Der Tod weiß, dass er unbezwingbar ist. Wenn er die Menschen holen kommt, hilft kein Aberglaube, kein Betteln und kein Klagen.
Alles ändert sich, als er Aru begegnet. Die Leute aus ihrer Heimatstadt können sich nichts Furchteinflößenderes vorstellen und ächten das Kind. Die Freundschaft zwischen Aru und dem Tod bringt das altbewährte, fragile Gleichgewicht zwischen Sterben und Leben ins Wanken.
Sie kommt hinter Geheimnisse des Todes, die bis in seine Kindheit zurückreichen – und Aru wird sie nutzen.
Magret Kindermann wurde 1988 in einem kleinen Dorf in Hessen geboren. Sie studierte Online Journalismus in Darmstadt und arbeitete als Redakteurin und Produzentin in Berlin. Nun lebt sie in Thüringen mit ihrer Familie. Sie interessiert sich für Verhaltensmuster und Emotionen, für leichte Sprache für große Themen, und kuriose Menschen. Wenn sie nicht schreibt, ist sie im Schwimmbad oder Theater zu finden. Mehrere Bücher erschienen bereits im Selbstverlag, Killing Zombies and Kissing You ist ihr erstes im Genre New Adult und im GedankenReich Verlag.
Es fällt mir wirklich schwer dieses Buch zu bewerten, es hat von allem etwas.
Die Charaktere haben mir zu Beginn wahnsinnig gut gefallen. Der Tod, der nicht das Klischee des Bösen bedient, sondern einfach seinen Job macht und dazu gern betrunken in Kneipen rumhängt, die kleine Aru die wirklich kein leichtes und sehr einsames Leben geführt hat und all die Freunde und Begleiter rundherum. Leider hat sich das im Laufe der Geschichte bei den Protagonisten etwas geändert und ich wusste schon gar nicht mehr für wen ich was hoffen sollte.
Grundsätzlich stecken hier ganz viele tolle Ideen drin, die besonders auch die Welt und deren übernatürliche Funktionalität betreffen. Leider habe ich auch nicht alles ganz verstanden. Auch zwischenmenschlich werden ganz viele schöne und grausame Themen beleuchtet und wie aus Liebe Hass werden kann. Dass Familie nicht immer über Freundschaft geht usw.
Der Schreibstil ist sowohl locker und sehr, manchmal schon fast zu umgangssprachlich, und dann doch wieder kompliziert und philosophisch. Das war ein ungewohnter Mix, der mich sowohl gut vorankommen lies, aber auch bremste. Die größte Bremse und mein größter Kritikpunkt eines Verlagsbuchs, waren die unzähligen Grammatikfehler, die mich wirklich immer wieder abgelenkt und zum Teil wütend gemacht und genervt haben. Und dann muss ich in der Danksagung lesen: "Dazu gehört auch meine Lektorin, die [...] jedes Wort in und auf diesem Buch unter die Lupe genommen hat." Warum musste ich mir als Leihe dann 10 Stellen mit Fehlern markieren?
Insgesamt lesenswert, nachdem ein neues Lektorat erfolgt, aber man sollte sich darauf einstellen, dass nicht alles erklärt wird.
Zunächst musste ich bei "Herz des Todes" an Terry Pratchett denken, doch schnell entwickelte dieser Roman seinen eigenen, ganz neuen, originellen Stil. Ich tauchte ein in eine Welt voller Wunder und Magie, die düster erschien, aber immer einen Funken Hoffnung durchflattern ließ. Eine Welt, in der Bäume die Geschicke des Kosmos leiten und in der "Leben" und "Tod" nur als Teil eines Kreislaufes zu sehen sind, getrennt voneinander, aber doch enger zusammen, als man vermutet.
Man begleitet Aru, welche als böses Omen in ihrem Dorf geächtet wird, als Freund hat sie nur den Tod und ein türkis farbendes Huhn. Trotz allem entfaltet sie sich zu einer starken, selbständigen, magiebegabten Frau und findet die Liebe, nur um dann gegen ihren engsten Begleiter antreten zu müssen.
Kindermann hat mit "Herz des Todes" eine Welt erschaffen, in die man eintauchen und von der man alles erfahren möchte, so facettenreich und vielfältig wirkt sie.
