München 1945. Auf dem Schwarzmarkt in der Möhlstraße treffen sich alle, die nach Glück und ein wenig Leben suchen. Nylons, Kaffee, Schokolade und Schmuck wechseln hier die Besitzer. Auch Toni, die ihr Zuhause verloren hat und nun bei ihrer Tante Vev wohnt, versucht, auf dem Schwarzmarkt das Nötigste für die Familie zu organisieren. Als sie die Holländerin Griet kennenlernt, spürt Toni zunächst eine tiefe Abneigung. Sie ahnt nicht, dass Griet eine schwere Zeit hinter sich hat, über die sie nie wieder sprechen möchte. Sie könnten einander helfen. Doch das geht nur, wenn sie ehrlich zueinander sind und ihre Vorurteile überwinden ...
Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.
Völlig unerwartet ...ein wirklich gelungenes Szenenbild der ersten Nachkriegsjahre, stimmungsvoll und historisch überaus überzeugend!
Eigentlich liebe ich die Bücher von Peter Prange.....jetzt hat er für mich in Teresa Simon echte Konkurrenz bekommen....
Die Niederländerin Griet erlebt die letzten Tage des zweiten Weltkrieges als Häftling eines Arbeitslagers auf dem unmenschlichen Marsch auf der Flucht vor den vorrückenden Alliierten....umgebend von ihren Leidensgenossinnen muss sie schreckliche Erfahrung machen...aber sie findet auch Hilfe und Unterstützung... In München kämpft die sechsköpfige Familie Brandl um das Überleben in der Nahrungsknappheit der ersten Nachkriegszeit...die junge Toni muss schwierige Entscheidungen treffen, um ihre Familie zu unterstützen.....und dann wird auch noch eine junge Niederländerin namens Griet bei den Brandls einquartiert.....
Teresa Simon erzählt mit Tiefgang, historisch überaus fundiert und mit viel Liebe zum Detail...zwischenzeitlich hatte ich beim Lesen das Gefühl, selbst auf dem Schwarzmarkt um Kaffee und Kartoffeln zu feilschen.... der Hunger nach Nahrung und (Über)Leben wurden in meinen Augen kaum jemals besser zu Papier gebracht.....
ORIGINALAUSGABE Taschenbuch, Klappenbroschur, 512 Seiten, 11,8 x 18,7 cm ISBN: 978-3-453-42406-7 Erschienen am 08. Februar 2021 10,99 € München 1945. Auf dem Schwarzmarkt in der Möhlstraße treffen sich alle, die nach Glück und ein wenig Leben suchen. Nylons, Kaffee, Schokolade und Schmuck wechseln hier die Besitzer. Auch Toni, die ihr Zuhause verloren hat und nun bei ihrer Tante Vev wohnt, versucht, auf dem Schwarzmarkt das Nötigste für die Familie zu organisieren. Als sie die Holländerin Griet kennenlernt, spürt Toni zunächst eine tiefe Abneigung. Sie ahnt nicht, dass Griet eine schwere Zeit hinter sich hat, über die sie nie wieder sprechen möchte. Sie könnten einander helfen. Doch das geht nur, wenn sie ehrlich zueinander sind und ihre Vorurteile überwinden …
Zur Autorin
Teresa Simon ist das Pseudonym der promovierten Historikerin und Autorin Brigitte Riebe. Sie ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale und lässt sich immer wieder von historischen Ereignissen und stimmungsvollen Schauplätzen inspirieren. Die SPIEGEL-Bestsellerautorin ist bekannt für ihre intensiv recherchierten und spannenden Romane, die tiefe Emotionen wecken. Ihre Romane Die Frauen der Rosenvilla, Die Holunderschwestern und Die Oleanderfrauen wurden alle zu Bestsellern.
Meine Meinung
Ich habe ja bisher alle Romane der Autorin mit großer Begeisterung gelesen und gehört und daher war klar, dass das neue Werk auch schnellstmöglich gelesen/gehört wird.
Diesmal ist mir der Einstieg in die Geschichte etwas schwerer gefallen als sonst. Man lernt hier die Holländerin Griet 1945 in München kennen, die bei Tonis Familie Unterschlupf findet. Toni ist eine junge Frau, die bei ihrer Tante Unterschlupf gefunden hat und versucht, auf dem Münchener Schwarzmarkt etwas für die Familie zu organisieren.
Entgegen meiner sonstigen Erfahrung mit den historisch angehauchten Romanen von Teresa Simon sind mir die Charaktere diesmal nicht so ans Herz gegangen. Auch konnte ich manche persönliche Entwicklung nicht so ganz nachvollziehen, vor allem Benno, der sich zum Ende total gewandelt hat.
Dafür habe ich aber auch wieder Informationen dazu gewonnen, z.B. wie es damals auf dem Schwarzmarkt zugegangen ist. Insgesamt ist jedes Buch der Autorin immer eine Bereicherung, da, soweit ich es einschätzen kann, immer sehr detailreich und gut recherchiert.
