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Die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele
Zwei Tote, der eine ertrunken in einem See, der andere erstickt in einem Kühlschrank. Die Parallelen zwischen den Fällen sind frappierend: Hier wie dort stirbt ein schwer traumatisierter Mann unter Umständen, die an jenes Erlebnis erinnern, das die Traumatisierung ausgelöst hat. Handelt es sich wirklich um Suizide, wie es die Obduktion nahelegt und der Psychoanalytiker Dr. Hanning bestätigt?
Genau das bezweifelt die Münchner Mordermittlerin Katja Sand. Doch je tiefer Katja gräbt, desto mehr wird sie von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt.

369 pages, Kindle Edition

Published February 19, 2021

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Christoph Wortberg

41 books3 followers

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Community Reviews

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Profile Image for Jin.
846 reviews148 followers
February 19, 2021
Wir verfolgen in diesem Buch nicht nur der typischen Spurensuche nach dem Mörder mit der Mordermittlerin Katja, sondern auch weiteren Handlungssträngen wie das private Leben von ihr und der Geschichte eines misshandelten Kindes, wo erst am Ende aufgelöst wird, womit sie zusammenhängt.
Die Geschichte war einfach zu lesen und sehr spannend. Was mir besonders gefallen hat, waren die Dialoge und wie die Charaktere miteinander harmoniert haben. Es gab keinen übermächtigen, perfekten Ermittler wie es in manchen Thrillern der Fall ist; alle waren sehr menschlich und nachvollziehbar mit ihren Talenten und Makeln. Außerdem fand ich es sehr gut, dass die Geschichte sich nicht allzu vorhersehbar entwickelt hat.

Ich liebe es Thriller zu lesen, weil sie Spannung, Action und Überraschungsmomente versprechen. Spannung und Action gab es hier reichlich, nur hatte ich irgendwie von Anfang an vermutet wer der Mörder sein könnte, was mir den Spaß etwas genommen hat. (Das liegt aber eher an mir, weil ich schon viele Thriller gelesen habe und daher mir schon Gedanken mache welche unbedachten Wendungen es geben könnte)
Trotzdem bin ich dran geblieben, gerade wegen Katja, Rudi, Jenny, Hanning und co, weil die Charaktere so stark waren. Dieses Buch hat mir mehr Spaß gemacht als ich es erwartet habe und ich konnte das Buch nicht von der Hand nehmen bis ich die letzte Seite erreicht habe.
Es ist auf jeden Fall ein großer Auftakt zu einer dreiteiligen Serie und ich bin schon gespannt auf das nächste Buch!

** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt **
Profile Image for Nadine Schrott.
684 reviews65 followers
June 22, 2021
Spannender erster Teil der geplanten Trauma Triologie...

Die Münchner Ermittlerin Katja Sand bearbeitet zwei mysteriöse Todesfälle und wird mit ihrer eigenen Geschichte konfrontiert.

Wirklich gelungener Plot, gute Charaktere....die Thematik hat mich sehr an Sebastian Fitzeks Szenerien erinnert, Gott lob verzichtet Christoph Wortberg auf die Beschreibung von für moderne Thriller so typische Gewaltexzesse ...

Der Spannungsbogen ist vielleicht nicht ganz so steil, die Wendungen nicht ganz so überraschend ....
ganz sicher ist TRAUMA aber ein fundiert solider Thriller!

Lesenswert!
Profile Image for maskedbookblogger.
443 reviews19 followers
March 10, 2021
In München werden innerhalb von kurzer Zeit zwei Leichen gefunden. Ein Toter im See, der andere im Kühlschrank. Die Parallelen im Fall kommen schnell ans Tageslicht. Beide Männer sterben in der Art und Weise, in der durch das Ereignis, eine Erinnerung hervorgerufen wird, dass die Traumatisierung ausgelöst hat. Der Psychoanalytiker Dr. Hanning geht in beiden Fällen vom Suizid aus. Und genau daran zweifelt Katja Sand und ihr Assistent Rudi Dorfmüller. Aus diesem Grund stellen sie weitere Ermittlungen auf und stoßen dabei auf einen Skandal, der sich bei der Deutschen Bundesmarine ereignet hat. Kurz darauf wird den Beiden der Fall entzogen. Was geht hier vor sich?


In den Thriller „Trauma - Kein Entkommen“ bin ich mit großen Erwartungen gestartet. Und so begann der Thriller mit einer gewissen guten Spannung, da man viel mehr über den Fall erfahren wollte. An der Seite von Katja Sand und ihrem Assistenten Rudi begibt man sich in die Tiefen einer dunklen Geschichte. Es wird nicht einfach für die Beiden, da irgendwann ihnen auch der Fall entzogen wird. Als Leser denkt man sich nur, dass für die Beiden eine harte Zeit bevorsteht. Und für mich hieß das: Toll, das Buch wird spannend und komplex sein!


An sich fand ich den Fall richtig gut entwickelt, da das Buch eine gewisse Struktur durch die Einteilung in die Teile hat. Besonders die Rückblenden am Anfang jedes Teils sorgten für mich für Nervenkitzel, da man wissen wollte, was es mit diesem kleinen Jungen auf sich hat. Dadurch blieb die Spannung größtenteils konstant und auf hohem Niveau, sodass man gut am Ball dran bleiben konnte. Dennoch gab es für mich paar Kleinigkeiten, die mich im Buch störten.

Persönlich finde ich es richtig gut, wenn man Einblicke in das Privatleben eines Protagonisten erhält. Dadurch bekommt man ein vielschichtiges Bild über eine Figur, wodurch man sich sie ganz gut vorstellen kann. Leider fand ich bei Katja, dass man teilweise zu viel in ihr Privatleben blickte, wodurch folglich dann der Fall, in den Hintergrund gerückt ist. Aus diesem Grund ist die Spannung auch an manchen Stellen gefallen. Bei Rudi bin ich der Meinung, dass man bei ihm genau das Gegenteil tuen könnte. Das heißt, dass mir die Tiefgründigkeit bei ihm fehlte. Dadurch wirkten sie für mich in ihrer Gestaltung her, auch nicht auf einem gleichen Niveau.


Aber genug Kritik jetzt zu den Figuren. Ich bin ja ein großer Fan von psychologischen Aspekten in Thrillern! So bin ich der Meinung, dass es dem Autor sehr gelungen ist, den psychologischen Aspekt - das Trauma eines Menschen bzw. die Traumatisierung eines Individuums - gut aufzugreifen und in die Handlung zu integrieren. Folglich erhielt dieses Buch eine gewisse Tiefe, die gut zur Geltung kommt.


Zum Schluss lässt sich noch sagen, dass der Autor einen angenehmen Schreibstil hat, der sich flüssig lesen lässt. Das hat mit gut gefallen!


Allgemein bleibt mir zum Schluss zu sagen: Der erste Band um die Ermittler Katja Sand und Rudi weist gute Ansätze auf und hat eine gewisse Tiefe in der Handlung. Dennoch störte mich die Gestaltung bzw. die Fokussetzung bei den Figuren, wodurch ich mir erhoffe, dass es im zweiten Band anders sein wird.
409 reviews3 followers
February 9, 2021
Ein interessanter Plot!

"Trauma – Kein Entkommen" ist der erste Teil einer Thriller-Trilogie von Christoph Wortberg und dem dtv-Verlag.
Hier entführt der Autor seine Leser/innen in die tiefsten Abgründe menschlicher Seelen.

Zwei Tote, der eine ertrunken in einem See, der andere erstickt in einem Kühlschrank. Die Parallelen zwischen den Fällen sind frappierend: Hier wie dort stirbt ein schwer traumatisierter Mann unter Umständen, die an jenes Erlebnis erinnern, das die Traumatisierung ausgelöst hat. Handelt es sich wirklich um Suizide, wie es die Obduktion nahelegt und der Psychoanalytiker
Dr. Hanning bestätigt?
Genau das bezweifelt die Münchner Mordermittlerin Katja Sand. Doch je tiefer Katja gräbt, desto mehr wird sie von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt.

Ich würde diese Geschichte eher in die Kategorie Krimi einordnen, denn die Ermittlungsarbeiten von Katja Sand übernehmen hier einen sehr großen Teil. Sie geht die ganze Zeit vielen Fragen nach, die ihr bei der Lösung der angeblichen Suizide auf die Sprünge helfen sollen. Dass sie dabei in eine missliche Lage gerät, ist offensichtlich. Sie wird von ihrem Kollegen Dorfmüller begleitet, der sie die ganze Zeit unterstützt, aber nicht alle Schritte gutheißt.
Da er aber ein sehr sympathischer, humorvoller und treuer Begleiter ist, drückt er oft ein Auge zu und hilft ihr.

Ihre Vergangenheit ließ mir am Anfang viel Raum für Spekulationen. Häppchenweise wurden mir im Laufe der Geschichte Hinweise ihres eigenen Traumas ihrer Jugend hingeworfen, die erst am Ende ein ganzes Bild ergeben.
Die beiden unklaren Fälle kratzen ihre Vergangenheit immer mehr auf, bis sie sich an einen Trauma-Therapeuten wendet.

Nicht nur ihr Trauma beschäftigt Sand, auch ihre pubertierende Tochter hält sie gleichzeitig auf Trab. Detaillierte Einblicke aus ihrem Privatleben wechseln sich mit den Ermittlungen ab. Deshalb wurden die Ermittlungen oft in den Hintergrund geschoben, die nur schleppend vorankamen. Einen straffen Spannungsbogen mit Nervenkitzel konnte ich nicht feste stellen.