Oft musste ich an die Werke von Michael Ende denken, auch er hatte die Gabe Welten zu erschaffen, von dessen Geschichten man nie genug bekam, leider wurden diese zu oft nur mit einem "Aber das ist eine andere Geschichte" abgetan, ich bin gespannt, ob wir in Zukunft mehr von Kindermann und ihrer Welt rund um den Mythos von Leben und Tod, sprechenden Bäumen und türkisen Hühnern lesen werden.
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Hauptfiguren sind Aru und der Tod, die bereits seit Arus Geburt eine besondere Verbindung zueinander haben, denn Aru wird vom Tod gesegnet. Das ist in Jui, dem Dorf, in dem Aru lebt, allerdings kein Geschenk, denn der Tod wird gefürchtet und Aru somit von allen, sogar ihrer eigenen Familie, gemieden. Ihr einziger Freund ist der Tod selbst, der sie immer wieder auf Ausflüge mitnimmt und ihr zeigt, wie seine Arbeit als Tod funktioniert. Die Jahre vergehen, doch eines Tages trifft der Tod eine Entscheidung, die alles verändert ...
Und damit bin ich auch schon bei einem Punkt, der dieses Buch so stark macht: Die Figuren. Nicht nur die beiden Protagonisten, auch die Nebendarsteller:innen sind unfassbar gut ausgearbeitet und selbst mit denen, die nur kurz vorkommen, konnte ich mitfühlen. Hinzu kommen erdachte Wesen wie ein Serenikahuhn, das Aru treu begleitet, oder das Meckerchen, eine sehr vorlaute Pflanze mit einem großen Geheimnis. Meine persönlichen Lieblinge sind neben diesen beiden Ikane und die Hexe Kalinika.
Ein weiteres riesengroßes Plus ist das Setting, genauer gesagt das Dorf Jui. Jui liegt im Moor und hat allein dadurch ein Alleinstellungsmerkmal in der großen Welt der Fantasy. Das Moor ist geschickt in die Handlung eingeflochten und auch die Kultur ist von ihm geprägt, genauso wie etwa die Ernährung (lecker Mooräpfel). Auf jeder einzelnen Seite war Jui lebendig und das habe ich selten so erlebt. Entsprechend schwer fiel es mir, weiterzulesen, als die Handlung Jui verließ.
Magret Kindermanns Schreibstil ist dabei sehr dicht, aber unaufgeregt. Gleichzeitig mutet er philosophisch an, wenn Missstände in Jui thematisiert werden. Ich kannte diesen Schreibstil bereits aus anderen Werken wie "Und dein Leben, dein Leben", wo ich ihn sehr genossen habe, für andere könnte es aber das Verfolgen der Handlung erschweren.
Leichte Abzüge gibt es für mich nur, weil ab und an Sprünge in der Handlung passierten, die mir zu schnell gingen und die ich nicht ganz nachvollziehen konnte.
Das Ende ist ganz nach meinem Geschmack und lässt genügend, aber nicht zu viele Fragen für den zweiten Teil offen.
Insgesamt empfehle ich "Herz des Todes" aus tiefstem Herzen weiter! Und ganz ehrlich, allein schon das Cover ist ein echter Hingucker. Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar. Ich versichere, dass dies meine Rezension nicht beeinflusst hat.
In gewohnt poetischer Manier führt Magret Kindermann durch eine Welt, in der Tod und Leben durch Personen verkörpert werden. Durch Zufall ist der Tod bei Arus Geburt anwesend und so verbindet die beiden ein Schicksal. Ein tolles, magisches Buch, das durch Magrets Wortzauberei und das unglaublich tolle Cover besticht. Keine 5 Sterne, weil sich durch das Buch "Headhopping" zieht und von einer Person zur anderen gesprungen wird, manchmal in einem Absatz, was mich aus dem Lesefluss gerissen hat. Nichtsdestotrotz eine unbedingte Leseempfehlung.