Zum Ende konnte mich das Buch aber wieder mehr begeistern und gerade das Nachwort fand ich auch sehr interessant..
Alles in allem kann ich hier eine klare Lese- und Hörempfehlung aussprechen, auch wenn es für mich persönlich eines der schwächeren Romane der Autorin war. Von mir bekommt Glückskinder 4 Sterne.
Die Bücher von Teresa Simon gehören seit Jahren zu meinen Highlights, auf die ich mich immer wieder freue. Lange war das Pseudonym der Autorin ein Geheimnis seit diesem Jahr haben wir die Gewissheit, das Brigitte Riebe Teresa Simon ist. Dieses Buch von Teresa Simon ist anders als ihre bisherigen Bücher. Es ist ein eindringliches Zeugnis einer schweren Zeit, welches zum Nachdenken anregt, aber auch viel Hoffnung schenkt. Hoffnung die wir vielleicht auch in diesen Zeiten dringend brauchen.
Das Cover ist geschmackvoll gestaltet, zwei junge Frauen mit Koffern sind darauf abgebildet, sie wenden dem Betrachter den Rücken zu. Der Hintergrund ist Türkis, dazu die wunderbaren Kirschblüten und man bekommt sofort Frühlingsgefühle.
Der Klappentext verrät, dass wir uns im Jahr 1945 in München befinden. Der Einmarsch der Alliierten steht kurz bevor. Zunächst wird der Roman abwechselnd aus den Perspektiven von Griet und Toni (Antonia Brandl) erzählt. Beide jungen Frauen haben es nicht leicht. Griet ist Holländerin und befindet sich noch im KZ-Außenlager, sie hat schreckliches erlebt und viele Menschen sterben sehen. Toni ist neben ihrer Tante Vev die starke Persönlichkeit in der Familie, sie kümmert sich um die anderen, besorgt Essen und alles Nötige unter der Hand, damit die Familie überlebt. Antonias Familie lebt in der Maxvorstadt, ihre Tante Vev war eine Grand-Dame des Theaters und beherbergt nun fünf weitere Familienangehörige. Dann sind die Amerikaner in München, Griet wird befreit und kommt zu den Brandls, sie wird dort von den Besatzern einquartiert. Benno, Griets Cousin, der ebenfalls in der Wohnung lebt, war Aufseher bei der Agfa wo Griet als Zwangsarbeiterin arbeiten musste. So fällt es Griet schwer die alten schweren Zeiten hinter sich zu lassen, wäre da nicht Captain Walker ihr Fürsprecher, der ihr einen Job bei den Amerikanern verschafft hat. Da ist aber auch noch Louis das Chamäleon, man weiß nicht wer er ist und was er so genau macht. Er trifft sich mit zwielichtigen Gestalten und ist immer dann zur Stelle, wenn man ihn am wenigsten erwartet und er hat sehr viele Kontakte. All diese Menschen kämpfen in der Nachkriegszeit ums Überleben, die Wohnungsnot ist groß, Nahrungsmittel gibt es kaum, der Schwarzmarkt blüht. Für die Lebensmittelmarken bekommt man sehr wenig, sodass man beim Essen kochen sehr erfinderisch sein und oft improvisieren muss.
Der Roman endet im Herbst 1948, sodass wir die Personen rund drei Jahre begleiten. Zeitsprünge sind somit gegeben, werden aber durch die Zeitangaben am Kapitelanfang kenntlich gemacht. Der Autorin gelingt es diese Geschichte sehr eindringlich zu erzählen und die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Logische Fehler sind mir keine aufgefallen, ich konnte der Geschichte zu jeder Zeit folgen.
Der Schreibstil von Teresa Simon ist sehr angenehm zu lesen, besonders der bayrische / münchnerische Dialekt machen den Roman sehr authentisch. Die Autorin ist in der Nähe der Schauplatz aufgewachsen und kann somit sehr anschaulich beschreiben und schafft es die Stadt München im Jahr 1945 vor dem inneren Auge des Lesers zum Leben zu erwecken.
In dem Roman geht es wie bereits angedeutet auch um die Lebensmittelknappheit und wie die Menschen in diesen Zeiten in der Küche improvisieren mussten. Besonders anschaulich wird dies bei den beigefügten Rezepten aus dem „Nachkriegskochbuch“. Das historische Nachwort ordnet das Gelesen noch einmal in einen größeren Kontext ein. Im Teil „Dichtung & Wahrheit“ erklärt die Autorin, wo sie sich eng an die Fakten gehalten hat und wo sie von ihrer künstlerischen Freiheit gebrauch gemacht hat. Am Ende folgt eine Danksagung.
