Mord an der idyllischen Nordseeküste? Der erste Fall für die Soko St. Peter-Ording
Aus der Landeshauptstadt Bayerns ins ferne Kommissarin Anna Wagner braucht nach ihrer Scheidung einen Tapetenwechsel. Sie zieht in den Norden, um im Landeskriminalamt Schleswig-Holstein eine Stelle aufzubauen, die auf Vermisstenfälle spezialisiert ist. Gleich ihr erster Fall führt sie nach St. Peter-Ording an die Nordseekü Nina Brechtmann, eine junge Umweltaktivistin aus einer einflussreichen Hoteliersfamilie, wird vermisst. Hat ihr Verschwinden etwas mit den aggressiven Expansionsplänen ihrer Familie zu tun, wurde sie vielleicht entführt? Oder hütete die junge Frau ein Geheimnis? Anna Wagner und der örtliche Dienststellenleiter Hendrik Norberg ermitteln unter Hochdruck, denn niemand weiß, wann genau Nina Brechtmann verschwunden ist … und jede Minute zählt. »Mit viel Liebe zum Detail und mit dem nötigen Schuss Lokalkolorit hat […] Svea Jensen einen leicht zu lesenden Krimi-Cocktail komponiert […].« Hamburger Abendblatt , 16.02.2021
Mir war das zu einfach: Schnell zu durchschauen, zu gradlinig, es mangelte an Twists und Überraschungsmomenten, die für mich zu einem guten Krimi gehören. Nordseeflair und Ermittler:innen waren zwar sympatisch, aber konnten nicht davon ablenken, dass es im Wesentlichem um die privaten Belange der Ermittler:innen ging. Es ist zwar ein Auftaktband, aber für mich fehlte hier die Balance.
Ich habe wirklich lange keinen Krimi mehr gelesen und als ich gefragt wurde, ob ich bei der Blogtour mitmachen möchte, musste ich einfach zusagen. Schon der Klappentext hat mich total angesprochen. „Nordwesttod“ ist der erste Teil einer neuen Reihe. Der zweite Teil „Nordwestzorn“ erscheint schon im Mai 2021.
Hendrik Norberg hat sich nach St. Peter-Ording versetzen lassen, weil seine Frau verstorben ist und er sich mehr um seine beiden Jungs kümmern möchte. Er wird dort der neue Dienststellenleiter der Polizeistation und trifft auf Anna Wagner, die sich nach ihrer Scheidung nach St. Peter Ording versetzt wurde. Der erste Fall scheint erst mal gar kein erster Fall zu sein. Die junge Umweltaktivistin Nina Brechtmann ist nicht aus dem Urlaub zurück gekehrt und wird eigentlich nur von ihren Kollegen vermisst. Sie ist ein stiller und zurückhaltender Typ, der nichts aus dem Privatleben erzählt, daher sind die Ermittlungen nicht ganz so einfach für das neue Team.
Direkt mit dem Prolog steigt man auch in das Geschehen ein. Obwohl es in dem Buch mehrere Tote gibt, ist das Buch nicht blutrünstig geschrieben, eher gemächlich und entspannt. Ich habe sogar zeitweise fast vergessen, dass es sich um einen Krimi handelt. Sowas gefällt mir wirklich gut, denn viele Krimis oder Thriller sind nur auf die Ermittlungen fokussiert, was auch Spaß machen kann, mich aber auf Dauer nicht glücklich macht. Hier wird einiges an Drumherum zu den Haupt- und Nebencharakteren erzählt, so dass man sie gut kennenlernen kann. Gleichzeitig ist diese Hintergrundinformation natürlich die perfekte Grundlage um eine mehrteilige Reihe aufzubauen. Obwohl viele Personen vorkommen, wird es nicht unübersichtlich, weil jeder von den Charakteren behutsam eingeführt wird und nicht zu viele Infos auf einmal erzählt werden, die dazu noch gut dosiert preis gegeben werden, sehr oft geschieht dies in Rückblicken. Mir hat diese Vorgehensweise richtig gut gefallen. Liebevolle kleine Details machen das Buch zu einem herzerwärmenden Leseerlebnis, das man nicht so schnell beenden möchte. Um die Spannung zu erhalten, wurden kurze Kapitel gewählt, die immer wieder an verschiedenen Schauplätzen spielen.
Aufgrund der Beschreibungen der verschiedenen Orte hatte ich leider ich das ganze Buch über Meerweh, das auch noch eine ganze Weile angehalten hat. St. Peter-Ording kenne ich nicht, aber ich glaube, dass ich es demnächst kennen lernen möchte, denn es klingt nach Ruhe, Erholung und ursprünglicher Natur. Wenn ihr es mögt, nicht durch ein Buch zu jagen, sondern gemächlich hindurch zu gehen, kann ich euch das Buch sehr ans Herz legen. Das Buch wurde auch als Hörbuch mit Julia Nachtmann als Sprecherin vertont.
Mit "Nordwesttod" startet eine neue Krimi-Reihe die in St. Peter Ording spielt. Svea Jensen hat mit Kommissarin Anna Wagner, die aus Bayern stammt, und Hendrik Norberg ein neues Ermittlerteam geschaffen. Norberg versucht den Tod seiner Frau zu verkraften und trotz Arbeit für seine Kinder da zu sein und Anna ist nach einer unerfreulichen Scheidung aus München in den Norden geflüchtet und hofft, in St. Peter Ording bleiben zu können. Die beiden kommen beruflich schnell gut miteinander aus und auch menschlich passen sie ganz gut zusammen. Eine junge Umweltaktivistin wird vermisst und schnell verdichtet sich der Verdacht, dass sie nicht mehr am Leben ist. Da sie aus einer erfolgreichen Hoteliersfamilie stammt und sich von dieser losgesagt hat und es zudem zwei ehemalige Freunde gibt sind doch einige Verdächtige vorhanden. Der Krimi an sich wird recht ruhig erzählt, Action gibt es wenig, dafür viele Orts- und Landschaftsbeschreibungen. Wem eher beschauliche Regionalkrimis gut gefallen liegt hier richtig.
Ich hatte mir einen kurzweiligen Krimi für heiße Sommertage erwartet, aber leider hat mich das Buch sehr enttäuscht, denn für mich hat es sich einfach nur unendlich hingezogen und ich war vom Fall wirklich gelangweilt. Für mich kam einfach keine Spannung auf, da alles sehr gradlinig und manchmal etwas zu einfach verläuft. Die Charaktere lassen sich relativ gut in ein schwarz-weiß Schema einteilen, auch hier hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht. Generell fand ich, dass mehr erzählt wurde anstatt zu zeigen, und mir ist nun mal showing > telling lieber. Was mich außerdem gestört hat, waren die Kommentare der Autorin zu aktuellen gesellschaftlichen Themen/Fragen. Auch wenn ich ihre Meinung größtenteils teile, habe ich den Charakteren nicht abgekauft, dass sie gerade sprechen und nicht die Autorin, was mich immer wieder rausgebracht hat. Also, man merkt dass es sich um den ersten Band einer Reihe handelt, der die Welt und die Charaktere vorstellt, aber obwohl man viel Zeit mit Norberg und Anna Wagner verbringt, ist mir keiner der Hauptcharaktere ans Herz gewachsen. Was mich daran gehindert hat abzubrechen, waren das schöne Setting, dass sich zumindest ein bisschen nach Urlaub angefühlt hat und die Neugier, wie die Autorin den Fall auflöst, aber die Auflösung war auch enttäuschend. Die Tatsache, dass ich ein Hörbuch vom Buch zur Hand hatte, hat auch geholfen es nicht abzubrechen, denn somit konnte ich wenigstens noch etwas nebenher erledigen.
TW: Es werden regelmäßig Abnehmen/Diäten angesprochen.
