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Die neue Einsamkeit. Und wie wir sie als Gesellschaft überwinden können

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„Vereinzelung“ – so nennen Soziologen das Phänomen unserer zunehmend fragmentierten Gesellschaft, in der man sich hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt, enge Bezugspersonen fehlen und gesellschaftliche Solidarität schwindet. Warum diese Entwicklung auf dem Vormarsch ist und welche Probleme daraus erwachsen, ist das Thema der Stunde.

Wo leben die meisten einsamen Menschen in Deutschland? Richtig geraten, in Berlin: 3,5 Millionen Einwohner, dicht besiedelt. Gerade jüngere Menschen sind davon betroffen, dass ihnen enge familiäre Bande und Freunde fehlen. Sie ziehen für Jobs über die ganze Welt und nutzen in der freien Zeit hauptsächlich soziale Medien, die sich durch die Flüchtigkeit menschlicher Bindungen auszeichnen. Dass das nicht nur gesundheitliche Folgen hat, sondern auch Radikalismus begünstigt und die Eckpfeiler unserer Gesellschaft (Solidarität, Gleichheit, Gerechtigkeit) bedroht, schildert Diana Kinnert in ihrer ungewöhnlichen Gesellschaftsanalyse. Die Probleme, die die Vereinzelung mit sich bringt, zeigen sich etwa in überfüllten Altersheimen und einer Zunahme psychischer Erkrankungen schon heute. Die zunehmende Einsamkeit ist das große Thema unserer Gesellschaft, dessen Bewältigung über unsere Zukunft entscheidet. Die neue Einsamkeit ist ein dringend notwendiger Impuls, sich dieser Aufgabe zu stellen und rechtzeitig zu überlegen, wie wir Individualität und gesellschaftliches Miteinander vereinbaren können.

448 pages, Kindle Edition

Published March 2, 2021

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About the author

Diana Kinnert

3 books1 follower

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Community Reviews

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28 (24%)
1 star
4 (3%)
Displaying 1 - 15 of 15 reviews
Profile Image for Jin.
848 reviews148 followers
March 24, 2021
Das Buch fängt spitze an mit einer Szene in einem Restaurant mit "Freunden" im Hier und Jetzt. Es wird klar wie wir von Menschen umgeben sind, analog und digital, aber trotzdem etwas nicht stimmt: Wir leben in einer neuen Einsamkeit, wie der Titel es besagt.
Ich finde, dass das Buch sehr übergreifend und einfach über viele Themen spricht, die mit der Einsamkeit verknüpft sind. Leider fand ich manche Stellen zu langatmig und repetitiv. Für absolute Anfänger, die sich mit dem heutigen digitalen Umfeld nicht auskennen, mag es zwar hilfreich sein, aber die digitalen Netze und Möglichkeiten hätten nicht so detailreich erklärt werden müssen. Zudem fand ich den Text selbst zwar gut geschrieben, aber doch zu trocken um richtig mitzufühlen. Es war eine Reihe von Fakten, zwar sehr interessant, aber für manche sicherlich auch langweilig.

Mit anderen Worten: Wir wollen alles. Wir wollen sehen und nicht gesehen werden - und dabei doch gesehen werden. Weil wir eben keine Maschinen sind, sondern Menschen.


In vielen Punkten stimme ich der Autorin zu und ich finde es gut, dass über Einsamkeit gesprochen wird. Interessant war auf jeden Fall, dass verschiedene Gesichtspunkte wie die Psychogeographie, Glasgow-Effekt, Kapitalismus, usw. in Betracht gezogen wurden. Im Gegensatz zu diesem umfangreichen analystischen Teil fand ich es schade, dass der Appell zur Besserung bzw. Minderung der Einsamkeit mir persönlich etwas zu kurz kam. Als Analyse der Einsamkeit der heutigen Zeit ist es ein gutes Buch, also bekommt es 3,5 Punkte hochgerundet auf 4.

** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt **
Profile Image for Ina.
4 reviews1 follower
November 1, 2021
Das erste Kapitel hat mir sehr gut gefallen, danach musste ich mich sehr durchkämpfen. Viele Passagen waren sehr oberflächlich geschrieben, polemisch formuliert und ein repetitives "alle hängen nur noch am Handy" nimmt den meisten Raum ein.
Ich habe mich bei der Lektüre weder unterhalten noch informiert noch inspiriert gefühlt, stattdessen kam es mir vor als würde ich das Gespräch zweier konservativer Boomer mitanhören.
Heterogene Gruppen werden undifferenziert als eine Masse angesehen und die versprochenen Überwindungsstrategien sind im besten Falle nett gemeint.

