Inspecteur Piet van Houvenkamp genießt die Ruhe beim Angeln, den einen oder anderen Hornhecht hat er schon erwischt. Aber der Angler neben ihm scheint mehr Glück zu haben. Leider stellt sich schnell heraus, dass es sich bei dessen Fang nicht um einen Fisch handelt, sondern um eine Leiche. Es ist Jacobus Schouten, ein Muschelfischer, ertrunken, in einen Jutesack eingenäht. Das sieht nicht nach Selbstmord aus. Nein, das ist ganz klar Mord! Und Verdächtige gibt es sofort eine ganze Menge ...
Bernd Stelter, Jahrgang 1961, ist einer der bekanntesten deutschen Kabarettisten. Zehn Jahre lang war er Teil der 7 Köpfe auf RTL, ebenso lang moderierte er die beliebte WDR-Spielshow NRWDuell. Außerdem tourt er mit seinen Kabarettprogrammen durch Deutschland. Für Bastei Lübbe schrieb er mehrere Sachbücher und Romane, u.a. seine Camping- Krimis „Der Tod hat eine Anhängerkupplung“ und „Der Killer kommt auf leisen Klompen“. Bernd Stelter lebt mit seiner Frau in der Nähe von Köln, ist aber so oft wie möglich in Holland und liebt Camping.
Es ist mal wieder so weit, der Osterurlaub in Holland steht für Bernhard und Anne vor der Tür, diesmal ohne Kinder. Natürlich treffen sie auf dem Campingplatz wieder auf ihre Freunde, wie jedes Jahr und Schwupps ist das erste Grolsch geöffnet und der erste Prosecco im Glas. Dem Inspecteur Piet van Houvenkamp und seine Kollegin Annemieke Breukink treibt ein Toter ins Revier, eingepackt in eine Folie. Es ist der Muschelfischer Jacobus Schouten der dort tot im Wasser liegt. Doch Piet fragt sich, ob das wirklich sein Fall ist, denn der Tote ist in Ye4rske zu Hause und das ist das Gebiet seines Kollegen Pim. Der hat jedoch andere Sorgen, denn seine Frau ist hochschwanger. Also übernehmen Piet und seine Kollegin den Fall und irgendwie bekommen auch die fünf deutschen Detektive Wind von dem Fall. Der Camping-Krimi „Mieses Spiel um schwarze Muscheln“ von Bernd Stelter spielt in Holland auf dem Campingplatz ´de Greveling ´, wo fünf deutsche Urlauberfamilien ihre Ferien verbringen und so nebenbei auch immer in irgendwelche Mordfälle verstrickt sind. Natürlich erzählt der Autor aus seiner Sicht die Geschehnisse mit einem leichten Augenzwinkern. Liebgewonnen sind auch die Polizisten Piet und Annemieke, die ihre liebe Not mit den deutschen Detektiven haben. Natürlich gibt es auch einen Mordfall, der thematisch in die Landschaft passt, wie auch der Titel schon beschreibt. Es geht um Muscheln. Man erfährt so im Laufe des Krimis auch eine ganze Menge über die Muscheln und seine Fischer und die ökonomische Situation in diesem Teil Hollands. Dieses Mal spielen auch die Frauen der Familien eine gewisse Hauptrolle, zu mindeste Babette, die durch ihren Kontakt mit dem Food Blogger Chester Bloomberg ein bisschen Farbe ins Spiel bringt. Zumindest die Kleidung von Chester ist sehr farbenfroh. Der Autor versteht es mit seiner leichten und lockeren Sprache mich immer wieder in seinen Bann zu ziehen. Dieser Kriminalfall läuft beim Lesen in Echtzeit vor meinem Auge ab und ich bin mittendrin auf dem Campingplatz und seiner Umgebung. Aber auch Spannung hat der Krimi aufzuweisen, denn die Machenschaften um die Muschelfischer werden in einem guten Spannungsbogen bis zum Ende geführt. Dieser Band ist nun der Zweite von Bernd Stelter und ich mag seine Art und Weise zu schreiben und Geschichten zu erzählen- Es sind nicht immer ganz ernst zu nehmende Krimis, aber die Leichtigkeit des Erzählens bleibt bei mir sehr positiv hängen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
Inspecteur Piet van Houvenkamp will nur gemütlich angeln und ein paar Hornhechte fangen. Leider zieht sein Angelnachbar eine Leiche aus dem Wasser, den ordentlich in einen Sack verpackten Muschelfischer Jacobus Schouten. Da Piet bereits vor Ort ist übernimmt er mit seiner Assistentin Annemieke Breukirk erst mal die Ermittlungen. Das kommt dem eigentlich zuständigen Beamte, Pim Wouters, sehr gelegen, da er vollauf mit der bevorstehenden Geburt seines ersten Kindes beschäftigt ist und überhaupt keinen Kopf für Mordermittlungen hat. Auch die nordrhein-westfälischen Camper, die pünktlich zu Ostern auf dem Campingplatz „De Grevelinge“ eingefallen sind, haben von