Auch ich möchte Danke sage, an Teresa Simon für diesen eindringlichen und zugleich spannenden Roman. An Random House und dem Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensions- und Leseexemplars.
Ein Roman, den ich allen ans Herz lege, die gerne Geschichten lesen, die in der unmittelbaren Nachkriegszeit spielen und allen die sich von eindringlichen Geschichten in den Bann ziehen lassen wollen. Eine Geschichte, die ich nicht so schnell vergessen werden, da sie mich sehr berührt hat. Sie regt gleichzeitig zum Nachdenken an und gibt Hoffnung, dass nach den dunkelsten Zeiten auch wieder die Sonne scheinen wird.
"München 1945. Auf dem Schwarzmarkt in der Möhlstraße treffen sich alle, die nach Glück und ein wenig Leben suchen. Nylons, Kaffee, Schokolade und Schmuck wechseln hier die Besitzer. Auch Toni, die ihr Zuhause verloren hat und nun bei ihrer Tante Vev wohnt, versucht, auf dem Schwarzmarkt das Nötigste für die Familie zu organisieren. Als sie die Holländerin Griet kennenlernt, spürt Toni zunächst eine tiefe Abneigung. Sie ahnt nicht, dass Griet eine schwere Zeit hinter sich hat, über die sie nie wieder sprechen möchte. Sie könnten einander helfen. Doch das geht nur, wenn sie ehrlich zueinander sind und ihre Vorurteile überwinden ..."
Ich finde fiktive Geschichte sowie auch wahre Geschichte die in der Zeit des 2. Weltkriegs spielen immer sehr interessant. Der Autorin ist das Setting auch sehr gut gelungen und beschreibt eindrucksvoll das zerbombte München und die Verhältnisse der Menschen wie diese nach dem Einzug der Alliertren gelebt haben. Die Geschichte wird aus verschiedene Perspektiven erzählt - insbesondere von Griet und Toni. Die Charaktere haben zwar eine Persönlichkeit, aber entsprechen für mich eher Stereotypen. Man kennt das schon irgendwie aus anderen Geschichten. Deswegen haben mich diese auch nicht wirklich erreichen können. Die Handlung war ganz in Ordnung, aber teilweise ging es mehr um die wechselnde Liebesbeziehungen als um das eigentliche wichtige Thema, worauf ich nicht näher eingehen kann, da ich nicht spoilern möchte. Es war eine nette Geschichte, aber auch nicht mehr. Wahrscheinlich ist das Buch für andere ansprechender, aber für mich war es ein Buch was ich man lesen kann, aber auch nicht muss. Insgesamt ein gut ausgearbeiteter Groschenroman, der eigentlich Potenzial gehabt hätte.
Griet, Toni, Dan, Max und Louis, sie alle haben den Krieg überlebt, auf die eine oder andere Weise. Im München der Nachkriegszeit treffen sie aufeinander. Griet hat die KZs überlebt und Dan hat ihr nach der Befreiung geholfen in München unterzukommen und als Köchen bei den Amerikanern ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Sie wohnt zur Untermiete bei Tonis Familie, was von denen nicht so gerne gesehen wird, ist es doch schon schwierig genug über die Runde zu kommen. Max, Tonis Bruder, ist aus der Kriegsgefangenschaft zurück und versucht sich wieder ein normales Leben aufzubauen, während Louis sich auf dem Schwarzmarkt in der Möhlnstrasse sehr erfolgreich betätigt und nebenbei allen Frauen den Kopf verdreht.
Teresa Simon beschreibt in diesem Buch ein München, dass ich noch aus Erzählungen meiner Großmutter kenne, die damals in etwa so alt wie Toni war. Die Entbehrungen nach dem Krieg waren groß, es gab kaum etwas zu essen und die Stadt war weitgehend zerstört.
Die Erzählungen vom Schwarzmarkt und dem Alltag in München fand ich sehr beeindruckend. Ich hatte fast das Gefühl dabei zu sein und habe immer fast erwartet meine Großmutter oder andere Teile der Familie mit in der Geschichte auftauchen zu sehen, so sehr hat mich das alles an die Erzählungen von früher erinnert.
Von daher einen herzlichen Dank an die Autorin, die es geschafft hat, ein für mich wirklich persönliches Buch zu schreiben, bei dem ich mir gewünscht hätte, dass es noch viel länger ist.
Die Romane von Teresa Simon sind für mich immer wieder Highlights!
In diesem Nackriegsroman wechseln wir nicht zwischen verschiedenen Zeitebenen, wie sonst bei der Autorin üblich, sondern begleiten Familie Brandl und die Holländerin Griet in den Jahren 1945 bis 1948.
Teresa Simon berichtet so detailliert über die Zeit, dass man sowohl ein Bild über die damaligen Verhältnisse als auch der einzelnen Figuren erhält. Ich liebe ihren Schreibstil, kann zum Einstieg aber ihre anderen Romane empfehlen, da diese etwas abwechslungsreicher sind.
