Er hat sie jahrelang nicht gesehen. Jetzt will er sie heiraten.Robyn verschlägt es die Sprache, als nach Jahren ihr Jugendfreund Mason vor ihr steht und sie an ein lang vergessenes Versprechen erinnert.Er bittet sie, ihn zu heiraten. Denn das, hatten sie sich damals versprochen. Dass sie sich das Ja-Wort geben, wenn sie beide mit dreißig noch Single sind.Mason soll das Familienimperium übernehmen, aber sein Vater knüpft daran die Bedingung, dass er verheiratet ist. Deshalb braucht er dringend eine Ehefrau.Im Gegenzug bietet er Robyn für ein Jahr Ehe, finanzielle Sicherheit für den Rest ihres Lebens. Robyn entschließt sich, nach einigem Zögern, darauf einzugehen.Vorfreude auf ein Leben im sonnigen Kalifornien stellt sich ein und die Chance, ihre Freundschaft zu Mason neu aufleben zu lassen.In den Flitterwochen kommt es dann zu einem ungeplanten Zwischenfall, der nicht ohne Folgen bleibt ...Los Angeles - Deal Lovestorys ReiheHeiratsdeal mit HindernissenLove Deal mit Hindernissen***Die Romane sind in sich abgeschlossen und können ohne Vorkenntnisse gelesen werden***Weitere Bücher von Nicolette VerstegeMarry me, Mr. MillionaireMein Nachbar - Mr. RightKopfüber ins Blind DateKopflos in die LiebeHerzklopfen auf GarantieKeine Küsse für den NachbarnKüsse in der BuchstabensuppeKüsse niemals deinen besten FreundAuftrag ins GlückSommerstrandküsseUmweg Richtung LiebeHerzgeknister per SMSKüsse oder SauresBesen vorhanden - Hexe gesuchtHalloweenlove UndercoverWeihnachtschaos inklusiveWeihnachtsmann inkognitoWeihnachtswinterzauberSanta frei HausMy Xmas MillionaireAll-Inklusive Mann zu Weihnachten gesucht
Robyn staunt nicht schlecht, als sie ihren besten Freund aus Kindertagen im Fernseher sieht, wo er als einer der reichsten Amerikaner vorgestellt wird. Es scheinen Welten zwischen ihnen zu liegen, denn bei ihr selbst ist das Geld am Ende eines Monats für gewöhnlich knapp. Als Mason dann am nächsten Tag in dem Diner, in dem sie arbeitet, auftaucht, scheint aber keine Zeit vergangen zu sein. Auf Anhieb können sie miteinander scherzen und lachen. Sie fühlt sich wohl bei Mason und als er sie um eine Ehe rein auf dem Papier bittet, spricht wenig dagegen. Aber wie es eben so mit Fake-Ehen ist – meistens kommt es anders …
Ich bin nicht der größte Fan von Geschichten, die in der dritten Person erzählt werden. Der Einstieg in eine Geschichte gestaltet sich oft holprig und man braucht länger, um mit den Figuren warm zu werden. Trotzdem ließ ich mich davon nicht abschrecken, denn die Storyidee finde ich toll. Das Fake-Marriage-Trope kann ich wieder und wieder lesen und freue mich jedes einzelne Mal darauf.
Die Ausgangssituation mochte ich recht gerne und Robyn war mir sympathisch, wie sie einfach lebt und damit voll zufrieden ist. Als dann Mason auf der Bildfläche erschien, wurde die Geschichte aber nach und nach oberflächlicher. Es sind fünfzehn Jahre vergangen, seit die beiden sich zuletzt gesehen haben. Obwohl ich es ihnen abnahm, dass sie im Grunde noch immer gleich ticken, denselben Humor teilen, wurde zu viel nicht thematisiert. Wenn man sich so lange nicht sieht, ist man dann nicht neugierig, was der andere alles erlebt hat, wie es ihm ergangen ist? Versucht man nicht, einander nochmal kennenzulernen? Diese Aspekte wurden hier komplett außenvor gelassen. Alles lief reibungslos ab, es gab keine Konflikte, alles war perfekt. Zu perfekt. Besonders Mason war mir als Charakter zu glatt. Er ist immer freundlich, zuvorkommend, liest Robyn jeden Wunsch von den Augen ab. Aber das funktioniert eben nur im Traum, und hat mit einer greifbaren Story wenig zu tun. Bisweilen fand ich auch, dass er Robyn zu viel Kontrolle über ihr Leben abnahm.
Was mich aber mit der Zeit am meisten irritiert hat, war das Fehlen der Liebe in dieser „Lovestory“. Wir erleben Robyn und Mason als beste Freunde, die sich vielleicht mal abchecken, aber eigentlich nur miteinander herumalbern und dabei eher als altes Ehepaar durchgehen und nicht als zwei junge Erwachsene, die sich ineinander verlieben. Die Liebe scheint sich abseits der Geschichte zu entwickeln und als Leser*in bekommt man zwar das Ergebnis und die Folgen präsentiert, aber Gefühle werden nicht vermittelt. Ich lese Liebesromane, um mit den Figuren mitfiebern zu können. Wegen den Schmetterlingen, die sozusagen über die Seiten zu einem flattern und einen ebenfalls „beflügeln“. Meine einzige Gefühlsregung bei dieser Geschichte war das gelegentliche Kichern, weil zumindest der Humor on point ist. Davon abgesehen ist die Story vor allem fade.
Mein Fazit: Ich finde nicht, dass die Geschichte an sich schlecht ist. Aber sie ist extrem ausbaufähig. Anstatt die Lovestory zu erzählen, die die Geschichte ist, wird über eine schöne Freundschaft, unwichtige Details und schrullige Eltern berichtet. Aber das ist eben nicht, was die Geschichte sein soll und auch nicht, weshalb ich sie lesen wollte. Ich bin ziemlich enttäuscht, weil mich einzig die Hoffnung auf mehr - mehr Gefühl, mehr Spannung - zum Weiterlesen bewegen konnte. Eine Hoffnung, die leider nicht erfüllt wurde. HEIRATSDEAL MIT HINDERNISSEN kann ich daher nicht empfehlen und auch die folgenden Bände werde ich nicht lesen. 2 Sterne für diese fade Story.