Jump to ratings and reviews
Rate this book

على الحافة

Rate this book
Ein Mensch steigt früh am Morgen auf einen Berg. Sobald es dunkel ist, will er einen letzten Schritt tun. Schon immer lagen der Tod und das Glück für Gerold Ebner nah beieinander. Als Kind hat er seinen ersten Toten gesehen. Später hat er zwei Menschen eigenhändig den Tod gebracht: Er erlöste seine Mutter vom terrorisierenden Großvater und seinen besten Freund von dessen Leiden. Doch ist er damit zum Mörder geworden? Noch einmal entscheidet sich Gerold gegen das Gesetz und findet so sein eigenes Glück, das ihm der Tod wieder nimmt ... Fesselnd bis zum Schluss schildert der Ich-Erzähler die Ereignisse, die ihn an den Rand eines Felsens geführt haben.

184 pages, Paperback

First published February 1, 2016

3 people are currently reading
120 people want to read

About the author

Hans Platzgumer

20 books5 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
43 (26%)
4 stars
60 (37%)
3 stars
44 (27%)
2 stars
9 (5%)
1 star
4 (2%)
Displaying 1 - 25 of 25 reviews
Profile Image for yvonnelesenundso.
167 reviews43 followers
April 1, 2023
"Es gab Momente, da musste man die Unmöglichkeit des Daseins annehmen. Der Unmenschlichkeit ausgesetzt, kann der Mensch Unmenschliches vollbringen. Ich hatte den Zustand größter Unmenschlichkeit erlangt. Alles an mir war von einer kalten Fremdheit ergriffen, die nur der Tod, der Gegenpol des Lebens, ausstrahlen konnte. Gerold Ebner gab es nicht mehr, und es gab nichts mehr für ihn."
Profile Image for derwoineinembuchwasliest.
62 reviews5 followers
February 13, 2022
Christine Westermann hat auf der Rückseite des Buches beschrieben, das dieses Buch einen auf eine sehr stille Weise packt und das finde ich auch. Trotz all der Tragik und des Leids in der Lebensgeschichte des Gerold Ebner, schafft es Hans Platzgumer auf bemerkenswerte Art und Weise all dies so zu präsentieren, dass man sich dermaßen erschüttert fühlt wie es der Protagonist in manchen Situationen selbst ist, aber auch den Pragmatismus nachvollziehen kann, den der Ebner-Gerold teilweise durchblitzen lässt um nicht komplett den Verstand zu verlieren. Es ist kein Buch was sich mit den großen Weltfragen beschäftigt, aber sich im Kleinen Gedanken über das Leben macht, die jeder nachvollziehen kann und bei denen man sicherlich zu verschiedensten Ergebnissen kommt. Das was Gerold Ebner in seinem Leben durchmacht, hab ich zwar nicht erlebt und will es nicht, aber irgendwie schafft es der Autor einem beim Lesen ein Verständnis und Mitgefühl zu implementieren, dass man glauben könnte es wäre eine Geschichte aus dem eigenen Umfeld.
Profile Image for Asmaa .
52 reviews2 followers
November 19, 2024
على الحافة يكتب غيرولد سيرته منذ الصغر ، على الحافة يتخلص مما أخفاه عن الجميع، على الحافة يعترف ثم يخطو خطوة واحدة ... من على الحافة...
Profile Image for Queeneliza1.
16 reviews1 follower
May 2, 2016
ich finde keine Worte, das zu beschreiben, in das ich gerade hineingetaucht war, diese wunderbare und sonderbare Erzählung, die einen in den Bann zieht,wie ein Magnet anzieht, und am Schluss sanft wieder loslässt, als wäre nichts geschehen.Ein Höhepunkt zeitgenössischer Literatur.
Profile Image for Electric.
627 reviews1 follower
April 25, 2017
Eine Existenz an den Rand der Gesellschaft gedrückt steigt ein letztes Mal zu einem Gipfel auf, um sich zu erinnern und zu schreiben, ohne sich zu rechtfertigen. Lakonisch und eher distanziert erzählt, orientiert sich Platzgumer an diversen maskulinen Motiven von der japanischen Disziplin des Shotokan Karate bis zur alpinen Sturheit des Kletterns - und doch bleibt sein Charakter Zufällen ausgeliefert ohne je die Kontrolle zu übernehmen: Immerhin bringt er einen Roman zu Ende. Natürlich auch einigermaßen selbstreferentiell aber immer sehr klar und ohne Schnörkel.
Profile Image for Devona.
74 reviews2 followers
November 17, 2016
Obwohl ich mich generell mit zeitgenössischer Literatur im Allgemeinen und insbesondere meist mit den für den deutschen Buchpreis nominierten Büchern aus diversen Gründen recht schwer tue, habe ich in diesem Jahr wirklich mal ein komplettes Buch (und nicht nur die Leseproben) von der Longlist gelesen. Von Haus aus mag ich den Verlag und das seltsame, aber gut passende Coverbild hatte mich angesprochen. Desweiteren auch die Vita des Autors, der bisher mehr im musikalischen Bereich erfolgreich war.