Die Geschichte ist in drei Abschnitte eingeteilt, vorher gibt es immer einen erschreckenden Einblick aus dem Leben eines dreijährigen Kindes.
Diese Handlungen wusste ich bis kurz vor Ende nicht einzuordnen, die Auflösung hat mich aber definitiv geschockt. Hier wurde ich in ganz tiefe Abgründe gezogen, ich hatte Mitleid mit dem kleinen Kind und sogleich unfassbare Wut auf den Vater.
Diese Einblendungen hat der Autor sehr spannend und emotional rübergebracht, hier hatte ich Gänsehaut vom feinsten.
Alle Handlungsstränge ergeben zum Schluss ein gesamtes Bild, was mich dann richtig gefesselt hat.
Aber bei dem vorherigen dreiviertel konnte mich die Handlung nicht immer fesseln. Der Schreibstil ist detailliert und flüssig, aber die Dialoge fand ich manchmal etwas abgehackt. Die Protagonisten, besonders Sanders und Dorfmüller werden gut präsentiert, ich konnte zu beiden aber nicht so wirklich Bezug finden. Während ich Dorfmüller sehr sympathisch fand, hatte ich mit Sanders sture, komplizierte und geheimnisvolle Art so meine Probleme.

Mit einer derart heftigen Auflösung der beiden Suizid-Fälle habe ich bis zum Schluss nicht gerechnet, sie hat mir sehr gut gefallen. Das Thema Trauma, wie der Titel verrät, hält hier einige überraschende Wendungen und traumatische Erlebnisse parat.
Der Thriller hat einen interessanten Plot, nur leider war mir dieses hin und her zwischen schleppenden Ermittlungen und Sanders Privatleben zeitweise etwas langweilig.
Von mir gibt es drei Sterne.
Profile Image for Julia.
271 reviews54 followers
January 23, 2023
Obwohl ich kein Fan von Wortbergs Stil bin, las sich das Buch recht schnell. Die Prämisse war irgendwie gut, die Grundidee auch, aber es entpuppte sich als über weite Teile unglaublich langatmig und vor allem vorhersehbar. Mir persönlich war das selbst für einen Reihenauftakt zu viel Privatleben und zu wenig Krimi. Keine Reihe, die ich weiter verfolgen werde.
Profile Image for Lesebegeistert_.
437 reviews14 followers
May 1, 2021
Das Buch hatte gute Ansätze und einen wirklich vielversprechenden Start. Aber leider wurde es zunehmend zäh, immer langatmiger, fast schon langweilig. Der Fall war für mich tatsächlich eher hintergründig, da das Privatleben der Ermittlerin unheimlich viel Raum eingenommen hat - das wäre an sich gar nicht schlimm, hat hier dem Ganzen aber einfach total die Spannung genommen. Die Auflösung war für mich nicht nur unglaublich vorhersehbar, sondern dann am Ende auch unglaublich stumpf. Die Idee war echt gut, wirklich. Aber die Umsetzung war gar nicht meins. Viel zu konstruiert, gefühllos, total plump abgehandelt... sehr schade. Passagenweise hat mich das Buch echt gecatcht, war aber auch schon fast zu grausam. Den Hauptteil der Geschichte war es aber eher langweilig. Hätte es eigentlich sogar abgebrochen, aber hatte gehofft, das Ende kann es noch raushauen. War nicht so. Werde die Reihe nicht weiterverfolgen.

Für mich war’s leider nichts, trotz meist gutem Schreibstil und echt viel Potential.
Profile Image for Inge H..
444 reviews7 followers
February 19, 2021
Grausame Wahrheit

Christoph Wortbergs Thriller
„Trauma – Kein Entkommen“ fängt schon ziemlich traumatisch an. Es ist der Anfang einer Trilogie.

Ein kleines Kind wird von seinem Vater misshandelt. Das ist mir immer zu hart.

Dann werden in München nacheinander zwei tote Männer gefunden und die Kommissarin Katja Sand und ihr Assistent Rudi Dorfmüller ermittelt.
Bei der Obduktion wird festgestellt, das es Selbstmord war. Aber Katja glaubt es nicht und ermittelt weiter.

Zwischendurch kommt das kleine Kind wieder ins Bild.

Das Privatleben Katjas ist auch rätselhaft. Ich wartete die ganze Zeit auf die Auflösung ihres Traumas. Verdachtsmomente hatte ich, aber die konnten es nicht sein. Sie ist alleinerziehende Mutter einer 15jährigen Tochter, um die sie sich auch viel sorgt.

Der Autor hat die Spannung in dem Roman hoch gehalten. Ja, und weil ich mehr erfahren will, muss ich auf das nächst Buch warten.
Profile Image for Judith Koch.
115 reviews2 followers
March 22, 2021
Dieses Buch erreichte mich als Überraschungspost, was mich wirklich gefreut hat, da die Story richtig gut klingt. Außerdem ist es der Auftakt zu einer Trilogie und es ist immer toll, gleich von Beginn an dabei zu sein. ⁣

Zum Inhalt: ⁣

Im Auftakt wird die Hauptermittlerin Katja Sand zum ersten Tatort dieser Reihe gerufen. Ein aufgeschlitztes Schlauchboot an einem Baggersee. Eine aufgequollene Sandale und dann, eine Leiche ohne Gewaltspuren. Mord oder Suizid? Wenig später, dann der nächste Fall...⁣
Ein alter Kühlschrank, in einem Waldstück, mit einem Toten drin. Ebenfalls keine Gewaltspuren. Auch hier gilt die Frage,  Mord oder Suizid? Und vor allem, hängen diese beiden Fälle zusammen?⁣
Fragen, die Katja Sand mit ihrem Team lösen muss und wobei ihre eigene Vergangenheit ganz schön aufwühlt wird. Ein Spagat zwischen Arbeit und Privatem, wo die Ermittlerin versucht diese akrobatische Leistung zu meistern. ⁣

Eigene Meinung: ⁣

Als erstes möchte ich auf den Schreibstil eingehen, wo ich im Vorfeld gehört habe,  dass es sich um kurze, abgehackte Sätze handeln soll, die den Lesefluss beeinträchtigen. Mich störte es jedoch nicht, denn ich hatte mich daran schnell gewöhnt, dass es mir nach ein paar Kapitel gar nicht mehr aufgefallen ist. ⁣

Die Geschichte beginnt mit einem Rückblick aus der Vergangenheit eines Kindes. Diese Rückblicke kommen immer mal wieder vor. Schnell ahnt man, dass es sich hierbei um den Täter handeln könnte. Ob Mann oder Frau, weiß man zu dem Zeitpunkt nicht, denn es ist immer nur die Rede von "Das Kind". Die Sache mit dem Possessivpronomem (seine/ihre) hat mich dabei allerdings irritiert. Umso mehr ich darüber nachgedacht habe, ob das vielleicht jetzt ein Hinweis auf das Geschlecht war, desto unsicherer wurde ich, was die Richtigkeit anging. Ich habe es irgendwann einfach mal so hingenommen und habe auf das Lektorat gebaut. Dennoch hat DAS wiederum meinen Lesefluss tatsächlich dann beeinflusst. ⁣

Zu den Rückblicken kann ich außerdem sagen, dass ich sie schon sehr grausam fand und deswegen auch in die Kategorie Thriller einsortieren würde, wohingegen der Rest dieser Geschichte eher ein Krimi war. ⁣

Die private Geschichte der Ermittlerin fand ich etwas ermüdend, sodass es auf mich langweilig wirkte. Wobei, an einem Punkt angekommen, wollte auch ich endlich wissen, was mit ihr ist. Dabei muss ich aber zugeben, dass letztendlich die Erwartung aus dem Klappentext (sie wird von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt) zu groß war. Da habe ich wohl zuviel hineininterpretiert. Somit hatte ich zwischendurch immer wieder Momente, wo mich die Geschichte nicht ganz abgeholt hat. Nachdem aber der zweite Tote gefunden wurde und es wieder um den Fall ging, kam die Spannung auch wieder zurück, was mich wirklich freute. ⁣

Das Ende... ⁣
Ja, kann man so machen! Aber auch, wenn es einen Twist gab, der auf das nächste Buch hinweist, fand ich es alles ein wenig zu schnell gelöst. Ein paar Fragen blieben einfach übrig. Vielleicht war das aber auch der Plan der Fortsetzung und sie werden im nächsten Fall mitgeklärt. ⁣
Für mich ist es sehr schwer, dieses Buch, aufgrund der paar Kritikpunkte zu bewerten, denn auf der einen Seite hatte es schon langweilige Passagen, aber auch spannende. Das Ende jedenfalls, macht ganz klar neugierig! Darum... ⁣

Fazit: ⁣

Für mich eher ein Krimi, mit spannenden Thrillerelementen und ein paar Schwächen. Beim Ende angekommen, ist die Neugierde, auf den zweiten Teil, trotz allem, doch auch groß.  ⁣

Profile Image for Syndala.
58 reviews3 followers
January 29, 2021
"Trauma - Kein Entkommen" ist der erste Band einer neuen Thriller-Reihe von Christoph Wortberg. Der zweite Teil soll noch im August diesen Jahres auf den Markt kommen.

Die Protagonistin Katja Sand, sowie ihr loyaler Assistent Rudi Dorfmüller sind beides sehr sympathische Charaktere, die im Verlaufe der Handlung durch ihre - meiner Meinung nach - logische Handlungsweisen auffallen. Nichts stößt mir beim lesen eines Thrillers mehr auf, als Charaktere, denen die Beweise und Eingebungen zur Lösung des Falles wie durch Zauberhand zugespielt werden. Hier ist das definitiv nicht der Fall, was ich sehr positiv finde.

Der Fall an sich war gut gemacht und interessant mitzuverfolgen. Durch die Rückblicke in die Kindheit des Täters hat man als Leser unweigerlich Mitleid und Sympathie für ihn aufgebaut. Die "Nebenhandlung" nämlich die Spannungen zwischen Katja und ihrer Familie waren nachvollziehbar und durchaus interessant. Ich hoffe trotzdem darauf, dass im nächsten Teil aufgeklärt wird, was es mit Katja's Vergangenheit und ihrem eigenen Trauma auf sich hat.