dem Leichenfund erfahren und starten ihre eigenen Ermittlungen. „Mieses Spiel um schwarze Muscheln“ ist der dritte Fall von Inspecteur Piet van Houvenkamp und die deutschen „Privatermittler“. Die beiden Vorgängerbände habe ich nicht gelesen, trotzdem konnte ich der Geschichte gut folgen. Bernd Stelters Schreibstil hat mir gut gefallen – unterhaltsam und lustig. Als Hörbuch, gelesen von Bernd Stelter wäre es wahrscheinlich noch witziger gewesen. Alle Klischees, die man von deutschen Campern hat, werden bedient, man erfährt so einiges über Miesmuscheln, das Muschelgewerbe, gute Muschelrestaurants und die leckersten holländischen Biersorten. Sollte ich also mal Campingurlaub im holländischen Zeeland machen wollen, kenne ich mich jetzt bestens aus. Das Buch kann jeden Reiseführer ersetzen. Ein Krimi ist es leider nicht. Die Mordermittlungen sind eher zweitrangig, von Spannung keine Spur. Man kommt überhaupt nicht auf die Idee, mitzurätseln bzw. Vermutungen über den Täter anzustellen. Da hilft auch eine zweite Leiche und die überraschende Lösung nichts mehr. Alles in allem locker-flockige Unterhaltung für ein paar vergnügliche Lesestunden. Ein humoriger Wohlfühlkrimi für Holland- und Campingliebhaber. Da die Betonung auf „Wohlfühl“, aber nicht auf „Krimi“ liegt, wohl eher nichts für echte Krimifans.
Ein Muschelkartell in Zeeland? Inspekteur Piet van Houvenkamp ermittelt mit seiner Assistentin Annemieke in einem kompliziert verstricken Familiendrama. Dank der Hilfe einer Touristengruppe aus NRW und der unnachgiebigen Leidenschaft für Kullinarik des Foodbloggers Chester Bloomberg (das Highlight der Story :D) klärt sich der Fall auf. Am Ende wird mit einer Flasche Grolsch angestoßen.
Unbedingt an den nächsten Strandurlaub nach Holland mitnehmen!
Cosy Crime? Klassischer Krimi? Auf jeden Fall unterhaltsam, wenn auch in Teilen etwas langatmig. Für Freunde der Serie um einen das Leben genießen den Inspekteur und deutsche Camper in den Niederlanden.
story line: **** main characters: ***** side characters: **** world building: ***** audio: ***** Der bisher beste Teil der Serie, wieder toll gelesen vom Autor. Man fühlt sich wieder direkt im Holland-Urlaub.
Muscheln, Mord und Influencer. Der dritte Fall für Inspecteur van Houvenkamp.
Bernd Stelter hat es wieder getan. Er schickt seinen niederländischen Inspecteur Piet van Houvenkamp auf die Jagd nach einem neuen Mörder. Dieses Mal dreht sich alles um Miesmuscheln und Muschel-Fischer. Natürlich darf das Grüppchen deutscher Camper auch nicht fehlen.
Bei den Krimis von Bernd Stelter stimmt einfach alles. Das Setting und die Atmosphäre lassen sofort Urlaubsgefühle aufkommen (trotz Mord und Totschlag). Die Figuren sind realistisch und gleichzeitig herrlich überzeichnet. Dadurch erleben wir sowohl die Eigenheiten der Zeeländer, wie auch die besonderen Macken deutscher Camper. Und als Sahnehäubchen nimmt sich der Autor immer ein “Phänomen” unserer Zeit vor (Camper, Sport- und Beautywahn, Youtube-Influencer) und sorgt damit für reichlich Situationskomik, in der sich jeder Leser leicht wiederfinden kann. Dabei macht er es seinen Lesern nie zu leicht den Fall zu entschlüsseln. Auch diesmal ist der Täter und das Motiv nicht auf den ersten Blick zu erkennen.
Der Schreibstil ist mittlerweile aus den ersten beiden Krimis bekannt. Und ich kann weiterhin nur sage, dass ich ihn großartig finde. Die Eigenheiten der Figuren und ihrer Nationalitäten kommen wunderbar zur Geltung. Die Schauplätze werden anschaulich beschrieben und saugen den Leser direkt in die Szenerie. Die Handlung wechselt geschickt zwischen den verzwickten Ermittlungen, emotionalen und lustigen Momenten. Einige Sprüche, die Bernd Stelter seinen Charakteren in den Mund legt sollte man sich dringend merken. Dieser Band ist aktuell der letzte Camper-Krimi und ich hoffe jetzt schon sehr, dass wir auf den nächsten Fall nicht all zu lange warten müssen.
Fazit: Auch Teil 3 ist wieder absolut gelungen und bekommt von mir eine dringende Lese- bzw. Hörempfehlung. Die Stimme von Bernd Stelter erzeugt nochmal das letzte bisschen Atmosphäre, was das Buch noch perfekter macht. Fans von humorigem Cosy-Crime kommen in jedem Fall auf ihre Kosten.