Hans Platzgumer hat ein ruhiges Buch geschrieben, welches sich im Stil durch nichts exponiert und gerade deshalb wunderbar zu lesen ist – es fesselt den Leser durch seine Schlichtheit, auch wenn die Grundstimmung eher düster ist.

Frühmorgens ganz zeitig ist er auf den Berg gestiegen, der Gerold Ebner, gut geplant ist sein letzter Tag. Über den Rand der Klippe will er springen am Ende des Tages, wenn er sein letztes Vorhaben -sein Leben aufzuschreiben- abgeschlossen hat. Elf Stunden wird es hell sein, für eine weitere kurze Zeit werden Taschenlampenbatterien helfen. Gerold hat keine Zeit für Nebensächlichkeiten.

In karger, aber nicht poesiebefreiter Sprache beschreibt Ich-Erzähler Gerold distanziert, gefasst und schnörkellos sein Leben, welches ihn hierher an den Rand führte. Ohne sich zu rechtfertigen, ohne kitschige Sentimentalität entfalten sich vor dem Leser all die durchschnittlichen Lebensstationen des ebenso durchschnittlichen Protagonisten, der keine Ansprüche an das Leben stellt und alles nimmt, wie es kommt. Nur an einigen wenigen Stellen bittet er selbstmitleidsfrei darum, dass man ihn nicht allzu leicht verurteilen möge, dafür WIE er dieses Leben genommen hat. Er erscheint mit sich im Reinen an diesem letzten Tag – nicht zuletzt auch deshalb, weil er jegliche Verantwortung abgibt an den Leser, der seine Niederschrift findet. Denn der möge doch bitte noch das Licht im Schlafzimmer abschalten, was Gerold morgens beim Losgehen vergessen hat.

Viele Szenen in „Am Rand“ sind aufgrund der sehr distanzierten, aber auch detaillierten Beschreibung von Gerold nicht einfach zu lesen oder erschüttern vielleicht grade deshalb. Besonders die Todesszenen seiner Freunde ( einer davon ist ein Unfalltod durch Starkstrom) und des von ihm ermordeten Großvaters sind sehr lang und detailreich. Allerdings auch frei von Effekthascherei, Hans Platzgumer zeigt hier wirklich, wie man mit einem Minimum an Stil und Sprache maximale Effekte beim Leser erzielen kann. Die Beliebigkeit und Profanität in Gerolds Leben, dieses völlig Belanglose animieren den Leser immer wieder über Sinn und Unsinn des Lebens nachzudenken, ohne dass im Mittelpunkt ein schillerndes, aber gescheitertes, tragisches Über-Ego steht. Auch Gerold selbst bleibt ebenso belanglos wie alles Andere, entfaltet aber gerade deshalb als Projektionsfläche faszinierende Wirkung.

Mich haben ausufernde, poetische Sprachexperimente mit denen ich mich u.a. vom letztjährig auf der Longlist stehenden Buch „Winters Garten“ von Valerie Fritsch quasi mental und auch fast schon körperlich erschlagen fühlte, ohne dass mir auf weiten Strecken Inhalte vermittelt wurde, abgeschreckt. Die Art und Weise, wie Hans Platzgumer seinen Gerold mit einfachen Worten den winzigen, kleinen Moment beschreiben lässt, in dem sein Leben im wahrsten Sinne des Wortes vor seinen Augen wegbricht und nichts, aber auch gar nichts mehr bleibt, entwickelt eine Wucht, die man kaum beschreiben kann. Zumal Gerold auch hier keinerlei Verantwortungsbewusstsein erkennen lässt und nicht einmal auf den Idee kommt, darüber nachzudenken, ob er diesen Moment nicht hätte verhindern können oder sogar müssen. Wie alles in seinem Leben nimmt Gerold auch das hin und re-agiert lediglich. Fassungslos und auch ansonsten emotional gebeutelt saugt der Leser jede Zeile auf.