Für mich kam während des Lesens leider nicht sonderlich viel Spannung auf, was aber nicht schlimm ist in anbetracht der Tatsache, dass ich das Buch auf psychologischer Basis sehr interessant fand. Mir war leider auch ziemlich schnell klar, wer der Täter ist. (Könnte vielleicht daran liegen, dass ich schon ziemlich viele Thriller gelesen habe.) Das sind für mich aber auch die beiden einzigen kleinen Mankos an dem Buch. Den zweiten Band werde ich aber nichtsdestotrotz auch lesen.
Profile Image for Uwe Pfaffmann.
233 reviews8 followers
March 17, 2021
Als Hörbuch gehört. 8 Tage habe ich für die 10 Stunden und 42 Minuten
gebraucht. Ein richtiger Pageturner würde ich sagen.

Es ist der Auftakt einer Trilogie mit der Ermittlerin Katja Sands.
Anhand des Titels würde man vermuten, dass, es sich um einen Psycho-Thriller
handelt. Meiner Meinung nach ist es allerdings keiner. Die Hintergründe der
Morde haben es jedoch mit einem oder mehreren Traumatas zu tun.

Um es vorweg zu nehmen, auch in diesem Krimi gibt es einen Nebenstrang
der zusätzlich zu der Mordermittlung auch auf die privaten Angelegenheiten der
alleinerziehenden Münchner Mutter eingeht. Normalerweise decken die
Nebenstränge 10-20 Prozent des Plots ab. Hier jedoch bekommt der
Nebenstrang viel mehr Raum, sehr viel mehr. Gefühlt sind es 60% Privat
und 40% Mordermittlung. Ich mag dies sehr und es ist wirklich
unterhaltsam, es hat mich gar nicht gestört.

Katja Sands hat auch ein Trauma das sie noch nicht bewältigt hat. Leider
wird dies nur kurz angeschnitten und ihre Angehörigen müssen darunter leiden.
Auf die Ursache des Traumas wird nicht eingegangen, dies kommt
vielleicht noch in einem der nächsten Bände.

Kommen wir zum Fall: Katja ermittelt in einem Suizid. Sie und die
Angehörigen wollen nicht Recht daran glauben. Bei der Ermittlung, stößt
sie auf ein Motiv, welches ein Beweggrund für einen Mord und nicht für
Selbstmord spricht. Außerdem gibt es noch einen Toten. Die Todesursache ist
eine ganz andere, jedoch gibt es Parallelen. Sie ist beharrlich und gibt
nicht auf. Dem Mörder kommt sie immer näher und begibt sich selbst in
Gefahr.

Das Hörbuch ist kurzweilig und spannend. Die Dialoge mir ihrem Kollegen
lustig. Das hat mir sehr gut gefallen. Alle Charaktere sind sehr gut
gezeichnet, bis auf Katja selbst die mir sehr verschlossen vorgekommen ist.

Hörbuchsprecherin Julia Nachtmann ist die richtige Wahl. Sie hat gefiel mir sehr
gut Christoph Wortberg, spricht auch einen Charakter. Ihn fand ich nicht so
gut. Er nimmt auch nur einen kleinen Teil des Romans ein.

Das Hörbuch erhält von mir 4 Sterne und ich werde mir auch den nächsten
Fall anhören. Denn das Hörbuch endet mit einem Kliffhanger.

Das Hörbuch wurde uns von „Der Audio Verlag“ als Rezensionsexemplar zur
Verfügung gestellt. Dafür vielen Dank.
Profile Image for Jules.
21 reviews
January 15, 2023
Buchmeinung „Kein Entkommen“ | Thriller | 3,5 Sterne

Kurzmeinung: An sich ein guter und spannender Thriller, allerdings mit einer unsympathischen Hauptfigur und einer leicht zu erratenden Auflösung.
(Keine Spoiler, Trigger-Warnungen anschauen!)

Bei „Kein Entkommen“ handelt es sich um den ersten Teil der „Trauma-Trilogie“ von Christoph Wortberg. Das Buch fängt zwar spannend an, aber dennoch war ich etwas irritiert, da die Anfangshandlung, nicht mit der Haupthandlung in unmittelbarem Zusammenhang steht. Denn während es zu Beginn um den Dealer-Freund der Tochter von Katja Sand, der Mordermittlerin und Protagonistin, geht und sich der Konflikt zwischen ihr und Tochter Jenny auch durch das ganze Buch zieht, steht im Fokus die Aufklärung zweierlei Morde. Aber auch Katja scheint schlimme Ergebnisse aus der Vergangenheit mit sich herumzutragen, auf diese wird aber nur immer wieder angespielt, eine wirkliche Auflösung gibt es nicht, die folgt wohl erst im zweiten bzw. letzten Buch der Trilogie. Außerdem gibt es zu Beginn jedes Kapitels eine Rückblende zu einem Kind und schlimmen Erlebnissen in dessen Kindheit durch seinen gewaltbereiten Vater. Diese Rückblenden haben mir persönlich sehr gut gefallen und dem Buch eine weitere Dimension gegeben.

Ein Problem liegt für mich bei der Auflösung der Morde, denn ich habe schon nach ungefähr der Hälfte erraten, wer der Täter sei, während Katja und ihr Kollege Rudi noch erstaunlich lange im Dunkeln tappen. Weiters beschäftigt sich der Thriller mehr mit den Personen auf emotionaler Ebene als mit roher Gewalt, was durchaus spannend sein kann und auch hier immer wieder spannend war, aber ich war nicht durchgehend gefesselt. Ich wollte zwar wissen, ob ich mit meiner Vermutung Recht hatte (ja, hatte ich), doch ganz überzeugt hat mich der Spannungsbogen nicht. Womöglich hat der Autor zu viel vom persönlichen Leben der Ermittlerin einfließen lassen. Ich finde es zwar immer toll, zu lesen, wie die KommissarInnen ihr persönliches Leben und einen so fordernden Job vereinbaren, aber hier haben private Ereignisse einen so großen Teil im Buch eingenommen, dass sie Spannung immer wieder vernichtet wurde.

Den Schreibstil fand ich angenehm. Das Buch war leicht zu lesen, keine übertrieben langen Sätze, aber dennoch fand ich es nicht abgehackt. Mehr ist hier nicht zu sagen :D

Bei den Charakteren steht vor allem Katja Sand im Vordergrund, die als begabte Ermittlerin dargestellt wird, aber auf menschlicher Ebene fand ich sie immer wieder unsympathisch. Nicht nur, dass sie für ihren Job überraschend wenig Einfühlvermögen gegenüber ihrem Umfeld zu besitzen scheint, auch die Art, wie sie manchmal mit ihrem Kollegen Rudi Dorfmüller umspringt, erscheint mir nicht nur als Necken auf freundschaftlicher Basis, sondern schlicht und einfach unhöflich und unangenehm. Rudi Dorfmüller selbst fand ich durchwegs nett und sympathisch, er ist für Katja da und unterstützt sie sowohl beruflich als auch privat. Außerdem habe ich Katjas Handeln gegen Ende nicht verstehen können, warum sie nicht zumindest Rudi in ihre Pläne einweiht.

Fazit: Ein durchwegs interessanter Thriller, allerdings mit einem vorhersehbaren Ende und vielen persönlichen Ereignissen der ein wenig unsympathischen Mordermittlerin.

Frohes Lesen!
Julia
Profile Image for Susi Aly.
778 reviews8 followers
May 3, 2021
“Trauma: Kein Entkommen ” von Christoph Wortberg ist der Auftakt der dreiteiligen Reihe rund um die Mordermittlerin Katja Sand.
Und der Name ist tatsächlich Programm.
Denn hier geht es um die verschütteten Ängste in der menschlichen Seele.
Ängste, die bleibende Spuren hinterlassen haben. So sehr, dass sich der Körper schützt und diese Erinnerungen nicht mehr zulässt.

Der Schreibstil des Autors hat mir unglaublich gut gefallen. Er hat mich von der ersten Seite gefesselt mit seiner einnehmenden und bildhaften Art.
Dieses Buch entwickelte einen Sog, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte.
Ich wollte es nicht, denn ich musste unbedingt mehr darüber erfahren.
Bereits nach den ersten Seiten zog sich alles in mir zusammen. So viel Grauen, so viel Abgründigkeit, so viel kindliche Unschuld, die einfach so zerstört wurde.
Wieder, wieder und immer wieder.
So viel Schmerz, so viel Kaltblütigkeit und ich konnte es einfach nicht verstehen.

Es bildet den Startschuss zu etwas sehr großem und unaufhaltsamen.
Etwas das sich fest verankert und nicht mehr weichen will. Man bekommt eine Ahnung, um was es hier geht und ob der Zerstörung, die das alles angerichtet hat, hat man doch keine Ahnung wie alles zusammenhängt.
Und ist verzweifelt auf der Suche nach Antworten.
Danach lernt man die Mordermittlerin Katja Sand und ihren Assistenten Dorfmüller kennen und schlittert geradewegs in eine Mordermittlung, die verstörender kaum sein kann.
Hat es etwas mit der Vergangenheit zutun?