Erscheinungstag:16.02.2021 Aus der Serie:Ein Fall Für Die Soko St. Peter Ording Bandnummer:1 Seitenanzahl:416 ISBN/Artikelnummer:9783749900039 12,00 € Mord an der idyllischen Nordseeküste? Der erste Fall für die Soko St. Peter-Ording
Aus der Landeshauptstadt Bayerns ins ferne Kiel: Kommissarin Anna Wagner braucht nach ihrer Scheidung einen Tapetenwechsel. Sie zieht in den Norden, um im Landeskriminalamt Schleswig-Holstein eine Stelle aufzubauen, die auf Vermisstenfälle spezialisiert ist. Gleich ihr erster Fall führt sie nach St. Peter-Ording an die Nordseeküste: Nina Brechtmann, eine junge Umweltaktivistin aus einer einflussreichen Hoteliersfamilie, wird vermisst. Hat ihr Verschwinden etwas mit den aggressiven Expansionsplänen ihrer Familie zu tun, wurde sie vielleicht entführt? Oder hütete die junge Frau ein Geheimnis? Anna Wagner und der örtliche Dienststellenleiter Hendrik Norberg ermitteln unter Hochdruck, denn niemand weiß, wann genau Nina Brechtmann verschwunden ist … und jede Minute zählt.
Zur Autorin
Svea Jensen ist das Pseudonym einer erfolgreichen Krimiautorin. Sie ist in Hamburg aufgewachsen und dem Norden stets treugeblieben: Nach vielen Jahren beim Norddeutschen Rundfunk lebt sie heute in Schleswig-Holstein, wo sie sich mittlerweile ganz dem Schreiben widmet. Während sie Verbrechen für ihre nächsten Bücher plottet, lässt sie sich am liebsten eine Nordseebrise um die Nase wehen. Svea Jensen ist Mitglied im »Syndikat« und bei den »Mörderischen Schwestern«.
Meine Meinung
Ich bin beim Stöbern auf diese neue Reihe aufmerksam geworden.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir auch direkt sehr gut gelungen. Man lernt hier den Witwer und Dienststellenleiter Henrik Norberg kennen, der seinen Söhnen zuliebe jetzt von der Kripo zur örtlichen Polizei gewechselt ist, um mehr Zeit für sie zu haben.
Zeitgleich zu seinem Start ist auch die Münchener Kommissarin Anna Wagner vor Ort. Sie soll einen Vermisstenfall aufklären. Die beiden ermitteln dann nach einigen Startschwierigkeiten zusammen und versuchen herauszufinden, inwiefern die Familie der Vermissten vielleicht etwas zu verbergen hat.
Mir hat bei diesem Kriminalroman auch gut gefallen, dass die Privatleben der beiden Ermittler auch eine große Rolle gespielt haben, dadurch fand ich sie sehr authentisch.
Mich konnte der Auftakt dieser neuen Reihe auf jeden Fall fesseln und sehr gut unterhalten, auch der Fall an sich war sehr interessant. Ich werde die Reihe auf jeden Fall fortsetzen.
Alles in allem kann ich hier daher eine klare Lese- und Hörempfehlung mit sehr guten 4,5 Sternen aussprechen.
Konnte mich leider nicht so recht überzeugen. Die Charaktere waren zwar prinzipiell ganz ok, aber ich find es so anstrengend, wenn immer alle so furchtbare Schicksale erlitten haben und einen ganzen Rucksack an Problemen mit sich rumschleppen. Der Fall ist auch nicht über die Maßen spannnend, man ahnt schon früh, wo die Reise hingehen soll und große Überraschungen gibt es auch nicht. Ich weiß nicht, ob ich diese Reihe weiterlesen werde.
Eine Frau kommt nach ihrem Urlaub nicht zurück zur Arbeit. Die erfahrene Expertin für Vermisstenfälle Anna Wagner, frisch aus München nach Kiel gewechselt, mietet sich für diesen Fall in St. Peter-Ording ein. In Zusammenarbeit mit dem neuen Dienststellenleiter Hendrik Norberg, einem ehemaligen Mordermittler, macht sie sich auf Spurensuche. Svea Jensen hat hier unverkennbar einen Krimi geschrieben, dem weitere folgen sollen. Das lassen die losen Fäden im Privatleben der Protagonist:innen unschwer erahnen. Der Fall selbst folgt den gängigen Regeln des Genres. Weder in Figurenzeichnung oder Sprache noch in Plotentwicklung wird das Publikum hier mit Überraschungen behelligt. Ausreichend Lokalkolorit mit zahlreichen Wiedererkennungsmöglichkeiten machen die bewährte Mischung komplett. Insgesamt ist der Roman eine Ansammlung von Klischees, der Ermittler leidet am Privatleben, die konkurrierenden Behörden sind unfähig, die Hoteliers hochnäsig, Norddeutsche maulfaul, das Land sehr platt und am Deich ist es schön. Das ganze in leicht überschaubaren, gut konsumierbaren Sätzen geschrieben. Dagegen ist nichts zu sagen, das ist leicht und locker und belastet nicht. Mir persönlich war das aber zu bieder.
Der Krimi „Nordwesttod“ stammt von der Autorin Svea Jensen. Dieser Roman ist der Reihenauftakt und damit auch der erste Fall für die Soko St. Peter- Ording.
Klappentext: Aus der Landeshauptstadt Bayerns ins ferne Kiel: Kommissarin Anna Wagner braucht nach ihrer Scheidung einen Tapetenwechsel. Sie zieht in den Norden, um im Landeskriminalamt Schleswig-Holstein eine Stelle aufzubauen, die auf Vermisstenfälle spezialisiert ist. Gleich ihr erster Fall führt sie nach St. Peter-Ording an die Nordseeküste: Nina Brechtmann, eine junge Umweltaktivistin aus einer einflussreichen Hoteliersfamilie, wird vermisst. Hat ihr Verschwinden etwas mit den aggressiven Expansionsplänen ihrer Familie zu tun, wurde sie vielleicht entführt? Oder hütete die junge Frau ein Geheimnis? Anna Wagner und der örtliche Dienststellenleiter Hendrik Norberg ermitteln unter Hochdruck, denn niemand weiß, wann genau Nina Brechtmann verschwunden ist … und jede Minute zählt.
Ab und zu lese ich gerne mal einen Kriminalroman, in letzter Zeit auch sehr gerne mal einen der an Ost- oder Nordsee spielt. „Nordwesttod“ ist unter einem Pseudonym erschienen. Nach ein bisschen stöbern im Internet findet man jedoch recht schnell heraus, wer hinter diesem Namen steckt. Von diesem Autor hatte ich schon ein paar Bücher gelesen, welche mir auch gut gefallen haben, daher habe ich mich voller Vorfreude auf den Krimi gestürzt. Der Erzählstil ist flüssig und bildgewaltig. In diesem Roman wird dem Leser ordentlich Lokalkolorit geboten. Einige interessante und wunderbare Ecken von St. Peter- Ording und Umgebung werden in die Handlung mit eingebunden. Man lernt dadurch die Gegend ganz gut kennen, bekommt ein Gefühl dafür. Dabei hat man nicht selten das Gefühl, dass einem eine frische Brise um die Nase weht. Durch den bildhaften Schreibstil hat man quasi ein Bild vor seinem geistigen Auge und gekonnt wird eine Atmosphäre aufgebaut, sodass man während des Lesens häufig das Gefühl hat, ebenfalls vor Ort zu sein. Der Autorin ist es ebenfalls gelungen, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Die Handlung ist ein spannender Vermisstenfall von einem jungen Mädchen namens Nina Brechtmann. Nach und nach lernt man sie ein bisschen kennen, wie sie ist. Im Verlauf der Story kommen immer neue Erkenntnisse dazu. Unerwartete Wendungen oder auch ein Plot Twist wird eingebaut – manche führen den Leser in eine andere Richtung und dann entwickelt sich doch alles anders, als man vermuten würde. Manche Situationen waren vorhersehbar oder zumindest nicht überraschend, dies tut aber der Stimmung keinen Abbruch – die Seiten fliegen nur so dahin und man möchte am liebsten diesen Krimi nicht mehr aus der Hand legen. Auch die Charakterdarstellung konnte mich überzeugen. Im Mittelpunkt stehen die Ermittler Anna Wagner und Hendrik Norberg. Anna Wagner kommt eigentlich aus München, auch dort schon hat sie Vermisstenfälle bearbeitet. Nach ihrer Scheidung brauchte sie einen Ortswechsel und wurde berufsbedingt nach Kiel versetzt. Da in St. Peter- Ording eine junge Frau namens Nina vermisst wird, hat sie sich dort eine Ferienwohnung angemietet, um in diesem Fall zu ermitteln. Anna Wagner ist eine toughe Frau, die ihre Arbeit konzentriert verfolgt. Dennoch hat sie ein gutes Herz und zeigt viel Mitgefühl und auch Einfühlungsvermögen. Hendrik Norberg ist der männliche Gegenpart. Früher war er in der Mordkommission. Doch nach dem Tod seiner Frau musste er sich für seine beiden Söhne neu orientieren und sein Leben neu strukturieren. Daher hat er sich an die Polizeidienststelle in St. Peter- Ording versetzen lassen. Norberg ist voller Trauer und muss sich erst an die neue Situation gewöhnen und einleben. Mir hat die vielseitige Darstellung der Protagonisten gefallen. Beide hatten ihre Ecken und Kanten, sie kamen einen durchaus realistisch vor. Auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen und wirkten authentisch. Besonders zu Beginn des Buches muss man jedoch erst einmal die Figuren sortieren. Man wird am Anfang mit einigen Namen konfrontiert, die ich zumindest nicht gleich einsortieren konnte, wie sie in die Handlung passen. Aber dieses Problem legt sich recht schnell und man ist in der Handlung gefangen.