Der Anfang des Buches war für mich eher uninteressant. Doch mit der Zeit holt es dich ab, ohne das man es merkt. Du erfährst Glück und Leid gleichzeitig. Das ist die Mischung der Gefühle die das Buch spannend machen. Bis du am Ende dem Glück der Protagonisten entgegenfieberst.
"Wir wissen, dass ein Glück, das wir der Lüge verdanken, kein wahres Glück ist." (Heinrich Heine) München 1945: Der Krieg ist zu Ende, die alliierten Mächte haben ihre Zonen eingenommen. München wird derweil von den Amerikanern besetzt und der Schwarzmarkt boomt, da man für viele Nahrungsmittel anstehen muss. Nylonstrümpfe, Zigaretten, Schokolade und Schmuck werden zu den beliebtesten Handelswaren. Auch Familie Brandl, die inzwischen bei Tante Vev wohnen, müssen sich mit ihrem Schmuck über Wasser halten. Dabei lernt Antonia (Toni) den sonderbaren Louis kennen, der immer wieder Waren beschaffen kann und Tonis Herz erobert. Als eines Tages der Holländerin Griet van Mook in der Wohnung ein Zimmer zugewiesen wird, reagiert Toni mit starker Abneigung. Sie kann ja nicht ahnen, das Griet eine schwere Zeit hinter sich hat, von der sie sich zu erholen versucht. Griet möchte diese Zeit nur noch vergessen und spricht mit niemandem darüber.
Meine Meinung: In Teresa Simons neustem Roman geht es um zwei junge Frauen, die unterschiedlicher kaum sein können, und trotzdem verbindet sie das Schicksal des Kriegs miteinander. Der Schreibstil ist unterhaltsam, fesselnd, emotional und bewegend in kurzen Kapiteln mit verschiedenen Handlungssträngen dargestellt. München ist nach dem Krieg größtenteils zerstört, der Wohnraum und das wenige, was die Menschen haben, ist knapp. Besonders an Lebensmittel, Kohle und Holz fehlt es an allen Enden. Währenddessen quartieren die Amerikaner zwangsweise Flüchtlinge und ehemalige KZ-Häftlinge in den Häusern und Wohnungen ein, ob es den Bewohnern passt oder nicht. Nachdem die Wohnung der Brandls beim Bombenangriff zerstört wurde, sind sie in Tante Vevs kleiner Wohnung untergekommen. Trotzdem müssen sie eines Tages die Holländerin Griet bei sich aufnehmen, die 1942 im Widerstand gekämpft hat, verhaftet wurde und ins KZ kam. Doch Griets Leben umgibt ein Geheimnis, das sie niemandem anvertrauen kann, zu sehr ist ihre Angst vor den Konsequenzen. Die Ablehnung der Familie Brandl, besonders aber Tonis bekommt sie jeden Tag zu spüren, weshalb sie versucht, den Kontakt zu meiden. Jedoch die Faszination zu dem sonderbaren Louis scheint die beiden Frauen zu verbinden. Werden die beiden je den richtigen Wegen für sich finden, damit sie glücklich werden? Teresa Simon zeigt hier durch ihre gute und reichliche Recherchearbeit, wie schwer die Zeiten in der Nachkriegszeit waren. Nicht nur die ehemaligen Gefangenen und Flüchtlinge mussten leiden und hungern, sondern auch viele Deutsche, die nichts mehr hatten. Die Geschichte von Toni und Griet den beiden Hauptcharakteren, zeigt beide Seiten auf. Ich erlebe den Todesmarsch, bei dem viele Menschen ihr Leben lassen mussten. So bangt auch Griet lange um das Leben ihrer Freundin Leni, die schwer krank ist. Viele der Gefangenen möchten so schnell es geht nach Hause, doch Griet hat kein zu Hause mehr, weshalb sie nach München möchte. Die Autorin greift in dieser Geschichte alles an historischen Gegebenheiten auf, sei es die Besatzungsmächte, Entnazifizierung, die Nürnberger Prozesse, Schwarzmarkt und die Währungsreform der D-Mark. Ich erlebe das Leid, die Armut und den Hunger der Menschen die eigentlich nur eines wollen den Frieden. Ebenso zeigt es das Bangen um die Männer, die noch inhaftiert oder gar im Krieg gefallen sind. Dabei konnte mich besonders die quirlige, natürliche und unkomplizierte Toni überzeugen, ebenso wie die traumatisierte, verschlossenen und distanzierte Griet. Gut gefallen hat mir auch der sympathische, fürsorgliche Captain Walker und der selbstbewusste, motivierte Max. Jedoch der verwegene, unnahbare Louis dagegen blieb für mich weitestgehend rätselhaft. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, da es einen guten Einblick in die deutsche Nachkriegszeit vermittelt und gebe 5 von 5 Sterne.