Am meisten bin ich beeindruckt von den Charakteren, die mich komplett überzeugen und für sich einnehmen konnten.
Am meisten natürlich Katja ,da man ihre Perspektive erfährt. Aber nicht nur.
Katja ist nicht perfekt. Sie ist alles andere als das. Sie hat Ecken und Kanten.
Sie hat eine Vergangenheit. Schmerzlich, dunkel und tragend zugleich. Es hat sie geformt und zu der ernsten Frau gemacht, die sie heute ist.
Ich mochte sie sofort. Weil sie Stärke und Mut beweist. Kompromisslos ihren Weg geht,ohne zurückzublicken. Im Laufe des Geschehens erfährt man immer mehr über sie und ihren Hintergrund und hat fast das Gefühl in einem Drama gelandet zu sein. Leider wird der Fokus etwas zu sehr auf ihr Privatleben, sowie ihre eigene Geschichte gelegt. Das ist zwar durchaus nachvollziehbar, aber dadurch verschiebt sich der Mittelpunkt zu sehr.
Dorfmüller hat mit seiner Art für Ausgleich gesorgt und mich immer zum lachen gebracht. Er erdet Katja und gleichzeitig verschafft er dem Ganzen eine feste Konstante.
Auch die anderen Charaktere stattet der Autor mit sehr viel Authentizität und Leben aus.
Man kann sich ungemein gut in sie hineinversetzen und einfach ihr Handeln und Denken nachvollziehen.

Die Handlung empfand ich als ungemein vielschichtig, aber auch sehr faszinierend und verstörend zugleich. Denn was hier auf einen zustürmt ist wirklich grausam und menschlich gesehen kaum zu ertragen.
Es fließt zwar kein Blut, aber das muss es auch nicht. Die psychologischen Aspekte wiegen viel schwerer und machen das Ganze um ein vielfaches beklemmender.
Interessant war hier der Mordfall. Wie es immer weitere Kreise zog.
Unglauben. Schock. Unverständnis.
Ich war wirklich schockiert und zugleich wütend über diese Mauer des Schweigens, auf die ich hier traf. Über diese ganze Tragödie die sich immer mehr offenbarte.
Das machte das Ganze so viel düsterer und gehaltvoller.
Und trotzdem ist es nur die Spitze auf dem Eisberg.

Ich muss zugeben, dass ich schon früh eine leise Vermutung hatte, was den Täter betraf, was sich letztendlich auch bewahrheitete. Dennoch hat mich dieses Ganze Ausmaß an Kaltblütigkeit, Arroganz und Machtmissbrauch wirklich erschüttert und etwas verstört zurückgelassen. Was mir aber ungemein gut gefallen hat, dass der Autor sehr feinfühlig auf die Charaktere und ihre Umstände eingegangen ist, so das man sie nicht verurteilen konnte.
Man fühlte und litt mit Ihnen mit.
Die Spannungsmomente waren nonstop gegeben, nur in der Mitte flaute es manchmal durch Katjas privates Drama etwas ab.
Das ist ein kleiner Punkt, den ich etwas bemängeln muss. Das einfach in den ersten Band enorm viel Themen eingewoben wurden, die zum nachdenken bringen.
Nichtsdestotrotz hat er mich vor allem mit der Thematik des Traumas wirklich begeistert, weil nichts ist wie es scheint und man den Menschen nicht automatisch ansieht, was sie durchgemacht haben.
Ein richtig nervenaufreibender, psychologisch gut durchdachter Trilogie Auftakt, der mich mit seinen Themen, Geheimnissen und Abgründen vollkommen begeistern konnte.

Fazit:
Christoph Wortberg gelingt mit “Trauma: Kein Entkommen” ein nervenaufreibender, psychologisch gut durchdachter und absolut verstörender Reihenauftakt rund um die Mordermittlerin Katja Sand.
Mich hat die Thematik unglaublich begeistert, denn er bietet uns hier einen vielschichtigen Thriller mit viel Dramatik und Tragik gespickt und schafft es dabei ohne blutige Details auszukommen.
Für mich zwar etwas vorhersehbar, aber dadurch nicht weniger interessant.
Ich bin gespannt auf mehr.
Profile Image for herrzett.
100 reviews5 followers
April 19, 2021
Mord oder Suizid? Der erste Fall für Katja Sand in "Trauma - kein Entkommen"

Ich habe mich auf Spurensuche nach etwas Nervenkitzel begeben und bin bei der als Trilogie angelegten Thrillerreihe Trauma von Christoph Wortberg gelandet. Und eigentlich sollte man nun meinen, dass ein ausgebildeter Schauspieler und jahrelanger Tatort-Drehbuchautor sicherlich einen großartigen dramaturgischen Aufbau, einen spannenden Fall und tolle Szenenwechsel, sowie eine Reihe geheimnisvoller Tatverdächtige parat hat, aber irgendwie war "Trauma - kein Entkommen", so der Titel des ersten Teils, dann mehr eine Art Traumatherapie der Ermittlerin, statt ein wirklich hochbrisanter, spannender Thriller.

"Das Kind starrte auf den Gürtel in der Hand des Vaters. Der Gürtel sagte: Was machst du hier, du kleines Stück Scheiße? Warum bist du nicht im Bett? Und was soll dieser verdammte Fleck zwischen deinen Beinen? Kannst du deine Pisse nicht zurückhalten, du verdammte Missgeburt?"

Alles beginnt zunächst mit einem, wie ich finde, sehr starken Prolog. Das Leiden eines kleinen Jungen wird in den Fokus gerückt. Sein gewalttätiger Vater, der nicht nur gegenüber seiner Frau handgreiflich wird, geht mit dem Gürtel auf seinen dreijährigen Sohn los, als dieser stumm, an der Treppe stehend, das Treiben zwischen beiden beobachtet. Der Junge flüchtet vor Angst, in der Hand sein geliebtes Stofftier, in den Schuppen und verkriecht sich unter dem Tisch. Natürlich viel zu offensichtlich, sodass der Vater sich an ihm vergehen kann. Allerdings nicht handgreiflich, wie man nun vermuten würde, sondern psychisch einschüchternd. Er zündet den Stoffhasen an und zwingt seinen Sohn zuzuschauen. Cut. Wir lernen nun die Ermittlerin Katja Sand kennen, die sich gerade in das Liebesleben ihrer Tochter einmischt und ihre Tochter vor dem neuen Freund, wenn nicht sogar vor der ganzen Welt schützen will. Kurze Zeit später wird sie mit ihrem Assistenten Rudi Dorfmüller an einen Baggersee gerufen. Ein Mann wurde tot aufgefunden, alles sieht nach Selbstmord aus, aber irgendwas lässt Katja Sand daran zweifeln. Und ihre Theorie scheint richtig zu sein, ihre Ermittlungen steuern sie in einen von der Bundesmarine vertuschten Skandal. Und als dann einige Tage später noch ein weiterer, ehemaliger Marineanwärter tot in einem Kühlschrank aufgefunden wird, scheint alles klar zu sein, doch eindeutige Hinweise fehlen... so lange, bis ihr eigenes Trauma ihre Beziehung zu ihrer Tochter gefährdet und sie selbst in das Visier des Täters gerät.

"Er lässt ein Feuerzeug aufflammen, hält es an die Motorhaube. Das vergossene Benzin fängt sofort Feuer. Die Hitze der Flammen schlägt Katja voller Wucht ins Gesicht. Ich werde verbrennen, denkt sie, ich werde mein Kind nicht mehr sehen und meine Mutter auch nicht."


Ich weiß nicht, hoffentlich habe ich jetzt nicht schon zu viel verraten, denn so wirklich viel passiert in diesem, ersten Band ja nicht gerade. Der Fokus liegt hier eindeutig mehr auf der Charakterentwicklung und das Leben der Ermittlerin Katja Sand. Und auch wenn ich diesen behind-the-scenes-Blick sehr mochte, er diesen Thriller sehr menschlich macht, war es mir insgesamt einfach zu viel. Der Plot bewegt sich recht weit entfernt von den eigentlichen Tatorten und irgendwie konnte bis auf den kurzen Rest, dieses Buch kaum mit Spannung punkten. Die stärkeren, bedrückenden Einschübe und die traumatischen Erlebnisse des Kindes waren die eigentlichen Höhepunkte dieses Thrillers, aber die Auflösung und ihren Bezug zu den Fällen dann doch recht lange vorhersehbar. Ich hätte mir auch mehr Abwechslung, wie weitere Einschübe aus den Leben der einzelnen Betroffenen gewünscht. Vielleicht hätte gerade das, diesen Fall deutlich spannender und nicht so durchschaubar gemacht. Auch das letzte Kapitel, das bereits auf den nächsten Teil anspielen soll, fand ich beinahe schon lieblos ran gesetzt und die eigentliche Auflösung ging kaum in die Tiefe, sondern wurde binnen einzelner Seiten abgearbeitet und fertig. Es ist ein interessantes Buch über die Auswirkungen von Traumata bzw. Erlebnissen in den verschiedenen Stadien des Lebens, aber es ist eben mehr eine persönliche Entwicklungsstudie mit zwei Mordfällen und kein Thriller bzw. das was man vom Titel "Trauma - kein Entkommen" und der Positionierung erwarten würde. So schwanke ich dann auch zwischen einer enttäuschten zwei-Sterne-Bewertung für den Plot und einer doch recht faszinierenden Sicht auf Mutter-Tochter-Konstellation. Und ob ich den bereits im August erscheinenden zweiten Teil lesen mag... ach, ich weiß nicht.
225 reviews
April 6, 2021
Inhalt:

Ein Mann wird tot in einem Baggersee gefunden. Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Toten um einen ehemaligen Marinesoldaten handelt, der nach einigen erschreckenden Vorkommnissen an Bord eines Marineschiffs als arbeitsunfähig und traumatisiert aus dem Dienst erlassen wurde. Alles deutet auf einen Suizid hin, die Todesumstände weisen Parallelen zu seinem erlittenen Trauma auf, doch Katja Sand von der Mordkommission München ist skeptisch...