Fazit: Das einzig positive an diesem Buch war die Covergestaltung.
1 review3 followers
September 12, 2023
Ich habe das Buch wegen des Covers aus einem Bücherschrank mitgenommen und fand das Thema auch grundsätzlich ansprechend und wichtig.
Abgesehen vom ersten Kapitel liest sich das Buch allerdings sehr zäh. Für mich war vieles zu undifferenziert & zu pauschalisierend ausgeführt.

Außerdem habe ich das Buch nach der Lektüre mal gegoogelt (hätte ich vorher machen sollen), es wird auf Grund von Plagiaten gar nicht mehr verkauft. https://m.faz.net/aktuell/karriere-ho...

Alles in allem keine Leseempfehlung.
Profile Image for Simone.
281 reviews64 followers
October 20, 2025
DNF
Interessantes und wichtiges Thema. Wird aber künstlich in die Länge gezogen. Der Punkts des Buches ist überhaupt nicht ersichtlich.
Profile Image for theminimalbookclub.
85 reviews
March 20, 2021
Zum Inhalt:
Allein in Deutschland sagen 14 Millionen Menschen, dass sie sich einsam fühlen. Und spätestens seit Corona ist soziale Isolation globaler Status quo. Experten sprechen bereits von einer Epidemie. Digitalisierung und Globalisierung führen zu einer neuen Form kollektiver Einsamkeit, die bislang kaum erforscht ist. Die Folgen sind riskant: Gesellschaften zersplittern, der Radikalismus erstarkt und bedroht unsere Demokratie.

Ein Buch über:
Die Vereinsamung. Diana Kinnerts "Die neue Einsamkeit" ist ein fundierter und dringend notwendiger Impuls, neu darüber nachzudenken, ob unsere streng nach kapitalistischen Gesichtspunkten ausgerichtete Gesellschaft dem Sozialwesen Mensch noch gerecht wird, und wie wir in Zukunft Individualität und gesellschaftliches Miteinander vereinbaren können.

Was ist Einsamkeit genau? Macht Unverbundenheit krank? Welche Rolle spielt dabei die „Generation Lost“? Gibt es so etwas wie eine „digitale Mündigkeit“? Sind Städte ein Käfig voller Solisten? Sind nur alte Menschen einsam? Und wie geht es anders? Wie gelingt die beziehungsfähige Gesellschaft?“

Was mir gefallen hat:
Das Buch beginnt mit einer typischen Alltagssituation an einem lauen Sommerabend in Berlin-Mitte. Die Protagonistin hat sich mit Freunden in einem angesagten Lokal zum Abendessen verabredet, doch kaum jemand taucht auf. Die eine Freundin sitzt ein paar Strassen weiter mit ihrem Flirt fest, die Zweite muss länger arbeiten, die Dritte findet keinen Babysitter. Eine Szenerie, die man sich sofort bildlich vorstellen kann und neugierig macht.

Was mir nicht gefallen hat:
Jedoch ist das erste Kapitel «Diner for One» das Einzige, das in diesem Stil verfasst wurde. Die folgenden Kapitel werden nicht mehr ganz so szenisch erläutert, sondern sind zunehmend statistischer und wissenschaftlicher Natur. Eine bessere Durchmischung der beiden Stile hätte es mir leichter gemacht, den Stoff zu verarbeiten.
Ich finde die «neue» Einsamkeit ein wichtiges, aktuelles Thema – über das ich gerne mehr lernen, lesen und diskutieren möchte – jedoch hat mich dieses Buch durch die vielfachen Wiederholungen und in die Länge gezogenen Kapitel etwas verloren.
Profile Image for Frank Lang.
1,380 reviews15 followers
March 4, 2021


Angesichts der Covid-19-Pandemie wird ein Symptom unserer Gesellschaft massiv verstärkt: Die Einsamkeit der Menschen. Diana Kinnert geht zusammen mit dem Co-Autor Marc Bielefeld diesem Phänomen auf den Grund.