Wie gesagt: „Am Rand“ ist ein ruhiges, aber gerade deshalb einen süchtigmachenden Sog entwickelndes Buch, welchem ich persönlich einen Platz auf der morgen erscheinenden shortlist gönnen würde. Ein Buch, welches ich auch guten Gewissens an Leser verschenken würde, von denen ich weiß, dass sie auch abseits des mainstreams und abseits diverser Hypes lesen. Ein Buch, welches vielleicht auch für Buchhändler ein geeigneter Kandidat für einen Preis wäre, das Echo von Lesern und Buchhändlern auf diverse Buchpreisgewinner war ja wohl in den letzten Jahren eher verhalten.

Fazit: Ich gebe eine ganz klare Leseempfehlung, glaube aber, dass wohl wieder die „lauteren“ Bücher auf der shortlist landen werden. Ich würde mich über weitere Bücher von Hans Platzgumer freuen.

www.buchimpressionen.de
115 reviews1 follower
April 8, 2016
I appreciate the charakter - he has story potential and so does the whole book but it doesn't hang together tighltly. Some parts are very good while others are vague and it is unclear how they fit in. Thus the book suffers from a lack of cohesion. While in a way it fits with what the author imo wants to express - a fragmented life with life lines cut and not hanging together even this could be told more tightly and logically. Still I sympathize with Platzgumer as an author, I think I share his quest and I am confident he will become more tight, cohesive and thorough in his future books.
510 reviews16 followers
September 15, 2020
Angekommen im Dazwischen

„Irgendwann …[hat jeder] den Punkt erreicht, wo jedes Leben dem anderen zu gleichen beginnt, jedes ein ähnlich mickriges wird, aber keines mickrig genug, und jedes sowohl zu lang als auch zu kurz.“ S. 7 So erzählt es der Ich-Erzähler dem Leser, spricht ihn häufig direkt an „Eigentlich wollte ich, bevor ich die Wohnung verließ, Sarahs Nachtlicht löschen,
wie ich es tagsüber immer tat, aber das habe ich in der Aufregung vergessen. Ich bitte Sie, schalten Sie das Lichtchen für mich ab. Ein kleiner Schiebeschalter an der rechten Seite, Sie werden ihn finden.“ S. 9f Der Mann, der hier mit mir spricht, heißt Gerold Ebner – das erfahren wir erst auf Seite 20, der Name wird selten wiederholt, er scheint nicht wichtig zu sein. Wir beobachten ihn bei einer Bergtour samt ihrer Vorbereitungen, zielgerichtet, geordnet, ohne Hast – fokussiert. Er besteigt den Bocksberg in Österreich, im Vinschgau – und dort, am Rand zum Abgrund, beginnt er, sein Manuskript zu schreiben. Das, was da stattfindet, ist eine Art schriftgewordener Meditation, ein Geständnis, eine Beichte.

Die Sprache ist bildhaft „Ab einer gewissen Höhe frisst das Weiß des Himmels das Grün von den Berghängen, enden Wiesen und Bäume, nur karge Schotterflächen ziehen sich noch weiter hinauf zu den der Sonne entgegengestreckten Gesteinsglatzen.“ S. 20 Die Geschichte zieht mich in ihren Sog, lässt mich hinterher atemlos zurück – begeistert von der Erzählweise, aber herausgefordert von der Geschichte Gerold Ebners.

Gerold – der Herrscher mit dem Speer, geboren 1969, Sohn einer ehemaligen Prostituierten, die sich für dieses Kind entschieden hatte, danach fromm im Kloster arbeitet. Sie ist Südtirolerin. Wir lesen über die ausgrenzende Siedlung der Landsleute, die es seit dem Pakt zwischen Hitler und Mussolini vielfach in Österreich gibt. Es gibt Bandenkriege unter den Jungs, wilde Mutproben, Freundschaften. Die Jobs, die es für die Jungs von dort gibt, sind selten gesund für sie. Wir lesen von Gerolds Tätigkeit als Schriftsteller, seinem Versagen dabei, den Aushilfsjobs. Wir lesen über den Tod.