Als kurz darauf eine weitere Leiche erstickt in einem Kühlschränk mitten im Wand entdeckt wird, sieht Katja einen Zusammenhang. Denn auch der zweite Tote war wegen eines Traumas in Behandlung, das Parallelen zu seinen Todesumständen aufweist. Zusammen mit ihrem Kollegen Rudi Dorfmüller macht sie sich - allem Druck von oben zum Trotz - auf Spurensuche und bringt dabei nicht nur einen vertuschten Skandal der Bundesmarine ans Licht...

Meine Meinung:

"Trauma - Kein Entkommen" ist der erste Teil der Trauma-Reihe von Autor Christoph Wortberg.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, auch wenn die Sprache teils eher einfach gehalten ist. Die Handlung wird aus der Sicht der Protagonistin Katja Sand erzählt, die der Leser bei ihren Ermittlungen begleitet. Darüber hinaus gibt es aber auch einige kurze Abschnitte aus Sicht eines Kindes, dessen Identität sich erst zum Ende des Buches hin klärt und die wirklich harter Tobak sind. Leser, die Szenen, in denen Kinder und Tiere misshandelt werden, nicht verkraften, sollten daher die Finger von diesem Buch lassen...

Die Protagonistin Katja Sand war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist eine taffe Frau, fähige Mordermittlerin und alleinerziehende Mutter. Das Verhältnis zu ihrer 15jährigen Tochter Jenny ist momentan sehr angespannt und spielt daher neben der Ermittlungen zu den beiden Toten eine große Rolle im Buch. Der Leser erfährt vieles aus Katjas Privatleben, trotzdem scheint die Protagonistin ein großer Geheimnis zu hüten, das auch mit der Trennung von Jennys Vater zu tun hat, den sie seitdem vor ihrer Tochter verleugnet. Im Laufe des Buches erfährt der Leser zwar ein wenig mehr darüber, trotzdem bleibt unklar, was genau Katja verheimlicht, weshalb ich schon jetzt gespannt bin auf die Fortsetzung...

Sehr gut gefallen hat mir Katjas Assistent Rudi Dorfmüller, der im Laufe des Buches für Katha immer mehr zu einer wichtigen Stütze und einem guten Freund wird. Seine humorvolle Art und der teils sehr raue, teils sehr sarkastische Umgangston zwischen ihm und Katja hat immer mal wieder für Auflockerung und unterhaltsame Momente gesorgt.

Der Plot an sich ist spannend. Hat Katja mit ihren Zweifeln am Selbstmord der beiden Toten Recht? Und wenn ja - was verbindet die beiden Toten? Gibt es einen Zusammenhang zu den Geschehnissen an Bord des Marineschiffs? Und welche Rolle spielen ihre auf unterschiedliche Arten erlittene Traumata?

Der Autor legt sowohl für die Ermittler als auch für den Leser so einige falsche Fährten, die gepaart mit ungeahnten Wendungen dauerhaft für Spannung sorgen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Zudem wird der Begriff des Traumas aus psychologischer Sicht näher beleuchtet, was nicht nur den Titel der Reihe rechtfertigt, sondern auch durchaus interessant zu lesen ist. Die schlussendliche Auflösung überzeugt und schockiert.

Fazit:

Spannender und fesselnder Thriller mit schockierender Auflösung und sympathischen Ermittlern. Ein gelungener Reihenauftakt, ich bin schon jetzt gespannt auf die Fortsetzung...
Profile Image for Kat.
68 reviews
February 4, 2021
Zwei Tote die mit ihrem unbewältigten Traumata verbunden sind. Der eine ertrunken in einem Baggersee, der andere erstickt in einem Kühlschrank.
Für die Ermittlerin Katja Sand sieht das nicht nach Suizid aus. Während ihren Ermittlungen stößt sie auf einige Ungereimtheiten und ihr Verdacht, dass es sich um Mord handelt, verstärkt sich.
Laut der Pathologin deutet in beiden Fällen alles auf Suizid hin und die Fälle werden geschlossen.
Katja ermittelt auf eigene Faust weiter und begibt sich damit in große Gefahr.....


Mein Fazit:
Erzählt wird im Perspektivwechsel zwischen  Vergangenheit & Gegenwart. Bei den Erzählungen aus der  Vergangenheit geht es um ein Kind welches nicht namentlich genannt wird. Man tappt recht lange im Dunkeln was es damit auf sich hat. Die Erzählungen aus der Vergangenheit sind sehr grausam und voller Gewalt. Ich habe richtig mitgelitten mit dem unbekannten Kind 😫
In der Gegenwart geht es dann um die oben beschriebenen Fälle und die Ermittler Katja Sand & Rudi Dorfmüller
Katja Sand hat aber eine sehr unangenehme Art an sich. Sie war mir anfangs überhaupt nicht sympathisch. Man bemerkt aber schnell das ein Vorfall der Vergangenheit und ihre Situation als alleinerziehende Mutter, sie so gemacht hat, wie sie heute ist. Das hat sie dann doch sanfter erscheinen lassen, sie wurde von Seite zu Seite offener & herzlicher und mir viel sympathischer.
Rudi Dorfmüller war mir dafür von Anfang an sympathisch. Er hat viel Einfühlungsvermögen gegenüber seinen Mitmenschen aber auch gleichzeitig ein Pokerface.
Die Dialoge, das handeln und der  Humor zwischen den beiden hat mir sehr gut gefallen 😊
Die beiden Hauptprotagonisten wurden sehr gut dargestellt.
Das Privatleben der Ermittler bzw. das von Katja spielen auch eine große Rolle.
Ich mag das sehr, dadurch bekommen die Protagonisten mehr Tiefe und sind nicht einfach nur Ermittler 😊
Das Buch besticht anfangs nicht durch eine super krasse Spannung aber es ist wirklich sehr fesselnd. Es geht erstmal nur um die Ermittlungen aber mit einigen Twists, dadurch  wird eine gewisse Spannung aufgebaut. Teilweise war einiges vorhersehbar, anderes hat mich dann doch überrascht.
Der Schreibstil war sehr flüssig, detailreich und bildhaft dargestellt. Ich war mittendrin statt nur dabei 😃
Sämtliche Emotionen und Personen wurden greifbar und nachvollziehbar dargestellt und ich konnte alles mitfühlen und mir ein klares Bild machen.
Es war spannend und fesselnd und ich wollte das Buch kaum noch aus der Hand legen 😍
Kurz vor dem Ende kommt dann die richtig krasse Spannung. Es war ein richtiger Showdown und man kommt aus dem mitfiebern überhaupt nicht mehr raus.
Ich habe den Täter aber schon lange vor Ende des Buches entlarvt und ich empfand es als sehr vorhersehbar. Mir war schnell klar was die Episoden aus der Vergangenheit zu bedeuten haben 😉 Trotzdem hat mir das Buch super gut gefallen und ich spreche eine ganz klare Leseempfehlung aus!
Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger und macht wahnsinnig neugierig darauf, wie  es mit Katja & Rudi weitergeht 🤩
Ich vergebe die vollen 🌕🌕🌕🌕🌕

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390 reviews
March 18, 2021
In einem See wird ein ertrunkener Mann gefunden. War es ein Freitod oder Mord? Wer ist der Tote überhaupt? Fragen über Fragen, die sich der Kommissarin Katja Sand und ihrem Kollegen Rudi Dorfmüller stellen. Rechtsmedizin und auch die KTU können nicht wirklich weiterhelfen. Und es kommt noch dicker, denn es gibt einen zweiten ungeklärten Todesfall und es wird in die Ermittlungen eingegriffen. Als wäre das nicht genug, hat Katja Sand auch im Privaten einige zusätzliche Probleme, die immer mehr zutage treten…
Das Buch beginnt mit einem so heftigen Prolog, dass ich es einfach nicht jedem empfehlen kann. Ein Kind muss unvorstellbares ansehen und erleben – das war schon ganz extrem und aufgrund der Erzählweise hat man das Gefühl direkt mittendrin zu sein. Der Fall als solcher ist dann auch für eher Zartbesaitete schon eher zu empfehlen. Wobei: Auch da geschieht so manches, was wirklich nicht leicht zu verkraften ist, jedoch ist der Leser nicht beim Tod selbst zugegen, sondern erfährt erst durch die Ermittlungen nach und nach mehr. Das ist zumindest leichter verdaulich als die Szenen einer unvorstellbar grausamen Kindheit. Die Ermittlungen sind alles andere als leicht, denn vieles ist unklar und scheint etwas verworren. Dazu kommen dann noch die speziellen Hintergründe der beiden Todesopfer, die die Ermittlungen zusätzlich erschweren – hier gehe ich bewusst nicht ins Detail. Auf jeden Fall wird es die Ermittlungen so einschränken, dass sie quasi gar nicht mehr möglich sind, aber Katja hat sich nun einmal festgebissen und auch ihr Kollege Rudi steht auf ihrer Seite.
Das ist auch bitter nötig, denn in Katjas Leben läuft so einiges aus dem Ruder. Sie hat eine Vergangenheit, die sie stark beschäftigt, mit ihrer Tochter läuft es nicht so richtig rund, mit ihrer Mutter auch nicht. Das Private nimmt hier einiges an Raum ein, viel mehr, als man das so sonst kennt, und Katja ist auch eher ein schwieriger, aber interessanter Charakter. Mir war es eigentlich schon zu viel von der Protagonistin, ich hätte mir mehr Ermittlungen und Spannung gewünscht, aber trotzdem habe ich das Buch schnell und recht gerne gelesen. Die Auflösung hatte ich in der Richtung erahnt, war mir aber alles andere als sicher. Doch hier zum Ende hin ging es mir etwas zu schnell und ein, zwei Sachen fand ich nicht unbedingt schlüssig, aber das fällt nicht so ins Gewicht.
Interessant fand ich die Einblicke in die Traumaforschung und Traumata sind in diesem Buch auch das zentrale Thema und nicht nur im Titel. Für den Laien werden hier nebenbei eingeflochten zahlreiche Informationen präsentiert, die wirklich interessant sind. Überhaupt ist der Schreibstil sehr flüssig und angenehm zu lesen.
Kurz zusammengefasst: Ein bisschen zu wenig Spannung, dafür zu viel von der Protagonistin. Insgesamt ist das Buch in meinen Augen aber kein Thriller und hat mich dennoch gut unterhalten. Es ist der Auftakt einer Trilogie und trotz gewisser Kritikpunkt bin ich so gespannt, wie es weitergehen wird und werde auf jeden Fall weiterlesen!
Profile Image for Damarisdy.
462 reviews1 follower
February 22, 2021
Ich habe mich sehr über den Titel "Trauma – Kein Entkommen" von Christoph Wortberg gefreut, welcher mir freundlicherweise vom dtv Verlag als kostenfreies Rezensionsexemplar via Netgalley zur Verfügung gestellt wurde. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle dafür, es versteht sich natürlich von selbst, dass meine Meinung zum Buch dadurch in keiner Weise beeinflusst wird.
Hier sprach mich der Klappentext sehr an und ich versprach mir eine spannende und nervenaufreibende Story.