Anfangs befasst sich die Autorin sehr umfänglich mit dem Thema und beleuchtet es von vielen Seiten. Welche Arten von Einsamkeit gibt es, wie sehen verschiedene Wissenschaften und Disziplinen diese und welchen Stellenwert kann diese haben? Es ist nicht der Einsame gemeint, der die Einsamkeit freiwillig gewählt hat. Es ist der Einsame gemeint, der den Anschluss an die Gesellschaft verloren hat, der vereinzelt wurde – unfreiwillig aufgrund äußerer Umstände, wie auch immer diese aussehen, denn auch vor der Corona-Pandemie war Einsamkeit ein bekanntes Phänomen in unserer Gesellschaft.

In dieser Phase des Buchs kam in mir allerdings immer wieder der Gedanke auf, ob die Einsamkeit tatsächlich ein gesellschaftliches Problem darstellt oder ob es nicht vielmehr eine Randerscheinung ist. Oftmals spielt die Autorin nämlich nicht mit (niedrig klingenden) Prozenten, sondern mit den (mehr klingenden) Absolutzahlen.

Ist es anfangs noch sehr interessant den Gedankengängen zu folgen, driftet das Thema zusehend ab. Plötzlich wird die Jugend und deren Handynutzung (natürlich kritisch) thematisiert. Wie auch sonst, denn die Jugend wird immer nicht verstanden. Das ist schon per Definition so, seit Erwachsene sich darüber schriftlich ärgern können (das machten schon die Griechen und Römer und selbst von den Chinesen sind solche Aufzeichnungen bekannt).

Aber mehr und mehr gerät das eigentliche Thema (die Einsamkeit) aus dem Fokus der Autorin und sie verliert sich in den Auseinandersetzungen mit den digitalen Welten und deren Gefahren und Möglichkeiten. Sie erkennt zwar auch die Chancen und Möglichkeiten einer digitalisierten Welt, definiert diese aber mit einer gewissen Hass-Liebe.

Fazit

Irgendwie passt es kaum zusammen, dass viele Menschen in der derzeitigen Pandemie zu spüren bekommen, dass Deutschland viel zu schlecht digitalisiert ist, dieses bisschen an Digitalisierung dann aber Ursache für die Vereinsamung oder Vereinzelung von Teilen der Gesellschaft ist. Dieser Widerspruch ist kaum beachtet worden. Weniger ansprechend fand ich zudem, dass viel zu wenig auf das eigentliche Thema eingegangen wurde. Das, was mir aber gänzlich fehlte, sind die Wege aus dieser Einsamkeit. Viel zu abstrakt und politisch vernebelnd versinkt dieser Punkt zwischen irgendwelchen nichtssagenden Phrasen.
Profile Image for Daniel.
198 reviews151 followers
August 29, 2021
Diana Kinnert is a sharp thinker and seems to be in a uniquely suitable position to address this topic. I get the impression that she is a code switcher when it comes to different generations and social environments and that is where a lot of the insights in this book come from.
Some of the points I like in particular were, for example:
- the lifestyle of many young people directly results in loneliness, with frequent moves to different cities for studies and work that come with distancing from old friends and the effort of finding new friends
- teamwork being hyped as efficient and a great way of togetherness, while it also often diffuses responsibility away from leaders and thereby puts extra pressure on team member
- the importance of third places for local communities or neighbourhoods to meet and interact - their revival having the potential to reduce loneliness

Despite these and many other interesting ideas, a lot of the time I didn't get where a very very long train of thought was going and even by the end I was often left confused. A lot of the content didn't seem to be closely related to the topic of the book to me.
I actually think that this book might have been turned into 2 or 3 better (because more focused and maybe more structured) books.
Profile Image for Dan.
110 reviews
May 15, 2022
Nicht so toll, aber absolut lesenswert. Ich würde Diana Kinnert in vielen gesellschaftspolitischen Analysen widersprechen, auch ist das Buch unstrukturiert und viel zu lang, und dennoch war die Lektüre für mich äußerst wertvoll. Diana Kinnert holt die schambesetzte, individualisierte Einsamkeit aus der Tabuzone und entlarvt sie als kollektiven Zustand - und macht deutlich, dass Einsamkeit politisch ist. Fellow Großstadtmillenials, lost zwischen prekären Jobs und Tinderdates, lest dieses Buch!