Autor Hans Platzgumer platziert so einige Besonderheiten in diesem Roman, wie ein hineingemogeltes alter ego „Hansi Platzgummer“ (laut Wikipedia ist „Johann Platzgummer“ der Geburtsname des Autors), Musiker, in New York als Musiker tätig gewesen (beides wie der Autor). Ein bisschen „meta“, aber noch originell. Wir lesen von Schrödingers Katze und weitere Erörterungen über Physik, alle Kapitel beginnen mit „Hitotsu“, erstens, wie die Grundsätze des häufig bemühten Karate, bei denen alles gleich wichtig ist – aber da sind wir noch nicht im Ansatz am Kern der Geschichte.

Gerold Ebner sitzt auf dem Berg und legt eine Beichte ab. Er stellt zur Diskussion, wann es gerechtfertigt ist, einen anderen Menschen zu töten. Dabei ist Sterbehilfe, eingefordert vom Jugendfreund, nur eines – Ebners Darstellungen des Erstickens eines Menschen erinnern mich irgendwie an den Hitchcock-Film „Torn Curtain“ in ihrer Dauer und Vehemenz (auch wenn dort erwürgt wird). Der Leser bekommt Fragen aufgeworfen zu (unterstütztem) Selbstmord, zu Liebe, Ausbrechen aus Gewohnheiten, Familie. Ein Roman, den man erst einmal sacken lassen muss, wenn klar wird, welche verschiedenen Kulminationspunkte die Andeutungen im Verlauf der Geschichte finden.

Hier der Trailer zum Buch mit Sounds unterlegt von Hans Platzgumer:

http://www.youtube.com/watch?v=0w8n14...
Profile Image for kleinerpanda_.
631 reviews
November 20, 2020
Der Protagonist steigt am frühen Morgen auf einen Berg und beginnt dort, sein Leben nieder zu schreiben, bevor er seinen letzten Schritt macht.

Ich war sehr gespannt auf das Buch, weil ich den Klappentext wahnsinnig interessant fand.
Leider hat mir das Buch nicht gefallen. Es war nicht, was ich erwartet hatte.
Der Ich-Erzähler holt an vielen Stellen so weit aus. Einige Passagen haben sich also sehr gezogen. Andere Stellen, über die ich gerne mehr gelesen hätte, wurden dafür recht kurz gehalten. Viele Handlungen und Gedanken konnte ich nicht nachvollziehen und somit auch keine Verbindung zum Protagonisten aufbauen.

Das Ende mochte ich vom Schreibstil dagegen sehr. Genauso hatte ich mir das gesamte Buch vorgestellt. Schade, dass das erst so spät kam.

Da ich aber mit meiner Meinung recht allein dastehe, sollte sich bitte unbedingt jeder eine eigene Meinung bilden.
Profile Image for Marina.
211 reviews4 followers
August 4, 2025
Der 42-jährige Gerold Ebner blickt am frühen Morgen vom Gipfel des Bocksbergs auf sein Leben zurück. In klarer, nüchterner Sprache erzählt er von prägenden Momenten seiner Kindheit, seiner tiefen Freundschaft mit Guido, von der komplizierten Beziehung zu seiner Mutter und seinem Grossvater. Der Tod spielt dabei eine konstante Rolle, nicht als schweres Thema, sondern als leiser, allgegenwärtiger Begleiter. Trotz der knappen, zurückhaltenden Erzählweise entfaltet das Buch eine erstaunliche emotionale Tiefe. Es fesselt durch seine ruhige Intensität und lässt den Leser nicht mehr los. Die Entwicklung des Protagonisten macht neugierig bis zur letzten Seite. «Am Rand» ist ein stilles Buch, das lange nachhallt.
Profile Image for Ly Leek.
199 reviews1 follower
May 5, 2021
Ma panin raamatu nö virtuaalsesse riiulisse, et see mulle meelde jääks - rohkem seda raamatut ei loe. Never! Ei ole minu lugemismaitsele meele järgi teos. Vägisi sundisin lugema, sest sõbranna soovitas. Ja ma pean nüüd ausalt üles tunnistama - jätsin pooleli. :( Ma ei tea, kes sellest loost oskab leida elu edasi viivat või elu ülistavat filosoofiat, kuigi jah, seal mäe otsas jalgu kõigutades ja elu üle juureldes - eks see olegi filosoofia, ent hindan pigem coelholikku mõlgutamist. Või, palun väga - Fred Jüssi.
Kogu oma lugupidamises - kindlasti on Hans Platzgumer hea kirjanik ja puha, aga minu lugemisrööbastele see rong sõitma ei sobi. Liiga morbiidne, liiga tuhm, liiga hall.