In der Geschichte hat der Leser es mit der Ermittlern Katja Sand zu tun, die mit zwei verschiedenen Fällen konfrontiert wird, die beide, so anders sie erstmals auch erscheinen, doch miteinander zu tun haben. Die beiden Toten, Einer im Baggersee ertrunken, der Andere im Kühlschrank erstickt, litten scheinbar an einem unbewältigten Trauma und alles deutet auf Suizid hin. Doch daran will Katja nicht glauben und gerät in einen Strudel aus Ereignissen...

Christoph Wortberg schreibt seinen Thriller aus mehreren Sichtweisen und auch aus verschiedenen Zeitebenen, hauptsächlich aber aus der von der Hauptfigur Katja, die mir schnell sympathisch wird. Auch ihr Kollege hat etwas an sich, was mich ihn schnell ins Herz schließen lässt, wenn er auch in manchen Hinsichten wirklich sonderbar ist. Der Leser hat hier auf jeden Fall immer wieder etwas zu Schmunzeln und bekommt viele, unterhaltsame Dialoge und Frotzeleien geboten.
Und dann gibt es noch eine Sichtweise, die mich sehr sehr neugierig stimmt und zwar die eines kleinen Jungen. Und dieser Junge erlebt erschreckendes. Das packt mich total und ich bin super neugierig, wie er und die aktuellen Fälle miteinander zusammen hängen. Die Zeitsprünge sind wirklich sehr interessant und sorgen immer wieder für Neugierde in mir, da sie oft am Ende eines jeweiligen Kapitels mit einer Art Cliffhanger enden.

Der Schreibstil des Autors ist recht flüssig und kurzweilig, manchmal von den Formulierungen her jedoch etwas plump und zäh, die grundsätzliche Handlung auf jeden Fall spannend, zwischenzeitlich ziehen sich die Ermittlungen für mich allerdings ein wenig in die Länge und auch das Ende ist leider nicht so überraschend, wie ich mir erhofft hatte. Nichtsdestotrotz wurde ich von der Geschichte gut unterhalten, immer mal wieder überrascht und durch eine gewisse persönliche Note mitgerissen. Denn auch in Katjas (Privat-)Leben tut sich eine ganze Menge, was mich nicht unberührt lässt.

"Trauma – Kein Entkommen" ist eine tolle und spannende Grundidee, dessen Umsetzung mich nicht vollends überzeugt hat. Dennoch habe ich eine starke Sogwirkung empfunden und konnte das Buch kaum aus der Hand legen und das will wieder etwas heißen. Auch wenn für mich hier und da mal ein paar Dinge nicht so gestimmt haben, war ich total im Bann der Geschichte. Somit vergebe ich eine Lese- und Kaufempfehlung und 4 Sterne ****
Profile Image for Petra Sch..
391 reviews2 followers
February 19, 2021
Auftakt der Trilogie. Wie kann man sein Trauma überwinden?

3,5 Sterne


Kurz zum Inhalt:
München, Ende August. Ein Toter wird in einem Baggersee gefunden; augenscheinlich war es Selbstmord.
Doch die Ermittlerin Katja Sand glaubt fest an Mord, denn der Tote war Nichtschwimmer und nach einem Sturz ins Meer schwer traumatisiert.
Kurze Zeit später taucht eine weitere Leiche auf, in einem Kühlschrank erstickt. Wieder deutet alles auf Selbstmord hin; doch auch hier glaubt Katja nicht daran, da dieser Tote ebenfalls an einem unbewältigten Trauma litt.
Und die Ermittlungen stürzen Katja immer weiter in ihre eigene Vergangenheit und ihr eigenes Trauma...


Meine Meinung:
"Kein Entkommen" ist der Auftakt der Trauma-Trilogie. Der Schreibstil ist spannend und flott, es beginnt gleich fesselnd mit einer Szene eines Kleinkindes, das von seinem Vater misshandelt wird.
Mir hat das Buch anfangs richtig gut gefallen, denn das Private von Katja und ihrem früheren Trauma ist interessant, ebenso die Probleme mit ihrer Teenie-Tochter; und auch eine Geschichte im Navy-Milieu war neu für mich. Ebenso interessant waren die Infos zur Trauma-Therapie.
Die Ermittlungen und vor allem das Suchen der Verbindungen zwischen den beiden Toten war spannend zu verfolgen, auch wenn es sich anfangs eher wie ein Krimi liest.
Katjas Kollege Rudi Dorfmüller fand ich total sympathisch, er sagt frei Schnauze was er denkt und hat immer ein offenes Ohr- er ist ein richtig guter Freund für Katja.
Doch leider ging mir Katja später etwas auf die Nerven, da sie sich ihrer Mutter und Tochter gegenüber so stur gestellt hat. Der private Teil von Katja nahm mir dann im Mittelteil auch etwas zu viel Platz in Anspruch.
Dass man nicht erfährt, was ihr damals passiert ist, ist auch etwas frustrierend. Klar, es ist eine Trilogie und wird dann eben später aufgelöst, aber es ist trotzdem verdrießlich.
Auch dass ich schon recht bald wusste, wer der Täter war, war so gar nicht nach meinem Geschmack. Normalerweise gibt es dann eine überraschende Wendung, wenn ein Täter so offensichtlich ist, aber hier war es niederschmetternd, dass ich den Täter schon so bald wusste. Und Katjas törichtes Verhalten vor dem Show-Down fand ich nur zum Kopfschütteln.
Durch die kurzen Einschübe vor den drei Buch-Teilen, wo man über das Kleinkind las, wusste man auch schon den Auslöser für die Taten.
Das letzte Kapitel ist dann ein Cliffhanger für den nächsten Band, wo man dann wohl endlich über Katjas traumatische Erlebnisse aus der Vergangenheit erfährt.


Fazit:
Krimi, der sich zum Psychothriller entwickelt. ZU viel Privates der Ermittlerin. Und ich wusste schon recht schnell, wer der Täter ist, was mir persönlich leider nicht gefällt. Ich will in einem Thriller überrascht werden.
Profile Image for JoanStef.
355 reviews
March 9, 2021
Achtung!! Verborgene emotionale Traumata können getriggert & hervorgerufen werden
Das dunkle, graue faltig dargestellte Cover erweckt beim Betrachter ein bedrückendes Gefühl. Es ist somit der bildliche Wegweiser einer potentiell, emotional - aufrüttelnden Erzählung.
Inhalt:
Im ersten Band dieser Trilogie werden insbesondere 2 Ermittler der Münchner Mordkommission vorgestellt:
Katja Sand, Kommissarin & alleinstehende Mutter einer Teenie Tochter. Beruflich ist Katja sehr erfolgreich & bestrebt immer ihr Bestes zu geben. Im persönlichem Umfeld erlebt sie zahlreiche Herausforderungen, welche aufgrund ihrer, in ihrer Kindheit erlittenen, emotionalen Verletzungen, an ihrer Kraft & Resilienz zehren.
Rudi Dorfmüller ihr Kollege & Assistent, welcher ebenfalls seinen Beruf sehr ernst nimmt, jedoch charakterlich, vollkommen gegensätzliche Eigenschaften zeigt. Er ist immer bereit eine schützende Hand über seine Chefin zu halten. Und- ja seine Hände sind groß ;)
Es sterben in kurzem Abstand zwei Männer einen ungewöhnlichen & perfiden Tod. Obwohl alle Ermittlungen und Erkenntnisse, Suizid in beiden Fällen als Todesursache ergeben, folgt Katja ihrer Intuition. Insbesondere ihren Emotionen & versucht Klarheit zu gewinnen & Licht in das Dunkel zu bringen.
Fazit:
Dieser dem Thriller-Genre zugeordneter Roman ist absolut ungewöhnlich. Es wird dem Leser die PTBS in aller Deutlichkeit erklärt & diese geschickt in die Story integriert. Durch sehr genaue Beschreibungen der seelischen Vorgänge, einzelner Charaktere, ist das Tempo langsamer als üblich & vielleicht erwartet. Die Erzählstränge sind gut gegliedert & werden im Finale zusammengeführt.
Einige offene Hintergründe & Begebenheiten werden zum Cliffhanger der Folge-Bände.
Eine klare Leseempfehlung für die Leser, welche neue Wege der Thriller- Erzählkunst schätzen & das Unkonventionelle mögen.
Mir wurde eine emotionale Achterbahnfahrt durch das Buch beschert. Selten habe ich mich so persönlich betroffen gefühlt.
Manche Passage waren emotional tief berührend & ich bin jetzt sehr gespannt, wie diese Serie fortgeführt wird!
Profile Image for Jasbr.
932 reviews13 followers
February 18, 2021
Ein ehemaliges Mitglied der Marine wird in einem See ertrunken aufgefunden. Unfall oder Mord?