Insgesamt konnte mich die Autorin Svea Jensen mit ihrem Reihenauftakt „Nordwesttod“ überzeugen. Die Kriminalreihe beginnt spannend mit authentischen Charakteren und einer fesselnden Handlung. Zu gerne würde ich mehr von der Soko St. Peter- Ording lesen. Für diesen Krimi vergebe ich 4 Sterne.
Ruhiger cosy Krimi mit angenehmer Nordsee-Atmosphäre
Anna Wagner hat bisher bei der Polizei in München gearbeitet. Nun soll sie in Sankt Peter Ording im Fall einer vermissten jungen Frau ermitteln. Nina Brechtmann, die aus einer Hoteliersfamilie stammt, sich aber in letzter Zeit für den Umweltschutz stark gemacht hat und sich von ihrer Familie entfremdet hat, ist spurlos verschwunden. Gemeinsam mit Hendrik Norberg, dem neuen Leiter der Polizeidienststelle Sankt Peter Ording versucht Anna Wagner herauszufinden, was mit Nina geschah.
Der Schreibstil der Autorin Svea Jenssen ist gut verständlich, recht flüssig und leicht lesbar. Jenssen erzählt abwechselnd in der dritten Person aus der Sicht von Anna Wagner, Hendrik Norberg und weiterer vom Fall betroffener Personen. Es geht sowohl um das Berufs- als auch um das Privatleben der beiden Polizisten.
Die Hauptpersonen Hendrik Norberg und Anna Wagner orientieren sich gerade beruflich neu. Norberg hat vor kurzem seine Frau Kathrin verloren und seine Tätigkeit bei der Mordkommission in Itzehoe aufgegeben, um bei der Schutzpolizei in Sankt Peter Ording zu arbeiten. Er hofft, sich so mehr um seine beiden Söhne Lasse und Finn kümmern zu können. Norberg und sein Sohn Lasse leiden sehr unter dem Verlust von Kathrin und kommen aktuell nicht gut miteinander aus, was Hendrik natürlich schwer zu schaffen macht. Auch Anna Wagners Leben hat sich nach der Scheidung von ihrem Mann grundlegend verändert. Der neue Job soll für sie einen Neuanfang bringen. Hendrik Norberg wirkt zunächst auf andere recht unterkühlt, Anna Wagner macht es ihren Mitmenschen mit ihrer offenen Art da deutlich leichter. Sie gibt sich unkompliziert und pragmatisch, nimmt die Dinge wie sie sind, hadert nicht mit ihrem Schicksal. Hendrik schon. So unterschiedlich sie sind, wirken doch beide auf ihre Art sympathisch. Ganz zögerlich lässt sich Hendrik auf die neue Kollegin ein und die beiden beginnen, gemeinsam zu ermitteln und aufeinander einzugehen. Auch wenn sie noch nicht viel Zeit miteinander verbringen, passen sie irgendwie zusammen. Diese sanfte Entwicklung einer Beziehung zwischen den Figuren, die ganz eigene Dynamik zwischen beiden, wird einfühlsam und nachvollziehbar geschildert. Dass die beiden auch in ihrem Privatleben dargestellt werden, das macht sie für mich „plastischer“.
Atemberaubend spannend und blutrünstig geht es in diesem cosy Krimi nicht zu. Das Erzähltempo ist sehr ruhig, fast gemütlich. Das Rätsel des Falls umfasst die Person Nina. Wo steckt Nina bloß? Gleichzeitig möchte man als Leser mehr von dieser jungen Frau wissen. Die Fragen, wer sie genau war, was sie tat und wie sie sich verhielt, führen näher zu ihrem Verbleib. Die Zahl der Personen, die in den Fall verwickelt ist, ist angenehm überschaubar und überfordert nicht. Am Rande werden zudem aktuelle Probleme bei der Bebauung von Tourismusgebieten thematisiert, dieser Bezug zur Realität gefiel mir. Ein wenig mehr Action hätte dem Plot nicht geschadet. Die Handlung hält zudem wenige Überraschungen bereit, die Aufklärung ließ sich schon recht früh erahnen. Dennoch habe ich den langsamen, leisen und stimmigen Krimi recht gerne gelesen. Er spiegelt für mich passend die unaufgeregte, ruhige Atmosphäre im hohen Norden wider. Hier dauert es manchmal einfach, bis sich die Leidenschaft zeigt, aber sie ist bei den Protagonisten schon zu spüren. Kein raffinierter packender Psychothriller mit Krawall, aber ein solider, nachvollziehbarer Krimi vor ansprechender Kulisse mit Figuren, die durchaus Potential haben. Ich bin sehr neugierig, wie sich die Zusammenarbeit der beiden Ermittler noch weiterhin gestalten wird.
Vermisstenfall als Auftakt neuer Küstenkrimi-Reihe
Ostfriesenkrimis gibt es schon reichlich, mit "Nordwesttod" hat Autorin Svea Jensen nun den Auftakt einer Nordfriesland-Serie veröffentlicht. Naturgemäß geht es also auch darum, den Rahmen für Folgebände zu setzen, die Hauptfiguren vorzustellen und Entwicklungspotenzial aufzuzeigen. Das merkt man, denn es geht mindestens ebenso so stark um die privaten Probleme der Protagonistien wie um das Berufliche, sprich den Kriminalfall. Und natürlich darf das Setting nicht zu kurz kommen, schon gar nicht, da der Konflikt zwischen (ausuferndem) Tourismus und Umweltschutz auch Teil des Plots ist.
Die Zeichen stehen jedenfalls von Anfang an auf Neustart: Hendrik Norberg, der bisher Kriminalbeamter bei der Mordkommission war und seit dem Tod seiner Frau vor wenigen Monaten alleinerziehender Vater ist, steckt beruflich zurück und übernimmt die Leitung des kleinen Polizeireviers von Sankt Peter Ording. Aufgebrochene Ferienwohnungen und Kneipenstreitigkeiten statt Kapitaldelikten - das ist schon eine Umstellung, aber er will seine beiden Söhne nicht aus der gewohnten Umgebung reißen, zumal auch seine Schwiegereltern vor Ort leben und bei der Betreuung der Jungen helfen. (Hier stellt sich mir allerdings die Frage, wie er trotz auswärtigem Kripo-Job monatelang seine Frau pflegen konnnte)
Neu im Norden ist auch Anna Wagner, vom LKA München an die Kollegen in Schleswig Holstein abgeordnet, wo eventuell eine eigene Einheit für Vermisstenfälle aufgebaut werden soll, ähnlich der, in der Anna gearbeitet hat. Die Amtshilfe in Kiel kommt ihr gelegen, hat sie doch eine schmutzige Scheidung hinter sich und der Ex weigert sich, aus dem Haus auszuziehen, bei dem es sich obendrein um ihr Elternhaus handelt. An Hendriks erstem Arbeitstag hat auch sie gerade angefangen zu ermitteln: Mitarbeiter der Seehundstation haben eine Kollegin vermisst gemeldet, die nach dem Urlaub nicht zur Arbeit erschienen ist.