Griet muss ein Glückskind sein! Sie hatte einen langen Weg hinter sich. Eigentlich stammt Griet aus den Niederlande, war eine politisch Gefangene im KZ Außenlager Giesing und musste in der Munitionsfabrik AGFA arbeiten. Als die Alliierten den Krieg beendeten, wurden die Frauen des Lagers von den Deutschen in das Umland getrieben. Der lange Marsch endete in der Nähe von Wolfratshausen. Griet und die vielen Gefangenen kamen, dicht gedrängt, in den Scheunen der Bauern unter. Die Amerikaner nahmen sich den verwahrlosten Frauen an. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr befreite Menschen in den Lagern zusammen und die Amerikaner sorgten dafür, dass die befreiten Menschen wieder in ihre Heimat zurück gebracht wurden. Griet schlug das Angebot aus, nach Haarlem zurück zukehren. Sie wollte lieber in der Nähe des Amerikaners Captain Dan bleiben, in den sie sich während ihrer Befreiung verliebt hatte. So bekam sie die Möglichkeit nach München zu ziehen. Toni Brandel (Antonia) ist Anfang Zwanzig, als der Krieg zu Ende war. Zusammen mit ihrer Mutter, Tante, Cousin Benno und der Großtante Vev, bewohnt sie eine große Wohnung mitten in München. Alles ist knapp. Nahrungsmittel, Heizmaterial und Kleidung. Aber Toni scheint ein wahres Improvisationstalent zu sein. Immer wieder hat sie das Glück an Lebensmittel oder Tauschwaren zu kommen. Dabei stolpert sie über Louis, einen Mann der zu schön ist, um ihn sich als Partner vorzustellen. Doch sie kann es nicht lassen. Immer wieder an den Filou zu denken oder ihm aus dem Weg zu gehen. Louis hat es auf die hübsche Toni abgesehen und hilft ihr immer wieder an Schwarzmarktware heran zu kommen. Griet und Toni treffen sich das erste Mal in der Wohnung in München, in die der Amerikanische Captain, Griet’s Freund sie einquartiert hat. Griet ist Scheu und spürt die Abneigung der Münchner Frauen gegen sich. Aber Wohnraum in der Stadt ist nun mal knapp und so bleibt sie. Die beiden jungen Frauen werden sich im Laufe der Zeit anfreunden. Überleben, Nahrungssuche und Herzensdinge wirken fast wie ein Krimi. Die Glückskinder Griet und Toni Schon auf den ersten Seiten hatte mich die Autorin abgeholt. Geschichten aus dem zweiten Weltkrieg oder die Nachkriegszeit, ziehen mich immer wieder magisch an. Die Teresa Simon schreibt unkompliziert und macht ihre Figuren sehr sympathisch. Schufte, Diebe und brutale Nazis sind genauso gut beschrieben, wie die Glückskinder Griet, Toni, Dan, und die vielen andere. Man findet sich in dem schwer zerstörten München wieder und empfindet mit den Figuren die Hungersnöte und leidet den eisigen Winter 1946/47 mit. Doch es ist noch mehr, es ist ein Neuanfang. Die Menschen lernen sich zu arrangieren und versuchen das Beste aus dem Wenigen zu machen, was vorhanden ist. Ich hatte sehr viel Freude am lesen. Die Autorin Brigitte Riebe schreibt unter dem Pseudonym Teresa Simon. Sie ist promovierte Historikerin, ist selber in München aufgewachsen und hat dadurch einen besonderen Bezug zu den Schauplätzen in diesem Roman. Sie hat ein klein wenig die Erfahrungen aus der Nachkriegszeit ihrer Familie einfließen lassen. Die Autorin hatte die damalige Zeit nicht selber erlebt, ist sie doch erst 1953 geboren. Aber viele ihrer Schauplätze sind leider viel zu real.