Auch wenn es keine Anzeichen für Fremdeinwirkung gibt, ist sich Mordermittlerin Katja Sand sicher, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen ist - und wir als Leser haben da natürlich auch schon eine Ahnung...

Interessant fand ich, wie sich dann die Ermittlungen gestalten. Denn es ist nicht so leicht, an Informationen zu kommen, wenn man auf eine Mauer des Schweigens und der Vertuschung trifft. Wie sich Katja Sand hier durchbeißt, hat mir sehr gut gefallen.

Allerdings fand ich es sehr schade, dass der Klappentext schon ganz schön viel vorweg nimmt, nämlich, dass es noch einen weiteren Toten gibt, der ebenfalls unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt. Dadurch, dass ich wusste, dass noch etwas kommt, habe ich nur auf den zweiten Fall gewartet und war dann natürlich nicht mehr überrascht.

Sehr gelungen fand ich wiederum, dass der Thriller ohne künstliches Aufbauschen etc. auskommt. Auch die Leichenfunde werden nicht ausgeschlachtet. Hier wird der Fokus mehr auf die Hintergründe der Taten gelegt und es wird bei den Ermittlungen in die Tiefe gegangen.

Leider wird aber auch das Privatleben von Ermittlerin Sand sehr lang und ausführlich erläutert. Auf der einen Seite zeigt der Kampf mit der Teenie-Tochter ihre menschliche Seite, auf der anderen Seite hat es für mich den Fluss der Ermittlungen immer wieder unterbrochen. Es war einfach zu oft und zu ausführlich die Rede davon.

Bei "Trauma - Kein Entkommen" handelt es sich um den Auftakt einer Thriller-Reihe rund um Katja Sand. Deshalb denke ich, dass sie und ihr Familienleben so ausführlich eingeführt wurden. Wahrscheinlich wird man in den Folgebänden hier noch mehr erfahren. Aber ich brauche das nicht unbedingt, ich mag den Fokus mehr auf dem eigentlichen Fall.

Nichtsdestotrotz hat mich der Thriller gut unterhalten. Die Ermittlungen waren nachvollziehbar, das Ende zwar nicht ganz überraschend, aber spannend und passend. Ich werde die Reihe weiter verfolgen.

Von mir gibt es 4 Sterne.
1,289 reviews2 followers
May 18, 2021
Katja Sand und ihr Kollege Rudi Dorfmüller werden zu einem See gerufen. Ein Schuh und ein aufgeschlitzes Boot werden gefunden, eine Leiche findet man aber vorerst nicht. Als diese dann doch noch auftaucht, ist sich die Forensikerin fast sicher, dass es sich um einen Suizid handelt, da der Körper keine Gewalteinwirkung aufweist. Doch dann wird eine weitere Leiche gefunden, bei der wieder nicht klar ist: Mord oder Selbstmord? Alles nur ein Zufall oder steckt mehr dahinter. Je mehr Katja Sand ermittelt, desto mehr wird sie auch von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt...

Dieser Thriller hat mir wirklich sehr gut gefallen, was viel mit dem flüssigen, angenehmen Schreibstil zu tun hat, der einen nur so durch die Seiten getragen hat! Der Fall an sich ist spannend gemacht und beschäftigt sich viel mit dem Thema "Traumabewältigung" was ich ein interessantes Thema fande! Die beiden Ermittler waren mir ausserdem sehr sympathisch! Katja hat mit dem Spagat zwischen Arbeit und Zeit für ihre Teenagertochter zu kämpfen, während Rudi ein toller Kollege ist und sie aufmuntet, sowie auch dem Leser immer wieder gute Laune macht, mit Hilfe eines lustigen Spruches!

Der Täter stand schon relativ früh fest, zumindest passionierte Thrillerleser werden wohl schnell heraus haben wer es war, aber das ganze "warum" fand ich einfach spannend und faszinierend, teilweise hat es einem eine Gänsehaut bereitet näher in die Psyche des Menschen zu sehen und wie viel kaputt gemacht werden kann.

Leider muss ich dennoch einen Stern abziehen, was zum einen daran lag, dass das Privatleben der Ermittlerin einen großen Stellenwert eingenommen hat. Aber vorallem war ich vom Ende genervt und wie Katja gehandelt hat. Einfach nur klischeehaft und dumm, ohne nachzudenken! Das hat mich doch ziemlich gestört obwohl das Buch ansonsten wirklich klasse ist und ich es empfehlen kann.
Profile Image for AurelyAzur.
79 reviews
January 27, 2021
Die Münchner Ermittlerin Katja Sand wird mit einigen rätselhaften Todesfällen konfrontiert. Während ihre Kollegen und der Psychoanalytiker Dr. Hanning der die Opfer behandelt hat, fest davon ausgehen, dass es ein durch ihr Trauma ausgelöster Selbstmord war, zweifelt Katja stark und versucht alles, um eine Verbindung zwischen den Opfern herzustellen, denn etwas ist an all dem Faul. Doch nicht nur mit den Ermittlungen hat Katja zu kämpfen, sondern auch mit ihrer eigenen Vergangenheit, die dabei ist sie einzuholen...

Der Schreibstil ist angenehm und insofern ungewöhnlich und interessant, dass häufig analytische Elemente zu beispielsweise dem Verhalten einiger Verdächtiger oder den Absichten gewisser Handlungen der Ermittler eingebettet sind und eine neue Perspektive aufzeigen.

Von Anfang war mir die Ermittlerin Katja unsympathisch. Nicht nur aufgrund ihrer Handlungen, sondern auch wegen ihrer individuellen Art. Für mich war sie wie ein Buch mit sieben Siegel, so ganz verstehen und durchschauen konnte ich sie absolut nicht und ihre Gedanken und Handlungen erschienen mir oft widersprüchlich. Man erfährt einiges über ihre Probleme, auch wenn diese diffus beschrieben werden und größtenteils im Hintergrund bleiben. Einiges konnte ich mir zusammenreimen. Ihre familiäre Situation bot einen schönen Wechsel zwischen Arbeit und Familie und stellte Katjas Entscheidungen und ihren Charakter noch stärker dar. Ihren Kollegen hingegen fand ich mit seiner positiven Art und Weise sehr angenehm und sympathisch.

Die Todesfälle wirken unglaublich und ungewöhnlich. Die Ungewissheit, ob es ein Mord oder doch ei Suizid war, zieht sich durch die ganze Geschichte und bringt ungemein viel Spannung rein, sodass ich da gut mit fiebern konnte und bis zum Schluss angespannt und aufgeregt der Auflösung entgegenfieberte, die mich dann doch noch überraschen konnte.

Fazit: Fesselnder Kriminalfall mi undurchsichtigen Ermittlungen und uneindeutigen Todesfällen, hinter denen sich aber eine spannende Geschichte und einige Geheimnisse verbergen. Sehr empfehlenswert!
Profile Image for Steffi Kohl.
148 reviews1 follower
February 10, 2021
Abgründe
Das Cover hat mein Interesse geweckt, auch wenn es recht klassisch daherkommt.
Klassisch geht es auch weiter : Der Thriller beginnt mit einem schrecklichen Zoom in die Vergangenheit. Autor Christoph Wortberg schreibt bedrückend und eindringlich.
Der Thriller Trauma - Kein Entkommen ist der erste Band einer dreiteiligen Reihe mit Hauptkommissarin Katja Sand und ihr Assistent Rudi Dorfmann als Ermittler der Mordkommission.
Beide sind sehr unterschiedliche Typen , aber ein gutes Ermittlerteam , das sich nicht nur glänzend ergänzt , sondern sich auch respektiert. Wichtig ist Beiden , voll bei der Sache zu sein , auch wenn das vorallem Katja zeitweise schwerfällt. Nett finde ich auch die kleinen Macken , die ein jeder von den beiden hat. Jeder auf seine eigene Art und Weise hat mich berührt.
Ihr erster Fall ist mysteriös; kurz hintereinander gibt es gleich zwei Tote bei denen die Todesumstände nicht ganz stimmig sind. Einer wird ertrunken in einem see gefunden. Der Andere erstickt in einem Kühlschrank.
Nach der Obduktion scheint es sich um Suzide zu handeln. Hauptkommissarin Katja Sand glaubt das nicht. Normalerweise kann sie sich auf ihr Bauchgefühl verlassen. Rudi und sie beginnen , Nachforschungen anzustellen und schnell bekommen sie Druck von oben. Aber vor allem für Katja , die selbst traumatisiert ist , gibt es Kein Entkommen; sie muss einfach weiter suchen.
Der Autor Christoph Wortberg, bekannt durch zahlreiche TV-Krimis, hat es geschafft , dass auch ich nicht entkommen konnte. Ich habe den Thriller nicht weglegen können.
Am Buchende ein kurzer Blick auf den zweiten Band ; es geht weiter mit der Aufdeckung Katjas‘ Trauma. Ich freue mich schon auf TRAUMA – Kein Vergessen.

Profile Image for Adorable.Books.
300 reviews2 followers
March 19, 2021
Der erste Fall für die Ermittlerin der Mordkommison, Katja Sand. Ein Opfer wird in einem See gefunden, das zweite erstickt in einem Kühlschrank. Erst einmal scheinen die Tode nicht zusammen zu hängen und Suizide zu sein, doch irgendetwas stimmt nicht. Sehr schnell steckt die Ermittlerin tief in diesen Fällen und versucht sie zu lösen.