Mein größter Kritikpunkt sind die Leerstellen: Die Autorin hat viel recherchiert, geht auf soziologische Theorien, psychologische Studien, Kunst, … ja auf vieles ein - aber thematisiert auf knapp 450 Seiten nicht ein einziges Mal den Zusammenhang von gesellschaftlicher Marginalisierung und Einsamkeit. Angesichts der Fülle an Informationen, die Kinnert zusammengetragen hat, kann das nur bewusste Ignoranz sein. Dass bspw. Migration und lgbtiq Identität mit einem erhöhten Risiko für Einsamkeit einhergeht, ist schließlich längst empirisch belegt.
Profile Image for Natalie.
2 reviews
May 7, 2022
Leider folgt das Buch keiner (für mich) erkennbaren Struktur. Es werden stundenlang (ich habe es als Hörbuch gehört) verschiedene Einzelphänomene aufgezählt, wissenschaftliche Studien, Bücher und Persönlichkeiten zitiert, von persönlichen Begegnungen berichtet, Songtexte wiedergegeben. Dabei springt Kinnert von hier nach da, ohne das man als Leserin wirklich mitgenommen wird und das Gefühl hätte, sich auf der Reise orientieren zu können. Das Ganze wirkt auf mich wie ein "erster Entwurf", der durch viel Kürzung, Straffung und Bündelung der Hauptideen viel gewonnen hätte. Denn ich glaube, dass doch einige wichtige Gedanken darin stecken, die wir als Gesellschaft diskutieren sollten - aber leider kommt das Sammelsurium von allerlei Dingen, die in unserer Welt passieren und hier als "neue Einsamkeit" gelabelt werden, einfach nicht auf den Punkt. Ich musste nach der Hälfte abbrechen. Hatte mir vorgenommen, bis zum Ende - zu den Lösungsvorschlägen - durchzuhalten. Aber weitere 6 oder 7 Stunden meiner Lebenszeit damit zu verbringen? Nein, wirklich nicht.

Irritierend fand ich auch den Mix aus an einigen Stellen unnötig hochtrabendem akademischen Vokabular und auf der anderen Seite flapsigen Ausdrücken, die seltsam deplatziert (und nicht gezielt eingesetzt) wirken.
Profile Image for Pat.
111 reviews23 followers
April 1, 2022
Ich muss es nach nicht mal 20% abbrechen. Ich hätte auf die anderen Reviews hören sollen. Das erste Kapitel ist noch ziemlich interessant, danach wandelt sich das Buch in eine Anhäufung von unnötigen metaphorischen Satzkonstrukten. Hat wirklich keinen Spaß gemacht zu lesen. Und dafür war es dann doch zu inhaltsleer. Schade.
Profile Image for Phteven Phtiz.
53 reviews
May 8, 2023
Es beginnt spannend und greift viele Aspekte auf, die man sich so evtl. noch nie überlegt hat und erklärt diese äusserst genau. Leider wird es im weiteren Verlauf sehr anstrengend zu lesen, durch die vielen verschachtelten Sätze, aber auch durch die Flut an Fachwörtern oder neugestalteten Wörtern. Weniger ist manchmal mehr.
Profile Image for Anna.
31 reviews
January 16, 2022
Die Neue Einsamkeit - die Epidemie des 21. Jahrhunderts, die durch Corona noch mehr zum Vorschein kam. Digitalisierung, Globalisierung und due Unterschiede zwischen Stadt und Land. Warum Seniorinnen in Japan kriminell werden und wieso Alt und Jung voneinander lernen können.
Profile Image for Antje Schrupp.
362 reviews112 followers
March 19, 2022
Die CDU-Politikberaterin und Publizistin glaubt, dass Digitalisierung und Globalisierung das Problem der Einsamkeit vergrößert und verändert haben und hält sie sogar für eine „Epidemie“, die Gesellschaften zersplittern lässt. Kinnert geht dabei von ihren eigenen Erfahrungen als 1991 Geborene aus, die mit sozialen Medien und Unverbindlichkeit in Beziehungen aufgewachsen ist. Das unterfüttert sie aber mit zahlreichen Studien und Statistiken. Ihre Analyse ist streckenweise etwas übertrieben dramatisierend, aber trotzdem ein wertvoller und materialreicher Fundus zum Thema.
Displaying 1 - 15 of 15 reviews

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