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn die vermisste Nina war sehr zurückhaltend, was ihr Privatleben angeht, Die Kollegen wissen nur, dass sie während des Urlaubs mit ihrer Familie sprechen wollte. Doch waren das die Adoptivmutter und Schwester eine Hoteliersfamilie mit Expansionen, die zum Bruch mit der Umweltschützerin Nina führten? Oder die biologische Mutter, zu der sie erst vor wenigen Jahren Kontakt aufnahm, die sie aber durch zu starkes "Klammern" wieder auf Distanz gehen ließ. Und was ist mit den beiden Männern, die in ihrem Leben eine Rolle spielen sollen?
Für Hendrik ist die Anwesenheit Annas in Sankt Peter-Ording, die er zuerst als störend empfunden hatte, eine willkommene Gelegenheit, doch wieder kriminalistisch zu arbeiten. Anna wiederum ist angesichts von Deich und Salzwiesen nicht traurig darüber, nicht in Kiel am Schreibtisch sitzen zu müssen. Gibt es womöglich ein Arbeitsmodell, das ihr dauerhaft Präsenz an der Küste ermöglicht?
Wer schon einmal in Sankt Peter Ording und Umgebung war, kann lesend Erinnerungen auffrischen - bei einem Regionalkrimi spielt der Lokalkolorit schließlich immer eine Rolle. Mit der langwierigen und oft unergiebigen Ermittlung in einem Vermisstenfall kommt natürlich weniger Tempo ins Buch als mit Verfolgungsjagden und Beziehungsdrama. Zudem gibt es einige Längen, die sicherlich zumindest teilweise dem Auftakt-Setting geschuldet sind. Solider Küstenkrimi, der Erinnerungen an Deichspaziergänge und Krabbenbrötchen weckt.
Nach ihrer Scheidung hat Kommissarin Anna Wagner, Expertin für Vermisstenfälle, sich von München zum LKA Schleswig-Holstein versetzen lassen. Ihr erster Fall: ein Vermisstenfall in St. Peter-Ording. Seit ihrem Urlaub fehlt von der Umweltaktivistin Nina Brechtmann jede Spur. Die sehr zurückgezogen lebende junge Frau ist die Adoptivtochter einer hiesigen Hoteliersfamilie, gegen deren Expansionspläne sie sich aus Umweltschutzgründen engagierte.
Anna Wagner ist sich sicher, dass Nina Brechtmann nicht aus eigenen Stücken verschwunden ist und sucht fieberhaft nach der jungen Frau. Unterstützung bei ihren Ermittlungen bekommt Anna vom neuen Dienststellenleiter in St. Peter-Ording, Hendrik Norberg, der sich nach dem Tod seiner Frau zum Wohle seiner beiden Kinder von der Mordkommission zur Schutzpolizei hat versetzen lassen.
Können die beiden Nina rechtzeitig finden? Und was steckt hinter dem Verschwinden der jungen Frau? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt..
Meine Meinung:
Schon das maritime aber gleichzeitig sehr düstere und bedrohliche Cover hat mich auf Anhieb angesprochen. Man sieht sofort, dass man es hier mit einem Krimi zu tun hat, der an der Küste spielt, und meine Neugier war geweckt!
Auch inhaltlich konnte das Buch mich überzeugen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und schon nach wenigen Seiten ist man als Leser mitten drin im Geschehen. Auch das Setting hat mir gut gefallen. Die Beschreibungen der Landschaft, des Ortes und der Leute, aber auch bspw. des zunehmenden Tourismus und den damit verbundenen Auswirkungen sind der Autorin gut gelungen. Sie sorgen -trotz des Kriminalfalls, der natürlich im Vordergrund steht- für ein wenig Urlaubsfeeling und norddeutsche Küstenatmosphäre, zeigen aber auch, das in einem nach außen malerischen Urlaubsort nicht alles "Heile Welt" ist.
Die authentischen Charaktere haben mir sehr gut gefallen, allen voran die Protagonisten Anna Wagner und Hendrik Norberg, die es momentan privat beide nicht leicht haben. Anna hat gerade erst eine Scheidung hinter sich und wagt einen Neuaunfang in Schleswig-Holstein. Sie ist eine taffe Frau und engagierte Ermittlerin, die sich nicht so schnell von ihrem Weg abbringen lässt. Hendrik Norberg hat vor kurzem seine Frau aufgrund einer Krankheit verloren. Er ist nun alleinerziehender Vater zweier Jungs, die sehr unterschiedlich mit dem Verlust ihrer Mutter umgehen, und wäre ohne seine fürsorgliche Schwiegermutter absolut überfordert mit der Situation. Um geregeltere Arbeitszeiten zu haben, hat er sich von der Kripo Itzehoe zur Polizeidienststelle in St. Peter-Ording versetzen lassen, worüber er selbst aber nicht gerade glücklich ist und wofür er eigentlich auch überqualifiziert ist. Kein Wunder also, dass der Vermisstenfall Nina Brechtmann seinen Ermittlerinstinkt weckt...
Der Plot ist interessant und fesselnd. Während es zu Beginn noch eher gemächlich zugeht und man insbesondere die beiden Protagonisten sowie deren Umfeld/private Situation kennenlernt, nimmt die Spannung dann im weiteren Verlauf immer weiter zu. Anna und Hendrik werden immer mehr zu einem eingespielten Team und es macht Spaß, sie bei den Ermittlungen zu begleiten und auch selbst mitzurätseln. Denn mehr als einmal wird der Leser von der Autorin auf eine falsche Fährte gelockt, sodass der Plot die eine oder andere Überraschung bereit hält und bis ganz zum Schluss spannend bleibt.
Fazit:
Ein gelungener Reihenauftakt, der Lust auf mehr (und Meer) macht. Sicher handelt es sich hier nicht um einen absoluten Pageturner, der für schlaflose Nächte sorgt, aber Fans spannender und atmosphärischer Küstenkrimis mit sympathischen Charakteren kommen hier definitiv auf ihre Kosten.
Nach ihrer Scheidung kehrt Kommissarin Anna Wagner München den Rücken. Anna bekommt die Chance im Landeskriminalamt Schleswig-Holstein eine Abteilung für Vermisstenfälle aufzubauen. Der erste Fall führt sie nach St. Peter Ording. Die junge Umweltaktivistin Nina Brechtmann ist nach ihrem Urlaub nicht zu ihrer Arbeitsstelle zurückgekehrt. Nina Brechtmann ist die Tochter einer Hoteliersfamilie die zwei neue Hotelanlagen an der Küste plant. Genau gegen diese Hotelbauten versuchen die Umweltaktivisten vorzugehen. Steht das Verschwinden von Nina Brechtmann im Zusammenhang mit ihren Umweltaktionen? Kommissarin Anna Wagner und Hendrik Norberg der Dienststellenleiter der örtlichen Polizei ermitteln auf Hochtouren. „Nordwesttod“ ist der Auftakt einer neuen Krimireihe von Svea Jensen. Die Autorin schreibt schon lange unter ihrem realen Namen Kriminalromane. Für ihre neue Krimireihe hat sie sich ein Pseudonym zugelegt. Das schöne an diesem Buch ist, der Leser ist von Anfang an dabei. Es ist quasi die Geburt der Soko St. Peter Ording. Die Protagonisten sind sympathisch und an einem Punkt im Leben angekommen wo es einen Neuanfang bedarf. Kommissarin Anna Wagner arbeitete erfolgreich bei der Vermisstenstelle München. Nach einer schmutzigen Scheidung brauchte sie eine Veränderung. So verschlug es Anna nach Schleswig-Holstein. Dort startet ein versuch ob es sinnvoll ist auch hier eine Stelle für Vermisstenfälle einzurichten. Hendrik Norberg war als Ermittler bei der Mordkommission Itzehoe. Nach dem Tod seiner Frau wollte Hendrik mehr Zeit für seine Söhne haben und wechselte als Dienststellenleiter zur Schutzpolizei St. Peter Ording. Für Hendrik der mit Leib und Seele Kommissar bei der Mordkommission war ist das kein leichter Schritt gewesen. In seinem Inneren fühlt es sich wie eine Degradierung an. Zu Beginn des Buches hat man genügend Zeit sich erst einmal mit den Charakteren und der Umgebung bekannt zu machen. Hendrik Norberg übernimmt als neuer Leiter die Dienststelle der Polizei in St. Peter Ording. Dort trifft er auf die Kommissarin Anna Wagner, die an einem Vermisstenfall arbeitet. Nach kurzen Differenzen entschließt sich Hendrik die Kommissarin zu unterstützen. Der Fall ist spannend und interessant erzählt. Es ist nicht klar ob die Vermisste nur untergetaucht ist oder ob es sich um ein Verbrechen handelt. Es werden einige Personen aus ihrem Umfeld befragt. Bei jeder Befragung der Personen konnte man zwischen den Zeilen kleine Hinweise finden, dass die entsprechend Person etwas verbirgt, dass sie eventuell mehr über Nina weiß als sie zugibt. So hatte ich immer wieder neue Verdächtige die ich nach der nächsten Befragung wieder fallen ließ. Am Ende steigerte sich die Spannung noch einmal erheblich. Der Fall wurde dann logisch und zu meiner vollsten Zufriedenheit gelöst. Der Schreibstil von Svea Jensen ist flüssig und leicht verständlich. Die Autorin schafft beim Schreiben mühelos den Spagat zwischen den Ermittlungen, dem Privatleben der Ermittler und der Beschreibung der Handlungsorte. Es ist genau die richtige Mischung. Jetzt freue ich mich auf den 2. Band „Nordwestzorn“ der in Kürze erscheinen wird.
