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Nil

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Eine Geschichtenerfinderin wird beauftragt, ihre Fortsetzungsstory für ein Frauenmagazin in der nächsten Ausgabe zu Ende zu bringen. Fieberhaft entwirft sie ein Endszenario, vernichtet aber die Notizen - nicht, weil es misslungen wäre, sondern aus Furcht, es bewahrheite sich.
Was, wenn sich das Geschriebene als biografisch erwiese - aber nicht rückwärtsgerichtet, nicht memoirenhaft aus dem Leben gegriffen, sondern wahrsagerisch, mitten ins Leben hinein? Existiert die Erzählerin nur in ihrer Geschichte?
Gibt es daraus ein Entkommen?
Ein hochliterarischer Roman über das Verhältnis von Realität und Fiktion, Erzählen und Erinnern - sprachlich virtuos und packend geschrieben.

»Wir werden unsere Geschichten nicht los, ob wir sie nun erzählen oder nicht, manchmal rutscht etwas davon heraus, mitten ins Schweigen hinein, in die stehengebliebene Zeit, zu einem Schwank gekürzt, einer Kurzfilmsequenz. Kann sein, wir tun was hinzu, oder wie lassen was aus, spielen uns zu Helden auf, spielen die andern herunter. Wir stolpern, fallen uns ins Wort. Am Ende trifft alles zu, gerade das Ausgedachte.«

148 pages, Hardcover

First published January 1, 2021

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About the author

Anna Baar

10 books3 followers

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Community Reviews

5 stars
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1 star
10 (13%)
Displaying 1 - 15 of 15 reviews
Profile Image for K_frost.
167 reviews
August 19, 2021
Jaaa... Das also auch gelesen. Anstrengend, wenn auch sprachlich gut. Es verliert sich zT in der Sprache; Inhalt, Story, ... treten hinter der Prosa zurück. Muss mensch mögen. Worum genau es geht? Gute Frage.
Als Germanistin kann ich es analysieren, als Leserin lässt es mich etwas überfordert zurück. Definitiv keine schnelle Lektüre!
Profile Image for Daniel.
641 reviews52 followers
October 10, 2021
Es gibt Bücher, die klappt man zu und denkt sich: "Jetzt lese ich mir erst ein paar Rezensionen durch. Dann weiß ich, was ich davon halte.". Tja. "Nil" ist wohl ein solches.

Eines vorweg: Baar kann schreiben. Dieses schmale Büchlein ist bis zum Rand angefüllt mit zitierbaren Sätzen, die gerade genügend Spielraum für die eigene Fantasie lassen um sie bei allerlei Gelegenheiten einzusetzen. Ein Beispiel? Moment.

"Allem Anschein nach sah er besser als ich, sah mich sogar voraus."

Ein fantastischer Haufen Buchstaben. Aber er ist wie die Austern in "Pretty Woman", ein schlüpfriges kleines ... Ihr wisst schon. Kaum meint man, etwas zu fassen, das er wohl ausdrückt, ist es fort und zurück bleibt nur mehr das Gegenteil: Ein Eindruck. Und der ist vage.

Ich kann damit umgehen, wenn ein Text mehr Wert auf etwas außerhalb seines Inhalts legt. In solchen Fällen bin ich sehr dankbar, wenn es sich um kurze Texte handelt. Wie hier. Fünf, sechs weitere Seiten noch und ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn zu Ende gelesen hätte. Und das ist auch der Grund dafür, dass ich meine Bewertung so halte wie die Qualität meiner Rezensionen: Mittelmäßig. Es ist akzeptabel ... aber ein zweites Mal würde ich es mir nicht antun.

Deshalb: Ab in Euren SUB, wenn Ihr einen richtig gut geschriebenen Hindernislauf für Eure Hirnwindungen sucht.
Profile Image for Electric.
627 reviews1 follower
August 11, 2021
Spröde Prosa die sich auch ab und an mal im felsigen Hochgebirge literarischen Referenzen versteigt aber dabei trotzdem eine starke Sogwirkung entfaltet. Man kennt sich nicht immer aus in diesem Spiegelkabinett aus Erinnerung, brüchiger Identität und biographischen Linien aber es macht trotzdem viel Freude die Entwicklungen und Verwandlungen der einzelnen Motive (Zoo/tiere, Fotobox, Drogen, Videospiele, Eltern etc.) zu folgen. Beim Schreiben über das Schreiben besteht natürlich immer auch Verdunkelungsgefahr aber dafür wird man eben auch mit Gänsehaut belohnt - zumindest in diesem Text.
Profile Image for Felix.
264 reviews7 followers
November 13, 2021
i don't think i understand this one
Profile Image for Marie Riedl.
55 reviews2 followers
November 9, 2021
Während des Lesens habe ich mich öfter gefragt ob ich entweder nicht schlau genug bin um den Hintergrund zu verstehen oder ob alles noch ein von meiner Erkältung kommender Fiebertraum ist.

Bis zur letzten Seite war ich mir nicht sicher. Man braucht ziemlich viel Konzentration um dem Inhalt folgen zu können - und schafft es dann irgendwie doch nicht ganz.

Ich habe bisher noch nichts in der Art gelesen und es hat mich bis zum Schluss gepackt. Gespickt von wunderschönen Sätzen und Formulierungen die allesamt auf Postkarten gedruckt gehören ergibt sich ein interessanter Roman - oder eher Tagtraum.

In einem Interview zitiert Anna Baar ihre Mutter zum Buch „Was hat dich denn da geritten?“ Und ich lasse das hier jetzt mal so stehen.