Das Cover ist sehr Thrillerüblich, düster. So richtig passt es für mich nicht zur eigentlichen Story, aber der Verlag wird sich schon was dabei gedacht haben, auch wenn es für mich nicht stimmig zu sein scheint. Der Schreibstil ist recht einfach aber ich hatte hin und wieder ein paar Probleme damit, weil er recht abgehackt war. Die Kapitel hatten für meinen Geschmack eine sehr gute Länge. Die Kapitel, die vom kleinen Kind handeln, waren für mich erstmal nicht so recht greifbar und aus dem Zusammenhang gerissen, aber die Stränge haben zum Schluss ganz gut zusammen geführt.

Die Ermittlerin und deren Leben hat mich etwas genervt muss ich sagen. Für mich war da viel zu viel Familienkram, der mich dann ganz schön gelangweilt hat. Auch wenn es alles gut eingebettet war. Ich bin eher der Mensch für Thriller, die sich auf den Tathergang und die Ermittlung konzentrieren anstatt das Leben des Ermittlers zu sehr beleuchten.

Alles in allem hat mir ganz schön der Thrill gefehlt. Ich konnte das Buch zwar schnell lesen aber so wirklich Spannend war es nicht für mich. Wäre es nicht so kurz gewesen, dass hätte ich es bestimmt abgebrochen.
Am Ende muss ich sagen, dass die ganze Idee und die Auflösung ja nicht schlecht war, aber ohne Spannung war es leider nichts.
Profile Image for Lisa Seitentänzerin.
28 reviews2 followers
January 24, 2021
„Trauma – Kein entkommen“ ist der Auftakt einer Thriller Trilogie.
Die Münchner Mordermittlerin glaubt nicht an die Suizid Theorie, die angeblich hinten den zwei Leichenfunden stecken. Sie beginnt zu ermitteln und wird dadurch von ihrer eigenen Geschichte eingeholt.
So oder so ähnlich lauten die Klappentexte vieler Thriller. Dementsprechend gespannt war ich auf die Umsetzung. Und ja, wir haben hier das oft bediente Klischee einer Ermittlerin, die eine düstere Vergangenheit hat die sie im Laufe der Ermittlungen einholen. Oft nervt mich das. Aber hier hat mir die Umsetzung sehr gut gefallen. Ich denke das liegt daran dass ich Katja Sand als Person sehr interessant fand. Ich mag es wenn Ermittler sich nicht mit der einfachen Wahrheit zufrieden geben.
Auch die Ermittlungen um die zweit Toten haben mir gut gefallen. Der Fall ist teilweise sehr grausam. Aber nicht blutig. Es geht mehr um Psyche (wie man sich beim Titel auch denken kann)
Insgesamt war es echt ein guter Thriller. Ich habe ihn an einem Abend durchgelesen. Es hat mich gepackt und ich war durch die Wendungen auch überrascht. Auch wenn ich eigentlich lieber Thriller-Einzelbände lese, freue ich mich schon sehr auf Band 2 & 3 der Trilogie.
400 reviews
January 26, 2021
Im ersten Teil der Trilogie "Trauma" ermittelt Katja Sand zusammen mit ihrem Assistenten Rudi Dorfmüller im Fall eines ertrunkenen Mannes. Wie sich herausstellt, hatte er ein schweres Trauma und konnte nicht schwimmen. Als noch ein Toter, diesmal in einem großen Kühlschrank im Wald, aufgefunden wird, plädieren Gerichtsmedizin und der Therapeut der beiden auf Suizid in beiden Fällen. Doch Katja Sand kann sich damit nicht zufriedengeben, obwohl ihr Chef die Fälle für abgeschlossen erklärt. Sie ermittelt auf eigene Faust weiter und muss sich dabei auch ihrem persönlichen Trauma stellen.

Katja Sand hat es nicht einfach als allein erziehende Mutter einer 15-jährigen Tochter, die sich voll in der Pubertät befindet. Mit ihrer eigenen Mutter kommt sie auch nicht so gut zurecht und dazu noch die Ermittlungen zu diesem schwierigen Fall - das bringt sie an den Rand ihrer Kräfte. Katja und vor allem Rudi waren mir sehr sympathisch, ihre witzigen Wortgefechte ebenso. Obwohl ich Katja ja manchmal hätte schütteln mögen, weil sie gar so ein Geheimnis um ihre Vergangenheit macht. Der Schreibstil und die Spannung waren ebenfalls gut - ein schöner Auftakt der Trilogie - ich bin schon auf die Fortsetzung gespannt!
297 reviews
January 28, 2021
Meinung:
Dieser Thriller, hat mich wirklich eiskalt erwischt und ich weiß gar nicht was ich darüber schreiben soll, dass es der unsagbaren Spannung des Buches gerecht werden kann. Normalerweise bin ich offen gestanden kein großer Freund von deutschsprachigen Büchern des Genres, aber was der Autor mit diesem Buch geschaffen hat, hat mich absolut vom Gegenteil überzeugen können. Zunächst einmal hat der Autor wirklich einen klasse Schreibstil, der zwar rasant ist, dabei aber nicht wie bei manchen seiner Kollegen abgehackt wirkt, sondern stehts die Mitte findet, zwischen rasanter und spannender Sprache, aber auch der soliden Sprache, die sich gut und flüssig lesen lies. Nun kommen wir aber zu dem, was mich wirklich absolut fassungslos (im positivsten Sinne) zurückgelassen hat. Und zwar die grandiose Idee und die noch bessere Ausarbeitung des Buches.

Ich lese sehr viele Thriller und das meiste in diesem Genre hat man bereits gelesen, ist leicht zu durchschauen oder schafft es nicht eine Spannung aufzubauen, dieser Thriller schafft alles. Mit einer innovativen Idee und einem Können des Autors, Spannung auf den Punkt zu bringen und zu schildern. Ich hatte bis zum Schluss keine wirkliche Ahnung dessen was gespielt wird und gegruselt habe ich mich ebenfalls.
Profile Image for yellowdog.
853 reviews
February 20, 2021
Wasser, Eis und Feuer

Trauma – Kein Entkommen wird schon auf dem Cover als Thriller angekündigt, aber nach meiner Leseauffassung handelt es sich mehr um einen Kriminalroman mit psychologischen Momenten.

Der Roman ist gut strukturiert und hat 3 Teile, die mit Wasser, Eins, Feuer überschrieben sind.

Die Ermittlerin Katja Sand ist alleinerziehende Mutter und ihr Privatleben nimmt viel Raum ein, was ich prinzipiell nicht schlecht finde. Dennoch fehlt hier etwas, die Figur bleibt mir als Leser schließlich doch auf Distanz.
Dennoch, die Passagen, die die schwierige Beziehung von Katja zu ihrer 15jährigen Tochter Jenny zeigt, sind nicht schlecht gemacht. Jenny haut dann ab, um ihren Vater kennen zu lernen. So trifft auch Katja schließlich wieder auf ihren Ex.
Einen guten Kollegen hat Katja in Rudi Dorfmüller.

Die Szenen mit dem vom Vater gequälten kleinen Kind sind schmerzhaft zu lesen.
Daraus ergeben sich psychologische Folgen, die mir hier zu schematisch dargestellt werden.
Auflösung und Ende des Falls sind dann zu abrupt, aber okay.

Am Ende bleibe ich zwiespältig mit dem Roman zurück. Er ist solide und flüssig geschrieben, hat gute und weniger gelungene Passagen. Aber ein rausragen aus der Masse an Krimis kann ich auch nicht sehen.
Profile Image for Aru.
50 reviews
January 26, 2021
Inhalt:
Zwei Tote, die scheinbar keine Verbindung zu einander haben, bis sich die Mordermittlerin Katja Sand auf die Spur des Täters begibt.
Mitten hinein in ein Geflecht aus Traumata, Lügen und Vertuschungen - doch um ans Ziel zu gelangen, muss sie die Wahrheit herausfinden.

Meinung:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist unglaublich spannend und selbst ich als eingefleischter Thriller-Leser war von den Wendungen überrascht.
Der Autor hat einen, meiner Meinung nach, besonderen Schreibstil, der mir direkt zu Beginn des Buches aufgefallen ist. Das Innenleben der Protagonistin ist unglaublich detailliert beschrieben, sodass man jedes Gefühl sehr gut nachvollziehen kann - sowohl die Positiven als auch die Negativen. Am Anfang hat mich das etwas irritiert, doch dann hat es mich sehr gefesselt.
Die Personen der Geschichte sind sehr gut ausgearbeitet und man kann sich von jedem ein sehr gutes Bild machen. Die Charaktere sind durchdacht, aber nicht perfekt, sodass sie sehr realistisch wirken. Das gefällt mir gut.
Das Ende der Geschichte macht Lust auf mehr und ich bin schon gespannt wie es im zweiten Band weitergehen wird!
2,270 reviews13 followers
February 19, 2021
Zum Inhalt:

Was haben die beiden Toten gemeinsam? Der eine ertrunken, der andere in einem Kühlschrank erstickt. Schon bald findet die Mordermittlerin heraus, dass beide traumatische Erlebnisse hatten. Und scheinbar gibt es Verbindungen zwischen den beiden. Kann der Psychoanalytiker Hanning helfen? Während der Fall immer verwirrender wird, holt die Vergangenheit auch die Ermittlerin ein.

Meine Meinung: Die Story hat mir schon ganz gut gefallen auch wenn ich mir insgesamt mehr Spannung gewünscht hätte. Bei einem Thriller sollte meiner Meinung nach der Spannungsbogen die meiste Zeit sehr hoch sein und nicht nur ein kurzes Stück vor Ende. Mit dem Schreibstil habe ich mich auch ein Stück weit schwer getan. Bücher, die in der Gegenwartsform geschrieben sind, finde ich immer ein wenig anstrengend. Insgesamt für mich ein Buch, dass mehr Potential gehabt hätte, aber nicht schlecht ist.

Fazit:

Hätte spannender sein können
Displaying 1 - 30 of 33 reviews

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