Zwei Brüder fahren nachts auf der Landstraße nach Hause-werden angefahren und liegen gelassen, der Täter begeht Fahrerflucht. Dann wird die junge Nina Brechtmann vermisst. Die Umweltaktivistin stammt aus einer einflussreichen Hoteliersfamilie, hat aber kaum noch Kontakt zu ihnen, seit die Familie aggressive Expansionspläne mit ihren Hotels vorhat. Wo ist Nina?
Mit diesen beiden Fällen hat die Polizei in St. Peter Ording genug zu tun, deshalb unterstützt Komissarin Anna Wagner das Team, die von Bayern nach Kiel gezogen ist und jetzt in St. Peter ihren ersten Einsatz hat. Und es gibt noch jemand neuen im Team-den örtlichen Dienststellenleiter Hendrik Norberg, der nach dem Tod seiner Frau diese neue Stelle angenommen hat...
Dieser Krimi hat mir wirklich gut gefallen. Die Autorin besticht mit einem einfachen, verständlichen Schreibstil, Küstenflair und sehr sympatischen Ermittlern! Der Spannungsbogen ist gelungen und die Autorin versteht es, die ein oder andere falsche Fährte zu legen, sodass ein miträtseln während des lesens gegeben ist.
Die Lokation ist natürlich traumhaft schön, man merkt der Autorin an, dass sie schon oft an diesem bekannten Küstenort war. Die Beschreibungen sind bildhaft und lebendig, überlagern dabei aber nicht die Kriminalgeschichte! Ausserdem finde ich es interessant und gut, dass auch die negativen Aspekte des Tourismus und der vielen neuen Hotels aufgezeigt werden.
Hendrik Norberg lebt im Augenblick in einer schwierigen Situation, er hat seine Frau verloren, ist nun alleinerziehender Vater eines 7jährigen Sohnes und eines Teenagers, muss das Spagat zwischen Privatleben und Leitung der Polizeidiesntstelle unter einen Hut bekommen. Er ist ein interessanter Charakter, der das Herz am rechten Fleck hat, mit dem ich aber erst warm werden musste, da er eher der ruhige, introvertierte Typ ist. Ganz anders ging es mir mit der Bayrin Anna. Sie war mir sofort sympatisch mit ihren kleinen süddeutschen Eigenheiten an der Nordsee. Es hat viel Spass gemacht mit ihr zu ermitteln und den Fall nach und nach zu entwirren.
Der Anfang des Buches kann etwas verwirren, da erst mal ziemlich viele unterschiedliche Erzähstränge zum tragen kommen, das ändert sich aber schnell und man kann ganz in die Geschichte abtauchen. Der Fall ist spannend und nachvollziehbar gemacht, die Charaktere handeln authentisch. Ich habe dann etwas schneller als die Komissare heraus gefunden was wohl passiert sein muss, aber trotzdem blieb es interessant bis zum Schluss, durch ein paar kleine unerwartete Wendungen.
Fazit: Ein paar tolle Lesestunden an der Nordseeküste zum miträtseln, sympatischen Ermittler und ein interessanter Fall, was braucht ein Krimifan mehr? Ich empfehle das Buch sehr gern weiter.
Ich weiß nicht warum, aber Kriminalromane, die an der Nordseeküsste spielen, haben es mir irgendwie angetan. Im Vergleich zu anderen Handlungsorten haben die etwas Besonderes an sich.
Beim Buch „Nordwesttod“ steht der erste Fall für die SoKo St. Peter-Ording an. Vor kurzem ist erst die Kommissarin Anna Wagner nach ihrer Scheidung aus München nach Kiel gezogen. Nun stehen sie und der Dienststellenleiter Hendrik Norberg vor einem Vermisstenfall. Die Umweltaktivistin Nina Brechtmann ist nach ihrem Urlaub nicht wiederaufgetaucht. Hat ihr Verschwinden mit den Expansionsplänen in der Hotelbranche ihrer Familie zu tun? Oder hütet Nina ein großes Geheimnis? Eine Suche beginnt, bei der jede Sekunde von höchster Relevanz ist.
Mit „Nordwesttod“ entwirft die Autorin einen sehr vielschichtigen und brisanten Kriminalroman mit zwei sehr sympathischen Protagonisten im Vordergrund, der mit einem sehr bildhaften Schreibstil untermauert wird. Dabei wird die Geschichte nicht aus der Perspektive der beiden Ermittler geschildert. Weitere Perspektiven wie z.B. von potentiellen Verbrechern, Familienmitgliedern etc. finden auch ihren Platz im Buch. Dadurch erhält man ein umfassendes Bild auf den Fall, was wiederum für eine gute Spannung sorgt. Dabei bleibt die Handlung übersichtlich und strukturiert.
Sehr positiv zu bewerten wäre die Aktualität des Falls. Obwohl wir Ninas Perspektive nicht wahrnehmen, nimmt Nina als Umweltaktivistin in diesem Buch eine sehr geheimnisvolle Rolle ein, bei der man als Leser viele Hypothesen aufstellen kann. Dies fand ich irgendwie total interessant, da man ja erst zum Schluss die Auflösung erfahren hat.
Neben den Ermittlungen wird teilweise sehr ausführlich das Leben der beiden Ermittler beleuchtet. Da ich ein großer Fan dessen bin, fand ich es gut, da man die Charaktere im ersten Band schon ganz gut kennenlernen konnte. Außerdem haben die Einblicke in das Privatleben der Beiden keine negativen Auswirkungen auf die Spannung der Handlung gehabt.
Zu guter Letzt kann man noch sagen, dass die Identitätsfindung sowie Zurechtfindung im Umkreis der liebsten Menschen neben der Umwelt zu einem großen Thema werden. Besonders Norberg wird in diesem Fall hinsichtlich dieses Aspektes beleuchtet. Hier freue ich mich schon auf den zweiten Band, um die Entwicklung von ihm sowie den weiteren Figuren zu verfolgen.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mit dem ersten Band um die SoKo St. Peter Ording gut unterhalten worden bin. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit den weiteren Figuren im zweiten Band, der soweit ich weiß, im Mai erscheinen wird.
Ich habe mir auf Bookbeat den Titel "Nordwesttod" von Svea Jensen angehört, welcher auf eine spannende Unterhaltung schließen ließ. Von der Autorin habe ich zuvor weder gehört, noch gelesen und so startete ich gespannt und relativ unvoreingenommen mit dem Buch.