Teresa Simon ist allen Fans von historischen Büchern durch ihre „Blumen-Reihe“ (wie ich sie nenne) bekannt. Nun hat die Autorin ein neues Buch veröffentlicht und so gern ich die Blumen-Reihe mochte, „ Glückskinder“ stellt sie in den Schatten. Ab Seite 1 war ich verzaubert von dieser vielschichtigen Geschichte rund um die jungen Frauen Toni und Griet, die sich im Nachkriegs-München durchschlagen müssen. Und obwohl sie, gezwungenermaßen, zusammenleben, dauert es, bis sie erkennen, wie sehr ihre Freundschaft sie weiterbringen wird und wichtig ist, um zu überleben in dieser rauen Zeit. Klappentext: München 1945. Auf dem Schwarzmarkt in der Möhlstraße treffen sich alle, die nach Glück und ein wenig Leben suchen. Nylons, Kaffee, Schokolade und Schmuck wechseln hier die Besitzer. Auch Toni, die ihr Zuhause verloren hat und nun bei ihrer Tante Vev wohnt, versucht, auf dem Schwarzmarkt das Nötigste für die Familie zu organisieren. Als sie die Holländerin Griet kennenlernt, spürt Toni zunächst eine tiefe Abneigung. Sie ahnt nicht, dass Griet eine schwere Zeit hinter sich hat, über die sie nie wieder sprechen möchte. Sie könnten einander helfen. Doch das geht nur, wenn sie ehrlich zueinander sind und ihre Vorurteile überwinden ... Sowohl Toni als auch Griet sind mir während des Lesens ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen mitgefiebert. Denn das Leben war alles andere als einfach – Lebensmittel gab es kaum und wenn, dann nur zu vollkommen überteuerten Preisen, die ein Normalsterblicher nicht zahlen konnte. Beide Frauen schlagen sich auf ihre Art durch diese sehr schwierige Zeit, die Kälte, den Hunger. Und so haben sie auch schöne Momente, die man durch den tollen Stil der Autorin geradezu miterlebt. Die Liebe spielt natürlich auch eine Rolle, eine, die es für Toni und Griet noch aufregender macht. Teresa Simon, das Pseudonym der Autorin Brigitte Riebe, ist Historikerin und das merkt man. In „Glückskinder“ steckt so offenbar viel Recherche über die Nachkriegsjahre, die einem mit einer einzigartigen Leichtigkeit in der Geschichte nahegebracht wird. Historische Romane sind momentan wirklich mein Faible, aber Teresa Simon hat mit „Glückskinder“ einen außergewöhnlich kurzweiligen, spannenden und tollen Roman geschrieben, den ich jedem empfehlen kann und möchte. Ich hoffe sehr auf einen zweiten Teil der Glückskinder, denn ich möchte wissen, wie es mit Toni und Griet weiter geht. Vielleicht habe ich ja Glück!
Die Holländerin Griet van Mook kämpfte im Widerstand gegen die Nazis und wurde gefasst. Man deportierte sie in ein Konzentrationslager, einige Male wurde sie verlegt. Jetzt befindet sie sich auf dem letzten Gewaltmarsch vom KZ-Außenlager Giesing nach Wolfratshausen. Keiner weiß, ob sie diesen Marsch überleben werden, Gerüchte über Todesmärsche hatten bereits die Runde gemacht. Nach mehreren Tagen ohne Essen und Wasser erreichen sie hungrig, abgemagert und vollkommen entkräftet Wolfratshausen. Nur ein paar Tage später werden sie von den amerikanischen Soldaten befreit. Der amerikanische Captain Dan hat es Griet besonders angetan. Er rettet ihre schwer erkrankte Freundin und versorgt diese mit Medizin. Als Dan nach München versetzt wird, beschließt Griet nicht in ihre Heimat zurückzukehren, sondern auch nach München umzusiedeln. Doch Wohnungen und Jobs sind fast keine mehr vorhanden. Nur Captain Dan ist es zu verdanken, dass sie eine Arbeits- und Wohnbescheinigung bekommt.
Tonis Familie würde auf der Straße stehen, wenn Großtante Vev sie nicht aufgenommen hätte. Ihr Vater kämpfte in Russland und gilt als vermisst, ihr Bruder ist noch in französischer Kriegsgefangenschaft. Die Enge der Wohnung setzt der Familie zu, zumal auch noch ihre Tante mit deren erwachsenen Sohn bei der Großtante Vev lebt. Die Familie hat nichts zu Essen und kämpft ums Überleben, als zu allem Unglück auch noch Amerikaner vor der Tür stehen und ein Zimmer für eine fremde Frau zum Wohnen beschlagnahmen.
Glückskinder sind die Überlebenden im Krieg. Auch als der Krieg vorbei war, fehlte es an allem. Der tägliche Hunger zermürbte ganz Deutschland. Die Schwarzmärkte boomten. So auch der in der Münchener Möhlstrasse. Ein Kilo Bohnenkaffee kostete 1946 zwischen 450 und 600 Mark. Teresa Simon hat es außerordentlich gut verstanden, die großen Entbehrungen nach dem Krieg zu schildern. Der Hunger war allgegenwärtig im Buch.
Ein Buch, das man in die Hand nimmt und gar nicht zur Seite legen kann, bis es dann ausgelesen ist. Das Ende war mir ein wenig zu „Happy End“. Eine Geschichte über zwei starke Frauen in der Nachkriegszeit. Sehr zu empfehlen. 4½/ 5
München 1945: Toni hat ihr Zuhause verloren und wohnt nun bei ihrer Tante Vev. Auf dem Schwarzmarkt versucht sie, das Wichtigste und Nötigste zu organisieren. Als sie die Holländerin Griet kennenlernt, mag sie sie zuerst nicht. Doch auch Griet hat eine schwere Zeit hinter sich. Werden sie einen Weg finden, sich gemeinsam zu helfen und zu unterstützen?