Der Tod weiß, dass er unbezwingbar ist. Wenn er die Menschen holen kommt, hilft kein Aberglaube, kein Betteln und kein Klagen. Alles ändert sich, als er Aru begegnet. Die Leute aus ihrer Heimatstadt können sich nichts Furchteinflößenderes vorstellen und ächten das Kind. Die Freundschaft zwischen Aru und dem Tod bringt das altbewährte, fragile Gleichgewicht zwischen Sterben und Leben ins Wanken. Sie kommt hinter Geheimnisse des Todes, die bis in seine Kindheit zurückreichen – und Aru wird sie nutzen. Quelle: gedankenreich-verlag.de
Meinung:
Der Tod wusste, im Moor lebte alles, sogar das Wasser.
Das Cover finde ich richtig toll. Je länger man es anschaut, desto mehr Einzelheiten fallen einem auf und man merkt es, dass sich das Bild aus vielen kleinen Bildern zusammen setzt. Ein wirklich schönes Cover!
Der Schreibstil der Autorin war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Er ist nachdenklich und manchmal philosophisch und das ist dann nicht immer leichte Kost, gepaar mit dem Inhalt ist es insgesamt also kein wirklich leichtes Buch, das man so nebenher lesen kann. Geschrieben ist es in der dritten Person, wobei sich hauptsächlich auf den Tod und Aru konzentriert wird.
Zu Beginn lernt man den Tod kennen, der gerade Jui, ein Dorf besucht. Dort weiht er ein Kind, Aru. Dass dieses Kind für immer mit ihm verbunden ist, ahnt er zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht.
Puh, ich tu mir bei der Bewertung für dieses Buch wirklich schwer. Einerseits hat es mir wirklich gut gefallen, andererseits war es manchmal etwas langatmig und trocken. Bereits der Einstieg ist mir wegen des Schreibstils recht schwer gefallen und die langen Kapitel haben mich auch etwas abgeschreckt, vor allem weil ich bei dem Buch nicht lange am Stück lesen konnte, dann aber nicht mitten im Kapitel abbrechen wollte. Irgendwann habe ich dann aber einen guten Rythmus gefunden und es ging dahin.
Eine der Hauptpersonen ist der Tod. Er wird hier ganz anders als erwartet dargestellt. Er ist menschlich, hat Gefühle und läuft nicht ganzen Tag durch die Gegend und bringt Leute um. Man erfährt, wie sein Job funktioniert und mit der Zeit auch wieso er zum Tod wurde und wie sein Leben vorher ausgesehen hat. Diesen Part fand ich besonders spannend, da er dem Tod ein komplett neues Gesicht verliehen hat und man dadurch mit ihm fühlen konnte.
Aru ist das Kind, das der Tod geweiht hat. Sie hat es nicht leicht, da alle sich von ihr fernhalten. Einzig der Tod selbst ist ihr Freund und durch ihn findet sie auch noch andere Freunde. Ihre EInstellung gegenüber dem Tod fand ich faszinierend, aber das kann gut daran liegen, dass sie ihn bereits als Kind kennengelernt hat. Aru ist zu Beginn noch ein Kind und im Laufe des Buches wird sie erwachsen. Da macht sie auch einige Veränderungen durch, wobei ich nicht alle davon mochte.
Die Geschichte teilt sich in drei Abschnitte. Zuerst ist Aru noch ein Kind, den Abschnitt fand ich gut, aber weil ich selbst mit Kindern in Büchern nicht so viel anfangen kann, war es auch nicht mein liebster. Es las sich ein wenig wie eine lange Einleitung, denn alle Charaktere wurden vorgestellt und die Verbindung zwischen Aru und dem Tod hat sich vertieft. Ihre Freundschaft hat mir aber hier schon gefallen und man merkte richtig, wie sich der Tod über ihre Gesellschaft gefreut hat.
Der zweite Abschnitt ist mein Favorit, auch wenn der Tod hier nicht so oft vorkam. Aru ist erwachsen und hat auch einen Jungen, den sie sehr mag. Den Konflikt, den es bei ihr im Dorf gab, fand ich gut. Keiner wollte so richtig mit Aru befreundet sein oder etwas mit ihr zu tun haben, aber durch den Jungen hat sich das alles etwas geändert. Man merkte, dass Aru besser drauf war, denn die EInsamkeit war sicherlich auch nicht schön.
