In den späten 1930er-Jahren gewährte ein neuer Highway an der Küste Kalifor-niens erstmals einer breiteren Öffentlichkeit Zutritt zu einem einsamen Landstrich voller überwältigender Big Sur. Angezogen von der Aura dieses schroffen, windumtosten Küstenstreifens, versuchten sich in der Folge namhafte Künstler wie Henry Miller, Joan Baez oder Jack Kerouac an einem Dasein in der Einsamkeit und erprobten einen Lebensstil, der heute kaum noch Aufsehen erregt, seinerzeit aber Wagemut und Pioniergeist das Aufgehen im Naturerlebnis, Kontemplation und Konzentration aufs Wesentliche. In seinem facettenreichen Porträt dieser mythischen Landschaft zeigt Jens Rosteck, wie Big Sur das Schaffen mehrerer Künstlergenerationen in einer Weise prägte, die bis heute Widerhall nicht nur in der amerikanischen Kultur erzeugt.
Dr. Jens Rosteck, 1962 in Hameln geboren, dort und in Spanien aufgewachsen, war nacheinander für je ein Jahrzehnt zunächst in Berlin, dann in Paris ansässig. Heute lebt er in Südfrankreich. Der promovierte Musikologe und Literaturwissenschaftler arbeitet dort als Musikforscher, Kulturgeschichtler und Buchautor.
Er dozierte an der Pariser Sorbonne und an den Universitäten von Osnabrück und Aachen. Zur französischen, deutschen und spanischen Musik- und Literaturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts hat er zahlreiche wissenschaftliche, biographische, literarische und journalistische Publikationen vorgelegt und gilt insbesondere als ausgewiesener Kenner von Ästhetik, Werdegang und Œuvre der "Groupe des Six". Darüber hinaus ist er Herausgeber mehrerer Urtext-Ausgaben von Klavierwerken Erik Saties.
Jens Rosteck ist für mich eine grossartige Entdeckung. Toll, wie er in diesem Buch die Menschen beschreibt, die einen Bezug zu Big Sur haben. Er tut es ohne übertriebenes Pathos, wie man es eigentlich erwarten würde bei diesem Buchtitel. Ich werde weitere Bücher des Autors lesen.