Ich kannte bereits mehrere Romane dieser Autorin, die mir allesamt sehr gut gefallen haben. Deshalb bin ich voller Vorfreude in dieses Buch gestartet. Der Schreibstil ließ sich sehr leicht und flüssig lesen und die Seiten flogen nur so dahin. Es war wirklich schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Charaktere waren sehr lebendig und authentisch. Ich konnte mich prima in sie hineinversetzen, ihren Gedanken folgen und ihre Gefühle verstehen. Toni und Griet fand ich beide sympathisch und sie sind mir ganz schnell ans Herz gewachsen. Die Geschichte hat mich sofort gefangen genommen und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Es war auf jeder Seite zu spüren, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt und bestens recherchiert hat. Alles wirkte sehr authentisch und ich konnte in die damalige Zeit eintauchen und die Probleme und Schwierigkeiten regelrecht miterleben. Die Zeit nach dem Krieg, die vielen Verluste, die Ängste vor der Zukunft und wie es weitergehen soll - alles war unglaublich echt beschrieben. Aber auch die Hoffnung und der Wille, die die Frauen hatten und sich gegenseitig gaben, war toll beschrieben. Ich habe richtig mit ihnen mitgefiebert auf ihrer Suche nach dem Glück.
Ein fantastischer und mitreißender Roman, der mich begeistert hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
München, Stunde Null: Es geht zwar um zwei starke Frauen, nämlich Toni und Griet, die sich nichts sagen lassen und ihre Frau wirklich emanzipiert stehen, selbst arbeiten und etwas verdienen. Die beiden fand ich, jede auf ihre Weise, großartig und liebenswert und stark. Trotzdem hatte ich das Gefühl, die Handlung wurde immer nur von den Männern der Geschichte vorangetrieben: Von Benno, Tonis Cousin und glühender Hitler-Bewunderer, der nicht loslassen kann; von Louis, dem Charmeur und Frauenheld, der durch zwielichtige Geschäfte an einige wichtige Waren heran kommt, die sonst keiner besorgen kann; und von Dan, dem hilfsbereiten Ami-Besetzer, der Deutschland wieder auf die Beine helfen will.
Es ist zwar einiges passiert, aber so wirklich Bedeutsames eigentlich nicht. Für mich drehte es sich leider zu sehr um die Kerle und "wer wird mit wem glücklich".
Ich weiß nicht woran es liegt... Das setting ist bedrückend und die Ausgangssituation natürlich schrecklich, der Schreibstil der Autorin ist auch wirklich gut zu lesen und doch war diese Geschichte nichts für mich.
Die Handlung ist so wahnsinnig schleppend und es passiert gefühlt kaum etwas. Die Protagonisten waren mir nicht wichtig oder nah, das Schicksal konnte mich kaum berühren und das Ende war für mich irgendwie zu vorhersehbar und zu "happy" deshalb leider nur 3 Sterne.
Toni und Grit sind zwei starke Frauen, die in schwierigen Zeiten versuchen ihr Überleben zu sichern.
Es ist 1945. In der Stadt München floriert der Schwarzmarkt und die Bevölkerung muss nach dem Weltkrieg kreativ werden, um zu überleben. Die Niederländerin Grit und die Münchnerin Toni treffen such unerwartet und müssen in diesen schwierigen Zeiten einen gemeinsamen Weg finden.
Der Roman “Glückskinder” wurde von der renommierten und Historikerin und Autorin Brigitte Riebe unter dem Pseudonym Teresa Simon veröffentlicht. Simons schafft es beiläufig historische Begebenheiten in die Erzählung einfließen zu lassen, so erfährt man beispielsweise viel über den Handel auf dem Schwarzmarkt und typische Nachkriegszeit-Gerichte. Der Roman beginnt mit einem spannenden Plot und mir gefiel sehr die wagemutige Grit, die ihre Chance ergriff um zu handeln. Doch insgesamt konnte mich der Roman leider nicht überzeugen: mit Grit und Toni bin ich nicht warm geworden, die ständigen Männergeschichten wurden mit der Zeit lästig und auch die Umkehr eines Charakters war mir zu platt. Es fehlte mir generell an Emotionen und an Geschmeidigkeit. Einige Situationen waren mir zu aufgesetzt, beispielsweise der Konflikt zwischen Grit und Toni. Auch die Thematisierung desSchwarzmarkts kam mir persönlich zu kurz. Insgesamt lag es wahrscheinlich daran, dass die Autorin zu viele Themen gleichzeitig eröffnet hat, anstatt ein Begebenheiten in Fülle aus zu erzählen. Positiv war der sehr leicht lesbare Schreibstil und die kleinen historischen Anekdoten, die einem den Lebensalltag in der Nachkriegszeit Münchens veranschaulichten.