In dem Kriminalroman hat der Leser es mit der Protagonistin Anna Wagner, einer Kommissarin zu tun, die an einem Vermisstenfall einer jungen Frau arbeitet. Die Umweltaktivistin Nina ist spurlos verschwunden und noch ahnt Anna nicht, aus was für Gründen. Denn Motive gibt es hier mehrere... doch sie ist nicht auf sich allein gestellt, hilft ihr Dienststellenleiter Hendrik bei dem Fall, bei dem die Zeit allerdings langsam abzulaufen scheint...
Svea Jensen schreibt ihr Buch aus unterschiedlichen Sichtweisen in der dritten Person im Präteritum. Dadurch bekomme ich nach und nach einen soliden Überblick über die Gesamtsituation und Personenkonstellation. Auch mit den Ermittlern werde ich warm und finde ihre Recherche durchaus interessant. Hendrik und Anna ergänzen sich schließlich prima, wenn sie auch ein ungewöhnliches Team bilden und gehen hier ungeahnten Dingen auf den Grund. Hier taucht der Leser in viele familiäre und berufliche Verstrickungen ein, die das Bild über Nina immer mehr klären, gleichzeitig aber auch wieder aus den Angeln heben. Nichts ist so wie es scheint. So richtig mitreißen konnten mich die Geschehnisse allerdings nicht, doch blieb ich bis zum Ende dran, da ich unbedingt erfahren wollte, was mit Nina geschah. Hat es wirklich etwas mit ihrer Familie zu tun oder mit ihrem Job? Es ist ein Rätselraten und nimmt dann doch noch ungewohnte Wendungen an und wird somit wieder etwas spannender.
Der Schreibstil ist zwar flüssig, aber auch ein wenig dröge, die Emotionen springen auf mich leider nicht alle wie erhofft über. Jedoch kommt die nordische Atmosphäre gut herüber und transportiert auch etwas düsteres, was zu der ganzen Thematik passt. Schön empfand ich außerdem, dass ich hier gedanklich St. Peter-Ording besuchen durfte, gerade in aktuellen Zeiten. Das war ein bisschen wie Urlaub machen.
"Nordwesttod" ist ein Kriminalroman, der mich solide unterhalten hat und mich neugierig auf den nächsten, bereits angekündigten Band macht. Ich vergebe eine Lese- und Kaufempfehlung und 3,5 Sterne ****
Inhalt: Anna Wagner, die bisher in der bayrischen Landeshauptstadt in München als Polizistin gearbeitet hat, braucht dringend Abstand und zieht nach Schleswig-Holstein um dort im Landeskriminalamt zu arbeiten. Sie ermittelt auch sofort an einem Fall eine vermissten jungen Frau. Die Frau, Nina Brechtmann, die aus einer Hoteliersfamilie stammt, jedoch sich für den Umweltschutz stark einsetzt, passt so gar nicht zu den Vorstellungen der Familie, die wieder ein neues Hotel bauen will. Ob ihre eigene Familie etwas mit dem Verschwinden von Nina zu tun hat? Anna Wagner untersucht mit dem neuen Leiter der Polizeidienststelle, Hendrik Nordberg, das Verschwinden von Nina aufzuklären.
Meinung: Mir hat der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen, es lies sich leicht lesen und war auch recht verständlich. Nichtsdestotrotz hab ich doch sehr lange braucht, bis ich im Krimi bzw. im Geschehen drin war. Es hat sich Anfangs sehr gezogen und war auch nicht spannend genug, das es mich hätte fesseln können. Klar möchte man schon wissen, wo Nina abgeblieben bzw. was mit ihr passiert ist, jedoch ist das Tempo der Geschichte sehr gemächlich und langsam. Erst gut nach der Hälfte konnte mich das Buch fesseln und ich habe es dann recht zügig zu Ende lesen können.
Die zwei Hauptpersonen Anna Wagner und Hendrik Nordberg sind sehr gut beschrieben und ausgeschmückt. Wobei Hendrik eher etwas distanziert, unterkühlt und ruppig wirkt ist es bei Anna genau das Gegenteil, da sie mit ihrer offenen Art bei ihren Mitmenschen doch besser ankommt. Doch im Laufe der Geschichte taut auch eher mehr auf und lässt sich auf seine Kollegin ein. Das finde ich sehr wichtig, da er dadurch auch immer sympathischer wird. Es war auch schön zu lesen, dass auch deren Privatleben etwas näher beleuchtet wurde, sodass man sich in die Protagonisten hineinversetzten konnte und hoffentlich auch in den nächsten Romanen weiterentwickeln können.
Es ist ein solider Auftakt einer Krimireihe mit einer schönen Kulisse, jedoch einer etwas langsamen Handlung. In diesem Krimi haben wir die beiden Protagonisten und ihre Familie kennengelernt und vielleicht gibt es im nächsten Krimi eine etwas flottere und spannendere Handlung.
Kommissarin Anna Wagner zieht nach einer unschönen Scheidung in den Norden, um im Landeskriminalamt Schleswig-Holstein eine Stelle aufzubauen, die auf Vermisstenfälle spezialisiert ist. Gleich ihr erster Fall führt sie nach St. Peter-Ording an die Nordseeküste: Eine junge Umweltaktivistin aus einer einflussreichen Hoteliersfamilie, wird vermisst. Hat ihr Verschwinden etwas mit den aggressiven Expansionsplänen ihrer Familie zu tun, wurde sie vielleicht entführt? Anna Wagner und der Dienststellenleiter Hendrik Norberg ermitteln unter Hochdruck, denn niemand weiß, wann genau Nina Brechtmann verschwunden ist … und jede Minute zählt.
Die Atmosphäre und das Ambiente an der Nordsee gefallen mir besonders gut und in Kombination mit einem Krimi hatte ich große Erwartungen an das Buch. Gleich von Anfang an wird der Leser durch einen erschütternden Fund in einen Mordfall hineingezogen, der allerdings lange ohne Verbindung zum Hauptfaden auskommen muss und ich erst ganz am Ende klären lässt. Die Ermittler Wagner und Norberg haben beide ihre eigene Vergangenheit, die sich unterschiedlich stark in den Handlungen zeigt, die Charaktere jedoch nahbarer und sympathischer macht. Langsam entwickelt sich die Kriminalgeschichte durch das Verschwinden der jungen Nina. Bis dahin fand ich es auch noch einigermaßen interessant, aber trotz vieler Ermittlungsansätze zogen sich die Erkenntnisse und die Ermittlung stark, sodass nach der Hälfte des Buches sehr wenig passiert ist. Dadurch hatte ich keine Lust mehr weiterzulesen und es war nicht fesselnd und das trotz der Geheimnisse und unerklärlichen Verhaltensweisen mancher Verdächtiger. Die Auflösung des Falls habe ich im vorhinein schon geahnt, sodass mich diese nicht mehr überraschen könnte. Ganz im Gegenteil, ich fand das Motiv der Tat mehr als öde und nicht innovativ. Absolut nicht spannend und in der Art in vielen Bücher schon gelesen. Leider konnte auch der Schreibstil die Geschichte hinsichtlich des Spannungsbogens nicht mehr retten.
Fazit: Einigermaßen gut lesbare Kriminalgeschichte, die allerdings nichts Besonderes und Einzigartiges hat. Konnte mich leider nicht überzeugen.
Die junge Nina Brechtmann stammt aus einer angesehenen Hoteliersfamilie, will aber mit dem Leben der Reichen und Schönen nichts zu tun haben und hat auch den Kontakt zu ihrer Familie, bestehend aus Mutter Constanze und Schwester Sophie, abgebrochen. Sie engagiert sich für den Umweltschutz und protestiert gegen den Neubau von Hotels an der Nordseeküste - wie von ihrer Familie geplant. Als sie nach einem Urlaub nicht wieder in der Robbenstation, wo sie arbeitet, auftaucht, melden ihre Kollegen sie als vermisst.
Die sympathische Kommissarin Anna Wagner will nach ihrer unschönen Scheidung nur noch weg aus München und lässt sich in den hohen Norden zum LKA nach Kiel versetzen. Der Fall der vermissten Nina wird ihr erster Fall dort in St. Peter-Ording. In der hiesigen Polizeistation tritt zur gleichen Zeit ein neuer Dienststellenleiter, Hendrik Norberg, seinen Dienst an. Seine Frau ist erst vor kurzem verstorben und um sich besser um seine Söhne kümmern zu können, hat er sich von der Mordkommission zur Schutzpolizei versetzen lassen, was ihm schwer zu schaffen macht.