Der dritte Abschnitt war der, den ich am wenigsten mochte. Hier hat sich die Geschichte für mich am meisten gezogen, auch wenn die Charaktere hier am interessantesten waren. Aru reist viel und der Tod dreht irgendwie durch, es hätte so gut sein können, aber für mich hat sich das alles einfach zu sehr in die Länge gezogen. Auf der Reise wurden Stopps gemacht, die ich nicht für nötig hielt und das Ende war dann doch sehr schnell da.
Fazit:
Insgesamt ist die Idee von dem Buch sehr interessant und ich mochte die Charaktere. Der zweite Abschnitt des Buches ist definitiv der beste und im dritten hat es dann sehr nachgelassen. Man sollte sich hier keine leichte Geschichte erwarten, sondern ein Buch mit einigen Konflikten, das sehr von den Charakteren lebt. Ich gebe dem Buch 3 Sterne.
Das Buch hatte mich vom Cover her ziemlich schnell angesprochen und auch der Klappentext klang vielversprechend und auch dort schon leicht mysteriös.
Die Art des Buches war dann auch in diesem Stil fortgesetzt worden. Es brauchte deshalb auch ein kleines Weilchen bis ich mich an den Schreibstil gewöhnt habe. Er ist auch sicherlich nicht der lockerste den man schnell mal nebenbei lesen kann, aber mich hat es weniger gestört.
Teils muss ich dann aber doch sagen, dass es je nach Stelle dann doch auch etwas zu sehr ins Abstrakte abgedriftet ist. Das Buch ist in wirklich vielerlei Hinsicht sehr fantasievoll gestaltet, womit es auch aus der Menge heraussticht, mit dem besonderen Stil und so etwas kann man wirklich immer nur loben, aber manche Dinge waren dann doch beinahe etwas seltsam. Ich hatte ja auch erst kürzlich “Aschehonig“ gelesen und auch dort hatte ich Mühe mit den teils mehr abstrakten Elementen. Es ist wohl einfach weniger das, was ich so mag, wie ich langsam merke (auch wenn es hier für mich besser gepasst hat) und dafür kann ich auch weniger Abzug geben, aber ich denke, es kann so manch anderem sehr gut gefallen.
Wofür ich aber Punkte abziehen muss, ist die Darstellung des Todes. Der Wandel ist zwar bemerkbar, aber doch etwas plötzlich und extrem, aber ich habe über die Geschichte hinweg immer mehr den lockeren Tod vom Anfang vermisst, der alles ordentlich hält und sich eben auch mal spontan als jemand anderen ausgibt, einfach weil er Lust hat. Er schien sich von nichts beirren zu lassen, aber je länger das Buch geht, desto mehr hängt er wirklich einfach nur noch an Aru und lässt sich hinunterziehen. Klar ist das gewollt und auch der Sinn der Geschichte, aber ich glaube es hätte noch für einige interessante Konflikte sorgen können, wenn er diese Einstellung vom Anfang auch behalten hätte.
Im Gesamten kann ich das Buch also wirklich nur empfehlen, gerade wenn man auch mal nach einem komplett neuen Ansatz im Fantasygenre sucht und auch mehr auf mysteriöses und abstraktes steht. Ich selbst scheine mit dieser Richtung etwas mehr Mühe zu haben, mag aber das Buch dennoch im Gesamten wirklich sehr gerne, weshalb ich auch wohlverdiente vier Sterne dafür gebe.
Ich fand die Handlung leider zu wirr mit zu vielen plötzlichen, nur in den Raum geworfenen Ereignissen. Dadurch hab ich das Gefühl, nicht zu verstehen, was mir die Handlung sagen soll....
Dieses Buch ist wahrlich anders und hebt sich von der Masse ab.
Der Stil der Autorin ist sehr eigenständig. Es ist nicht der übliche "ich fliege in wenigen Sekunden über eine Seite" Schreibstil, sondern ein Stil der den Leser dazu bringt sich Zeit zu nehmen. Aber auf eine angenehme Art und Weise. Das passiert nicht durch lange verschachtelte Sätze, sondern durch das World Building, die Wortwahl und den gesamten Ausdruck.