📖 Ein gut leserlicher Roman über zwei starke Frauen, die ihren Alltag in der Münchener Nachkriegszeit auf verschiedene Arten leben und dabei immer wieder an ihre Grenzen stoßen. Für mich ein gut recherchierter historischer Roman, der mich leider nicht ganz überzeugen konnte. [3/5]
Eine sehr spannende Nachkriegsgeschichte, die überwiegend in München spielt.
Die Autorin entführt uns in das München 1945. Abwechselnd aus der Sicht von Griet und Toni habe ich viele Dinge erfahren, die ich so noch nicht wusste. Es ist eine Zeit der großen Entbehrungen. Der Schwarzmarkt in der Möhlstraße blüht. Besonders Tonis Tante Vew trägt einen großen Teil dazu bei, dass die Familie einigermaßen über die Runden kommt. Die alte Dame stellt liebgewordene Schmuckstücke zur Verfügung, die Toni dann auf dem Schwarzmarkt gegen Lebensmittel eintauscht. Die gutmütige View hat in ihrer Wohnung sämtliche Familienmitglieder aufgenommen. Als sie die holländische Griet aufnehmen müssen, ist der Hausfrieden anfangs empfindlich gestört.
Meine Meinung
Das ist wieder mal eine Geschichte die einem vor Augen führt, welch schlimmen Dinge die Menschen nach dem zweiten Weltkrieg ausgesetzt waren. Ehrliche Menschen sahen sich zu großen Lügen gezwungen, um zu überleben. Nicht jeder KZ_Aufseher hat sein Amt gerne ausgeführt. Dennoch konnte keiner von seiner Schuld freigesprochen werden. Besonders die Geschichte von Griet ist mir sehr nahe gegangen. Kurz bevor der Krieg sein Ende nahm, mussten sie und sämtliche andere Jüdinnen noch einen Gewaltmarsch nach Wolfratshausen überstehen. Dort wurden sie mehr schlecht als recht aufgenommen. Griet musste schon vor ihrer Gefangenschaft stets um ihr Leben kämpfen.
Ich. bin. Griet. Van. Mook. Ich. werde. leben.
Mit diesem Spruch hatte sich Griet selbst Mut zugesprochen, wenn sie fast am Ende ihrer Kräfte schien. Die Amis wurden von der Bevölkerung heiß ersehnt. Versprachen sie doch Rettung aus dem Elend.
Der Schreibstil hat mir Orte und Menschen sehr nahe gebracht. Da ich in der Nähe von München wohne, waren mir einige Orte nicht fremd. Wolfratshausen verbinde ich mit einem Stück Kindheit, da dort die Verwandtschaft meiner Mutter lebte. Als kleines Mädchen konnte mich der Märchenwald in Wolfratshausen verzaubern. Unfassbar dass wenige Jahre zuvor so schreckliche Dinge passiert sind. Die Autorin ist Historikern. Das macht sich beim Lesen bemerkbar. Während sämtliche andere Romane dieses Genres in mindestens zwei Zeitebenen spielen, bleiben wir in dieser durchgehend in der Nachkriegszeit. Zu viel zum Sterben und zu wenig zum Leben waren die Lebensmittelrationen, die jeder Person zustanden. Die Bevölkerung nannte es damals die *Friedhofskarte!* Und nicht mal diese minimalen Mengen konnten die Menschen damals regelmäßig ergattern!
300 Gramm Brot, 30 Gramm Nudeln oder Haferflocken, 20 Gramm Fleisch, 15 Gramm Zucker und sieben Gramm Fett dazu. Dazu ein wenig Milch und ein paar Kartoffeln. (Seite 328 auf meinem Reader)
Dennoch spürt man die Zuversicht, die die Menschen in dieser Zeit hatten. Ganz ehrlich, haben wir, die nach dieser Zeit auf die Welt gekommen sind, einen Grund zu jammern?
Auch Toni fand ich richtig sympathisch. Sie ist *Süchtig nach Büchern* und zeigt uns, dass wir uns oftmals nicht bewusst sind, dass andere Menschen noch viel schlimmere Schicksale erleiden mussten. Sie konnte sich eigene Fehler eingestehen. Für eine Entschuldigung war sie sich nicht zu schade. Ihr Beitrag, zum Unterhalt der Familie, kannte kaum Grenzen. Kein Weg war ihr zu weit. Selten eine Gefahr zu groß.
Fazit
Ich habe schon viele Bücher aus der Kriegs/Nachkriegszeit gelesen. Dies ist für mich das absolut beste bisher. Es konnte mich sprachlich und inhaltlich komplett überzeugen. Erwähnenswert sind die Rezepte im Anhang aus *Gute Kost in magerer Zeit!* Eine fiktive Geschichte mit überwiegend realen Elementen, die jeder gelesen haben sollte.
Danke Teresa Simon (Brigitte Riebe). Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen.