Jump to ratings and reviews
Rate this book

Trost: Briefe an Max

Rate this book
»Wie geht es Dir?« Als Johanna von Max, ihrem alten philosophischen Lehrer, eine Postkarte mit dieser scheinbar harmlosen Frage erhält, bricht es aus ihr hervor: die Trauer über den Tod ihrer Mutter, die Wut, dass man ihr im Krankenhaus verwehrt hat, die Sterbende zu begleiten. Provoziert durch weitere Postkarten, beginnt Johanna, sich den Dämonen hinter ihrer Verzweiflung zu stellen.
In einem einzigartigen Postkarten-Briefroman erzählt die Literatin und Philosophin Thea Dorn von den vielleicht größten Themen, die der gottferne, von seinen technologischen Möglichkeiten berauschte Mensch verdrängt: von der Auseinandersetzung mit der Endlichkeit, von der Suche nach Trost in trostlosen Zeiten.

130 pages, Kindle Edition

Published February 8, 2021

Loading...
Loading...

About the author

Thea Dorn

23 books18 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
19 (14%)
4 stars
20 (15%)
3 stars
41 (31%)
2 stars
33 (25%)
1 star
19 (14%)
Displaying 1 - 15 of 15 reviews
Profile Image for Steffi.
1,135 reviews279 followers
February 27, 2021
Es handelt sich hier um eines der ersten Corona-Bücher, von denen es künftig wohl viele geben wird. Dass ich mit Thea Dorn nicht in jeder Hinsicht übereinstimme, was die Maßnahmen in der Pandemie angeht, wusste ich bereits aus den Medien. Da ich sie für eine intelligente Frau halte, wollte ich mich dennoch damit auseinandersetzen.

Das Buch hat die Form eines Briefromans, wobei Briefe nur von einer Seite kommen, die Antworten bestehen lediglich aus seltenen, kurzen Postkarten von Max.
Die Hauptfigur Johanna trauert um ihre Mutter, die an COVID-19 starb, die sie nicht mehr sehen durfte, deren Beerdigung ebenfalls von Corona-eindämmenden Maßnahmen überschattet war. Entsprechend wütend ist sie.

Denn das muss gleich gesagt werden, Wut ist im Buch als Emotion und Zustand viel präsenter als Trost.

Dennoch: Immer wieder kehrt Johanna zum Begriff Trost zurück, zitiert „bei Trost sein“ im Sinne von bei Verstand sein und Grimms Wörterbuch, das Trost von Trauen ableitet.

Insgesamt aber krankt aus meiner Sicht der Text oft daran, dass er zu gebildet daher kommt. Die gesamte Korrespondenz hangelt sich an Kunst, Literatur und insbesondere Philosophie entlang. Es hat gelegentlich etwas von Bildungshuberei und dann nehme ich dem Buch die Emotionalität nicht mehr ab, sondern sehe diese zum Vehikel für Gelehrsamkeiten herabgewürdigt.

Für eine der Stärken des Romans halte ich aber dennoch die Auseinandersetzung damit, wie unsere Gesellschaft mit dem Tod umgeht – oder eben nicht umgeht. Was das für unser Leben bedeutet. Und aus diesen Gedanken erwächst am Ende dann doch noch so etwas wie Trost.

Durchwachsene Leseerfahrung, aber gerade deshalb empfehlenswert.
Profile Image for Nadine Schrott.
705 reviews71 followers
June 18, 2021
Warum ich zwei Sterne vergebe?
Wegen der schönen Postkarten!

Thea Dorn verliert sich in dieser Essay in philosophischen Standard Einschätzungen....

...absolut nichtssagendes coronaposttraumatisches Machwerk mit Selbstbeweihräucherungs Touch....schlimm...

Den durch Starrsinn und Corona bedingten Tod der Mutter verarbeitet die tief getroffene Tochter, in dem sie ihrem Freund schreibt....und dieser antwortet mit Postkarten....

Darauf antwortet diese mit ausschweifenden GrundKursPhilosophischen Ergüssen.....absolut konturlos, teilweise werden recht absurde und kaum nachvollziehbare Schlussfolgerungen gezogen...ich bin mir nicht sicher, was uns Thea Dorn hiermit sagen möchte.....
Außer, dass sie im Philosopie Grundkurs gut aufgepasst hat.....🙈

Wirklich nicht UMBEDINGT lesenswert.....

Sorry
Profile Image for rosa .
3 reviews
May 30, 2021
Allein, dass Thea Dorn bzw Christiane Scherer mit ihrem selbst gewählten Alias auf Adorno anspielt.. naja nicht wirklich ihr Level, mMn. In ihrem Corona-Roman Trost geht es irgendwie um alles und nichts. Es war furchtbar selbstgerecht und -mitleidig. Es kam mir teilweise so vor, als hätte ein anstrengender Teenie das Buch verfasst und dabei versucht möglichst gescheit und gebildet rüberzukommen. Aber am Ende war es einfach nervig.
Profile Image for Rumpelstilzchen .
14 reviews
May 12, 2025
Naja was soll ich sagen, irgendwie viel Geschwafel und keins mit dem ich zwingend übereinstimme. Es steckt irgendwo in den ganzen Philosophie Zitaten ein Funke Wahrheit, aber das hätte man auch echt alles anders machen können. Es trieft etwas von Privilegien (die Autorin vertritt wohl die Meinung im Buch deswegen irgendwie alles etwas unsympathisch). Bisschen wie ein Tagebucheintrag, welchen man auch für sich hätte behalten können.
Profile Image for Johanna.
94 reviews6 followers
September 28, 2021
Thea Dorn ist eine feine, furchtlose Philosophin. Die Debatte um Covid-Maßnahmen profitiert von ihrer Stimme - die sie diesmal, aus nachvollziehbaren Gründen, ihrer "Heldin" Johanna leiht. Selten war Wut so süß, so strotzend vor Poesie und Bibliophilie! Man will mit Johanna debattieren, streiten, Gläser leertrinken und werfen. Man will manche Zeilen selbst auf Postkarten schreiben; so wie diese:

Ich weiß jetzt, warum der Mensch zwei Arme hat - damit er die größtmöglichen Widersprüche an seine Brust drücken kann: Leben und Tod; Festhalten und Loslassen; Kampf und Kapitulation; Rebellion und Ergebenheit.


Johanna bäumt sich auf gegen die lebensfeindlichen Lebenssicherungsmaßnahmen ihrer Regierung in der Pandemie, und schafft es doch, keine Demagogin zu sein. Diese Angry 40-something Woman verspürt ganz schön viel Zorn, aber noch mehr Mut, in düsteren Zeiten genau das zu spenden, was Ausgangspunkt ihrer philosophischen Selbst- und Weltbetrachtung ist - Trost nämlich.
Profile Image for Max Kühlem.
48 reviews
April 26, 2021
Johanna leidet in der Corona-Pandemie gleich doppelt: Ihre Mutter ist am Virus gestorben und sie empfindet die Maßnahmen als extrem belastend, weil lebensfeindlich. Thea Dorn lässt ihre Johanna diesen Zustand durchexerzieren, indem sie Briefe an ihren alten Philosophie-Lehrer schreibt. Der antwortet mit kurzen Postkarten, die jeweils ein Gemälde zeigen und dadurch neue Perspektiven geben. Ich habe diese philosophischen Briefe mit Genuss und Erkenntnisgewinn gelesen, eine Stimme vernommen, die in der Corona-Zeit viel zu kurz kommt, die wie Byung-Chul Han in seinem Band "Palliativgesellschaft" warnt: Dem unbedingten Überleben opfern wir das Leben.
106 reviews1 follower
September 8, 2021
Eine starke, philosophisch angehauchte Auseinandersetzung mit dem geistig-moralischen Zustand der Gesellschaft im Angesicht der Corona-Pandemie.
Sicher mit Positionen, die einige für zweifelhaft halten werden, aber dennoch in seiner umfassenden Behandlung existenzieller Fragen erhellend und wichtig.
1 review
January 2, 2022
Kurzweilig und tiefgründig zugleich ist der Text insbesondere für Unterstützer*innen der Corona-Maßnahmen (wie mich) eine Gelegenheit zur Reflexion. Auch über das vordergründige Thema hinaus.
Profile Image for Heidi.
271 reviews4 followers
April 11, 2021
Johanna erhält eine Postkarte von ihrem alten Freund Max, auf der lediglich die Frage steht "wie geht es Dir?" Johanna antwortet mit einem ausführlichen Brief, in dem sie Max vom Tod der Mutter berichtet. Eine lebenslustige über 80-jährige Theateragentin, die sich am Anfang der Pandemie nach Ialien aufmacht und die Gefahr nicht ernst nimmt - nicht ernst nehmen will. Am Ende stirbt sie an einer Covid-19 Infektion. Allein im Krankenhaus. Johanna durfte nicht zu ihrer Mutter, was ihr extrem stark zusetzt. Max regiert mit weiteren Kunst-Motiv Postkarten und Einzeilern, auf die Johanna mit weiteren ausführlichen Briefen reagiert, die immer mehr ins philosophische abdriften. Sie sinniert über den Umgang der Menschen mit der Pandemie, mit dem Tod, und über die Definition des Wortes "Trost". Sie zitiert häufig bekannte Philosophen und andere große Denker... und ich muss gestehen, dass die Ausführungen zum Teil über meinen Horizont gingen. Grob zusammengefasst: Sollen wir dem Tod stoisch gelassen ins Auge sehen, oder es vorher nochmal richtig krachen lassen? Entgehen können wir ihm sowieso nicht.

"Nicht die Gelassenheitsapostel, nicht die Unerschütterlichen, sondern die Verzweifelten, die Zornigen sind das Salz der Erde."

Ich gebe dem Buch drei Sterne, was weniger auf die tatsächliche Qualität bezogen ist. Ich glaube es ist viel besser, tiefgehender und klüger, als ich es in der Lage bin, zu verstehen. Muss ich ganz offen und demütig so feststellen.

Gelesen wurde es von Bibiana Beglau, die das großartig gemacht hat! **** für sie.
Profile Image for Paul Niklaus.
47 reviews
December 22, 2021
Von der Idee her kein schlechter Essay, doch die Erzählerin, Johanna, krankt an ihrer Bildungshuberei und Impulsivität. Jedes mögliche Symbol von Max wird zu Brei zerdeutet, kaum eine Buchseite entgeht dem Zitierdrang und dem zwanghaften Namedropping, die beide wohl Bildung und Intellekt beweisen sollen. Johanna missversteht ihre Umwelt zum Teil mit Vorsatz, denkt im Zweifel lieber schlechtes, springt argumentativ wild umher und findet doch keinen Schluss, der die Länge des Essays rechtfertigen könnte. Nimmt man dazu noch die äußerst anstrengende, um krude Bilder und ungelenke Formulierungen nicht verlegene Sprache mit in die Betrachtung, bleibt allenfalls der bemühte Versuch, einem Gefühl des Chaos Ausdruck zu verleihen. Die Unordnung und die verzweifelte Suche nach Sinn und Trost bildet "Trost" dabei auf seine eigene Art gut ab.
Profile Image for Paulina.
24 reviews
February 26, 2025
2,5 ⭐️

Habe eine andere Art von Briefroman erwartet. Das Thema der Corona-Pandemie hat mich überrascht und nicht so abgeholt. Jedoch ein gutes Zeitzeugnis: die Wut, die Verzweiflung und die Ambivalenz der Protagonistin. Mir waren die philosophischen Ausschweifungen zu anstrengend, es hat mich persönlich nicht ganz abgeholt.
Zum Ende wurde der Roman ein Tick besser, die Zusammenfassung und der Entschluss was für sie Trost ist und ihre Entscheidung neu anzufangen. Ein Brief Monolog fast.
417 reviews
April 5, 2023
Ein Buch über vergangene Zeiten. Corona, den Lockdown und die eigene Psyche. Es versetzt einen zurück in vergangene Zeiten, die man aus seinem aktuellen Leben wieder vollkommen verbannt hat.

Allerdings konnte mich der Schreibstil und die transportierte Wut nicht überzeugen.
1,406 reviews6 followers
June 18, 2021
Corona lässt grüßen! Die Mutter einer Journalistin ist an Corona gestorben und nun sucht sie Trost in Briefen an ihren ehemaligen Philosophieprofessor.
Profile Image for Doraruss.
135 reviews
January 6, 2025
Eine philosophische Auseinandersetzung mit dem Tod. Der Zorn und die Wut, gerade am Anfang des Buches, waren schwer zu ertragen und haben die Hauptfigur nicht unbedingt sympathisch gemacht.
Displaying 1 - 15 of 15 reviews