Das Worldbuilding war hier nicht extrem ausschweifend, aber trotzdem gut genug ausgebaut, dass man jederzeit ein gutes Bild der Moorstadt Jui vor Augen hatte. Außerdem machten eingesponnene Speisen oder Lebewesen die Geschichte und die Welt noch sehr viel lebendiger. So hat man das Gefühl den Moorapfelkuchen riechen zu können, oder mit den unsterblichen Serenikahühnern um die Wette zu laufen und ihre schillernden Federn zu bewundern.
Die Charaktere sind gelungen aufgebaut und haben eine tolle Entwicklung durchgemacht. Man schloss sowohl die Nebencharaktere - wie die Hexe Kalinika - oder das Meckerchen - eine Pflanze mit ziemlich strammer Wortwahl - ins Herz, als auch die Protagonistin Aru. Der Tod in seiner Form, hat wohl die spannendste Entwicklung und verändert die Gefühle beim Lesen immer mal wieder von der einen Richtung in die Andere. Mal ist er der witzige Trunkenbold, der einen beinahe vergessen lässt, welche Rolle er spielt und ein anderes Mal wütet er düster und zerrissen durch sein Zuhause. Auch Aru entwickelt sich von einem jungen Mädchen zu einer jungen Frau und man spürt, wie sie erwachsen wird. Beide sind einerseits verbunden und doch wieder so unterschiedlich, während sie unter ähnlichen Familienverhältnissen groß geworden sind und ihr Leid teilen können.
Die gesamte Handlung war spannend erzählt und gleichzeitig konnte man gut in ihr versinken.
"Herz des Todes" ist definitiv anders und einzigartig. Man muss ich darauf einlassen, offen für Neues sein und sollte sich Zeit lassen und nicht denken, dass dies ein Fantasyroman für nebenbei ist, durch den man in drei Stunden durchrauscht. Trotzdem kann ich eine große Empfehlung für ein wunderbares, einzigartiges Buch aussprechen. Traut euch!
Das Buch weißt einige sehr schöne und innovative Details auf. Die Aspekte die von der Arbeit des Todes und des Lebens beschrieben werden sind alle stimmig und machten auf mich einen angenehmen Eindruck welcher das Gefühl verstärkte dass dieses Buch eine ganz besondere Lektüre ist. Da ich nicht zu sehr spoilern möchte kann ich leider nicht auf all diese Sachen eingehen.
Zu den Details in der Story an sich kommen auch noch gut geschriebene und einzigartige Charaktere. Aru, der Tod und all die anderen verkörpern etwas einzigartiges aber auch etwas wo ich nur schwer dahinter kommen kann. Den Schreibstil jedoch fand ich zwar gut dennoch war dieser nicht ganz einfach zu lesen. Ich würde ihn als anspruchsvoll aber angenehm beschreiben. Ich denke dass dies so gewollt ist und er passt auch zu dieser besonderen Geschichte.
Das Cover gefällt mir persönlich sehr gut. Die Farben und auch die Motive wirken alle stimmig und machen sich gut um aus der Masse herauszustechen. Es weißt viele Details wie auch die Geschichte auf.
Ich muss sagen dass mir das Buch eigentlich sehr gut gefallen hat und dass es definitiv eine ganz besondere Lektüre ist. Ich kann es also definitiv weiter empfehlen wenn man offen für was neues ist. Nur leider konnte ich trotz allem nicht so richtig vollständig in die Geschichte eintauchen. Ich habe mir schwer getan weiter zu lesen auch wenn ich eigentlich gerne wissen wollte was noch alles passiert. Deshalb tue ich mich hierbei auch besonders Schwer das Buch mit Sternen zu bewerten. Einerseits hätte ich das Buch zeitweise gerne abgebrochen andererseits hat es meiner Meinung aber auch alle Sterne verdient da es wirklich etwas einzigartiges ist. Ich weiß nicht genau welche Worte ich zum beschreiben dieses Buches benutzen soll und denke dass hier in diesem Fall sich jeder selbst darauf einlassen muss um sich eine eigene Meinung zu bilden.
Der Tod weiß, dass er unbezwingbar ist. Wenn er die Menschen holen kommt, hilft kein Aberglaube, kein Betteln und kein Klagen.
Alles ändert sich, als er Aru begegnet. Die Leute aus ihrer Heimatstadt können sich nichts Furchteinflößenderes vorstellen und ächten das Kind. Die Freundschaft zwischen Aru und dem Tod bringt das altbewährte, fragile Gleichgewicht zwischen Sterben und Leben ins Wanken.
Sie kommt hinter Geheimnisse des Todes, die bis in seine Kindheit zurückreichen – und Aru wird sie nutzen.
Meine Meinung:
Eine sehr schöne Geschichte aus der Feder von Autorin Magret Kindermann. Sehr spannend, außergewöhnlich, voll subtilem Humor und etwas ironisch, animiert sie ihre Leser ein wenig über Leben und Tod nachzudenken.
Ein Thema, so alt wie die Welt, schon immer haben die Menschen versucht, den Tod um den Finger zu wickeln, ihn auszutricksen oder ihn zu überlisten um ihr irdisches Dasein zu verlängern oder einen geliebten Menschen wieder zurückzuholen.
Bei Aru läuft das etwas anders, sie sieht den Tod als Freund, bis etwas passiert, das ihr Leben und sie selbst verändert.
Was passiert und wie Aru damit umgeht, werde ich hier natürlich nicht verraten, nur so viel: selber lesen ;-)
Ich kann die Geschichte wirklich nur empfehlen, deshalb gibt es auch 5 Sterne für dieses ungewöhnliche Buch!!!
Es ist erstaunlich, wie anders das Buch ist, als ich erwartet habe. Rückblickend kann ich gar nicht mehr sagen, was ich tatsächlich dachte, was passieren wird.
Es geht um den Tod und Aru. Sie beide haben eine besondere Beziehung und ich mochte ihre Freundschaft schon von Anfang an. Ein Mädchen, das die beste Freundin des Todes ist, in einer Region, die den Tod mehr als fürchtet.
Auch wenn die beiden sehr ungleich sind, mag ich ihre Freundschaft sehr gerne. Es ist faszinierend wie nah sich die beiden stehen (und ja, irgendwie habe ich tatsächlich mit einer Liebesbeziehung früher oder später zwischen den Beiden gerechnet, aber rückblickend fehlt sie nicht und hätte vermutlich auch nicht zum Stil des Buches gepasst.)
So ziemlich jeder Charakter, der auftritt, ist spannend und einzigartig. Deswegen ist es ziemlich schwer zu sagen, welche der Charaktere mir am meisten ans Herz gewachsen ist. Aber vermutlich ist es die Hexe, die zwar auch die Regeln an der ein oder andere Stelle ein wenig beugt, aber trotzdem die gesamte Zeit nahbar und freundlich bleibt.
Das Buch ist an sich recht neutral und fast schon distanziert geschrieben, sodass ich es kaum mit anderen Büchern vergleichen kann (vermutlich ist "Die Straße" von McCarthy das, was da noch am nächsten kommt). Auch wenn es ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, macht eben das auch den Charme des Buches aus. Und ab dem zweiten Part ist es nicht nur gut, sondern sogar ziemlich gut, herzergreifend und tiefgründig.
Kindermann hat die Geschichte um Aru in einen sehr außergewöhnlichen aber nicht unangenehmen Schreibstil verpackt. Die Eigentliche Erzählung und ihre Botschaft findet fast ausschließlich zwischen den Zeilen statt. Dies erfordert Zeit, Geduld und erhöhte Aufmerksamkeit beim Leser, andernfalls könnte das Buch für Verwirrung sorgen. Die fiktive Story lehrt uns vor allem mit Toleranz durch das Leben zu gehen und Umstände außerhalb des eigenen „Tellerrandes“ wahrzunehmen und zu akzeptieren.
Aufgebaut ist die Geschichte in drei Teile, von denen mir der erste tatsächlich am meisten zugesagt hat. Zum Ende hin wurde es stellenweise doch recht verwirrend. Was mir etwas gefehlt hat, war ein noch tieferer Einblick in die Charaktere. Dennoch hat mir dieses besondere Buch sehr gefallen und ich habe es gerne gelesen. 3,5 ⭐️