Die lebhafte junge Anna und der eher verschlossene, unzugängliche Hendrik ermitteln gemeinsam mit dem jungen Kollegen Nils. Es gibt auch noch eine Unfallflucht mit zwei Toten aufzuklären. Dieses sympathische Team muss vielen Spuren nachgehen, bis es am Ende erfolgreich ist. Es ist angenehm zu lesen, wie sich diese doch recht unterschiedlichen Kollegen zusammen finden und trotz Hendriks familiärer Probleme diesen Fall lösen. Ich finde es in einem Krimi auch immer interessant, etwas über das Privatleben der Ermittler zu erfahren, was hier ausreichend der Fall ist. Der eher ruhig erzählte erste Fall für die Soko St. Peter-Ording wurde zum Ende hin noch richtig spannend und hat mir gut gefallen. Ich freue mich schon auf den zweiten Fall dieses tollen Teams!
In dem Buch Nordwesttod (Soko St. Peter Ording 1) von Svea Jensen, geht es um Hendrik Norberg, welcher neuer Schutzpolizist an der Nordsee in St. Peter - Ording ist. Er hat zwei Söhne Namens Finn und Lasse, seine Frau ist leider an ALS gestorben. Außerdem geht es noch um Anna Wagner, welche Kommissarin ist und neu beim LKA in Schleswig-Holstein ist und Hendrik Norberg bei dem Fall, der vermissten Nina Brechtmann hilft. Was ist Nina Brechtmann passiert, wurde sie entführt oder umgebracht ? Lebt sie noch oder nicht ? Und wer war es ? Ist sie vielleicht doch nur verschwunden, wer die Lösung wissen will, sollte die Geschichte selber lesen.
Meine Meinung: Ich fand die Geschichte spannend geschrieben und flüssig zu lesen, auch wenn die Geschichte nach dem Prolog für mich etwas zäh am Anfang war. Lange Zeit ist für mich kaum etwas spannendes passiert, nur Mal ab und zu. Erst ab der Hälfte des Buches wurde es sehr spannend für mich und dann kam ich auch schneller durch das Buch. Dazu sollte ich vielleicht auch erwähnen, ich lese eher selten Kriminalromane, sondern eher Thriller. Und das Buch ist eindeutig ein Kriminalroman mit zwei Ermittlern. Sonst fand ich aber die Aufklärung des Falls glaubhaft und spannend. Dazu wurden die zwei Ermitteler gut in die Geschichte gebracht und ich konnte beide persönlich kennenlernen und wieso beide ihre Stellen gewechselt haben.
Fazit: Es ist nicht mein Lieblingsbuch, aber trotzdem gut gewesen, eher ein Kriminalroman und nicht für nur Thrillerleser geeignet. Dazu noch eine schöne Beschreibung der Landschaft und eine gute Urlaubsstimmung.
In St. Peter Ording wird Nina Brechtmann nach ihrem Urlaub von ihren Kollegen in der Seehundstation als vermisst gemeldet. Kommissarin Anna Wagner vom LKA Schleswig-Holstein übernimmt diesen Vermisstenfall. Versetzt von München an die Nordseeküste soll sie hier eine neue Abteilung für solche Fälle einrichten. Zusammen mit dem neuen Dienststellenleiter Hendrik Norberg, ehemaliger Mordermittler aus Itzehoe, gerät dieses kleine Team auch mit dem jungen Kollegen Nils Scheffler in Ungereimtheiten rund um die Brechtmanns, Hoteliers an Nord- und Ostseeküste. Nina Brechtmann, die Umweltaktivistin, kämpft gegen den Bau weiterer Hotelanlagen entlang der Küsten, was den Bruch mit ihrer Familie herbeiführt.
Ein riesiger Spannungsbogen wird bereits in den ersten Kapiteln gespannt: 2 Tote auf der Straße sind verwickelt in einen Autounfall. Erst gegen Ende der Ermittlungen nach vielen weiteren Wendungen in neue Richtungen während der Ermittlungsarbeit wird dieser Vermisstenfall von Nina Brechtmann nachvollziehbar verknüpft und so ein gelungener Spannungsbogen hergestellt.
Die einzelnen Charakteren werden sehr menschlich, natürlich und sympathisch dargestellt auch besonders im Leben von Hendrik Norberg, dessen Ehefrau verstorben ist und er seine Karriere zugunsten seiner beiden Söhne, 13 und 7 Jahre alt, zurückstellt.
Durch die anmutige Beschreibung von Küstenlandschaft und typischen kulinarischen Genüssen möchte man sehr gerne selbst z.B. in ein Krabbenbrötchen vor Ort beißen.
Vom Süden Deutschlands in den hohen Norden: Kommissarin Anna Wagner braucht einen Tapetenwechsel und zieht nordwärts, um im Landeskriminalamt Schleswig-Holstein eine Stelle aufzubauen, die auf Vermisstenfälle spezialisiert ist. Gleich ihr erster Fall führt sie nach St. Peter-Ording an die Nordseeküste: Nina Brechtmann, eine junge Umweltaktivistin aus einer einflussreichen Hoteliersfamilie, wird vermisst. Warum ist die verschwunden? Anna Wagner und der örtliche Dienststellenleiter Hendrik Norberg ermitteln unter Hochdruck, denn niemand weiß, wann genau Nina Brechtmann verschwunden ist … und jede Minute zählt.
Schön langsam und auf angenehme Weise nimmt der Ostsee-Krimi seinen Lauf, und man stößt auf immer mehr Details. Wie die beiden Kommissare beschrieben werden fand ich sehr sympathisch. Vor allem Hendrik Norberg mit seinen familiären Problemen und seine Schwiegermutter, die immer zu schlichten versucht fand ich sehr menschlich. Anna wird an der Ostsee sehr gut aufgenommen und mit jeder Seite nimmt die Spannung der Geschichte zu. Man lernt weitere Charaktere kennen und stößt auf viel Lokal-Kolorit, wenn man, wie ich, die Gegend um St. Peter-Ording kennt. Das Nordsee-Flair kommt sehr gut durch. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, da ich wissen musste wo Nina ist.
Ein toller Krimi, wo alles dabei ist! Menschliche Charaktere, toller Lokal-Kolorit und eine gut durchdachte Geschichte! Hoffe es gibt bald einen zweiten Teil!
Vom Süden Deutschlands in den hohen Norden: Kommissarin Anna Wagner braucht einen Tapetenwechsel und zieht nordwärts, um im Landeskriminalamt Schleswig-Holstein eine Stelle aufzubauen, die auf Vermisstenfälle spezialisiert ist. Gleich ihr erster Fall führt sie nach St. Peter-Ording an die Nordseeküste: Nina Brechtmann, eine junge Umweltaktivistin aus einer einflussreichen Hoteliersfamilie, wird vermisst. Warum ist die verschwunden? Anna Wagner und der örtliche Dienststellenleiter Hendrik Norberg ermitteln unter Hochdruck, denn niemand weiß, wann genau Nina Brechtmann verschwunden ist … und jede Minute zählt.
Schön langsam und auf angenehme Weise nimmt der Ostsee-Krimi seinen Lauf, und man stößt auf immer mehr Details. Wie die beiden Kommissare beschrieben werden fand ich sehr sympathisch. Vor allem Hendrik Norberg mit seinen familiären Problemen und seine Schwiegermutter, die immer zu schlichten versucht fand ich sehr menschlich. Anna wird an der Ostsee sehr gut aufgenommen und mit jeder Seite nimmt die Spannung der Geschichte zu. Man lernt weitere Charaktere kennen und stößt auf viel Lokal-Kolorit, wenn man, wie ich, die Gegend um St. Peter-Ording kennt. Das Nordsee-Flair kommt sehr gut durch. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, da ich wissen musste wo Nina ist.
Ein toller Krimi, wo alles dabei ist! Menschliche Charaktere, toller Lokal-Kolorit und eine gut durchdachte Geschichte! Hoffe es gibt bald einen zweiten Teil!