Profile Image for sukaina Ali.
108 reviews13 followers
April 5, 2022
#رواية #على_الحافة لـ #هانس_بلاتسغومر

من على حافة المنحدر يبدأ غيرولد في كتابة قصته منذ الطفولة
وكأنه يسترجع شريط حياته، فـ يذكر قصة انجابه من أبٍ مجهول، وعلاقته المتوترة مع والدته

قصة الطفل الوحيد بين اقرانه الذي يملك مفتاحاً لبيته

قصص أصدقاء الطفولة ومغامراتها بـ برائتها وشقاوتها

قصة تعرفه على والد أمه، والذي ظهر على باب شقتهم ذات يوم
وبنى علاقة متوترة معه

كيف تعرف على إيلينا ووقع في حبال الحب
وكيف كانت له السند الذي يبحث عنه

إيلينا العاشقة للمغامرات والكارهة للروتين

والجزء الأجمل في علاقتهما كانت مع الطفلة سارة

يعترف غيرولد بـ أمورٍ لم يبح بها لأحدٍ يوماً
يقف على الحافة، ومع انتهاء شريط الذكريات

يخطو خطوة!
Profile Image for Lea.
1,115 reviews299 followers
August 16, 2023
Das Buch hat mir besser gefallen, als ich es von deutschsprachiger zeitgenössischer Literatur gewöhnt bin. Einen Monat später habe ich zwar den Plot einigermaßen vergessen, aber die Atmosphäre und auch der Rahmen (die Geschichte am Berggipfel in ein Wanderbuch schreibend) ist mir geblieben. Jetzt wo ich den Plot nachgelesen habe, erinnere ich mich, dass das Buch einem langsam immer näher ging und das Ende einen wirklich irgendwie betroffen zurücklässt. Ganz ohne Unnahbarkeit geht das bei deutscher/österreicher/schweizer Literatur natürlich nicht, aber bei so einer Tragik passt es sogar irgendwie.
Profile Image for Almrausch.
175 reviews2 followers
December 18, 2025
Eine fesselnde Geschichte, allerdings sehr schwarz. Ein harte Kindheit als südtiroler Einwanderer, ein tyrannischer Großvater, ein schrecklicher Unfall mit schweren Folgen (manche Szenen sind schwer auszuhalten). Der Tod ist omnipräsent und die Hauptfigur trifft Entscheidungen, die moralisch bedenklich sind, wobei der Autor hier nicht Stellung nimmt. Es stellt sich die Frage, ob ein Mord berechtigt ist, wenn es als Befreiung gesehen werden kann. Die jeweiligen Fälle haben einen ganz unterschiedlichen Hintergrund und sind schwer zu vergleichen. Die Antwort auf die Frage wird aber den Lesenden überlassen. Heavy!
Profile Image for Isabell Charlotte .
235 reviews1 follower
November 6, 2022
Das Buch ist schwer zu beschreiben. An manchen Stellen merkwürdig und komisch, an anderen wieder sehr emotional und mitreisend.
Viele Stellen aus diesem Buch hätte man meiner Meinung nach nicht gebraucht, wobei dann wiederum das Ganze nicht gegeben wäre.
Besonders gefallen hat mir die Story line von Elena und Sarah.
3/5
Profile Image for Saskia.
7 reviews
March 24, 2023
Dieses Buch war eines der tiefgründigsten Werke überhaupt. Die Weisheiten, Erkenntnisse und das Verständnis über die Welt und das Leben sind wirklich eindrucksvoll. Dennoch ist die Geschichte an manchen Stellen etwas weitschweifig, wobei man den Anhang verlieren könnte.
Profile Image for طاهر الزهراني.
Author 15 books799 followers
October 23, 2021
سرد جميل، وتكنيك ذكي للفصول، إلا أن حادثة سقوط الزوجة والطفلة، بدت لي مقحمة وغير مقنعة، عدا ذلك الرواية سلسة ورائعة.
Profile Image for Marilyn Fridolin.
75 reviews9 followers
September 17, 2023
Hästi sünge raamat, kuigi iseenesest hästi kirjutatud. Süngetest teemadest on vist ka lihtsam hästi kirjutada, nii et ainult sellega kõrgemat hinnet ära ei teeni.
Profile Image for miss.mesmerized mesmerized.
1,405 reviews42 followers
September 13, 2016
Gerold Ebner macht sich früh am Morgen auf in Richtung Gipfel des Bocksbergs. Er hat etwas zu erledigen, das will er alleine und in Ruhe tun. In Etappen geht es bergauf und in Etappen lässt er sein Leben Revue passieren. Zunächst seine Herkunft, die Mutter, die als Prostituierte arbeitet und nicht weiß, wer sein Vater ist. Sein Großvater, herrisch und bestimmend und dessen Tod eine Erleichterung für die gebeutelte Mutter ist. Seine Liebe zu Elena, die nie in einer Ehe oder richtigen Familie mündete. Und seine Freundschaften, die von der Kindheit bis in den Tod halten. Der Tod ist es auch, der den Takt und die Einschnitte bestimmt und der am Ende als letzter auf den Protagonisten noch wartet.

