 follower
March 26, 2021
Ich werde leider kein Fan des Buches. Ich finde die Erzählart des Autors, permanent irgendwelche Erlebnisse als umgemünzte Geschichten aus dem Freundeskreis oder seiner Vergangenheit zu erzählen, mit der Zeit etwas nervig und anstrengend. Auch wenn der Autor hin und wieder spannende Thesen aufstellt und Dinge analysiert, schweift er dann leider zu sehr ab oder kommt nicht auf den Punkt. Mir persönlich wurde der Autor (den ich eigentlich mag und der auch im Podcast sympathisch rüber kommt) im Laufe des Buches unsympathisch. Er projiziert seine eigenen Dating-Probleme auf eine ganze Generation. Das passt manchmal, andererseits auch nicht, da es sich um persönliche Probleme, Weltansichten und generelle Beziehungsprobleme handelt.
Der Autor wirkt einerseits selbst reflektiert und andererseits ist er ein Mann, der oberflächlich bleibt und mindestens 10 Jahre jünger datet. Irgendwie gelingt ihm dadurch der Wandel, von den in Kurzgeschichten und Extrembeispielen verpackten Problemen zu den eigentlichen Lösungen nicht wirklich. Aus meiner Sicht, zumindest nicht glaubwürdig. Hundert Seiten weniger und dafür knackiger auf den Punkt gebracht als zu redundant, hätte ich besser gefunden. Das Buch hat sich für mich ab einem gewissen Punkt sehr gezogen, was etwas schade war, weil der Autor einen angenehmen und sehr leichtfüßigen Schreibstil hat.
Vielleicht liegt das Problem des Buches auch einfach im Titel, der etwas verspricht, was leider nicht ganz eingelöst wird.

Nicht mein Geschmack, für andere aber sicherlich unterhaltsam.
Profile Image for Nicole.
129 reviews23 followers
May 25, 2021
2,5
Also Lösungen sind das nicht wirklich. Er hat nur einen Punkt, in dem er sagt, man muss auch mal bei sich selber aufräumen und die Schuld gescheiterter Beziehungen nicht nur auf die andere Person schieben. Das weiß man dann nach den ersten Seiten des Buches. Danach kommt nicht mehr viel.
Er selber hält sich nicht an eigene Erkenntnisse und berichtet hauptsächlich von seinen gescheiterten Beziehungen (auch aktuelle Stories). Im letzten Teil beschwert er sich hauptsächlich über aktuelle Kommunikationsmittel. Kann man machen, passt aber nicht zum Inhalt des Buches und den Bogen, den er versucht zu schlagen, um das ganze auf heutige Beziehungen zu übertragen ist mehr als wackelig bzw. an den Haaren herbeigezogen.
Profile Image for Charly.
129 reviews
August 10, 2021
I found this book in a book share and probably would never have read it otherwise. When reading it, you have to remember that Michael Nast is not a psychologist or any kind of expert: he's a columnist. So if you read this book as column, it has some interesting thoughts on today's media use and how it affects relationships. But don't expect to be mindblown by some ultimate "solution" (the title of the book is definitely misleading) the author might provide to handling relationships. I did like that the author seems to be able to show self-criticism (which does not happen that often with these type of books written by white privileged men).
1 review
January 8, 2022
Man hat über das gesamte Buch hindurch das Gefühl, dass es tatsächlich einfach nur ein ,,Kommerzbuch“ ist und das ist einfach auf den Erfolg des ersten aufbauen soll.
Man findet sogar nach zwei drei Seiten, Sätze die 1:1 auf den Seiten davor vollkommen unabgewandelt verwendet werden.
Allein dass der Autor mittlerweile 45 ist und noch immer die ,,selbstgemachten“ Probleme der Generation Y und der digital Natives hat, lässt es dann im Endeffekt sehr unauthentisch und wenn der Realität nah, eher unschön wirken, wenn man bedenkt wie alt er ist und mit was für oberflächliche. Problemen er noch in seinem Alltag zu kämpfen hat.
Profile Image for Chris.
68 reviews
October 17, 2024
Lösungen? Abgesehen von den fettgedruckten Aussagen, die das Offensichtliche bieten oder als nette One-Liner dienen, gibt es keine tiefgreifenden Lösungen. Michael Nast sagt tatsächlich, dass es Bindungsstile gibt, und fährt fort, über den Generationswechsel nachzudenken. Es gibt nichts Sinnvolles in diesem Buch, so dass ich nach 2/3 des Buches aufgehört habe, es zu lesen.
Profile Image for Maren.
13 reviews
April 21, 2023
Titel ist irreführend und lässt auf Ratgeber schließen. Schreibstil erinnert an Tagebucheinträge. Einstellung vom Autor ist nicht gerade sympathisch und macht das Buch noch unerträglicher. Hinzu kommt eine sehr männliche Sichtweise auf Frauen. Einfach nur Müll.
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