Ich würde das Buch aber niemandem empfehlen, der einen durchgängigen Handlungsstrang erwartet, denn es ist viel mehr als das.
Profile Image for Jette.
16 reviews
December 23, 2024
Die Sprache hat mir gefallen, nur verstanden habe ich nichts.
70 reviews1 follower
October 28, 2021
Sprachlich grandios, inhaltlich verwirrend und abwegig. Ich mochte besonders den Beginn des Buches, mit der Zeit wurde es immer verworrener, sodass ich am Ende nicht ganz weiß, was ich von dem Buch halten soll. Der Schreibstil und die Kunst, mit Worten umzugehen und Sätze zu konstruieren hat mich beeindruckt, es sind viele wunderschöne Zitate dabei - und viele Sätze die eine ganze gesellschaftliche Diskussion enthalten können. Die Story ist mir aber leider zu abgedreht und ich kam irgendwann nicht mehr mit. Ist also nicht für jede*n was, würde ich sagen.
Profile Image for _verweiledoch.
109 reviews29 followers
December 27, 2021
In Anna Baars „Nil“ wusste ich ab einem gewissen Punkt nicht mehr, wo unten und oben ist. Eine so dichte, verworrene Sprache ist mir lange nicht begegnet und ganz eindeutig steht die Handlung hinter der gestelzten Prosa in diesem Roman zurück.

Das war einfach alles zu doll. Hätte ich wenigstens einen blassen Schimmer, was den Inhalt angeht, würde ich diesen Roman bestimmt besser bewerten. Aber in meinem Kopf schwirren nun, nach der Lektüre, nur ein Haufen künstlerisch erschaffener, wilder, verkorkster Bilder und Szenarien herum, die ich weder verstehe, noch einordnen kann. So viele Assoziationen, alles bunt und tief und bedeutungsvoll. Dabei sind die Figuren kaum greifbar und entgleiten der/m Leser*in immer wieder. Nicht einmal der Protagonist ist klar konturiert und das hat mich bis zum Ende einfach kirre gemacht. Alles ist konfus und grotesk und das eben auf eine eher anstrengende und störendere Art - leider. Die Sprache war nichtsdestotrotz stark, demnach — 1.5/5 Eselsohren!
Profile Image for Charlie.
51 reviews
June 8, 2023
Wunderschön geschrieben aber die Handlung war mir doch zu verwirrend und alles in allem nichtssagend. Fühlt sich an wie im wirren Fiebertraum geschrieben
19 reviews
August 10, 2023
selbst die verwirrung ist verwirrt, aber: unflaublich schöne sprache!
2 reviews
December 10, 2024
Das Buch war mir bald tief unheimlich, da man beihnahe dauerhaft im Unklaren ist. Es liest sich z.T. wie eine Psychose. Manchmal wundersam, manchmal unerwartet kalt und grausam. Nirgends kann man sich anhalten. Immer, wenn man glaubt, Zusammenhänge identifiziert, Protagonist:innen erkannt zu haben, entrückt die Erzählung erneut, die Zusammenhänge lösen sich auf und neue entstehen (vielleicht). Irgendwann habe ich aufgegeben, verstehen zu wollen, dann wurde das Lesen leichter.
Die Sprache wunderschön und wie im Flüsterton geschrieben (irgendwie alles geheim), zugleich wie völlig aus der Zeit gefallen, war es ein Kampf das Buch zu lesen und lässt mich nun verwundert zurück. Wie die Charaktere nicht so recht Anschluss an das Leben und die Welt zu finden scheinen, geht es mir wohl wie vielen mit dem Buch. Ich glaube, es braucht viel Mut, sich auf dieses Unklare einzulassen, das ist mir beim Lesen nur teilweise geglückt. Es bräuchte jedenfalls einen Lesekreis oder eine:n Vertraute:n, der:die das Buch parallel liest, man könnte stundenlang (lustvoll) darüber sprechen.
3 reviews
September 9, 2023
Ein durchaus spannendes und vor allem sprachlich sehr fein geschliffenes Buch. Die Geschichte ist fesselnd, dennoch fragt sich der Leser bis zu letzt, um was es eigentlich geht.
Die Geschichte der unbekannten Ich-Erzählerin? Des bemitleidenswerten Sobak? Was ist fantasiert und was wirklich passiert?

Klar ist nur: Der Roman ist durchaus fesselnd und auch unterhaltsam, sofern man das Buch aufmerksam liest.
Profile Image for Bianca Sandale.
560 reviews21 followers
November 6, 2021
Nominiert für den Österreichischen Buchpreis und für mich heißts klar:
Daumen drücken!!
Profile Image for elektrospiro.
261 reviews24 followers
September 29, 2023
"Ich wahr es nicht."

Sehr interessantes Spiel mit dem Leser und mit dem Helden der Erzählung. Sprachlich wunderbar. Auch wenn ich auch keine happy ends mag und stimme die Anna Baar zu, dass sie in dem Punkto ihre Mutter (Mutter der Erzählerin?) nicht gehorcht hat, ist die Verfolgung der Geschichte etwas mühsam. Die Geschichte ist ziemlich verwickelt. Trotzdem sind die Gestalten so fies, dass man sie länger im Kopf behält. Vor allem den - nomen omen - Sobek. Und dieser Satz dabei: "Und ist es nicht immer das eigene im Andern, das uns am meisten entsetzt?" Unsere Gedächtnis ist lamm und tückisch, aber geträumte, gedachte Wirklichkeit ist real, scheint die Autorin sagen zu wollen. "Und worüber hättest du geschrieben, wenn du keine Angst (vor sich selbst, hätte ich ergänzt) gehabt hättest?" Sie bemüht sich wahrlich den Leser in das tiefe Innere eines Menschen eintauchen zu lassen. Psychologisch und literarisch ein sehr interessanter Versuch.

Recenzja po polsku na stronie: https://nakanapie.pl/recenzje/jedynie...
Displaying 1 - 15 of 15 reviews

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