„Am Rand“ – für mich eher am Abgrund, ein Leben immer an der Grenze, kurz vor dem Absturz, nie wirklich in den ruhigen Fahrwassern in der Mitte. In gelassenem Ton lässt Platzgumer seinen Protagonisten erzählen, die äußere Chronologie ebenso wie die seines Daseins gliedern die Erzählung und so passt ein ganzes Leben in einen einzigen Tag. Auch der Gegenspieler des selbigen schlägt seine Pflöcke ein und sucht schon früh die Bekanntschaft mit dem Protagonisten, der sich die Frage stellen muss, ob es gerechtfertigte Tode gibt und ob man Mitschuld immer als etwas Negatives sehen muss – kann dies nicht auch Befreiung sein? Die Mutter befreit er von dem übermächtigen Großvater, den Freund vom aussichtslosen Leiden, die Geliebte von der unerfüllten Mutterschaft und sich selbst? Es ist absehbar, worauf die Handlung von der ersten Seite an hinsteuert, es bleibt die Frage nach dem Warum, die gleich mehrfach beantwortet wird und sich am Ende umformuliert in die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Lebens und der Menge an Kraft, die es lohnt aufzubringen – oder eben nicht.

Hans Platzgumer wurde für seinen Roman mit der Nominierung auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2016 honoriert. Thematisch reißt er die ureigenen Fragen nach dem Dasein des Menschen und dem Sinn des Lebens auf – allemal eine Nominierung wert. Interessant ist die Deutung der Frage nach der Schuld; der Autor wagt es die üblichen Wege in schwarz-weiß zu verlassen und stimmt der Leser mit seinem Protagonisten ein, macht er sich womöglich mitschuldig. Gibt es einen gerechtfertigten Mord? Dürften oder sollten wir ihn dann überhaupt Mord nennen? Trotz der Schwere und Bedeutung der Thematik liest sich der Roman jedoch recht eingängig und nur leicht melancholisch, wir dürfen uns den angerissenen Fragen stellen, werden aber nicht von diesen erschlagen, was ein wahrhaftiges Kunststück ist.

Profile Image for Estrelas.
939 reviews
June 3, 2021
Ein Mann steht am Abgrund - am Rand - auf einem Berg und lässt den Leser von dort aus an seiner Lebensgeschichte teilhaben. Ganz ruhig erzählt, geht es dabei um Freundschaft und Liebe, aber auch um Mord und Sterbehilfe. Der Ich-Erzähler will die Last der Vergangenheit loswerden, fordert den Leser sogar auf, Dinge zu überprüfen, damit sie ans Licht kommen. Dies und die Ähnlichkeit der Namen des Autors und einer Figur lassen das Geschehene sehr real wirken. Die Entwicklung des Romans ist unerwartet und außergewöhnlich. Somit ist er eine Empfehlung für jeden, der anspruchsvolle Literatur schätzt.
Profile Image for GONZA.
7,442 reviews126 followers
September 25, 2016
Buch schön und extrem traurig, es hinterlässt Spuren sowohl es geschrieben ist, als auch für was es sagt. Ein echtes kleines Beispiel der zeitgenössischen Literatur, wie man nich so oft sieht.

Libro bello ed estremamente triste, lascia il segno sia per come é scritto che per quello che racconta. Un vero piccolo esempio di letteratura contemporanea come se ne vedono pochi.

DANKE NETGALLEY FÜR DAS ARC!
Displaying 1 - 25 of 25 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.