Nicht nur die "Steife Brise" lässt mich frösteln... Das Cover: beamt einen sofort an den kühlen, etwas trübdunklen Deich der Nordsee. Der orange Rettungsring mag versinnbildlichen, dass Rettung möglich ist... Zum Inhalt: Die Autorin dieser neuen Krimi-Reihe hat sich die Zeit genommen, die Buch-Charaktere, deren Umfeld, Gedanken & Emotionen sehr gut zu beschreiben. Es wäre ein Wunder, sollte die bayrisch-stämmige, nach ihrer Scheidung nach St. Peter Ording, dienstlich versetzte Ermittlerin Anna Wagner, keine Anlaufschwierigkeiten an neuen Arbeitsplatz & Umfeld haben. Ich bin nach kurzer Zeit, ein echter Anna-Fan. Der Witwer Hendrik Norberg, möchte seinen Kindern Tag täglich, zur Seite stehen. Deshalb ließ er sich von der Mordkommission nach St. Peter Ording versetzen lassen. Als Dienststellenleiter übernimmt er die Wache. Beide Ermittler werden sofort tätig und suchen die vermisste Aktivistin Nina Brechtmann. Schon nach kurzer Zeit, ist klar, dass sich die Ermittlungen länger hinausziehen & sich schwieriger als angenommen gestalten werden. Fazit: Eine klare Leseempfehlung für Liebhaber der Nordsee & Lokalkriminalromanen. Der sehr solide Aufbau der Charaktere & deren Umfeld, sorgt dafür, dass das Weiterlesen zu einem Muss wird. Die Spannungsbögen könnten etwas konsequenter aufgebaut und fortgeführt werden. Ich komme zu einer Bewertung von sehr guten 4 Sternen! Und freue mich auf mehr : von dieser Autorin & Serie.
Eine LKA Kommissarin an die Nordsee. Ein Kriminalkommissar bei der Schutzpolizei. Ein Vermisstenfall bei dem anscheinend nur die Arbeitskollegen suchen. Familien die keine sind. Ein Verkehrsunfall mit Fahrerflucht. Nordsee, Sand und Krabbenbrötchen. Umweltschutz gegen Hotelneubauten. Alles zusammen ergibt eine explosive Mischung. Anna und Hendrik sind als Ermittler ein sehr ungewöhnliches Team beide sind privat schwer vor geschädigt dazu die sehr gegensätzlichen bisherigen Lebenssituationen, da hilft nur sehr viel Respekt vor einander. St. Peter Ording ist das neue Sylt, das neue Highlight an der Nordsee. Das sind die Bilder die wir sehen wenn wir das Buch anfangen. In den ersten Kapiteln werden völlig unabhängig von einander die einzelnen Protagonisten mitten im Geschehen vorgestellt. Dieses Durcheinander fand ich am Anfang sehr anstrengend, denn außer den Polizisten konnte ich niemanden verorten. Nach und nach stellte sich heraus wer wer ist und in welchen Verhältnis er / sie zu den anderen steht. Der Schreibstil ist nordisch kühl eher sogar als trocken zu bezeichnen. Emotionen wirken aufgesetzt oder gleich unterdrückt. Ich bin mit dem Krimi nicht warm geworden. Der Fall an sich war gut und die Recherche interessant dargestellt, aber es ähnelte zu sehr einen realen Polizeibericht.
Nordwesttod ist ein ansprechend geschriebener Kriminalroman, der mich deswegen überzeugt, weil die Hauptfiguren vor großen Veränderungen im Leben stehen. Hendrik Norberg übernimmt nach dem Tod seiner Frau die Dienststellenleitung in St.Peter-Ording. Das ist für seine Karriere ein Abstieg, aber so können seine Kinder im gewohnten Ort bleiben. Die aus München stammende Kommissarin Anna Wagner wechselt auch nach Schleswig-Holstein und muss sich erst eingewöhnen und ihr gewohnten Grüß Gott durch ein Moin ersetzen. Ich mag es, wie die norddeutsche Umgebung und Mentalität eingesetzt werden, ohne dass der Roman dadurch zu einem typischen Regionalkrimi wird. Die Hamburger Autorin Svea Jensen kennt sich aus, da sie inzwischen auch in Schleswig Holstein lebt. Während Norberg noch sehr mit seiner privaten Situation, der Trauer und das Verhältnis zu seinen Söhnen, beschäftigt ist, ermittel Anna Wagner bereits fleißig. Es dauert ein wenig, bis sie eine Draht zueinander finden. Doch schließlich arbeiten sie gut zusammen. Die Autorin lässt sich mit dieser Beziehung Zeit, das ist gut so und es wird auch noch eine Fortsetzung mit der Soko St. Peter-Ording geben.
Meinung: Welch ein herausragender Spannungsroman, vor einer Kulisse, die dem Leser nicht nur einmal Gänsehaut verschafft und mich wirklich prächtig unterhalten konnte. Was uns die hamburger Autorin Svea Jensen mit ihrem Buch vorlegt, ist ein bemerkenswerter Spannungsroman der alten Schule und dies im positivsten Sinne, mit sehr modernen und spritzigen Ermittlercharakteren, die mir sehr viel Spaß bereitet haben. Wie in einem alten atmosphärischen Roman voller Spannung begeben wir uns auf eine mysteriöse Reise, die eine Atmosphäre an den Tag legt, die auf so feinfühlige Art zu gruseln weiß und mit Szenen und Sprache zu spielen vermag, dass einem der Atem stockt und dabei verzichtet die Autorin auf jegliche Form der Brutalität sondern setzt auf die klassischen Spannungselemente
Einzig das Ende war für mich ein klein wenig vorhersehbar und konnte mich nicht ganz so überraschen, wie es der Verlauf der Handlung zu hoffen ließ. Dennoch ein überaus gelungener Kriminalroman, der mich überaus gut unterhalten konnte, 4 Sterne.
Ein neues Ermittlerteam und ein Vermisstenfall. Oder steckt doch mehr hinter dem Verschwinden von Nina Bachmann? . Den Leser erwartet hier ein typischer Polizeikrimi. Die Ermittlungen stehen im Mittelpunkt. Es gibt viele Befragungen. Mal kommen interessante Details ans Licht. Mal laufen Sie aber auch ins Leere. . Der Krimi besticht durch realistische Beschreibungen der Polizeiarbeit. Auch die intensiven Charakterzeichnungen der agierenden Personen sind ein Pluspunkt. Im Mittelpunkt stehen die Ermittler Hendrik Norberg und Anna Wagner. Vor allem Norberg und sein Privatleben werden eingehend beleuchtet. Er hat einiges im Gepäck, das aufgearbeitet werden muss. Und auch Anna flüchtet vor privaten Problemen in neue berufliche Aufgaben und Perspektiven. . Das Buch ist gut geschrieben. Die Story hat allerdings einige Längen. Krimi-Spannung baut sich nur dezent auf. Hier hätte gerne etwas gestrafft und mehr Tempo reingebracht werden dürfen. Vielleicht gelingt das ja in der Fortsetzung. Potential sehe ich durchaus...
Meine Meinung: Dieser Kriminalroman ist ein wirklich sehr gut geschriebener und angenehm spannender des Genres, der eher einer wirklich sehr guten Vorabendserie gleicht und mich dabei absolut überzeugen konnte.
Denn die Autorin schafft es auf einzigartiger und wirklich sehr versierte Art einen Kriminalroman zu erschaffen der den perfekten Mix zwischen angenehm spannender Atmosphäre und einer gewissen Leichtigkeit, die den Fokus nicht pausenlos auf Spannung oder gar blutige Momente legt. Denn dieser Fall ist eines überhaupt nicht, und das ist unnötig blutig, sondern setzt die Spannung auf wirklich sehr passende Art ein. Das Ermittlerteam konnte mich auch überaus positiv überraschen und machte mir so viel Spaß, dass ich mich auf weitere Fälle rundum diese Kriminalromanreihe freuen werde!
Ein sehr gut geschriebener, leichter und angenehm spannender Kriminalroman, der mich überaus gut unterhalten konnte!